Grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der Mosel: Gewässerzustand wird überwacht Rheinland-pfälzische Expertinnen und Experten nehmen an internationaler Messfahrt auf dem Laborschiff Max Prüss teil. Im Rahmen einer außerordentlichen grenzüberschreitenden Messkampagne der Moselanrainerstaaten Frankreich, Luxemburg und Deutschland wird das Laborschiff Max Prüss am heutigen Freitag damit beginnen, Dreikantmuscheln in der Mosel sowie im Mündungsbereich der Saar zu entnehmen. Mit dabei sind auch Expertinnen und Experten des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Umwelt sowie eine Delegation aus dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Die Muscheln dienen als sogenannte Bio-Indikatoren für den Gewässerzustand und werden nun auf mögliche Schadstoffe hin analysiert. Das Laborschiff Max Prüss ist mit zahlreichen Geräten für kontinuierliche Messungen ausgestattet und gewährt Räumlichkeiten zur Vorbereitung, Analyse und Aufbewahrung von Proben. Es ersetzt in diesem Jahr das rheinland-pfälzische Messschiff MS Burgund, das über 34 Jahre lang zur Überwachung der Gewässerqualität an Mosel und Rhein genutzt wurde. Auf Grundlage von etwa 1.300 Überwachungsstellen in den Oberflächengewässern und 680 im Grundwasser, erstellen die Staaten und Bundesländer im Einzugsgebiet von Mosel und Saar regelmäßige Zustandsberichte für Flüsse, Seen und Grundwasser. Mithilfe dieser Daten können gezielt auf die Gewässerqualität ausgerichtete Schutzmaßnahmen vorgenommen werden. Das Mosel-Saar-Einzugsgebiet hat hierbei einen besonderen grenzüberschreitenden Charakter: Hier arbeiten verschiedene Institutionen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Frankreich und Luxemburg seit über 60 Jahren Hand in Hand. Das geschieht insbesondere innerhalb der Internationalen Kommissionen zum Schutz der Mosel und Saar (IKSMS). „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist das Gebot der Stunde im Gewässerschutz“, so Andreas Christ, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium, „denn Wasserschadstoffe machen nicht an Landesgrenzen Halt.“ Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität von 05.05.23. Zur Messkampagne: Im Rahmen der außerordentlichen grenzüberschreitenden Kampagne der Agence de l‘eau Rhin-Meuse und ihrer deutschen und luxemburgischen Amtskollegen wird das Laborschiff Max Prüss – bereitgestellt von den Ministerien für Umwelt der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz – beauftragt, im Mai Proben von Zebra-muscheln, genauer Dreikantmuscheln, in der Mosel sowie im Mündungsbereich der Saar zu entnehmen. Als wahre Bioindikatoren für den Zustand der Gewässer werden diese Süßwassermuscheln anschließend analysiert, um mögliche Schadstoffe in unseren Gewässern zutage zu bringen, insbesondere die Gruppe der PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), die als krebserregend eingestuft ist. Im Rahmen einer außerordentlichen grenzüberschreitenden Messkampagne der Moselanrainerstaaten Frankreich, Luxemburg und Deutschland wird das Laborschiff Max Prüss am heutigen Freitag damit beginnen, Dreikantmuscheln in der Mosel sowie im Mündungsbereich der Saar zu entnehmen. Mit dabei sind auch Expertinnen und Experten des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Umwelt sowie eine Delegation aus dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium. Die Muscheln dienen als sogenannte Bio-Indikatoren für den Gewässerzustand und werden nun auf mögliche Schadstoffe hin analysiert. Das Laborschiff Max Prüss ist mit zahlreichen Geräten für kontinuierliche Messungen ausgestattet und gewährt Räumlichkeiten zur Vorbereitung, Analyse und Aufbewahrung von Proben. Es ersetzt in diesem Jahr das rheinland-pfälzische Messschiff MS Burgund, das über 34 Jahre lang zur Überwachung der Gewässerqualität an Mosel und Rhein genutzt wurde. Auf Grundlage von etwa 1.300 Überwachungsstellen in den Oberflächengewässern und 680 im Grundwasser, erstellen die Staaten und Bundesländer im Einzugsgebiet von Mosel und Saar regelmäßige Zustandsberichte für Flüsse, Seen und Grundwasser. Mithilfe dieser Daten können gezielt auf die Gewässerqualität ausgerichtete Schutzmaßnahmen vorgenommen werden. Das Mosel-Saar-Einzugsgebiet hat hierbei einen besonderen grenzüberschreitenden Charakter: Hier arbeiten verschiedene Institutionen aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Frankreich und Luxemburg seit über 60 Jahren Hand in Hand. Das geschieht insbesondere innerhalb der Internationalen Kommissionen zum Schutz der Mosel und Saar (IKSMS). „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist das Gebot der Stunde im Gewässerschutz“, so Andreas Christ, Abteilungsleiter Wasserwirtschaft im rheinland-pfälzischen Klimaschutzministerium, „denn Wasserschadstoffe machen nicht an Landesgrenzen Halt.“ Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität von 05.05.23. Zur Messkampagne: Im Rahmen der außerordentlichen grenzüberschreitenden Kampagne der Agence de l‘eau Rhin-Meuse und ihrer deutschen und luxemburgischen Amtskollegen wird das Laborschiff Max Prüss – bereitgestellt von den Ministerien für Umwelt der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz – beauftragt, im Mai Proben von Zebra-muscheln, genauer Dreikantmuscheln, in der Mosel sowie im Mündungsbereich der Saar zu entnehmen. Als wahre Bioindikatoren für den Zustand der Gewässer werden diese Süßwassermuscheln anschließend analysiert, um mögliche Schadstoffe in unseren Gewässern zutage zu bringen, insbesondere die Gruppe der PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), die als krebserregend eingestuft ist.
Polyzyklische Moschusverbindungen sind synthetische Duftstoffen, die in Körperpflegemitteln, Wasch- und Reinigungsmitteln, Papier und Textilien eingesetzt werden. Über Abwässer und Klärschlämme gelangen sie in die Umwelt. Einige Moschusverbindungen sind bioakkumulierend, endokrin wirksam und toxisch für aquatische Organismen. In Brassen aus deutschen Fließgewässern und Miesmuscheln aus Nord- und Ostsee dominierten die polyzyklischen Moschusverbindungen HHCB (Handelsname: Galaxolid) und AHTN (Handelsname:Tonalid). Im Untersuchungszeitraum 1986-2003 waren Brassen deutlich stärker belastet als Miesmuscheln. Generell ist eine Abnahme der Belastung seit Mitte der 1990er Jahre zu beobachten. Zu den wirtschaftlich wichtigsten polyzyklischen Moschusverbindungen gehören HHCB und AHTN. Beide Verbindungen werden nur zum Teil in Kläranlagen abgebaut, und können in Kläranlagenabläufen nachgewiesen werden. AHTN, nicht aber HHCB, wird durch UV-Strahlung weiter abgebaut. Da beide Stoffe lipophil sind, können sie sich in Organismen anreichern. Um die Belastung aquatischer Organismen in deutschen Gewässern zu erfassen, wurden Brassen aus verschiedenen deutschen Fließgewässern und Miesmuscheln aus Nord- und Ostsee im Rahmen eines retrospektiven Monitorings auf AHTN und HHCB untersucht. HHCB und AHTN wurden in allen Muschelproben aus der südlichen Nordsee (Eckwarderhörne) nachgewiesen. Die Konzentrationen lagen bei 0,52 - 1,7 ng HHCB/g Frischgewicht (FG) und 0,39 - 2,5 ng AHTN/g FG. Bis Mitte der 1990er Jahre dominierte AHTN, in den Folgejahren lagen die HHCB-Konzentrationen höher. Miesmuscheln aus der Ostsee wiesen generell niedrigere AHTN- und HHCB-Gehalte auf. Verglichen mit Miesmuscheln waren Brassen bis zu 1000 Mal stärker mit HHCB und AHTN belastet. Der Grund hierfür dürfte die höhere Exposition von Brassen durch Kläranlagenabläufe sein (geringere Verdünnung). Die Konzentrationen von HHCB waren dabei durchgehend höher als von AHTN (um Faktoren von 2 bis 17). Die höchsten Gehalte fanden sich Mitte der 1990er Jahre bei Brassen aus der Saar (bis 2005 ng HHCB/g FG und 605 ng AHTN/g FG). An allen Probenahmeflächen nahmen die Belastungen mit polyzyklischen Moschusverbindungen seit Mitte der 1990er Jahre ab. Die Belastung von Miesmuscheln und Brassen durch die polyzyklischen Moschusverbindungen HHCB und AHTN nahm bis 2003 ab. Dies ist wahrscheinlich auf rückläufige Verbrauchssmengen durch den Einsatz von Ersatzstoffen zurückzuführen. Aber was bedeutet die Anwesenheit dieser Stoffe im Gewässer für aquatische Organismen? Die aus den Fischgewebekonzentrationen extrapolierten Wasserkonzentrationen lagen bis 2003 unterhalb der jeweiligen für aquatische Organismen kritischen Konzentrationen (PNEC - predicted no effect concentration). Für deutsche Fließgewässer wurden im Rahmen dieser Studie maximale Wasserkonzentrationen von 3,2 µg HHCB/L und 1,0 µg AHTN/L errechnet, während die PNEC für Süßwasserorganismen bei 4,4 µg HHCB/L und 2,8 µg AHTN/L liegt. Damit ist eine direkte Gefährdung der aquatischen Umwelt durch diese Verbindungen im Untersuchungszeitraum unwahrscheinlich. Aktualisiert am: 12.01.2022 Datenrecherche Datenrecherche Datenrecherche Datenrecherche
Freshwaterecology.info ist eine Datenbank autökologischer Merkmale - ökologischer Präferenzen und biologischer Charakteristika - von mehr als 20.000 europäischen Süßwasserorganismen (Fische, Makrozoobenthos, Makrophyten, Kieselalgen, Nicht-Kieselalgen und Phytoplankton). Die online verfügbare Datenbank ist für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie insofern unumgänglich, als sie die biologischen/ökologischen Merkmale in Maßzahlen "übersetzt", die dann wiederum in die Bewertungssysteme der einzelnen Mitgliedsstaaten (z.B. Perlodes) einfließen können. Der Abschlussbericht zum Projekt "Ökologische Typisierung der aquatischen Makrofauna und Flora Deutschlands" beinhaltet prinzipiell zwei Teile: - eine Beschreibung der Benutzung der freshwaterecology.info Webseite und - eine Beschreibung der im Rahmen des Projektes vorgenommenen Verbesserungen, Ergänzungen und Änderungen der freshwaterecology.info Datenbank Da die freshwaterecology.info Webseite nur in englischer Sprache verfügbar ist, versteht sich vorliegender Abschlussbericht auch als "Handbuch für deutschsprachige Anwender*innen". Der Bericht beschreibt alle Inhalte, mögliche Abfragen und Ergebnisse der Webseite erstmals in deutscher Sprache. Er stellt damit eine wesentliche Erleichterung für Anwender*innen aus dem deutschsprachigen Raum dar, die Inhalte der Datenbank oftmals zur Einschätzung und Bewertung von Süßwasserökosystemen heranziehen. Die im Rahmen des Projektes getätigten Arbeiten zielten darauf ab, den Kenntnisstand der ökologischen Charakterisierung der deutschen, aquatischen Fauna und Flora zu vergrößern. Alle Teilbereiche dieser Arbeiten und ihre finale Implementierung in die freshwaterecology.info Datenbank werden in vorliegendem Bericht erläutert. Die freie, online Verfügbarkeit dieser Daten trägt dabei in hohem Maße zu einem offenen Zugang zu Informationen entsprechend der Digitalisierungs- oder Open-Access Strategien bei. Quelle: Forschungsbericht
Als Weichtier des Jahres 2015 wurde die Mantelschnecke gewählt, weil sie eine der besonders stark gefährdeten heimischen Süßwasserschnecken ist. Sie gehört zur Familie der Schlammschnecken (Lymnaeidae), die in Europa mehr als 20 Arten umfasst.
Seit dem Jahr 2003 wird alljährlich ein Weichtier des Jahres gewählt. Der Titel wird von einem Kuratorium vergeben, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Öffentlichkeit über ausgewählte Arten zu informieren und auf diesem Wege auch molluskenkundliche Themen und Naturschutzprobleme bekannt zu machen. Zum Weichtier des Jahres 2011 wurde die Zierliche Tellerschnecke (Anisus vorticulus) gekürt. Seit 2004 gehört diese kleine und unauffällige Süßwasserschnecke zu den europaweit geschützten Arten. Im Rahmen der Erweiterung der EU wurde sie in die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aufgenommen. Weil die Art in der Öffentlichkeit aber weitgehend unbekannt ist, wurde sie als Weichtier des Jahres ausgewählt.
Die folgenden 111 Arten-Steckbriefe umfassen im Einzelnen: Typisch für die Säugetiere – zu denen bekanntermaßen auch wir Menschen gehören – ist, dass sie ihre Jungen mit ihrer eigenen Milch ernähren. Von Wissenschaftlern werden die Säugetiere daher auch als „Mammalia“ bezeichnet, was wiederum auf den Umstand hindeutet, dass sie eine Milchdrüse besitzen. Das Säugen der jungen hat übrigens einen ganz praktischen Vorteil: so können die stolzen Eltern ihren Nachwuchs länger unter ihrer Obhut behalten. Die Klasse der Säugetiere umfasst über 4000 Arten und ist entsprechend vielgestaltlich: so gehört die wenige Gramm wiegende Spitzmaus genauso dazu, wie der 100 Tonnen und mehr wiegende Blauwal! Lesen Sie mehr... Die Verwandlung der Frösche und Molche kennt schon jedes Kind: Aus den ins Wasser abgelegten Eiern schlüpfen die Kaulquappen, die erst nach einer vollständigen Verwandlung zu Fröschen, Kröten oder Molchen werden. Die Kaulquappen atmen mit Hilfe von Kiemen, nach der Verwandlung haben die Tiere jedoch eine Lungenatmung, die durch eine Hautatmung unterstützt wird. Wussten Sie aber, dass allein in Baden-Württemberg 21 Amphibienarten aus unterschiedlichsten Gruppen vorkommen? Lesen Sie mehr... Eidechsen und Schlangen sowie eine Schildkrötenart sind unsere heimischen Reptiliengruppen. Die Schlangen sind aufgeteilt in die giftigen Ottern oder Vipern sowie in die ungiftigen Nattern. Je ein Vertreter wird hier vorgestellt. Eidechsen können häufiger in der Natur beobachtet werden. Allerdings ist die hier vorgestellte Mauereidechse nur in besonders wärmebegünstigten Gegenden anzutreffen. Allen Reptilien gemeinsam ist, dass sie zum Wachsen aus der Haut fahren müssen, d. h. sie häuten sich. Lesen Sie mehr... In Baden-Württemberg sind derzeit 51 heimische Fischarten nachgewiesen. Zusätzlich kommen noch bewusst eingesetzte oder eingeschleppte fremdländische Arten vor, die dann allerdings oft heimische Arten verdrängen können. Fische besiedeln neben nahezu allen größeren Stehgewässern auch die Flüsse von der Quelle bis zur Mündung. Dabei müssen eine ganze Reihe von Arten mehr oder weniger lange Wanderungen durchführen – was sie aber nur können, wenn ihnen keine unüberwindlichen Wehre wie beispielweise Staustufen im Wege stehen. Lesen Sie mehr... Greifvögel, Singvögel, Wattvögel, Wasservögel – von den weltweit etwa 9.000 Vogelarten leben über 200 in Baden-Württemberg. Wichtig ist das Land auch für Zugvögel, die auf ihrem Weg gen Süden hier Rast machen. Und im Winterhalbjahr halten sich auch viele Gäste aus dem hohen Norden hier auf, so beispielsweise am Bodensee. Die Tiere legen Eier, die ausgebrütet werden müssen – genau wie die Zeit des Gefiederwechsels (Mauser) eine besonders empfindliche und gefährliche Lebensphase. Viele Vogelarten reagieren sensibel auf Störungen und werden als sehr gute Bioindikatoren für die Umweltverträglichkeit von Planungsvorhaben genutzt. Lesen Sie mehr... Zu den Weichtieren gehören auf den ersten Blick so unterschiedliche Tiergruppen wie die Tintenfische, die Schnecken und die Muscheln. Arten aus dieser Gruppe besiedeln sowohl das Meer als auch das Süßwasser und das Land. Die hier vorgestellte Vertreterin, die Kleine Flussmuschel, lebt im Süßwasser und filtert aus dem Wasser Nährstoffe. Die Süßwassermuscheln sind vor allem durch die starken Gewässerverschmutzungen in den 1960er Jahren deutlich in ihren Beständen zurückgegangen. Das ist sehr bedauerlich, denn für das ökologische Gleichgewicht in Flüssen und Seen sind auch diese Tiere wichtig. Lesen Sie mehr... Die Vielfalt der heimischen Schmetterlinge ist schon beeindruckend – und sie wird noch vermehrt durch ihre vier Stadien, in denen man sie in der Natur findet: als unscheinbares Ei, als teilweise auffallende Raupe, als Puppe und als beschuppter und manchmal ausgesprochen farbenprächtiger Falter. Viele Schmetterlinge sind als Bestäuber von Blütenpflanzen von enormer Bedeutung. Die wehrlosen Tiere versuchen teilweise durch Warnfarben, Täuschungsmanöver und Gifteinlagerungen ihren Fressfeinden ein Schnippchen zu schlagen. Lesen Sie mehr... Käfer sind die artenreichste Insektengruppe – ihre Vielfalt ist eigentlich unbeschreiblich. So leben allein in Deutschland über 6.000 verschiedene Arten. Manche Arten, etwa der Mai- oder der Marienkäfer, sind allgemein bekannt. Über andere wissen aufgrund ihrer verborgenen Lebensweise bestenfalls nur einige wenige Experten Bescheid. Die hier vorgestellten Käfer decken dabei nur einen kleinen Teil der Vielfalt ab. Dabei haben Hirschkäfer, Alpenbock, Bunter Kirschbaum-Prachtkäfer sowie dem Rosenkäfer die Gemeinsamkeit, dass sie in einer Lebensphase im Holz von Bäumen leben. Zu den räuberischen Laufkäfern gehören der Grüngestreifte Grundläufer, der Goldlaufkäfer, der Kleine Puppenräuber und der Sumpf-Halsläufer. Wer nicht glauben mag, dass manche Käfer kräftig zubeißen können, der sollte den Dünen-Sandlaufkäfer in die Hand nehmen und seine riesigen Mundwerkzeuge bestaunen. Lesen Sie mehr... Die rund 75 heimischen Libellenarten gehören zu zwei Unterordnungen, den Kleinlibellen und den Großlibellen. Als Larven leben die Tiere im Wasser, als Erwachsene sind sie bemerkenswerte Flugkünstler. In beiden Stadien ernähren sie sich als recht erfolgreiche Räuber. Besonders auffällig sind die großen Facettenaugen, die den Tieren beinahe eine Rundumsicht ermöglichen. Lesen Sie mehr... Lange Fühler, kurze Fühler: Die rund 70 in Baden-Württemberg bekannten Heuschreckenarten gliedern sich in Lang- und Kurzfühlerschrecken. Die meisten Arten besitzen Flügel, einige haben diese jedoch im Verlauf ihrer Entwicklung zurückgebildet. Wer schon einmal versucht hat Heuschrecken zu ärgern, hat sicher auch schon Bekanntschaft mit deren kräftigem Gebiss gemacht. Die kauend-beißenden Mundwerkzeuge sind ebenso charakteristisch, wie ihre arttypischen Gesänge: Dazu reiben die Langfühlerschrecken ihre Flügel aneinander, während die Kurzfühlerschrecken die Beine an den Flügeln entlangbewegen. Nachfolgend werden drei Arten der Langfühlerschrecken und zwei der Kurzfühlerschrecken vorgestellt. Lesen Sie mehr... Klar, die Honigbiene kennt jeder. In Baden-Württemberg kommen jedoch noch weitaus mehr Bienenarten vor, nämlich mehr als 470 Arten. Aber nur einige der „wilden“ Verwandten der Honigbiene sind so sozial organisiert wie diese, die meisten Arten leben einzeln. Alle Wildbienenweibchen haben einen mit Gift bewehrten Stachel. Als Mensch muss man diesen jedoch nicht fürchten. Wildbienen sind nicht aggressiv. Mit einem Stich muss man höchstens rechnen, wenn eine Biene eingeklemmt oder gequetscht wird. Lesen Sie mehr... Pflanzen – ist doch klar, jeder kennt ein paar Pflänzchen. Nur ist die Vielfalt der Pflanzenwelt kaum jemandem bewusst – außer den Botanikern - und die beschäftigen sich schließlich berufsmäßig damit. In Baden-Württemberg kommen ca. 2.400 verschiedene Arten vor. Die Spannweite reicht von Bärlappen und Farnen bis zu Blütenpflanzen. Hier wiederum von Bäumen über Sträucher zu Gräsern und den allen bekannten wunderschön blühenden Wiesenblumen Lesen Sie mehr...
Zu den Weichtieren gehören auf den ersten Blick so unterschiedliche Tiergruppen wie die Tintenfische, die Schnecken und die Muscheln. Arten aus dieser Gruppe besiedeln sowohl das Meer als auch das Süßwasser und das Land. Die hier vorgestellte Vertreterin, die Kleine Flussmuschel, lebt im Süßwasser und filtert aus dem Wasser Nährstoffe. Die Süßwassermuscheln sind vor allem durch die starken Gewässerverschmutzungen in den 1960er Jahren deutlich in ihren Beständen zurückgegangen. Das ist sehr bedauerlich, denn für das ökologische Gleichgewicht in Flüssen und Seen sind auch diese Tiere wichtig.
Das Projekt "Hälterung von Großmuscheln und Identifizierung geeigneter Habitate speziell für die Flussperlmuschel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Institut für Hydrobiologie, Professur für Limnologie (Gewässerökologie) durchgeführt. Am Beispiel der bundesweit vom Aussterben bedrohten bzw. gefährdeten Großmuschelarten (GMA), Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera, FPM) und Malermuschel (Unio pictorum, MM), sollen Managementmaßnahmen zur nachhaltigen Etablierung und Wiederansiedlung umgesetzt werden. Zur Analyse, Bewertung und Lösung der sehr komplexen Gefährdungsursachen der GMA wird eine GMA-Datenbank entwickelt, welche das dezentrale Expertenwissen zusammenfasst und validiert. Ein auf der GMA-Datenbank aufbauendes Entscheidungshilfewerkzeug (EHW) wird zur Identifikation von Habitatdefiziten bzw. von geeigneten Pilothabitaten zur Wiederansiedlung der GMA entwickelt. Bei der Habitatauswahl werden zusätzlich die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt. Notwendige Maßnahmen zur Optimierung identifizierter Habitate werden mit Hilfe eines Decision Support Systems (DSS) definiert und priorisiert. Diese Maßnahmen werden in enger Kooperation von Umsetzungs- und Wissenschaftspartnern als Best Practice-Beispiele für die Bestandssicherung der GMA-Populationen in Niederbayern und im sächsischen Vogtland erarbeitet, die dann Vorbildfunktion für Maßnahmen in anderen aktuellen oder potentiellen GMA-Lebensräumen haben (z.B. Hotspot OHT).
Das Projekt "Paläoökologische Entwicklung in Langzeitseen: Rekonstruktion anhand von Poriferen-Vergesellschaftungen im Baikalsee" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin, Fachbereich Geowissenschaften, Institut für Geologische Wissenschaften, Fachbereich Geochemie, Hydrogeologie, Mineralogie, FR Ökonomische und Ökologische Geologie durchgeführt. Phylogenie und Evolutionsökologie der Poriferen des Baikalsees sollen erforscht werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Untersuchungen zu speziellen Einnischungsfaktoren, die zu Abspaltung und Diversifizierung der endemischen Lubomirskiidae im Baikal geführt haben. Durch eine Kartierung der heutigen Schwammverteilung und gezielte Beprobung ausgewählter Transsekte (Steilwände am Listvyanka und Bolshye Koti) wird im Frühling und Herbst ihre laterale und vertikale Verteilung erfasst. Dabei genommene Proben sollen für weitere Untersuchungen zur Histologie und Ultrastruktur der Lubomirskiidae genutzt werden, um Hinweise zur Ernährungs- und Fortpflanzungsstrategie während der kalten Jahreszeit zu erhalten. Die phylogenetischen Beziehungen innerhalb der Lubomirskiidae und zu der Außengruppe der Spongillidae wollen wir durch genetische Analysen ausgewählter Baikalschwämme beleuchten. Zur Überprüfung der genetischen Phylogramme ist eine paläontologische Erfassung der fossilen Baikalschwämme erforderlich. Die taxonomische Spicula-Analyse soll hier als Methode verfeinert und zur Erfassung wichtiger phylogenetischer Kladogenesen seit dem Miozän eingesetzt werden.
Das Projekt "Bestimmung des Chironomidenmaterials der freien Fliessstrecke der Donau und Erstellung eines verbaucherorientierten Bestimmungsschluessels (Altenwoerth)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Internationale Arbeitsgemeinschaft Donauforschung, Österreichisches Nationalkomitee durchgeführt.