Ohne Pflanzen gibt es keine Nahrung, weder an Land noch im Meer. Sie bilden und regeln in wesentlichem Maße unsere Lebensumwelt. Doch nicht nur wir Menschen, auch Tiere brauchen die Pflanzen als Lebensgrundlage – beispielsweise als Nahrung aber auch als Lebensraum. Der Schutz der Pflanzen in all ihrer Vielfalt ist deshalb essentiell für das Überleben auf der Erde. Untersuchungen zeigen jedoch den kontinuierlichen Rückgang dieser für alle Lebewesen so wichtigen Vielfalt. Daher gibt es seit 2002 eine Globale Strategie zum Schutz der Pflanzenwelt, die diesen Rückgang bis 2010 stoppen sollte. Auf der letzten Konferenz (2014 in Südkorea) der Staaten, die sich verpflichtet haben diese Strategie umzusetzen, ergab sich aber leider, dass der Verlust an Pflanzenvielfalt zunimmt und auch noch bis mindestens 2020 weiter voranschreiten wird. Zur Umsetzung dieses globalen Ziels werden sowohl auf nationaler als auch auf regionaler Ebene Strategien entwickelt. Das Land Berlin leistet seinen Anteil mit dem Florenschutzkonzept. In diesem werden unter allen Farn- und Blütenpflanzen diejenigen als prioritäre Zielarten benannt, die aus fachlicher Sicht eines besonderen Schutzes bedürfen. Eine der Zielarten des Florenschutzes ist die Gemeine Grasnelke ( Armeria maritima subsp. elongata ). Diese auch nach der Bundesartenschutzverordnung gesetzlich besonders geschützte Art wächst vor allem auf trockenen Standorten, wie sie auch auf der sogenannten “Sandlinse” nördlich des Wuhlesteges vorkommen. In Berlin fühlt sich die Gemeine Grasnelke generell sehr wohl und kommt auch noch relativ häufig vor, aktuell vor allem in den Wäldern Köpenicks, den offenen Stadtrandbereichen und im nördlichen Grunewald. In bebauten Gebieten findet man sie vor allem entlang von Bahndämmen, seltener auf Mittelstreifen von Straßen, auf größeren Friedhöfen und Brachflächen. Bedingt durch Nutzungsänderungen oder Überbauung sind bereits einige Vorkommen der Grasnelke in den vergangenen Jahrzehnten verloren gegangen. Die Grasnelke gilt bundesweit als gefährdet, in Berlin zählt sich noch nicht zu den gefährdeten Pflanzenarten. Wenn die Gemeine Grasnelke also in Berlin relativ häufig vorkommt, warum muss sie dann besonders geschützt werden? Das liegt daran, dass diese Pflanze weltweit nur in einem sehr kleinen Areal vorkommt und ihren globalen Verbreitungsschwerpunkt in Nordostdeutschland hat. Wir haben daher eine besondere Verantwortung für den weltweiten Erhalt dieser Art. Das Land Berlin fühlt sich daher besonders verpflichtet seinen Teil zur Bewahrung der Gemeinen Grasnelke zu tun noch bevor sie akut gefährdet ist. Aus diesem Grund ist sie nicht nur Zielart des Florenschutzkonzeptes, sondern darüber hinaus auch Zielart des Berliner Biotopverbundkonzeptes. Auf den Wiesen nördlich des Wuhleteiches, der sogenannten „Sandlinse“, befindet sich bereits seit langem eine kleine Fläche mit Sandtrockenrasen, die auch von einer kleinen Familie aus Grasnelken bewohnt wird. Um ihren Bestand zu sichern und darüber hinaus im Wuhletal zu vermehren, wurde ein “Hilfspaket” im Rahmen der Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt auf der IGA-Berlin im Jahr 2017 geschnürt. Auf der “Sandlinse” wurde, in der Nachbarschaft der bestehenden Grasnelkenbestände, eine alte Baustraße aus Asphalt entfernt und die Fläche mit einer 20 bis 30 cm dicken Sandschicht angedeckt. So wurde die Ausgangsbedingung für die Anpflanzung von Grasnelken geschaffen. Die dafür benötigten Jungpflanzen wurden aus Samen gezogen, die von Pflanzen eines Grasnelkenbestandes im selben Naturraum, in Berlin-Pankow, stammen. Ein auf die Anzucht von regionalen Pflanzenarten spezialisierter Gartenbaubetrieb hat sie herangezogen und bis zur Auspflanzung auf der “Sandlinse” gepflegt. Die ansässige Population der Grasnelken konnte durch diese Maßnahme um rund 5.000 Individuen erweitert und die biologische Vielfalt im Wuhletal gestärkt werden. Durch die Florenschutzmaßnahme wurden jedoch nicht nur für die Gemeine Grasnelke beste Lebensbedingungen geschaffen. Auch viele weitere auf der “Sandlinse” vorkommende Pflanzenarten des “Sandtrockenrasen” profitieren davon, da sie vergleichbare Lebensraumansprüche wie die Grasnelke haben. Dazu gehören: Sand-Strohblume ( Helichrysum arenarium ), Rauhblattschwingel ( Festuca bevipila ), Berg-Sandglöckchen ( Jasione montana ), Silber-Fingerkraut ( Potentilla argentea ), Karthäuser Nelke ( Dianthus carthusianorum ). Koordinierungsstelle Florenschutz Berlin Berliner Florenschutzkonzept
Wirtschaft und Umwelt Die derzeitige Wirtschaftsweise untergräbt unseren Wohlstand, weil sie die natürlichen Grundlagen des Wirtschaftens zerstört. Daher ist der Übergang zu einer Green Economy erforderlich, die in Einklang mit Natur und Umwelt steht. Das Umweltbundesamt arbeitet an der Umsetzung dieses Leitbilds. Es analysiert die vielfältigen Beziehungen zwischen Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung. Green Economy Die heutige Wirtschaftsweise zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen und untergräbt dadurch den Wohlstand kommender Generationen. Die großflächige Abholzung von Wäldern, die Überfischung der Meere oder der Verlust fruchtbarer Ackerböden sind prägnante Beispiele für diese Entwicklung. Allein die Folgekosten durch den Klimawandel und den Verlust der biologischen Vielfalt könnten sich im Jahr 2050 auf rund ein Viertel des weltweiten Bruttosozialprodukts belaufen. Ein „Weiter so“, bei dem die Industrieländer ihre ressourcenintensive Wirtschaftsweise beibehalten und die Entwicklungs- und Schwellenländer diese Wirtschaftsweise übernehmen, stellt keinen gangbaren Weg dar. Daher ist der Übergang zu einer Green Economy erforderlich, die sich innerhalb der ökologischen Leitplanken bewegt und das Naturkapital erhält. Green Economy ist ein neues Leitbild für wirtschaftliche Entwicklung. Es verbindet Ökologie und Ökonomie positiv miteinander und steigert dadurch die gesellschaftliche Wohlfahrt. Ziel ist eine Wirtschaftsweise, die im Einklang mit Natur und Umwelt steht. Der Übergang zu einer Green Economy erfordert eine umfassende ökologische Modernisierung der gesamten Wirtschaft. Insbesondere Ressourcenverbrauch, Emissionsreduktion, Produktgestaltung sowie Umstellung von Wertschöpfungsketten müssen geändert werden. Die Förderung von Umweltinnovationen hat dabei eine zentrale Bedeutung. Das UBA arbeitet an der Konkretisierung des Green-Economy-Leitbildes und entwickelt Vorschläge für die Gestaltung des Transformationsprozesses, bspw. im Rahmen des Projektes "Übergang in eine Green Economy". Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Die Steigerung der Energie- und Materialeffizienz wird im 21. Jahrhundert voraussichtlich zu einem entscheidenden Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Durch den Anstieg der Weltbevölkerung und die wirtschaftlichen Aufholprozesse in Entwicklungs- und Schwellenländern wird die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen weiter wachsen. Diese Nachfrage lässt sich bei begrenzten natürlichen Ressourcen auf Dauer nur befriedigen, wenn es gelingt, „mehr“ mit „weniger“ herzustellen. Das heißt, Wirtschaftswachstum und die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen zu entkoppeln. Daher wächst der Druck, Umwelt- und Effizienztechniken einzusetzen und fortzuentwickeln. Besonders deutlich zeigen sich die wirtschaftlichen Chancen eines fortschrittlichen Umweltschutzes am Beispiel der Leitmärkte der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz. Zentral sind hierbei: Energieeffizienz, umweltfreundliche Energieerzeugung, nachhaltige Wasserwirtschaft und Mobilität, Materialeffizienz, Abfallmanagement und Recycling. Schätzungen zufolge wird sich das Weltmarktvolumen dieser zentralen grünen Zukunftsmärkte mehr als verdoppeln: von 4,6 Billionen Euro im Jahr 2020 auf 9,3 Billionen Euro im Jahr 2030. Deutschland gehört heute – auch wegen seiner ambitionierten Umweltpolitik – mit Weltmarktanteilen zwischen 7 und 17 Prozent mit zu den weltweit führenden Anbietern auf diesen Märkten. Allerdings verschärfte sich der globale Wettlauf um die grünen Zukunftsmärkte in den letzten Jahren deutlich. Viele Länder haben während der Finanzkrise Konjunkturpakete mit einem hohen Anteil von Umweltschutzmaßnahmen verabschiedet, zum Beispiel Südkorea mit einem „grünen" Anteil von 80 Prozent und China mit 38 Prozent. Diese Programme zielten auch darauf, im Wettbewerb um die grünen Zukunftsmärkte aufzuholen. Deutschland wird seine führende Rolle auf diesen Märkten deshalb nur verteidigen können, wenn es weiterhin eine Vorreiterrolle im Umweltschutz einnimmt und Umweltinnovationen systematisch fördert. Nutzen und Kosten des Umweltschutzes Keine Frage, Umweltschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben. Meist sind aber die Nutzen höher als die Kosten. So führen Investitionen in integrierte Umweltschutztechniken und Effizienzmaßnahmen unter dem Strich vielfach zu erheblichen Kosteneinsparungen auf betrieblicher Ebene – etwa durch einen geringeren Material- und Energieverbrauch oder rückläufige Entsorgungskosten. Hinzu kommen zahlreiche weitere Vorteile des Umweltschutzes auf Unternehmensebene, die schwierig zu quantifizieren sind: zum Beispiel Imagegewinne, eine geringere Wahrscheinlichkeit von Störfällen. Der Einsatz von Umwelt- und Energiemanagementsystemen bietet dabei die Möglichkeit, die wirtschaftlichen Chancen des betrieblichen Umweltschutzes systematisch zu nutzen und die betriebliche Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Außerdem wirkt der Umweltschutz häufig auch gesamtwirtschaftlich positiv, zum Beispiel indem er umweltbedingte Material- oder Gesundheitsschäden und andere Umweltkosten verringert. Nicht zuletzt ist eine hohe Umweltqualität auch ein positiver Standortfaktor für die Wirtschaft, die mit dem guten Umweltimage einer Region um qualifizierte Arbeitskräfte werben kann. Gesamtwirtschaftlich positiv sind auch die Beschäftigungswirkungen des Umweltschutzes. Die Zahl der Umweltschutzbeschäftigten ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Für das Jahr 2021 kann von 3,2 Millionen Erwerbstätige im Umwelt- und Klimaschutz . Arbeitsplätze entstehen in den Bereichen der energetischen Gebäudesanierung, den Erneuerbaren Energien, in der Herstellung von nach Umweltschutzgütern und in umweltschutzorientierten Dienstleistungen. Anspruchsvolle Klima - und Umweltschutzziele können zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, etwa durch den Ausbau der erneuerbaren Energien oder die Steigerung der Energieeffizienz. Auch Maßnahmen zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz können erhebliche positive Beschäftigungswirkungen hervorrufen. Umweltbelastungen verursachen hohe gesellschaftliche Kosten, zum Beispiel durch umweltbedingte Gesundheits- und Materialschäden, Ernteausfälle oder die Kosten des Klimawandels. Eine ambitionierte Umweltpolitik verringert diese. Grundsätzlich sollten Umweltkosten internalisiert, das heißt den Verursachern angelastet werden. Bisher geschieht dies nur unzureichend. Daher erhalten die Verursacher keine ausreichenden ökonomischen Anreize, die Umweltbelastung zu senken. Außerdem sagen die Preise ohne vollständige Internalisierung der Umweltkosten nicht die ökologische Wahrheit. Dies verzerrt den Wettbewerb und hemmt die Entwicklung und Marktdiffusion umweltfreundlicher Techniken und Produkte. Vor allem in sehr umweltintensiven Bereichen wie dem Energie- und Verkehrssektor ist es wichtig, die entstehenden Umweltkosten stärker in Rechnung zu stellen. Dies würde den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern, die Energieeffizienz erhöhen und wesentlich zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen. Zur Schätzung der Umweltkosten veröffentlicht das Umweltbundesamt regelmäßig die Methodenkonvention . Sie beinhaltet Kostensätze u.a. für die Emission von Treibhausgasen, Luftschadstoffen und Lärm, und gibt methodische Empfehlungen für die Ermittlung von Umweltkosten. Ein wichtiger Anwendungsbereich von Umweltkosten ist die Gesetzesfolgenabschätzung. Zur Unterstützung einer wissenschaftlich fundierten Gesetzesfolgenabschätzung stellt das Umweltbundesamt ein Werkzeug bereit. Es kann den Bundesministerien dabei helfen, eine umfassende und ausgewogene Gesetzesfolgenabschätzung durchzuführen, wie das Umweltbundesamt sie in seinem Positionspapier empfiehlt. Im Rahmen des Projektes „Übergang in eine Green Economy – Notwendige strukturelle Veränderungen und Erfolgsbedingungen für deren tragfähige Umsetzung in Deutschland“ hat der Projektträger Jülich (PtJ) im Auftrag des Umweltbundesamtes ( UBA ) eine Studie „ Internationale Bestandsaufnahme des Übergangs in eine Green Economy “ verfasst, die in der Reihe „Umwelt, Innovation, Beschäftigung“ veröffentlicht wurde. Diese Studie ist das Ergebnis des ersten von fünf Arbeitspaketen des Projektes, das PtJ gemeinsam mit dem Öko-Institut e.V. umsetzt. PtJ hat dabei die Gesamtkoordination inne. Auf der Grundlage der Green-Economy-Definition des Bundesumweltministeriums ( BMUB ) und des UBA wurde zu Beginn der Studie unter dem Gesichtspunkt der Übertragbarkeit auf Deutschland eine internationale Bestandsaufnahme von Green Economy-Strategien vorgenommen. Um aus den bisherigen Erfahrungen zu lernen und Empfehlungen für konkrete Schritte und Handlungsempfehlungen für den Übergang in eine Green Economy in Deutschland abzuleiten, wurde in einem breit angelegten internationalen Screening-Prozess in mehreren Stufen aus einem Kreis von 34 Ländern bzw. Regionen eine Gruppe von 19 ausgewählt und näher betrachtet. Durch weitere Analysen und Experten-Interviews wurden 8 Länder bzw. Regionen mit Modellcharakter selektiert und in Fallstudien vertieft untersucht: die Europäische Union, Japan, die Schweiz, die Niederlande, die Republik Korea, das Vereinigte Königreich, die USA, Kalifornien und die Volksrepublik China. Daran anknüpfend hat das PtJ-Team fünf besonders erfolgreiche und erfolgversprechende Maßnahmen vor dem Hintergrund ihrer Übertragbarkeit auf Deutschland ausgewählt und als Best-Practice-Beispiele detaillierter untersucht: das Öko-Modellstädte-Programm in Japan, den Aktionsplan Grüne Wirtschaft der Schweiz, die Fünfjahresplanung in der Republik Korea, die nachhaltige öffentliche Beschaffung im Vereinigten Königreich sowie das Green-Funds-Programm aus den Niederlanden. Ziel war es, ein besseres Verständnis für die strukturelle und kulturelle Einbettung der verschiedenen Ansätze zur Realisierung einer Green Economy zu entwickeln. Die Ergebnisse dieses ersten Arbeitspakets des Vorhabens sind in der o. g. internationalen Studie ausführlich dokumentiert. Die Best-Practice-Beispiele sind zudem in Form von prägnanten zweiseitigen Policy Briefs aufbereitet und stehen sowohl einzeln für die Länder Japan , Schweiz , Republik Korea , Vereinigtes Königreich und Niederlande als auch als Gesamt-Dokument zum Download zur Verfügung. Im zweiten Arbeitspaket des Projektes wurden die grundlegenden systemischen Transformationshemmnisse und Möglichkeiten zu ihrer Überwindung auf dem Weg zu einer Green Economy analysiert und auf Basis eines ausführlichen Hintergrundpapiers zu fünf Thesenblöcken durch das PtJ-Team zusammengefasst. Im Rahmen eines Fachworkshops mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft wurden diese Thesen kritisch hinterfragt und diskutiert. Die Beiträge zu diesem Workshop und die Ergebnisse der Analyse werden in Kürze in Form eines Tagungsbandes auf der Internetseite des UBA zum Download bereitstehen.
Menschen in aller Welt begehen jeweils am letzten Sonntag im September den „Internationalen Tag der Gehörlosen". Rund 80.000 Menschen in Deutschland sind gehörlos. In Sachsen-Anhalt sind derzeit 1146 gehörlose Menschen registriert, die das so genannte Gehörlosengeld beziehen. Ursprünglich waren im Landesblinden- und Gehörlosengeldgesetz feste Beträge für das Gehörlosengeld geregelt. Mit der Gesetzesänderung im Januar 2019 wurde eine Dynamisierung des Gehörlosengeldes in Anlehnung an die jährliche Rentenanpassung festgelegt. Seitdem steigt das Gehörlosengeld jährlich zum Juli des jeweiligen Jahres. Derzeit liegt die Unterstützung bei monatlich 61,30 Euro. Diese wird vom Landesverwaltungsamt ausgezahlt. „Dieser Tag ist wichtig, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Gehörlose Menschen sind oft von allgemeinen Kommunikationsmöglichkeiten ausgeschlossen. Kommunikation ist jedoch eine wesentliche Voraussetzung, um eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten und eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen.“, so die Vizepräsidentin des Landesverwaltungsamtes Yana Mark. Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz Sachsen-Anhalt (BGG LSA) sind seit 2021 alle öffentlichen Stellen in Sachsen-Anhalt dazu verpflichtet, sukzessive ihre Webseiten barrierefrei zugänglich zu gestalten. „Hier sind wir in der Umsetzung bereits ein gutes Stück vorangekommen und werden dabei weiterhin von der Landesfachstelle für Barrierefreiheit beraten und unterstützt.“, so Mark weiter. So sind bereits alle Internet-Seiten des Landesverwaltungsamtes barrierearm und zu einem großen Prozentsatz auch barrierefrei. Hintergrund: Der „Internationale Tag der Gehörlosen" wurde im Jahr 1951 vom Weltverband der Gehörlosen (WFD) ins Leben gerufen und wird seit Mitte der 1970er-Jahre auch in Deutschland begangen. Viele Gehörlosen-Verbände nehmen den Tag zum Anlass, um auf die Situation der bundesweit ca. 80.000 gehörlosen Menschen aufmerksam zu machen und für die Gebärdensprache zu werben. Etwa 250.000 nutzen die Deutsche Gebärdensprache, kurz DGS, darunter auch Schwerhörige und Menschen mit elektronischer Hörprothese. Die DGS verwendet Handbewegungen – die Gebärden – aber auch Mimik, Mundbewegungen und Körperhaltung. Sie hat ein umfangreiches Vokabular und eine eigene Grammatik, die anderen Regeln folgt als die der deutschen Laut- und Schriftsprache. In ihrer Komplexität sind die beiden vergleichbar. Erst im April 2002 hat das deutsche Behindertengleichstellungsgesetz die Deutsche Gebärdensprache offiziell als eigenständige Sprache anerkannt. In Neuseeland, Simbabwe, Papua-Neuguinea und Südkorea ist die Gebärdensprache auch Amtssprache. Inzwischen wurde die Deutsche Gebärdensprache (DGS) im März 2021 zum Immateriellen Kulturerbe erklärt und damit von der Deutschen Unesco-Kommission als "soziales und kulturelles Fundament der deutschen Gehörlosengemeinschaft" anerkannt. Der Wortschatz der DGS umfasst 250.000 Gebärden. Dennoch handelt es sich nicht etwa um eine Zeichensprache, sondern um eine eigene Sprache mit eigener Grammatik. So existiert in jedem Land eine nationale Gebärdensprache, in der wiederum regionale Dialekte existieren. Im Gegensatz zur Lautsprache fordert sie ständigen Blickkontakt und verlegt die Bedeutung des Lautes auf die von Mimik und Gestik. Auch Hörende können sie erlernen und so Barrieren überwinden helfen. Statistische Angaben Entwicklung der Zahl der Bezieher von Gehörlosengeld in Sachsen-Anhalt: Stichtag Anzahl der Leistungsbezieher 31.12.2013 1.354 31.12.2014 1.334 31.12.2015 1.300 31.12.2016 1.272 31.12.2017 1.250 31.12.2018 1.232 31.12.2019 1.208 31.12.2020 1.199 31.12.2021 1.172 31.12.2022 1.159 31.08.2023 1.146 In Sachsen-Anhalt gibt es mehrere Beratungsstellen für Gehörlose, Gehörlosen- und Gehörlosensportvereine sowie Selbsthilfegruppen: Beratungsstellen für Hörbehinderte Magdeburg Beratungsstelle für Hörbehinderte Ferdinand-Schrey-Str. 22 39122 Magdeburg Stendal Beratungsstelle für Hörbehinderte e.V. Dr.-Kurt-Schuhmacher-Str. 23 39576 Stendal Halberstadt Beratungsstelle für Hörbehinderte e.V. Voigtei 38 38820 Halberstadt Gehörlosensportverband Halle Unstrutstr. 19 06122 Halle Landesarbeitsgemeinschaft für Gebärdensprachdolmetscher Halle Unstrutstr. 19 01622 Halle Gehörlosenvereine - organisiert in der Gehörlosengemeinschaft Sachsen-Anhalt e.V. Standorte in Magdeburg, Wittenberg, Stendal, Merseburg, Halle, Dessau, Köthen Selbsthilfegruppe Gehörlose in Sachsen-Anhalt (GLiSA) Treffpunkt abwechselnd in Halle und Magdeburg, 1x im Monat https://www.kontaktstelle-shg.de/glisa/ Selbsthilfekontaktstelle Zeitz https://www.selbsthilfekontaktstellen-lsa.de/selbsthilfegruppen/gehoerlose-und-ertaubte/ Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de
S T EC K B R I E F S Ü D KO R E A Hauptzielgruppen für Sachsen-Anhalt Burgen-Interessenten Was sind die charakteristischen Merkmale der Hauptzielgruppen? Bei welchen Themen bestehen die größten Potenziale zur Verknüpfung im Rahmen des Marketings? Die Burgen-Interessenten sind gern auf den Spuren der Romanik und des Mittelalters unterwegs und interessieren sich für den Besuch von UNESCO- Welterbestätten, Gärten und Parks sowie für die Bauhaus-Architektur und eine Städtereise. eher weiblich eher höheres Haushaltsnetto- einkommen eher Sekundar- bildung und höherer Bildungsgrad eher in Großstädten lebend eher in ≥4-Personen- Haushalt lebend deutlich eher älter als 50 Jahre Städtereise-Interessenten Burgen- Interessenten Städtereisende aus Südkorea freuen sich im Urlaub auf Entspannung und kulinarische Spezialitäten. Das Kennenlernen der lokalen „Szene“, das Unter- nehmen einer Weinreise und der Besuch von Gärten und Parks sind ebenfalls bevorzugte Aktivitäten im Urlaub. Gärten-/Parks-Interessenten sind an nachhaltigem Urlaub interessiert und halten sich gern in der Natur auf. Sie unternehmen gern eine Städte- und Weinreise und interessieren sich für den Besuch von UNESCO-Welterbestätten. Südkoreanische UNESCO-Interessenten sind an Besuchen von Burgen, Schlössern, Domen und der Bauhaus-Architektur interessiert, begeben sich auf die Spuren der Romanik und des Mittelalters und halten sich gern zur Entspannung in der Natur auf. Mehr Informationen zu den UNESCO-Interessenten sind im UNESCO-Steckbrief zu finden. ROMANIK UND M I T T E L A LT E R UNESCO- W E LT E R B E- S TÄT T E N B AU H AU S U N D ARCHITEK TUR eher weiblich eher weiblich eher höheres Haushaltsnetto- einkommeneher höherer Bildungsgradeher höheres Haushaltsnetto- einkommen eher in Großstädten lebendeher in 2-Personen- Haushalt lebendeher in Metropolen lebendeher in 2-Personen- Haushalt lebend E-Learning-Plattform Sachsen-Anhalt www.tourismusnetzwerk-sachsen-anhalt.de Marktinformationen und Marktforschungsdaten der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. www.germany.travel/de/trade/marktforschung/marktforschung GÄ R T E N/ PA R K S Der Quellmarkt Südkorea gehört aktuell noch nicht zu den bedeu- tendsten Auslandsmärkten des Reiselandes Sachsen-Anhalt. Im Rahmen dieser Quellmarktbefragung wurde auch ein eher geringer Bekanntheitsgrad ermittelt. Allerdings besteht eine generell erhöhte Auslandsreiseabsicht und knapp die Hälfte der befragten Südkoreaner interessiert sich für eine Urlaubsreise nach Deutschland. Ihre Ansprechpartner Sie haben Fragen zur Quellmarktbefragung, Anregungen und Ideen für die Auslandsmarktbearbeitung oder möchten sich aktiv beteiligen? Kontaktieren Sie sehr gern jederzeit: eher 18–29 Jahre deutlich eher 60–74 Jahre Städtereise- Interessenten Gärten-/Parks- Interessenten Im Pandemie-Jahr 2020 wurde für den Zeitraum zwischen der 1. und 2. Lockdown-Phase (Mai bis Oktober 2020) ein Recovery-Anteil von 7 % mit Bezug auf die Gästeübernachtungen aus Südkorea in Beher- Inflationsrate (%): – 0,92 (2019)Beliebteste Reiseziele der Südkoreaner (2019) … in Deutschland Bayern, Hessen, Berlin … in Sachsen-Anhalt Halle/Saale-Unstrut, Anhalt-Wittenberg, Harz und Harzvorland Economic-Recovery-Potenzial: Rang 17 von 122 (2020)Reisezeiten: vornehmlich Mai bis August Urlaubsreisevolumen aus Südkorea (2019 / 2020) … nach Deutschland Anzahl der Übernachtungen: 667.396/141.752 (– 78,8 %) Anzahl der Ankünfte: 340.702/61.675 (– 81,9 %) Aufenthaltsdauer: 2,0/2,3 Tage … nach Sachsen-Anhalt Anzahl der Übernachtungen: 3.075/230 (– 92,5 %) Anzahl der Ankünfte: 2.235/166 (– 92,6 %) Aufenthaltsdauer: 1,4/1,4 TageBuchungsverhalten (Präferenz): vorab über das Internet Bruttoinlandsprodukt/GDP (Mrd. US$): 1.646,7 (2019) Bruttonationaleinkommen pro Kopf (US$): 33.790 (2019) Themen-Verknüpfungsmöglichkeiten Top 5 Arbeitslosenquote (der arbeitsfähigen Bevölkerung): 3,8 % (2019) Annika Jeschek Koordinatorin Tourismusmarketing Tel. +49 391 568 99 82 annika.jeschek@img-sachsen-anhalt.de KULINARIK LEBENDIGE „SZENE“ N AC H H A LT I G E R U R L AU B S TÄ DT E- REISE WEIN- REISE GÄ R T E N/ PA R K S WEIN- REISE UNESCO- W E LT E R B E- S TÄT T E N Die Zielsetzung der Marktbearbeitung sollte daher sein, den Markt weiter zu beobachten, bestehende Marktanteile zu halten und bei zur Verfügung stehendem Budget über eine Kooperation mit der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. (DZT) und die Positionierung des Reiseziels Deutschland den Bekanntheits- grad und die Wahrnehmung Sachsen-Anhalts im ersten Schritt zu steigern. Eckdaten Südkorea* Bevölkerung (Mio.): 51 Mio. (2020) Themen-Verknüpfungsmöglichkeiten Top 5 bergungsbetrieben mit mind. zehn Schlafge- legenheiten bzw. Stellplätzen in Deutschland verzeichnet. Das wirtschaftliche Recovery-Po- tenzial lässt auf mittelfristige Reaktivierungs- optionen schließen. Quellmarktbeschreibung Judith König Projektmanagerin Auslandsmarketing (alle Märkte) Tel. +49 391 568 99 87 judith.koenig@img-sachsen-anhalt.de N AT U R Zur besseren Lesbarkeit werden in dieser Publikation personenbezogene Bezeichnungen, die sich zugleich auf alle Geschlechter beziehen, generell nur in der im Deutschen üblichen männlichen Form angeführt, also z. B. „Besucher“ statt „BesucherInnen“ oder „Besucherinnen und Besucher“. Dies soll jedoch keinesfalls eine Geschlechterdiskriminierung oder eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes zum Ausdruck bringen. S TÄ DT E- REISE Steckbrief Südkorea Weiterführende Informationen Marketingmaßnahmen, Beteiligungsmöglichkeiten und weitere Einblicke in die Ergebnisse der touristischen Marktforschung der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH www.sachsen-anhalt-tourismus.de eher mittlerer und höherer Bildungsgrad E N T S PA N N U N G Themen-Verknüpfungsmöglichkeiten Top 5 Gärten-/Parks-Interessenten Martin Fricke Projektmanager Auslandsmarketing (Niederlande) Tel. +49 391 568 99 83 martin.fricke@img-sachsen-anhalt.de Sachsen-Anhalt #moderndenken Unterkunftsarten: 69 % Hotels Transportmittel: 100 % Flugzeug *Quelle: DZT-Marktinformationen Südkorea, Kurzfassung, 2020; HORIZON Group, www.covidrecoveryindex.org, 2020; Statistisches Bundesamt, Destatis, 2020 und 2021; Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2020 und 2021 S T EC K B R I E F S Ü D KO R E A ALLGEMEINE AU S L A N D S - REISEABSICHTGESTÜTZTE B E K A N N T H E I T VO N S AC H S E N -A N H A LTBESUCHS- BEREITSCHAFT FÜR S AC H S E N -A N H A LT für Kurzurlaube 74 % für längere Urlaube 67 %25 %für Kurzurlaube 14 % für längere Urlaube 14 % 2. S TÄ DT E- REISE 3. GÄ R T E N/ PA R K S Besuchsbereitschaft für Sachsen-Anhalt Offene Fragestellung (Angabe in Rangplätzen)/ Mehrfachnennungen möglich, n = 928Anteilswerte (Angabe in % der Fälle) Rang Hauptzielgruppen: Interessenten an 1. BURGEN, S C H LÖ S S E R , DOME Ungestützte Bekanntheit 4. UNESCO- W E LT E R B E- S TÄT T E N TOP-10-Nennungen 1Berlin54,3 2München47,2 3Frankfurt43,7 4Hamburg12,3 5Köln10,4 6Heidelberg8,2 7Füssen7,2 8Dresden7,1 9Dortmund4,5 10Stuttgart4,4 36Quedlinburg0,4 36Wernigerode0,3 0,1 0,1 4% 4% % der Befragten 11 % 10 % Allgemeine Auslandsreiseabsicht für Kurzurlaube Anteilswerte (Angabe in % der Fälle)Anteilswerte (Angabe in % der Fälle) 38 % längere Urlaubsreisen auf alle Fälle 28 % 54 % 25 % wahrscheinlich 46 % 8% 3% 15 % wahrscheinlich nicht auf keinen Fall weiß ich noch nicht 42 % 81 % 79 % kommt auf alle Fälle infragekommt eher infrage kommt eher nicht infragekommt überhaupt nicht infrage weiß nichtkeine Auslands-Urlaubsreiseabsicht 17 % Besuche in der Vergangenheit in Sachsen-Anhalt Anteilswerte (Angabe in % der Fälle)Anteilswerte (Angabe in % der Fälle) 75 % bekanntunbekannt 5% Allgemeines Interesse an Urlaubsaktivitäten (reisezielunabhängig) Top-Two-Box-Wert, mehrstufige Skala von „5 = sehr großes Interesse“ bis „1 = gar kein Interesse“ (Angabe in % der Fälle)Top-Two-Box-Wert, mehrstufige Skala von „5 = sehr großes Interesse“ bis „1 = gar kein Interesse“ (Angabe in % der Fälle) Interesse% der Fälle 1Entspannung81 2Städtereise74 3Burgen69 4Kulinarik68 5UNESCO-Welterbestätten68 6Gärten/Parks67 7Lebendige „Szene“67 8Familien66 9Shopping61 vor mehr als 3 Jahren 10Natur60 innerhalb der letzten 3 Jahre Nutzung Social-Media-QuellenBesonders relevante Informationsquellen (Top of Mind) Top-Two-Box-Wert, mehrstufige Skala, „5 = sehr gut geeignet“ bis „1 = gar nicht geeignet“ (Angabe in % der Fälle)Top-Two-Box-Wert, mehrstufige Skala, „5 = kommt auf alle Fälle infrage“ bis „1 = kommt überhaupt nicht infrage“ (Angabe in % der Fälle)Anteilswerte (Angabe in % der Fälle)/ Mehrfachnennungen möglichOffene Fragestellung (Angabe in % der Befragten)/ Mehrfachnennungen möglich, n = 898 5 4 5 YouTube 5 4 Städtereise 74 % Burgen, Schlösser, Dome69 % Kulinarik68 % UNESCO-Welterbestätten68 % Gärten/Parks 67 % Romanik und Mittelalter 58 % Kultur 56 % Bauhaus und Architektur 48 % Aktiv im und am Wasser 36 % Martin Luther Wandern Rad fahren 33 % 29 % 40 % Instagram 4 Burgen, Schlösser, Dome19 %Gärten/Parks13 % Gärten/Parks18 %Städtereise13 % Städtereise18 %Burgen, Schlösser, Dome12 % Kultur17 %Romanik und MittelalterRomanik und Mittelalter17 %UNESCO-Welterbestätten 26 % Facebook 14 % Rang TOP-10-Nennungen % der Befragten 1Naver34 2YouTube29 3Google15 12 %4Internet12 UNESCO-Welterbestätten12 %5Instagram12 17 %Bauhaus und Architektur11 %6Hanatour10 Bauhaus und Architektur16 %Kulinarik11 %Häufigkeit der Nutzung7Freunde, Bekannte, Verwandte8 Kulinarik16 %Kultur11 %8Naver Blog8 Martin Luther13 %Martin Luther10 %9Blogs7 Wandern11 %Aktiv im und am Wasser8%Top-Two-Box-Wert, mehrstufige Skala, „5 = sehr häufig“ bis „1 = sehr selten“ (Angabe in % der Fälle)10Reisebüro7 Rad fahren10 %Rad fahren8%Aktiv im und am Wasser9%Wandern7%Pinterest2% TikTok1% 5 4 YouTube 32 % 18 % Facbook innerhalb der nächsten 3 Jahre und/oder Top-10-Ranking der 34 evaluierten ThemenRangThemenbezogene Besuchsbereitschaft Instagram Allgemeines Interesse an an den 12 ausgewählten Themen für Sachsen-Anhalt 11 % 5% Gestützte Bekanntheit von Sachsen-Anhalt als Reiseziel25 % für längere Urlaubsreisen Destination unbekannt Auslandsreisen in der Vergangenheit ja, mehrmals 0,4 % 3% für Kurzurlaube Zentrale Daten und Ergebnisse (n = 1.001) ja, einmal 1% 2% 0,3 % 4% Gestützte ThemeneignungNutzung von InformationsquellenHäufigkeit der Nutzung Anteilswerte (Angabe in % der Fälle)/ Mehrfachnennungen möglichTop-Two-Box-Wert, mehrstufige Skala, „5 = sehr häufig“ bis „1 = sehr selten“ (Angabe in % der Fälle) Suchmaschine 69 % 5 Bekannte/Verwandte45 %Suchmaschine 44 %Online-Reisebüro 39 % TV 34 % 61 % Bekannte/Verwandte 26 % Reiseführer/Reiseliteratur 24 % 26 %TV24 %Social Media allgemein19 % Urlaubsmagazin22 %Reisebüro14 % Zeitschriften/Zeitungen Jmd. anderes kümmert 18 % 8% 7% 1% 1% 27 % Reisebüro Messen/Ausstellungen TikTok Quelle: inspektour international GmbH, Ad-hoc-Quellmarktbefragung für das Reiseland Sachsen-Anhalt, 2020 Social Media allgemein Website der Destination 1% 4 Reiseführer/Reiseliteratur Online-Reisebüro 9% Pinterest 19 % Urlaubsmagazin12 % Website der Destination11 % Messen/Ausstellungen3% Zeitschriften/Zeitungen3% sich darum Sonstige 0,1 % 21 % 2%3% Quelle: inspektour international GmbH, Ad-hoc Quellmarktbefragung für das Reiseland Sachsen-Anhalt, 2020 Quelle: inspektour international GmbH, Ad-hoc-Quellmarktbefragung für das Reiseland Sachsen-Anhalt, 2020 Quelle: inspektour international GmbH, Ad-hoc Quellmarktbefragung für das Reiseland Sachsen-Anhalt, 2020 ©janni/adobestock
UNESCO-Interessenten im Quellmarkt Südkorea Für den Quellmarkt Südkorea wurden Interessenten am Thema „UNESCO-Welterbestätten besuchen“ als eine von vier potenzialträchtigen Zielgruppen ermittelt. Was sind die charakteristischen Merkmale dieser Zielgruppe? Bei welchen Themen bestehen die größten Potenziale zur Verknüpfung im Rahmen des Marketings? eher weiblich eher höherer Bildungsgrad eher höheres Haushaltsnetto- einkommen Die UNESCO-Interessenten im Quellmarkt Südkorea sind ergänzend an Besuchen von Burgen, Schlössern und Domen sowie der Bauhaus-Architektur inter- essiert. Sie sind gern auf den Spuren der Romanik und des Mittelalters unterwegs und halten sich zur Entspannung in der Natur auf. Verknüpfung mit Hauptzielgruppen aus anderen Quellmärkten Auch für Hauptzielgruppen anderer Quellmärkte ist die Urlaubsaktivität „UNESCO-Welterbestätten besuchen“ von Bedeutung. Hier bestehen konkrete Themen-Zielgruppen-Verknüpfungsmöglichkeiten sowie Kombinations- und Bündelungsoptionen im Rahmen der Produktentwicklung. Insbesondere bei Burgen-Interessenten in den Quellmärkten Polen, Österreich, Niederlande, Weiterführende Informationen Dänemark, Schweden und China, aber auch Südkorea besteht Interesse an dieser Aktivität. Dies gilt auch für die Städtereise-Interessenten der Quellmärkte Polen, Österreich und Schweiz. Die polnischen Kultur- Interessenten sowie die südkoreanischen Gärten-/Parks- Interessenten sind ebenso an Besuchen von UNESCO- Welterbestätten interessiert. Marketingmaßnahmen, Beteiligungsmöglichkeiten und weitere Einblicke in die Ergebnisse der touristischen Marktforschung der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH www.sachsen-anhalt-tourismus.de E-Learning-Plattform Sachsen-Anhalt www.tourismusnetzwerk-sachsen-anhalt.de Marktinformationen und Marktforschungsdaten der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. www.germany.travel/de/trade/marktforschung/marktforschung Ihre Ansprechpartner Sie haben Fragen zur Quellmarktbefragung, Anregungen und Ideen für die Auslandsmarktbearbeitung oder möchten sich aktiv beteiligen? Kontaktieren Sie sehr gern jederzeit: eher in 3-Personen- Haushalt lebend eher in Großstädten lebend Burgen- Interessenten aus … eher 50–74 Jahre Städtereise- Interessenten aus … Kultur- Interessenten aus … Gärten-/Parks- Interessenten aus … UNESCO- Interessenten Themen-Verknüpfungsmöglichkeiten Top 5 BURGEN, S C H LÖ S S E R , DOME ROMANIK UND M I T T E L A LT E R B AU H AU S U N D ARCHITEK TUR Verknüpfungsmöglichkeiten mit dem Thema „UNESCO-Welterbestätten“ N AT U R Annika Jeschek Koordinatorin Tourismusmarketing Tel. +49 391 568 99 82 annika.jeschek@img-sachsen-anhalt.de Judith König Projektmanagerin Auslandsmarketing (alle Märkte) Tel. +49 391 568 99 87 judith.koenig@img-sachsen-anhalt.de Zur besseren Lesbarkeit werden in dieser Publikation personenbezogene Bezeichnungen, die sich zugleich auf alle Geschlechter beziehen, generell nur in der im Deutschen üblichen männlichen Form angeführt, also z. B. „Besucher“ statt „BesucherInnen“ oder „Besucherinnen und Besucher“. Dies soll jedoch keinesfalls eine Geschlechterdiskriminierung oder eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes zum Ausdruck bringen. E N T S PA N N U N G Quelle: Ad-hoc-Quellmarktbefragung für das Reiseland Sachsen-Anhalt, 2020 Martin Fricke Projektmanager Auslandsmarketing (Niederlande) Tel. +49 391 568 99 83 martin.fricke@img-sachsen-anhalt.de Sachsen-Anhalt #moderndenken UNESCO-Welterbestätten in Sachsen-AnhaltZentrale Daten und Ergebnisse (n = 1.001) Eine Vielzahl einzigartiger Kulturdenkmäler, die ebenfalls zum UNESCO-Welterbe zählen, befindet sich in Sachsen-Anhalt.Im Rahmen unserer Quellmarktbefragung wurden für die themenbezogene Bewertung Sachsen-Anhalts, in Anlehnung an die Leitprodukte im Masterplan Tourismus Sachsen-Anhalt 2027, 12 Urlaubsaktivitäten berücksichtigt, u. a. wurde die Aktivität „UNESCO-Welterbestätten besuchen“ in diesem Rahmen genauer betrachtet. Mit fünf UNESCO-Welterbestätten sowie Objekten des UNESCO-Weltdokumentenerbes und einem UNESCO- Biosphärenreservat ist in unserem Reiseland eine hohe Dichte herausragender Güter der Menschheit vertreten. Diese Stätten zeugen von einer langen Kulturgeschichte, welche die Epochen Bronzezeit, Mittelalter, Reformation, Aufklärung sowie Moderne umfasst. S AC H S E N - A N H A LT DEUTSCHL AND Gartenreich Dessau-Wörlitz EL BE A14 BERLIN H A N N OV E R A2 Im Ergebnis weisen insbesondere die Quellmärkte Polen, China und Südkorea ein erhöhtes allgemeines Interesse an der Urlaubsaktivität „UNESCO-Welterbestätten besuchen“ auf. Dem Reiseland Sachsen-Anhalt wird durch diese Quellmärkte ebenfalls die Eignung für das Urlaubsthema „UNESCO-Welterbestätten“ zugesprochen. Darüber hinaus kommt das Thema in diesen drei Quellmärkten auch als vordergründiger Anlass für eine Urlaubsreise nach Sachsen-Anhalt infrage. A2 Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg UNESCO Global Geopark Harz ∙ Braunschweiger Land ∙ Ostfalen DESSAU- ROSSLAU A14 WELTERBESTADT QUEDLINBURG WÖRLITZ LUTHERSTADT EISLEBEN Himmelsscheibe von Nebra LUTHERSTADT WITTENBERG 4 Polen 63 % Dänemark 51 % Schweiz 48 % 43 % Österreich Schweden41 % Niederlande38 % 72 % China 68 % Südkorea 42 % USA In den Fernmärkten China und Südkorea zeigt sich ebenfalls ein hohes allgemeines Interesse an „UNESCO-Welterbestätten besuchen“ im Urlaub. Themenbezogene Besuchsbereitschaft Top-Two-Box auf Skala von „5 = sehr gut geeignet“ bis „1 = gar nicht geeignet“ (Angabe in % der Fälle)Top-Two-Box auf Skala von „5 = kommt auf alle Fälle infrage“ bis „1 = kommt überhaupt nicht infrage“ (Angabe in % der Fälle) 4 5 4 Polen 31 % 16 % Schweiz Niederlande 14 % 11 % Schweiz 19 % 10 % Österreich9% Niederlande8% Dänemark6%Dänemark4% Schweden6%Schweden4% China 23 % Südkorea A14 Die Urlaubsaktivität „UNESCO-Welterbestätten besuchen“ erzielt insbesondere in den Nahmärkten Polen und Dänemark ein hohes allgemeines, d. h. reisezielunabhängiges, Interesse. Gestützte Themeneignung Polen HALLE (SAALE) A38 5 Österreich A9 A143 A38 Top-Two-Box-Wert auf Skala von „5 = sehr großes Interesse“ bis „1 = gar kein Interesse“ (Angabe in % der Fälle) 5 A36 Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg Als Hauptzielgruppe wurden Interessenten an UNESCO- Welterbestätten im Quellmarkt Südkorea identifiziert. Zudem bestehen Verknüpfungsmöglichkeiten mit Hauptzielgruppen und Themen aus weiteren Quellmärkten: Burgen-Interessenten der Quellmärkte Polen, Dänemark, Österreich, Niederlande, Schweden, China und Südkorea sind ergänzend an einem Besuch von UNESCO-Welterbestätten im Urlaub interessiert. Dies gilt ebenso für Städtereise-Interessenten aus den Quellmärkten Polen, Österreich und Schweiz sowie für polnische Kultur-Interessenten und südkoreanische Gärten-/Parks-Interessenten. UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M AG D EB U RG Naumburger Dom St. Peter und Paul Weitere Potenziale werden mit Blick auf das Reiseziel Deutschland als übergeordnete Destination sichtbar, von deren Strahlkraft das Reiseland Sachsen-Anhalt profitieren kann. Allgemeines Interesse an der Urlaubsaktivität „UNESCO-Welterbestätten“ (reisezielunabhängig) USA 17 % 22 % China Südkorea 8% USA 12 % 6% LEIPZIG In den Quellmärkten Polen, China und Südkorea wird Sachsen-Anhalt eine Eignung für das Thema „UNESCO- Welterbestätten“ zugesprochen. Eine eher höhere themenbezogene Besuchsbereitschaft konnte in diesen Auslandsmärkten ebenfalls festgestellt werden. NEBRA S A71 Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe UNESCO Global Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen E NAUMBURG ERFURT Bauhaus und seine Stätten in Dessau L AA Auch dem Reiseziel Deutschland wird hier die entsprechende Themeneignung attestiert (Polen: 47 %; China: 57 %; Südkorea: 60 %). Der Besuch von UNESCO-Welterbestätten stellt für diese drei Märkte in Bezug auf das Reiseziel Deutschland sogar einen vordergründigen Reiseanlass dar (Polen: 30 %; China: 52 %; Südkorea: 38 %). A9 Touristen anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums vor dem Lutherhaus in Wittenberg Diese Potenziale sollten für das Reiseland Sachsen-Anhalt weiter ausgeschöpft werden. Copyright: IMG, Thore Rehbach Quelle: inspektour international GmbH, Ad-hoc-Quellmarktbefragung für das Reiseland Sachsen-Anhalt, 2020
Carbon Leakage: Klimapolitik und Investitionsverhalten Die Verlagerung von Emissionen ins Ausland aufgrund unterschiedlich ambitionierter Klimapolitiken, kurz Carbon Leakage, hat verschiedene Facetten. Ein Forschungsvorhaben im Auftrag des UBA hat einige davon untersucht, unter anderem den Einfluss von CO2-Bepreisung auf das Investitionsverhalten von Industrieunternehmen und die Klimapolitiken der EU-Haupthandelspartnerländern im Vergleich. Im Forschungsvorhaben „Analysen zum direkten und indirekten Carbon- Leakage-Risiko europäischer Industrieunternehmen“ wurden in einzelnen Arbeitspakten verschiedene Aspekte von Carbon Leakage untersucht, unter anderem: Investitionsverhalten in relevanten Industrien Die Analyse von Investitionsaktivitäten einzelner Industriezweige ergab keine Anhaltspunkte dafür, dass der CO 2 -Preis bisher eine herausragende Rolle für Auslandsinvestitionen gespielt hätte. Dazu wurden im Teilprojekt „Investitionsverhalten in ausgewählten Industriebranchen des EU-ETS – Empirische Analysen und Fallstudien“ verschiedene Befragungen über das Investitionsverhalten emissionshandelspflichtiger Unternehmen ausgewertet, empirische Studien gesichtet und eine eigene Fallstudie zu den Beweggründen für fünf Investitionsprojekte der Eisen- und Stahlindustrie innerhalb und außerhalb Europas durchgeführt. Klimapolitiken in Handelspartnerländern der EU Der Teilbericht „Carbon Leakage Risks in a World of Converging Carbon Prices“ stellt Klimaschutzmaßnahmen verschiedener Länder dar und leitet daraus deutliche Unterschiede in den klimapolitische Ambitionsniveaus ab. Modellbasiert ergibt sich ein deutlicher Einfluss von Klimaschutzmaßnahmen auf das Carbon-Leakage-Risiko. Im Projekt wurde bereits das klimapolitische Ambitionsniveau der EU und ihrer größten industriellen Handelspartnerländer analysiert. Es liefert ein umfassendes Bild über die klimabezogenen regulatorischen Rahmenbedingungen für energieintensive Industrien in den wichtigsten Handelspartnerländern der EU. Betrachtet wurden neben Maßnahmen zur CO 2 -Bepreisung der verschiedenen Länder zum Beispiel auch Energieeffizienzmaßnahmen, das Preisniveau von Erdgas und Elektrizität sowie Aktivitäten zur Verbesserung der Luftqualität. Im Ergebnis werden lediglich die Klimapolitiken in Südkorea und der Schweiz als vergleichbar sowie die von Norwegen als etwas ambitionierter als in der EU bewertet. Die Klimapolitiken in China, den USA, der Türkei und Russland werden als deutlich weniger ambitioniert bewertet und für Algerien (als Haupthandelspartner im Jahr 2016 im Bereich „Zement“) wird keine klimapolitische Ambition festgestellt. In dem derzeit laufenden Nachfolgeprojekt „Analyse der Wettbewerbssituation und des Carbon Leakage-Risikos der europäischen Industrien“ wird diese Analyse mit einer verfeinerten Methodik weitergeführt.
Die Broschüre beschreibt Wege zu mehr Ressourceneffizienz und stellt Ansätze zu Politiken und Trends in neun Ländern vor. Die Zusammenfassung basiert auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens „Monitoring internationale Ressourcenpolitik“, das zwischen 2016 und 2019 unter Leitung des ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde. Der thematische Fokus liegt auf Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Konsum sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Zu den untersuchten Ländern zählen Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, Südafrika, Südkorea und die USA. Alle Länder verfolgen Ansätze zur Ressourceneffizienz, die sich hinsichtlich Prioritäten und Förderinstrumenten unterscheiden. Veröffentlicht in Broschüren.
Das Ziel des Projekts "Der Blaue Engel - ein nationales Zeichen mit internationaler Wirkung" bestand darin, das Umweltzeichen Blauer Engel in Bezug auf seine Verwendung sowie seines konstruktiven Beitrags zur Markttransformation in Richtung klimafreundliche Klimageräte sowohl in Deutschland als auch im asiatischen Raum weiterzuentwickeln. Im Fokus standen dabei Raumklimageräte (Single-Split-Klimageräte). Konkret wurde zunächst ein ausführlicher wissenschaftlich-technischer Hintergrundbericht erstellt, aus dem dann eine Vergabegrundlage für den Blauen Engel für die genannte Produktgruppe "Raumklimageräte" abgeleitet wurde. Der besondere Fokus lag dabei auf den Zielgrößen Klimaschutz bzw. der Erschließung von Treibhausgaseinsparpotenzialen, der Anwendung klimafreundlicher (natürlicher) Kältemittel, Energieeffizienz sowie Geräuschoptimierung. Dies geschah vor dem Hintergrund, die Entwicklung der Vergabegrundlage für Raumklimageräte in Deutschland eng mit den ökonomischen, ökologischen und technologischen Besonderheiten von Raumklimageräten in den Märkten Asiens, insbesondere den ausgewählten Fokusländern China und Thailand, zu verzahnen. In einer zweiten Projektphase wurde dann mit ausgewählten asiatischen Umweltzeichenprogrammen kooperiert mit dem Ziel, einen konstruktiven Impuls in Richtung Harmonisierung der Kriterien in Form von gemeinsame Kernkriterien (sog. "Common Core Criteria") mit zu leisten. Dazu fanden im Juni/Juli 2017 Workshops in Peking (China) und Bangkok (Thailand) statt. Die dort stattfindenden Gespräche mit Unternehmen legten auch die Grundlage dafür, dass mit Midea schließlich ein Zeichennehmer für den neuen Blauen Engel für Raumklimageräte akquiriert werden konnte. Quelle: Forschungsbericht
Ziel des Forschungsvorhabens "Monitoring internationale Ressourcenpolitik (MoniRess)" war die Bestandsaufnahme, das Monitoring und die Analyse der internationalen Entwicklungen innerhalb des Politikfeldes "Schonung natürliche Ressourcen". Dazu sollte ein wissenschaftliches Monitoring-Systems entwickelt und für ausgewählte Länder (insbesondere aus der G20) angewendet werden. Zur Untersuchung standen Politiken zur sparsamen und effizienten Verwendung von Rohstoffen, entsprechend dem Anwendungsbereich des deutschen Ressourceneffizienz-programms (ProgRess) (BMU 2015b) und seiner Fortschreibung ProgRess II (BMU 2016a). Die Forschungsarbeiten in diesem Vorhaben wurden vom Ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung in Kooperation mit der "Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit" (GIZ) im Zeitraum Oktober 2016 bis November 2019 durchgeführt. Zu den für das Monitoring ausgewählten Ländern zählen Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, Südafrika, Südkorea und die USA. Ansätze der National-, Regional- und Kommunalregierungen einschließlich staatlicher und halbstaatlicher Institutionen wurden als relevant erachtet. Weiterhin wurden Aktivitäten aus dem Unternehmenssektor und aus der Zivilgesellschaft aufgenommen. Der thematische Fokus lag auf Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Konsum und Abfall bzw. Kreislaufwirtschaft, die sich in Anlehnung an ProgRess bzw. ProgRess II auf abiotische, stofflich genutzte Rohstoffe beziehen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens MoniRess wurde erfolgreich ein Monitoring-System für internationale Ressourcenpolitik implementiert. Mit den Ergebnissen dieses Forschungsvorhabens ist erstmals ein umfangreicher Überblick über Ressourcenpolitik in nicht-europäischen Ländern verfügbar. Die Analyse zeigt zunächst, dass ausnahmslos alle untersuchten Länder Ansätze zur Förderung der effizienten Nutzung von Rohstoffen verfolgen. Die Länder unterscheiden sich jedoch im Ausmaß, der Förderung von Rohstoffeffizienz. Sie unterscheiden sich ferner hinsichtlich der gesetzten Prioritäten und der gewählten Förderinstrumente. Ähnliche Konzepte finden sich insbesondere im Abfall- und Recyclingsektor, große Unterschiede sind bei den Ansätzen im Konsumbereich zu verzeichnen. Die bisherigen Ergebnisse veranschaulichen eindrucksvoll, wie komplex das Thema Ressourceneffizienz und nachhaltige Ressourcennutzung ist und wie unterschiedlich erfolgreiche Politikansätze zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen sein können. Mit den Ergebnissen des Vorhabens wird neue Expertise bereitgestellt, um internationale Prozesse der Ressourceneffizienzpolitik noch gezielter verstehen, unterstützen und gestalten zu können sowie ggf. neue Impulse für die nationale Ressourceneffizienzpolitik zu erhalten. Quelle: Forschungsbericht
Die Broschüre beschreibt Wege zu mehr Ressourceneffizienz und stellt Ansätze zu Politiken und Trends in neun Ländern vor. Die Zusammenfassung basiert auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens "Monitoring internationale Ressourcenpolitik", das zwischen 2016 und 2019 unter Leitung des ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt wurde. Der thematische Fokus liegt auf Aktivitäten in den Bereichen Produktion, Konsum sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Zu den untersuchten Ländern zählen Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, Südafrika, Südkorea und die USA. Alle Länder verfolgen Ansätze zur Ressourceneffizienz, die sich hinsichtlich Prioritäten und Förderinstrumenten unterscheiden. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de
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