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Flächenpotenziale für dezentrale Versickerungsmaßnahmen (Umweltatlas)

Die negativen Auswirkungen klimawandelbedingter Wetterextreme sind besonders in Städten zu spüren. Hohe Flächenversiegelungsgrade und Bebauungsdichten verschärfen das Überflutungsrisiko durch Starkregen und die Bildung sommerlicher Hitzeinseln. Das Projekt AMAREX, kurz für "Anpassung des Managements von Regenwasser an Extremereignisse", untersucht Möglichkeiten zur Anpassung des Regenwassermanagements an die zunehmenden Extrembelastungen Starkregen und Trockenheit als Schlüsselbeitrag zur Klimafolgenanpassung. In diesem Rahmen wurden von den Berliner Wasserbetrieben Flächenpotentialkarten entwickelt, die durch die Verschneidung und Analyse öffentlich zugänglicher Daten, grundstücksscharfe Umsetzungspotentiale im Berliner Raum für unterschiedliche dezentrale Versickerungsmaßnahmen aufzeigt. Die Machbarkeitsanalyse von insgesamt sechs untersuchten Versickerungsmaßnahmen basiert auf geohydrologischen Gegebenheiten, die sich in der Versickerungsfähigkeit, Wasserdurchlässigkeit und dem einzuhaltendem Grundwasserflurabstand widerspiegeln, sowie für alle Versickerungsmaßnahmen allgemein geltende Planungshilfen. Allgemein geltende Planungshilfen: Für eine grobe Ersteinschätzung der Machbarkeit dezentraler Versickerungsmaßnahmen werden verschiedene Karten mit Bedingungen und Richtwerten aus geltenden Regelwerken, Richtlinien und Hinweisblättern in den allgemein geltenden Planungshilfen aufgeführt. Betrachtet wurden Abstandsregelungen zu Gebäudeflächen und Bäumen, bestehender Denkmalschutz, Wasserschutzzonen, Schutzgebiete und die Hangneigung. Diese ist für unterirdische Maßnahmen, wie Rigolen, vernachlässigbar. Eine Besonderheit bildet die vereinfachte Abschätzung des Verschmutzungsgrades oberflächig ablaufendem Niederschlagswassers von Verkehrs- und Gebäudeflächen nach geltendem Regelwerk. Die Betrachtung von Altlasten und unterirdisch liegenden Infrastrukturen wie Leitungsnetzen konnten in der Anlayse nicht aufgenommen werden. Versickerungsfähigkeit: Für eine grobe Ersteinschätzung der Machbarkeit dezentraler Versickerungsmaßnahmen wird die Versickerungsfähigkeit nach geltendem Regelwerk und fachlichen Annahmen bewertet. Die Karte der Versickerungsfähigkeit ist ein Verschnitt aus der Analyse der Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds und des Grundwasserflurabstands jeweils für alle untersuchten Versickerungsmaßnahmen. Die Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds wird über die Mächtigkeit der wasserdurchlässigen Schicht ab Geländeoberkante angegeben. Für unterschiedliche Versickerungsmaßnahmen sind unterschiedliche Mindestanforderungen an die Mächtigkeit der wasserdurchlässigen Schicht festgelegt. Zusätzlich muss für die Umsetzung von dezentralen Versickerungsmaßnahmen ein 1 Meter Abstand von Maßnahmensohle bis Bemessungsgrundwasserstand eingehalten werden. Für die untersuchten Versickerungsmaßnahmen wurden Regeltiefen festgelegt, um die jeweiligen einzuhaltenden Flurabstände flächendeckend auszuwerten. Daten zum Bemessungsgrundwasserstand sind nur für das Panke- und Urstromtal und der Wasserschutzzone III vorhanden. Für die Hochflächen Berlins wurden andere Grundwasserflurabstandsdaten ausgewertet. Häufig auftretendes Schichtenwasser in den Hochflächen erschwert die Umsetzung von Versickerungsmaßnahmen kann jedoch nicht kartenbasiert dargestellt werden, aufgrund saisonaler und örtlicher Schwankungen. Wasserdurchlässigkeit: Für eine grobe Ersteinschätzung der Machbarkeit dezentraler Versickerungsmaßnahmen wird die Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds nach geltendem Regelwerk und fachlichen Annahmen bewertet. Die Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds wird über die Mächtigkeit der wasserdurchlässigen Schicht ab Geländeoberkante angegeben. Für unterschiedliche Versickerungsmaßnahmen sind unterschiedliche Mindestanforderungen an die Mächtigkeit der wasserdurchlässigen Schicht festgelegt. Grundwasserflurabstand: Für eine grobe Ersteinschätzung der Machbarkeit dezentraler Versickerungsmaßnahmen wird der Grundwasserflurabstand nach geltendem Regelwerk und fachlichen Annahmen bewertet. Für die Umsetzung von dezentralen Versickerungsmaßnahmen muss ein 1 Meter Abstand von Maßnahmensohle bis Bemessungsgrundwasserstand eingehalten werden. Für die untersuchten Versickerungsmaßnahmen wurden Regeltiefen festgelegt, um die jeweiligen einzuhaltenden Flurabstände flächendeckend auszuwerten. Daten zum Bemessungsgrundwasserstand sind nur für das Panke- und Urstromtal und der Wasserschutzzone III vorhanden. Für die Hochflächen Berlins wurden andere Grundwasserflurabstandsdaten ausgewertet. Häufig auftretendes Schichtenwasser in den Hochflächen erschwert die Umsetzung von Versickerungsmaßnahmen kann jedoch nicht kartenbasiert dargestellt werden, aufgrund saisonaler und örtlicher Schwankungen.

Nachhaltige Fassadengestaltung hilft beim Grundwasserschutz

<p> <p>Wie können Gebäude gebaut werden, ohne dabei unnötig Schadstoffe in die Umwelt zu bringen? Ein Merkblatt und zwei Planungshilfen des UBA zum nachhaltigen Bauen zeigen, wie Fassaden ohne biozidhaltige Schutzmittel gestaltet und Regenwasser umweltgerecht behandelt werden können. Sie bieten konkrete Hilfestellungen für die Planung, Ausschreibung und Umsetzung.</p> </p><p>Wie können Gebäude gebaut werden, ohne dabei unnötig Schadstoffe in die Umwelt zu bringen? Ein Merkblatt und zwei Planungshilfen des UBA zum nachhaltigen Bauen zeigen, wie Fassaden ohne biozidhaltige Schutzmittel gestaltet und Regenwasser umweltgerecht behandelt werden können. Sie bieten konkrete Hilfestellungen für die Planung, Ausschreibung und Umsetzung.</p><p> <p><strong>Workshop Architektenkammer Sachsen-Anhalt und Umweltbundesamt</strong></p> <p>Am 24. und 25. Juni 2025 diskutierten Fachleute bei der gemeinsam vom Umweltbundesamt und der Architektenkammer Sachsen-Anhalt durchgeführten Veranstaltung die Rolle moderner Fassaden im urbanen Wasserkreislauf. Im Mittelpunkt standen Materialschutzmitteleinträge aus Fassaden, Anforderungen an ein zukunftsfähiges urbanes Regenwassermanagement („Schwammstadt“) sowie Fragen der Planung und Ausschreibung.</p> <p>Aufbauend auf den Vorträgen und Workshops stehen nun drei ergänzende Dokumente zur Verfügung, die zentrale Ergebnisse praxisgerecht bündeln:</p> <p><strong>Nachhaltiges Bauen und Grundwasserschutz</strong></p> <p>Das Merkblatt „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/2026-01/Merkblatt_Nachhaltig%20Bauen_Grundwasser_0.pdf">Nachhaltiges Bauen: Schutz des Grundwassers vor Biozideinträgen</a>“ bietet einen übergeordneten Einstieg. Es ordnet die Thematik in den Kontext von Klimaanpassung, blau-grüner Infrastruktur und wasserrechtlichen Anforderungen ein und verdeutlicht die Bedeutung des Grundwassers als zentrale Trinkwasserressource.</p> <p>Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/2026-01/Planungshilfe%201_Massnahmen%20an%20der%20Quelle.pdf">Planungshilfe 1 „Gestaltung einer nachhaltigen Fassade“</a> fokussiert auf quellenorientierte Maßnahmen. Sie beschreibt, wie durch biozidfreie Materialien, konstruktiven Witterungsschutz, angepasste Instandhaltung und Fassadenbegrünung Chemikalienemissionen vermieden werden können. Die zentrale Botschaft lautet: Was nicht eingetragen wird, muss später nicht aufwendig entfernt werden.</p> <p>Die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/2026-01/Planungshilfe%202_Nachgeschaltete%20Massnahmen_0.pdf">Planungshilfe 2 „Grundwasserschutz beginnt an der Fassade“</a> stellt nachgeschaltete Maßnahmen dar, wenn Emissionen nicht vollständig vermeidbar sind. Dazu zählen Retentionskonzepte, naturnahe Bodenfilter, Anforderungen an die Umgebungsgestaltung sowie technische Behandlungsanlagen mit Adsorbermaterial. Grundlage sind unter anderem Erkenntnisse aus dem vom Umweltbundesamt geförderten Forschungsprojekt zu Biozideinträgen aus Fassaden „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11850/publikationen/133_2025_texte_0.pdf">Groundwater discharges of biocides from façades in urban regions</a>“.</p> <p>Gemeinsam erweitern Merkblatt und Planungshilfen den fachlichen Rahmen für eine integrierte Betrachtung von Fassadengestaltung und Regenwasserbewirtschaftung. Sie richten sich an Planende, Architekturschaffende, Entwässerungsfachleute, Kommunen und Genehmigungsbehörden – und unterstützen dabei, nachhaltige Baukonzepte systematisch umzusetzen.<br>&nbsp;</p> <p>&nbsp;</p> </p><p>Informationen für...</p>

Potenziale der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung

Die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung (dRWB) ist ein zentraler Baustein der Klimafolgenanpassung. Berlin verfolgt in diesem Zusammenhang das Ziel "Schwammstadt" zu werden. Im Auftrag der Berliner Regenwasseragentur wurde durch das Büro gruppe F eine Methodik zur Erfassung von Potenzialen der dRWB auf Grundlage von öffentlich verfügbaren Daten entwickelt. Ziel ist es, Handlungsräume zu identifizieren, in denen Regenwasser lokal bewirtschaftet werden kann, anstatt es in die Kanalisation abzuleiten und somit die Abkopplung im Bestand voranzutreiben. Die Methodik und die daraus entstandenen Potenzialkarten können die Entwicklung von gesamtstädtischen Strategien zur Förderung von dRWB unterstützen und zur groben Ersteinschätzung von Versickerungs-, Abkopplungs- und Dachbegrünungspotenzialen dienen. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://regenwasseragentur.berlin/abkopplungspotenzialkarten/ Versickerungspotenzial Das Potenzial zur Versickerung von Regenwasser ergibt sich aus den naturräumlichen Gegebenheiten und planungsrelevanten Rahmenbedingungen. Bewertet werden u. a. die Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes, der Bemessungsgrundwasserstand (je nach Datenverfügbarkeit), das Vorhandensein eines Wasserschutzgebietes oder geschützter Biotope, die Hangneigung, der Denkmalschutz, der Abstand zu Gebäuden und die Verkehrsmenge bei Straßen. Altlasten(-verdachtsflächen) und Leitungen im Untergrund konnten nicht berücksichtigt werden, da die Daten nicht frei zugänglich sind. Die Karte kann zur groben Ersteinschätzung dienen, ist jedoch kein Ersatz für Vor-Ort Untersuchungen bzw. Fachplanungen. Für eine praxistaugliche Anwendung wurden drei Szenarien mit unterschiedlich eingestellten Eignungskriterien entwickelt. Es wurden die Flächen-, Mulden- und Rigolenversickerung sowie das Mulden-Rigolen-Element betrachtet. Wenn diese Maßnahmen nicht möglich sind, kommt das Mulden-Rigolen-System mit gedrosselter Ableitung zum Einsatz. Abkopplungspotenzial Die Karte verdeutlicht, an welchen Orten in Berlin die stadt- und naturräumlichen Gegebenheiten potenziell geeignet sind, um Maßnahmen der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung umzusetzen und welcher Anteil einer an die Regen-/Mischwasserkanalisation angeschlossenen Fläche potenziell abgekoppelt werden kann. Hierbei wird das Abkopplungspotenzial der Versickerungsmaßnahme dargestellt, die den höchsten Effekt erzielt. Es wurden fünf Versickerungsmaßnahmen betrachtet. Aufgrund von nicht frei verfügbaren Datengrundlagen erfolgte die Berechnung auf Ebene der ISU5 Block-/Blockteilflächen und der Straßenabschnitte; Flurstücksgrenzen wurden nicht berücksichtigt. Die Karte kann zur groben Ersteinschätzung dienen, ist jedoch kein Ersatz für Vor-Ort Untersuchungen bzw. Fachplanungen. Es wurden z. B. keine Altlasten, Leitungen im Untergrund oder Flächennutzungen betrachtet. Für eine praxistaugliche Anwendung wurden drei Szenarien mit unterschiedlich eingestellten Eignungskriterien entwickelt. Sie basieren auf den gleichnamigen Versickerungspotenzialszenarien. Dachbegrünungspotenzial Besonders in dicht bebauten Stadtgebieten in denen Dachflächen einen beträchtlichen Anteil der Gesamtfläche einnehmen, können Gründächer einen wichtigen Baustein der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung darstellen. Die Ermittlung des Dachbegrünungspotenzials erfolgte im Wesentlichen über die Dachneigung. Die Einschätzung der Potenziale werden anhand einer Ampel-Systematik auf der Ebene von Dachteilflächen dargestellt. Flächen mit geringer Dachneigung und ohne Denkmalschutz wurden besser bewertet als denkmalgeschützte Flächen mit einer Dachneigung über 5°. Ausgeschlossen wurden Flächen mit vorhandener PV-/Solarthermie-Anlage und/oder Dachbegrünung sowie Kleinstflächen, da hier der Aufwand für die Umsetzung von Gründächern im Bestand als unrealistisch hoch eingeschätzt wird. Gründachpotenziale werden bei automatisierten Ermittlungsverfahren i.d.R. überschätzt. Wesentliche Aspekte, v.a. Informationen zur Gebäudestatik, sind nicht flächendeckend verfügbar und konnten auch bei der Gründachpotenzialkarte für Berlin nicht berücksichtigt werden. Die Karte kann zur groben Ersteinschätzung dienen, ist jedoch kein Ersatz für Vor-Ort Untersuchungen bzw. Fachplanungen.

städtische Begrünungsmaßnahmen

Welchen zusätzlichen Begrünungsmaßnahmen für Städte sind geplant? Wie weit ist der Umbau zu Schwammstädten?

ANK-LK: Naturnahe Kleine Wümme: Gewässerkorridor von der Schwammstadt in die Moor-Landschaft

Planungstool für Blau-Grüne Infrastruktur (BGI-Planer)

Hintergrund Die Auswirkungen des Klimawandels werden in Berlin immer spürbarer. Hitze, Starkregenereignisse und Dürre sind zentrale Herausforderungen für die Stadt und müssen in Planungen zunehmend berücksichtigt werden. Als Reaktion darauf hat sich das Konzept der Schwammstadt in vielen Städten etabliert: Es muss mehr Raum für Grün geschaffen und gleichzeitig der Rückhalt von Wasser gesichert werden. Ein entscheidender Ansatz ist der Aufbau und die Pflege von blau-grüner Infrastruktur . Dazu zählen unter anderem begrünte Dächer und Fassaden, Regenwasserspeicher, Versickerungsanlagen oder auch künstliche Gewässer. Diese Maßnahmen haben eine Vielzahl von positiven Effekten für die Stadt: Sie fungieren als Zwischenspeicher von Regenwasser und können z.B. bei hohen Temperaturen das Mikroklima verbessern. Die Verdunstung des Wassers kühlt die Luft und senkt die Temperaturen in den umliegenden Bereichen. Zusätzlich schützen Pflanzen durch ihre Verschattung Dächer und Wände vor Überhitzung, wodurch sich auch die Innenräume kühler halten. Bei Regenfällen ermöglichen sie das Versickern des Wassers in den Boden. Dadurch werden der Regenwasserabfluss reduziert und die Kanalisation sowie die Gewässer entlastet. Gleichzeitig wird das oberflächennahe Grundwasser aufgefüllt und das im Boden gespeicherte Wasser kann der städtischen Vegetation zugutekommen. Neben diesen praktischen Ökosystemdienstleistungen, die blau—grüne Infrastrukturen bieten, tragen sie auch erheblich zur Aufenthaltsqualität der Stadt bei. Grünflächen, Bäume und Wasserflächen erhöhen das Wohlbefinden und schaffen Orte der Erholung. Projekt SmartWater Der Blau-Grüne Infrastrukturplaner (BGI-Planer) wurde im Rahmen des Projekts SmartWater mit Unterstützung der Senatskanzlei Berlin im Kontext der Modellprojekte Smart Cities und der Strategie „Gemeinsam Digital: Berlin” entwickelt, gefördert durch die Senatskanzlei, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und die KfW. Das Projekt lief von 2022 bis 2026 und erhielt Fördermittel, um drei digitale Prototypen zu entwickeln, darunter der BGI-Planer. Der BGI-Planer ist eine kartenbasierte, prototypische Webanwendung, die Mitarbeitende der Berliner Planungsreferate auf Senats- und Bezirksebene dabei unterstützt, Maßnahmen für blau-grüne Infrastruktur frühzeitig in Planungsprozesse zu integrieren. Das Tool soll strategische Entscheidungen in frühen Planungsphasen erleichtern und in späteren Phasen bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen Orientierung bieten. Aufbau des Tools Projekt anlegen: Zu Beginn zeichnen die Nutzerinnen und Nutzer ihr Projektgebiet in einer Kartenanwendung ein und können bestehende Planungen oder Karten im Geodatenformat hochladen. Modul 1 dient der Identifizierung von Handlungsbedarfen . Verschiedene Karten zu den Themen Starkregen, Hitze, Gewässerbelastung, Versiegelung und Wasserhaushalt helfen einzuschätzen, welche Themen im Projektgebiet relevant sind und wo sie räumlich auftreten. Am Ende steht eine Übersicht der wichtigsten Handlungsbedarfe. Modul 2 beleuchtet Machbarkeiten und Potenziale . Nutzerinnen und Nutzer werten Potenzialkarten (z. B.; Versickerungspotenziale) und Karten zu planungsrelevanten Faktoren (z.B. Denkmalschutz) aus, um ein realistisches Bild davon zu erhalten, welche Maßnahmen möglich sind. Modul 3 ermöglicht eine erste Planung und Effektbewertung von Maßnahmen . Auf Grundlage der Ergebnisse aus den ersten beiden Modulen können die Nutzerinnen und Nutzer in diesem Schritt Maßnahmen der blau-grünen Infrastruktur im Projektgebiet platzieren. Dafür steht ein Katalog mit Maßnahmen zur Verfügung, die in Steckbriefen beschrieben sind. Gleichzeitig bewertet der BGI-Planer die Wirkung der Planung auf den Wasserhaushalt (über das Modell ABIMO) sowie auf die Gewässerbelastung. Zusätzlich werden vorberechnete Modellszenarien zu den Themen Hitze und Starkregen angezeigt, mit denen die Nutzerinnen und Nutzer die Effekte ihrer Planung abschätzen können. Die Effektbewertungen basieren auf Modellierungen aus dem Projekt „SmartWater”.

Planungstool für Blau-Grüne Infrastruktur (BGI-Planer)

Der Blau-Grüne Infrastrukturplaner ( BGI-Planer ) ist eine kartenbasierte Webanwendung, welche die Berliner Verwaltung dabei unterstützt, blau-grüne Infrastrukturmaßnahmen frühzeitig in Planungsprozesse zu integrieren. Der Prototyp entstand im Rahmen des Smart City Modellprojekts SmartWater (2022 – 2026) als Antwort auf wachsende urbane Klimaherausforderungen wie Hitze, Starkregen und Trockenheit. Das Tool bietet die Möglichkeit, Projektgebiete auf Handlungsbedarfe zu untersuchen, Machbarkeiten für Maßnahmen zu prüfen und erste Planungsszenarien zu erstellen und auf ihre Effekte bewerten zu lassen. Dafür bündelt es Karten aus dem Umweltatlas und den Planungshinweisen Stadtklima und bietet Nutzerinnen und Nutzer mithilfe von Anleitungen und Hinweisen eine Unterstützung in der Planung. Der BGI-Planer soll damit strategische Entscheidungen in frühen Planungsphasen erleichtern und die Umsetzung der Schwammstadt in Berlin gezielt fördern. Die Inhalte dieses Jahrgangs sind aktuell. Einleitung Datengrundlage Methode Blau-Grüner Infrastrukturplaner Häufig gestellte Fragen (FAQ) Literatur Download

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), Coaching für blaugrüne Stadtentwicklung in Kommunen

Der Klimawandel führt in deutschen Städten zu einem hohen Anpassungsdruck. Ein besonders vielversprechender Ansatz, um resilienter gegenüber Wetterextremen wie Hitze, Dürre und Starkregen zu sein, sind Naturbasierte Lösungen (NbS). Das neue Forschungsvorhaben Blue Green City Coaching (BGCC) - Implementierung blaugrüner Infrastrukturen zur Klimaanpassung kleinerer deutscher Großstädte: Aufbau eines wissenschaftsbasierten und anwendungsorientierten Coachings für Entscheidungsträger*innen in Stadt- und Regionalplanung, erarbeitet vor diesem Hintergrund bis Ende 2027 Analyse-Instrumente, die Potenziale und Grenzen von NbS für die Stärkung der urbanen Klimaresilienz offenlegen. Im Rahmen des Projektes durchlaufen ca. 10 deutsche mit 100.000 bis 300.000 Einwohnern ein individuelles Coaching. Das Coaching stellt Praxisnähe her, schafft institutionalisierte Partizipation der Entscheidungsträger*innen in der Stadt und testet zugleich verschiedene Bewertungsmethoden für NbS. Konkret soll das BGCC Entscheidungsträger*innen befähigen, wissenschaftlich koordiniert anwendbare Implementierungsstrategien für blaugrüne Infrastrukturen (BGI) zu erstellen. Dabei werden Potentiale und Grenzen identifiziert und diese möglichst im interkommunalen Austausch und mit Hilfe der sozialwissenschaftlichen, juristischen und siedlungswasserwirtschaftlichen Expertise des Projektteams überwunden. Methodisch werden vorhandene Bewertungssysteme für die Effekte und Potentiale wasserbezogener NbS in einer Coaching-Toolbox gebündelt, um Stadtakteuren Argumente und praxisnahe Hilfestellungen für NbS-Potentiale an die Hand zu geben. Bei diesen in der Coaching-Toolbox enthaltenen Potentialen geht es neben finanziellen Anreizen beispielsweise um Monitoring von Biodiversität und Stadtklima mit vielfältigen Effekten auf die Stadtgesundheit – dazu zählen unter anderem die Verringerung der Anzahl von Hitzetoten, eine erhöhte Lebenserwartung und verringerte Gesundheitskosten. Abschließend analysieren sozialwissenschaftliche Expert*innen des Projektteams systematisch die Umsetzungspotenziale und -hemmnisse und bündeln die Ergebnisse. Als Kernprodukt von BGCC entsteht das “BG-Coaching-Handbook”, welches die Toolbox-Inhalte als Handlungsanleitung für die Infrastrukturplanung auch für andere Kommunen replizierbar macht.

Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene: ansteigende Starkregen- und Hitzerisiken am Beispiel des bayerischen Oberlandes, Teilprojekt 3: Finanzierbarkeit von öffentlichen Anpassungsinvestitionen

Regionale Blau-Grüne Infrastruktur in Stadtregionen - Entwicklung und Umsetzung Blau-Grüner Infrastruktur im Großraum Braunschweig Im Antrag der Projektleitung integriertes, Teilprojekt: Starkregen- und Überflutungsvorsorge für den südlichen Teil Nordsteimkes in Wolfsburg

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