Verhalten bei Nuklearunfällen: Befragung belegt Vertrauen in den Katastrophenschutz, besonders bei gut informierten Personen Umfrage des Bundesamtes für Strahlenschutz untersucht Einstellungen und Wissen über Strahlung Ausgabejahr 2024 Datum 17.12.2024 Angesichts aktueller Kriege und Konflikte sorgt sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung wegen eines möglichen kriegsbedingten Unfalls in einem Kernkraftwerk oder des Einsatzes von Kernwaffen. Wie man sich in solchen Fällen verhalten sollte, weiß nur eine Minderheit. Die Bereitschaft, staatlichen Anweisungen zu folgen, ist dagegen hoch, wie aus der Studie "Was denkt Deutschland über Strahlung ?" im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz ( BMUV ) und des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) hervorgeht. Für die Erhebung wurden deutschlandweit 2.002 Menschen ab 16 Jahre telefonisch befragt. Was denkt Deutschland über Strahlung 2024 Die Teilnehmer*innen der Studie wurden auch gefragt, wie sie bei einem fiktiven Unfall mit radioaktivem Material reagieren würden. Den Ergebnissen zufolge wollen sich 87 Prozent der Befragten daran halten, im Haus zu bleiben, wenn der Katastrophenschutz das anordnet. Welchen Bestand diese Absicht hat, hängt allerdings eng mit dem Verhalten des sozialen Umfeldes zusammen, also mit der Nachbarschaft und der eigenen Familie. Wird das Szenario so erweitert, dass die Nachbar*innen die Autos packen und wegfahren, sinkt die Bereitschaft, im Haus zu bleiben, auf 74 Prozent. Wenn Familie oder Freund*innen darum bitten würden, gemeinsam wegzufahren, würden nur noch 49 Prozent den Anweisungen des Katastrophenschutzes folgen. Wer sich vom Staat gut oder sehr gut informiert, beziehungsweise gut oder sehr gut geschützt fühlt, ist der Erhebung zufolge in allen Szenarien eher bereit, sich an die Vorgaben der Behörden zu halten. Dr. Inge Paulini Bevölkerung künftig in Übungen einbinden "Die Umfrageergebnisse führen uns zwei Dinge klar vor Augen" , sagt BfS -Präsidentin Inge Paulini: "Je höher der soziale Druck ist, desto geringer ist die Bereitschaft, bei einem nuklearen Notfall staatlichen Anweisungen und Empfehlungen zu folgen. Je höher das Vertrauen in staatliche Einrichtungen und das persönliche Gefühl der Informiertheit sind, desto eher entscheidet man unabhängig vom Verhalten des sozialen Umfelds und kann für andere ein handlungsleitendes Vorbild sein. Notfallplanungen müssen das stärker berücksichtigen und die Zivilgesellschaft als Verbündete werben." "Ein effektiver Schutz bei einem nuklearen Unfall ist nur möglich, wenn die Bevölkerung an ihrem eigenen Schutz mitwirkt" , ergänzt Paulini. "Transparente und verständliche Informationen sind ein Schlüssel dazu. Dazu gehört auch das Wissen, was im Notfall zu tun ist. Katastrophenschutz-Übungen mit der Bevölkerung können eine Komponente sein, um Schutzmaßnahmen und ihre Wirkung greifbar zu machen und Vertrauen zu stärken. Bestehende behördliche Übungskonzepte sollten deshalb künftig stärker berücksichtigen, wie sich auch die Bevölkerung einbinden lässt." Mehr Menschen fühlen sich gut vom Staat informiert Verständliche Information ist nicht nur für nukleare Notfälle wichtig, sondern für Strahlungsthemen generell. Hier gibt es Fortschritte: Fühlten sich laut der Vorgängerstudie vor zwei Jahren 31 Prozent der Befragten gut oder sehr gut durch staatliche Institutionen des Strahlenschutzes informiert, stieg dieser Wert in der neuen Umfrage auf 40 Prozent. Im Vergleich der Geschlechter zeigt sich, dass deutlich mehr Männer als Frauen den Eindruck haben, vom Staat gut informiert zu werden. Bei Männern sind es 44 Prozent, bei Frauen 35 Prozent. Dass sich Bürger*innen mehr Informationen über Strahlungsthemen wünschen, verdeutlichen sowohl die Studie von 2022 als auch die von 2024. In der aktuellen Umfrage ist mehr Aufklärung und Information der am häufigsten genannte Vorschlag zur Verbesserung des Schutzes vor Strahlung aller Art bei Menschen, die sich bisher nicht gut geschützt fühlen. Das größte Vertrauen in den Strahlenschutz besteht 2024 wie 2022 in der Medizin. Bei Strahlenanwendungen in der Medizin fühlen sich 81 Prozent der Befragten gut oder sehr gut durch den Staat geschützt. Ärztinnen und Ärzten vertrauen 74 Prozent, wenn es um die Durchführung einer Röntgenuntersuchung geht. Zugleich gibt eine Mehrheit von 61 Prozent an, letztlich selbst über Untersuchungen mit Strahlenbelastung zu entscheiden. Sonne meiden, Schatten suchen Beim UV -Schutz ist das Bewusstsein vieler Menschen gestiegen: Mehr Personen schützen sich vor ultravioletter Strahlung , indem sie längere Aufenthalte in der Sonne vermeiden. Gaben vor zwei Jahren 76 Prozent der Befragten an, das immer oder manchmal zu tun, sind es 2024 bereits 82 Prozent. Dabei spielte der Studie zufolge auch der Klimawandel eine Rolle. Allerdings zeigen sich auch gravierende Fehleinschätzungen: Mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Studienteilnehmer*innen hält eine gewisse Bräunung durch Sonne oder Solarium für gesund. In Wirklichkeit bedeutet Bräune, dass die Haut bereits geschädigt ist. Weiterhin große Aufklärungslücken zeigen sich beim Thema Radon – einem natürlich vorkommenden radioaktiven Gas, das in Wohnhäuser und andere Gebäude eindringen kann. Obwohl Radon zu den wichtigsten Ursachen von Lungenkrebs gehört, geben 94 Prozent der Studienteilnehmer*innen an, bisher nichts zum Schutz gegen den Innenraumschadstoff unternommen zu haben. Über die Studie Für die Studie wurden 2.002 Menschen im Zeitraum von Mai bis Juli 2024 telefonisch befragt. Die Erhebung ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 16 Jahre. Schon vorher - im Februar und März 2024 – fanden zwei Gruppendiskussionen und vierzig Einzelinterviews statt. Es ist die dritte Umfrage zu Einstellungen und Wissen über Strahlung im Auftrag des BfS nach 2019 und 2022. Die Studie wurde von der GIM, Gesellschaft für Innovative Marktführung, durchgeführt und vom BMUV unter dem Förderkennzeichen 2623S72213 finanziert. Ihre Ergebnisse sind im Digitalen Online-Repositorium und Informations-System DORIS des BfS veröffentlicht. Stand: 17.12.2024
Können Sie sich vorstellen, dass Sie von einem Moment auf den anderen aus Ihrem bisherigen Leben gerissen werden, durch einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit Ihren Alltag nicht mehr wie gewohnt bestreiten können? Für die meisten ein Schock und eine große Herausforderung. Oder aber Sie sind von Geburt an einen Rollstuhl gebunden oder anderweitig auf Hilfe angewiesen. So geht es vielen der rund 175.000 Menschen im Land, die mit einer Beeinträchtigung leben. Rund 11.000 finden eine Arbeit in den so genannten Werkstätten für Behinderte. Nur wenige wissen, welche Arbeit dort geleistet wird und noch immer dringt zu wenig über die Arbeit von und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung bis zur breiten Öffentlichkeit vor. Über die Leistungen sowie den Alltag der dort Beschäftigten informiert eine neue Ausstellung, die seit heute und noch bis zum 5. März im Landesverwaltungsamt zu sehen ist. Die Wanderausstellung „Mit vielen Augen sehen“ porträtiert 22 Werkstattbeschäftigte, Angehörige, Unternehmer sowie Menschen aus dem sozialen Umfeld der Werkstätten in ganz Sachsen-Anhalt mit ihren ganz persönlichen Geschichten und Erfahrungen. Da ist beispielsweise die Geschichte von Peggy Zeschmar, die nach einer niederschmetternden Diagnose ihr Leben neu sortieren und organisieren musste oder Paul Appel, der eigentlich Kranführer werden wollte und mit seiner geistigen Behinderung auch beim Reparieren von Rädern täglich über sich hinauswächst. „Zweiundzwanzig Geschichten, die uns eine neue Perspektive geben, die zum Nachdenken anregen aber auch viel Zuversicht und Stärke ausstrahlen. Wir freuen uns sehr, die Ausstellung zeigen zu dürfen und sind selbst stolz darauf, mit der Behindertenwerkstatt in Halle, dem Lebenshilfe e.V., zusammenzuarbeiten. Gemeinsam haben wir ein beeindruckendes, nachhaltiges Projekt entwickelt, bei dem aus unseren alten Werbebannern verschiedene Produkte wie Taschen hergestellt werden. Dies zeigt, dass inklusive Projekte nicht nur sinnvoll, sondern auch kreativ und nachhaltig sein können.“, so der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye bei der heutigen Ausstellungseröffnung. „Die Werkstätten für behinderte Menschen sind nach wie vor wichtige Einrichtungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie bieten Schutz, Gemeinschaft, Tagesstruktur und machen für die dort Beschäftigten individuelle Förderung und Wertschätzung erlebbar“ erklärte der Behindertenbeauftragte des Landes Dr. Christian Walbrach, der die Ausstellungseröffnung begleitete. „Dazu gehört auch“, merkt Thomas Pleye an, „alle Anstrengungen zu unternehmen, um Menschen mit Behinderungen in den regulären Arbeitsmarkt zu überführen. So wichtig die Rolle der Behindertenwerkstätten ist, so bedeutet der Schritt in eine reguläre Tätigkeit für Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt und selbstbestimmt zu sein. Ein wichtiges Ziel der Bestrebungen aller Beteiligten muss es deshalb sein, mit einer Erwerbstätigkeit am ersten Arbeitsmarkt eine inklusive Gesellschaft zu befördern.“ „Mit den Werkstätten, den Werkstatträten und Frauenbeauftragten pflege ich seit Jahren einen regelmäßigen Austausch. Dabei wurde auch mir zunehmend deutlich: Die Beschäftigten und die durch sie erbrachten Leistungen müssen sichtbarer, bekannter und wahrgenommen werden. Der Werkstätten - Tag am 12.09.2023 und die Wanderausstellung „Mit vielen Augen sehen“ tragen dazu bei, dass die landesweit 33 Werkstätten sich öffnen, weiterentwickeln und die Gesellschaft Einblicke in den Alltag der Werkstätten erhält. Der Ausstellung wünsche ich viele interessierte Besucherinnen und Besucher. Ich würde es zudem sehr begrüßen, wenn in diesem Jahr ein 2. Werkstätten – Tag stattfindet und sich daraus eine Tradition entwickelt. Meine Unterstützung dabei sichere ich zu.“, so Walbrach abschließend. Hintergrund Landesweit arbeiten rund 11 500 Menschen in 33 Werkstätten. Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt ist in vielfältiger Weise zuständig für die Belange behinderter Menschen, so beispielsweise mit seinem Integrationsamt für die Integration behinderter Menschen in den ersten Arbeitsmarkt oder aber die Betreuung der rund 175.000 Schwerbehinderten Menschen im Land. Hier bearbeiten die Kolleginnen und Kollegen rund 45.000 Anträge auf Schwerbehinderung. Entwickelt hat die Ausstellung die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Sachsen-Anhalt e.V (LAG WfbM Sachsen-Anhalt) Sie arbeitet auf Landes- und Bundesebene mit Verbänden und politischen Vertretungen zusammen. Die Beschäftigten haben in den Werkstätten Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie gehen unterschiedlichen Arbeiten in verschiedenen Bereichen nach. Ein wichtiger Bestandteil der Werkstattleistung ist die individuelle Förderung. Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist eine Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen. Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können, erhalten hier eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung. Die Werkstätten ermöglichen ihnen, ihre Leistungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und ein Arbeitsentgelt zu erzielen. In Deutschland sind aktuell etwa 320 000 Menschen in rund 700 anerkannten Werkstätten beschäftigt. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de
Wenn am kommenden Freitag auf der halleschen Peißnitz die Tore der Kinderstadt geöffnet werden und die jüngeren Hallenserinnen und Hallenser das Ruder übernehmen, dann wird es laut und wuselig auf dem Areal zwischen Peißnitzhaus und dem Bahnhof des Peißnitzexpress. Fünf Wochen üben sich die Kinder und Jugendlichen im Zusammenleben, können sich in verschiedenen Berufen ausprobieren und spielerisch Demokratie erleben. Jährlich nehmen an diesem pädagogischen Projekt im Naherholungsgebiet auf der Peißnitz in Halle ca. 10.000 bis 12.000 Kinder und Jugendliche teil und erhalten so direkt erfahrbaren Zugang zum komplexen System „Stadt“, in dem sie sich an ca. 40 verschiedenen Stationen in unterschiedlichen Berufszweigen wie Behörden, Handwerk, Handel, Gastronomie, Freizeit und Kultur ausprobieren können. „Kinder an die Macht – was Herbert Grönemeyer abstrakt in seinem Song als Utopie formulierte, findet in Halle seine praktische Umsetzung. Aus meiner Sicht ein tolles Projekt, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, in die Welt der Erwachsenen einzutauchen, mit allen damit verbundenen Pflichten und Verantwortlichkeiten. Wir unterstützen das Projekt seit Anbeginn und werden auch in diesem Jahr 10.000 Euro beisteuern.“, so der Präsident des Landesverwaltungsamtes Thomas Pleye. Alle Kinder übernehmen die notwendigen Funktionen und Tätigkeiten in eigener Regie und beginnen bereits in vorbereitenden Workshops, Aktionen und Kinderratssitzungen mit der Ideensammlung für die Gestaltung und das Regelwerk dieses gesellschaftlichen Stadtspiels. In dem selbst gestalteten Spielraum mit Kommunal- und Oberbürgermeisterwahlen, Geld- und Warenstrom (die Währung in der Kinderstadt heißt Hallörchen), oft ist auch ein Zoo dabei sowie städtischer Infrastruktur (Straßen-, Fuß- und Radwege, öffentlicher Nahverkehr, Wasser- und Stromversorgung, Müllentsorgung etc.) erleben die Kinder gesellschaftliche Prozesse wie das Zusammenleben in der Nachbarschaft und Stadtgemeinschaft mit allen Freuden und Problemen, die diese hervorbringen können. Somit wird den Kindern ein vielschichtiger und praktischer Erfahrungsraum ermöglicht, in dem Kompetenzen in den Bereichen Kommunikationsstärke, Problemlösestrategien und die Prinzipien demokratischen Handelns gefördert werden. Durch den veränderbaren experimentellen Freiraum innerhalb der Kinderstadt können die Kinder und Jugendlichen Visionen für ihr soziales Umfeld, das bestehende bebaute Umfeld und den Umgang mit ihrer Stadt entwickeln. „Doch ohne die zahlreichen erwachsenen Helfer geht es dann doch nicht. Sie gewährleisten während der Durchführungsphase sowie der Vor- und Nachbereitung inklusive Auf- und Abbau mit teilweise unvorhergesehenen Änderungen, auf die schnell reagiert werden muss, die Durchführung der 5wöchigen Kinderstadt. Diesem Engagement gilt mein herzlicher Dank.“ Pädagogisch und wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch eigens geschulte pädagogische Mitarbeiter sowie durch Kooperation mit der MLU Halle-Wittenberg (Fachbereiche Erziehungswissenschaften und Pädagogik) sowie die Hochschule Merseburg (Fachbereich Soziale Arbeit, Medien und Kultur). „Wir wünschen allen Beteiligten für das Gelingen der diesjährigen Kinderstadt viel Erfolg, aber vor allem viel Spaß., so Pleye abschließend. Hinweis: Darüber hinaus stellt das Landesverwaltungsamt alle aktuellen Informationen über die offiziellen Kanäle bei Instagram @lvwalsa (Instagram: https://www.instagram.com/lvwalsa/ ) und Twitter @LVwALSA (Twitter: https://twitter.com/lvwalsa ) zur Verfügung. Impressum: Landesverwaltungsamt Pressestelle Ernst-Kamieth-Straße 2 06112 Halle (Saale) Tel: +49 345 514 1244 Fax: +49 345 514 1477 Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de
Natürliche Ressourcen langfristig nachhaltig einzusetzen erfordert neben der Anwendung und Verbreitung von ressourcenschonenden Technologien und Infrastrukturen insbesondere auch Änderungen in individuellen und kollektiven Verhaltensweisen sowie sozialen Praktiken. In diesem Zusammenhang sind Wahrnehmungen, Einstellungen und Deutungsmuster der Bürger*innen von großer Bedeutung. Denn Umwelt- und Ressourcenpolitik kann nur dann wirksam und erfolgreich sein, wenn sie für die alltäglichen Lebenswelten relevant und anschlussfähig ist. Der Bericht dokumentiert die Ergebnisse dreier sozial-empirischen Forschungsphasen, die als Arbeitspaket 3 im Projekt „Trendradar Ressourcenpolitik“ durchgeführt wurden. Hierbei wurden jeweils im Rahmen Moderierter Research Online Communities Bürger*innen aus allen sozialen Milieus zu ihrer Einschätzung von im Projekt identifizierten, für die Nutzung natürlicher Ressourcen relevanter Trends und zur Akzeptanz von politischen Maßnahmen zur Ressourcenschonung befragt. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Bereitschaft, individuell mehr für den Schutz natürlicher Ressourcen zu tun, aber auch die Erwartung an die Politik, hierfür verbindliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Veröffentlicht in Texte | 166/2021.
Konsumpraktiken und Gewohnheiten sind in einer modernen Gesellschaft vielfältig. Eine/n typische/n Verbraucher/in gibt es nicht; verschiedene soziale Merkmale wie Alter, Einkommen, Geschlecht, Wertvorstellungen bestimmen die soziale Wirklichkeit und auch die Chancen der Teilhabe. Bei der Kommunikation über Abfallvermeidung sollten dies berücksichtigt werden. Die Handreichung bietet Multiplikatoren aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft Einsicht in die alltagsweltliche Sicht sozialer Gruppen, um wirksame Kommunikationskonzepte - insbesondere zur Abfallvermeidung - entwickeln zu können. Quelle: www-umweltbundesamt.de
6. Kommunikation 6.1 Der Matrose muss in der Lage sein, allgemein und fachgerecht zu kommunizieren; dazu gehört auch die Fähigkeit, im Falle von Kommunikationsproblemen Standardredewendungen zu verwenden. Der Matrose muss in der Lage sein, Befähigungen 1. Informations- und Kommunikationssysteme zu nutzen; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der Wechselsprechanlage für die fahrzeuginterne oder die Terminalkommunikation, des (Mobil-)Telefon-, Funk-, (Satelliten-) TV -und Kamerasystems des Fahrzeugs. Fähigkeit, das (Mobil-)Telefon-, Funk-, (Satelliten-)TV- und Kamerasystem des Fahrzeugs zu nutzen. Kenntnis der Bedienungsgrundlagen des Inland AIS . Fähigkeit, Daten des Inland AIS zu nutzen, um Kontakt zu anderen Fahrzeugen aufzunehmen. 2. verschiedene Aufgaben mithilfe verschiedener Arten von informationstechnischen Geräten, Informationsdiensten (wie den Binnenschifffahrtsinformationsdiensten ( RIS )) und Kommunikationssystemen zu lösen; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der im Binnenschiffsverkehr verfügbaren informationstechnischen Geräte. Fähigkeit, die informationstechnischen Geräte des Fahrzeugs entsprechend den Anweisungen für die Durchführung einfacher Aufgaben zu verwenden. 3. Daten zu erfassen und zu speichern sowie Datensicherungen und -aktualisierungen durchzuführen; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis des Kommunikationssystems des Fahrzeugs für die Datenerfassung, -speicherung und -aktualisierung. Fähigkeit, Daten unter strenger Aufsicht zu verarbeiten. 4. Anweisungen für den Datenschutz zu befolgen; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der Datenschutz- und Geheimhaltungsvorschriften. Fähigkeit, Daten gemäß den Datenschutz- und Geheimhaltungsvorschriften zu verarbeiten. 5. Fakten unter Verwendung technischer Begriffe darzulegen; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der erforderlichen technischen und nautischen Begriffe sowie von Begriffen im Zusammenhang mit sozialen Aspekten in Standardredewendungen. Fähigkeit, die erforderlichen technischen und nautischen Begriffe sowie Begriffe im Zusammenhang mit sozialen Aspekten in Standardredewendungen zu verwenden. 6. nautische und technische Informationen zur Wahrung der Sicherheit des Schiffsverkehrs einzuholen. Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der verfügbaren Informationsquellen. Fähigkeit zur Nutzung von Informationsquellen für das Einholen notwendiger nautischer und technischer Informationen zur Wahrung der Sicherheit des Schiffsverkehrs. 6.2 Der Matrose muss in der Lage sein, umgänglich zu sein. Der Matrose muss in der Lage sein, Befähigungen 1. Anweisungen zu befolgen und sich mit anderen über die schiffsinternen Pflichten zu verständigen; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der Bedeutung von Befehlen der Führung des Fahrzeugs, formellen und informellen Anweisungen, Vorschriften und Verfahren sowie der Bedeutung der eigenen Vorbildfunktion für unerfahrene Besatzungsmitglieder. Fähigkeit, Befehle der Führung des Fahrzeugs sowie sonstige Anweisungen und Vorschriften weiterzuverfolgen und unerfahrene Besatzungsmitglieder zu begleiten. Kenntnis der Unternehmens- oder Bordvorschriften. Fähigkeit zur Einhaltung der Unternehmens- oder Bordvorschriften. 2. zu guten sozialen Beziehungen an Bord beizutragen und mit anderen zusammenzuarbeiten; Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der kulturellen Vielfalt. Fähigkeit, verschiedene kulturelle Standards, Werte und Gepflogenheiten zu akzeptieren. Fähigkeit, im Team zu arbeiten und zu leben. Fähigkeit, an Teambesprechungen teilzunehmen und die zugewiesenen Aufgaben auszuführen. Wissen um die Bedeutung von Respekt bei Teamarbeit. Fähigkeit, geschlechtsbezogene und kulturelle Unterschiede zu respektieren und diesbezügliche Probleme, einschließlich Mobbing und (sexuelle) Belästigung, zu melden. 3. soziale Verantwortung zu übernehmen, Beschäftigungsbedingungen, individuelle Rechte und Pflichten zu akzeptieren; sich der Gefahren des Missbrauchs von Alkohol und Drogen bewusst zu sein und auf Fehlverhalten und Gefahren angemessen zu reagieren; Kenntnisse und Fertigkeiten Fähigkeit, Fehlverhalten und mögliche Gefahren zu erkennen. Fähigkeit, auf Fehlverhalten und mögliche Gefahren proaktiv zu reagieren. Fähigkeit, eigenständig entsprechend den Anweisungen zu arbeiten. Kenntnis der Rechte und Pflichten der einzelnen Arbeitnehmer. Kenntnis der Gefahren des Alkohol- und Drogenkonsums im Arbeits- und sozialen Umfeld (Kenntnis der Polizeivorschriften zur Toxikologie). Fähigkeit, Gefahren für den sicheren Fahrzeugbetrieb im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen zu erkennen. 4. einfache Mahlzeiten zu planen, dafür einzukaufen und diese zuzubereiten. Kenntnisse und Fertigkeiten Kenntnis der Möglichkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung und der Grundsätze gesunder Ernährung. Fähigkeit, einfache Mahlzeiten unter Einhaltung der Hygienevorschriften zuzubereiten. Stand: 07. Dezember 2021
Abfallvermeidung als ein zentrales Handlungsfeld der Umweltpolitik steht an erster Stelle der fünfstufigen Abfallhierarchie (UBA 2019a) und ist seit 2013 im Kreislaufwirtschaftsgesetz festgeschrieben. Der deutschen Bevölkerung wird allgemein ein hohes Umweltbewusstsein attestiert (BMU/UBA 2019). Doch in Deutschland befindet sich das Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsabfällen, trotz eines leichten Rückgangs, weiterhin auf einem hohen Niveau (Destatis 2019). Diese Situation bildet den Ausgangspunkt für das Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes "Identifizierung soziologischer Bestimmungsfaktoren der Abfallvermeidung und Konzipierung einer zielgruppenspezifischen Kommunikation". Das Projekt untersuchte mithilfe einer Onlinebefragung und qualitativen Interviews die alltäglichen Praktiken des Konsums mit Blick auf ihre Potenziale der Abfallvermeidung. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass viele Verbraucher/-innen für das Thema Abfall sensibilisiert sind, es ihnen aber schwerfällt, im Alltag neue Praktiken der Abfallvermeidung umzusetzen. Ein wichtiger Faktor sind deshalb neben den individuellen Faktoren auch die Rahmenbedingungen, etwa der Zugang zu Infrastrukturen, die Abfallvermeidung im Alltag ermöglichen. Mithilfe einer Milieuanalyse wurden die unterschiedlichen Potenziale und Herausforderungen für verschiedene soziale Gruppen (soziale Milieus) herausgearbeitet. Darüber hinaus untersuchte das Projekt die kommunikative Anschlussfähigkeit der Themen Abfall und Abfallvermeidung sowie Ansätze der zielgruppenspezifischen Kommunikation, ebenfalls unter Berücksichtigung sozialer Milieus. In den qualitativen Interviews mit Verbraucher/-innen sowie zusätzlich durchgeführten Gruppendiskussionen zeigte sich, dass sich nur wenige von ihnen gezielt zu Abfall und Abfallvermeidung informieren, diese Themen aber bei der Mediennutzung wahrgenommen werden. Eine Analyse bestehender Materialien von Kommunikatoren/-innen und Multiplikatoren/-innen sowie Experten/-inneninterviews mit Kommunikationsakteuren verdeutlichte, dass viele Akteure aktuell ein Gelegenheitsfenster für kommunikative Aktivitäten zum Thema Abfallvermeidung, die im Alltag von Verbraucher/-innen anschlussfähig sind, sehen. Sie verfolgen je-doch selten systematische, zielgruppenspezifische Ansätze, die Handlungsrationalitäten unterschiedli-cher sozialer Milieus berücksichtigen. Auf Grundlage dieser empirischen Ergebnisse wurde eine Hand-reichung für die zielgruppenspezifische Kommunikation zum Thema Abfallvermeidung erarbeitet. Quelle: Forschungsbericht
Der Bericht dokumentiert die Ergebnisse der drei sozial-empirischen Forschungsphasen, die als Arbeitspaket 3 im Projekt "Trendradar Ressourcenpolitik" durchgeführt worden. Hierbei wurden jeweils im Rahmen Moderierter Research Online Communities n=120 Bürger*innen aus allen sozialen Milieus zu ihrer Einschätzung von im Projekt identifizierten, für die Nutzung natürlicher Ressourcen relevanter Trends und zur Akzeptanz von politischen Maßnahmen zur Ressourcenschonung befragt. Außerdem wurden mit den Teilnehmenden aus ihrer Sicht wichtige Veränderungen im Alltag und in der Gesellschaft - insbesondere die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie - reflektiert. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Bereitschaft, individuell mehr für den Schutz natürlicher Ressourcen zu tun, aber auch die Erwartung an die Politik, hierfür verbindliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Als Umsetzungshemmnisse für eine ambitioniertere Ressourcenpolitik erweisen sich zum einen etablierte Routinen in den alltäglichen Verhaltensweisen, zum anderen Pfadabhängigkeiten, die aus den gegebenen Infrastrukturen resultieren. Darüber hinaus zeigt sich, dass ungeklärte Fragen der sozialen, existenziellen Absicherung Barrieren gegenüber sozial-ökologisch transformativen Ansätzen darstellen, während gleichzeitig Perspektiven auf eine Entlastung von Zeit- und Wettbewerbsdruck - d. h. die Schonung 'menschlicher Ressourcen' - attraktive Narrative darstellen, die eine Anschlussfähigkeit von Transformation in den individuellen Lebenswelten fördern. Quelle: Forschungsbericht
In ÖkoRess II wird basierend auf den methodischen Arbeiten der Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes - UmSoRess und ÖkoRess I - eine Einschätzung der Umweltgefährdungspotenziale des Bergbaus für etwa 50 Rohstoffe erstellt und damit deren ökologische Rohstoffverfügbarkeit bewertet. Dazu wird die in ÖkoRess I vorgelegte Methode weiterentwickelt und angewandt. Die Weiterentwicklung der Methode betrifft insbesondere den Parameter "Soziales Umfeld", der abbilden soll, inwieweit in den Förderländern effektive Umweltschutzmaßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Umweltgefährdungspotenzialen ergriffen werden. Hierzu werden ergänzend zu den vorliegenden Analysen aus UmSoRess 10 Rohstoff-Länder-Fallstudien erarbeitet und die Eignung von Governance-Indikatoren geprüft. Dabei hat sich der Environmental Performance Index (EPI) als am besten geeigneter Indikator herausgestellt. Die Umweltgefährdungspotenziale der untersuchten Rohstoffe in Bezug auf ihre bergbauliche Gewinnung wurden anhand der geologischen Grundlagen, der üblicherweise eingesetzten Technologie, den natürlichen Umweltbedingungen, des sozialen Umfelds und den kumulierten Energie- und Rohstoffaufwänden der weltweiten Produktion bewertet. Die Ergebnisse werden für jeden Rohstoff als als Factsheets und zusammenfassend in einer Übersichtsmatrix dargestellt. Die Ergebnisse werden diskutiert und ökologisch kritische Rohstoffe identifiziert. Quelle: Forschungsbericht
In ÖkoRess II wird basierend auf den methodischen Arbeiten der Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes - UmSoRess und ÖkoRess I - eine Einschätzung der Umweltgefährdungspotenziale des Bergbaus für etwa 50 Rohstoffe erstellt und damit deren ökologische Rohstoffverfügbarkeit bewertet. Dazu wird die in ÖkoRess I vorgelegte Methode weiterentwickelt und angewandt. Die Weiterentwicklung der Methode betrifft insbesondere den Parameter "Soziales Umfeld", der abbilden soll, inwieweit in den Förderländern effektive Umweltschutzmaßnahmen zum Umgang mit den identifizierten Umweltgefährdungspotenzialen ergriffen werden. Hierzu werden ergänzend zu den vorliegenden Analysen aus UmSoRess 10 Rohstoff-Länder-Fallstudien erarbeitet und die Eignung von Governance-Indikatoren geprüft. Dabei hat sich der Environmental Performance Index (EPI) als am besten geeigneter Indikator herausgestellt. Die Umweltgefährdungspotenziale der untersuchten Rohstoffe in Bezug auf ihre bergbauliche Gewinnung wurden anhand der geologischen Grundlagen, der üblicherweise eingesetzten Technologie, den natürlichen Umweltbedingungen, des sozialen Umfelds und den kumulierten Energie- und Rohstoffaufwänden der weltweiten Produktion bewertet. Die Ergebnisse werden für jeden Rohstoff als als Factsheets und zusammenfassend in einer Übersichtsmatrix dargestellt. Die Ergebnisse werden diskutiert und ökologisch kritische Rohstoffe identifiziert. Quelle: Forschungsbericht
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