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Fischwanderungen in großen Fließgewässern: Verhalten, Physiologie und Populationsökologie

Zielstellung: Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) kommt der Verbesserung der longitudinalen Durchwanderbarkeit von Fließgewässern für Fische eine besondere Bedeutung zu. Für die Planung und Gestaltung von Fischaufstiegsanlagen besteht speziell in großen Flüssen ein erheblicher Bedarf an fischökologischen Grundkenntnissen. Aus diesem Anlass sollte das Fachwissen zur Populationsökologie und -genetik von europäischen Wanderfischarten gesammelt und zusammenfassend dargestellt werden. Material und Methoden: Anhand einer Literaturrecherche im internationalen Schrifttum wurden grundlegende und aktuelle Kenntnisse zu populationsbiologischen Parametern (z. B. Fruchtbarkeit, Geschlechterverhältnis, Überleben, Mortalität) und populationsgenetischen Kennwerten (z. B. effektive Populationsgröße, Genfluss, Homo-/Heterozygotie) von Fischarten zusammengestellt. Als Grundlage der Arbeiten dienten zumeist referierte Publikationen aus Fachzeitschriften, die im Internet in verschiedenen Datenbanken gesucht, selektiert und in einer Excel-Tabelle zusammengestellt wurden. Ergebnisse: Im Rahmen der Studie konnten Parameter und Kennwerte für 25 Fisch- und Rundmaularten in unterschiedlichem Umfang und in unterschiedlicher Qualität recherchiert werden. In der Regel war die Datenlage dürftig; Fachwissen existiert jedoch vor allem für solche Spezies, die auch aus fischereiwirtschaftlicher Motivation und/oder aus Gründen des Naturschutzes interessant sind, wie diverse Störartige, Europäischer Aal, Atlantischer Lachs und verschiedene Neunaugenarten. Aufgrund der in der Originalliteratur beschriebenen Unterschiede hinsichtlich der Art der Datengenerierung sowie der Herkunft und Kondition der untersuchten Fische können die ermittelten Angaben jedoch nicht repräsentativ für alle Populationen sein und spiegeln somit nur einen Ausschnitt der in der Natur anzutreffenden Vielfalt wider.

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