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Duales Studium Duales Studium Landwirtschaft Duales Studium "Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement" Duales Studium "Verwaltungsdigitalisierung und -informatik" Dualer Studiengang "Vermessung und Geoinformatik"

Passt ein duales Studium in der Landwirtschaft zu dir? Du interessierst dich für das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Verwaltung? Du suchst einen sicheren und abwechslungsreichen Job? Du willst studieren und gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln? Dann bist du die richtige Person für das Duale Studium Landwirtschaft. Neben einem wissenschaftlichen Abschluss hast du nach dem Studium auch die Laufbahnbefähigung für den landwirtschaftlichen Dienst in der Tasche. Das ist die Voraussetzung, um in der Agrarverwaltung in das Beamtenverhältnis übernommen zu werden. Wie läuft das duale Studium ab? Das duale Bachelorstudium verknüpft Theorie- und Praxisphasen miteinander. Die Praxisphasen werden in einem der vier Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) in Sachsen-Anhalt absolviert. Die Zuständigkeitsbereiche sind regional abgegrenzt. Die Theorieausbildung in Form eines Bachelorstudiums findet an der Hochschule Anhalt in Bernburg statt. Im Rahmen des dualen Studiums kannst du das theoretisch erlangte Wissen direkt in die Praxis umsetzen. Die vier Ämter nehmen unter anderem Aufgaben als Fachbehörde für landwirtschaftliche Themen, des Pflanzenschutzes und der Tierzucht wahr. Sie fördern die Dorferneuerung und andere Maßnahmen im ländlichen Raum. Weiterhin sind die Ämter Bewilligungsbehörden für verschiedene Beihilfe- und Fördermaßnahmen in der Landwirtschaft. In den Ämtern sind außerdem die Ausbildungsberater (m/w/d) für die “Grünen Berufe” angesiedelt. Beginn: Nach erfolgreich absolviertem Vorpraktikum (acht Wochen) in einem ALFF und im Zentrum für Technik und Tierhaltung Iden beginnt der Vorbereitungsdienst am 1. Oktober. Abschluss: Bachelor of Science (B. Sc.) und Laufbahnbefähigung landwirtschaftlicher Dienst, Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Besoldung: ca. 1.500 Euro brutto und ggf. Familienzuschlag Ausbildungsdauer: 7 Semester an der Hochschule Anhalt und Praktikumszeiten in den vorlesungsfreien Zeiten Kosten: Die Semestergebühren für das Studium werden vom Land übernommen. Der Vorbereitungsdienst erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf als Landwirtschaftsoberinspektor-Anwärter (m/w/d). Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Voraussetzungen für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst: Persönliche Eignung: Erfüllung der Voraussetzungen für die Einstellung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf (z. B. EU-Staatsbürgerschaft, Verfassungstreue). Bildungsabschluss: Nachweis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife. Auswahlverfahren: Erfolgreiche Teilnahme an einem mehrstufigen Auswahlprozess Praktische Erfahrung: Absolvierung eines achtwöchigen Vorpraktikums nach Abschluss des Auswahlverfahrens oder abgeschlossene Ausbildung mit landwirtschaftlichem Bezug. Mögliche Tätigkeitsfelder nach dem Studium in der Agrarverwaltung Sachsen-Anhalt: Sachbearbeitung in den Bereichen Förderung Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem, Pflanzenschutz oder investive Förderung in der Landwirtschaft. Die aktuelle Stellenausschreibung für das Duale Studium Landwirtschaft findest Du ab sofort in unserem Online-Bewerbungssystem Interamt unter der Stellenangebots-ID: 1246172 . (Frist: 13.03.2025) Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt bietet seit dem Wintersemester 2019/2020 Studienplätze für den dualen Studiengang "Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement" im Beamtenverhältnis auf Widerruf an. Neben einem wissenschaftlichen Abschluss verfügen die Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium auch über eine Laufbahnbefähigung (Forstdienst, Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt). Das duale Studium dauert 3,5 Jahre und verknüpft Theorie- und Praxisphasen miteinander. Die Praxisphasen werden im Landeszentrum Wald und im Landesforstbetrieb des Landes Sachsen-Anhalt absolviert. Die Theorieausbildung in Form eines Bachelorstudiums findet an der Fachhochschule Erfurt - Fachrichtung Forstwirtschaft statt. Im Rahmen des dualen Systems wird das theoretisch erlangte Wissen direkt in die Forstpraxis umgesetzt. Die Semestergebühren werden vom Land übernommen. Nach erfolgreich absolviertem Vorpraktikum (acht Wochen, ab 1.August) beginnt der Vorbereitungsdienst am 1. Oktober des Jahres. Die Forstinspektoren-Anwärterinnen und -Anwärter erhalten monatliche Bezüge in Höhe von rund 1.500 Euro und ggf. einen Familienzuschlag. Wie geht es nach dem Studium weiter? Eine Übernahme nach Beendigung des Vorbereitungsdienstes in den Dienst des Landes Sachsen-Anhalt ist beabsichtigt. Die Nachwuchskräfte können z.B. als Revierleiter/in (m/w/d) in den Wäldern von Sachsen-Anhalt oder als Sachbearbeiter/in (m/w/d) in der Forstverwaltung eingesetzt werden. So ist der Landesforstbetrieb den Maßgaben des Allgemeinwohls, des Umwelt- und Naturschutzes verpflichtet und soll auch als Vorbild für die privaten Forstbetriebe und Waldbesitzer dienen. Zu den Aufgaben im Landeszentrum Wald gehören im Wesentlichen die Beratung und Betreuung des Privat- und Kommunalwaldes, die Betreuung des Landeswaldes, die Überwachung der Populationsentwicklung von bedeutenden Schaderregern im Wald, die Ermittlung des Waldzustandes, der Waldbrandschutz, forstliche Öffentlichkeitsarbeit und die Durchführung waldpädagogischer Maßnahmen. Zum Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer: die persönlichen Voraussetzungen für die Einstellung ins Beamtenverhältnis auf Widerruf im Sinne des § 7 Beamtenstatusgesetz erfüllt, über eine Hochschulzugangsberechtigung nach § 67 des Hochschulgesetzes Thüringen verfügt, erfolgreich an einem mehrstufigen Auswahlverfahren teilgenommen hat, im Rahmen des Auswahlverfahrens ein achtwöchiges Vorpraktikum beim Landeszentrum Wald und Landesforstbetrieb absolviert oder eine Ausbildung zum Forstwirt abgeschlossen hat und den besonderen körperlichen und gesundheitlichen Anforderungen des Forstdienstes entspricht. Vor oder während des Studiums sind ein gültiger Jahresjagdschein nach § 15 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes und eine Fahrerlaubnis der Führerscheinklasse B zu erwerben. Bewerbungen für das Duale Studium "Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement" sind nur auf Ausschreibung hin an das zuständige Ministerium in Sachsen-Anhalt zu richten. Die Ausschreibung wird in der Regel zum Ende eines Kalenderjahres veröffentlicht. Der Bachelor-Studiengang "Verwaltungsdigitalisierung und -informatik" an der Hochschule Harz in Halberstadt und Wernigerode bereitet dich darauf vor, E-Government-Dienstleistungen sicherzustellen, also Verwaltungsvorgänge digital abzubilden und zu optimieren. Du kennst dich in den organisatorischen und rechtlichen Strukturen der öffentlichen Verwaltung aus und kannst dein Wissen als Fachkraft in allen wichtigen IT-Bereichen des öffentlichen Sektors einsetzen. Du arbeitest an der Schnittstelle zwischen Verwaltungen und externen Anbietern und Dienstleistern. Wie ist das Studium aufgebaut? Der Studiengang ist auf acht Semester angeleg. Er verbindet ein Vollzeitstudium mit Praxisphasen beim Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten (MWL). Dort verbringst du das vierte und achte Semester sowie die vorlesungsfreie Zeit und spezialisierst dich auf einzelne Verwaltungsbereiche. Für wen ist der Studiengang geeignet? Der Studiengang eignet sich für dich, wenn du Interesse an Informatik hast und dir vorstellen kannst, dich auf IT-Anwendungen im Umfeld der öffentlichen Verwaltung zu spezialisieren. Neben den notwendigen Grundlagen aus Informatik, Recht und Verwaltung lernst du den gesamten Zyklus der Software-Entwicklung kennen, von der Konzeption über die Me­thodenauswahl bis zur Umsetzung und den Testverfahren. Wenn du großen Wert auf Praxis legst, bist du hier richtig. Durch das duale Studium lernst du nicht nur in der Theorie, sondern wendest dein Wissen im MWL an. Auch während der Phasen an der Hochschule bist du bei Übungen praktisch tätig. Wärend des Studiums stehst du in einem bezahlten Beschäftigtenverhältnis zum MWL mit einem derzeitigen monatlichen Studienentgelt i.H.v. 1.400 Euro. Welche Inhalte bietet das Studium? Verwaltungsdigitalisierung und -informatik ist ein interdisziplinärer Studiengang, der die Informationstechnik mit den Verwaltungswissenschaften verknüpft. Studieninhalte der Informationstechnik: Grundlagenfächer: Grundlagen der Informatik, Programmierung, Datenbankensysteme, Softwa­retechnik und Softwareengineering, Web-Technologien. Beispiele für anwendungsorientierte Fächer: Sicherheit in Rechnernetzen, Service-orientierte Architekturen und E-Government, Web-Services und -Infrastrukturen, E-Government-Standards und Prozessmodellierung, Geoinformation und Bildverarbeitung. Studieninhalte der Verwaltungswissenschaften: Grundlagenfächer: Grundlagen der Verwaltungswissenschaften, Schlüsselkompetenzen, Grundla­gen des Rechts, Grundlagen des Öffentlichen Rechts, Grundlagen des Privatrechts, Organisation und Handeln, Sozialwissenschaften, öffentliche Finanzwirtschaft, Personalwesen, Beschaffung und Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor. Ab dem sechsten Fachsemester ergänzt du das Pflichtfach „Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung“ durch eines von drei Wahlmodulen: Future Internet/Internet of Things Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, E-Administration, E-Business Data Mining und Künstliche Intelligenz Was bieten wir dir Berufspraktische Studienzeiten in den Behörden des Geschäftsbereichs des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten im Land Sachsen-Anhalt, mit erfolgreichem Abschluss des dualen Studiums den Erwerb des akademischen Grades „Bachelor of Science“, eine Jahressonderzahlung (sog. Weihnachtsgeld), Fahrt- und Unterkunftskostenerstattung während der Einsätze außerhalb der Ausbildungsstätte, 30 Tage Erholungsurlaub im Kalenderjahr und Übernahme der Semesterbeiträge in Höhe von derzeit 105,00 Euro Weitere Informationen findest du auf den Seiten der Hochschule Harz . Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten bietet seit Oktober 2020 Ausbildungsplätze für den dualen Studiengang „ Vermessung und Geoinformatik “ (B. Eng.) an der Hochschule Anhalt in Dessau. Die vier Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten sind Flurbereinigungsbehörden und gehören als untere Landesbehörden zum Geschäftsbereich des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt. Die Flurbereinigung verbessert die Wettbewerbsfähigkeit in Landwirtschaft und Forstwirtschaft, ermöglicht eine zukunfts- und bedarfsgerechte Infrastruktur in den ländlichen Räumen, unterstützt wirksam die Gemeindeentwicklung, schützt und entwickelt nachhaltig die natürlichen Lebensgrundlagen und kann insbesondere die Wasserwirtschaft und den Naturschutz durch Flächenmanagement unterstützen. Pro Studierenden werden 1.400 Euro brutto pro Monat gezahlt. Jede/r Studierende erhält einen Ausbildungsvertrag, der aber auch mögliche Rückzahlungen gemäß Besoldungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt bei Nichtbestehen oder Schlechtleistung umfasst. Die Studierenden sind Beschäftigte. Das Studium dauert 3,5 Jahre. Berufspraktische Erfahrungen sammeln die Studierenden in einem der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Sachsen-Anhalt und in anderen Verwaltungsbehörden mit dem Schwerpunkt Flurneuordnung. Künftige Arbeitsorte sind die Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten. Mit erfolgreichem Abschluss des dualen Studiums wird der akademische Grad „Bachelor of Engineering“ erworben. War erwarten wir von Dir? eine Hochschulzugangsberechtigung nach § 27 Hochschulgesetz des Landes SachsenAnhalt bis zum Beginn des Studiums und Interesse und Fähigkeiten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINTFächer). Ein Praktikum in der Fachrichtung Vermessung und Geoinformation ist empfehlenswert. Du verpflichtet dich, nach erfolgreichem Abschluss des dualen Studiums mindestens fünf Jahre in einem der Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Sachsen-Anhalt tätig zu sein, soweit ein Beschäftigungsverhältnis angeboten wird. Bewerbungen für das Duale Studium sind nur auf Ausschreibung hin an das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark des Landes Sachsen-Anhalt zu richten.

BIGSo, Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialwissenschaften GmbH

KliGeS entwickelt partizipativ klimagesunde Lebenswelten mit Kitas und Pflegeeinrichtungen. Fach- und Leitungskräfte werden unterstützt, klimagesunde Maßnahmen und Strukturen in sieben Phasen zu implementieren. Entsprechend des Settingansatzes gemäß PräV (§ 20a SGB V, § 5 SGB XI) werden Bewohnende/ Angehörige/ Kinder/ Eltern frühzeitig einbezogen. Weitere Informationen Zeitraum: Das Projekt existiert seit April 2023 . Wirkungskreis: Mit dem Projekt werden bis zu 100 Personen erreicht. Transformationsfeld 3: Resilienter Lebensraum der Zukunft Das Transformationsfeld inkludiert die folgenden UN-Nachhaltigkeitsziele: 10. Weniger Ungleichheiten 11. Nachhaltige Städte und Gemeinden 13. Maßnahmen zum Klimaschutz 14. Leben unter Wasser 15. Leben an Land Mehr Informationen zum Transformationsfeld

Risiken von EMF aus Sicht von Lehrer*innen und Pädagog*innen – eine deutschlandweite Befragung

Risiken von EMF aus Sicht von Lehrer*innen und Pädagog*innen – eine deutschlandweite Befragung Ziel des Vorhabens ist die Durchführung einer Studie, die sich an die Ärzt*innenbefragungen 2009 und die Ärzt*innenbefragungen 2024 anlehnt. Ziel der Studie sind neue Erkenntnisse über die Rolle von elektromagnetischen Feldern im Alltag von Berufstätigen in verschiedenen Erziehungsbereichen in Deutschland, v.a. Kindergärten und Schulen. Worum geht es? Über die Sichtweisen von Lehrer*innen in Schulen und Pädagog*innen in Kindergärten und anderen vorschulischen Einrichtungen zu EMF -Themen, ihre Risikowahrnehmung und deren berufsbezogene Relevanz ist so gut wie nichts bekannt. Dies betrifft vor allem den deutschsprachigen Raum. Die Studie soll den Umgang der Lehrer*innen und Pädagog*innen mit dieser Thematik sowie den Kenntnisstand und den eventuell bestehenden Informationsbedarf im Bereich EMF ermitteln. Ebenso soll festgestellt werden, welche Art von Angebot (Informationen, Weiterbildung, Seminare etc. ) die Lehrer*innen und Pädagog*innen im Hinblick auf ihre berufliche Rolle unterstützen kann. Wie ist die Ausgangssituation? Es gibt bereits viele Studien. Diese konzentrieren sich aber häufig auf den höheren Schul- oder Hochschulbildungsbereich und eher auf Schüler*innen und Studierende. Ebenso oft behandeln diese Studien die ionisierende Strahlung und Radioaktivität statt EMF . Es gibt jedoch auch Studien, die die alltägliche Mediennutzung von EMF -bezogenen Technologien von (Klein-)Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund stellen. Über die Risikowahrnehmung professioneller Erziehungsarbeiter*innen im schulischen und vor- bzw. außerschulischen Bereich zu EMF wissen wir sehr wenig. Welche Ziele hat das Forschungsvorhaben des BfS ? Quelle: jannoon028/Stock.adobe.com Das Vorhaben soll mit einer systematischen Erhebung bei Lehrer*innen und Pädagog*innen in Deutschland feststellen, wie sich das Thema EMF in nicht-tertiären Bildungseinrichtungen darstellt. Nicht-tertiäre Bildungseinrichtungen umfassen zum einen Schulen und zum anderen Kindergärten sowie andere vor-, außer- und nichtschulische Einrichtungen, d. h. alles von der Vorschule bis zur Sekundarstufe II. Lehrer*innen und Pädagog*innen treten gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie deren Erziehungsberechtigte als Multiplikatoren auf. Eine Mixed-Method-Studie soll klären, wie diese Berufsgruppe auf mögliche gesundheitliche Risiken elektromagnetischer Felder blickt und mit diesen umgeht. Eine Mixed-Methods-Studie meint in der Sozialwissenschaft die Kombination aus einer konzentrierten Befragung weniger Personen und einer umfassenden Befragung vieler Personen. Zentrale Fragen der Untersuchung sind folgende: Wie ist die Risikowahrnehmung dieser Zielgruppen bzgl. EMF ? Wie wird das Thema EMF von Lehrer*innen und Pädagog*innen in der Berufspraxis zusammen mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern bzw. Personensorgeberechtigten bearbeitet? Welche Wissensstände und welche offenen Fragen bezüglich EMF bestehen? Stand: 31.07.2024

Risiken von EMF aus Sicht von Lehrer*innen und Pädagog*innen – eine deutschlandweite Befragung

Risiken von EMF aus Sicht von Lehrer*innen und Pädagog*innen – eine deutschlandweite Befragung Forschungs-/ Auftragnehmer: LMU Klinikum München Projektleitung: PD Dr. Tobias Weinmann, PD Dr. Claudia Riesmeyer Beginn: 01.11.2023 Ende: 31.10.2025 Finanzierung: 460.939,44 € Hintergrund Über die Sichtweisen von Lehrer*innen in Schulen und Pädagog*innen in Kindergärten und anderen vorschulischen Einrichtungen zu EMF -Themen, ihre entsprechende Risikowahrnehmung und deren berufsbezogene Relevanz ist so gut wie nichts bekannt. Dies betrifft vor allem den deutschsprachigen Raum. Die Studie soll den Umgang der Lehrer*innen und Pädagog*innen mit dieser Thematik sowie den Kenntnisstand und einen eventuell bestehenden Informationsbedarf im Bereich EMF ermitteln. Ebenso soll festgestellt werden, welche Art von Angebot (Informationen, Weiterbildung, Seminare etc. ) die Lehrer*innen und Pädagog*innen im Hinblick auf ihre berufliche Rolle unterstützen kann. Der bisherige Forschungsstand umfasst eine Vielzahl an Studien. Diese konzentrieren sich aber häufig auf den höheren Schul- oder Hochschulbildungsbereich und dadurch eher auf Schüler*innen und Studierende. Ebenso oft behandeln diese Studien die ionisierende Strahlung und Radioaktivität statt EMF . Es gibt jedoch auch Studien, die die alltägliche Mediennutzung von EMF -bezogenen Technologien von (Klein)Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund stellen. Vor diesem Hintergrund besteht eine Lücke in der einschlägigen EMF -Risikowahrnehmungsforschung bezüglich professioneller Erziehungsarbeiter*innen im schulischen und vor- bzw. außerschulischen Bereich, zumal im deutschsprachigen Raum. Zielsetzung Das Vorhaben soll mit einer systematischen Erhebung bei Lehrer*innen und Pädagog*innen in Deutschland feststellen, wie sich das Thema EMF in nicht-tertiären Bildungseinrichtungen darstellt. Nicht-tertiäre Bildungseinrichtungen umfassen zum einen Schulen und zum anderen Kindergärten sowie andere vor-, außer- und nichtschulische Einrichtungen, d. h. alles von der Vorschule bis zur Sekundarstufe II. Eine Mixed-Method-Studie soll klären, wie diese Berufsgruppe auf mögliche gesundheitliche Risiken elektromagnetischer Felder blickt und mit diesen umgeht. Eine Mixed-Methods-Studie meint in der Sozialwissenschaft die Kombination aus einer konzentrierten Befragung weniger Personen und einer umfassenden Befragung vieler Personen. Zentrale Fragestellungen der Untersuchung sind folgende: Wie ist die Risikowahrnehmung dieser Zielgruppen bezüglich EMF ? Wie wird das Thema EMF von Lehrer*innen und Pädagog*innen in der Berufspraxis zusammen mit Kindern, Jugendlichen und deren Eltern bzw. Personensorgeberechtigten bearbeitet? Welche Wissensstände und welche offenen Fragen bezüglich EMF bestehen? Durchführung Die Untersuchung wird in fünf Schritten durchgeführt: (1) Der systematischen Literatursuche folgt eine methodische Aufbereitung im Hinblick auf die Entwicklung des Studiendesigns, der Instrumente, Limitationen und möglicher Besonderheiten bei der Befragung von Lehrer*innen und Erzieher*innen. Im Anschluss wird (2) ein Fragebogen erstellt. Im dritten Schritt (3) wird mittels des zuvor entwickelten Fragebogens zunächst eine quantitative Befragung durchgeführt (anvisierte Stichprobengrößen: N = 3.000 Lehrer*innen an Schulen sowie N = 2.000 Pädagog*innen in vorschulischen oder anderen nicht-tertiären Einrichtungen), der eine vertiefende qualitative Studie mit leitfadengestützten Fokusgruppen (anvisierte Stichprobengröße: N = 20-30 pro Zielgruppe) folgt. Im vierten Schritt (4) werden die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Studienteile ausgewertet und in einem Abschlussbericht aufbereitet. Auf der Grundlage der gewonnenen Ergebnisse, insbesondere hinsichtlich des Informationsbedarfs, wird in einem letzten Schritt (5) mittels eines partizipativen Ansatzes ein auf die Zielgruppe zugeschnittenes Kommunikationsformat entwickelt. Stand: 31.07.2024

Presse und Öffentlichkeitsarbeit Pressemitteilungen: Ereignisbündel verstärken Klimafolgen

Was passiert in Ostfriesland, wenn Sturmfluten und Starkregenereignisse gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum auftreten? Welche Auswirkungen haben diese Ereignisse auf den Insel- und Küstenschutz, die Binnenentwässerung, die Süßwasserversorgung und damit auf das Leben auf dem Festland und den Ostfriesischen Inseln? Und: Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf all diese Szenarien? Was passiert in Ostfriesland, wenn Sturmfluten und Starkregenereignisse gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum auftreten? Welche Auswirkungen haben diese Ereignisse auf den Insel- und Küstenschutz, die Binnenentwässerung, die Süßwasserversorgung und damit auf das Leben auf dem Festland und den Ostfriesischen Inseln? Und: Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf all diese Szenarien? Unter Beteiligung und Koordination des Helmholtz-Zentrums Hereon untersuchte das Verbundprojekt „Wasser an den Küsten Ostfrieslands: Basis für maßgeschneiderte Klimaservices für die Anpassung“ (WAKOS), wie sich derartige Ereignisbündel in der Region auswirken, wie sie jene langfristig verändern und wie sich vorhandene Risiken verstärken. In der im März gestarteten zweiten Phase des Forschungsprojekts rücken nun Handlungsoptionen und Konzepte für ein klimaresilientes Ostfriesland in den Blickpunkt. Dass Handlungsbedarfe bestehen, zeigen die wichtigsten Ergebnisse der inzwischen abgeschlossenen ersten Projektphase: Da Ostfriesland teils unter oder nur knapp über dem Meeresspiegel liegt, können Ereignisbündel, wie etwa das gleichzeitige Auftreten von Sturmflut und Starkregen, im schlimmsten Fall zu einer Überlastung der Schöpfwerke an der Küste und damit zu Überschwemmungen der Niederungsgebiete führen. Bereits das gleichzeitige Auftreten moderater Einzelereignisse kann dafür rausreichen. Dass aus solchen Ereignissen Katastrophen werden können, hängt auch damit zusammen, dass es vor deren Eintritt oft ein mangelndes Bewusstsein für die Gefahren und die Vorsorgenotwendigkeiten gibt. Katastrophen sind ein Kultur-, Ressourcen- und Organisationsproblem. „In WAKOS wurden deshalb gemeinsam mit den beteiligten Akteuren Kataloge erarbeitet, die eine Auswahl möglicher Klimaanpassungsmaßnahmen umfassen, die aus Sicht der Akteure in der Lage sind, mögliche Ereigniskaskaden und deren gesellschaftliche Folgen in Zukunft abzumildern oder gar zu unterbrechen“, sagt Hereon-Küstenforscher Dr. Ralf Weisse. Im Projekt arbeiten Natur- und Sozialwissenschaften mit Akteuren vor Ort zusammen. Zu den Projektpartnern zählen neben dem Hereon, die Forschungsstelle Küste des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), die Universität Hamburg (UHH), die Universität Oldenburg (UOL) und die Jade Hochschule Wilhelms-haven/Oldenburg/Elsfleth (Jade-HS). Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie das Niedersächsische Kompetenzzentrum Klimawandel (NIKO) sind als assoziierte Partner beteiligt. WAKOS wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen" (FONA3) finanziert und bearbeitet eine von sechs Modellregionen in der Fördermaßnahme Regionale Informationen zum Klimahandeln (RegIKlim). Seit März ist WAKOS in die zweite Phase eingetreten. „Ein zentrales Element dieser Phase wird die Gestaltung eines zielgruppenrelevanten Informationssystems sein, das neben der Datenbereit-stellung auch eine Inwertsetzung der Informationen und Formate für Nutzung und Aktivitäten beinhaltet“, so Cordula Berkenbrink vom NLWKN. Ziel sei unter anderem Lücken in der regionalspezifischen Bereitstellung von Informationen zu schließen, so die Forschenden. Zudem steht die gemeinsame Bewertung und Einstufung von Handlungsoptionen anhand unterschiedlicher mit Akteuren entwickelter Kriterien mit dem Ziel eines klimaresilienten Ostfrieslands im Fokus. „Es geht um die Entwicklung von Konzepten, um entscheidungsrelevantes und handlungsmotivierendes Wissen über Multiplikatoren in die Gesellschaft zu tragen“, betont Anke Wessels von der Universität Hamburg.

1. Berliner Stadt-Wald-Kongress „gesunder Wald – gesunder Mensch“

Dass Wälder der Gesundheit guttun und daher ein wichtiges Element der Stadtentwicklung sind – darin waren sich die Teilnehmenden des 1. Berliner Stadt-Wald-Kongresses am 18. und 19. November 2019 einig. Etwa 300 Gäste aus Waldwirtschaft und Politik, Stadt- und Freiraumplanung, Sozialwissenschaften und dem Gesundheitswesen widmeten sich an beiden Veranstaltungstagen den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Grünräumen und der Stadt. 23 Referent*innen aus dem In- und Ausland sorgten für interessante Impulsvorträge, entspannte waldtherapeutische Freiluftangebote, lebhafte Workshops, angeregte Diskussionsrunden und ermutigende Erfahrungsberichte mit Best-Practice-Beispielen. Dass die Gesundheitswirkungen des Waldes kein bloßes Trendthema sind, sondern auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, steht nicht erst seit diesem Kongress fest. Diese Wirkungen unserer Wälder sind in einem stetig wachsenden Ballungsraum wie Berlin unersetzlich und von immer größerer Bedeutung und deren nachhaltige Sicherung ist eine zentrale Zukunftsaufgabe der Berliner Forsten. Die wichtigsten Inhalte und Ergebnisse des 1. Berliner Stadt-Wald-Kongress sind in einer Kongressdokumentation zusammengestellt. Die Berliner Forsten danken allen Mitwirkenden und Unterstützerinnen und Unterstützern für die engagierte und erfolgreiche Arbeit!

Wissenschaftsministerium unterstützt Universitäten mit 13 Millionen Euro im Wettbewerb um Exzellenzcluster

Mit je drei Bewerbungen für neue Forschungscluster wollen Sachsen-Anhalts Universitäten in der aktuellen Wettbewerbsrunde der Exzellenzförderung punkten. Im Erfolgsfall kann ein Exzellenzcluster für sieben Jahre mit jährlich bis zu zehn Millionen Euro gefördert werden; eine Verlängerung um weitere sieben Jahre ist möglich. Bund und Länder stellen für die Förderung der Exzellencluster ab 2026 rund 539 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Bewerbungen der Universitäten Halle und Magdeburg in diesem Jahr mit acht Millionen Euro; zur Vorbereitung der Anträge waren 2022 bereits rund fünf Millionen Euro geflossen. „Die Konkurrenz um die Exzellencluster ist weiterhin groß“, betont Minister Prof. Dr. Armin Willingmann . „Enge wissenschaftliche Vernetzung, verlässliche langjährige Finanzierung und internationales Renommee üben deutliche Anziehungskraft aus. Daher bewerben sich zahlreiche Forschungsinitiativen aus den deutschen Hochschulen um diese besondere Förderung. Um in diesem starken Wettbewerb erfolgreich sein zu können, bedarf es neben solider Vorbereitung auch zusätzlicher Mittel des Landes, auf die wir uns im Koalitionsvertrag von 2021 verständigt haben. Unser Ziel ist es, dass in der anstehenden Entscheidungsrunde auch Anträge aus Sachsen-Anhalt erfolgreich sind. Denn derart strategische Investitionen ins Hochschulsystem stärken zukunftsfähige Forschungsfelder und steigern die Attraktivität unserer Universitäten mit Blick auf Neuberufungen, Nachwuchswissenschaft oder die Einwerbung zusätzlicher Drittmittel.“ „Die Martin-Luther-Universität ist für die kommende Runde der Exzellenzstrategie gut aufgestellt. Wir haben drei sehr gute Vorschläge für künftige Exzellenzcluster mit ambitionierten Forschungsprogrammen vorgelegt, die wir sehr gerne mit unserem leistungsstarken Netzwerk von universitären und außeruniversitären Partnern angehen möchten. Die Exzellenzstrategie bietet uns eine gute Möglichkeit, unser eigenes Profil zu stärken und uns mit führenden deutschen Universitäten zu vergleichen“, sagt die Rektorin der Universität Halle, Prof. Dr. Claudia Becker . Ihr Amtskollege aus Magdeburg, Prof. Dr. Jens Strackeljan , unterstreicht: „Aufbauend auf national und international sichtbaren Erfolgen der vergangenen Jahre hat das enorme Engagement der an den Initiativen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler drei hervorragende Antragskizzen zu absolut relevanten Zukunftsthemen erzeugt. Unter bereiter Beteiligung der Universität und unseren außeruniversitären Partnern hat sich dabei in den Profillinien der Uni Magdeburg die Kooperation nochmals deutlich intensiviert. Gemeinsame Publikationen, Ko-Betreuung von Dissertationen und fachübergreifende Konferenzen wurden erst durch die Förderung des Landes möglich. Davon wird die Universität, unabhängig vom Ausgang der Begutachtungsprozesse, mittel- und langfristig stark profitieren.“ Im bundesweiten Wettbewerb um die Exzellencluster setzt die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf die Entwicklung energieeffizienterer Elektronik, auf nachhaltigere Kunststoffe und neue Implantat-Technologien sowie auf die Erforschung der Gründe für globale Krisen. Die drei Forschungsinitiativen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zielen auf die Stärkung der Hirngesundheit, auf eine nachhaltige Chemieindustrie sowie auf eine verbesserte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine im Produktionsprozess (Details siehe unten). Die insgesamt sechs Projektskizzen wurden, teilweise gemeinsam mit weiteren Universitäten, jetzt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingereicht; sie werden bis Ende Januar 2024 bewertet und dürfen bei positivem Votum bis zum August 2024 einen Förderantrag stellen. Die endgültige Förderentscheidung soll im Mai 2025 fallen, bevor die Clusterförderung dann Anfang 2026 für zunächst sieben Jahre startet. Hintergrund : Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern hat die 2005 gestartete Exzellenzinitiative abgelöst und wurde 2016 ins Leben gerufen, um universitäre Spitzenforschung nachhaltig zu stärken und den Wissenschaftsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb sichtbarer zu machen. Aktuell läuft die zweite Wettbewerbsrunde, die ab 2026 starten wird. Dabei gibt es zwei Förderlinien: Neben den Exzellenzclustern werden auch Exzellenzuniversitäten unterstützt, die zunächst mehrere erfolgreiche Exzellenzcluster vorweisen müssen. Insgesamt stellen Bund und Länder von 2026 an jährlich 687 Millionen Euro zur Verfügung – 539 Millionen Euro für die Exzellenzcluster und 148 Millionen Euro für die Exzellenzuniversitäten. In der seit 2019 laufenden ersten Runde der Exzellenzstrategie werden 57 Exzellenzcluster gefördert – lediglich Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern waren damals leer ausgegangen. In der zweiten Förderphase sollen ab 2026 insgesamt bis zu 70 Forschungscluster unterstützt werden, wobei die bereits Geförderten Fortsetzungsanträge stellen können, d.h. alte und neue Cluster konkurrieren miteinander. Die Förderhöhe für Exzellenzcluster ist antragsabhängig und beträgt jeweils zwischen drei und zehn Millionen Euro jährlich. Die Sitzländer leisten 25 Prozent der Finanzierung, der Bund trägt die restlichen 75 Prozent. Cluster können dabei von einzelnen Universitäten oder als Verbund von mehreren Universitäten, auch bundesländerübergreifend, getragen werden. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und Twitter . Cluster-Initiativen der Universität Halle: Moderne Technologien erfordern Datenspeicherung und Informationsverarbeitung mit hoher Geschwindigkeit, geringem Energieverbrauch und großer Stabilität gegenüber äußeren Einflüssen. Die Nutzung der Chiralität, der Eigenschaft, dass sich ein Objekt von seinem Spiegelbild unterscheidet, ist in der Natur allgegenwärtig und eröffnet einen neuen Weg, um diese Anforderungen zu erfüllen. Ziel des Clusters ist es, durch die Kopplung von Chiralität und Spin neue Funktionalitäten in Festkörpermaterialien zu erzielen und deren Eigenschaften für die Entwicklung einer energieeffizienteren Elektronik heranzuziehen, die auf neuen molekularen, spintronischen und supraleitenden Bauelementen basiert. Im Zusammenspiel von Natur und synthetischen Polymeren gibt es fundamentale Unvereinbarkeiten, insbesondere beim Abbau von künstlichen Materialien in der natürlichen Umgebung. Die Initiative will mittels Design und Modellierung die Eigenschaften von neuen strukturellen und biomedizinischen Polymeren über den gesamten Lebenszyklus im Kontakt mit biologischen Systemen kontrollieren. Auf diesem Wege sollen die Nachhaltigkeit von Polymermaterialien (Reifen, biokompatible Polyester) erhöht sowie neue Implantat-Technologien (Cochlea-Implantate, Zahnimplantate) und sogar Gentherapieansätze entwickelt werden. Die Rede von der Multikrise der Gegenwart verdichtet sowohl Konvergenzen als auch Divergenzen in den Krisenerfahrungen. Das Cluster untersucht globale Dynamiken, die solchen Krisen zugrunde liegen und aus dem Zusammenspiel von Strukturwandel und multiplen Globalisierungsprojekten resultieren. Dabei liegt der Fokus auf vier Dynamiken, deren Zusammenhänge untersucht und in eine historisch-vergleichende Perspektive gestellt werden. Ziel des Clusters ist es, Gesellschafts- und Umwelttheorien mit historischen Erklärungen in einen fruchtbaren Dialog zu bringen, sodass die umfassende und vergleichende Analyse von neuen globalen Dynamiken als neues Wissensfeld entsteht. Clusterinitiativen der Universität Magdeburg: Kognitive Vitalität ist die Fähigkeit, das volle Potential des Gehirns im täglichen Leben zu mobilisieren und zu nutzen. Entscheidend sind hierbei die neurokognitiven Schaltkreise im Gehirn, deren Anfälligkeit für negative Einflüsse, wie etwa andere Erkrankungen im Körper oder Umwelteinflüsse, sowie deren Fähigkeit, sich davon wieder zu erholen Die Initiative möchte mit neuen Technologien Behandlungs- und Präventionsverfahren, sowie digitale Lösungen zum Erhalt und zur Verbesserung der Hirngesundheit erarbeiten, um so einen Beitrag für mehr Lebensqualität, Selbstverwirklichung und zum Erhalt der Selbständigkeit im Alter zu leisten. Die Initiative adressiert eine große Herausforderung der Zukunft für die Gesellschaft im Allgemeinen und für die chemische Industrie im Besonderen: Die Transformation von energieintensiven, linearen Prozessketten auf Basis fossiler Rohstoffe und Energieträger hin zu nachhaltigen, vollständig geschlossenen, energiesparenden Kreisläufen unter Nutzung von Biomasse, Reststoffen und erneuerbaren Energien. Durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der relevanten ingenieur- und naturwissenschaftlichen Institute mit den Wirtschafts-, Politik- und Sozialwissenschaften sollen so innovative wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze gefunden und die gesellschaftlichen Aspekte des Übergangs in die Kreislaufwirtschaft ebenfalls berücksichtigt werden. Durch hohe Anforderungen an Produktindividualisierung in Kombination mit einer erhöhten Nachfrage nach Flexibilität, Nachhaltigkeit und menschengerechten Arbeitsbedingungen, die sich direkt auf die Produktion selbst auswirken, steht die Industrie vor einer Herausforderung. Im Fokus der gemeinsamen Initiative der Uni Magdeburg, der TU Chemnitz und der TU Ilmenau steht deshalb die Erforschung der gleichberechtigten, menschenzentrierten Zusammenarbeit von Mensch und Maschine bei der Bearbeitung komplexer Aufgaben im Produktionsprozess. So soll eine flexible und variable Produktion ermöglicht werden, die zielgerichtet Kompromisse bei Qualität, Quantität, Produktionszeit und Langlebigkeit des Produkts zulässt. Gleichzeitig soll durch die Einbindung der Bereiche Psychologie und Verhaltensmodellierung die Zufriedenheit des menschlichen Partners mit Prozess und Ergebnis gewährleistet werden.

BfN-Schriften 664 - Treffpunkt Biologische Vielfalt XX. Interdisziplinärer Forschungsaustausch im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt

Das anhaltende Artensterben und die Degradierung von Ökosystemen stellen eine wachsende Bedrohung für unsere Gesellschaft dar. Als direkte Hauptgefährdungsursachen für die biologische Vielfalt gelten: der Nutzungswandel von terrestrischen und marinen Gebieten, die direkte Ausbeutung/Übernutzung durch Ernte, Abholzung, Jagd und Fischerei, Klimawandel, Umweltverschmutzung und invasive gebietsfremde Arten. Für die Erhaltung und Wiederherstellung biologischer Vielfalt ist eine genaue Kenntnis des Zustandes, die Analyse der Gefährdungsursachen und Erarbeitung von Maßnahmen zur Zielerreichung unabdingbar. Da den indirekten Ursachen des Biodiversitätsverlustes wie Anstieg der Weltbevölkerung und gestiegener pro Kopf Energie- und Ressourcenverbrauch aufgrund veränderter Produktions- und Konsum- und Mobilitätsmuster wiederum Werte und Verhaltensweisen zugrunde liegen, ist bei der Forschung zu biologischer Vielfalt und Handlungsoptionen für Politik und Gesellschaft eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften notwendig.

EGU-Jahreskonferenz: BASE-Forschung im internationalen Austausch

Um den wissenschaftlichen Austausch auf internationaler Ebene im Bereich der Endlagerung zu fördern, organisiert und leitet das Bundesamt für die Sicherheit der Nuklearen Entsorgung ( BASE ) gemeinsam mit mehreren Forschungseinrichtungen eine Session auf der EGU -Jahrestagung 2023 in Wien. Die European Geoscience Union ( EGU ) ist die Dachorganisation der europäischen Geowissenschaftler:innen. Sie ist die größte europäische wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der Geowissenschaften und verwandter Disziplinen. Die Konferenz, zu der rund 15.000 Expert:innen erwartet werden, findet vom 23.4. bis 28.4.2023 statt. Interdisziplinäre Session: Endlagerung und Sozialwissenschaften Was sind die Lehren, die wir bisher aus den Endlagerprojekten gezogen haben? Mit der interdisziplinären Session “ Deep Geological Disposal – Geosciences behind regulatory, technical and social challenges: best practices and lessons learned”, möchte das BASE die Aufmerksamkeit der Teilnehmer:innen auf diese Frage lenken. Konkret geht es um den engen Zusammenhang zwischen Geowissenschaften und den regulatorischen Herausforderungen. Die Session fördert ebenfalls den Austausch über die verschiedenen Entsorgungskonzepte, über nationale und transnationale Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligungsprogramme, Standortkonzepte und rechtliche Rahmenbedingungen. Sie wird in Kooperation mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI (CH), dem Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit IRSN (FR) und dem Lawrence Berkeley National Laboratory LBNL (US) organisiert. Zwei weitere Sessions der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) befassen sich mit spezifischen geowissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit DGR: " Deep Geological Repositories - characterization of barrier materials and assessment of barrier integrity " und " Geological Repositories - Geosciences in the assessment of radionuclide migration and long-term evolution of the geosphere " Die drei Sessions werden im zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhang abgehalten und ergänzen sich gegenseitig. Wir ermutigen Geo- und andere Wissenschaftler:innen, die sich mit Entsorgungsfragen oder verwandten Themen befassen, Abstracts für eine oder mehrere dieser Sitzungen einzureichen. Bitte beachten Sie, dass die Einreichungsfrist für Abstracts am 10. Januar 2023 endet . 06.12.2022

Trotz Corona: Umwelt- und Klimaschutz bleibt für die Deutschen ein Top-Thema

Umweltbewusstsein in Deutschland: Große Mehrheit für einen sozial-ökologischen Wandel 65 Prozent der Deutschen halten den Umwelt- und Klimaschutz für ein sehr wichtiges Thema – trotz Corona. Besonders der Klimaschutz bleibt während der Pandemie für 70 Prozent weiterhin genauso wichtig, für 16 Prozent ist er sogar wichtiger geworden. Handlungsbedarf sehen die Befragten vor allem bei Energie, Landwirtschaft und Verkehr. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zum Umweltbewusstsein 2020 in Deutschland, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) heute vorstellten. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass es für einen sozial-ökologischen Wandel einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung gibt. So ist eine deutliche Mehrheit von gut 80 Prozent dafür, dass Deutschland beim ⁠ Klimaschutz ⁠ international eine Vorreiterrolle einnimmt. Umwelt- und Klimaschutz sollten für rund 60 Prozent der Befragten in der Landwirtschaftspolitik eine größere Rolle spielen, etwa jeder und jede zweite sieht dies bei der Verkehrspolitik so. Sehr hoch ist die Zustimmung für den ökologischen Strukturwandel in Deutschland: Rund 90 Prozent der Befragten befürworten einen zügigen und zugleich sozialverträglichen Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Corona bestimmt seit mehr als einem Jahr unseren Alltag. Trotzdem ist und bleibt Umwelt- und Klimaschutz ein Top-Thema für die Menschen in Deutschland. Sie wollen Veränderungen und fordern diese auch konkret ein. Das macht Mut für die nächsten Jahre, in denen der Klimaschutz zu einer Richtschnur für nahezu alle Politikbereiche werden wird mit dem Ziel Deutschland klimaneutral zu machen. Die Mehrheit der Menschen sieht längst, dass Klimaschutz Arbeitsplätze schafft und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähiger macht. Besonders interessant wird die Studie da, wo es konkret wird, etwa beim Tempolimit. Hier hat es im Vergleich zur letzten Befragung einen spürbaren Zuwachs gegeben hin zu einer breiten und klaren Mehrheit für ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen. Das wäre nicht nur gut fürs ⁠ Klima ⁠, sondern würde auch für mehr Sicherheit auf den Autobahnen sorgen.“ Großen Handlungsbedarf sehen die Befragten bei Landwirtschaft und Ernährung. Bei den Feldern, wo etwas zu tun ist, liegen mit rund 90 Prozent die Verringerung von Verpackungsmüll und Lebensmittelabfällen an der Spitze. Auch das Tierwohl sollte stärkeres Gewicht bekommen. Zu mehr Umweltschutz bei der Lebensmittelversorgung und -herstellung gehört für die Mehrheit auch ein besseres Angebot an vegetarischen und veganen Produkten und Speisen in Kantinen und Gaststätten. Das wünschen sich knapp zwei Drittel der Befragten. Hausaufgaben für die Politik sehen die Befragten auch bei der Mobilität. Etwa 90 Prozent der Befragten wünschen sich, dass das Fahren mit Bussen und Bahnen kostengünstiger und das Angebot ausgeweitet wird. Auch mehr Radwege und Fahrradstreifen finden mehrheitlich Zustimmung – ebenso ein Tempolimit auf Autobahnen, was rund 65 Prozent wollen. Der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner: „Den Menschen in Deutschland ist sehr bewusst, dass ambitionierter Umwelt- und Klimaschutz letztlich die eigenen Lebensgrundlagen erhält. Diese Dekade ist entscheidend dafür, ob es uns gelingt, die Weichen für eine nachhaltige Zukunft richtig zu stellen. Wir sollten diese einmalige Gelegenheit, die sich jetzt bietet, nicht verstreichen lassen - zumal ein sozial-ökologischer Wandel nicht nur mehr Lebensqualität schafft, sondern auch die Wirtschaft belebt.“ Für die repräsentative Studie wurden im November und Dezember 2020 2.115 Bürger*innen ab 14 Jahren befragt. Die Befragung und Auswertung nahmen das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) und das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) vor. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Studie und der Umweltbewusstseinsforschung im Umweltressort wird auch ein Hintergrundpapier mit den wichtigsten Langzeit-Entwicklungen veröffentlicht.

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