Das Benguela-Auftriebsgebiet, eine der produktivsten Küstenregionen der Erde, war in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts intensiver Befischung ausgesetzt, was zu einem Bestandseinbruch bei kleinen pelagischen Schwarmfischen wie Sardine und Sardelle führte. Während sich die Bestände dieser Fischarten im südlichen Benguela Auftriebsgebiet langsam erholt haben, ist der nördliche Bereich nicht wieder zum ursprünglichen Ökosystem zurückgekehrt, sondern wird nun von anderen Fischarten (Seehecht, Holzmakrele) dominiert und unterscheidet sich deutlich vom Süden. Bei ähnlichen Auftriebsvolumen und Primärproduktionsraten sind die fischereilich wertvollen Fischbestände im Süden deutlich größer als im Norden. Die in TRAFFIC (Trophische Transfereffizienz im Benguela-Strom) geplanten Untersuchungen sollen darüber Aufschluss geben, in wieweit und an welcher Stelle im Nahrungsnetz sich der Energietransfer in den beiden Gebieten unterscheidet. Die Universität Hamburg trägt direkt zu verschiedenen Themen bei, die im Verbundprojekt TRAFFIC bearbeitet werden. Das Teilprojekt des Instituts für Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften (IMF) wird abiotische Parameter, die während der Schiffsexpedition gemessen werden, in Kooperation mit südafrikanischen Partnern analysieren, um physikalisch-ozeanographische Hintergrundinformationen für das Projekt bereitzustellen. Weiterhin werden Primärproduktionsraten sowie die Fitness der Primärproduzenten untersucht. Das Phyto- und Mikrozooplankton wird in Kooperation mit namibischen Partnern identifiziert und dessen trophische Stellung soll mithilfe stabiler Isotope bestimmt werden. Fraßraten werden direkt an Bord experimentell ermittelt. Auch soll die biologische Zusammensetzung von sinkenden partikulären organischem Material analysiert werden.
Groundfish survey data from the German Bight from 1902-08, 1919-23, and 1930-1932 and ICES International Bottom Trawl Survey (IBTS) quarter 3 data from 1991 to 2009 were analysed with respect to species frequencies, maximum length, trends in catch-per-unit-effort, species richness parameters (SNR) and presence of large fish (Phi40), the latter defined as average presence of species per haul with specimens larger than 40 cm given. Four different periods are distinguished: (a) before 1914 with medium commercial CPUE and low landings, Phi40 approx. 2, high abundance in elasmobranchs and SNR conditions indicating highly diverse assemblages, (b) conditions immediately after 1918 with higher commercial CPUE, recovering landings, Phi40 at > 4 in 1919, and SNR conditions indicating highly diverse assemblages, (c) conditions from 1920 to the early 1930's with decreasing commercial CPUE, increased landings, decreasing Phi40, SNR conditions similar to later years indicating less diverse assemblages, and a decrease in elasmobranchs. In the IBTS series (d), Phi40 remains low indicating an increased rarity of large specimens, and SNR characteristics are similar to the third period. Dab, whiting and grey gurnard have increased considerably in the IBTS series as compared to the historic data. Phi40 is suggested an alternative indicator reflecting community functional diversity when weight based indicators cannot be applied.
Am 19. April 2011 veröffentlichte die Naturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) im Schweizer Gland die Ergebnisse ihrer Studie über den Zustand der Fischarten im Mittelmeer. Zu den bedrohten Spezies gehören laut IUCN die Hälfte aller Hai- und Rochen- sowie mindestens zwölf Knochenfischarten. Überfischung, Veränderungen in den Lebensräumen und Umweltverschmutzung könnten dafür sorgen, dass 42 mediterrane Fischarten in den nächsten Jahren vom Aussterben bedroht sind. Zu ihnen zählen der Blauflossen-Thunfisch, der Braune Zackenbarsch, der Europäische Wolfsbarsch und der Seehecht. Der Bericht stellt die erste regionale Bestandsaufnahme eines gesamten Meeres dar.
The objective of this project is to strengthen the links and integration of the Euro-Argo European research infrastructure into the Argo International strategy of global ocean observations, and to seek participation by, and to develop cooperation with, potential participants in the European neighbouring areas which have a maritime interest. The following activities are planned: - Work on the evolution of the Argo core mission together with international partners (O2, bio-geochemical sensors, deep floats, extension to polar and marginal seas), - Work on the evolution of the Argo data centers (Delayed Mode Quality Control of the North Atlantic ARC and Southern Ocean Argo Regional Center) and role of the European components, - Refine the float deployment strategy in Europe and international seas and links with international partners, - making the interfaces with JCOMMOPS and Argo information center (AIC),- working on legal aspects and policy issues (law of the sea), - Organize scientific and thematic (regional) workshops open to international partners. This project will be carried by the Euro-Argo preparatory phase project partners that will form the future partners of the Euro-Argo ERIC.
Die Nutzung der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) unterliegt aktuell einem strukturellen Wandel. Neben den traditionellen Nutzungsarten wie Fischfang, Tourismus, und Schifffahrt treten nunmehr andere wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten verstärkt in den Blickpunkt. Neben der Erdgasförderung, sonstigem Rohstoffabbau, der Verlegung von Pipelines und Rohrleitungen zählt dazu vor allem auch die Energieerzeugung im Rahmen von Offshore-Windparks und Gezeitenkraftwerken. Zwangsläufig kommt es zu entgegen gesetzten und sich überlagernden Nutzungs- und Schutzansprüchen, die Interessenkollisionen hervorrufen und zu Abstimmungsbedarf führen. Damit ist die Frage aufgeworfen, wie eine Koordinierung und Steuerung der widerstreitenden Nutzungen in der AWZ erfolgen kann. Der Blick fällt dabei schnell auf das Raumordnungsrecht, hat dieses doch eine gesamtkonzeptionelle, querschnittsorientierte Koordinierung zum Gegenstand und ist auf eine zukunftsorientierte Gestaltung des Raumes gerichtet. Dem ist auch der Gesetzgeber gefolgt. Er hat den Aufgabenbereich des ROG auf die AWZ erstreckt ( Paragraph 1 Abs.1 Satz 3 ROG), das 'Meeresgebiet in einem Grundsatz der Raumordnung aufgenommen ( Paragraph 2 Abs. 2 Nr.8 Satz 1 ROG) und den verfassungsrechtlich umstrittenen Paragraph 18 a ROG neu in das ROG eingefügt. Das Forschungsvorhaben befasst sich mit den seevölkerrechtlichen, europarechtlichen und verfassungsrechtlichen Vorgaben einer Raumordnung in der AWZ und geht der Frage nach, inwieweit das novellierte ROG hinreichende Instrumente zur Steuerung bestehender und noch entstehender Nutzungskonflikte liefert.
A) Problemstellung: Neben den Belastungen von Nord- und Ostsee durch Schadstoffe, Fischerei und Schifffahrt kommen zahlreiche örtliche Eingriffe durch marinen Bergbau, Baggergutverklappung, Pipelines, Kabeltrassen, Marikultur, Tourismus und den beabsichtigten Ausbau der Offshore-Windenergienutzung zur Erfüllung der Klimaschutzziele der Bundesregierung hinzu. Da die Dichte der Nutzungen in Zukunft eher zunehmen wird, wurde 2004 über das EAG-Bau durch Paragraph 18a ROG die Raumordnung in der AWZ eingeführt. Auf dieser Grundlage wird BMVBW die Ziele und Grundsätze der Raumordnung für die AWZ, zu denen auch die raumbezogenen Umwelt- und Naturschutzziele gehören, entwerfen. Die Raumordnung in der AWZ muss mit dem BMU abgestimmt werden. B) Handlungsbedarf (BMU, UBA): Um die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung einbringen zu können und um Planungssicherheit z.B. für die Ausweisung der Standorte für Windenergieanlagen zu schaffen, ist es notwendig, Umweltziele, die auch in Verbindung mit den wirtschaftlichen Nutzungen zu sehen sind, neben den Zielen des Naturschutzes für die Raumordnung in der AWZ zu konzipieren. Die inhaltliche Ausarbeitung der Position des BMU zur Raumordnung im Rahmen der Beteiligung durch den BMVBW sollte umgehend vorbereitet werden. Die Umweltbelange in der Raumordnung für die AWZ in der Zuständigkeit des UBA ergeben sich u.a. aus den Grundsätzen und Leitvorstellungen nach den Pragraphen 1, 2 ROG, dem Paragraph 2 E-SUP-Gesetz und den Paragraphen 2, 34, 38 BNatSchG. Dazu gehören: Schutz der Meeresumwelt, Bodenschutz, Schutz der menschlichen Gesundheit, Schutz vor Lärm, Reinhaltung der Luft, Auswirkungen auf das Klima sowie die Wechselwirkungen zwischen den vorgenannten Schutzgütern. Im Ufoplan 2004 sind bereits Anmeldungen des BMU, Abteilung 1 und des BfN: 'Raumordnung in der AWZ-Anforderungen des Naturschutzes' und 'Globalansatz AWZ' enthalten. Sie beziehen sich auf die Ziele des Naturschutzes für die Raumordnung in der AWZ. C) Ziel des Vorhabens ist die Vorbereitung der Position des BMU bezogen auf den Umweltschutz für die mit dem Paragraph 18a ROG vorgegebenen Verfahrensschritte, u.a.: Ziele der Raumordnung, SUP, Umweltbericht, Beteiligungen, Abwägung und Monitoring. Erwartet wird ein Kriterienkatalog zur nachhaltigen Nutzung der AWZ.
Ziele: Die geplanten Untersuchungen dienen zur Erhebung von geowissenschaftlichen Daten insbesondere geophysikalischer und geologischer Natur zur Implementierung eines Tsunami-Frühwarnsystems. Die Daten sollen zum einen die Basis zur Modellierung der Wellenhöhe bilden aber auch zur Abschätzung des Risikos für weitere Tsunamis herangezogen werden. Auf dem ersten Fahrtabschnitt im Oktober 2005 wird u. a. eine erste Boje mit den entsprechenden Messinstrumenten ausgesetzt. Ergebnisse: Der Fahrtbericht wird als Hardcopy bei der Technischen Informationsbibliothek in Hannover hinterlegt. Die Wochenberichte der Forschungsfahrt finden sich auf der Internetplattform des FS SONNE bei der BGR Hannover.
Ziel der Arbeiten des Ostseeinstituts für Seerecht und Umweltrecht bei diesem Projekt ist die Entwicklung von praxistauglichen Handlungsanweisungen für die Region der Odermündung, auf dessen Grundlage eine räumliche, administrative und intersektorale Integration der EU-Zielvorhaben zum IKZM im Rahmen des deutschen und polnischen Rechts stattfinden kann. Die damit verbundenen erforderlichen Modifikationen der betreffenden Rechtsgrundlagen werden in diesem Zusammenhang herausgearbeitet. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die beispielhafte Einbindung der Küstengewässer in das regionale 'IKZM Odermündung' unter Beteiligung der betroffenen regionalen Akteure und der einheimischen deutschen und polnischen Bevölkerung. Dazu wird aus dem Kreis der Betroffenen eine Fokus-Gruppe mit dem Schwerpunkt 'Integration der Küstengewässer' zu bilden sein, innerhalb der konkrete Empfehlungen und Vorschläge für die Ausweitung der Regionalplanung und der raumrelevanten Fachplanungen auf die Küstengewässer diskutiert und beraten sowie ein Empfehlungskatalog beschlossen werden sollen.
NORDSEE: Die Art kommt hauptsächlich in den tieferen Bereichen der Nordsee vor, in der deutschen AWZ gibt es nur eine Randverbreitung von meist juvenilen Tieren. Während der kurzfristige Bestandstrend in den deutschen Meeresgebieten der Nordsee eine starke Abnahme zeigt, ist der Trend des nördlichen Seehechtbestandes seit 2005 positiv (ICES Advice 2022). Die Gründe für die Entwicklung des kurzfristigen Bestandstrends der Art in den deutschen Meeresgebieten sind bisher nicht untersucht. OSTSEE: Durch die HELCOM (2013) wird der Seehecht für die gesamte Ostsee auf der Vorwarnliste (Near Threatened) geführt. Aus der deutschen Ostsee gibt es nur extrem seltene Einzelnachweise, deshalb wird die Art hier als unbeständig geführt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 17 |
| Europa | 4 |
| Land | 1 |
| Weitere | 6 |
| Wissenschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 15 |
| Taxon | 1 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 2 |
| Offen | 23 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 21 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 2 |
| Dokument | 4 |
| Keine | 14 |
| Webseite | 7 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 12 |
| Lebewesen und Lebensräume | 23 |
| Luft | 14 |
| Mensch und Umwelt | 25 |
| Wasser | 23 |
| Weitere | 24 |