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COHP: Aufbau eines Niedertemperatur-Warmwassersystems mit 45 Grad Celsius Vorlauftemperatur aus industrieller Abwärme

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, betreibt am Standort im oberbayrischen Penzberg auf einer Fläche von 590.000 Quadratmetern (83 Fußballfeldern) eines der größten Biotechnologie-Zentren Europas mit ca. 7.500 Mitarbeitenden. Hier werden für den Weltmarkt diagnostische Proteine, Reagenzien und Einsatzstoffe sowie therapeutische Proteine biotechnologisch hergestellt. Roche Penzberg hat im Rahmen dieses Projekts ein innovatives Konzept zur nachhaltigen Wärmeversorgung umgesetzt. Kern ist der Ausbau eines bestehenden Wärmerückgewinnungsnetzes zu einem flächendeckenden Niedertemperaturnetz mit 45/20°C (NT45-Netz). Als Wärmequelle dienen eine Vielzahl werksinterner Abwärmequellen, z.B. von Energieerzeugungsanlagen, Produktionsprozessen. Die Vorlauftemperatur von 45 Grad Celsius wird durch den Umbau elektrisch betriebener Kompressionskältemaschinen zu Niedertemperatur-Wärmepumpen sichergestellt. Roche Penzberg nutzt seit ca. 30 Jahren Abwärme von zentralen Energieerzeugungsanlagen mit ca. 30 Grad Celsius. Diese dient zur Vorwärmung der Zuluft in raumlufttechnischen Anlagen. Funktionsweise: Wärmequellen: Abwärme aus Verdichtungsprozessen (Druckluft, Kälte) und Kondensationskühlern von Dampfkesseln. Wasserkreislauf: Der Rücklauf des Niedertemperatur Mediums dient zur Kühlung der Anlagen und wird im Kalt - Becken vorgehalten. Kaltwasser wird aus dem Rücklaufbecken zu den Anlagen gepumpt, dort erwärmt und anschließend in ein Vorlaufbecken zur weiteren Nutzung vorgehalten. Verteilung: Das erwärmte Wasser wird durch Pumpen und Rohrleitungen zu Gebäuden transportiert, deren Lüftungsanlagen die Niedertemperatur zur Lufttemperierung nutzen. Problemstellung: Das bisherige WRG-System kann bis max. 32 Grad Celsius betrieben werden. Das nutzbare Potenzial ist aufgrund der geringen Vorlauftemperatur beschränkt. Die Erhöhung der Vorlauftemperatur von ca. 30 Grad Celsius auf 45 Grad Celsius mit nachhaltigen Wärmeerzeugern ist das Ziel. Mit der Nutzung des zur Verfügung stehenden Potenzials nachhaltiger Wärme aus unvermeidbarer Abwärme und Reduzierung bzw. Substitution von Erdgas erzeugtem Dampf werden: vorhandener Abwärmepotenziale genutzt und Grundlagen für CO 2 -neutrale Wärmeversorgung mit dem Medium 45-grädiges Wasser geschaffen. Durch die umgesetzten Projektmaßnahmen wird die Temperatur der Wärmerückgewinnung mit zwei modifizierten Kältemaschinen von 30°C/20°C auf 45°C/20°C Niedertemperatur angehoben. Die erhöhte Temperaturspreizung ermöglicht es, die doppelte Energiemenge über die Bestandsleitungen zu transportieren. Zwei Kältemaschinen erhöhen die Temperatur WRG von ca. 30 Grad Celsius auf 45 Grad Celsius. Die Leistung der beiden Wärmeauskopplungen beträgt jeweils 1,65 Megawatt (Primärbetrieb Kälteerzeugung). Bei Überschusswärme wird der Pufferbehälter (100 Kubikmeter) geladen. Das 45-grädige Wasser wird über Rohrleitungsnetz verteilt. Durch die Temperaturerhöhung von 30 Grad Celsius auf 45 Grad Celsius können Gebäude nachhaltig beheizt werden. Durch die Nutzung des 45-grädigen Wassers wird der Erdgasverbrauch reduziert. Neben der sofortigen Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes und der wirtschaftlichen Abwärmenutzung schafft dieses Projekt mit dem 45-grädigen Wasser die Basis für eine werkweite CO 2 -neutrale Wärmeversorgung. Von Oktober 2024 bis Mai 2025 wurden 6.979 Megawattstunden Wärme rückgewonnen. Hierdurch wurden ca. 50.000 Kilowattstunden Strom und ca. 15.000 Kubikmeter Wasser durch Vermeidung des Betriebs der Kühltürme eingespart. Wenn man diese Werte auf ein Jahr hochrechnet, erhält man eine Einsparung von 2.280 Tonnen CO 2 pro Jahr. Die Nutzung von Abwärmepotenzialen aus der Kälteerzeugung stellt eine innovative und effiziente Methode dar, Energie nachhaltig zu verwenden und Wärmesenken mit Niedertemperaturwärme zu versorgen. Diese Technologie ist branchenübergreifend anwendbar und eignet sich für Unternehmen jeder Größe, in denen ein simultaner Bedarf an Kälte und Wärme besteht. Durch die effiziente Nutzung beider Energiesenken kann die Effizienz des Erzeugerequipments maximiert werden. Insbesondere durch die gleichzeitige Erzeugung von Kälte und Wärme (Combined Heating and Cooling) wird ein hoher Wirkungsgrad erreicht. Branche: Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Gummi- und Kunststoffwaren Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Roche Diagnostics GmbH Bundesland: Bayern Laufzeit: 2022 - 2024 Status: Abgeschlossen

Unabhängige Löschwasserversorgung im Landkreis Nienburg/Weser

Eine unabhängige Löschwasserversorgung stützt sich auf Wasservorräte, die unabhängig von einem Rohrnetz benutzt werden. Hierzu zählen Teiche, unter- und oberirdische Zisternen (erschöpfliche Wasserentnahmestellen) sowie Tiefenbrunnen (unereschöpfliche Wasserentnahmestellen).

Minderung der Umweltbelastung durch Minderung des Brennstoffverbrauches. Fernsteuerbare Einzelraum-Temperaturregelung. Fernschaltbare Einzelraum-Lueftung (FER und FEL)

Minderung der Umweltbelastung durch Minderung des Brennstoffverbrauches durch Anwendung der fernsteuerbaren Einzelraum-Temperaturregelung und der fernschaltbaren Einzelraumlueftung bei zentralen Heizungs- und Lueftungsanlagen. 'Elastische Heizung' - 'Elastische Lueftung'. Erforschung der Energieeinsparungsquoten durch einfachste Schaltung von Rohrnetz und Heizkoerperventilen, die zentral oder dezentral, manuell oder programmiert ferngesteuert werden. Dadurch nutzungsgerechter Heizungsbetrieb jedes einzelnen Raumes. Temperatur exakt geregelt. Vermeidung von Ueberheizungen, Nutzung von Waermegewinn aus Umwelt, Sonneneinwirkung, Geraete-, Beleuchtungs- und Personenwaerme zur Waermebedarfsdeckung der einzelnen Raeume. In gleicher Weise Lueftungsbetrieb fuer die einzelnen Raeume schaltbar entsprechend der Nutzungszeiten. Keine unnoetige Lufttransporte, keine unnoetige Luftaufheizung oder Luftkuehlung. Kein Raum wird unnoetig beheizt oder belueftet.

Untersuchung der Kriterien zur Sanierung und Erneuerung (Rehabilitation) des Wasserrohrnetzes der Stadt Erfurt als Beitrag zur Erstellung eines Rehabilitationsprogrammes und zur Senkung der Wasserverluste

Die Forschungsvereinbarung sieht die Unterstuetzung der Stadtwerke Erfurt bei der Ausarbeitung eines Rohrnetzsanierungsprogrammes vor. Gestuetzt wird die Dringlichkeit der Untersuchungen durch die Alterung der Rohrnetze und ihre daraus abzuleitende Schadensanfaelligkeit, da die technische Gebrauchsdauer von Rohrleitungen in vielen Staedten ueberschritten und die notwendige Rehabilitation der Wasserversorgungsnetze (nach W 401 'Massnahmen zur Erhaltung oder Verbesserung der Funktionsfaehigkeit bestehender Wasserverteilungsanlagen. Sie schliesst alle Reinigungs-, Sanierungs- und Erneuerungsmethoden ein') erforderlich ist. Das Ziel der Untersuchungen besteht darin, dazu beizutragen, den Stadtwerken Erfurt zu ermoeglichen, eine jederzeit aktuelle Schadensstatistik zu fuehren und durch Untersuchung bestimmter Kriterien die permanente Instandhaltung und Erneuerung des Rohrnetzes durchzufuehren. Durch die Aussonderung besonders schadensbehafteter Leitungen (Sanierung derselben bzw. Ersatz) sollen sowohl die Instandhaltungskosten als auch die Wasserverluste gesenkt werden. Gleichzeitig soll die Schadensstatistik genutzt werden, begruendet die zu sanierenden oder zu erneuernden Rohrstrecken auszuwaehlen. Erdverlegte Wasserrohrleitungen sind nicht unmittelbar und jederzeit zugaenglich und koennen aufgrund ihrer Verlegetiefe nicht unmittelbar hinsichtlich ihrer Schaeden beurteilt werden wie Hochbauten. Rohrschaeden sind daher eine Moeglichkeit, Leitungssysteme zumindest punktuell zu beurteilen. Dabei ist natuerlich zu beruecksichtigen, dass bei Schadensfaellen aufgrund der Dringlichkeit der Wiederherstellung des Betriebszustandes die Leitungen nur kurzzeitig aussen und innen beurteilt werden koennen und auch die Schadensursache durch das austretende Wasser nicht immer zweifelsfrei festgelegt werden kann (Unterspuelungen, oft auch mehrere Ursachen). Trotz dieser Einschraenkungen ermoeglicht die Schadensstatistik wichtige Aussagen zur Erneuerung und Sanierung von Rohrleitungssystemen. Zur Schadenserfassung stand 1996/97 eine ABM-Stelle zur Verfuegung, das EDV-Statistikprogramm wurde durch eine Mitarbeiterin des Fachbereiches Bauingenieurwesen erstellt, die Auswertung und Erarbeitung des Forschungsberichtes erfolgte durch den Projektleiter. Der Abschluss der Forschungsarbeiten ist 1998 vorgesehen, notwendige Voraussetzung die Bewilligung einer ABM-Stelle zur Datenerfassung und Weiterbearbeitung.

Umwelttechnische Berufe – Zuständige Stelle für die Berufsbildung im öffentlichen Dienst

Die Ausbildung in den umwelttechnischen Berufen wurde im Jahr 2002 eingeführt und ersetzte die bis dahin mögliche Ausbildung zum Ver- und Entsorger. Es handelt sich um Berufe des technischen Umweltschutzes. Die Absolventen werden im öffentlichen Dienst und der gewerblichen Wirtschaft ausgebildet. Der NLWKN – Betriebsstelle Hannover-Hildesheim – ist die „Zuständige Stelle“ für diese Ausbildungsberufe im öffentlichen Dienst. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung in den umwelttechnischen Berufen wurde im Jahr 2002 eingeführt und ersetzte die bis dahin mögliche Ausbildung zum Ver- und Entsorger. Der NLWKN – Betriebsstelle Hannover-Hildesheim – ist die „Zuständige Stelle“ für diese Ausbildungsberufe im öffentlichen Dienst. Zum Download-Bereich mit Vordrucken Die UT-Berufe gliedern sich in vier Fachqualifikationen: Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung Kommunale und gewerbliche Betriebe der Wasserversorgung Umwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung Im Bereich von Entwässerungsnetzen sowie der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in kommunalen und industriellen Kläranlagen Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft Entsorgungsunternehmen, Deponien, Kompostierungsanlagen, Recyclinganlagen Umwelttechnologe/in für Rohrleitungsnetze Kommunen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft Die UT-Berufe gliedern sich in vier Fachqualifikationen: Die Absolventen werden in den Kommunen und der gewerblichen Wirtschaft ausgebildet. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Ziel der Ausbildung Ziel der Ausbildung Die Ausbildung dient dazu, Bilder aus der Ausbildungspraxis Bilder aus der Ausbildungspraxis Adresse Adresse NLWKN Betriebsstelle Hannover-Hildesheim Zuständige Stelle UT-Berufe An der Scharlake 39, D-31135 Hildesheim Telefon +49-5121-509-0 (Zentrale) Telefax +49-5121-509-196 Ansprechpartner/in Ansprechpartner/in . Weitere Informationen zu den UT-Berufen - Ausbildungsberufsbild - Ausbilder - Eignung der Ausbildungsstätte - Betriebliche Ausbildung und -überbetriebliche Ausbildung - Berufsschule - Veröffentlichte Prüfungsunterlagen Weitere Informationen zu den UT-Berufen . Weiterbildungsmöglichkeiten • Techniker/-in Wasserversorgungstechnik • Wassermeister/-in • Industriemeister/-in Rohrnetz und Rohrbetrieb • Techniker/-in Abwassertechnik • Abwassermeister/-in • Techniker/-in Abfalltechnik • Meister/-in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Städtereinigung • Techniker/-in Umweltschutz • Meister/-in für Rohr-, Kanal- und Industrieservice Weiterbildungsmöglichkeiten Rechtsgrundlagen Rechtsgrundlagen

Wasserschutzgebiete 2009

Das gesamte Trinkwasser für Berlin (im Jahr 2008 waren es rund 205 Millionen m 3 ) wird zu 100 % aus dem Grundwasser gewonnen. Darüber hinaus werden die Grundwasservorkommen durch Eigenwasser- und Brauchwasserentnahmen sowie durch große Grundwasserhaltungen bei Baumaßnahmen, Grundwassersanierungsmaßnahmen und Wärmenutzungen beansprucht. Die derzeit für die Berliner Trinkwasserversorgung fördernden Berliner Wasserwerke Spandau, Tegel, Tiefwerder, Beelitzhof, Kladow, Wuhlheide, Kaulsdorf und Friedrichshagen liegen im Warschau-Berliner Urstromtal bzw. in der Havelrinne (Abb. 4). Nur das Wasserwerk Stolpe nördlich Berlins entnimmt sein Wasser im Land Brandenburg und liefert höchstens 9 % der Gesamtförderung der Berliner Wasserbetriebe zur öffentlichen Wasserversorgung Berlins in die Stadt. Es wird von den Berliner Wasserbetrieben unterhalten und ist auch für die Trinkwasserversorgung einiger umliegender Brandenburger Gemeinden zuständig. Die Schutzgebiete der Wasserwerke Staaken, Eichwalde und Erkner, die Gemeinden im Umland mit Trinkwasser versorgen, liegen teils noch im Berliner Stadtgebiet, teils schon außerhalb der Stadtgrenze. Durch die Vielzahl von Wasserwerken im Stadtgebiet und dem nahen Umland ist der Anteil von unter Schutz stehenden innerstädtischen Flächen erheblich. Bei einer Gesamtfläche Berlins von 89167 ha ergibt sich ein Wasserschutzgebietsanteil von 23,6%. Die Berliner Wasserbetriebe sind u.a. im Bereich der Wasserversorgung Dienstleister und Fachpartner für Städte, Gemeinden, Verbände und Unternehmen im Land Brandenburg. Auf der Grundlage langfristiger Verträge wurden z.B. im Geschäftsjahr 2007 ca. 3,3 Mio m 3 Trinkwasser nach Brandenburg geliefert. Das in den Wasserwerken aufbereitete Trinkwasser wird über ein knapp 7.900 km langes Rohrnetz verteilt. Das Durchschnittsalter der Rohre liegt in Berlin bei 50 Jahren. Die ältesten Rohre sind etwa 130 Jahre alt. Für private Verbraucher gibt es in Berlin 260.000 Hausanschlüsse, die von den Versorgungsleitungen abgehen sowie ebenso viele eingebaute Wasserzähler.

Wasserschutzgebiete 2006

Das gesamte Trinkwasser für Berlin (im Jahr 2005 waren es 212 Millionen m 3 ) wird zu 100 % aus dem Grundwasser gewonnen. Darüber hinaus werden die Grundwasservorkommen durch Eigenwasser-und Brauchwasserentnahmen sowie durch große Bauwasserhaltungen, Grundwassersanierungsmaßnahmen und Wärmenutzungen beansprucht. Die neun Wasserwerke der Berliner Wasser Betriebe Spandau, Tegel, Tiefwerder, Beelitzhof, Kladow, Wuhlheide, Kaulsdorf und Friedrichshagen liegen bis auf das Wasserwerk Buch im Warschau-Berliner Urstromtal bzw. in der Havelrinne. Nur das Wasserwerk Stolpe am nördlichen Stadtrand entnimmt sein Wasser im Land Brandenburg und liefert etwa 10 % der Berliner Gesamtförderung in die Stadt. Es wird von den Berliner Wasser Betrieben unterhalten und ist auch für die Trinkwasserversorgung einiger umliegender Brandenburger Gemeinden zuständig. Die Schutzgebiete der Wasserwerke Staaken, Eichwalde und Erkner, die Gemeinden im Umland mit Trinkwasser versorgen, liegen teils noch im Berliner Stadtgebiet, teils schon außerhalb der Stadtgrenze. Durch die Vielzahl von Wasserwerken im Stadtgebiet und dem nahen Umland ist der Anteil von unter Schutz stehenden innerstädtischer Flächen erheblich. Bei einer Gesamtfläche Berlins von 890 km 2 ergibt sich ein Wasserschutzgebietsanteil von ca. 28 %. Die Berliner Wasserbetriebe haben mit 18 Gemeinden des Berliner Umlandes im Land Brandenburg acht Trinkwasserlieferungsverträge abgeschlossen. 2000 wurden 3,3 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an über 85 000 Einwohner dieser Gemeinden geliefert. Das in den Wasserwerken aufbereitete Trinkwasser wird über ein 7 800 km langes Rohrnetz verteilt. Das Durchschnittsalter der Rohre liegt in Berlin bei 50 Jahren. Die ältesten Rohre sind etwa 130 Jahre alt. Für private Verbraucher gibt es in Berlin 250 000 Hausanschlüsse, die von den Versorgungsleitungen abgehen sowie ebenso viele eingebaute Wasserzähler. Grundwassermanagement Der dramatische Rückgang der Grundwasserförderung hat insbesondere in der Nähe der mittlerweile geschlossenen Wasserwerke zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels um bis zu 3m geführt. Hiervon besonders stark betroffen sind Gebiete mit niedrigem Flurabstand im Bereich des Urstromtales im Südosten Berlins. Wie in Rudow in den 90er Jahren sind dort Siedlungsgebiete von der Vernässung der Keller bedroht. Als Reaktion auf die ungleichmäßige Entwicklung des Wasserbedarfs innerhalb Berlins und zur Gewährleistung siedlungsverträglicher Grundwasserstände wurde hinsichtlich der anzustrebenden Grundwasserstände und der zu fördernden Grundwassermengen im Juli 2001 vom Senat von Berlin folgende Umorientierung der Grundwassernutzung beschlossen: In der östlichen Stadthälfte wird langfristig 50 Prozent mehr Grundwasser für die öffentliche Wasserversorgung gefördert, als regional von den Verbrauchern aus dem Netz abgenommen werden kann. Die Grundwasserförderung wird im südöstlichen Teil Berlins von derzeit 60 Mio. m 3 pro Jahr auf zukünftig 90 Mio. m 3 pro Jahr gesteigert. Das nicht vor Ort mehr abnehmbare Trinkwasser wird über das zusammengefügte und noch weiter zu sanierende Rohrnetz der Berliner Wasser Betriebe zu den Verbrauchern in der westlichen Stadthälfte geleitet. Durch die zusätzliche Grundwasserförderung zur Trinkwassergewinnung können im Südosten Berlins im engeren Umfeld der Wasserwerke weitere Grundwasseranstiege begrenzt und weitgehend siedlungsverträgliche Grundwasserstände gewährleistet werden. Als Folge der verstärkten Trinkwasserförderung im Südosten Berlins müssten die Berliner Wasser Betriebe, um nicht über den Bedarf hinaus zu produzieren, in der westlichen Stadthälfte 30 Mio. m 3 pro Jahr weniger Grundwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung fördern. Die Folge wären direkte, merkliche Anstiege des Grundwassers in der Nähe der reduziert fördernden Wasserwerke und damit eine Problemverlagerung von Ost nach West. Um dem entgegenzuwirken, wird die Grundwasseranreicherung (durch Einleitung gereinigten Oberflächenwassers in den Untergrund) dort um den gleichen Betrag heruntergefahren , sodass die Grundwasserstände annähernd auf dem gleichen Niveau verharren. Zur Reduzierung der Trinkwassergewinnung in der westlichen Stadthälfte bietet sich in Abstimmung mit den BWB die vorübergehende Außerbetriebnahme des Wasserwerkes Jungfernheide an. Für eine dauerhafte Mehrförderung in der östlichen Stadthälfte müssen die dortigen Wasserwerke entsprechend saniert werden. Hierzu bietet sich die vorübergehende Außerbetriebnahme und anschließende Modernisierung des Wasserwerkes Johannisthal an. Diese Maßnahme soll bis spätestens 2009 beendet sein. In der Zwischenzeit sollen die Arbeiten zur Beseitigung der Untergrundbelastungen im Einzugsbereich der Wasserwerke Johannisthal und Wuhlheide intensiviert werden. Durch die begrenzte Erhöhung der Grundwasserförderung können die Sanierungsarbeiten im Altlastengebiet des Großprojektes Spree (Niederschöneweide, Johannisthal und Adlershof) beschleunigt werden.

Modellierungsnetz: INTegrative Modellierung der Ausbreitung von schweren Infektionskrankheiten, Teilprojekt D

Entwicklung einer neuartigen Einbaugarnitur mit autark agierender körperschallbasierter Temperatur/Druck-Sensoreinheit zur Überwachung der Trinkwasserqualität, Teilprojekt 3

Entwicklung einer neuartigen Einbaugarnitur mit autark agierender körperschallbasierter Temperatur/Druck-Sensoreinheit zur Überwachung der Trinkwasserqualität, Teilprojekt 2

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