Die Folgen des Klimawandels bergen ökonomische Risiken für Unternehmen. Die physische Klimarisiken - insb. Extremwetterereignisse, veränderte Niederschlagsmuster und erhöhte Durchschnittstemperaturen - können zu Produktionsrückgängen, steigenden Rohstoffkosten und Gebäudeschäden führen. Nach einer aktuellen Studie des Umweltbundesamts berichten nur etwa die Hälfte der DAX-30-Unternehmen zu diesen Risiken. Dabei schätzt allein diese Gruppe die potenziellen Schäden auf einen Gesamtwert von mehreren Milliarden Euro. Über das Risikobewusstsein in anderen Unternehmen, insbesondere KMU, ist wenig bekannt. Ziel dieses Vorhabens ist es, eine Machbarkeitsstudie für die Befragung von Unternehmen bezüglich Klimarisiken und des Umgangs mit Klimawandelanpassung zu erstellen. Dabei sollen die Möglichkeiten eine repräsentative Erhebung, etwa im Rahmen existierender Unternehmenspanels, eruiert, mögliche Fragenkomplexe entworfen sowie ein handbares Konzept erstellt werden. Auch sollen vergleichbare Erhebungen in anderen OECD-Ländern als Benchmark recherchiert werden. In einer Themenkonferenz im 3. Projektjahr sollen Zwischenergebnisse mit der Zielgruppe diskutiert werden.
Dieses Forschungsprojekt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bündelt und bewertet den sozialwissenschaftlichen Forschungsstand des BfS zur EMF-Risikokommunikation von 2005 bis 2025. Ziel ist es, zentrale Erkenntnisse zusammenzuführen, gesellschaftlich einzuordnen und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Kommunikationspraxis und Forschung abzuleiten. Grundlage bilden 30 BfS-Studien (zu hochfrequenten, niederfrequenten und beiden Frequenzbereichen), die methodisch und qualitativ anhand eines Bewertungsrasters und Qualitätskriterien analysiert werden. Die Studien zeigen methodisch ein breites Spektrum, das von rein quantitativen und qualitativen Designs bis Mixed-Methods-Ansätzen reicht. Qualitativ wurden die Studien überwiegend positiv bewertet, insbesondere bezüglich der angewendeten Methoden und Ressortforschungsrelevanz. Verbesserungen können teilweise im Bereich der Forschungstransparenz vorgenommen werden. Die Identifikation zukünftiger Forschungsfelder ergibt eine Priorisierung der Forschung zu Wissenschafts- und Risikokommunikation (z. B. im Bereich Science Literacy), flankiert von Maßnahmen zur Befähigung von Multiplikator*innen und zur Analyse des öffentlichen Diskurses rund um EMF. Weiterhin relevant bleiben außerdem Fehl- und Desinformationen im Bereich EMF sowie die Forschung zur Risikowahrnehmung und den Informationsbedürfnissen der Bevölkerung. Die Auswertung mündet in zehn praktischen Handlungsempfehlungen: (1) BfS als glaubwürdige Präsenz etablieren, (2) Breite Aufklärung, aber nah am Alltag der Menschen, (3) Science Literacy berücksichtigen, (4) Wissenschaft als Prozess darstellen, (5) Informationsbedürfnisse erkennen und Aktivitäten effizient koordinieren, (6) Multiplikator*innen befähigen, (7) zielgruppengerecht schulen, (8) Informationsmaterial und Internetartikel zugänglich gestalten, (9) Intuitive Benutzerführung beachten, und (10) Positive Social-Media-Agenda verfolgen.
Abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken und hochradioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung müssen bis zu ihrer Endlagerung in zentralen oder dezentralen Zwischenlagern sicher gelagert werden. Da sich die Zeiträume bis zur Verfügbarkeit und Annahmebereitschaft eines Endlagers in Jahrzehnten bemessen, sind über solche Zeiträume Langzeit- und Alterungseffekte mit denkbaren sicherheitsrelevanten Auswirkungen nicht auszuschließen. In dem Projekt für das BMU ist das Öko-Institut von der GRS damit beauftragt, entsprechende Effekte zu identifizieren, die Anforderungen an Überwachungsprogramme für Zwischenlager zusammenzustellen und Empfehlungen für die Weiterentwicklung des deutschen Regelwerks abzuleiten.
Urbanization affects ecological communities but urban ecology has mostly focused on large and charismatic species. Water-filled tree holes and other ephemeral small standing waters in cities constitute unique but inconspicuous breeding habitats for a range of insects. Their biodiversity is not well known and how their communities respond to increased urbanization in particular, has rarely been studied. Using a Citizen Science Project, we investigated how urbanization (measured as imperviousness, human population density and altered temperature), additional environmental parameters (pH, electric conductivity) and detritus serving as a food source affected larval insect communities in artificial aquatic microhabitats. We found that these habitats were colonized quickly by a range of insect taxa. Their community abundance, richness and decomposition rates were largely stable across different levels of urbanization. Fine detritus content increased larval abundance. Community composition shifted strongly with urbanization. The most abundant and frequent species in our study, the exotic mosquito species Aedes japonicus, responded negatively to imperviousness. Aquatic microhabitats could be shown to be important habitats for aquatic insects in cities. However, their community composition may change with increased urbanization. As our results showed, exotic species such as mosquitoes may dominate the communities in these habitats. In the case of vector species, high abundances may affect human and animal health via increased pathogen transmission. Therefore, we suggest raising awareness about potential risks of these habitats and possible measures preventing the establishment and spread of harmful species, while still supporting native biodiversity in urban spaces.
Ziele: Ziel des ressortübergreifenden Projekts Umweltgerechtigkeit im Land Berlin' ist die Ermittlung von Zusammenhängen zwischen Umweltgüte, Gesundheit und Sozialstruktur. Gleichzeitig soll auf der Grundlage ausgewählter kleinräumiger Gebiete (Verkehrszellen / lebensweltlich orientierter Räume) GIS-gestützte Aussagen erarbeitet werden, die eine Übertragung auf andere stadtstrukturell vergleichbare Gebiete zulassen. Im Ergebnis soll eine zusätzliche räumliche Betrachtungsebene entwickelt werden, die in bestehende Monitoringverfahren integriert werden kann. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Zusammenführung verschiedener räumlicher und umweltbezogener Daten auf einen gemeinsamen Raumbezug. Im Vordergrund stehen vor allem methodische Fragestellungen und mögliche praxistaugliche Herangehensweisen.; Vorgehensweisen: Das Projekt geht von der Annahme aus, dass gesundheitsbeeinträchtigende Wohnbedingungen in den unteren Statusgruppen häufiger anzutreffen sind als in den oberen. Die ungleiche Verteilung der gesundheitsrelevanten Umweltbelastungen soll zunächst bezogen auf die Themenfelder Verkehrslärm, verkehrsbedingte Luftbelastungen, Bioklima und wohnungsnahe Grünflächen untersucht werden. In einem weiteren Schritt sollen gesundheitsbezogene Aussagen in die Untersuchung einbezogen werden. Vorgehensweisen: 1. Bestandsaufnahme der gesundheitsrelevanten Umweltdaten 2. kleinräumige Regionalisierung der Daten auf einen gemeinsamen Raumbezug 3. Verschneidung der einzelnen Themenfelder mit sozialstrukturellen Daten 4. Zusammenführung der Daten auf eine Betrachtungsebene 5. Identifizierung mehrfach belasteter (vulnerabler) (Stadt-)gebiete 6. Ableitung bzw. Entwicklung planungsrelevanter praxistauglicher Indikatoren 7. Integration in bestehende Monitoringverfahren 8. Verrechtlichung der Aussagen durch Integration in das Berliner Planungssystem.; Ergebnisse: Zwischenzeitlich liegen für die Themenfelder Verkehrslärm, Luftgüte, Bioklima und wohnungsnahe Grünflächen erste Ergebnisse vor. Es zeigt sich, dass aufgrund der methodischen GIS-gestützten (geographische Informationssysteme) Herangehensweise die Möglichkeit besteht, die unterschiedlichen Datensätze der einzelnen Themenfelder kleinräumig zu regionalisieren bzw. auf einen gemeinsamen Raumbezug zusammenzuführen.
A key component of radiation protection is the education of the population about the effects and risks of radiation and about the correct protective behaviour in this respect. In order to gather information on society’s handling of selected radiation topics as a basis for this educational task, the Federal Office for Radiation Protection (BfS) has for many years commissioned socio-scientific studies on how society and individuals deal with selected radiation topics as well as on risk and information perception – e.g. on the topics of mobile communication, power grid expansion, UV protection, communication of scientific uncertainties in the area of electromagnetic fields, knowledge of general practitioners regarding electromagnetic fields, reflected way of dealing with risks in radiation protection.
Die Reaktorkatastrophe von Tschornobyl im Jahr 1986 markiert in der deutschen und europäischen Geschichte einen Wendepunkt der Risikowahrnehmung von Atomkraft und des radiologischen Notfallschutzes. Während die unmittelbaren Folgen von Tschornobyl – Unsicherheit, Angst und intensive gesellschaftliche Debatten über die Risiken der Kernenergie – die öffentliche Wahrnehmung und politische Entscheidungsprozesse maßgeblich beeinflussten, hat sich die Aufmerksamkeit für das Ereignis im Laufe derZeit verändert. Dennoch bleibt Tschornobyl bis heute ein zentraler Bezugspunkt im kollektiven Gedächtnis und in der Diskussion um den radiologischen Notfallschutz.
In einem ersten Schritt wenden wir die Holt und Laury Lotterie an, um die Risikoeinstellung Indonesi-scher Landwirte zu quantifizieren. In einem zweiten Schritt entwickeln wir ein numerisches Modell zur Bewertung der Realoptionen, die mit dem Wechsel zwischen verschiedenen Landnutzungssystemen verbunden sind. In einem dritten Schritt entwickeln wir ein einperiodisches gesamtbetriebliches Opti-mierungsmodell, um das Produktionsprogramm Indonesischer Landwirte zu optimieren. Die Risikoein-stellung Indonesischer Landwirte, die im Rahmen der Holt und Laury Lotterie bestimmt wurde, wird sowohl bei der Bewertung der Realoptionen als auch bei der Optimierung der Betriebsorganisationen berücksichtigt.
In einem ersten Schritt wenden wir die Holt und Laury Lotterie an, um die Risikoeinstellung indonesischer Landwirte zu quantifizieren. Wir analysieren, ob sich die Risikoeinstellung indonesischer Landwirte seit der Messung im Jahr 2012 verändert hat. Außerdem wird ein Experiment zur Messung der Zeitpräferenz designt. In einem zweiten Schritt entwickeln wir ein Unternehmensplanspiel für die ex-ante Analyse der ISPO- und RSPO-Zertifizierung. Wir analysieren, inwiefern die Implementierung einer Zertifizierung z.B. die Ölpalmanbaufläche, Managementpraktiken und Externalitäten verändert.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 337 |
| Europa | 2 |
| Global | 1 |
| Kommune | 3 |
| Land | 24 |
| Weitere | 31 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 132 |
| Zivilgesellschaft | 6 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 278 |
| Text | 51 |
| unbekannt | 42 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 74 |
| Offen | 299 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 322 |
| Englisch | 126 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 9 |
| Datei | 2 |
| Dokument | 45 |
| Keine | 199 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 138 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 231 |
| Lebewesen und Lebensräume | 312 |
| Luft | 219 |
| Mensch und Umwelt | 373 |
| Wasser | 204 |
| Weitere | 360 |