In MemKoWI ist geplant, Membranverfahren für die Abtrennung von CO2 und H2 in Industrien zu untersuchen, in denen sie bisher nicht etabliert sind. Das Potenzial, dass sie sich hier als skalierbare und durch die Möglichkeiten verschiedene keramische und polymere Membranmaterialien zu innovativen Kombinationen Lösungen zu verschalten, flexible und anpassbare Technologie, erweist ist sehr groß. Allerdings ist ebenfalls mit erheblichen Risiken zu rechnen. Im Vergleich zu den bisher untersuchten Einsätzen von Membranverfahren zur CO2-Abtrennung aus Kohlekraftwerksrauchgasen, zeichnen sich die in MemKoWI adressierten Gase durch andere Zusammensetzungen aus. Somit kann die Einsetzbarkeit der Verfahren zwar durch Berechnungen abgeschätzt, deren stabiler Einsatz aber nur im Versuch im Betriebsumfeld nachgewiesen werden. Potenzielle Anwender können so von den Vorteilen der Membranverfahren überzeugt werden. In MemKoWI ist der Einsatz von drei Testanlagen geplant. Eine der Anlagen ist bereits vorhanden und soll modifiziert werden, während die beiden anderen Anlagen neu zu bauen sind. Die hiermit verbundenen Kosten sind weder aus der Grundfinanzierung der beteiligten Forschungsinstitutionen noch aus den F&E-Budgets der beteiligten Unternehmen zu finanzieren. Weiterhin stellt die Einbindung der Anlagen in Industriestandorte einen erheblichen, anderweitig nicht finanzierbaren Aufwand dar. Die für die Membranherstellung verwendeten Rohmaterialien müssen in hinreichender Menge beschafft, verarbeitet und in Membranmodule verbaut werden. Auch die Ausgaben hierfür übersteigen die F&E-Budgets. Das für die Durchführung der geplanten Arbeiten notwendige Personal kann nur zum Teil aus der Grundfinanzierung gestellt werden. Projektpersonal muss, gerade auch im Hinblick auf die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten, eingestellt werden und der Personalaufwand für die Betreuung der Testanlagen abgedeckt werden.
Das Projekt ProSa zielt darauf ab, durch den Einsatz von modellbasierten Systementwicklungsansätzen (MBSE) die Bewertung und Optimierung von Nachhaltigkeitsattributen in Wertschöpfungsketten zu verbessern und zu automatisieren, indem sowohl die Optimierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette als auch zirkuläre Ansätze zur Verlängerung der Ressourcennutzung berücksichtigt werden. Die Deutsche Edelstahlwerke Siegen/Hagen GmbH & Co. KG (DEW) bringt in dieses Vorhaben ihre Expertise in der emissionsreduzierten Stahlproduktion ein. Als Stahllieferant stellt DEW detaillierte Daten zu CO2-Emissionen und anderen Nachhaltigkeitskennzahlen bereit, die für die Bewertung der Nachhaltigkeitsattribute in der Wertschöpfungskette entscheidend sind. DEW unterstützt sowohl bei der Entwicklung eines digitalen Datennetzes für Nachhaltigkeitsattribute, um diese Informationen entlang der Wertschöpfungskette verfügbar zu machen, als bei der Integration der Netze in ein MBSE-Systemmodell. Dadurch können Nachhaltigkeitsattribute vom Rohmaterial bis zum Endprodukt transparent erfasst und optimiert werden. Ein wesentlicher Beitrag von DEW liegt in der Bereitstellung von Daten für die modellbasierte Bewertung der Ressourcennutzung im Systemmodell und die Validierung der entwickelten Modelle. Diese Validierung bildet die Grundlage für eine präzise Analyse der Nachhaltigkeitsattribute und die Identifikation von Optimierungspotenzialen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.