In Boliviens westlichem Hochland liegen auf ca. 3.600 m Höhe die größten identifizierten Lithiumreserven der Welt. Laut neuester Schätzungen des United States Geological Survey (USGS) verbergen sich hier unter der mit über 10.000 km2 größten Salztonebene der Welt, dem Salar de Uyuni, ca. 6-9 Millionen Tonnen Lithium (Roskill 2008 nach Angerer, Marscheider-Weidemann, Wendl et al. 2009, Jaskula 2010a). Bis jetzt sind diese Reserven nicht erschlossen. Doch die bolivianische Regierung hat am Rande der Salar de Uyuni eine kleine 6-Millionen-US-Dollar-Pilotanlage errichtet und hat große Ambitionen. Veröffentlicht in Texte | 25/2011.
Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 128/05 Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 128/05 Magdeburg, den 14. September 2005 ¿Fenster zum Inneren der Erde¿ Interessante geologische Exkursionen zum¿Tag des Geotops¿ am 18. September Unter dem Motto ¿Ihr Fenster zum Inneren der Erde¿ findet am 18. September in ganz Deutschland der Tag des Geotops statt (www.tag-des-geotops.de). Das geschieht bereits zum vierten Mal - jeweils am dritten Septembersonntag. In diesem Jahr steht in Sachsen-Anhalt der Geopark Harz ¿ Braunschweiger Land ¿ Ostfalen im Mittelpunkt. Geotope sind erdgeschichtliche Gebilde der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln. Geotope sind außerordentlich vielgestaltig. Geotope sind z. B. besonders markante Felsformationen, Aufschlüsse von Gesteinen und Böden, wichtige Fundstellen von Mineralen und Fossilien sowie natürliche Landschaftselemente (Höhlen, Dolinen). Als Dokumente der Erd- und Lebensgeschichte sind sie von besonderem Wert. Das Konzept haben die Fachsektion GEOTOP in der Deutschen Geologischen Gesellschaft (DGG), die Akademie der Geowissenschaften zu Hannover (AGH) und die Paläontologische Gesellschaft (PG) erarbeitet. Vorbereitet und durchgeführt wird der Tag des Geotops unter fachlicher Anleitung der Geologischen Landesämter. In Sachsen-Anhalt ist es das Landesamt für Geologie und Bergwesen in Halle (Internet: www.mw.sachsen-anhalt.de/gla). Ziel dieses Tages ist es, bundesweit mit allgemein verständlichen Informationen die Geologie unserer Heimat vorzustellen. Vermittelt werden Informationen über die Wechselwirkungen im System Erde, damit die Eingriffe des Menschen auf die natürlichen Gleichgewichte und Kreisläufe im Zusammenhang von Nutzung und Schutz der natürlichen Ressourcen durch den Menschen verständlich werden. Angesprochen wird die interessierte Öffentlichkeit, vor allem Bevölkerungsschichten, die bisher nur wenig Berührungspunkte zu den Geowissenschaften hatten. Veranstaltungen zum Tag des Geotops in Sachsen-Anhalt Hauptveranstaltung am 18. September ist die Eröffnung des geologischen Informationspunktes an der Talsperre Wendefurth "Der Lauf des Wassers durch die Gesteine des Harzes" Treffpunkt: Informationszentrum der Talsperre Wendefurth Beginn: 11:30 Uhr Nach einer Einführung zum Rappbode¿Talsperrensystem im Informationszentrum findet eine Führung durch die Staumauer und den geologischen Informationspunkt statt. Die Veranstaltung dauert etwa 2 Stunden. Weiterhin werden verschiedene geologische Exkursionen im Harz und in die Umgebung von Halle/Saale durchgeführt: Exkursion 1: "Wie ein Gebirge begraben wird - über alte Flüsse, Tümpel und Salzwüsten im Mansfelder Land" Montanhistorisch-geologische Wanderung von Vatterode zum Schloss Mansfeld - Treffpunkt: Parkplatz am Vatteröder Teich - Beginn: 9:00 Uhr - Dauer: ca. 6 Stunden - Unkostenbeitrag: 0,40 ¿ für Fahrkarte "Wipperliese" - Exkursion 2: Geologische Fahrrad-Exkursion "Geologischer Steifzug von Halle nach Wettin" Geführte Rad-Wanderung von Halle nach Wettin und wieder nach Halle - Treffpunkt: Brachwitzer Straße in Halle-Trotha, Höhe Parkplatz Kaufland, - Beginn: 9.00 Uhr, - Dauer: 7 - 8 Stunden, - Streckenlänge: ca. 40 km, - Route: Halle - Franzigmark - Friedrichsschwerz - Döblitz - Wettin - Brachwitz - Halle, Exkursion 3: "Das Geologische Fenster in der Mineralienschlucht - ein mit wichtigen Gesteinsarten belegter Schnitt durch das Harzvorland und den Harz" Die ¿Mineralienschlucht¿, die - von gesteinsgefüllten Drahtkörben begrenzt - inmitten des Geländes der Landesgartenschau Wernigerode 2006 eine zum Park umgestaltete ehemalige Deponie durchschneidet, zeigt eine Reihe von ausgewählten Gesteinen und Mineralen des Harzes. Wenn auch die endgültige Gestaltung mit erläuternden Tafeln noch aussteht, kann sich der Interessierte doch schon einmal vorab mit den bereits vollständig eingebauten Sachzeugen der Erdgeschichte vertraut machen. Die Landesgartenschau öffnet erst Ostern 2006 ihre Pforten. Führung durch die Mineralienschlucht -Treffpunkt: Eishalle Wernigerode -Beginn: 10:00 Uhr Exkursion 4: "Die verschwundene Altenburg und ein Erdbeben in der Trias" - eine geologische Exkursion in die Steinbrüche von Großwangen an den Übergang vom Unteren zum Mittleren Buntsandstein Der ehemalige Steinbruch von Wangen bei Nebra im Burgenlandkreis gehört zu den sechs Aufschlüssen des Geologischen Lehrpfades "Saale-Unstrut - Triasland - Unsere Umwelt vor 250 Millionen Jahren". - Führung durch den Steinbruch mit Erläuterung der geologischen Besonderheiten. - Dauer: ca. 3 Stunden. - Beginn: 9:30 Uhr. - Treffpunkt: Parkplatz am Friedhof Großwangen. - Unkostenbeitrag: 3 ¿ Exkursion 5: Bitte beachten: Diese Veranstaltung findet bereits am 17.9.2005 statt ! Geologische Wanderung am Harzrand zwischen Blankenburg und Michaelstein Eine 3-stündige Wanderung am Nordharzrand auf einem 4,5 km langen Geologischen Lehrpfad mit 10 Stationen. Beginn: 9.00 Uhr Treffpunkt: Parkplatz Kloster Michaelstein Die Ansprechpartner, ausführliche bebilderte Programmbeschreibungen und Treffpunkte für die einzelnen Veranstaltungen sind im Internet (https://www.mw.sachsen-anhalt.de/gla) veröffentlicht. Impressum: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Pressestelle Hasselbachstr. 4 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567 - 43 16 Fax: (0391) 567 - 44 43 Mail: pressestelle@mw.lsa-net.de Impressum:Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierungdes Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hasselbachstr. 4 39104 Magdeburg Tel.: +49 391 567-4316 Fax: +49 391 567-4443E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.deWeb: www.mw.sachsen-anhalt.deTwitter: www.twitter.com/mwsachsenanhaltInstagram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt
Das Projekt "Biotic and abiotic factors that dive the function of microbial communities at biogeochemical interfaces in different soils (BAMISO)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Abteilung für Umweltgenomik durchgeführt. Biogeochemical interfaces shape microbial community function in soil. On the other hand microbial communities influence the properties of biogeochemical interfaces. Despite the importance of this interplay, basic understanding of the role of biogeochemical interfaces for microbial performance is still missing. We postulate that biogeochemical interfaces in soil are important for the formation of functional consortia of microorganisms, which are able to shape their own microenvironment and therefore influence the properties of interfaces in soil. Furthermore biogeochemical interfaces act as genetic memory of soils, as they can store DNA from dead microbes and protect it from degradation. We propose that for the formation of functional biogeochemical interfaces microbial dispersal (e.g. along fungal networks) in response to quality and quantity of bioavailable carbon and/or water availability plays a major role, as the development of functional guilds of microbes requires energy and depends on the redox state of the habitat.To address these questions, hexadecane degradation will be studied in differently developed artificial and natural soils. To answer the question on the role of carbon quantity and quality, experiments will be performed with and without litter material at different water contents of the soil. Experiments will be performed with intact soil columns as well as soil samples where the developed interface structure has been artificially destroyed. Molecular analysis of hexadecane degrading microbial communties will be done in vitro as well as in situ. The corresponding toolbox has been successfully developed in the first phase of the priority program including methods for genome, transcriptome and proteome analysis.
Das Projekt "Flowering time, development and yield in oilseed rape (Brassica napus): Sequence diversity in regulatory genes" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung I, Professur für Pflanzenzüchtung durchgeführt. Flowering time (FTi) genes play a key role as regulators of complex gene expression networks, and the influence of these networks on other complex systems means that FTi gene expression triggers a cascade of regulatory effects with a broad global effect on plant development. Hence, allelic and expression differences in FTi genes can play a central role in phenotypic variation throughput the plant lifecycle. A prime example for this is found in Brassica napus, a phenotypically and genetically diverse species with enormous variation in vernalisation requirement and flowering traits. The species includes oilseed rape (canola), one of the most important oilseed crops worldwide. Previously we have identified QTL clusters related to plant development, seed yield and heterosis in winter oilseed rape that seem to be conserved in diverse genetic backgrounds. We suspect that these QTL are controlled by global regulatory genes that influence numerous traits at different developmental stages. Interestingly, many of the QTL clusters for yield and biomass heterosis appear to correspond to the positions of meta-QTL for FTi in spring-type and/or winter-type B. napus. Based on the hypothesis that diversity in FTi genes has a key influence on plant development and yield, the aim of this study is a detailed analysis of DNA sequence variation in regulatory FTi genes in B. napus, combined with an investigation of associations between FTi gene haplotypes, developmental traits, yield components and seed yield.
Das Projekt "Development of an integrated forest carbon monitoring system with field sampling and remote sensing for tropical forests in Indonesia" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Göttingen, Burckhardt-Institut, Abteilung Waldinventur und Fernerkundung durchgeführt. Forests play a relevant role in mitigation of climate change. A major issue, however, is the scientifically well founded, transparent and verifyable monitoring of achievements in forest carbon sequestration through reduction of deforestation and forest degradation, and through fostering sustainable forest management. Monitoring is particularly difficult in diverse and inaccessible humid tropical forest areas. The proposed research will contribute to the improvement of forest carbon monitoring under the challenging conditions of humid tropical forests. Sample based field observations and model based biomass predictions will be linked to area-wide satellite remote sensing imagery (RapidEye) and to strip samples of LiDAR imagery. Techniques of linking these data sources will be further developed and analysed with respect to (1) precision of carbon estimation and (2) accuracy of carbon regionalization. The proposed project implies research on methodological improvements of both sample based forest inventories (resampling techniques for biomass, imputation of non-response) and remote sensing application to forest monitoring (regionalization, sample based application of LiDAR data). At the core of this research is the analysis of the error variance components that each data source brings into the system. Such error analysis will allow identifying optimal resource allocation for the efficient improvement of forest carbon monitoring systems.
Das Projekt "Late-Glacial and Holocene vegetational stability of southern South America" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Göttingen, Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften, Abteilung für Palynologie und Klimadynamik durchgeführt. This project focuses on the long-term stability (or otherwise) of vegetation, based on a series of multi-proxy records in southern South America. We will build a network of sites suitable for high-resolution reconstructions of changes in vegetation since the Last Glacial Maximum, and use these to test a null hypothesis that changes in vegetation over the past 14,000 years are driven by internal dynamics rather than external forcing factors. The extent to which the null hypothesis can be falsified will reveal the degree to which we can expect to be able to predict how vegetation is affected by external events, including future climate change. The southern fringes of the South American landmass provide a rare opportunity to examine the development of moorland vegetation with sparse tree cover in a wet, cool temperate climate of the Southern Hemisphere. We present a record of changes in vegetation over the past 17,000 years, from a lake in extreme southern Chile (Isla Santa Inés, Magallanes region, 53°38.97S; 72°25.24W; Fontana, Bennett 2012: The Holocene), where human influence on vegetation is negligible. The western archipelago of Tierra del Fuego remained treeless for most of the Lateglacial period. Nothofagus may have survived the last glacial maximum at the eastern edge of the Magellan glaciers from where it spread southwestwards and established in the region at around 10,500 cal. yr BP. Nothofagus antarctica was likely the earlier colonizing tree in the western islands, followed shortly after by Nothofagus betuloides. At 9000 cal. yr BP moorland communities expanded at the expense of Nothofagus woodland. Simultaneously, Nothofagus species shifted to dominance of the evergreen Nothofagus betuloides and the Magellanic rain forest established in the region. Rapid and drastic vegetation changes occurred at 5200 cal. yr BP, after the Mt Burney MB2 eruption, including the expansion and establishment of Pilgerodendron uviferum and the development of mixed Nothofagus-Pilgerodendron-Drimys woodland. Scattered populations of Nothofagus, as they occur today in westernmost Tierra del Fuego may be a good analogue for Nothofagus populations during the Lateglacial in eastern sites. Climate, dispersal barriers and/or fire disturbance may have played a role controlling the postglacial spread of Nothofagus. Climate change during the Lateglacial and early Holocene was a prerequisite for the expansion of Nothofagus populations and may have controlled it at many sites in Tierra del Fuego. The delayed arrival at the site, with respect to the Holocene warming, may be due to dispersal barriers and/or fire disturbance at eastern sites, reducing the size of the source populations. The retreat of Nothofagus woodland after 9000 cal. yr BP may be due to competitive interactions with bog communities. Volcanic disturbance had a positive influence on the expansion of Pilgerodendron uviferum and facilitated the development of mixed Nothofagus-Pilgerodendron-Drimys woodland.
Das Projekt "Vorhaben: Hänge, Schwemmfächer und Flussterrassen als Geoarchive; Rekonstruktion der Paläoumwelt- und Paläoklimasignale (SP2; SP4)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum durchgeführt. 1. Vorhabenziel: Die Untersuchung von mikrobiellen Gemeinschaften in Salzpfannen im südwestlichen Afrika über die Zeit birgt das Potential, wertvolle Informationen über die mit den Mikroorganismen assoziierten Klima- und Umweltbedingungen der Vergangenheit zu erhalten. In der GeoArchives II Phase wollen wir neue mikrobiologische Ansätze und Methoden anwenden, um die Änderungen der mikrobiellen Gemeinschaften mit der Zeit zu dokumentieren (Kultivierungsexperimente von Schlüsselorganismen, externe DNA als Schlüssel zur Vergangenheit), die gewonnenen Daten mit biogeochemischen Methoden (mikrobielle Biomarker) zu validieren und Klimainformationen aus den Daten abzuleiten. Außerdem wollen wir die Wechselwirkung von Mikroorganismen mit Gesteinsoberflächen im Zuge von bodenbildenden Verwitterungsprozessen in der Region untersuchen. Weiterhin sollen mit Hilfe geochronologischer Datierungsansätze relevante Landschaftsformen (Salzpfannen, Hänge, Schwemmfächer und Terrassen) in ihrer Genese datiert werden, um aktuelle Fragen nach den Auswirkungen des Klima- und Nutzungswandels auf die heutigen Landschaftsökosysteme zu beantworten. 2. Arbeitsplanung: Im Projekt sollen zwei Probenahmen durchgeführt werden. Die Salzpfannen werden Ende 2016 Gegenstand der ersten Kampagne sein. Die Salzpfannenproben sollen für die Kultivierungsexperimente und die Studien zur extrazellularen DNA verwendet werden. In der zweiten Kampagne soll im Frühjahr 2017 im Tsauchab-Tal Material für die Untersuchung der Verwitterungsprozesse gewonnen werden. Des Weiteren sollen Altersdatierung von Hangsedimenten, Schwemmfächern, Flussterrassen und Talbodenverschüttungen vorgenommen werden, um die Stabilität und das Potenzial dieser Flächen für die Landnutzung unter dem Einfluss des Klimawandels zu bewerten.
Das Projekt "Vorhaben: Molekulare Paläoklimatologie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Chemie und Biologie des Meeres durchgeführt. In diesem Projekt wird die Zusammensetzung organischen Materials in den Sedimenten von Salzpfannen der westlichen Kalahari und in Böden entlang zweier Flüsse als Indikator der Umwelt- und Klimageschichte genutzt. Die Analysen liefern insbesondere Information über die Biozönosen der untersuchten Ökosysteme und den Wasserkreislauf in der Region. Durch zeitlich hochauflösende Analyse der obersten Sedimentschichten ausgewählter Salzpfannen soll insbesondere die jüngere Umwelt- und Klimageschichte rekonstruiert werden. Transekte in den Salzpfannen werden charakterisiert, um ein besseres Verständnis für die interne Heterogenität dieser Sedimentationssysteme zu entwickeln. Darüber hinaus werden die Untersuchungsmethoden auf das organische Material in Böden an den Flüssen Molopo und Tsauchab angewandt. Die erwarteten Ergebnisse sind von gesellschaftlicher Bedeutung, da sie insbesondere zu einem verbesserten Verständnis möglicher Reaktionen der Vegetation in den semiariden Regionen des südlichen Afrika auf den Klimawandel beitragen. Die Landwirtschaft in diesen Regionen ist durch extensive Tierhaltung gekennzeichnet, die auf der gegenwärtig dominierenden Vegetation beruht. Unser Forschungsvorhaben zielt darauf ab, verbesserte Prognosen für die Zukunft der Landnutzung zu ermöglichen, indem es aufzeigt, wann und in welchem Ausmaß die Vegetation auf Klimaänderungen reagiert.
Das Projekt "Vorhaben: Rekonstruktion holozäner Umwelt- und Klimaschwankungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Senckenberg am Meer, Abteilung Meeresforschung durchgeführt. Die sedimentären Prozesse in der semi-ariden Kalahari und ihrer angrenzenden Gebiete sind stark an das regionale Klima gekoppelt. Salzpfannen unterschiedlichster Genese (Inlandssalzpfannen, Salzpfannen der 'river end deposits', verlandete Küstenlagunen) dienen hierbei als Geoarchive. Die Ablagerungssequenzen beinhalten eine quasi-kontinuierliche Aufzeichnung des lokalen bis regionalen Umweltsignals, das nach dem von uns entwickelten Altersmodell bis in das höchste Pleistozän zurückreicht. Somit sind die Sedimente der Salzpfannen ein wichtiger Schlüssel zur Rekonstruktion ehemaliger Umweltschwankungen als Folge von Klimaänderungen. Sedimentologische und geochemische Analysen weisen auf übergeordnete Wechsel in den Umweltbedingungen hin. Die Identifizierung mittel- bis kurzfristiger Schwankungen bedarf jedoch einer höheren stratigraphischen Auflösung. Die Entschlüsselung der sedimentären Signale auf dieser zeitlichen Skala wird zu einer besseren Korrelation der unterschiedlichen Geoarchive und zu einem größeren Detailverständnis der Interaktionen auf systemischer Ebene sowie der Reaktion der Umwelt auf unterschiedliche Klimabedingungen beitragen. Dazu werden wir kurze Sedimentkerne, die das komplette Holozän abdecken, entnehmen, hochauflösend beproben und analysieren (XRD, XRF, Granulometie). Zusätzlich zu den terrestrischen und küstennahen Geoarchiven wir nun auch das 'dead end' des Tsauchab untersucht. Entlang der Namibischen Küste konnten wir Sedimente identifizieren, die auf ein fluviatiles Entwässerungssystem und/oder Süßwasseraustritte im Küstenbereich hindeuten. Hingegen spiegeln die 'dead ends' von Flussläufen der östlichen Namib die heutige Niederschlagssituation in ihren Einzugsgebieten wider, die sich im Übergangsbereich des Hinterlandplateaus bzw. der großen Randstufe zur Küstenebene befinden. Die Häufigkeit und Intensität von Niederschlägen kontrolliert ganz wesentlich das Abflussregime und somit die Wahrscheinlichkeit, bis zur Küste vorzustoßen.
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