DWD’s fully automatic MOSMIX product optimizes and interprets the forecast calculations of the NWP models ICON (DWD) and IFS (ECMWF), combines these and calculates statistically optimized weather forecasts in terms of point forecasts (PFCs). Thus, statistically corrected, updated forecasts for the next ten days are calculated for about 5400 locations around the world. Most forecasting locations are spread over Germany and Europe. MOSMIX forecasts (PFCs) include nearly all common meteorological parameters measured by weather stations.
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Zielsetzung:
Die denkmalgeschützte Hauptkirche St. Katharinen wurde im Jahr 1274 erstmalig urkundlich erwähnt und zählt zu den ältesten und bedeutendsten Bauwerken der Stadt Hamburg. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind Themen, die St. Katharinen seit vielen Jahren bewegen, so wurde die Kirche 2023 bereits mit dem Gütesiegel Ökoprofit ausgezeichnet. Im Zuge der „Gemeinsamen Klimastrategie für den Ev.-Luth Kirchenkreis Hamburg-Ost“ aus dem Jahr 2023 befasst sich die Kirchengemeinde mit der Frage, wie St. Katharinen bis 2035 klimaneutral werden kann. Eine besondere Herausforderung liegt hierbei in dem Spannungsfeld, dass St. Katharinen ein Denkmal ist, das besondere konservatorische Rahmenbedingungen erfordert und zugleich ein lebendiger Ort der Kirchengemeinde, in dem Gottesdienste, Amtshandlungen und Gemeindefeste stattfinden. Mit ihren großen, öffentlich zugänglichen Innenräumen und Veranstaltungen von klassischen Konzerten bis zu Lasershows ist sie zugleich ein wertvoller Ort für die Zivilgesellschaft und seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Quartierslebens und der Quartiersentwicklung zwischen Hamburger Altstadt und neuer HafenCity.
Ziel des Projekts „St. Katharinen - klimaneutral 2035“ ist es, eine modellhafte Klimaschutzstrategie für denkmalgeschützte Großkirchen vorzulegen und mittels eines Klima-Labors, das Studierende des Instituts für Bauklimatik und Energie der Architektur (IBEA) an der Technischen Universität Braunschweig umsetzen, innovative Maßnahmen für eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen in St. Katharinen zu entwickeln, in einem Reallabor auszutesten und zu evaluieren. Neben einer konkreten Umweltentlastung liegt der Fokus hierbei auf einem Low-Tech-Prinzip und der Übertragbarkeit der Maßnahmen auf andere, denkmalgeschützte Großkirchen. Alle Ergebnisse des Projekts fließen in eine Praxishilfe „Klimaschutz und Nachhaltigkeit in denkmalgeschützten Kirchen“ ein. Angesichts der 16.820 unter Denkmalschutz stehenden Kirchen der ev.-luth. Kirche Deutschlands sowie der 22.800 denkmalgeschützten Kirchen der katholischen Kirche Deutschlands ist ein derartiger Leitfaden ein großes Desiderat. Er soll praxisnah und niedrigschwellig sein, so dass er die Kirchengemeinden dazu ermutigt, für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ins Handeln zu kommen. Die Praxishilfe wird digital und im Print publiziert sowie über viele Kanäle verbreitet, so dass sie eine große Wirkung entfalten und in zahlreichen Kirchengemeinden zu erheblichen Umweltentlastungen führen kann.
Gebäudecharakteristik und Konzeption der Anlagentechnik: Photovoltaik (PV)-Anlage: Kirche in Betonbauweise, Flachdach, Baujahr 1970, 580 m2 Bruttogeschossfläche zzgl. Sakristei und Kapelle im Anbau, Verwendung als Katholische Kirche. Solarthermie (ST)-Anlage: Wohnhaus mit Pfarrbüros in Betonbauweise, Flachdach, Baujahr 1970, 400 qm BGF, Verwendung als Pfarrhaus. Generator (PV-Module): Die Module werden aufgeständert auf dem Flachdach der Kirche montiert. Die Ständerkonstruktion trägt 2 Modulreihen, wird aus Edelstahl gefertigt und zur Optimierung der Sonneneinstrahlung an der Flachdachbrüstung der Nordseite montiert. Die Neigung beträgt 30 Grad. Die Ausrichtung ist Südost - 10 Grad. Es wurden 2 Strangwechselrichter vom Typ SMA verwendet. Strang 1: Typ SMA 2500 mit 2500 W, 18 Module und Strang 2 mit Typ SMA 2000 mit 2000 W, 16 Modulen. Modul-Typ Isofoton I-159/12MC zu je 159 W und 1,294 m2. Die Generatornennleistung beträgt 5,4 kW. Solarthermische Anlage: Die Montage erfolgt aufgeständert mit ca. 40 Grad Neigung in Südausrichtung auf dem Flachdach des Pfarrhauses. Die Nettofläche beträgt 7.6 m2, vorhandener 400 l Speicher, externer Plattenwärmetauscher. Die Verrohrung erfolgt in 18 mm Kupferrohr, Kollektor: LB Kollektorbausatz der Firma Wagner, Regelung ebenfalls Fa. Wagner. Geplante Maßnahmen zur Verbreitung: Erstellung und Veröffentlichung einer Studie, Info dazu an die örtlichen Presse (Süddeutsche Zeitung). Mitteilungen an die Bürger der politischen Gemeinde auf Bürgerversammlungen durch den Bürgermeister. Darstellung anlässlich des großen Zukunftsfestes in Unterhaching im Oktober 99. Begleitung des Projektes in der örtlichen und kirchlichen Presse. Infoständer an mehreren Sonntagen zur Darstellung des Projektes und zur Gewinnung von Spenden. Gemeinsame Aktionen/Veröffentlichungen mit den ISAR-Amperwerken (Netz-Einspeisung). Erstellung von Prospekten (Beschreibung des Projektes, Darstellung der Realisierung und der Förderung, der Eigenbeteiligung, technische Daten etc.) PR-Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der Clearingstelle Kirche und Umwelt und dem Umweltbeauftragten der Diözese. Schautafeln vor der Kirche mit Anzeige der gewonnen Solarenergie. Vorträge und Führungen. Ausstellungen im Foyer des Rathauses. Fazit: Das Projekt kann als gelungen bezeichnet werden, es wurde von sehr vielen Gemeindemitgliedern, Bürgern und der Presse entsprechend gewürdigt. Aus unserer Sicht ist die Bundesförderung Ihren Zielvorstellungen durch Ihre Unterstützung der Solarmaßnahmen ein Stück näher gekommen.
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie erwähnt vielfach Kirchen als wichtige Akteure, das Programm Soziale Stadt ist undenkbar ohne Kirchen. Die Kooperations- und Zusammenwirkungspotenziale zwischen Kirchen und Zivilgesellschaft sind nicht umfänglich erschlossen, weder national noch international. Kirchen strahlen vielerorts durch eigene EMAS-Prozesse in die Gesellschaft aus. Da Kirche nicht nur der Sakralbau an sich ist, sondern sowohl viele anders bebaute Liegenschaften (auch Schulen, Kitas, Freizeit- und Wohlfahrtseinrichtungen) als auch Kirchenwald und Friedhöfe umfasst, sind Konzepte und Projekte in großer Vielfalt für alle Motivationen denkbar. Je mehr Optionen, je mehr Motivallianzen, je reichhaltiger die Ansprachewege, um möglichst inklusiv zu kooperieren. Keine Organisation hat weltweit ein so flächendeckendes Multiplikatorennetzwerk wie die Kirchen, dabei wird Kirche in vielen Ländern deutlicher als in Deutschland als Teil der Zivilgesellschaft verstanden. Ausgehend von deutschen übertragbaren Praxisprojekten sollen bestehende kirchliche Netzwerke auf europäischer Ebene genutzt werden, um mit Methoden der vergleichenden Analyse fördernde und hemmende Faktoren der Übertragbarkeit von Projekten herauszuarbeiten. Dabei können bereits abgeschlossene oder derzeit laufende Vorhaben dieser Art ('Twinning-Projekte') analysiert werden. Es sollen aber auch neue 'Twinnings' gestartet werden, die das Projekt dann mit Methoden der partizipativen Begleitforschung analysiert, teilweise auch berät. Forschungsfragen sind also: Warum ist die Übertragung bestimmter Formen des Umwelt- und Energiemanagements gelungen, warum ist die Übertragung anderer Ansätze wenig(er) erfolgreich gewesen oder gar gescheitert? Was sind Bedingungen erfolgreicher Kooperation zwischen Kirchen und Zivilgesellschaft? Aus diesen Analysen werden Politikempfehlungen abgeleitet und operative Empfehlungen, die sich an religiöse und zivilgesellschaftliche Akteure richten.
Das Abrahamische Forum in Deutschland e.V. hat auf Anregung des BfN 2015 in Bonn ein Dialogforum zum Thema 'Religionen und Naturschutz - Gemeinsam für biologische Vielfalt' durchgeführt, dessen Ergebnisse durch dieses Projekt umgesetzt werden sollen: - Anfang September jeden Jahres sollen kommunale Religiöse Wochen durchgeführt werden, die Themen des Naturschutzes und der biologischen Vielfalt behandeln; - Freiflächen um religiöse Gebäude sollen stärker als bisher zu Orten der biologischen Vielfalt werden; - Religiöse Teams für Naturschutz und biologische Vielfalt sollen gebildet werden, die gemeinsam in Gemeinden, Schulen und andere Bildungseinrichtung gehen; - ein Netzwerk der Religionen für den Naturschutz soll aufgebaut werden. Mit dem Arbeitsbeginn im November 2016 soll eine Ausschreibung für das neu einzurichtende Referat erfolgen. Gleichzeitig ist der Arbeitskreis 'Religionen für biologische Vielfalt' zusammenzusetzen, ein Termin und Tagungsort zu vereinbaren und zur ersten Sitzung in Köln einzuladen. Mit dem Aufbau Religiöser Teams ist zu beginnen und Schulen sowie Gemeinden zu finden, wo erste Veranstaltungen stattfinden können. - Jahr 2017/ 2018/ 2019: je zwei AK-Sitzungen, je 10 Veranstaltungen Religiöser Teams, je zwei Spezial-Workshops, jeweils Religiöse Wochen und Religionstage in 2017 und 2019. Im Jahr 2019 sind die gemachten Erfahrungen in einem Buch zu evaluieren. Es ist auch zu überprüfen, welche vereinbarten Projektteile weitergeführt und welche neuen Ideen umgesetzt werden sollen. Für beide Aufgaben sollen Gespräche mit möglichen Förderern geführt werden. Neben diesen zentralen Aufgaben sind Presseerklärungen zu erstellen, Pressegespräche durchzuführen, Interviews zu geben, Vorträge vor allem in religiösen Gemeinden zu halten und Aktive zu beraten.
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