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Neue Daten für die Energiewende, Teilvorhaben: Erstellung einer Wärmeleitplanung für das Versorgungsgebiet in Südhessen als Referenzfall für die Anwendung der NEED-Plattform, in Kooperation mit der TU Darmstadt, Ableitung von Maßnahmen zur energetischen Quartiersentwicklung

Mit der NEED-Plattform werden die Prozesse eines Datenökosystems beschleunigt. Automatisiert werden heterogene energiebezogene Datenquellen zusammengeführt und mittels Ontologien konsistent über die verschiedenen Sektoren sowie zeitliche und räumliche Ebenen verknüpft. In diesem Zusammenhang sollen bestehenden Datenplattformen nicht ersetzt, sondern vielmehr als Quelle in das Ökosystem integriert werden. Neben konventionellen Datenquellen der verschiedenen Planungsebenen sollen dabei auch Möglichkeiten erforscht werden, um Lücken mit synthetischen Daten zu schließen. Die NEED-Plattform ist ein robustes, pflegeleichtes und flexibles Werkzeug zur Planung von Energiemaßnahmen auf verschiedenen räumlichen Ebenen, ohne das Gesamtbild aus dem Blick zu verlieren. Werkzeuge und Modelle der Partner sollen über semantische Anfragen auf die erforderlichen Daten zugreifen, um die jeweiligen (Planungs-)Aufgaben durchzuführen. Der NEED Ansatz für eine transparente Bereitstellung aktueller Daten wird an Anwendungsbeispielen evaluiert. Das Teilvorhaben befasst sich mit der Erstellung einer Wärmeleitplanung für das Versorgungsgebiet in Südhessen als Referenzfall für die Anwendung der NEED-Plattform, in Kooperation mit den Tools der TU Darmstadt, Ableitung von Maßnahmen zur energetischen Quartiersentwicklung.

Langzeit-Effekte von Rottemist, Mineralduengung und biologisch-dynamischen Praeparaten auf Ertraege und organische Substanz im Boden

Ertragsbildung bei organischer oder mineralischer Duengung (gleiche Mengen Gesamt-Stickstoff) unter extremen Standortbedingungen (Sandboden, trocken-warmes Klima); Fruchtfolge: Rotklee, Sommer-Weizen, Kartoffeln, Winterroggen. Stickstoffdynamik und -bilanzierung. Langfristig stabiler Humusgehalt nur bei Rottemist-Duengung mit Anwendung biol-dyn Praeparate; in Boeden dieser Variante groesste mikrobielle Biomasse und hoechste Enzymaktivitaet.

Planfeststellungsverfahren - Sanierung der kommunalen Rheinflügeldeiche - Deich links des Fanggrabens und Deich rechts der Modau

Die Deiche entlang der Modau und des Fanggrabens sind Bestandteil des Hochwasserschutzsystems in Südhessen. Sie gehören zu den Rheindeichsystemen 3 und 4 und schützen die Kommunen Gernsheim, Biebesheim und Stockstadt im Landkreis Groß-Gerau vor den Auswirkungen eines Rheinhochwassers. Grundlage hierfür ist die Verwaltungsvereinbarung zwischen den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz vom 28. Februar 1991 (fortgeschrieben am 1. Februar 2002). In dieser Vereinbarung sind die maßgeblichen Bemessungswerte definiert und es ist festgelegt, dass die Deiche ein Bemessungshochwasser von 6.000 m³/s am Pegel Worms zuzüglich eines Freibords aufnehmen müssen. Für die ordnungsgemäße Funktion der Flügeldeiche sind eine ausreichende Deichhöhe, eine stabile Bauweise sowie ein durchgehender, im Hochwasserfall erreichbarer Verteidigungsweg erforderlich. Die durchgeführten geotechnischen Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die vorhandenen Deichabschnitte diese Anforderungen derzeit nicht in vollem Umfang erfüllen. Insbesondere bestehen Einschränkungen hinsichtlich der Standsicherheit gegenüber dem Bemessungshochwasser, Defizite in der Deichhöhe sowie fehlende durchgehende Verteidigungswege. Das Sanierungsvorhaben umfasst daher den rechtsseitigen Modaudeich von km 0+000 bis -1+427,75 sowie den linksseitigen Fanggrabendeich von km 16+100 bis 19+390. Mit der Planung und Umsetzung wurde das Regierungspräsidium Darmstadt beauftragt. In seiner Funktion als obere Landesbehörde verantwortet es die Koordination und Durchführung von Hochwasserschutzmaßnahmen im Regierungsbezirk.

Euoniticellus fulvus (Goeze, 1777) Blatthornkäfer Extrem selten

Vorkommen in Baden-Württemberg und der Pfalz sind von denen im Elsass wohl nicht hochgradig isoliert. Gefährdung durch Rückgang des Habitats: Xerothermstandorte mit niedriger Vegetation und traditioneller Großviehbeweidung, Empfindlichkeit gegenüber Medikation von Weidetieren (Antiparasitikum Ivermectin) nachgewiesen ( Wardhaugh et al. 2001, Schoof & Luick 2019). Die Art profitiert möglicherweise kurzfristig von der Klimaerwärmung. Kontinental-mediterrane Art, von Süden her einstrahlend, Trockenheit und Wärme liebend. Nördlich der Mainlinie nicht nachgewiesen. Erster Wiederfund nach zuletzt Baden: Kaiserstuhl, Lilienhof 1935 ( Horion 1958) jetzt: Kaiserstuhl, Schelingen 1992 ( Waßmer et al. 1994), 2007 in der Pfalz (Bienwald) gefunden ( Buse et al. 2013). Nördlicher Vorposten, der evtl. mit Populationen im Elsass in Zusammenhang zu sehen ist, wo die Art lange Zeit (seit 1955) nicht nachgewiesen ( Gangloff 1991), aber 2010 wiedergefunden wurde ( Callot 2020). Aktuell in Baden und in Rheinland-Pfalz, z.B. St. Martin 2012 ( Buse et al. 2013), Leithof 2013 ( Buse et al. 2014) und Mombach, Mainzer Sand 2014-2015 ( Buse et al. 2016a), im Südwesten auch etliche Neufunde (Buse mdl. 2019). Neuerdings auch aus Südhessen belegt: Griesheimer Düne 2017 ( Brenner 2019), Affhöllerbach (Brenzbach) 2019 (Hofmann mdl. 2019). 2020 erstmals auch aus Bayern gemeldet: Lenkersheim und Tennenlohe (Thorn mdl. 2020). Art der offenen Landschaft, in Deutschland in der Ebene und im Hügelland (Köhler brfl. 2008).

Psammoporus mimicus Pittino, 2006 Aegialia mimica Pittino, 2006 Blatthornkäfer Vom Aussterben bedroht

Früher nicht von Psammoporus sabuleti (Panzer, 1797) unterschieden. Fast alle bisherigen Meldungen von P. sabuleti ( Panzer , 1797) aus Deutschland beziehen sich auf P. mimicus Pittino , 2006 , auch die Einstufung in der alten Roten Liste durch Geiser (1998). Lebensraum stark verändert und verschmutzt, daher extrem selten und hoher Gefährdungsgrad. Saprophag, in Sandböden und Schwemmböden an sauberen Fließgewässern der Mittelgebirge und des Vorlandes ( Rößner 2012). Aktuelle Vorkommen gemeldet aus Hessen: Jossklein bei Marburg 2000 ( Schaffrath 2003a) und Thüringen: Saaletal südlich Jena, Maua 2005/2006, Löbstedt 2006-2010 ( Kopetz et al. 2008, Rößner 2012), Dietlas westlich Merkers, Feldaufer 2013 (Kopetz mdl. 2020). Letzter Nachweis Nordrhein-Westfalen: Köln-Brück 2016 (Köhler mdl. 2019).

Anoxia villosa (Fabricius, 1781) Blatthornkäfer Vorwarnliste

Deutscher Name: Behaarter Maikäfer. Gefährdung der kleinen Populationen am nördlichen Verbreitungsrand durch Beeinträchtigung und Zerschneidung des Lebensraums. Südliche Art mit Schwerpunkten in Frankreich und Italien, in Deutschland nur im Südwesten: Oberrheinische Tiefebene zwischen Karlsruhe und Frankfurt, dort lokal in Anzahl, sonst nur verstreute Nachweise; in extensiver Kulturlandschaft in offenen Sandgebieten, Binnendünen; aktuelle Meldungen aus Bayern: Kahl am Main 2015 (Berger mdl. 2019), Alzenau 2018 (Benisch mdl. 2019), Baden: Leopoldshafen 2015, Weinheim 2019 (Reibnitz mdl. 2019), Hessen: Mörfelden-Walldorf 2014 (Schaffrath), Seeheim 2017 (Hille mdl. 2017), Hüttenfeld 2019 (Reibnitz mdl. 2019) und Rheinland-Pfalz: Jockgrim 2010 (Köhler mdl. 2019), Ockenheim 2019 (Berger mdl. 2019).

Satyrium ilicis (Esper, 1779) Brauner Eichen-Zipfelfalter Tagfalter und Widderchen Stark gefährdet

S. ilicis ist eine typische Lichtwaldart, die in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist. Stabile Bestände existieren in den Niederwäldern der Hauberge in Hessen und den aktiven Mittelwäldern des südlichen Steigerwaldes in Bayern (Hermann 2020, Graser et al. 2023). Im Norden und Osten Deutschlands sowie im südlichen Bayern gibt es nur wenige kleine und isolierte Vorkommen. Die Populationen im Saarland sind trotz Schutzmaßnahmen nicht gesichert (Strätling 2010). In Baden-Württemberg ist die Art aktuell in vier Regionen vorhanden, verzeichnet dort aber Bestandsrückgänge (Hermann 2024, Hermann & Trautner 2019). Eine detaillierte Darstellung der Gefährdungssituation findet sich in Form eines Einstufungsbeispiels in Kapitel (siehe Publikation für Kapitelnummer).

Melolontha hippocastani Fabricius, 1801 Blatthornkäfer Ungefährdet

Deutscher Name: Waldmaikäfer. Mäßige Rückgänge im Norden und Osten Deutschlands werden durch kurzfristige Zunahmen im Süden und Westen ausgeglichen, dadurch insgesamt „gleich bleibend“. In fast allen Regionen nachgewiesen, aber unregelmäßig, nur lokal und nur in Sandgebieten, dort jahrweise sehr häufig, z. B. in der Oberrheinischen Tiefebene in Baden und Südhessen, hier stellenweise Bekämpfung (Dimethoat). In Ostdeutschland nur noch sehr lokal ( Rößner 2012). Aktuelle Funde in Bayern, Baden, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ( Bleich et al. 2020). Art offener Waldlandschaften.

Amphimallon burmeisteri Brenske, 1886 Junikäfer Blatthornkäfer Extrem selten

Nur schwer von Amphimallon assimile ( Herbst , 1790) zu unterscheiden, offenbar am sichersten durch die unterschiedlichen Tagesflugzeiten (vgl. Rößner & Krell 2001). Das Gesamtareal geht wahrscheinlich nur wenig über Mitteleuropa hinaus. Potenziell gefährdet durch Verkleinerung und Beeinträchtigung des Lebensraums. In Magerrasen der Sandgebiete in der Ebene. Der schwer zu bestimmende Vertreter der Gattung Amphimallon wurde in Deutschland in Württemberg und aktuell in Südhessen sicher bestätigt durch Rößner & Krell (2001). Letzter ermittelter Fund am derzeit einzigen bekannten Fundort: Lampertheim, Viernheimer Heide 2006 ( Brenner 2008).

Hoplia praticola Duftschmid, 1805 Blatthornkäfer Stark gefährdet

Gefährdung durch Isolation und Veränderungen im Biotop. Offenbar Rückzug aus Vorpostenstellungen weiter nördlicher Regionen im 19. bzw. der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts; aus den östlichen Bundesländern keine sicheren Nachweise. Aktuelle Nachweise in allen südlichen Bundesländern Deutschlands, nördlich bis Rheinland-Pfalz und Hessen; aus Nordrhein-Westfalen, Hannover und dem Niederelbegebiet nur alte Funde. Wärmeliebende Art der Wälder und Waldränder, meist nur lokal an Wärmestellen, meidet den atlantischen Klimabereich.

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