Stoffeinträge aus dem Abwasser müssen minimiert werden. Herausforderungen liegen im Bereich neuer Verfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen sowie bei Antibiotikaresistenzen, Nanopartikeln und weiteren Stoffen.
Projektziele:
- Prüfung der Optimierungsmöglichkeiten bei Abwasserreinigungsanlagen zur Reduzierung der Einträge von Antibiotikaresistenzen in die Gewässer
- Evaluation neuer Verfahren zur Elimination von Mikroverunreinigungen aus dem Abwasse
- Abklärungen zur Relevanz von Nanopartikeln im Abwasser
- Beurteilung neuer weiterer Stoffe in Bezug auf ihre Relevanz für die Gewässer u.a. Pathogene und Chemikalien.
Bei der Olivenölherstellung fallen stark belastete Abwässer an, welche i.d.R. nicht sachgerecht entsorgt werden und somit ökologische Risiken bergen. Das Ziel dieser Studie ist es, basierend auf theoretischen Abwägungen, als auch initialen Messungen geeignete Verfahren (Anzahl 1-3) für die Behandlung von Abwässern aus Olivenölmühlen in Griechenland zu identifizieren. Die Studie beinhaltet eine ausführliche Literaturrecherche sowie eine präzise Analyse der Situation vor Ort. Bewertet wird die Eignung der Verfahren anhand wirtschaftlicher und technischer Kriterien. Eine intensivere laborpraktische Bewertung als auch die Umsetzung im Rahmen einer Pilot-Anlage sollen schließlich in dem vorzubereitenden AiF-Folgevorhaben erfolgen. Durchgeführt wird die Studie von dem Forschungsdienstleister ttz Bremerhaven und dem Beratungsunternehmen aqua consult. Die Arbeiten stärken die Marktpositionen der Kooperationspartner und deren Beziehungen untereinander, fördern den interkulturellen Austausch und tragen zu einer Verbesserung der ökologischen Situation in Griechenland bei.
Große Teile der Städte Baden-Württembergs stammen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Die Siedlungen der Nachkriegszeit entstanden unter den Bedingungen knapper Ressourcen, um sowohl die Kriegsschäden als auch die hohe Wohnungsnot auszugleichen. Bis heute sind diese Wohnungsbestände ein wichtiger Bestandteil der Versorgung der baden-württembergischen Bevölkerung mit Wohnraum. Gemessen an heutigen Standards weisen die Nachkriegssiedlungen jedoch erhebliche Defizite auf. Die bekannten Probleme der Wohnun-gen beziehen sich vor allem auf die Wohnungsgröße, die Bausubstanz und die funktionale Gliederung der Wohnungen. Die meisten Wohnungen aus den 1950er und 1960er Jahren sind für die heutigen Bedürfnisse der Familien zu klein geschnitten und verfügen oftmals noch über geringe gebäudetechnische und energetische Standards. Vor diesem Hintergrund war es das Ziel einer vom Land Baden-Württemberg geförderten Pilotstudie unter Leitung von Herrn Prof. Schöfl von der Forschungsgruppe Stadt + Umwelt aus Ludwigsburg, die Chancen der nachhaltigen Nutzung der in den 1950er und 1960er Jahren gebauten Wohnungsbestände bewusst zu machen. Mit der Analyse der Situation von Nachkriegssiedlungen in elf Fallstudienstädten in Verbindung mit Prognosen zur Wohnungsnachfrageentwicklung und einer Befragung von kommunalen Entscheidungsträgern und Wohnungsunternehmen entstand ein komplexes Bild zur gegenwärtigen und zukünftigen Situation dieser Bestände. Die Vielschichtigkeit des Themas erforderte ein breites Spektrum der Kompetenzen. Dieses reichte von Architekten, Kartographen und Mathematikern bis zu Psychologen und Stadtplanern. Im Rahmen des Projektes bearbeitete das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) den Schwerpunkt der demographischen Entwicklung einschließlich der Wohnungsnachfrageprognosen für elf Fallstudienstädte sowie eine exemplarische Abschätzung der zukünftigen Nutzungschancen der Wohnungsbestände im Wohngebiet Orschel-Hagen in der Fallstudienstadt Reutlingen.