Problemstellung: 1. Eine konsequente Umweltpolitik, national wie international, muss auf die Unterstuetzung der Bevoelkerung bauen koennen. Das Projekt untersucht die Entwicklung, Wichtigkeit und Ursachen des Umweltbewusstseins als Issue auf dem politischen Agenda im internationalen Vergleich der EG-Laender ('die Zehn') seit 1973. 2. Die Umweltbewegungen werden sowohl als Ausdruck der 'neuen Politik', als eine unter vielen neuen sozialen Bewegungen, verstanden, als auch als eine Reaktion auf unmittelbare Umweltbeeintraechtigungen. Im internationalen Vergleich wird versucht, die Ursachen der Unterstuetzung der neuen sozialen Bewegungen (und gruenen bzw. oekologischen Parteien) zu ergruenden, insbesondere hinsichtlich der Fragestellung: Wird die Umweltbewegung eher durch Betroffenheit oder durch kognitive und ideologische Mobilisierung ausgeloest? Zentrale Konzepte fuer die Analyse sind: Wertwandel, Ideologie, Integration (Akzeptanz), kognitive Mobilisierung, Theorie der 'policy-Arenen'. Zu 1. und 2. wird die Methode der Umfragedaten angewandt. Das Projekt hat zu diesem Zweck Fragebatterien im Eurobarometer in Auftrag gegeben.
Seitdem mit der Aufnahme von Natur- und Landschaftsschutzzielen in die Verfassung der jungen Weimarer Republik die allmähliche Institutionalisierung des Naturschutzes begann, vollzieht sich seine Geschichte im Spannungsfeld zwischen der sozialen Bewegung Naturschutz und dem staatlichen Naturschutz. Besonders die Zeit des Nationalsozialismus zeigt, wie scheinbare Macht des Naturschutzes als Herrschaftsinstrument für nationalsozialistische Interessen missbraucht wurde. Erst mit der beginnenden Natur- und Umweltschutzbewegung in demokratischen Zeiten - verstärkt in den 1970er-Jahren - gelang es dem Naturschutz, unter Nutzung demokratischer Instrumente dauerhafte Erfolge zu erzielen. Die Macht in der Demokratie war und ist damit auch für den Naturschutz eng mit der Unterstützung durch Öffentlichkeit und demokratische Politik verbunden. Auch Krisenzeiten, wie nach dem Ende der DDR, ermöglichen Erfolge im Naturschutz, wenn fachliche Grundlagen für einzelne Maßnahmen vorliegen und Maßnahmen damit auch rasch umgesetzt werden können, wie es für die ehemalige innerdeutsche Grenze, das heutige Grüne Band, der Fall war. Die Einbindung des nationalen Naturschutzes in die Naturschutzgesetzgebung der Europäischen Union hat in den letzten Jahrzehnten zu zentralen Fortschritten geführt, z. B. durch die Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie. Eine wesentliche Rolle im Naturschutz, die auch in "Natur und Landschaft" dokumentiert ist, spielt das Ehrenamt, ohne dass dessen starke Rolle jedoch zu einem Aufbau unabhängiger Naturschutzbehörden geführt hat. Gerade die Einbindung der Naturschutzbehörden in die Verwaltungsstrukturen hat zwar zu einer Stärkung des Naturschutzes im Verwaltungsvollzug geführt, ihn aber gleichzeitig bei staatlich geplanten Großprojekten geschwächt. Im Bereich der Landnutzung ist durch den Ausbau von Kooperationsprojekten in den letzten Jahren eine Trendwende hin zu einem neuen Verständnis für Naturschutzmaßnahmen auch der Landnutzerinnen und -nutzer eingeleitet worden, die aber noch eines gemeinsamen ökologisch-sozialen Rahmens bedarf, der nachhaltiges Wirtschaften auch dauerhaft ökonomisch honoriert.
Das Projekt zielt darauf ab, Synergiepotenziale zwischen umweltpolitischen Akteuren, Gewerkschaften sowie Wohlfahrts- und Sozialverbänden auszuloten und Kooperationsstrategien sowohl konzeptionell wie auch exemplarisch in der Praxis zu entwickeln. Die Heterogenität ihrer Interessen, Weltsichten, Funktionslogiken und Leistungserwartungen soll besser verstanden werden, um von hier aus die Bedingungen für kooperative Praktiken herauszuarbeiten. Neben der wissenschaftlichen Analyse initiiert und begleitet das Projekt einen Verständigungsprozess, der zur Planung und Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten zwischen potenziellen Bündnispartnern beitragen soll. Um diese Ziele zu erreichen, geht das Projekt folgenden zentralen Fragen nach: - Wie können vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen sowie im Anschluss an derzeitige umweltpolitische Strategien und Programme neue Zukunftsdebatten und Allianzen mit Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden gelingen? - Welche Themen, Problemlagen und Lösungswege eignen sich besonders, welche weniger? Welche gemeinsamen Interessen treten hervor, welche widerstreitenden Positionen lassen sich klären und zusammenführen, welche Differenzen können und müssen akzeptiert werden? - Wie können neue Kooperationsstrategien aussehen und inwieweit kann eine moderne integrierte Umweltpolitik diese gezielt unterstützen und nutzen? Das Projekt gliedert sich in vier Teile: 1. Systematisierende Bestandsaufnahme bisheriger Kooperationen von umweltpolitischen Akteuren mit Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie Identifizierung von gemeinsamen Themenfeldern und Zielen sowie Konflikten und Widersprüchen; 2. Analyse der Innensicht von Denk- und Handlungslogiken umweltpolitischer, gewerkschaftlicher und sozialpolitischer Akteure; 3. Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Ausgestaltung neuer Kooperationsstrategien; 4. Erprobung neuer übergreifender Strategien in der Praxis: Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von drei Modellprojekten zu ausgewählten Kooperationsstrategien auf regionaler/kommunaler Ebene
Development cooperation between northern donors and southern/eastern states is characterised by a variety of approaches, interests, varying degrees of stakeholder involvement, differences in priority setting, and modalities of engagement. Still, these variations are underpinned by a surprisingly similar perception of the causes of underdevelopment and the interventions required to overcome it. Indeed, development in its present guise is based on an understanding of, and guided by, an ontology of inclusive liberalism which differs slightly from the neo-liberal and Washington Consensus paradigms of the 1980s. The core ontology of inclusive liberalism, though, continues to be based on a market-growth paradigm, reflecting, in political economic terms, a capitalist imagination of a developed society . The formation of this mainstream has been supported by recent trends towards donor harmonisation , including procedures such as Poverty Reduction Strategy Papers. Its core marker, though, are the Millennium Development Goals (MDGs), which resulted from the 2000 UN Millennium Summit and the widely acclaimed United Nations Millennium Declaration. Amongst others, the MDGs include Goal Nr. 1 (MDG-1) to halve, between 1990 and 2015, the proportion of people whose income is less than Dollar1 a day. Enormous efforts were undertaken to implement these goals. However, while only four and a half years remain until 2015, there is still a huge gap between achievements and plans. Disenchantment starts to spread, but also reflection, and it appears that the MDGs - and especially MDG-1 - are becoming a crucial signifier for poverty-oriented development debates for advocates of the development mainstream as well as for critics and radical opponents. We therefore expect the emerging debate on poverty-oriented development policies beyond the MDGs (especially MDG-1) to play a crucial role in the shaping of future development interventions by northern donors as well as the states in the south/east. Thus, the overall goal of our project is to harvest on existing knowledge produced by the Swiss National Centre of Competence in Research North-South (NCCR N-S) and to produce insights that can critically inform the emerging global debate on poverty-oriented development policies beyond the MDGs. To do so, we established a working group of NCCR N-S researchers for work towards these four objectives: (1) To provide an overview on the positions, dimensions and challenges of the emerging debate; (2) To define core dimensions that emerge in this debate (e.g. the role of the state; of private companies, civic and social movements, the nature of underlying societal visions; etc.); (3) To critically assess these core dimensions based on the knowledge base available with NCCR N-S and beyond. usw.
Jochen Ahlswede Leiter der Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation Jochen Ahlswede leitet die Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation im BASE . Er hat Physik und Politikwissenschaften studiert und sich insbesondere mit Fragen der nuklearen Rüstungskontrolle und Nonproliferation beschäftigt. „Für gute, fachlich fundierte Entscheidungen in der nuklearen Sicherheit ist interdisziplinäre Forschung eine wichtige Säule. Das BASE fördert daher seit Beginn Forschungsprojekte in allen Themenbereichen der nuklearen Sicherheit und Entsorgung – von geowissenschaftlichen bis zu soziotechnischen Fragen.“ Kurzvita: Jochen Ahlswede leitet die Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation im BASE . Er hat Physik und Politikwissenschaften studiert und sich insbesondere mit Fragen der nuklearen Rüstungskontrolle und Nonproliferation beschäftigt. Von 2012 bis 2016 arbeitete er im Bundesamt für Strahlenschutz zur tiefengeologischen Endlagerung radioaktiver Abfälle. Ab 2016 wirkte er beim Aufbau des BASE mit, zunächst im Präsidialbereich, im Jahr 2020 übernahm er die Leitung der Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation. In dieser Abteilung werden u.a. folgende Themen bearbeitet: Sicherheitsforschung in Bezug auf nukleare Entsorgung und tiefengeologische Endlagerung Angebliche alternative Entsorgungsoptionen wie Partitionierung und Transmutation Sicherheitsfragen und -risiken neuartiger Reaktorkonzepte wie „Small Modular Reactors“ und Generation-IV-Reaktoren Langzeitdokumentation und Atomsemiotik Fotos von Jochen Ahlswede: © BASE Portrait: Jochen Ahlswede Position: Abteilungsleitung Forschung und Langzeitdokumentation Quelle: BASE Aufnahmedatum: 21.09.2021 Abmessungen: 800 x 600 px Bildmaterial von Jochen Ahlswede herunterladen Videos mit Jochen Ahlswede: Ist Atomkraft nachhaltig? Die EU-Taxonomie kategorisiert die verschiedenen Energieformen. Gilt eine Form als nachhaltig, kann sie attraktiv für Investoren werden. Jochen Ahlswede, Leiter der Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation des BASE, beantwortet im Video die Frage, warum Deutschland die Atomkraft nicht als nachhaltig anerkennt. Ist Atomkraft nachhaltig? Die EU -Taxonomie kategorisiert die verschiedenen Energieformen. Gilt eine Form als nachhaltig, kann sie attraktiv für Investoren werden. Jochen Ahlswede, Leiter der Abteilung Forschung und Langzeitdokumentation des BASE , beantwortet im Video die Frage, warum Deutschland die Atomkraft nicht als nachhaltig anerkennt. Beiträge und Veröffentlichungen: Presseinhalte: Interview mit Futurium: "Wir müssen jetzt mit diesem Abfall umgehen" BASE-Fachstellungnahme zur Taxonomie: Kernenergie ist nicht "grün" Pressemitteilung: Wie sicher sind Alternativen zur tiefengeologischen Endlagerung? Artikel in der Broschüre "Atomausstieg in Deutschland": Start ohne Landebahn Interview mit dem Tagesspiegel: "Die Gefahr atomarer Endlager: Comic-Strips für die Ewigkeit" Interview im DLF Kultur über BASE-Studie zu alternativen Reaktorkonzepten: „Erster Atomenergiegipfel in Brüssel – mit Atomkraft in die Zukunft“ Interview im NDR zu Atomkraftwerken als Denkmäler: „ Atomkraftwerke weg - und vergessen? Forscher wollen Gedenkstätten “ Wissenschaftliche Fachbeiträge (Auswahl): Beitrag im „Forschungsjournal Soziale Bewegungen“: Experimente erwünscht: Öffentlichkeitsbeteiligung und staatliche Verantwortung bei der Endlagersuche in Deutschland. Beitrag in Journal of Environmental Radioactivity: Update an improvement of the global krypton-85 emission inventory Beitrag in Science & Global Security: Global Plutonium Production Capabilities with Civilian Research Reactors Beitrag in The Nonproliferation Review: Germany´s current and future plutonium inventory Beitrag auf INIS der IAEA: Research in Terms of the German Site Selection Procedure - The Regulator´s Commitment to Interdisciplinarity Beitrag in Bartosch, Ulrich, ed. Verantwortung von Wissenschaft und Forschung in einer globalisierten Welt: Forschen-Erkennen-Handeln. Vol. 4. LIT Verlag Münster, 2011: „Non-Proliferation und die technischen Möglichkeiten zur Prüfung der Vertragseinhaltung durch Verifikation.“ Beitrag in Nuclear Power. Studies in Energy, Resource and Environmental Economics, 2026: Disposal of High-Level Nuclear Waste: Global Status and German Experience with the Unresolved Liability of Nuclear Energy. Kontakt Presse
While the German energy transition, Energiewende, is often portrayed as a rural phenomenon, it is widely recognised that the reconfiguration of urban energy systems is a key strategy of climate change mitigation. Thus, there has been a politics revolving about issues how to readjust these systems both technologically and organisationally. In many German cities, debates about to which end urban energy grids should be run, resulted in conflicts about deprivatising urban energy systems - either through state or cooperative ownership. This dissertation project focusses on the cities of Berlin and Hamburg both of which have experienced major conflicts about the future of the city's energy grid and provision. Beyond claims for public ownership in both cities, social movements active in these processes stipulated a reorientation of energy provision towards ecological sustainability and social justice. Resulting from these, the city of Hamburg witnessed the formation of a green municipal energy supplier in 2009 and a successful referendum on transferring the energy grids into local public ownership in 2013 - while, in Berlin, a similar referendum was not successful in the same year. Based on the empirical analysis of these processes, this PhD project seeks to 1) to describe changes in the actor landscape and urban energy governance; 2) to enlighten the complex institutional politics around urban infrastructure transitions, and (3) to grasp the socio-material nexus in processes of public infrastructure appropriation.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 30 |
| Wissenschaft | 8 |
| Zivilgesellschaft | 3 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 25 |
| Text | 1 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 4 |
| Offen | 26 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 26 |
| Englisch | 7 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 3 |
| Keine | 21 |
| Multimedia | 1 |
| Webseite | 5 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 7 |
| Lebewesen und Lebensräume | 27 |
| Luft | 8 |
| Mensch und Umwelt | 30 |
| Wasser | 5 |
| Weitere | 30 |