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Forschungssynthese der sozialwissenschaftlichen Risikoforschung zu elektromagnetischen Feldern des Bundesamtes für Strahlenschutz : Vorhaben 3624EMF124

Dieses Forschungsprojekt des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bündelt und bewertet den sozialwissenschaftlichen Forschungsstand des BfS zur EMF-Risikokommunikation von 2005 bis 2025. Ziel ist es, zentrale Erkenntnisse zusammenzuführen, gesellschaftlich einzuordnen und Handlungsempfehlungen für die zukünftige Kommunikationspraxis und Forschung abzuleiten. Grundlage bilden 30 BfS-Studien (zu hochfrequenten, niederfrequenten und beiden Frequenzbereichen), die methodisch und qualitativ anhand eines Bewertungsrasters und Qualitätskriterien analysiert werden. Die Studien zeigen methodisch ein breites Spektrum, das von rein quantitativen und qualitativen Designs bis Mixed-Methods-Ansätzen reicht. Qualitativ wurden die Studien überwiegend positiv bewertet, insbesondere bezüglich der angewendeten Methoden und Ressortforschungsrelevanz. Verbesserungen können teilweise im Bereich der Forschungstransparenz vorgenommen werden. Die Identifikation zukünftiger Forschungsfelder ergibt eine Priorisierung der Forschung zu Wissenschafts- und Risikokommunikation (z. B. im Bereich Science Literacy), flankiert von Maßnahmen zur Befähigung von Multiplikator*innen und zur Analyse des öffentlichen Diskurses rund um EMF. Weiterhin relevant bleiben außerdem Fehl- und Desinformationen im Bereich EMF sowie die Forschung zur Risikowahrnehmung und den Informationsbedürfnissen der Bevölkerung. Die Auswertung mündet in zehn praktischen Handlungsempfehlungen: (1) BfS als glaubwürdige Präsenz etablieren, (2) Breite Aufklärung, aber nah am Alltag der Menschen, (3) Science Literacy berücksichtigen, (4) Wissenschaft als Prozess darstellen, (5) Informationsbedürfnisse erkennen und Aktivitäten effizient koordinieren, (6) Multiplikator*innen befähigen, (7) zielgruppengerecht schulen, (8) Informationsmaterial und Internetartikel zugänglich gestalten, (9) Intuitive Benutzerführung beachten, und (10) Positive Social-Media-Agenda verfolgen.

When chatbots talk about risks - artificial intelligence in risk communication in radiation protection : Final report Project 3624S72332

AI is the future, including in public authorities’ communications with citizens. The use of AI-based chatbots helps streamline the press and public relations workflows of public authorities. At the same time, a chatbot meets the public’s need for information by making it available on demand. The research project investigated how a chatbot for risk and crisis communication should be designed in order to come across as accessible, trustworthy and reliable to users. A literature review and a quantitative online survey were carried out to answer the research questions.

Für den Themenbereich 'Optimale Anwendung von Information von Wetter- und Klimavorhersagen für die Gesellschaft' des Hans-Ertel-Zentrums für Wetterforschung werden 'Wetterwarnungen: von der EXtremereignis-Information zu KOMmunikation und Handlung' (WEXICOM) in einem transdisziplinärem Ansatz untersucht

RegIKLIM: Strategisches Entscheidungsunterstützungstool zur Anpassung an den Klimawandel auf regionaler und kommunaler Ebene im Rheineinzugsgebiet, TP 4: Verkehr und Logistik

Fachgespräch EMF -Monitoring

Fachgespräch EMF -Monitoring München, 25. und 26. November 2021 Beim Monitoring elektromagnetischer Felder (EMF) existieren unterschiedliche Konzepte, die für die Nutzung durch das KEMF unterschiedlich geeignet sind. Das BfS hat den Menschen im Fokus. Damit sind Expositionen hier besonders relevant. Messungen mit Personenexposimetern haben zwar gewichtige Einschränkungen, sind aber vielfach wertvoll für den Erkenntnisgewinn und die Kommunikation. Im Rahmen der Gründung des "Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder ( KEMF )" wurde ein verstärktes EMF -Monitoring beschlossen. Diese kontinuierliche Beobachtung soll die bisherigen Aktivitäten des Bundesamts für Strahlenschutz ( BfS) im Bereich Exposition der Bevölkerung gegenüber elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern, etwa die Verfolgung wissenschaftlicher Publikationen und die Vergabe von Forschungsvorhaben, erweitern. Hierdurch soll aber keine Konkurrenz zu bereits in Deutschland bestehenden Monitoring- Aktivitäten geschaffen, sondern diese sinnvoll ergänzt werden. Das Fachgespräch diente der allgemeinen Diskussion zu diesem Thema sowie dem Erfahrungsaustausch in Bezug auf nationale und internationale Monitoringkonzepte und -aktivitäten. Dazu gab es verschiedene Vorträge. Die auf dieser Basis gesammelten Erkenntnisse sollen genutzt werden, um zu ermitteln und zu begutachten, welche Konzepte und Ansätze für das KEMF brauchbar sind und sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umsetzen lassen. Inhalte des Fachgesprächs Im Einführungsvortrag legte Gregor Dürrenberger (Schweiz) dar, dass vor Ausarbeitung eines detaillierten Konzeptes das Ziel eines EMF -Monitorings definiert werden sollte: Ein EMF -Monitoring kann als Kontrollsystem genutzt werden. Es kann dem Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse dienen. Es kann ein Mittel der wissenschaftlichen und/oder politischen ( Risiko -)Kommunikation sein. Des Weiteren wurden unterschiedliche Monitoringansätze, - wie Emissions-, Immissions- und Expositionsmonitoring -, erläutert. Dabei ging es um die Vor- und Nachteile der verschiedenen Monitoringansätze und wie sie in gesellschaftspolitische Kontexte eingebettet sind. Vorstellung der Ansätze bereits bestehender EMF -Monitoring- Aktivitäten Immissionsmonitoring - Bundesnetzagentur und Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU) Die im Fachgespräch vorgestellten in Deutschland betriebenen Monitoringansätze der Bundesnetzagentur und des LfU Bayern sind jeweils reines Immissionsmonitoring. Dabei wird entweder die Summe ausgewählter EMF -Einwirkungen an einem Messpunkt über längere Zeit aufgezeichnet oder es werden Kurzzeit-Immissionsmessungen vieler Messpunkte zusammengefasst und diese Untersuchungen werden in verschiedenen Messreihen wiederholt. Diese Ansätze erfordern viel Arbeit und passen nur teilweise zu den Zielen des BfS / KEMF . Einerseits hat das BfS den Menschen bzw. die gesundheitlichen Wirkungen im Blick. Daher sind nicht Immissionen an bestimmten Messpunkten relevant, sondern die Exposition , d.h. alle EMF -Einwirkungen auf Personen. Des Weiteren sind zusammengefasste, abstrakte Immissionsmessungen für Laien schwer verständlich und lassen sich schlecht einordnen bzw. bewerten. Messansätze im Hochfrequenzbereich Erfassung von Immissionsbeiträgen ortsfester Funkanlagen Der Vortrag von Christian Bornkessel ( TU Ilmenau) beleuchtete und bewertete verschiedene Messansätze im Hochfrequenzbereich. Dabei ging Herr Bornkessel auf verschiedene Probleme ein, wie klein- und großskalige örtliche Feldvariationen und zeitliche Schwankungen von Feldstärken. Weiterhin erläuterte er, durch welche Ansätze diese Probleme minimiert oder behoben werden können. Als Idee ergab sich ein Messansatz als Kombination der Momentanwert-Messungen auf einem Punktgitter mit exemplarischen Maximalwert-Messungen bzw. die Hochrechnung auf die maximale Anlagenauslastung. Dadurch lassen sich typische Unterschiede zwischen minimaler sowie maximaler momentaner Immission von Mobilfunkanlagen erfassen. Durch sogenannte codeselektive Messungen können Aussagen zu verschiedenen Mobilfunkgenerationen getroffen werden. Der Ansatz beschränkt sich auf die Erfassung von Immissionsbeiträgen ortsfester Funkanlagen und liefert einen Proxy für mögliche Expositionsbeiträge solcher Anlagen. Kontextbezogene Expositionsmessungen Ein deutlich anderes Konzept für die Schweiz stellte Sebastian Egger (Bundesamt für Umwelt/BAFU) mit „Kontextbezogenen Expositionsmessungen“ vor. Dabei werden Messungen auf definierten Routen von 1–1,5 km Länge mittels Personenexposimetern durchgeführt. Hierbei werden tatsächliche Beiträge, wie hoch Menschen in typischen und alltäglichen Aufenthaltsszenarien Strahlung ausgesetzt sind (Stadtzentrum, zentrale und ländliche Wohngebiete, Industrie, Natur- und Freizeitgebiet etc. ), erfasst. Durch regelmäßige Wiederholungen der Routenmessungen lassen sich zeitliche Veränderungen der Beiträge erkennen. Ergänzt wird dieses Konzept durch Spotmessungen in Wohnungen und Langzeitmessungen, wobei ebenfalls Personenexposimeter zum Einsatz kommen. Eignung Dieses Konzept eignet sich einerseits zu Kommunikationszwecken, da Messwerte an bestimmten repräsentativen Orten oder in realen, nachvollziehbaren Situationen erfasst werden. Zudem lassen sich mit diesem Ansatz Erkenntnisse über zeitliche Expositionsänderungen gewinnen. Nachteilig sind die Messunsicherheiten von Personenexposimetern. Es ist zudem bekannt, dass nahe am Körper betriebene (in der Regel eigene) Geräte die potenziell größten Expositionsbeiträge verursachen. Mit Personenexposimetern können diese Beiträge nicht angemessen erfasst werden. Messaktivitäten in Deutschland und anderen europäischen Ländern In ergänzenden Vorträgen wurden weitere Messaktivitäten in Deutschland und anderen europäischen Ländern vorgestellt. Dazu gehören Messungen beim Aufbau eines 5G-Testfeldes in Sachsen, ein Immissionsmonitoring bei Funkanlagen in Frankreich, ein EMF -Emissions-Monitoring im Hochfrequenz -Bereich in Serbien sowie Messungen mittels tragbarer Messgeräte in den Niederlanden. Zusätzlich behandelte Themen waren ein EMF - Hochfrequenz -Monitoring mittels Smartphones durch Sascha Schießl von der RWTH Aachen und die Anwendung computerbasierter Simulationen und Modellrechnungen für EMF -Monitorings durch Gernot Schmid von Seibersdorf Laboratories. Fazit Aus Sicht des Strahlenschutzes ist die Exposition von Menschen gegenüber elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern relevant. Das Fachgespräch hat gezeigt, dass ein systematisches, flächendeckendes und repräsentatives EMF -Expositionsmonitoring aufgrund des hohen zeitlichen und personellen Aufwands sowie technischer Einschränkungen nicht zu erreichen ist. Die zentrale Frage, die vor Erstellung eines Konzeptes beantwortet werden muss, lautet also, welchem Zweck ein EMF -Monitoring dienen soll. Für ein Monitoring als Mittel der wissenschaftlichen Kommunikation ist die Definition des Kommunikationsbedarfs und der Kommunikationsstrategie entscheidend. Beim Zweck des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns hat das BfS den Menschen bzw. gesundheitliche Fragen im Fokus. Damit sind Expositionen und nicht Immissionen relevant. Umfassende Immissionsmonitorings verfehlen dabei den Zweck auf Expositionsseite, lassen aber qualitativ den Schluss zu, dass der Expositionsbeitrag durch Anlagen klein ist. Es gibt kein allgemein anerkanntes Konzept, insbesondere im Hochfrequenzbereich, um quantitativ auf die Exposition zu schließen. Allerdings können Immissionsmessungen für die ( Risiko -)Kommunikation hilfreich sein. Punktuelle Messungen sind wichtig bei der Bewertung neuer Technologien. Mittels Personenexposimetern kann das Ausgesetztsein von Menschen erfasst werden, wobei es nicht möglich ist, die Beiträge von körpernah betriebenen Endgeräten angemessen zu erfassen. Trotz dieser Einschränkung sind Messungen mit Personenexposimetern in Referenzszenarien und auf Messrouten wertvoll für den Erkenntnisgewinn und die Kommunikation. Zudem kann die Wiederholung dieser Messungen Zeittrends erkennen lassen. Dieser Artikel wurde sprachlich mit KI überarbeitet. Stand: 20.01.2026

Wenn ChatBots über Risiken reden : Künstliche Intelligenz in der Risikokommunikation im Strahlenschutz ; Vorhaben 3624S72332

KI ist die Zukunft, auch in der Bürgerkommunikation von Behörden. Die Nutzung von KI-basierten Chatbots unterstützt einerseits die Arbeitsabläufe der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Behörden. Andererseits kommt ein Chatbot dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entgegen, indem Informationen on demand zur Verfügung stehen. Das Forschungsvorhaben hat untersucht, wie ein Chatbot für die Risiko- und Krisenkommunikation gestaltet werden sollte, um auf die Nutzenden zugänglich, vertrauenswürdig und verlässlich zu wirken. Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein Literatur Review und eine quantitative online-Befragung durchgeführt.

Die Anwendung von Risikovergleichen im Strahlenschutz : Eine theoretischempirische Überprüfung ; Vorhaben 3623S72214

Das Ressortforschungsvorhaben "Die Anwendung von Risikovergleichen im Strahlenschutz – eine theoretisch-empirische Überprüfung" (FKZ 3623S72214) zielte darauf ab, die Verwendung von Risikovergleichen in der Praxis der Risikokommunikation im Strahlenschutz zu untersuchen. Dabei ging es insbesondere um die Frage, für welche Zwecke Risikovergleiche geeignet sind und in welchen Bereichen vom Einsatz von Risikovergleichen eher abgesehen werden sollte. Um diese Forschungsfragen zu beantworten, wurden drei Arbeitspakete bearbeitet. Im ersten Arbeitspaket (AP1) wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um den aktuellen Forschungsstand zum Thema zu erfassen. Das zweite Arbeitspaket (AP2) umfasste eine qualitative Studie, in der die Wirkung von unterschiedlichen Risikovergleichen mithilfe von Interviews untersucht wurde. Im Rahmen des dritten Arbeitspakets (AP3) wurden zwei quantitative Onlineexperimente durchgeführt, um eine solide Evidenzbasis durch größere Stichproben zu erhalten. Im Folgenden werden die wichtigsten Befunde der drei Arbeitspakete kurz zusammengefasst. In den weiteren Kapiteln wird ausführlich auf die jeweiligen Methoden und Ergebnisse eingegangen, bevor im letzten Kapitel eine allgemeine Diskussion der Ergebnisse erfolgt und Schlussfolgerungen gezogen werden.

Mobilfunkkonflikte aus der Vergangenheit als Lehrbeispiel für die Kommunikation über 5G - Vorhaben 3620S82476

This paper addresses the question to which extent current conflicts surrounding the introduction of 5G networks can be understood as a continuation or advancement of past conflicts, or whether new actors, lines of argumentation, new insights or cultures of discussion can be identified. Based on a comparison of past and present lines of conflict, we formulate recommendations for future conflict management and regulation concerning cellular network conflicts. The theoretical framework is provided by a poststructuralist discourse-theoretical perspective based on Chantal Mouffe and Ernesto Laclau, supplemented by Ralf Dahrendorf's conflict theory. The empirical basis is formed by a triangulation of (1) a review of scientific and technological research and research trends regarding cellular networks, mobile communication and 5G, (2) a media discourse analysis which allows for a comparison between public discourses during the introduction phase of the 3G networks around the turn of the millennium, and during the roll-out of the 5G network in Germany beginning in 2018, and (3) qualitative interviews with relevant stakeholders. The media discourse analysis shows a continuation of certain lines of conflict and argumentative patterns, e.g. regarding possible health effects caused by electromagnetic fields, a debate spurred by contradictory scientific evaluations and the impossibility of ruling out health risks. The notion of 'possible' – i.e. not excludable – risks was and is frequently evoked and (re)produced, at times resulting in an erroneous synonymous use of the words 'possible' and 'likely'. At the same time, discursive shifts can be observed: In the early phase of the study – from 1998 to 2002 – positions in favour of and against the new networks stood antagonistically opposed. In comparison, the recent research period from 2018 until 2020 is characterised by a widespread use of mobile phones, and therefore less resistance to covering previously dead zones. Nonetheless, a new controversy arose, focussing on questions whether and for whom new 5G standard are necessary. Overall, recent risk assessment tends to be less negative than past evaluations, at the same time however, a hardening of opposing positions and the emergence of conspiracy theories become apparent. This assessment is further supported by insights from the qualitative interviews, which reveal strongly diverging opinions on possible health risks, in particular those of mobile phone companies and of local citizens' initiatives, whereas other stakeholders maintain less pronounced positions. On the side of ‘critics’, concerns and fears are predominant, whereas proponents of mobile networks do not perceive any health effects, emphasizing instead advantages of the technology. These diverging positions are negotiated and struggle for hegemony. Nonetheless, despite critical perspective, there is a notable focus of discourse on potentials and opportunities of the new technology. Overall, the necessity of fast and extensive mobile networks is widely accepted – there is disagreement however regarding the question of whether expansion of 5G in particular was necessary for private users. When specific conflicts erupt and are continuously repeated, opposite positions tend to harden and a further dichotomisation may take place. Conflict intensity thus increases, which in turn makes conflict settlement more difficult. Following Dahrendorf’s conceptualisations of conflict development, recognition of the diverging positions as legitimate and case-specific rather than fundamental debates facilitate conflict regulation. Fundamentally, scientific and risk communication are decisive with regard to their potential of addressing triggers of conflict as well as dealing with risks and uncertainty. Furthermore, options for promoting forms of information transfer which may be conducive to regulation of conflicts surrounding 5G networks are discussed.

Grundwasserüberschwemmungen: Entwicklung eines Ansatzes zur Risikobewertung und -kommunikation

Zielsetzung Die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse lenkt die Aufmerksamkeit auf Grundhochwasser, das durch steigendes Grundwasser entsteht und erhebliche Schäden an Infrastruktur, Gebäuden und Umwelt verursachen kann. Im Gegensatz zu fluvialen oder pluvialen Hochwassern ist Grundhochwasser schwer zu erkennen und mit traditionellen Schutzmaßnahmen nicht leicht zu bewältigen. Numerische Modelle, insbesondere probabilistische Ansätze wie die Bayessche Inferenz, helfen, Unsicherheiten in der Modellierung und Vorhersage besser zu quantifizieren. Hochwasserrisikokarten sind essenziell für das Management von Grundhochwasser. Allerdings fehlen oft präzise Unsicherheitsanalysen, was durch datengetriebene Ansätze wie maschinelles Lernen verbessert werden könnte. Citizen Science und kostengünstige Sensoren können ebenfalls beitragen, indem sie Datenlücken schließen und die öffentliche Beteiligung fördern. Diese Studie präsentiert ein Rahmenwerk zur Bewertung der Anfälligkeit für Grundhochwasser, das Unsicherheiten berücksichtigt und probabilistische Karten erstellt. Anhand eines Fallbeispiels in Garching 2023 wird gezeigt, wie Modellierungstools effektiv eingesetzt werden können. Abschließend wird vorgeschlagen, Monitoring-Tools und Bürgerbeteiligung auszubauen, um die Risikokommunikation zu stärken, das Bewusstsein zu erhöhen und Maßnahmen zum Grundhochwasserschutz besser zu verankern.

RegIKLIM: Strategisches Entscheidungsunterstützungstool zur Anpassung an den Klimawandel auf regionaler und kommunaler Ebene im Rheineinzugsgebiet, TP 6: Anwendung und Transfer im lokalen Kontext

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