Was ist das UV -Messnetz? Das UV -Messnetz ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen und Behörden, die an ihren Messnetzstationen kontinuierlich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in Zeitintervallen von wenigen Minuten die erdbodennahe UV -Strahlung ermitteln. Die Messnetzzentrale befindet sich im Bundesamt für Strahlenschutz am Standort Neuherberg bei München. Hier werden alle Messdaten gespeichert, qualitätsgesichert, ausgewertet und in Form der UV-Index auf der Webseite des BfS und im BfS -Geoportal veröffentlicht. Für zehn Vorhersagegebiete in Deutschland erstellt das BfS UV -Prognosen . Von April bis September werden die Vorhersagen als 3-Tages- UV -Prognosen im Internet veröffentlicht. Die 3-Tages-Prognosen können als Newsletter abonniert werden. Das UV-Messnetz (Beim Klick auf das Bild können Sie sich die aktuellen Messwerte anzeigen lassen) Im Jahr 1993 nahmen das BfS und das Umweltbundesamt ( UBA ) den Betrieb auf an den vier Stationen des UV -Messnetzes in Zingst (Ostseeküste), Langen (Rheingraben bei Frankfurt), Schauinsland (Südschwarzwald) und Neuherberg (bei München). Bundesweites UV -Messnetz In den Folgejahren wurde das Messnetz zusammen mit dem DWD und weiteren assoziierten Institutionen zu einem bundesweiten UV -Messnetz ausgebaut. An den Messnetzstationen der assoziierten Institutionen und Behörden wird kontinuierlich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang in Zeitintervallen von wenigen Minuten die erdbodennahe UV -Strahlung ermittelt. Die Messnetzstationen decken die wichtigsten topografischen und meteorologischen Regionen Deutschlands ab. Das heißt, es wurden insbesondere die in Deutschland vorhandenen Unterschiede hinsichtlich der geografischen Breite, der Höhenlagen, des Klimas und der Lufttrübung berücksichtigt. Assoziierte Institutionen Assoziierte Institutionen sind die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund ( BAuA ) die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit der Station in Westerland/Sylt der Deutsche Wetterdienst ( DWD ) mit den meteorologischen Observatorien Lindenberg und Hohenpeißenberg das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU Bayern) mit der Messstation in Kulmbach die Niedersächsische Gewerbeaufsicht mit den Messstationen in Lüneburg und auf der Insel Norderney das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS) mit der Messstation in Melpitz. das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV (IFA) mit der Messstation in Sankt Augustin Die Messnetzzentrale befindet sich im Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg bei München. Sie führt zusätzlich zum UV -Monitoring in einem eigenen UV -Kalibrierlabor die Qualitätssicherung durch und übernimmt die Bewertung und Speicherung der gesamten Messdaten. Alle Messdaten des Messnetzes werden in Form des UV-Index auf der Webseite des BfS und im BfS -Geoportal veröffentlicht. Die bodennahe UV -Bestrahlungsstärke wird im Wellenlängenbereich von 290 bis 400 Nanometern spektral aufgelöst ( d.h. in kleine Wellenlängenbereiche unterteilt) mittels Spektralradiometern gemessen, um die Daten wissenschaftlich auswerten zu können. Um alle Bürgerinnen und Bürger verlässlich über die aktuelle UV -Belastung zu informieren, erweitert das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) das Messnetz um weitere UV -Messnetzstationen mit Breitbandradiometern. Stand: 18.03.2025
Atmosphärische Treibhausgas-Konzentrationen Bedingt durch seine hohe atmosphärische Konzentration ist Kohlendioxid nach Wasserdampf das wichtigste Klimagas. Die globale Konzentration von Kohlendioxid ist seit Beginn der Industrialisierung um gut 50 % gestiegen. Demgegenüber war die Kohlendioxid-Konzentration in den vorangegangenen 10.000 Jahren annähernd konstant. Konzentrationen weiterer Treibhausgase tragen ebenfalls zum Klimawandel bei. Kohlendioxid Durch das Verbrennen fossiler Energieträger (wie zum Beispiel Kohle und Erdöl) und durch großflächige Entwaldung wird Kohlendioxid (CO 2 ) in der Atmosphäre angereichert. Diese Anreicherung wurde durch die Wissenschaft unzweifelhaft nachgewiesen. Die weltweite Kohlendioxid-Konzentration lag im Jahr 2023 bei 419,55 µmol/mol ( ppm ) Kohlendioxid ( NOAA 2023 ). Hinzu kommen Konzentrationen weiterer Treibhausgase, die ebenfalls zum weltweiten Klimawandel beitragen. Die Auswertung von Messungen der atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentration für das Jahr 2015 an den Messstationen des Umweltbundesamtes Schauinsland (Südschwarzwald) und auf der Zugspitze hat gezeigt, dass in diesem Jahr die Konzentration an beiden Stationen im Jahresdurchschnitt erstmals über 400 µmol/mol (ppm) lag. Zum Vergleich: Die Kohlendioxid-Konzentration aus vorindustrieller Zeit lag bei etwa 280 µmol/mol (ppm). Auf Deutschlands höchstem Gipfel sind die Messwerte besonders repräsentativ für die Hintergrundbelastung der Atmosphäre, da die Zuspitze häufig in der unteren freien Troposphäre liegt und somit weitestgehend unbeeinflusst von lokalen Quellen ist. Im Jahr 2023 stieg der Jahresmittelwert auf der Zugspitze auf 420,7 µmol/mol (ppm) (siehe Abb. „Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre (Monatsmittel)“). Lange Messreihen ergeben ein zuverlässiges Maß für den globalen Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration. Dank ihrer Genauigkeit ermöglichen sie es, den Effekt der Verbrennung fossiler Brennstoffe von natürlichen Konzentrations-Schwankungen zu unterscheiden. Auf dieser Grundlage kann die langfristige Veränderung des Kohlendioxid-Vorrats in der Atmosphäre mit Klimamodellen genauer analysiert werden. Die Auswertung der Messreihe vom aktiven Vulkan Mauna Loa auf Hawaii werden zur Bestimmung des globalen Kohlendioxid-Anstiegs genutzt, da sich die Messstation in größer Höhe und weit entfernt von störenden Kohlendioxidquellen befindet. Während in den 1960er-Jahren der jährliche Anstieg auf Mauna Loa (aktiver Vulkan auf Hawaii, wo) im Mittel noch bei 0,86 µmol/mol (ppm) Kohlendioxid lag, stieg der Welttrend in den vergangenen 15 Jahren im Mittel auf 2,35 µmol/mol (ppm) pro Jahr, in Mauna Loa auf 2,41 µmol/mol (ppm) pro Jahr. Gegenüber den 1950er-Jahren wurde damit der globale Kohlendioxid-Anstieg annähernd verdreifacht. Methan Bis 2023 stieg die weltweite Methan-Konzentration bis etwas über 1921,9 nmol/mol ( ppb ). An der Messstation Zugspitze wurde für 2023 ein Jahresmittelwert von 1994,0 nmol/mol (ppb) gemessen (siehe Abb. „Methan-Konzentration in der Atmosphäre (Monats- und Jahresmittelwerte)“). Lachgas Weltweit lag die Lachgas-Konzentration im Jahr 2023 bei über 336,7 nmol/mol ( ppb ). An der Messstation Zugspitze wurde für 2023 ein Jahresmittelwert von 337,4 nmol/mol (ppb) gemessen (siehe Abb. „Lachgas-Konzentration in der Atmosphäre (Monatsmittelwerte)“). Beitrag langlebiger Treibhausgase zum Treibhauseffekt In der Summe bilden Kohlendioxid (CO 2 ), Methan, Lachgas und die halogenierten Treibhausgase den sogenannten Treibhauseffekt : Die langlebigen Treibhausgase leisteten 2022 einen Beitrag zur globalen Erwärmung (NOAA 2023) von insgesamt 3,398 W/m² (Watt pro Quadratmeter). Verglichen mit dem Stand von 1990 ergibt dies eine Zunahme von fast 49 %. Dabei leistet atmosphärisches CO 2 den vom Menschen in erheblichem Umfang mit verursachten Hauptbeitrag zur Erwärmung des Erdklimas. In Folge dieser Klimaerwärmung nimmt auch der sehr mobile und wechselnd wirkende Wasserdampf in der Atmosphäre zu. Im Vergleich zu CO 2 ist dieser zwar deutlich maßgebender für die Erwärmung, atmosphärisches CO 2 bleibt aber der vom Menschen verursachte Hauptantrieb. Wie stark die verschiedenen langlebigen Klimagase im Einzelnen zur Erwärmung beitragen, ist in der Abbildung „Beitrag zum Treibhauseffekt durch Kohlendioxid und langlebige Treibhausgase 2022“ zu sehen. Der größte Anteil dabei entfällt auf Kohlendioxid mit etwa 63,9 %, gefolgt von Methan mit 19,1 %, Lachgas mit 5,7%, und den halogenierten Treibhausgasen insgesamt mit 11,3 %. Obergrenze für die Treibhausgas-Konzentration Um die angestrebte Zwei-Grad-Obergrenze der atmosphärischen Temperaturerhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 66 % zu unterschreiten, müsste die gesamte Treibhausgas -Konzentration (Kohlendioxid, Methan, Lachgas und F-Gase) in der Atmosphäre bis zum Jahrhundertende bei rund 450 ppm Kohlendioxid-Äquivalenten stabilisiert werden. Dabei ist eine kurzfristige Überschreitung dieses Konzentrationsniveaus möglich ( IPCC-Synthesebericht ). 2022 lag die gesamte Treibhausgas-Konzentration bei 523 ppm Kohlendioxid-Äquivalenten (siehe Abb. „Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre“). Um die angestrebte Stabilisierung zu erreichen, müssen die globalen Treibhausgas-Emissionen gesenkt werden. In den meisten Szenarien des Welt-Klimarates (IPCC) entspricht dies einer Menge von weltweiten Treibhausgas-Emissionen zwischen 30 und 50 Milliarden Tonnen (Mrd. t) Kohlendioxid-Äquivalenten im Jahr 2030. Im weiteren Verlauf bis 2050 müssten die Emissionen weltweit zwischen 40 % und 70 % unter das Niveau von 2010 gesenkt werden und bis Ende des Jahrhunderts auf nahezu null sinken. Dazu sind verbindliche Zielsetzungen im Rahmen einer globalen Klimaschutzvereinbarung erforderlich. Im Dezember 2015 vereinbarte die Staatengemeinschaft auf der 21. Vertragsstaatenkonferenz unter der Klimarahmenkonvention (COP21) das Klimaschutz -Übereinkommen von Paris. Darin ist zum ersten Mal in einem völkerrechtlichen Abkommen verankert, dass die durchschnittliche globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad begrenzt werden soll. Darüber hinaus sollen sich die Vertragsstaaten bemühen, den globalen Temperaturanstieg möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Treibhausgas-Emissionen sobald wie möglich abgesenkt werden. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll eine globale Balance der Quellen und das Senken von Treibhausgas-Emissionen (Netto-Null-Emissionen) erreicht werden. Das bedeutet die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und damit einen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger. Enorme Anstrengungen sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in allen Staaten, insbesondere den Industrienationen. Zur Erreichung der Klimaziele hat Deutschland das Klimaschutzprogramm 2030 verabschiedet. Weiterführende Informationen Auf den folgenden Seiten finden Sie weiterführende Informationen zu internationalen Klimabeobachtungssystemen: Thema: Globale Überwachung der Atmosphäre (GAW) WMO: Global Atmosphere Watch (GAW) WMO: Global Climate Observing System (GCOS) Weltdatenzentrum für Treibhausgase (WDCGG) BMVBS/DWD: Die deutschen Klimabeobachtungssysteme Wir danken der Nationalen Administration für die Ozeane und die Atmosphäre (NOAA Global Monitoring Division) in Boulder, USA und dem Scripps Institut für Ozeanography, La Jolla, USA für die CO 2 -Daten des GAW Globalobservatoriums von Mauna Loa, Hawaii, sowie dem Mace Head GAW Globalobservatorium, Irland und dem AGAGE Projekt für die Lachgasdaten.
Natürliche geomophologische Objekte sind in der Geologischen Karte von Baden-Württemberg als Kare bzw. Karbildungen dargestellt. Dabei handelt es sich um kesselförmige Eintiefungen glazialer Entstehung mit einem beckenartig flachen Karboden und steilen Rückwänden, talwärts häufig durch einen Karriegel abgeschlossen, der nach dem Abtauen des Gletschers häufig kleine Seen angestaut hat. Hauptverbreitung der Karbildungen ist der nördliche und südliche Schwarzwald. Der Geometrietyp ist Fläche (Polygon).
Natürliche geomophologische Objekte sind in der Geologischen Karte von Baden-Württemberg als Kare bzw. Karbildungen dargestellt. Dabei handelt es sich um kesselförmige Eintiefungen glazialer Entstehung mit einem beckenartig flachen Karboden und steilen Rückwänden, talwärts häufig durch einen Karriegel abgeschlossen, der nach dem Abtauen des Gletschers häufig kleine Seen angestaut hat. Hauptverbreitung der Karbildungen ist der nördliche und südliche Schwarzwald. Der Geometrietyp ist Fläche (Polygon).
Blatt Freiburg-Nord zeigt den südlichen Oberrheingraben mit seinen beiden Flanken: den Vogesen im Westen und dem Schwarzwald im Osten. Der Schwarzwald, an der Ostflanke des Oberrheingrabens, wird von variszischen Graniten, Gneisen und Anatexiten aufgebaut. Bei der variszischen Faltung kam es zur Metamorphose präkambrischer Sedimentgesteine; zudem drangen im Oberkarbon granitische Tiefengesteinsplutone auf. Permische Rhyolithe (Quarzporphyre), die an mehreren Stellen des mittleren und nördlichen Schwarzwald zu finden sind, werden als Ignimbrite interpretiert. Nach Norden und Osten tauchen die Kristallingesteine des Schwarzwaldes unter das permo-mesozoische Deckgebirge. Am Westrand des Kartenblattes ist ein kleiner Teil der Nordvogesen angeschnitten. Der ebenfalls variszisch geprägte Gebirgszug ist von Struktur und Gesteinsaufbau dem Schwarzwald sehr ähnlich, jedoch sind größere Vorkommen paläozoischer Sedimente erhalten geblieben. So sind im Kartenausschnitt neben Graniten, Dioriten und Paragneisen auch kambrische bis silurische Schiefer sowie Schuttsedimente des Rotliegenden erfasst. Der Oberrheingraben durchzieht das Blatt von Südsüdwest nach Nordnordost. Die Grabenstruktur ist mit tertiären Sedimenten verfüllt. Das Tertiär tritt jedoch nur vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus Löss- und Flugsanden, fluviatilen bzw. glazifluviatilen Ablagerungen, Verwitterungs- und Schwemmlehm zu Tage. Der Grabenrandbereich wird von den äußeren Randverwerfungen, an denen der vertikale Hauptversatz der Grabenstruktur stattfand, und Bruchfeldern mit Staffelbrüchen geringerer Verwurfshöhe gebildet. In den sogenannten Vorberg-Zonen sind Grundgebirge und permo-mesozoische Bedeckung staffelförmig gegen das Grabeninnere abgesunken und somit, vor Abtragung geschützt, erhalten geblieben. Am Westrand des Oberrheingrabens ist das Bruchfeld von Ribeauvillé, südlich der Vogesen, und das Bruchfeld von Zabern, in der Nordwest-Ecke des Kartenblattes, angeschnitten. Am Ostrand des Grabens sind die Vorbergzone von Emmendingen-Lahr und die Freiburger Bucht erfasst. Mit der Grabenbildung im Tertiär ging ein verstärkter Vulkanismus einher, der seinen Höhepunkt in der Förderung Olivin-nephelinitischer Schmelzen im Vulkangebiet des Kaiserstuhls fand. Die heute stark abgetragene Vulkanruine aus miozänen Vulkaniten und Tuffen ist von pleistozänem Löss ummantelt und teilweise überlagert. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, verdeutlicht eine tektonische Übersichtskarte die geologischen Großeinheiten im Kartenausschnitt. Ein geologischer Schnitt gewährt zusätzliche Einblick in den Aufbau des Untergrundes. Das West-Ost-Profil kreuzt den Oberrheingraben mit dem Kaiserstuhl und der Freiburger Bucht sowie die Kristallingesteine des Schwarzwaldes.
null Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen veröffentlicht Baden-Württemberg/Karlsruhe. Baden-Württemberg beheimatet eine beeindruckende Vielfalt an Farn- und Blütenpflanzen. Insgesamt sind hier 2.260 Arten zu finden. Allerdings ist es um ihren Bestand nicht gut bestellt. Mit 801 Arten gelten rund ein Drittel der Farn- und Blütenpflanzen gefährdet. Diese ernüchternden Zahlen stammen aus der nun veröffentlichten, aktualisierten Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen, die von der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg herausgegeben wird. „Für einige Pflanzenarten spiegelt sich in den vorliegenden Daten die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen der vergangenen Jahre wider, darunter die Sand-Silberscharte oder die Wilde Weinrebe. Sie waren vom Aussterben bedroht und sind nun ‚nur noch‘ als stark gefährdet eingestuft. Leider hat sich der Bestand anderer Arten verschlechtert, meist aufgrund des Verlustes oder der Verschlechterung ihrer Lebensräume. Insgesamt ist der Anteil gefährdeter Arten im Vergleich zur letzten veröffentlichten Roten Liste aus dem Jahr 1999 unverändert geblieben. Das kann uns trotz ermutigender Erfolge bei einzelnen Arten nicht zufriedenstellen“, fasst Dr. Ulrich Maurer, Präsident der LUBW, die umfangreichen Erhebungen und Erkenntnisse zusammen. Gefährdungsursachen durch veränderte Landnutzung Für die Gefährdung von Pflanzenarten gibt es zahlreiche Ursachen. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und die daraus resultierende Anreicherung von Stickstoff in den Böden und in der Luft wirkt sich auf zahlreiche Pflanzenarten besonders stark aus. Werden extensive Landnutzungsformen aufgegeben, verschwinden Standorte, die für die Artenvielfalt wichtig sind. Auch der Flächenverbrauch durch Bebauung ist eine wesentliche Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt im Land. Profiteure, Verlierer und Verschollene Weniger gefährdet als vor 20 Jahren sind Arten, die gegenüber Wärme und Trockenheit tolerant sind, wie manche Orchideenarten. So haben sich beispielsweise die Bestände des Pyramiden-Knabenkraut in den letzten beiden Jahrzehnten durch Maßnahmen zum Erhalt von Magerrasen stabilisiert und infolge von Klimaveränderungen ausgebreitet. Ackerwildkräuter, wie der Zwerg-Gauchheil, gehören dagegen zu den Pflanzengruppen, bei denen sich die Gefährdungssituation insgesamt verschärft hat. Neben Arten seltener Offenland-Lebensräume hat sich auch bei einigen Waldarten die Situation verschlechtert, darunter Waldorchideen wie Kriechständel und Frauenschuh. Bei der intensiven floristischen Erforschung der baden-württembergischen Landschaft wurden auch mehrere bislang als verschollen eingestufte Arten wiederentdeckt, darunter das Doldige Wintergrün. Publikationsdienst der LUBW: Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs In der 220-seitigen Publikation werden alle in Baden-Württemberg heimischen Arten der Farn- und Blütenpflanzen hinsichtlich ihrer Gefährdung eingestuft. Die Einstufung erfolgt sowohl bezogen auf das gesamte Land als auch auf die sieben naturräumlichen Regionen in Baden-Württemberg. Die vorliegende Publikation schreibt die vorangegangene Fassung aus dem Jahr 1999 fort. Die 4. Fassung der Roten Liste steht als PDF-Datei zum Herunterladen im Publikationsdienst der LUBW auf der folgenden Webseite kostenlos zur Verfügung: https://pd.lubw.de/10445 . Im Laufe des IV. Quartals 2023 wird eine kostenpflichtige gedruckte Fassung vorliegen und kann dann an derselben Stelle bestellt werden. Hintergrundinformation Details aus der aktualisierten Roten Liste der Farn- und Blühpflanzen 801 Arten sind einer Gefährdungskategorie zugeordnet, das sind rund 35 Prozent. Unterschiede in den Naturräumen In der Roten Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs wird neben der landesweiten Einstufung auch der Zustand in den einzelnen Naturräumen bewertet, da es regional oft deutliche Unterschiede gibt. So ist beispielsweise Arnika im Südschwarzwald noch relativ weit verbreitet, während sie etwa auf der Schwäbischen Alb starke Rückgänge erlitten hat und in der Rheinebene und dem Odenwald schon ausgestorben ist. Erstmals in einer Roten Liste wird zudem jede Pflanzenart in ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung eingeordnet. Selbst eine als ungefährdet eingestufte Art kann eine hohe Bedeutung für den Naturschutz haben, wenn sie beispielsweise nur an besonderen Standorten wie im Magerrasen vorkommt. Wie entsteht die Rote Liste? Die Autoren und Botanikexperten haben im Auftrag der LUBW mit großem Aufwand hunderttausende von Funddaten ausgewertet. Als Quellen dienten neben Kartierungen der Naturschutzverwaltung auch zahlreiche Erhebungen von ehrenamtlichen Kartierenden, deren Daten unter anderem über die landesweite floristische Kartierung der staatlichen Naturkundemuseen und die Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland gesammelt werden. Vollständige Titelangabe Breunig, T. & S. Demuth (2023): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. – 4. Fassung, Stand 15.06.2021. – LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (Hrsg.). – Naturschutz-Praxis Artenschutz 2, 220 Seiten. Die Rote Listen der LUBW sind eine wichtige Arbeitsgrundlage für beruflich wie ehrenamtlich mit Pflanzen befasste Naturschützerinnen und Naturschützer. Weitere Informationen: LUBW-Blog: Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Foto zeigt: Sand-Silberscharte, eine stark gefährdete Art (RL 2) der Sand-Trockenrasen. Titelbild Rote Liste Farn- und Blütenpflanzen. Quelle: Michael Waitzmann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de
Blatt Freiburg-Süd erfasst den südlichen Oberrheingraben mit dem Schwarzwald als seine östliche Begrenzung sowie Teile des Schweizer Faltenjuras, Tafeljuras und des subalpinen Molassebeckens. Im Nordwesten des Kartenausschnitts ist der südliche Oberrheingraben abgebildet, dessen Trog mit Lockersedimenten des Tertiärs verfüllt ist. Die tertiäre Grabenfüllung tritt nur sehr vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus fluviatilen bzw. glazifluviatilen Ablagerungen sowie pleistozänem Löss zu Tage. Der Randbereich des Grabens wird von den Vorberg-Zonen und der äußeren Randverwerfung gebildet. Im Kartenausschnitt sind die Müllheim-Kanderner Vorbergzone sowie die Freiburger Bucht erfasst. In diesen Bruchfeldern ist das Grund- und Deckgebirge staffelförmig gegen das Grabeninnere abgesunken und die permo-mesozoischen Deckschichten sind, vor Abtragung geschützt, erhalten geblieben. Der Schwarzwald, im Osten des Oberrheingrabens, wird von variszischen Graniten, Gneisen und Anatexiten aufgebaut. Bei der variszischen Faltung kam es zur Metamorphose präkambrischer Sedimentgesteine. Zudem drangen im Oberkarbon verstärkt granitische Tiefengesteine auf. Am Nordrand des Kartenblattes ist die Zentralschwarzwälder Gneismasse aufgeschlossen, der sich südlich die Badenweiler-Lenzkirch-Zone (altpaläozoische Schiefer, Konglomerate und Vulkanite) sowie der Südschwarzwälder Granit- und Gneiskomplex anschließen. Nach Osten und Süden tauchen die Kristallingesteine des Schwarzwaldes unter das permo-mesozoische Deckgebirge. Die Südhälfte des Kartenblattes wird vom Tafeljura, Schweizer Faltenjura sowie den känozoischen Molassesedimenten des Alpenvorlandes dominiert. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der Einheiten informiert, stellt eine tektonische Übersichtskarte die geologischen Großeinheiten im Kartenausschnitt anschaulich dar. Ein geologisches Profil gewährt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Der Nord-Süd-Schnittt kreuzt die Vorbergzone, den Schwarzwald, das Juragebirge (Tafeljura und Schweizer Faltenjura) sowie das subalpine Molassebecken.
Von 27. bis 29. September fand in der Schweiz eine groß angelegte Katastrophenschutz-Übung statt. Bei dieser wurde ein schwerer Unfall im grenznahen Schweizer Kernkraftwerk Leibstadt mit Austritt großer Mengen Radioaktivität simuliert. An der Schweizer Übungen waren neben der LUBW zahlreiche weitere deutsche Behörden beteiligt, wie das Bundesamt für Strahlenschutz, das Regierungspräsidium Freiburg, die Strahlenspürtrupps der Feuerwehren sowie das Innen- und das Umweltministerium Baden-Württemberg. Der genaue zeitliche Ablauf des simulierten Unfalls und das Unfallszenario waren vorab nicht bekannt, um eine realistische Übung zu ermöglichen. In der Simulation ergab sich, dass aufgrund der Wetterlage der größte Teil der freigesetztenRadioaktivität mit dem Wind nach Baden-Württemberg verfrachtet und durch Niederschläge über dem Landesgebiet ausgewaschen und abgelagert wurde. Bild zeigt: Mitarbeiter im radiologischen Lagezentrum der LUBW kontrollieren und überprüfen die Radioaktivitäts-Messwerte auf dem Landesgebiet nach einer simulierten Freisetzung radioaktiver Stoffe aus einem Schweizer Kernkraftwerk. Bildnachweis: LUBW Die LUBW hatte in der Übung zwei Messfahrzeuge im Einsatz, die während der Fahrt entlang ihrer Route den Strahlenpegel ermitteln konnten. Die Messwerte wurden in Echtzeit in das radiologische Lagezentrum der LUBW, das Corona-bedingt zum Teil als Videokonferenz organisiert werden musste, übermittelt. An ausgewählten Orten wurden sogenannte Insitu-Messungen am Erdboden durchgeführt. Damit ließen sich die Art und Menge einzelner Nuklide bestimmen, die sich auf dem Boden abgelagert hatten. Mit Hilfe eines mobilen Radioaerosol-Messgerätes (MORAM), das vor Durchzug der simulierten radioaktiven Wolke an einem geeigneten Ort platziert wurde, konnte die luftgetragene Radioaktivität in der Wolke in Echtzeit am Messort bestimmt und übertragen werden. Komplettiert wurden die Messungen durch die ortsfesten und dauerhaft betriebenen Ortsdosisleistungs-Messstellen der LUBW, die dauerhaft halbkreisförmig um das Kernkraftwerk Leibstadt im Südschwarzwald angeordnet sind. Die Messungen durch die mobilen Strahlenmess-Teams und das stationäre, automatische Messnetz der LUBW haben dazu beigetragen, dass das Radiologische Lagezentrum des Bundes ein detailliertes Lagebild erstellen konnte. Dieses Lagebild wäre im Ernstfall Grundlage für Katastrophenschutzmaßnahmen wie die Evakuierung der Bevölkerung oder ein Ernteverbot von landwirtschaftlichen Produkten. Mehr zum Thema:
null Die diesjährige Offenland-Biotopkartierung der LUBW beginnt Karlsruhe/Baden-Württemberg. Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg startet ihre diesjährigen Offenland-Biotopkartierungen. Die von der LUBW beauftragten fachlich versierten Kartiererinnen und Kartierer sind in diesem Jahr in den Kreisen Lörrach und Böblingen sowie dem Bodensee- und Rems-Murr-Kreis unterwegs. Die Kartierungen erstrecken sich zeitlich vom Frühling bis in den Herbst. Dabei werden auch artenreiche Mähwiesen erfasst, für deren Erhalt Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung in Deutschland trägt. Jeder Kreis hat besondere Kostbarkeiten Jeder dieser Kreise beherbergt bedeutende Biotope und Besonderheiten. Das nordöstliche Bodenseeufer ist geprägt durch Riedwiesen, Röhrichte und Flachwasserzonen. Typische Biotope für den Südschwarzwald sind Borstgrasrasen und Flügelginsterweiden. Die dicht besiedelte und agrarwirtschaftlich genutzte Region um Böblingen zeichnet sich durch eine Vielzahl an artenreichen Magerrasen und Gehölzbiotopen aus. Im Rems-Murr-Kreis sind neben Trockenmauern und Hohlwegen auch zahlreiche Nasswiesen als Besonderheiten zu verzeichnen. Kartierungen als wichtige Grundlage zur Bestandsaufnahme und Bewahrung von bedeutenden Biotopen für Naturschutz und Landwirtschaft „Die artenreichen Biotope Baden-Württembergs prägen das Landschaftsbild und bieten zahlreichen vom Aussterben bedrohten Arten eine Heimat. Die Kartierungen liefern unverzichtbare Datengrundlagen, um diese Kleinode zu erhalten“, erläutert Werner Altkofer, stellvertretender Präsident der LUBW und betont: „Nur durch ein gemeinsames verantwortungsvolles Handeln von Naturschutz und Landwirtschaft kann es gelingen, diese beeindruckenden Kleinode zu erhalten. Dazu fließen die Ergebnisse der Kartierungen auch in die Förderkulisse der Landwirtschaft ein.“ Kartierungen zum Schutz von Natur und Landschaft wurden sowohl auf Bundesebene als auch vom Land Baden-Württemberg gesetzlich verankert. In Baden-Württemberg verantwortet die LUBW diese wichtige Aufgabe. „Die Kartierungen werden wiederkehrend durchgeführt. Nur so kann auch die Entwicklung des Bestandes nachvollzogen werden“, erläutert Altkofer. Erste Ergebnisse und Auswertungen der Erhebungen aus den Jahren 2010 bis 2020 können auf der LUBW-Webseite „ Offenland-Biotopkartierung/Ergebnisse“ abgerufen werden. Informationsveranstaltungen: Bürgerinnen und Bürger Zu Beginn der Kartierungen im Jahr 2022 bietet die LUBW Informationsveranstaltungen im Gelände an, bei denen Interessierte einen Einblick in die Offenland-Biotopkartierung gewinnen. Die Veranstaltungen werden Anfang Mai 2022 in den verschiedenen Kreisen durchgeführt. Bürgerinnen und Bürger können sich anmelden über die E-Mail-Adresse: Offenlandbiotopkartierung@lubw.bwl.de . Hinweis: Im Rahmen der Erhebungen ist es den fachlich versierten Kartierenden als Beauftragte der LUBW grundsätzlich erlaubt, Grundstücke im Gelände ohne vorherige Anmeldung zu betreten Informationsveranstaltungen: Medienvertreterinnen und Medienvertreter Interessierte Journalisten können sich ebenfalls gerne zu den Informationsveranstaltungen anmelden. Am Ende der Veranstaltung stehen Ihnen Mitarbeitende der LUBW für Fragen zur Verfügung. Anmeldung bitte über: pressestelle@lubw.bwl.de. Zeitnah zu den Veranstaltungen erhalten Sie dann weiterführende Informationen. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wird erst kurzfristig bekanntgegeben werden können, ob die diesjährigen Veranstaltungen wie geplant in Präsenz abgehalten oder im Format einer Webkonferenz angeboten werden. Rückblick Die letzte Kampagne zur kompletten Erfassung der Offenland-Biotope in allen 1.101 Gemeinden Baden-Württembergs wurde in den Jahren 1992 bis 2004 durchgeführt. Der derzeit laufende Durchgang startete im Jahr 2010. 796 der 1.101 Gemeinden wurden seitdem erfasst. Nach Abschluss der diesjährigen Erhebungen werden die Daten der Öffentlichkeit über den Daten- und Kartendienst der LUBW gegen Ende 2023 zur Verfügung gestellt. Die Kartierergebnisse aus den letzten Jahren bis einschließlich 2020 sind hier bereits abrufbar. Detaillierte Informationen zu den Zielen und Aufgaben der Offenland-Biotopkartierung sowie den gesetzlichen Grundlagen finden Sie auf der LUBW-Webseite: Offenland-Biotopkartierung sowie im Flyer „ Offenland-Biotopkartierung: Geschützte Lebensräume werden erfasst! Gesetzliche Grundlage Gesetzliche Grundlage für die Offenland-Biotopkartierung ist das Naturschutzgesetz (NatSchG) des Landes Baden-Württemberg, das eine regelmäßige Aktualisierung der nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz und § 33 NatSchG gesetzlich geschützten Biotope vorsieht. Eine weitere gesetzliche Grundlage ist die Europäische Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, kurz FFH-Richtlinie). Baden-Württemberg ist danach verpflichtet, einen günstigen Erhaltungszustand seiner europaweit bedeutenden Arten und Lebensräume dauerhaft zu bewahren oder wiederherzustellen. Im Rahmen der Berichtspflicht zur FFH-Richtlinie müssen alle Mitgliedstaaten Daten zum Vorkommen und zur Verbreitung der FFH-Lebensraumtypen erheben und alle sechs Jahre an die EU melden. Da es sich bei einem Großteil der FFH-Lebensraumtypen zugleich um gesetzlich geschützte Biotope handelt, wird die Erhebung der geschützten Biotope und der FFH-Lebensraumtypen bei der Offenland-Biotopkartierung miteinander verknüpft. Übersicht der 76 Gemeinden in den vier Landkreisen Vorbehaltlich der aktuell laufenden Ausschreibung und der damit zusammenhängenden Vergabe ist geplant, in den folgenden 76 Gemeinden im Kartierjahr 2022/2023 die Biotope zu erfassen: Rems-Murr-Kreis Landkreis Lörrach Landkreis Böblingen Bodenseekreis Allmersbach im Tal Binzen Aidlingen Bermatingen Backnang Eimeldingen Altdorf Daisendorf Berglen Bellingen Böblingen, Stadt Deggenhausertal Burgstetten Häg-Ehrsberg Bondorf Eriskirch Fellbach Hasel Deckenpfronn Frickingen Kernen im Remstal Hausen im Wiesental Ehningen Friedrichshafen Korb Inzlingen Gärtringen Hagnau am Bodensee Remshalden Kandern Gäufelden Heiligenberg Rudersberg Kleines Wiesental Grafenau Immenstaad am Bodensee Waiblingen Lörrach, Stadt Herrenberg Kressbronn am Bodensee Weinstadt Malsburg-Marzell Hildrizhausen Langenargen Maulburg Holzgerlingen Markdorf Rheinfelden Jettingen Meckenbeuren Rümmingen Leonberg Meersburg Schliengen Magstadt Neukirch Schopfheim Mötzingen Oberteuringen Schwörstadt Nufringen Owingen Steinen Renningen Salem Weil am Rhein Rutesheim Sipplingen Wittlingen Schönaich Stetten Zell im Wiesental Sindelfingen Tettnang, Stadt Steinenbronn Überlingen, Stadt Waldenbuch Uhldingen-Mühlhofen Weil der Stadt Weil im Schönbuch Weissach Hinweis: Das Foto darf mit Nennung des Urhebers ausschließlich im Zusammenhang mit der Berichterstattung zu dieser Pressemitteilung genutzt werden.
Beitrag im Rahmen der FKTG: Das Teilgebiet umfasst auch Teile des Oberrheingrabens und der angrenzenden Vorbergzone des Schwarzwaldes (u.a. Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und Ortenaukreis). Der Oberrheingraben hat seine heutige Erscheinung aber innerhalb der letzten 34 Millionen Jahre erhalten. Es handelt sich um einen klassischen Grabenbruch und damit um eine "aktive Störungszone" im Sinne des § 22 Abs. 2 Nr. 2 StandAG. Ferner bewegt sich die Erdkruste bis heute im Bereich des Oberrheingrabens; fast einen Millimeter senkt sich der Graben jedes Jahr (vgl. u.a. https://www.planet-schule.de). Das größte Erdbeben der letzten 25 Jahre mit Epizentrum in Deutschland hatte sein Epizentrum in Waldkirch - im Jahr 2004 mit einer Stärke von 5,2. Das Erdbeben hat sich auf den gesamten Bereich des mittleren und südlichen Schwarzwaldes ausgewirkt. Warum sind der gesamte Oberrheingraben sowie der angrenzende mittlere und südliche Schwarzwald nicht als Teilgebiet ausgeschlossen worden (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 StandAG)? Stellungnahme der BGE: Der Schwarzwald ist die herausgehobene Grabenschulter des Oberrheingrabens und liegt damit außerhalb dieser tektonisch aktiven Großstruktur. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind im Schwarzwald bisher keine aktiven Störungszonen sicher nachgewiesen. Jedoch werden neue Erkenntnisse im weiteren Verlauf des Verfahrens berücksichtigt. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: Nein Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.
Origin | Count |
---|---|
Bund | 98 |
Land | 179 |
Type | Count |
---|---|
Ereignis | 3 |
Förderprogramm | 61 |
Messwerte | 1 |
Taxon | 15 |
Text | 40 |
Umweltprüfung | 4 |
unbekannt | 146 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 197 |
offen | 69 |
unbekannt | 4 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 270 |
Englisch | 20 |
Resource type | Count |
---|---|
Archiv | 2 |
Bild | 12 |
Datei | 6 |
Dokument | 24 |
Keine | 184 |
Webdienst | 6 |
Webseite | 66 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 201 |
Lebewesen & Lebensräume | 262 |
Luft | 69 |
Mensch & Umwelt | 262 |
Wasser | 113 |
Weitere | 270 |