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Verkehrslandeplatz Bielefeld - Verlegung der Windenschleppstrecke

Verlegung der Windenschleppstrecke für den Segelflug.

EnerGlider - Entwicklung einer Offshore Höhenwindanlage auf Basis eines eigenstart- und eigenflugfähigen Gleiters, Teilvorhaben: Entwicklung und Erprobung des automatisierten Flugbetriebs

Das Verbundvorhaben EnerGlider adressiert die Entwicklung einer neuartigen und in hohem Grad innovativen Höhenwindenergieanlage auf Basis eines automatisierten Starrflügelgleiters. Ziel ist es energiereiche Höhenwinde für den effizienten (Flug-)Betrieb eines Gleiters zu nutzen, um ein Seil mit konstanter Geschwindigkeit von einer Winde abzuwickeln und dabei mit einem angebunden Generator elektrische Energie zu erzeugen. Das Teilprojekt EnerG-Drone widmet sich der Auslegung und Entwicklung des vollautomatisierten Luftfahrzeugs für den kontinuierlichen Dauerbetrieb. Der Gleiter soll eigenständig mit batteriegespeisten Antrieben von einer Basis starten und bis zu seiner vorgesehen Betriebshöhe aufsteigen, ab der er in den Gleitflug entlang eines wiederkehrenden Flugbahnprofils übergeht und die Energieproduktion erfolgt. Während dieser Flugphase sind die Propellerblätter der deaktivierten Antriebe an die Motorzellen angelegt, um den Widerstand zu minimieren. Sobald das Seil vollständig von der Winde abgewickelt ist, fliegt der Gleiter wieder zurück in die Ausgangsposition des Gleitflugs und der Prozess beginnt erneut. Zusätzlich zum seilgebundenen Flug ist aber auch vorgesehen, dass das Luftfahrzeug im Notfall und für Wartungsarbeiten unabhängig vom Seil betrieben werden kann und eigenständig zu einer Wartungseinrichtung an Land fliegt. Die dazu notwendige Seiltrennung erfolgt während des Flugs durch einen steuerbaren Mechanismus. Neben der flugmechanischen und aerodynamischen Validierung des Luftfahrzeugkonzepts liegt der Fokus der Forschungsarbeiten am Institut für Flugsystemdynamik insbesondere auf der Entwicklung der automatischen Flugführung mit und ohne Seilbindung sowie der Auswahl und Integration der dafür erforderlichen Sensor- und Systemkomponenten.

WWF-Bericht: 123 neue Arten auf Borneo entdeckt

Wissenschaftler haben auf der südostasiatischen Insel Borneo 123 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Die Umweltschutzorganisation WWF berichtet darüber in ihrem am 22. April 2010 veröffentlichten Bericht „Borneo's New World - Discovered Species in the Heart of Borneo“. Die drei Staaten Brunei Darussalam, Malysia und Indonesien teilen sich die Fläche der Insel. Im Jahr 2007 haben sich die drei Staaten im Rahmen der Heart of Borneo Initiative bereit erklärt, eine 220.000 Quadratkilometer große Region im Inneren der Insel zu schützen. Insgesamt wurden 67 Pflanzen, 17 Fische, fünf Frösche, drei Schlangen, einen Vogel, 29 Wirbellose und zwei Echsen seit der Unterzeichnung der Heart of Borneo Deklaration gefunden. Außergewöhnliche Arten sind die längste Stabheuschrecke der Welt, der fliegenden Mulu- Froschs, der mit seinen Flughäuten zwischen den Zehen und Fingern kurze Gleitflüge schafft und seine Farbe je nach Tageszeit von hellgrün in der Nacht zu braun am Tag wechselt sowie die Kopstein Bronzerückennatter, die bei Gefahr im Nacken ein flammendes Rot zeigt.

Einfluss unterschiedlicher Bewirtschaftungssysteme auf Ertrag, ausgewählte Qualitätsparameter und Nitratverlagerung im Feldgemüsebau

Der Feldgemüsebau im Eferdinger Becken ist gekennzeichnet durch eine große Vielfalt an Gemüse für den Frischmarkt und der Verarbeitungsindustrie. Die hohe Bewirtschaftungsintensität (Düngung, Beregnung, zwei bis vier Ernten pro Jahr) führte auf den zum Teil leichten und durchlässigen Böden zu hohen Nitratgehaltswerten im Grundwasser. Zur zukünftigen Sicherung des Gemüseanbaues im Eferdinger Becken sind Maßnahmen erforderlich, die mittelfristig die Menge der Nitratauswaschung ins Grundwasser in den bedeutendsten Gebieten unter den bestehenden Schwellwert bringen. Das kulturbegleitende N-Sollwert System (KNS System) in der Integrierten Gemüseproduktion dient als Basis im Produktionssystem zur Verminderung der Stickstoffauswaschung. Im weiteren werden Varianten mit einer 30 Prozent reduzierten N-Düngung (bezogen auf das KNS System), mit standortüblicher Düngung, sowie der Anbau von abfrostender und nichtabfrostender Zwischenfrucht mehrjährig bewertet. Beurteilt werden die Maßnahmen am verkaufsfähigen Ertrag, an ausgewählten Qualitätsparametern sowie an der anfallenden Menge und der NO3 Befrachtung des Sickerwassers in eingebauten Lysimetern.

Wissenschaftliche Untersuchung der Wirkungsweise des PERI-Schneestabilisators

Die Untersuchung beinhaltet die Errichtung eines Messfeldes (Oisklause) im Rotwald. Dabei werden mittels Dehnmessstreifen, Temperaturmessung, mechanischer Zugwaage, Schneehöhenmessung und Datalogger die Kräfte auf die Stabilisatoren ermittelt. Die Arbeiten beinhalten die Installation der Messgeräte, die Betreuung des Messfeldes (Sommer und Winter), die Fotodokumentation der Schneegleitbewegungen sowie die Durchführung von Schneeprofilen. Im Sommer werden die Krafteinwirkungen durch Zugversuche der Stabilisatoren überprüft.

Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Schnee und Wald (Schneeforschungsprojekt Rothwald)

Windwürfe sind neben anderen abiotischen Ereignissen wie Schneebruch, Lawinen, Waldlawinen, Muren, Waldbrand etc. 'Katastrophenereignisse', die die Entwicklung von Wäldern auf Anfangsstadien der Waldentwicklung bzw. Sukzession zurücksetzen. Nunmehr steht nach dem Windwurfereignis des Jahres 1990 im Untersuchungsgebiet 'Rothwald' der Rothschild'schen FV Langau ein Forschungsareal zur Verfügung. Das Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft (BMLF) hat mit dem 'Schneeforschungsprojekt ROTHWALD' 1992 erstmals ermöglicht, dass die mechanischen Wechselwirkungen zwischen Schnee und Waldbestand hinsichtlich schneemechanischer Gesichtspunkte untersucht werden können. Der Rotwald (800-1800m) bildet zwischen den niederösterreichischen und steirischen Kalkalpen ein weitgehend unberührtes Waldreservat und zeichnet sich aufgrund der Nordstaulagen durch enormen Schneereichtum als hervorragendes Forschungsgebiet aus. Im Rahmen dieses Projektes wurden umfangreiche, meteorologische und schneemechanische Messstationen aufgebaut, die auch allen anderen Forschungsprojekten, die in diesem interessanten Gebiet durchgeführt werden, zur Verfügung gestellt werden können. So werden über sechs Stationen stündlich Messdaten abgefragt und etwa 7-14 tägig Schneeprofile sowie Kriechprofile erhoben und erstellt. Mittels Gleitschuhen (analog und digital) wird das Schneegleiten auf verschiedensten Hangneigungen und Expositionen überwacht. Mithilfe der gewonnen Daten konnte ein mechanisches Schneedeckenmodell (basierend auf Abaqus), das zur Untersuchung der auf die Bewegung einflussnehmenden Faktoren verwendet wird, erstellt werden. Neben der wichtigen Grundlagenforschung in der freien Natur, von der im Laufe der Jahre zahlreiche Studenten profitieren konnten, stellt das Schneedeckenmodell ein wichtiges Werkzeug für zukünftige Projekte dar. Deshalb kann das bisher gelaufene Rotwaldprojekt als eine einzigartige Forschungseinrichtung in Österreich bzw. in den Ostalpen bezeichnet werden.

Die Uferschwalbe ( Riparia riparia ) - Baumeister der Steilwände

Leicht haben es die Männchen der zierlichen Uferschwalbe wirklich nicht. Mindestens vier lange Tage müssen sie sich abrackern, um mit ihren Füßchen die armtiefe Brutröhre in die lehmige, sandige Steilwand zu graben. Wenn man so im Boden wühlt, braucht man kein prächtiges Gefieder: Oberseite graubraun, Unterseite weiß mit einem braunen Brustband – das muss reichen. Aber die Graberei ist ja nicht umsonst, schließlich ist der Nachwuchs so ziemlich gut vor Feinden geschützt. Dafür lauern in der Röhre andere Gefahren wie starke Regenfälle, Hochwasser oder Abrutschungen. Aber was hilft es, dann muss eben neu gebaut werden. Und das hat auch sein Gutes: Die Steilwände wachsen nicht zu, sondern bleiben immer frisch und offen. Bei der Jagd auf kleine fliegende Insekten zeigt Riparia riparia atemberaubende Flugmanöver. Mit Gleitflügen, schnellen Wendungen und plötzlichen Sturzflügen erhascht sie ihre Beute. Auch getrunken und gebadet wird im Flug. Wie können wir dieser Art helfen? Ihrem Namen kann die Uferschwalbe allerdings längst nicht mehr gerecht werden. Die angestammten Lebensräume an den steilen Uferwänden der Flüsse sind durch die Regulierungsmaßnahmen zum großen Teil verschwunden. Nur an den Meeresküsten hat sich diese Vogelart in großer Zahl halten können. Aber der Mensch hat in seinem Verlangen nach Rohstoffen unbewusst Ersatzlebensräume geschaffen: Sand- und Kiesgruben, besonders in Flussnähe, zählen heute zu den wichtigen Standorten für eine Uferschwalbenkolonie. Allerdings sind diese Lebensräume in der Brutzeit ständig gefährdet durch Abbautätigkeiten oder Störungen, die von Badegästen und Anglern verursacht werden. Aber auch die hohen Verluste bei anhaltender Dürre in den afrikanischen Überwinterungsgebieten sind für den Bestandsrückgang des „Vogels des Jahres“ 1983 mitverantwortlich. Möchten Sie aktiv werden für die Uferschwalbe? Um der Uferschwalbe langfristig und wirksam zu helfen, bietet sich eine Zusammenarbeit zwischen Rohstoffbetrieben und Naturschützern an. Während des Abbaus sollten die nicht genutzten Steilwände möglichst wenig beeinträchtigt werden – nach dem Abbau gilt es die Verfüllung der Kiesgrube zu verhindern. Für die geschaffenen Ersatzbiotope ist dann auch eine entsprechende Pflege unerlässlich: Störungen der Uferschwalbenkolonien sollten vermieden werden, indem die Abbaugruben weder als Lagerplatz missbraucht, noch zum Camping genutzt werden. - zurück zur Übersicht der Vogel-Artensteckbriefe -

Mäusebussard

<p><p>Deutschlands häufigster Greifvogel nimmt zahlenmäßig sogar auch in ganz Mitteleuropa die Spitzenposition ein und ist wohl den meisten Menschen hier bekannt. Das Bild eines majestätisch dahingleitenden oder von einem Weidezaun aus nach Beute Ausschau haltenden, bräunlichen Greifvogels formt sich in unseren Köpfen, sobald wir den Namen „Mäusebussard“ hören. Auch seine miauenden Rufe können oft vernommen werden, wenn man sich in der Natur bewegt. Der Name „Bussard“ setzt sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „buse“, was soviel heißt wie Katze, und aus dem Wort „Aar“ (= Adler) zusammen. Man könnte also „Bussard“ mit „Katzenadler“ übersetzen. Sein Name scheint von seiner wehmütigen „katzenartigen“ Stimme her zu rühren, die etwa so klingt: „Hiäh, hiäh!“<br> Der Mäusebussard unterliegt in Deutschland dem Jagdrecht und ist in allen Bundesländern ganzjährig geschont.</p><strong>Aussehen:</strong><p>Den Mäusebussard sicher zu erkennen gestaltet sich aufgrund seiner zahlreichen Farbvarianten für viele Menschen als schwierig. Es gibt Mäusebussarde mit dunkelbraunem bis hin zu sehr hellem, ja fast weißem Gefieder. Trotz seiner Größe von 51 bis 57 Zentimetern lässt ihn sein gedrungener Körperbau immer etwas kleiner aussehen. Eine recht gute Erkennungsmöglichkeit ist sein Flugbild. Auffällig ist hierbei sein kurzer und abgerundeter Stoß, den man gut erkennen kann, wenn der Mäusebussard mit ausgebreiteten Schwingen gleitend, über Wiesen und Äcker kreist. Die Flügelspitzen sind dabei immer gespreizt. Seine Flügel sind relativ kurz, jedoch recht breit und an den Spitzen immer dunkelbraun gefärbt. Wie auch der Turmfalke macht sich der Mäusebussard den sogenannten Rüttelflug zu Nutze, wenn er nach Beute Ausschau hält. Dabei bleibt er, mit den Flügeln schlagend, in der Luft stehen. Sein Flügelschlag ist während des Rüttelflugs aber langsamer als der des Turmfalken. Der Turmfalke kann außerdem länger in dieser Position verbleiben als der schwerfälligere Mäusebussard. Dieser dreht nach wenigen Flügelschlägen meist ab, um wieder in den Gleitflug über zu gehen. Ein Männchen wird etwa 700 bis 800 Gramm schwer. Ein ausgewachsenes Weibchen wiegt 880 bis 1000 Gramm.</p></p><p><p>Der Verbreitungsraum des Mäusebussards umfasst ganz Europa mit Ausnahme von Island, Irland und dem Norden Skandinaviens. Außerdem gibt es ihn in weiten Teilen Asiens bis nach Japan sowie auf den atlantischen Inseln.<br> Als Lebensraum nimmt er bevorzugt gemischte Strukturen an, die einerseits kleinere Waldungen zum brüten und andererseits flaches Land zur Nahrungssuche bieten.&nbsp;</p>Verhalten: <p>Der Mäusebussard ist ein heimischer Greifvogel und lebt in Deutschland als Stand- und Strichvogel. Das heißt, dass er innerhalb seines europäischen Verbreitungsraumes in strengen Wintern zwar nach Süden oder Westen zieht, jedoch nicht während der kalten Zeit unsern Kontinent verlässt, um in Afrika zu überwintern. Unser häufigster Beutegreifer ist ein erfolgreicher Jäger mit unterschiedlichen Jagdmethoden. Einerseits kreist er in gut 100 Metern Höhe umher und hält nach Beute Ausschau. Hat er ein geeignetes Beutetier entdeckt, geht er kurz in den Rüttelflug über, um das Opfer zielgenau anzuvisieren und stürzt sich dann hinab. Sein gut ausgeprägter Sehsinn ist dafür ideal. Andererseits bedient er sich auch der Ansitzjagd, indem er sich auf einen Randbaum von Waldungen oder einen Zaunpfahl setzt und wartet bis die Beute zu ihm kommt. Das Jagdgebiet eines Mäusebussards kann sich auf bis zu 800 Hektar erstrecken.</p></p><p>Nahrung:<p>Hauptnahrung des Mäusebussards ist, wie sein Name schon teilweise vermuten lässt, die Feldmaus. Sie macht etwa 70 bis 80 Prozent der Nahrung aus. Mäusebussarde fressen mehr als 10 Mäuse pro Tag. Gewölleuntersuchungen ergaben eine Beutemenge von 5.000 bis 7.000 Mäusen im Jahr. Neben der Feldmaus werden auch Wühlmäuse, Regenwürmer, Insekten und Jungkaninchen erbeutet. Die Mäusebestände sind in Deutschland überall so hoch, dass dem Bussard wohl nie die Nahrung ausgehen wird, was ja auch die hohen Populationen dieses Beutegreifers zeigen. Allerdings kann der „Katzenadler“ bei geschlossener Schneedecke in Not geraten, da er dann unter Umständen über längere Zeit keine Mäuse erbeutet.</p>Paarungszeit und Aufzucht der Jungen:<p>Der Mäusebussard legt seinen Horst meist in Waldrandnähe an. Dort findet er einerseits Schutz und gleichzeitig, auf weiten Äckern, einen reichgedeckten „Mäuse-Tisch“. Das Bussardpaar übernimmt gerne Horste aus dem Vorjahr und baut diese immer weiter aus. Manchmal geschieht dies über mehrere Generationen hinweg. So ist es nicht verwunderlich, dass das ein oder andere Bussardnest, was die Größe betrifft, mit einem Storchennest konkurrieren kann. Mäusebussardhorste kommen in allen Baumarten vor. Außerdem nisten Mäusebussarde auch auf Felsvorsprüngen oder an Abhängen. Die Horste werden innen mit jungen, belaubten Zweigen ausgepolstert. Die Mulde, in die die Eier abgelegt werden, wird recht spät gebaut. So wird auch erst ein schützender Horstrand gebaut, wenn die Jungen bereits geschlüpft sind. Mäusebussarde benutzen mitunter auch Nester von anderen Vogelarten. Hier seien Nester anderer Greifvögel und Krähennester genannt.<br> Die eher unspektakulären Balzflüge beginnen im Februar/ März. In weiten Kreisen gleitet der Bussard in großer Höhe einher. Immer wieder gibt er dabei das für ihn so charakteristische „Hiäh!“ ab. Schließlich gehen die Männchen dann in einen Sturzflug über, ähnlich wie bei der Jagd nach Beutetieren. Mäusebussarde bleiben in unseren Breiten ihr Leben lang zusammen. Bevor die Paarung in einer Baumkrone oder im eigenen Horst stattfindet, umwirbt das Männchen seine Gattin jedes Jahr aufs Neue. Die 2 bis 4 Eier werden Mitte März gelegt. Sie sind weiß und oft auch mit braunen, rötlichen und violetten Flecken versehen.<br> Die Küken schlüpfen nach 33 Tagen aus den Eiern und sind bereits in der Lage zu sehen. Die Mutter wärmt die nur mit einem dünnen Dunenflaum versehenen Jungtiere die ersten 14 Tage lang. Das Männchen ist in dieser Zeit ausschließlich mit der Jagd beschäftigt, um seine Gattin und die Küken mit Futter zu versorgen. Ist diese intensive Pflege der Neugeborenen gemeistert, geht das Weibchen mit auf die Jagd, damit alle der immer kräftiger werdenden Jungbussarde genügend Nahrung erhalten. Im Alter von 50 Tagen sind die Jungen flügge. Sie müssen jedoch immer noch von ihren Eltern mitversorgt werden. Erst nach etwa 100 Tagen sind die Jungtiere völlig selbständig. Die Geschlechtsreife erlangen Mäusebussarde erst im 3. Lebensjahr, das jedoch bei weitem nicht alle Tiere erreichen. Nur etwa 50 Prozent der Jungtiere erreichen dieses Alter.</p></p>

Ringeltaube

<p><p>Die Ringeltaube gehört zur Familie der Tauben, einer sehr artenreichen Gruppe von Vögeln. In Deutschland gibt es vier wilde Arten (Ringeltaube, Türkentaube, Hohltaube, Turteltaube). Hinzu kommen Stadttauben und selbstverständlich unzählige Zuchttauben-Rassen, die von Liebhabern gehalten werden.</p><strong>Aussehen</strong><p>Auf den ersten Blick sieht die Ringeltaube der Hohltaube und auch der standardmäßig grauen Stadttaube recht ähnlich. Ein klares Unterscheidungsmerkmal sind die namensgebenden weißen, fast ringförmig verlaufenden Flecken am Hals, die von edel anmutenden grün- und purpurglänzenden Flächen umrandet sind. Diesen weißen Halsfleck weisen die anderen Arten nicht auf. Hinzu kommt ein breiter, weißer Streifen auf der Oberseite der Flügel. Das Gefieder der bis zu 42 Zentimeter langen Wildtaube ist grau bis blaugrau. Kopf und Hals haben oft einen bläulicheren Ton. Ringeltauben haben eine beachtliche Spannweite von bis zu 75 Zentimetern und wiegen als erwachsener Vogel etwa 500 Gramm. Damit sind sie die größte heimische Taubenart.</p></p><p>Lebensraum<p>Die Ringeltaube kommt fast in ganz Europa vor. Sie fehlt nur im Norden Skandinaviens. Deutschlands häufigste Taubenart bewohnt einerseits Wälder, Feldgehölze und Parkanlagen, wagt sich andererseits aber auch in die Nähe des Menschen. Es werden auch &nbsp;Alleen und Gärten als Lebensraum beansprucht. Die Ringeltaube ist da eher anspruchslos: Die einzigen Merkmale, die sie bei der Wohnungssuche beachtet, sind Sträucher und Bäume, die ausreichend Deckung, Nahrung und Nistmöglichkeiten bieten.</p><p>Die Ringeltaube ist ein Zugvogel, der zusammen mit der Hohltaube als erste Taubenart im Februar und März bei uns eintrifft. Sie wird auch als „Teilzieher“ bezeichnet, da nur ein Teil der in Mitteleuropa lebenden Ringeltauben mit dem Beginn der kalten Jahreszeiten nach Westeuropa oder in die mediterranen Gebiete abwandert. Die meisten sind sogenannte Standvögel, die das ganze Jahr über in ihrem Brutgebiet bleiben.</p>Verhalten<p>Etwas schwerfällig und unelegant sieht es meist aus, wenn die eher massigen, blaugrauen Vögel mit lautem Flügelklatschen abheben oder unter einigem Rascheln in Bäumen landen. Häufig hört man aus den Bäumen heraus nur ihr Gurren, das man mit der typischen Abfolge „rugúgu, gugu“ gut erkennen kann.</p>Nahrung<p>Ringeltauben bevorzugen eine breite Palette vegetarischer Kost. Eicheln, Bucheckern, Knospen, Blätter, Blüten, Beeren, aber auch Feldfrüchte wie Getreide, Raps, Kohl, Kartoffeln und Rüben. Nicht selten beklagen Landwirte Verluste durch die gesellig in kleinen Schwärmen eintreffenden Tauben, die auf Nahrungssuche über die Felder ziehen. Gelegentlich wird die pflanzliche durch tierische Kost bereichert: Zu Regenwürmern und Insektenlarven sagen Ringeltauben ebenfalls nicht „Nein“. Welche Nahrung aufgenommen wird, hängt auch von der Jahreszeit ab. So kommt es vor, dass Eicheln im Herbst bis zu 60 Prozent der Nahrung ausmachen.</p>Vermehrung<p>Die Balz im März und April besteht aus Balzrufen und dem Balzflug. Diese Flugbalz vollführt der Tauber, indem er mit klatschenden Flügelschlägen über eine kurze Strecke schräg nach oben flattert, um dann mit halbgeschlossenen Flügeln in einen nach schräg unten ausgeführten Gleitflug über zu gehen. Auch auf dem Boden versucht das Männchen seiner Angebeteten zu imponieren, indem es hinter ihr her läuft, sich vor ihr verbeugt und ihr sanft zugurrt. Hat sich ein Ringeltaubenpaar einmal zusammengefunden, geht es eine Saisonehe ein und zieht den Nachwuchs gemeinsam groß. Dazu wird aus kahlen Zweigen ein flaches Nest an einem geschützten Ort gebaut. Bei der Ringeltaube erfolgen jährlich zwei bis drei Bruten von je zwei Eiern. Sofern sie nicht von Krähen geplündert wird, schlüpft die erste Brut nach einer Brutzeit von 16 bis 18 Tagen im April. Die Jungtauben schlüpfen blind, können aber bereits nach acht bis zehn Tagen sehen. Gefüttert werden sie sowohl mit der Nahrung der Eltern, als auch mit sogenannter Kropfmilch. Die ist natürlich keine echte Milch, sondern ein eher festes Sekret, das bei Taubenvögeln speziell zur Jungenaufzucht im Kropf gebildet wird. Die Nestlingszeit dauert 30 Tage.</p></p>

Rebhuhn

<p><p>Der hebräische Name dieses Vogels bedeutet „Rufer“. Einige Menschen sind der Auffassung, dass mit dem hebräischen Namen des Rebhuhns das krächzende „girrhäk“ nachgeahmt werden soll, das der Vogel von sich gibt, wenn er aufgescheucht wird. Das Rebhuhn, das auch als Feldhuhn bezeichnet wird, gehörte in früheren Zeiten zur täglichen Jagdbeute der Menschen. Der Kurzstreckenflieger und Laufvogel ist mit dem Anstieg des Ackerbaus durch den Menschen zum Kulturfolger geworden. Das zur Familie der Fasanenvögel gehörende Feldhuhn ist allerdings durch die stark intensivierte Landwirtschaft in der heutigen Zeit und der damit verbundenen Beseitigung von Hecken und Feldgehölzen immer mehr verdrängt worden und kommt nur noch entsprechend selten in Deutschland vor. Das Rebhuhn stellt diejenige Niederwildart dar, die am stärksten von der Flurbereinigung betroffen ist. In Rheinland-Pfalz wird es entsprechend seines geringen Bestandes nur mäßig bejagt.</p><strong>Aussehen:</strong><p>Rebhühner gleichen in ihrer Größe einer starken Taube, besitzen jedoch einen kürzeren Stoß (Schwanzfedern). Ihre Länge beträgt etwa 30 Zentimeter. Sie sind von gedrungener, rundlicher Gestalt und haben kurze, kräftige Läufe.<br> Rebhühner haben eine graue Unterseite. Die Männchen besitzen am Bauch außerdem einen schwarzen, halbrunden Fleck, der bei der Henne nicht so stark ausgeprägt ist oder fehlt. Hals und Kopf sind rostbraun und das Gefieder auf dem Rücken ist hellbraun gestreift. Hahn und Henne sind etwa gleich groß und in freier Wildbahn eigentlich nicht zu unterscheiden. Das Feldhuhn wiegt 300 bis 400 Gramm.</p></p><p><p>Die Verbreitung des Rebhuhns umfasst den größten Teil des europäischen Kontinents mit Ausnahme von Spanien und Portugal. Ebenfalls kommt es bis Mittelsibirien und im südlichen Skandinavien vor. In Deutschland wurde versucht, das Rebhuhn auf einigen Nordseeinseln wieder anzusiedeln. Allerdings gilt nur der Bestand auf Sylt als gesichert. Die Zahl der Rebhühner nimmt in Deutschland insgesamt ab, weshalb das Tier in die Rote Liste für bedrohte Arten eingetragen wurde. In Rheinland-Pfalz gibt es größere Vorkommen in den Gebieten Rhein-Pfalz-Kreis, Alzey-Worms und Mayen-Koblenz.</p>Lebensraum:<p>Ursprünglich war das Rebhuhn ein Bewohner von Steppen und Waldsteppen. Heute ist es als Kulturfolger hauptsächlich auf landwirtschaftlich genutzten Flächen anzutreffen. Selbst die Nacht verbringt das kleine Feldhuhn niedergeduckt auf dem Acker. Es liebt strukturreiche Feldflure mit niedrigen Hecken und Gräben. Da gerade diese Elemente jedoch durch die Landwirtschaft beseitigt wurden, muss das Rebhuhn mit dem Vorlieb nehmen, was es an Deckung findet.</p></p><p>Verhalten: <p>Rebhühner sind Standvögel. Sie bewegen sich nicht weit und auch nicht häufig von ihrem Revier fort. Die Hähne markieren früh am Morgen und abends ihr Revier mit ihren Rufen, die einem „Girrhäk", „girrhäk" oder „Girr-häää" ähneln. Rebhühner sind nicht in der Lage nachts einen Baum zum Schlafen aufzusuchen. Sie liegen meist zusammengedrängt auf dem Boden in Deckung. Bei Gefahr flieht der Laufvogel zunächst einige Meter am Boden, bevor der dann mit schnellen und ungeschickt anmutenden Flügelschlägen abhebt, um zwischendurch in einen kurzen Gleitflug über zu gehen. Tagsüber gehen die Feldhühnchen der Nahrungsaufnahme nach oder sie hudern, was soviel bedeutet, dass sie zur Gefiederpflege in Sand oder Staub baden.<br> Rebhühner und Fasane nehmen regelmäßig Sandbäder. Dabei suchen sie immer bestimmte Stellen auf, das heißt, sie haben ihre „Lieblingsbadewannen“. Die Fasane benutzen ihre „Badewanne“ so häufig, dass mit der Zeit der Sand darin ganz fein ist. Wenn sich ein Fasan in die „Wanne“ setzt und beginnt, mit den Flügeln zu schlagen, entstehen dicke Staubwolken. Bei trockenem Wetter nehmen die Rebhühner täglich ein Sandbad, und zwar auf der Straße oder an einer sandigen Stelle eines Fluss- oder Seeufers.</p>Nahrung:<p>Die Nahrung der Feldhühner besteht aus dem, was die Tiere in der Feldflur finden. Vor allem mögen sie Unkrautsamen und Insekten. Außerdem fressen sie Knospen, Getreide und junge Triebe. Rebhühner nehmen wie alle Hühner kleine Steinchen zu sich, die ihnen helfen die Nahrung im Magen zu zermahlen.</p>Paarungszeit und Aufzucht der Jungen:<p>Rebhuhnpaare finden im zeitigen Frühjahr zusammen und leben dann monogam. Ab Anfang Mai legt die Henne täglich ein Ei in eine gut versteckte Mulde am Boden. Im Durchschnitt werden 15 oliv braune bis bläulichgraue Eier innerhalb von 23 bis 25 Tagen gelegt. Wird ein Gelege durch landwirtschaftliche Maschinen oder von Fressfeinden (Fuchs, Dachs, Marder, Greifvögel) zerstört, so legt die Henne ein Nachgelege an, das jedoch aus weniger Eiern besteht. Es kann beim Rebhuhn sogar zu einem dritten Gelege kommen. Die Henne bebrütet ihre Eier 24 bis 26 Tage, während denen der Hahn immer in der Nähe ist, Wache hält und sich bei Gefahr meldet. Die Nahrung der Küken besteht aus eiweißreicher Kost, meist aus Insekten, vornehmlich Ameisen und deren Larven. Hahn und Henne führen den Nachwuchs gemeinsam. Nach etwa drei Wochen beginnen die Jungen noch etwas hilflos zu flattern. Nach vier Wochen verfärben sich die Brustfedern bei den jungen Hähnen.<br> Die Rebhuhnfamilie (Kette) bleibt bis zum Ende des Winters zusammen. Sie schließen sich oft mit anderen Ketten zu „Völkern“ zusammen.</p></p><p><p>Gefahren für das Rebhuhn bestehen in der schon genannten Flurbereinigung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Der Chemikalieneinsatz in der Landwirtschaft, belastet die Nahrung der Tiere, wodurch diese im Laufe der Zeit erkranken können und ihre Brut geschädigt wird. Durch Fressfeinde und ungünstige Witterungsverhältnisse sind die Feldhühner ebenfalls gefährdet. Nass-kaltes Wetter vertragen die Tiere nicht sonderlich gut. Besonders anfällig gegen solche Unbilden der Natur ist die Brut. Diese erliegt oft solchen widrigen Witterungsbedingungen.</p></p>

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