API src

Found 179 results.

Related terms

Sonnenscheindauer Jahressumme

Der Layer Sonnenscheindauer zeigt die mittlere Sonnenscheindauer pro Jahr aus dem Zeitraum von 1991 bis 2020. Die Maßeinheit der Sonnenscheindauer ist Stunden pro Jahr. Die Daten stammen aus dem Strahlungs- und Klimamessnetz des Deutschen Wetterdienstes.

Klimastatistische Einordnung des meteorologischen Herbstes 2023 Einordnung von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein

Der Herbst 2023 war der zweitwärmste seit 1881, brachte deutlich mehr Niederschlag als üblich, und die Sonnenscheindauer übertraf das langjährige Mittel ebenfalls. Im Folgenden wird zunächst ein Überblick über die einzelnen Monate gegeben, am Ende wird der gesamte Herbst 2023 zusammenfassend bewertet. Die angegebenen Monatsmittelwerte beziehen sich dabei auf das Mittel der Fläche des Landes Sachsen-Anhalt (Quelle: Deutscher Wetterdienst). Der September erreichte ein Monatsmittel von 17,8 °C und war damit zusammen mit 2016 der wärmste September seit 1881 in Sachsen-Anhalt. Die Abweichung zur Klimaperiode von 1961 bis 1990 beträgt 4,0 K und im Vergleich zum 30-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2020 3,4 K. Damit war der September auch wärmer als ein durchschnittlicher Juli, teils lagen die Tagesmitteltemperaturen fast 8 K oberhalb der Normalwerte, wie zum Beispiel an der Wetterstation in Magdeburg, deren Temperaturverlauf der Tagesmitteltemperatur im September in Abbildung 1 dargestellt ist. Entsprechend konnten verbreitet um 15 Sommertage (Tageshöchsttemperatur von mindestens 25,0 °C) registriert werden. Mit 19 Sommertagen führt Bernburg die Statistik an. Ebenso gab es ungewöhnlich viele heiße Tage (Tageshöchsttemperatur von mindestens 30 °C) gerade in der Mitte Sachsen-Anhalts. Spitzenreiter war hier Huy-Pabstorf nördlich des Harzes mit insgesamt 7 heißen Tagen. Dort wurde auch die höchste Temperatur des Septembers gemessen, welche mit 32,3 °C am 09. September erreicht wurde. Die Niederschlagssumme im September in Sachsen-Anhalt betrug 18,9 mm. Damit wurden gegenüber der Referenzperiode von 1961 bis 1990 nur 45,5 % des erwartbaren Niederschlags erreicht. Im Vergleich zur Periode von 1991 bis 2020 waren es nur 38,2 %. Besonders trocken war es im Osten Sachsen-Anhalts. So wurden in Wittenberg lediglich 3,2 mm Niederschlag gemessen. Damit war Wittenberg im September sogar die trockenste Station in ganz Deutschland. Die Sonnenscheindauer im September betrug 248,0 Stunden, was 172,4 % der im 30-jährigen Zeitraum 1961 bis 1990 üblichen Sonnenscheindauer entspricht. Im Vergleich zum Zeitraum von 1991 bis 2020 wurden 157,1 % erreicht. Damit war der September der zweitsonnigste nach 1959 und der sechste zu sonnige in Folge. Im Oktober 2023 wurde in Sachsen-Anhalt eine Monatsmitteltemperatur von 12,2 °C erreicht. Damit war der Monat um 2,9 K wärmer als die Referenzperiode von 1961 bis 1990 und um 2,6 K wärmer als die Klimaperiode von 1991 bis 2020, sowie der 5. wärmste Oktober seit 1881. Wie schon der September war auch der Oktober von sehr milden Luftmassen geprägt. Ein kurzer Kaltlufteinbruch zur Monatsmitte (siehe Abbildung 1) verhinderte, dass der Monat zu den drei wärmsten zählte. Gerade der Monatsbeginn brachte nochmals Sommerwetter, am 2. Oktober wurde verbreitet ein Sommertag mit mehr als 25 °C registriert. Bernburg war dabei die wärmste Station mit 28,1 °C. Auch am folgenden Tag wurden in Osterfeld und Zeitz nochmals 25 °C gemessen, wobei Osterfeld am 11. Oktober den spätesten Sommertag des Jahres 2023 in Sachsen-Anhalt messen konnte. Der Oktober brachte insgesamt 90,3 mm Niederschlag, was 253,6 % der Klimaperiode von 1961 bis 1990 entspricht. Gegenüber dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 sind es 209,0 % des Niederschlags. Damit ist der Oktober der achtnasseste seit 1881 in Sachsen-Anhalt. Während im Regenstau des Harzes fast 200 mm Niederschlag auf dem Brocken und in Wernigerode gemessen werden konnten, war es im Regenschatten des Harzes im Mansfelder Seengebiet vergleichsweise trocken mit 52,4 mm in Röblingen. Durch die wiederholten Regenfälle blieb der Oktober mit 81,2 Sonnenstunden unter dem langjährigen Mittel. Im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 wurden lediglich 77,9 % und zur Periode von 1991 bis 2020 72,6 % des Solls erreicht. Die sehr warme Phase aus den beiden Vormonaten setzte sich auch im November fort. Erst zum Beginn der dritten Dekade gingen die Temperaturen auf Normalniveau bzw. darunter zurück. Somit schließt der Monat November in Sachsen-Anhalt mit einer Mitteltemperatur von 5,9 °C. Dies entspricht einer Abweichung gegenüber der Klimaperiode von 1961 bis 1990 von 1,2 K und zur Periode von 1991 bis 2020 von 0,8 K. Zu Monatsbeginn wurden dabei in Querfurt und Bad Lauchstädt mit 15,1 °C die höchsten Temperaturen gemessen. Der November brachte in Sachsen-Anhalt im Mittel 77,4 mm Niederschlag. Dies entspricht 180,4 % gegenüber der Klimaperiode von 1961 bis 1990 und 175,2 % gegenüber der 30-jährigen Periode von 1991 bis 2020. Der November 2023 war damit der neuntnasseste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881. Während im Harz teils über 200 mm Niederschlag (Wernigerode-Schierke und Sorge) gemessen werden konnten, fielen in Freyburg (Unstrut) nur 49,4 mm Niederschlag. Die Sonne zeigte sich im November 2023 in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 41,2 Stunden. Das entspricht gegenüber 1961 bis 1990 lediglich 81,6 % der üblichen Sonnenscheindauer und 73,8 % zu 1991 bis 2020. Besonders wenig Sonne gab es auf dem Brocken, dort schien sie insgesamt nur 11,1 Stunden, was im Vergleich zu 1961 bis 1990 22,2 % der üblichen Sonnenscheindauer entspricht. Der Herbst 2023 lag mit 12,0 °C um 2,8 K über dem Mittelwert der Klimaperiode 1961 bis 1990. Gegenüber dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 2,3 K. Somit war der diesjährige Herbst nach 2006 der zweitwärmste seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881. Durch die sehr feuchten Monate Oktober und November konnte der trockene September mehr als ausgeglichen werden. Insgesamt fielen 186,6 mm Niederschlag, dies entspricht 155,4 % des Niederschlags der Klimaperiode von 1961 bis 1990 und 136,4 % im Vergleich zum 30-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2020. Im Herbst konnten 370,4 Sonnenstunden registriert werden. Damit war der Herbst dank des zweitsonnigsten September seit 1951 auch insgesamt zu sonnig mit 124,0 % im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 und 113,8 % zur Klimaperiode von 1991 bis 2020.

Der meteorologische Sommer 2024 aus klimatischer Sicht und die Bedeutung für die erneuerbaren Energien Einordnung von Temperatur, Niederschlag, Sonnenscheindauer sowie ein Überblick zur Auslastung erneuerbarer Energien Der Sommer aus klimatischer Sicht Der Sommer 2024 aus Sicht der Erneuerbaren Energien Windkraft Solar

Der Sommer 2024 war in Sachsen-Anhalt zu warm mit überdurchschnittlich vielen Tagen mit mehr als 25 °C und 30 °C und sonnenscheinreicher als im Durchschnitt. Der Niederschlag bewegte sich im Rahmen des langjährigen Mittels. Durch wiederholte Gewitter verteilte sich der Niederschlag räumlich und zeitlich aber sehr ungleichmäßig. Reichlich Sonnenschein sorgte für eine gute Auslastung der solar getriebenen Erneuerbaren Energien.  Die windgetriebenen Kraftwerke waren nicht gut Ausgelastet. Diese konnten nur an wenigen Tagen die solargetrieben in der Auslastung übertreffen. Nach den sehr milden bzw. warmen Vormonaten war die positive Temperaturanomalie im Juni etwas geringer. Dennoch war der Monat mit 17,3 °C um 1,2 K wärmer als im Klimamittel von 1961 bis 1990 üblich. Im Vergleich zum 30-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 0,4 K. In der ersten Monatshälfte war es dabei längere Zeit kühl mit Temperaturen überwiegend unterhalb der 20 °C. In der zweiten Monatshälfte wurde es zunehmend sommerlich und zum Monatsende konnten einzelne Tage über 30 °C gemessen werden, am wärmsten war es dabei am 26.06. mit 33,1 °C in Genthin. An der LÜSA-Station in Magdeburg erreichte das Thermometer sogar 36,0 °C. Im Juni 2024 fielen im Flächenmittel Sachsen-Anhalts insgesamt 59,8 mm Niederschlag. Dies entspricht gegenüber dem langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 95,2 % und im Vergleich zum 30-jährigen Klimamittel von 1991 bis 2020 wurden 107,7 % erreicht. Dabei regnete in einem Streifen vom südlichen und östlichen Harzvorland bis nach Anhalt deutlich mehr als üblich, wie z.B. in Jeßnitz mit 113,6 mm bzw. 192,5 %, während in der Altmark und dem äußersten Süden Sachsen-Anhalts nicht einmal die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge ankam. So fielen im nördlichen Harzvorland in Hötersleben-Barneberg mit 26,3 mm nur 39,6 % der von 1961 bis 1990 üblichen Niederschlagsmenge, in Zeitz mit 33,3 mm nur 46,5 %. Außerdem gab es gerade am 01. Juni und in der zweiten Monatshälfte teils kräftige Gewitter, die punktuell große Niederschlagsmengen brachten. So fielen am 01. Juni in Weißenfels-Wengelsdorf 49,5 mm Niederschlag. Am 21. Juni brachten die Gewitter zum Beispiel in Zörbig mit 47,0 mm und in Jeßnitz mit 41,7 mm die höchsten täglichen Niederschlagsmengen. Mit 224,3 Sonnenstunden erreichte der Juni 2024 in Sachsen-Anhalt 109,5 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und 100,6 % zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Weniger Sonnenschein gab es zu Beginn des Monats und um die Monatsmitte, länger zeigte sich die Sonne zwischen 06. und 13. Juni bzw. ab dem 23. Juni bis zum Ende des Monats. Nach einem kühlen und wechselhaften Start in den Juli setzte sich am dem 6. des Monats häufig sommerlich warme Luft durch und es wurden wiederholt heiße Tage (Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von 30 °C oder mehr) gemessen. So konnten im Süden Sachsen-Anhalts in Osterfeld und Zeitz bis zu acht solcher Tage registriert werden, während es in der Altmark drei heiße Tage gab. Somit erreichte der Monat eine Mitteltemperatur im Flächenmittel Sachsen-Anhalts von 19,4 °C und war damit um 1,8 K wärmer als die Referenzperiode von 1961 bis 1990, im Vergleich zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 0,3 K. Mit insgesamt 81,5 mm bzw. 156,2 % Niederschlag war der Juli 2024 feuchter als die Referenzperiode 1961 bis 1990. Vergleicht man mit dem 30-Jahreszeitraum von 1991 bis 2020 wurden 114,2 % des Solls erreicht. Dabei sorgten wiederholt kräftige Gewitter für eine ungleichmäßige Verteilung der Niederschläge. Während in Dessau-Roßlau-Rodleben mit 123,5 mm 254,1 % des Mittels von 1961 bis 1990 erreicht wurden, waren es an der LÜSA-Station in Leuna nur 37,5 mm und in Dederstedt im Seegebiet Mansfelder Land mit 40,5 mm Niederschlag nur 84,4 % im Vergleich zum Referenzzeitraum von 1961 bis 1990. Oft kam ein Großteil des Monatsniederschlags an nur einem Tag herunter. So fielen zum Beispiel am 27. Juli in Loburg 51,8 mm und in Walternienburg-Ronney 49,7 mm Niederschlag. Der Juli brachte in Sachsen-Anhalt 239,7 Sonnenstunden. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 115,8 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 106,5 % erreicht. Der wärmste Sommermonat war der August, der auch gleichzeitig der 7.-wärmste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 war. Dabei erreichte der Monat eine Mitteltemperatur von 20,6 °C. Der Monat lag damit um 3,5 K über der Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. um 2,0 K über dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Am größten waren die Abweichungen in südlichen und mittleren Landesteilen, hier wurden auch die meisten heißen Tage registriert, so zum Beispiel 10 Tage in Zeitz oder 9 Tage in Köthen, Osterfeld und Wittenberg. Der wärmste Tag des Sommers war dabei der 29. August, der an drei Orten die 35 Grad Marke erreichte und überschritt. Dies passierte beispielsweise mit 35,0 °C in Genthin und 35,2 °C in Demker und Möckern-Drewitz. An der LÜSA-Station in Bernburg konnten sogar 36,1 °C gemessen werden. Die Niederschlagsmenge im Flächenmittel Sachsen-Anhalts betrug im August lediglich 38,0 mm. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 64,4 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 65,8 % erreicht. Der Monat startete in den ersten Tagen wechselhaft und feucht, dann blieb es aber in weiten Landesteilen bis zum Monatsende überwiegend trocken. Im Zusammenhang mit viel Sonnenschein und den hohen Temperaturen stieg die Waldbrandgefahr deutlich an. Mit nur 5,7 mm Niederschlag war Walternienburg-Ronney nicht nur der trockenste Ort Sachsen-Anhalts, sondern auch der trockenste Ort im August in ganz Deutschland. Erneut sorgten punktuelle Gewitter für lokal enorme Regenmengen. So beispielsweise in Kemberg-Radis, als am 14. August durch Gewitter alleine 84,0 mm Niederschlag fielen und im Gesamtmonat 118,4 mm. Mit 264,1 Sonnenstunden war der August der drittsonnigste seit 1951 in Sachsen-Anhalt. Dies entspricht 133,2 % im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 124,8 % im Vergleich zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Betrachtet man den gesamten Sommer vom 1. Juni bis zum 31. August, dann ergibt sich ein Temperaturmittel für die Fläche Sachsen-Anhalts von 19,1 °C. Dieses liegt 2,1 K über dem Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 0,9 K über dem Klimamittel von 1991 bis 2020. Dies ist vor allem dem sehr warmen August geschuldet, der durchweg ein Hochsommermonat war. Im Sommer konnten in Zeitz insgesamt 20 Tage mit 30 °C oder mehr gemessen werden, bei den Sommertagen mit 25 °C oder mehr führt Köthen mit 58 Tagen die Statistik an. Darüber hinaus gab es gerade im Süden und Osten des Landes viele warme Nächte. Vier dieser Nächte waren in Zeitz und Wittenberg so genannte Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C gefallen ist. Über den Sommer hinweg sind 179,3 mm Niederschlag in Sachsen-Anhalt gefallen. Dies entspricht 103,0 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und gegenüber dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 97,1 %. Der Niederschlag war aber sehr ungleichmäßig verteilt. Wiederholte kräftige Gewitter sorgten für große Unterschiede auf engem Raum. So war Kemberg-Radis mit 338,0 mm bzw. 189,1 % im Vergleich zu 1961 bis 1990 der nasseste Ort in Sachsen-Anhalt. Hingegen fielen in Genthin mit 105,2 mm Niederschlag nur 61,7 % des Sommerniederschlags. Während des Sommers schien die Sonne in Sachsen-Anhalt 728,0 Stunden. Dies entspricht im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 119,4 % und zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 110,4 %. Berechnungsgrundlage: Betrachtet wurde die produzierte Leistung im Tagesmittel im Gebiet Ostdeutschlands und Hamburgs (Gebiet des Unternehmens 50Hertz). Die produzierte Leistung wurde ins Verhältnis zur installierten Leistung gesetzt und so die Auslastung berechnet. Davon wurde ein 10-jähriges Mittel gebildet. Die Auslastung der betrachteten Jahreszeit des aktuellen Jahres wird ins Verhältnis zur Auslastung im 10-jährigen Mittel für diese Jahreszeit gesetzt. Im Sommer haben die sonnengetrieben Erneuerbaren Energien aufgrund des Sonnenstandes und der Tageslänge oft eine größere Auslastung als die windgetriebenen Erneuerbaren Energien. Dies ist vor allem bei den für diese Jahreszeit typischen schwachwindigen und sonnenscheinreichen Hochdruckwetterlagen der Fall. Während tiefdruckgeprägter Phasen mit weniger Sonne und mehr Wind, war die Windkraft der Haupterzeuger erneuerbaren Stroms. Dies war vor allem an einzelnen Tagen im Juni (05., 11., 15., 22. und 28.) gut zu erkennen, siehe Abbildung unten. Sonst sorgte das überwiegend wechselhafte Wetter im Juni dafür, dass die Auslastung der Solaranlagen häufig unterhalb des Mittelwertes von 2010 bis 2019 lag. Eine sehr sonnige Phase zeigte sich auch in der Stromerzeugung zwischen dem 25. Und 27. Juni. Eine wechselhafte, windige und kühle Phase vom 30.06. bis 06.07. sorgte für einen deutlichen Rückgang der Stromerzeugung aus Sonnenenergie zu Beginn des Monats Juli auf teils unter 60 % im Vergleich zum Mittel 2010 bis 2019. Dies konnte aber durch die Windkraft mehr als ausgeglichen werden, welche in der Spitze teils mehr als das Doppelten der üblichen Strommenge lieferte. Danach spielte der Solarstrom wieder eine wichtige Rolle, da in den Folgewochen häufig windarmes und überwiegend sonniges Hochdruckwetter dominierte. Im August sorgten in den ersten drei Tagen viele Wolken und wenig Wind für geringe Auslastung der erneuerbaren Energien. Im Anschluss folgte überwiegend ruhiges und sonniges Hochdruckwetter, womit an vielen Tagen mehr Solarstrom, als im Mittel von 2010 bis 2019 üblich, produziert werden konnte. Im Zeitraum vom 21. bis 25. kam der Windkraft eine wesentliche Rolle zu. Ursache war ein kräftiges Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik dem ein kräftiges Hochdruckgebiet über Südosteuropa gegenüber stand. Letzteres sorgte bei uns für viel Sonnenschein und der hohe Gradient zwischen den Druckgebieten für reichlich Wind. In diesem Zeitraum war die addierte Stromerzeugung besonders hoch. Gerade bei den windgetriebenen Erneuerbaren Energien betrug die Auslastung bis zu 350 % der üblichen Auslastung im Mittel 2010 bis 2019. In den letzten Tagen des Monats bleib es überwiegend sonnig und schwach windig, sodass gerade die Photovoltaik mehr 20 % mehr Strom produzierte als im Mittel von 2010 bis 2019. Über den ganzen Sommer gesehen blieben Windkraft mit 86,2 % und Photovoltaik mit 88,0 % unterhalb des Mittels der Jahre 2010 bis 2019.

Stadtklimatologie

Im Rahmen des Projektes wird seit 1977 die Stadtklimastation Theresienstrasse betrieben, in der im 2-min-Zyklus die meteorologischen Elemente Temperatur, Feuchte, Wind, Windrichtung, Globalstrahlung, Sonnenscheindauer, Niederschlag und Luftdruck, in Dachniveau (27 m) und in 2 m Hoehe gemessen, registriert werden. Die Station wird derzeit um die Elemente Gegenstrahlung, Ausstrahlung des Bodens, Bodentemperatur, Lufttruebung (kontinuierlich) und Einstrahlung auf geneigte Flaechen ergaenzt. Die Messwerte werden geprueft und als Stundenmittelwerte archiviert. Neben einer routimemaessigen statistischen Bearbeitung des Materials wird insbesondere ein Stadt-Land-Vergleich mit den Messungen der Flugwetterwarte Riem des DWD und des Meteorologischen Observatoriums Garching des Meteorologischen Instituts durchgefuehrt.

Solare Ressourcen und Vorhersagen für die Netz- und Marktintegration von Solarenergie, Teilvorhaben: Bewertung von Solardaten und -vorhersagen

Solare Ressourcen und Vorhersagen für die Netz- und Marktintegration von Solarenergie, Teilvorhaben: Analyse und Bewertung von Methoden für Solarstrahlungsdaten und Vorhersagen

Solare Ressourcen und Vorhersagen für die Netz- und Marktintegration von Solarenergie, Teilvorhaben: Regionale PV-Leistungsvorhersage und Benchmark Solarleistungsprognose aus numerischen Wettermodellen

Anomalies of monthly mean of sunshine duration: grid data

Grids of anomalies of monthly mean sunshine duration derived from CLIMAT bulletins on a 0.1x0.1 degree grid (reference period 1961-1990), provided by WMO RA VI Regional Climate Centre (RCC) on Climate Monitoring

Monthly mean of sunshine duration: grid data

Grids of monthly mean sunshine duration derived from CLIMAT bulletins on a 0.1x0.1 degree grid, provided by WMO RA VI Regional Climate Centre (RCC) on Climate Monitoring

Anomalies of monthly mean of sunshine duration: maps

Maps of anomalies of monthly mean sunshine duration derived from CLIMAT bulletins on a 0.1x0.1 degree grid (reference period 1961-1990), provided by WMO RA VI Regional Climate Centre (RCC) on Climate Monitoring

1 2 3 4 516 17 18