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Expedition: Auf den Spuren der Vögel vom Dümmer nach Afrika

Nur vier Monate verbringen Uferschnepfen in ihrem Brutgebiet am Dümmer. Wo genau in der Welt die bedrohte Wiesenvogelart im Laufe des übrigen Jahres Station macht, sollte eine Besenderung von zehn Vögeln im vergangenen Frühjahr klären. Im westafrikanischen Senegal ging eine Gruppe niedersächsischer Ornithologen dem ermittelten Überwinterungsverhalten jetzt näher auf den Grund. Dabei trafen sie auf zwei alte Bekannte – und knüpften wichtige Kontakte zum örtlichen Naturschutz. Nur vier Monate verbringen Uferschnepfen in ihrem Brutgebiet am Dümmer. Wo genau in der Welt die bedrohte Wiesenvogelart im Laufe des übrigen Jahres Station macht, sollte eine Besenderung von zehn Vögeln im vergangenen Frühjahr klären. Im westafrikanischen Senegal ging eine Gruppe niedersächsischer Ornithologen dem ermittelten Überwinterungsverhalten jetzt näher auf den Grund. Dabei trafen sie auf zwei alte Bekannte – und knüpften wichtige Kontakte zum örtlichen Naturschutz. „Vögel scheren sich nicht um Staatengrenzen. Es reicht deshalb nicht aus, nur die Brutgebiete bei uns zu schützen - wir müssen auch die vielen anderen Gebiete berücksichtigen, wo diese Tiere den Großteil des Jahres verbringen“, betont Heinrich Belting, Mitarbeiter der Naturschutzstation am Dümmer, die vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) unterhalten wird. Das Problem: bislang waren diese Gebiete den Forschern des LIFE-Projektes „Wiesenvögel“ nur ansatzweise bekannt. Die neue Technik der Besenderung bringt nun spürbar Licht ins Dunkel: „Über das ganze Jahr hinweg werden die Positionen von zehn im vergangenen Frühjahr mit kleinen Satellitensendern ausgestatteten Vögeln gesendet und exakt verortet“, so Belting. Schnell stellt sich dabei heraus: Die meisten Uferschnepfen der Dümmer-Region zieht es nach Westafrika. Im Dezember nun reisten Projektleiter Belting, Doktorand Christopher Marlow von der Universität Oldenburg und Johannes Melter vom Planungsbüro BioConsult aus Osnabrück den bedrohten Wiesenvögeln vom Dümmer hinterher. Im Senegal erkundete die Expedition aus Niedersachsen gemeinsam mit den einheimischen Wildtierbiologen Idrissa Ndiaye und Saliou Diop dabei jene Gebiete, in denen am Dümmer brütende Vögel derzeit überwintern. „Die natürlichen Feuchtgebiete und Reisfelder hier und in angrenzenden Staaten bieten hinreichend Nahrung und sind eines der wichtigsten Winterquartiere. Hier bleiben die Vögel viele Monate“, erklärt der Biologe. Zwei Ring-Ablesungen freuten die Niedersachsen im Rahmen ihrer Zählung von rund 3400 Uferschnepfen dabei ganz besonders: „Beide Vögel waren 2017 am Dümmer geschlüpft und von uns dort beringt worden“, so Belting. Gefahr Wassermangel Gefahr Wassermangel Neben der Durchführung von Zählungen und Lebensraumanalysen an 20 unterschiedlichen Standorten ging es auf der Expedition vor allem darum, mögliche Gefährdungen zu identifizieren und gemeinsam mit den afrikanischen Kollegen erforderliche Schutzmaßnahmen zu sondieren, vorzubereiten und zu unterstützen. „Erfreulicherweise stellten wir schnell fest, dass die augenblicklichen Lebensbedingungen dort für die Vögel sehr viel besser sind, als in vielen der Brutgebiete bei uns in Nordwestdeutschland“, so Heinrich Belting. Dennoch sei unübersehbar, dass hier künftig vielfältige Gefährdungen entstehen würden. Denn – auch das zeigten die vielen vor Ort geführten Gespräche des niedersächsischen Forscherteams: der Senegal durchlebt gegenwärtig einen rasanten Wandel. Unter dem Druck stark wachsender Bevölkerungszahlen und der Konkurrenz am Weltmarkt weichen traditionell-bäuerliche Strukturen mit kleinparzellierten Reisfeldern weiträumigen Reisplantagen, die auch mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union operieren. Hauptproblem im Reisanbau ist dabei der enorme Wasserbedarf: Ein Hektar Reiskultur benötigt 11.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. Dies wird mit Elektropumpen verteilt. „Angesichts der angestrebten künftigen Anbaufläche und des Klimawandels gerade in der Sahelzone liegt das Problem auf der Hand“, warnt Belting. Die bislang ausreichend vorhandenen natürlichen Feuchtgebiete könnte das gleiche Schicksal ereilen wie heute in Mitteleuropa: ein ausgeprägter Wassermangel. „Im Reisanbau müssen deshalb schnell Lösungen erarbeitet und umgesetzt werden, welche die Ernährungslage des Landes sicherstellen können, ohne die Winterquartiere der Vögel maßgeblich zu beeinträchtigen“, fordert das Forscherteam. Im Rahmen ihrer Expedition wurden hierzu erste Schritte unternommen: „Wir konnten durch den intensiven Kontakt zu lokalen, regionalen und nationalen Naturschutz-Institutionen wie Nationalparks, der Staatsregierung und sonstigen Einrichtungen Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit bei Schutzmaßnahmen ausloten. Hieran gilt es anzuknüpfen“, so der NLWKN-Biologe. Der Bericht der Expedition kann ab März im Internet auf der Seite www.wiesenvoegel-life.de abgerufen werden. Hintergrundinformation: Die Uferschnepfen am Dümmer und das LIFE-Projekt „Wiesenvögel“ Die Uferschnepfen am Dümmer und das LIFE-Projekt „Wiesenvögel“ Die Expedition der drei niedersächsischen Forscher erfolgte im Rahmen des durch die Europäische Union und das Land Niedersachsen geförderten LIFE-Projektes „Wiesenvögel“, welches auch von der Naturschutzstiftung Landkreis Emsland und dem Landkreis Leer kofinanziert wird. Seit 2011 werden hierüber zahlreiche Naturschutzmaßnahmen in den bedeutendsten Brutgebieten Niedersachsens umgesetzt. Der Dümmer im Südwesten Niedersachsens ist eines der wichtigsten Brutgebiete für bedrohte Wiesenvögel in Deutschland. Auf der Internet-Seite www.wiesenvoegel-life.de kann der jeweils aktuelle Aufenthaltsort der im Frühjahr 2018 besenderten Vögel in Echtzeit verfolgt werden.

Naturschutz - Zentrum für Artenvielfalt/Tiere und Pflanzen/Arten melden/Turteltaube: Turteltaube Machen Sie mit! Haben Sie eine Turteltaube gesehen oder gehört?

Die Turteltaube (Streptopelia turtur) ist die seltenste Taubenart in Hessen. In den letzten Dekaden sind die Bestände der Turteltaube europaweit stark eingebrochen. Alleine in Deutschland ist der Bestand der Turteltaube zwischen 2009 und 2016 um knapp 90 % zurückgegangen. In der Roten Liste Deutschlands (2021) wird sie unter den Arten aufgeführt, die „stark gefährdet“ sind. Durch die starke Abnahme der Art in Deutschland als auch Hessen wird der Erhaltungszustand der Turteltaube als „schlecht“ eingestuft. Der Grund hierfür ist zum einen die Gefahr, die der Turteltaube auf ihrem Zug in ihr Überwinterungsgebiet - die Sahelzone in Afrika droht. Dort fällt Sie in einigen Ländern noch immer stark der Bejagung zum Opfer. Eine andere, nicht weniger relevante Gefahr ist der Verlust von strukturreichen Lebensräumen im deutschen Brutgebiet, die die Turteltaube als geeignete Brut- und Nahrungshabitate benötigt. Als eines der Bundesländer mit einem vergleichbar hohen Brutbestand von geschätzten 4.000 bis 6.000 Revieren, trägt Hessen eine besondere Verantwortung, einen Beitrag zum Erhalt der Art zu leisten. Die Vogelschutzwarte Hessen engagiert sich daher intensiv für den Schutz und die Förderung der Turteltaube. Artenhilfskonzept Gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen wird in diesem Jahr ein landesweites Artenhilfskonzept zur Turteltaube in Hessen erstellt. Ziel ist der Überblick über die aktuelle Bestandssituation, die Aufbereitung von Informationen zur Ökologie der Art und die Erarbeitung von Möglichkeiten zu Fördermaßnahmen für die Bestände in Hessen. Dabei wird in besonders geeigneten Habitaten gezielt nach der Turteltaube gesucht. Nur so können später gezielt Schutzmaßnahmen geplant und umgesetzt werden. Erfassungsmethode Auf zugewiesenen Flächen können die Beobachter nach rufenden Turteltauben Ausschau halten. Dabei werden insbesondere solche Flächen untersucht, auf denen bereits in vergangenen Jahren Turteltauben anzutreffen waren. Die Erfassung findet im Juni statt. Gesang einer Turteltaube Attribution-NonCommercial-ShareAlike-Dateien: XC570628 Gesang der Turteltaube: Beatrix Saadi-Varchmin Wenn Sie sich auch auf die Suche nach der Turteltaube machen möchten, schicken Sie uns gerne eine Mail. Lassen Sie uns wissen, in welchem Landkreis und Ort Sie gerne eine oder sogar mehrere Flächen zugewiesen bekommen möchten, um nach der Turteltaube zu suchen. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung. Melden Sie hier Ihre Beobachtung oder schicken Sie uns eine Mail (Angaben zu personenbezogenen Daten sind freiwillig) Bitte helfen Sie mit und melden Sie jede Beobachtung! Lisa Eichler Tel.: 0641-200095 36 Melden Sie uns Ihre Sichtung Maßnahmenblatt Turteltaube Flyer "Hilfe für die Turteltaube" Artenhilfskonzept Turteltaube

Der Gartenrotschwanz ( Phoenicurus phoenicurus ) - Farbtupfer im Obstgarten

Ist er nicht ein Schmuckstück, unser Gartenrotschwanz? Die Männchen zählen zu den farbenprächtigsten Singvögeln, die es hierzulande gibt. Vor allem im Frühjahr beeindrucken sie die Damenwelt mit ihrer schwarzen Kehle, der weißen Stirn und der rostroten Brust. Das Weibchen sieht viel schlichter aus, aber der Schwanz ist – wie der Name schon sagt – bei beiden Geschlechtern rot, und außerdem fast immer in Bewegung. Denn wo sich Phoenicurus phoenicurus auch niederlässt, beinahe ständig zittert der Schwanz. Gern hält der Gartenrotschwanz von niedrigen Zweigen und Büschen Ausschau, um sich bei Gelegenheit in die Tiefe zu stürzen und ein Insekt vom Boden aufzulesen. Am Boden verweilt er aber nicht länger als nötig. Hin und wieder schnappt er sich seine Beute auch in der Luft. Die Männchen sind übrigens ganz passable Spötter, das heißt sie ahmen gerne Teile anderer Vogelstimmen ihrer Umgebung nach. Sein Nest baut der Gartenrotschwanz in Baumhöhlen oder Nistkästen. Wie können wir dieser Art helfen? Lichte alte Wälder sind die ursprüngliche Heimat des Gartenrotschwanzes. Doch die findet er nur noch selten, so dass er vom „Waldrotschwanz“, wie er früher auch mal genannt wurde, zum Gartenrotschwanz mutierte. Seine Lebensräume sind daher heute auch Parks, Obstwiesen – und eben unsere Gärten. Allerdings nicht die modernen, aufgeräumten und mit Rasen und Zierkoniferen garnierten Hausumgebungen, sondern die reich strukturierten Bauerngärten mit alten Obstbäumen. Der Verlust an geeigneten Lebensräumen ist eine Ursache für den Rückgang dieser Art. Wahrscheinlich bedrohen aber auch die Pestizide in den afrikanischen Überwinterungsgebieten, die Ausdehnung der Sahelzone und der traditionelle Vogelfang in den südlichen Ländern diesen hübschen Vogel. Wichtig ist daher der Erhalt lichter Wälder und höhlenreicher Obstbäume. In Zusammenarbeit von Förstern und Naturschützern werden daher sogenannte Biotopbäume ausgewiesen, die von der Fällung verschont bleiben. Möchten Sie aktiv werden für den Gartenrotschwanz? Wenn der Baumbestand noch keine Naturhöhle bietet, kann man den Gartenrotschwanz mit ein bisschen Glück mit einem Nistkasten in den Garten locken. Vor allem Obstgartenbesitzer können so zum Schutz dieses Vogels beitragen. - zurück zur Übersicht der Vögel-Artensteckbriefe -

Flyer "Wiesenweihenschutz in Niedersachsen"

Bruterfolg durch NestschutzSchützen und Sichern Für den weiteren Erfolg des Artenhilfsprogramms Wiesenweihe müssen jedes Jahr die Neststandorte vor allem in den potenziell gefährdeten Bereichen in land- wirtschaftlichen Kulturen gefunden werden, um die Bruten vor einer Zerstörung durch die Landbewirt- schaftung und ggf. auch vor Fressfeinden zu schützen. Dazu ist eine enge Kooperation von ehrenamtlich tätigen Weihenschützern und Landwirten erforderlich.Wird während der Brutzeit (April bis Juli) ein Nest in einem Feld entdeckt, werden die weiteren Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirt abgestimmt. Vor der Ernte wird eine Fläche von im Einzelfall festzu- legender Größe um das Nest herum ausgepflockt und erst dann weiterbearbeitet, wenn die jungen Wiesen- weihen ausgeflogen sind. So droht den Wiesenweihen keine Gefahr bei der Ernte. Zusätzlich kann es sinnvoll sein den ausgepflockten Schutzbereich bzw. den unmittelbaren Neststandort mit geeigneten Zäunen vor Fressfeinden wie Füchsen, Wild- schweinen, frei laufenden Katzen und Hunden zu sichern. Nach der Brutzeit im August ziehen die Weihen nach Afrika in ihr Winterquartier in der Sahelzone. Das Weibchen (hier im Bild) unterscheidet sich mit seinem bräunlichen Gefieder deutlich vom Männchen (Titelbild). Ansprechpartner / Kontakt Für alle Fragen rund um den Schutz von Wiesenweihen in Niedersachsen nehmen Sie bitte Kontakt zur Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf: vogelschutzwarte@nlwkn-h.niedersachsen.de Besuchen Sie uns im Internet: Nach erfolgreicher Brut: Wiesenweihen-Jungvogel mit Nahrung ...sollte beim Nestschutz in jedem Fall eingeholt werden. Erste Anlaufstelle hierfür ist die Staatliche Vogelschutz- warte. Sie hat den landesweiten Überblick über die Vor- kommen, koordiniert den Wiesenweihenschutz und stellt auch die Verbindung zu Fachleuten vor Ort her.Impressum Herausgeber und Bezug: Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) – Naturschutz – Göttinger Chaussee 76A, 30453 Hannover naturschutzinformation@nlwkn-h.niedersachsen.de Tel.: 0511/3034-3305 www.nlwkn.niedersachsen.de > Naturschutz > Veröffentlichungen http://webshop.nlwkn.niedersachsen.de Ein erfolgreiches Artenhilfsprogramm für die Wiesen- weihe erfordert weiterhin eine enge Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung von Naturschutz und Landwirtschaft.4. überarbeitete Auflage 2016 (25-30) Gestaltung: K. Behm, Dr. A. Frech Titelbild: B. Fischer/Biosphoto Fotos innen v.l.: Hellio & Van Ingen/Photoshot, A. Balthazard/Biosphoto Fotos außen v.l.: A. Balthazard/Biosphoto, S. Fahl (Jungvogel und Weibchen) Fachlicher Rat … Wenn der Neststandort nicht bekannt und markiert ist, kann der Landwirt ihn nicht entdecken. www.nlwkn.niedersachsen.de > Naturschutz > Staatliche Vogelschutzwarte Wiesenweihen- schutz in Niedersachsen Wiesenweihen…Wiesenweihen… …lebten früher in den Wiesen der feuchten Niederungen sowie in Mooren und Heiden. Als die ursprünglichen Lebensräume immer mehr verloren gingen, nutzten sie Getreidefelder, da deren Bewuchs dem der natürlichen Brutplätze ähnelt....jagen bis zu 15 km von ihren Nestern entfernt. Ihre großen Reviere umfassen Getreidefelder, Brachflächen, Wirtschaftswege, Gräben und Grabenränder sowie Moore und Moorrandbereiche. Hier erbeuten sie vor allem Feldmäuse, Insekten und Kleinvögel. Heute brüten Wiesenweihen bei uns fast ausschließlich in Getreidefeldern, vor allem in Wintergerste und -weizen, aber auch in Triticale oder Luzerne. Doch hier droht der Wiesenweihe eine tödliche Gefahr: der Mähdrescher. Während der Brutzeit ist allein das Männchen für die Versorgung des Weibchens und der Jungen mit Nah- rung zuständig. Das Männchen bringt die Beute jedoch nicht direkt an das Nest, sondern übergibt diese im Flug an das Weibchen. Dies sind die einzigen Momente während der gesamten Brut und Jungenaufzucht, in denen das Weibchen das Nest kurzzeitig verlässt. Die Wiesenweihe gilt derzeit sowohl für Deutschland, als auch für Niedersachsen als stark gefährdet, denn nur noch etwa 400 Paare brüten in Deutschland, ca. 100 davon in Niedersachsen. Das Überleben der Wiesenweihe in unserer heutigen Land- schaft ist nur möglich, wenn Landwirtschaft und Natur- schutz weiterhin zusammenarbeiten. Wie erfolgreich diese Zusammenarbeit bereits ist, zeigt diese Grafik: Seit Beginn des Artenhilfsprogramms für Wiesenweihen in Nieder- sachsen hat sich die Zahl der Wiesenweihen-Paare fast verdoppelt. 120 Revierpaare 100 Den Nistplatz… 80 60 40 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 Erfolgreiche Zusammenarbeit: Die Zahl der Wiesenweihen-Paare ist von 2003 bis 2015 deutlich gestiegen. Die Zahl der brütenden Wiesenweihen hat zwar zugenom- men, allerdings gibt es nahrungs- und witterungsbedingt starke Schwankungen. So bleibt das Überleben der Wie- senweihe in der intensiv landwirtschaftlich genutzten Landschaft schwierig. ...wählt das Wiesenweihen-Weibchen, innerhalb des Brutrevieres aus, das vom Männchen Ende April / Anfang Mai besetzt wird. Das Gelege aus 4 - 6 Eiern wird etwa 30 Tage lang vom Weib- chen bebrütet. Nach dem Schlüpfen dauert es weitere 32 - 42 Tage, bis die Jungen gut fliegen können; auch in dieser Zeit betreut das Weibchen ununterbrochen das Nest. Über 60 Tage lang bleibt das Weibchen am Boden beim Nest. Gegen natürliche Feinde sind die Jungen so bestmöglich geschützt. Aber wenn der Mäh- drescher kommt, haben beide keine Chance: Die Wiesenweihen-Jungen nicht, weil sie nicht ausweichen können, und auch der Landwirt nicht, weil er das Nest nicht rechtzeitig entdecken kann. Typische Futterübergabe im Flug: Das Männchen lässt eine erbeutete Maus fallen, das Weibchen fängt sie in der Luft. Für das Entdecken von Brutvorkommen sind diese Futter- übergaben besonders wichtige Beobachtungen.

Integrating GIS and Remote Sensing for Multi-Scale Analysis of Degradation in the African Sahel

Das Projekt "Integrating GIS and Remote Sensing for Multi-Scale Analysis of Degradation in the African Sahel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften, Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung, Bereich Fernerkundung-Geoinformatik durchgeführt. Multi-level monitoring of destabilized Sahelian regions connects field work in situ with detailed to semi-detailed analysis of vegetation structure (aerial photography), vegetation functional types and units of rational landcover (satellite images). Human impact on Sahelian vegetation in its regional variations is a main reason for continous destruction of former grazing lands. Regional dynamics of impact patterns are analysed by means of multi-stage remote sensing techniques and multi-spectral image classification. Integration of remotely sensed as well as of socio-economic data with geo-information systems is an important tool for modelling regional dynamics of degradation and desertification due to multi-thematic and multi-temporal input parameters. Intersection of geo-informations creates change detection databasas of Sahelian regions. Planning sustainable development will urgently need the appropriate use of the presented facilities of IGIS technology.

Klimatologische und klima-oekologische Aspekte der Duerre im Sahel

Das Projekt "Klimatologische und klima-oekologische Aspekte der Duerre im Sahel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Bonn, Geographisches Institut, GIUB durchgeführt.

Machbarkeitsstudie zu Klimawandel, Landnutzungsmanagement und erneuerbaren Energien in Gambia (RECC-LUM)

Das Projekt "Machbarkeitsstudie zu Klimawandel, Landnutzungsmanagement und erneuerbaren Energien in Gambia (RECC-LUM)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Life Sciences, Forschungs- und Transferzentrum Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement durchgeführt. Die westafrikanische Sahelzone, in der sich Gambia befindet, ist vom Klimawandel stark betroffen. Durch das rasche Bevölkerungswachstum haben sich auch die Bodenbedeckung und die Bodennutzung des Landes verändert. Weniger Niederschläge führen zu geringen landwirtschaftlichen Erträgen und haben eine Verschlechterung der Bodenqualität zur Folge, wodurch die Landwirtschaft und andere Landnutzungen weniger produktiv werden, was zu Ernährungsunsicherheit führt. Angesichts dieser Herausforderungen planen das gambische Ministerium für Hochschulbildung, Forschung, Wissenschaft und Technologie (MoHERST) und die University of The Gambia (UTG) in Absprache mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg die Durchführung des Projekts: 'Feasibility Study on Climate Change, Land Use Management, and Renewable Energy in The Gambia' (RECC-LUM). Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die mögliche Rolle der Nutzung erneuerbarer Energien gelegt. Im Rahmen des Projekts werden Erhebungen durchgeführt, um Landnutzungsansätze und die Auswirkungen auf relevante sozioökonomische Indikatoren wie ländliche Beschäftigung, Einkommensstrukturen und auch die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen für die gambische Gesellschaft zu untersuchen. Diese Machbarkeitsstudie wird über einen Zeitraum von 24 Monaten durchgeführt und soll zu Leitlinien für politische Entscheidungsträger und einem Bericht mit Empfehlungen für weitere Studien und Projekte führen.

Machbarkeitsstudie zu Klimawandel, Landnutzungsmanagement und erneuerbaren Energien in Gambia

Das Projekt "Machbarkeitsstudie zu Klimawandel, Landnutzungsmanagement und erneuerbaren Energien in Gambia" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fakultät Life Sciences, Forschungs- und Transferzentrum Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement durchgeführt. Die westafrikanische Sahelzone, in der sich Gambia befindet, ist vom Klimawandel stark betroffen. Durch das rasche Bevölkerungswachstum haben sich auch die Bodenbedeckung und die Bodennutzung des Landes verändert. Weniger Niederschläge führen zu geringen landwirtschaftlichen Erträgen und haben eine Verschlechterung der Bodenqualität zur Folge, wodurch die Landwirtschaft und andere Landnutzungen weniger produktiv werden, was zu Ernährungsunsicherheit führt. Angesichts dieser Herausforderungen planen das gambische Ministerium für Hochschulbildung, Forschung, Wissenschaft und Technologie (MoHERST) und die University of The Gambia (UTG) in Absprache mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg die Durchführung des Projekts: 'Feasibility Study on Climate Change, Land Use Management, and Renewable Energy in The Gambia' (RECC-LUM). Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die mögliche Rolle der Nutzung erneuerbarer Energien gelegt. Im Rahmen des Projekts werden Erhebungen durchgeführt, um Landnutzungsansätze und die Auswirkungen auf relevante sozioökonomische Indikatoren wie ländliche Beschäftigung, Einkommensstrukturen und auch die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen für die gambische Gesellschaft zu untersuchen. Diese Machbarkeitsstudie wird über einen Zeitraum von 24 Monaten durchgeführt und soll zu Leitlinien für politische Entscheidungsträger und einem Bericht mit Empfehlungen für weitere Studien und Projekte führen.

Ackerbauern und mobile Tierhaltung in Zentral- und Nord-Benin: Nutzungskonflikte und Landesentwicklung

Das Projekt "Ackerbauern und mobile Tierhaltung in Zentral- und Nord-Benin: Nutzungskonflikte und Landesentwicklung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Berlin, Institut für Geographische Wissenschaften durchgeführt. Die Konflikte zwischen seßhaften Ackerbauern und mobilen Tierhaltern (Nomaden) im ressourcenarmen Sahel erfuhren wohl erstmals im Zuge der extremen Trockenheit Anfang der siebziger Jahre überregionale Beachtung. Sie wurden meist als Folge wie auch als Ursache der Dürrekatastrophe bewertet. Doch diese Konflikte im Sahel sind in ihrer strukturellen Anlage weit älter und komplexer verursacht. Erstens haben sie ihre Wurzeln in vorkolonialen und (vor allem erzwungenen)kolonialzeitlichen Wander-/ Umsiedlungsbewegungen sowie auch in vielfältigen politischen und administrativen (z.B. bodenrechtlichen) Eingriffen der jeweiligen Kolonialverwaltungen und der nationalen Regierungen der Region. Zweitens resultieren sie in jüngerer Vergangenheit aus der Landokkupation der lokalen und städtischen Eliten. Drittens trugen nicht unmaßgeblich selbst wohlmeinende Maßnahmen der internatonalen Entwicklungshilfe zur Auslösung und Verstärkung dieser Konflikte um die knappen existenzsichernden Ressourcen bei. Und viertens seien die (konkurrierenden) Existenz-/Überlebenszwänge herausgestellt, denen die verschiedenen Gruppen auf unterster regionaler und sozialer Ebene innerhalb des Sahel seit der Dürrekatastrophe Anfang der siebziger Jahre - und trotz zwischenzeitlicher Feuchtjahre - scheinbar unabwendbar und verstärkt ausgesetzt sind. Diese Konflikte wirken bis in die Gegenwart fort und stellen ein entscheidendes Hemmnis für eine nachhaltige Landesentwicklung dar. Mit dieser für alle Sahel-Staaten geltenden Konfliktsituation beschäftigt sich das vorliegende Vorhaben am Beispiel Zentral- und Nord-Benins.

Landschaftsoekologische Untersuchungen zum Geokomplex Sahel

Das Projekt "Landschaftsoekologische Untersuchungen zum Geokomplex Sahel" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Tübingen, Geographisches Institut durchgeführt. Untersuchungen zur Oekosystembelastung durch Bodenerosion als Folge kulturtechnischer Massnahmen und der Neuerschliessung von Kulturland fuer den Reisanbau in Mali.

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