Im Rahmen des Ausbauprogramms Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von Kreisgebäuden konnten bereits drei Objekte mit einer solchen Anlage ausgestattet werden. Welche Objekte schon ausgestattet wurden und wie viel Strom sie produzieren, können in unseren Live-Daten von Ihnen beobachtet werden.Als weitere Maßnahmen steht die Errichtung von zwei PV-Anlagen auf den Dächern Alt- und Neubau des Kreishauses Grevenbroich an. Die Errichtung der Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Kreishaus soll Mitte des Jahres 2024 abgeschlossen werden. Die Genehmigung des Denkmalamtes der Stadt Grevenbroich für das alte Kreishaus liegt inzwischen vor. Die voraussichtliche Inbetriebnahme dieser Anlage soll im Spätsommer 2024 erfolgen. Die bisher größte PV-Anlage der Kreisverwaltung soll mit rund 408 kWp auf den Dächern des neuen Kreishauses etwa 387.600 kWh Ökostrom jährlich erzeugen und damit jährlich CO2-Emmissionnen um 186 Tonnen reduzieren und Energiekosten langfristig senken.
Dieser Datensatz bildet die ausgewerteten Solarpotenzialflächen ab. Diese Daten sind hinsichtlich ihrer Eignung für Photovoltaikanlagen klassifiziert und werden gemäß der Eignungsklasse farbig differenziert dargestellt. Die Klassifizierung wird in der Legende erläutert. Datengrundlage: Frühjahrsbefliegung 2022 Beschreibung der Attributtabelle: Layer "Gebäude" - Gebäude_ID: Eindeutige ID je Gebäude - Eignung_PV: Gesamteignungskategorie Photovoltaik der bestgeeigneten Dachseiten des Gebäudes - Eignung_ST: Durchschnittliche Gesamteignungskategorie Solarthermie der geeigneten Dachseiten des Gebäudes - Leistung: Insgesamt auf allen geeigneten Dachseiten des Gebäudes installierbare Leistung in kWp - Fläche_PV: Dachfläche in Quadratmetern, die sich für die Installation einer Photovoltaikanlage eignet (m²) - Anzahl_Module - Kalkulation_PV: Verlinkung zum Wirtschaftlichkeitsrechner (Photovoltaik) - Kalkulation_ST: Verlinkung zum Wirtschaftlichkeitsrechner (Solarthermie) - Adresse: Adresse bestehend aus Straße, Hausnummer und Ort Layer "Dachseiten" - Fläche_Dachseite: Fläche in Quadratmeter [m²] - Ausrichtung: Ausrichtung der Dachseite in Grad [°] - Aufständerung: Gibt an, ob eine Aufständerung empfohlen wird (0 = nein / 1 = ja) - Gebäude_ID: Eindeutige ID je Gebäude - Eignung_PV: Gesamteignungskategorie Photovoltaik - Eignung_ST: Gesamteignungskategorie Solarthermie - Ertrag_kWp_ohneAufstd: Ertrag der Anlage in Kilowattstunden pro Jahr pro installiertem Kilowatt peak Leistung (kWh/kWp/a) (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung = 0) - Ertrag_kWp_mitAufstd: Ertrag der Anlage in Kilowattstunden pro Jahr pro installiertem Kilowatt peak Leistung (kWh/kWp/a) (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung = 1) - Ertrag_kWh_ohneAufstd: Gesamtertrag der Anlage in Kilowattstunden pro Jahr ohne Nutzung einer Aufständerung (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung = 0) - Ertrag_kWh_mitAufstd: Gesamtertrag der Anlage in Kilowattstunden pro Jahr ohne Nutzung einer Aufständerung (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung = 1) - Anzahl_Module - Einstrahlung_ohneAufstd: Auf diese Dachseite durchschnittlich eintreffende Einstrahlung in Prozent vom lokal maximal möglichen Wert (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung = 0) - Einstrahlung_mitAufstd: Auf diese Dachseite durchschnittlich eintreffende Einstrahlung in Prozent vom lokal maximal möglichen Wert (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung = 1) - Power: Installierbare Leistung auf der Dachseite in Kilowatt peak (kWp). Hinweis: Die Leistung kann im Wirtschaftlichkeitsrechner modulgenau berechnet wird. - Fläche_PV: Dachfläche in Quadratmetern, die sich für die Installation einer Photovoltaikanlage eignet (m²) - Fläche_ST: Dachfläche in Quadratmetern, die sich für die Installation einer solarthermischen Anlage eignet (m²) - Dach_ID: Eindeutige ID je Dachseite innerhalb eines Gebäudes - Schatten_ohneAufstd: Reduzierung der auf die Dachfläche einfallenden Einstrahlung durch Verschattung in Prozent pro Jahr (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung=0) - Schatten_mitAufstd: Reduzierung der auf die Dachfläche einfallenden Einstrahlung durch Verschattung in Prozent pro Jahr (diesen Wert verwenden, wenn Aufständerung=1) - Neigung: Neigung der Dachseite in Grad (°)
Um den Anteil der klimawirksamen Grünflächen in der Stadt zu steigern, hat die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt die Fördersätze für die Herstellung von Gründächern auf Bestandsgebäuden deutlich erhöht. Die neuen Fördersätze im landeseigenen Förderprogramm GründachPLUS gelten ab sofort für alle neuen Anträge. Private und gewerbliche Bauherren sowie Kommunen, die sich für grüne Dachprojekte entscheiden, erhalten somit eine bessere finanzielle Unterstützung für ihre Gründachprojekte. Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt : „Mit der Erhöhung der Fördersätze setzen wir einen weiteren wichtigen Baustein in unserer Strategie für ein nachhaltigeres und klimafreundlicheres Berlin. Grüne Dächer tragen nicht nur zur Verbesserung der Luftqualität und der Artenvielfalt bei, sondern bieten auch zahlreiche Vorteile für die Wärmedämmung und die Regenwasserbewirtschaftung in städtischen Gebieten.“ Wir fördern die Herstellung von Gründächern mit bis zu 180 Euro je Quadratmeter (m²) und erhöhen den Aufschlag für die Realisierung von Biodiversitätsdächern auf 7,50 Euro/m² sowie für die Kombination Gründach – Solardach auf 40 Euro/m² für die zusätzlichen Kosten für den Mehraufwand. Damit wird nicht nur der Klimaschutz in der Stadt weiter gestärkt, sondern auch die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner. Die Unterstützung gilt für viele Projekte, von kleinen privaten Maßnahmen ab 100 m² begrünter Dachfläche bis hin zu großflächigen gewerblichen und kommunalen Bauvorhaben. Für die Begrünung von Fassaden werden wie im bisherigen Umfang weiterhin 50 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen. Die Antragstellung für die Förderung ist einfach und unbürokratisch. Interessierte können sich über die Homepage des IBB Business Teams informieren und ihre Anträge dort einreichen. Für fachliche Fragen rund um die Gebäudebegrünung steht das Team der Regenwasseragentur Berlin zur Verfügung, das Antragstellenden mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit der Erhöhung der Fördersätze setzt Berlin erneut ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und die Verbesserung des urbanen Lebensraums. Grüne Dächer – und auch Fassaden – sind nicht nur ein effektiver Beitrag zur Reduzierung von sommerlicher Hitze, sondern auch ein attraktiver Bestandteil für eine moderne und nachhaltige Stadtentwicklung. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sorgt dafür, dass Berlin nachhaltiger wird und sich gut auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet. Das beinhaltet auch, Projekte zu fördern, die der Klimaanpassung dienen und die Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner verbessern.
In das Solarkataster NRW, ein zentrales Werkzeug für die Planung und den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen in Nordrhein-Westfalen, wurde ein neues Werkzeug integriert: den Ertragsrechner für Neubauten und Fassaden. Der Ertragsrechner ermöglicht bereits bei der Planung eines Neubaus oder der Installation an Fassaden den Ertrag und damit die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage zu berechnen. Die Nutzung der Sonnenenergie ist entscheidend für die Energiewende und die Erreichung der Klimaschutzziele in NRW. Mit Stand Ende 2024 waren in NRW etwa 690.000 Photovoltaik-Anlagen auf und an Gebäuden installiert, ergänzt durch rund 160.000 Steckersolaranlagen („Balkonkraftwerke“) und 1.100 Freiflächenanlagen. „Mit dem Neubaurechner haben wir das Solarkataster um ein innovatives Werkzeug ergänzt, um den Ausbau von Photovoltaik in Nordrhein-Westfalen effizienter zu gestalten“, erklärte Elke Reichert, Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). „Wir ermöglichen damit allen Nutzerinnen und Nutzern, bereits bei der Planung eines Neubaus eine möglichst effiziente Versorgung über Sonnenenergie mitzudenken und in die Kalkulation der Baukosten aufzunehmen.“ Der neue Ertragsrechner ermöglicht es, einen konkreten Standort in Nordrhein-Westfalen auszuwählen und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für eine Photovoltaikanlage durchzuführen. Die Daten zur solaren Energie sind flächendeckend verfügbar, sodass auch für noch nicht erfasste Gebäude eine Analyse möglich ist. Der Rechner bietet die Möglichkeit, zwischen Dach- und Fassadenanlagen zu unterscheiden, die Neigung der Dachfläche individuell einzustellen und die Himmelsausrichtung anzupassen. Nutzer können zudem ihre Angaben zum Verbrauchsprofil, Stromverbrauch, Anlagengröße, Speicheroptionen, Finanzierungsform und Inbetriebnahme individuell anpassen. Das Solarkataster NRW, in dem auch der neue Ertragsrechner zu finden ist, bietet umfassende Daten zu den Potenzialen und dem Bestand der Photovoltaik in NRW. Es ermöglicht eine Solarpotenzialanalyse für alle Gebäude im Land und unterstützt die Planung von Solaranlagen auf Dächern, Fassaden und Freiflächen. Besonders beliebt sind die Daten zu Photovoltaik an Gebäuden, da für rund 11 Millionen Gebäude in NRW ein Solarpotenzial berechnet und die Dachflächen einer Eignungsprüfung unterzogen wurden. Zusätzlich finden sich Daten und Karten zur Freiflächen-Photovoltaik im Solarkataster, einschließlich aktuell geltender Flächen- und Förderkulissen sowie einer Karte der „Suchflächen“ für potenzielle Freiflächenanlagen. In den kommenden Monaten wird das Solarkataster um die Möglichkeit erweitert, Steckersolaranlagen zu berechnen. Diese Anlagen dürfen maximal 800 Watt über die Steckdose ins Stromnetz einspeisen. Das Solarkataster NRW wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) im Fachzentrum „Klimaanpassung, Klimawandel, Wärme und Erneuerbare Energien“ gepflegt. Das Fachzentrum erarbeitet Grundlagendaten und Lösungsansätze für die Herausforderungen, die sich aus dem anthropogenen Klimawandel und der Energiewende ergeben. Thematische Schwerpunkte sind die Anpassung an den Klimawandel sowie die Strom- und Wärmewende. Das Fachzentrum betreibt die beiden digitalen Fachinformationssysteme Klimaatlas NRW und Energieatlas NRW, in denen die Arbeitsergebnisse für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Wirtschaft und Politik zum Teil adressscharf und regionalisiert zur Verfügung gestellt werden. www.energieatlas.nrw.de www.solarkataster.nrw.de zurück
UBA-CO2-Rechner - neues Gewand mit verbesserter Nutzerführung Beim UBA-CO2-Rechner wurden in diesem Jahr nicht nur die Rechenfaktoren aktualisiert, sondern auch Verbesserungen in der Nutzerführung umgesetzt. Neben einer neuen Landingpage finden sich jetzt u. a. direkte Ausfüllhilfen bei den Abfragen. Zudem wurde auch das Tool „Meine Klimapolitik“, das die Bedeutung von politischen Maßnahmen auf den persönlichen CO2-Fußabdruck veranschaulicht, neu umgesetzt. Seit 2019 haben über 2 Million Menschen den UBA -CO 2 -Rechner genutzt. Im Zuge der jährlichen Aktualisierungsroutine wurden jetzt einige grundlegende Verbesserungen umgesetzt. Dies fällt schon auf der Startseite direkt ins Auge: Neben dem CO 2 -Schnellcheck mit nur 12 Fragen und dem detaillierten Berechnungstool „Meine CO 2 -Bilanz“ mit integriertem Flugrechner finden Sie nun weitere Rechnerangebote wie den Veranstaltungsrechner oder verschiedene CO 2 -Rechner für Kulturbetriebe. Auch weiterführende Angebote des Umweltbundesamtes (UBA) zum nachhaltigen Konsum, wie die UBA-Umwelttipps und die Denkwerkstatt Konsum , werden vorgestellt und verlinkt. Die Ausfüllhinweise und Hintergrundinformationen wurden auf der Basis der vielfältigen Rückmeldungen von Nutzer*innen neu konzipiert und formuliert. Sie finden sich nutzerfreundlich bei den entsprechenden Eingabefeldern und erleichtern das Ausfüllen. Der Rechner berechnet jetzt auch direkt bei der Eingabe Zwischenergebnisse und weist diese sofort aus. Dies ist nicht nur praktisch, sondern fördert auch die Transparenz und das Verständnis für die Wirkung von einzelnen Maßnahmen auf den persönlichen CO 2 -Fußabdruck. Ergänzungstool „Meine Klimapolitik“ Unsere persönliche CO 2 -Bilanz ist abhängig von unserem Verhalten und von persönlichen Rahmenbedingungen (z. B. ob zur Miete oder im Eigentum, in der Stadt oder auf dem Land wohnend). Sie wird aber auch in hohem Maße durch politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst (z. B. durch Förderprogramme für energetische Sanierungen oder für erneuerbare Energien, Vorgaben für die Effizienz von Haushaltsgroßgeräten und die Emissionen von Pkw). Mit dem Tool „Meine Klimapolitik“ können Nutzende deshalb in den fünf Konsumfeldern des CO 2 -Rechners ihre eigene Klimapolitik mit entsprechenden politischen Maßnahmen zusammenstellen. Das Tool berechnet auf der Basis aktueller Politikszenarien des Umweltbundesamts den Effekt, den die gewählten Maßnahmen voraussichtlich auf den durchschnittlichen CO 2 -Fußabdruck der Gesamtbevölkerung hätten. Gleichzeitig kann geprüft werden, ob mit der gewählten Klimapolitik die deutschen Klimaschutzziele bis 2030 und 2045 erreicht werden könnten. Der persönliche Handabdruck: CO 2 -Vermeidung bei anderen Viele individuelle Handlungsmöglichkeiten für wirksamen Klimaschutz können mit dem Konzept des persönlichen CO 2 -Fußabdrucks nicht oder nur teilweise erfasst werden. Wer z.B. die energetische Sanierung eines Mehrfamilienhauses initiiert, reduziert tonnenweise Treibhausgasemissionen bei den Bewohner*innen, ohne dass sich dies im eigenen CO 2 -Fußabdruck abbildet. Gleiches gilt für Personen, die z. B. ihren Arbeitgeber motivieren, eine große Solaranlage auf das Dach des Betriebsgebäudes zu installieren, den Fuhrpark an eine Carsharingorganisation anzubinden oder ein Energiemanagementsystem einzuführen. Für die Bewertung von individuellen Klimaschutzmaßnahmen ist es daher wichtig, nicht nur die „CO 2 -Einsparung bei sich selbst“ (Fußabdruck), sondern auch die „CO 2 -Einsparung bei anderen“ (Handabdruck) zu berücksichtigen. Im UBA-CO 2 -Rechner werden deshalb in drei Fällen „CO 2 -Einsparungen bei anderen“ quantifiziert und ausgewiesen, um auf die hohe Bedeutung des persönlichen Handabdrucks zumindest in den Fällen hinzuweisen, wo eine Quantifizierung möglich ist. Konkret betrifft dies die Einspeisung des Stroms aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage, klimafreundliche Geldanlagen und freiwillige Zahlungen zur Kompensation von Treibhausgasen. Über den UBA-CO 2 -Rechner Mit dem UBA-CO 2 -Rechner kann jede und jeder den persönlichen CO 2 -Fußabdruck mit unterschiedlicher Detailtiefe und transparenten Ergebnisdarstellungen bestimmen. Das Onlinetool wird von Bürgerinnen und Bürgern, von Medien, im Rahmen von wissenschaftlichen Studien und Bildungsveranstaltungen, aber auch zur Bestimmung von Zahlungen zur freiwilligen Kompensation intensiv genutzt. Im Factsheet „ Einsatzmöglichkeiten des UBA-CO 2 -Rechners in Kommunen “ finden sich hierzu nützliche Hinweise und Praxisbeispiele. Den Rechner gibt es seit 2008. Mit dem Aufkommen der Fridays-for-Future-Bewegung haben sich die Zugriffszahlen etwa versechsfacht. Der CO 2 -Rechner wird jährlich aktualisiert. Datengrundlage für den UBA-CO 2 -Rechner sind u. a. die jeweils aktuellen Daten der AG Energiebilanzen zum Energieverbrauch in Deutschland, Daten aus dem Emissionsberechnungsmodell TREMOD für Verkehrsemissionen sowie Daten der umweltökonomischen und volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Ein direkter Vergleich mit den Werten aus der nationalen Treibhausgasberichterstattung ist nicht möglich, da der UBA- CO2 -Rechner auch den Import von Waren sowie den internationalen Flugverkehr berücksichtigt. Eine Ausführliche Darstellung der Berechnungs- und Datengrundlagen findet sich in den „ Hintergrundinformationen zur Version 5.0 “.
Sachsen-Anhalt zählt bundesweit zu den Vorreitern beim Ausbau erneuerbarer Energien. Bereits heute wird hier viel Strom mit Windkraft und Photovoltaik erzeugt, manchmal sogar zu viel. Denn der Ausbau der Stromnetze hat erst in den vergangenen drei Jahren richtig Fahrt aufgenommen. Um grünen Strom besser einzusetzen und einen Beitrag zur klimaneutralen Transformation zu leisten, wirbt Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann dafür, Elektroautos in den kommenden Jahren verstärkt als Stromspeicher zu nutzen. „An wind- und sonnenreichen Tagen müssen wir immer häufiger Windräder und PV-Anlagen herunterregeln, weil sonst die Netze überlastet werden. Neben dem weiteren Ausbau der Stromnetze, dem Bau von Großspeichern und Power-to-Heat-Anlagen könnten in den kommenden Jahren auch Elektroautos verstärkt als Energiespeicher genutzt werden“, erklärte Willingmann am heutigen Freitag. Denn mit einer durchschnittlichen Batterie eines Elektroautos könnte schon heute ein Vier-Personen-Haushalt gut zwei Tage mit Strom versorgt werden. Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr bereits ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht, mit dem der Weg für das so genannte bidirektionale Laden regulatorisch und steuerlich geebnet werden sollte. Durch den Bruch der Berliner Regierungskoalition wurde das Gesetz zur Modernisierung und zum Bürokratieabbau im Strom- und Energiesteuerrecht im Bundestag jedoch nicht mehr verabschiedet. Willingmann hofft, dass die nächste Bundesregierung das Thema wieder aufgreifen wird. „Wir werden die Energiewende vor allem dann erfolgreich gestalten, wenn wir innovative Lösungen wie das bidirektionale Laden fördern“, so der Minister. „Wer eine PV-Anlage auf dem Dach hat, könnte den produzierten Strom gleich selbst im Auto speichern und nutzen. Darüber hinaus würden Stromverbraucher grundsätzlich profitieren, weil künftig weniger Erzeugungsanlagen kostenintensiv abgeregelt werden müssten.“ Nach Angaben der Bundesnetzagentur stieg die abgeregelte Leistung in Sachsen-Anhalt von 253 Gigawattstunden im Jahr 2020 auf 665 Gigawattstunden im Jahr 2023. Die Kosten für die Abregelung beliefen sich 2023 bundesweit auf 3,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Elektroautos ist in Sachsen-Anhalt zuletzt beständig gestiegen. Zum 1. Oktober 2024 waren insgesamt 33.300 Fahrzeuge gemeldet, davon 18.676 reine Elektroautos und 14.041 Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid-Antrieb. Der Marktanteil belief sich auf 2,6 Prozent. Zum Vergleich: 2020 waren lediglich 2.589 Fahrzeuge gemeldet (Marktanteil: 0,2 Prozent). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X
Webinar Die Photovoltaik soll einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. Dementsprechend erlebt die Technik gegenwärtig einen Boom. Dabei steht nicht nur die "klassische" Nutzung von Dachflächen im Fokus, sondern die Photovoltaik entwickelt sich fort. Davon zeugen neue Nutzungskonzepte und Arten "besonderer Solarflächen", wie etwa die "Agrar-PV" über landwirtschaftlich genutzten Flächen oder die in Deutschland gerade fußfassende "Floating-PV"-Nutzung, also die Errichtung von "schwimmenden PV-Anlagen" auf Seen und Gewässern. Der Gesetzgeber fördert diese Anlagen, macht zugleich aber auch umfangreiche umweltrechtliche Vorgaben und unterstellt die Errichtung der Anlagen zu Lande der gemeindlichen Bauleitplanung.
Der 17. Europäische Dorferneuerungspreis steht unter dem Motto "Brücken bauen". Im Oktober 2022 hat die Jury 21 Dörfer in zwölf Ländern besucht. Dabei hat sich die Jury vor Ort über den Stand der Landentwicklungs- und Dorferneuerungsaktivitäten informiert und die Menschen kennengelernt, die hinter den Projekten stehen. Als Sieger des Dorfwettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" hat sich Quarnebeck , Ortsteil von Wenze (Altmarkkreis Salzwedel), für den 26. Bundeswettbewerb qualifiziert. Der Ort wurde mit Silber ausgezeichnet und erhielt einen Sonderpreis für "Engagement gegen Extremismus". Aufgrund der Erfolge auf Landes- und Bundesebene hatte das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Quarnebeck für den Europäischen Dorferneuerungswettbewerb 2022 nominiert. Nach einer Ortsbereisung hat die Jury den Altmarkort mit dem "Europäischen Dorferneuerungspreis in Silber" für besondere Leistungen in zahlreichen Bereichen der Dorfentwicklung ausgezeichnet. So urteilte die Jury: "Quarnebeck, Sachsen-Anhalt, Deutschland, stemmt sich als kleines Dorf in der dünn besiedelten Altmark beeindruckend gegen Abwanderung, Überalterung und Ohnmacht, indem es als eine große Gemeinschaft die eigenen Ressourcen vollumfänglich und nachhaltig nutzt und in diesem Lebensmodell aus Mehrgenerationenhilfe und Willkommenskultur attraktiv für Neue und Neues ist. Als Teil des Biosphärenreservates Moor Drömling sind Umwelterziehung, Blühstreifen, eine Geburtenwiese mit alten Obstsorten, Insektenhotels, Nistplätze gefährdeter Vogelarten im ehemaligen Trafoturm, eine zertifiziert nachhaltige Waldbewirtschaftung fester Bestandteil des Dorflebens. Ein Biolandwirtschaft- Erlebnishof lockt RadfahrerInnen und Wohnmobile aus ganz Europa in das Dorf. Der neue Schlosserbetrieb in einem ehemaligen Stall ist energieautark dank Hackschnitzelheizung und PV-Anlagen auf dem Dach. Öffentliche W-Lan-Spots und Klönbänke, kurze Wege per Rad oder lange per Rufbus, auch als gemeinschaftliche Kulturfahrten, ein selbst getragenes Gemeinschaftshaus – vieles wird klug, mit wenigen Mitteln und viel Engagement betrieben. Als Leuchtturm strahlt das alle zwei Jahre von Jugendlichen aus Quarnebeck und Umgebung veranstalteten Musik- und Familienfest 'RoQ keeps equality', das mit Installationen, (Sofa-)konzerten und Workshops Zeichen setzt gegen Extremismus und für Dialog." Quarnebeck liegt im nördlichen Teil des Naturparkes Drömling an einer alten Heerstraße. Mit seinen Aktivitäten ist der Ort ein kultureller Leuchtturm für die Region. Die engagierte Dorfgemeinschaft integriert Musikfestivals ("RoQ keeps equality"), Kabarettabende, Weihnachtsmärkte und Klönbänke fest ins Dorfleben. Unter dem Motto "Nachhaltigkeit auf kurzem Weg" schaffen die rund 180 Einwohner Blühwiesen als Nahrungsquelle für Bienen und Insekten. Die Verleihung der Europäischen Dorferneuerungspreise 2022 findet im Mai 2023 im Hofheimer Land (Bayern) statt.
Staatssekretär Dr. Steffen Eichner besuchte am 13.09.2024 die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft Mitteldeutschland mbH in Köthen. In der Umweltallianz Sachsen-Anhalt engagiert sich die MIDEWA bereits seit dem 16. Oktober 2000 mit der Weiterführung eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 in ihrem Unternehmen. Die MIDEWA ist ein Infrastrukturdienstleister für Kommunen und Industrie. Das Kerngeschäft besteht in der Trinkwasserversorgung von fast 300 000 Menschen. Mit drei Niederlassungen in den Städten Lutherstadt Eisleben, Köthen (Anhalt) und Merseburg und insgesamt sieben Versorgungsbereichen ist die MIDEWA Wasserversorger für 57 Städte und Gemeinden. Darüber hinaus erbringt das Unternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Abwasserentsorgung, Öffentliche Beleuchtung, Fernwärme und Bäderbetrieb. Das Wasserwerk Süd in Köthen speist seine Pumpen mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Die 380 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach des Wasserwerks soll im Laufe eines Jahres rund ein Fünftel des Strombedarfs liefern. Insgesamt verfügt die erste Photovoltaik-Anlage der MIDEWA über eine Leistung von 77,4 kWp und spart jährlich ca. 32 Tonnen CO 2 ein. Zudem führt das Unternehmen in Schulen und Kindertagesstätten Bildungsprojekte durch mit dem Ziel, so früh wie möglich für den sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren. Die regionale Verwurzelung der MIDEWA zeigt sich bei den aufgestellten Trinkwasserbrunnen vor Rathäusern, an Spielplätzen oder an Wanderwegen. Das Unternehmen macht sich schon seit langem für mehr Trinkpunkte stark. Gemeinsam mit Staatssekretär Dr. Eichner besichtigten Dr. Sandra Hagel (Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz), Toni Wasserzier (Geschäftsführer der Veolia Klärschlammverwertung Deutschland) sowie weitere Vertreter der Umweltallianz das Unternehmen. Nach einer Begrüßung durch die Geschäftsführer Uwe Störzner und Julien Malandain stellte sich die MIDEWA vor. Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu aktuellen Themen und Herausforderungen im Unternehmen aus.
Eignung einer Dachfläche für Photovoltaik, Datengrundlage aus dem Jahr 2008:Eignung einer Dachfläche für Photovoltaik, Datengrundlage aus dem Jahr 2008
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