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Ressourcenverbrauch, Entsorgungsprobleme und Umweltgefaehrdung durch Massentourismus in Kuestenraeumen Thailands

Zielsetzung: - die durch Massentourismus hervorgerufenen Probleme (insbesondere die oekologischen Probleme) sollen aufgezeigt werden, - die Wahrnehmung und das Verhalten von Touristen und Einheimischen mit unterschiedlichen sozio-demographischen Merkmalen bezueglich der oben genannten Probleme sollen untersucht werden, - Vorschlaege zur Minderung der oben genannten Problematik sollen formuliert werden.

MobinFact - Verständnis, Kommunikation und Veränderung des Mobilitätsverhaltens im Kontext von 15mC - Erstellung einer Toolbox zu relevanten Faktoren, die die Mobilität beeinflussen. Teilprojekt A: Gesamtkoordination und Regressionsanalyse

Forschergruppe (FOR) 5064: Die Rolle der Natur für das menschliche Wohlergehen im sozial-ökologischen System des Kilimandscharo, Teilprojekt SP4 Eine Analyse des Transformationspotenzials von Individuen: Die Rolle von Präferenzen, Wahrnehmungen und sozialen Beziehungen

Das Ziel von SP4 in Kili-SES-1 war es, die Beziehung zwischen dem Angebot von Naturleistungen (NCP) und dem menschlichen Wohlbefinden im sozial-ökologischen System (SES) des Kilimandscharos zu analysieren. Dabei wurde untersucht, wie ökonomische Präferenzen, sozioökonomische Charakteristika und die Interaktion auf Märkten diese Beziehung beeinflussen. Kili-SES-2 ergänzt diese Analyse durch die Untersuchung von Transformationspotenzialen. Da das SES u.a. aufgrund von Klimawandel und Populationsdynamiken einem steten Wandel unterworfen ist, ist die Anpassungsbereitschaft von Menschen innerhalb des SES von zentraler Bedeutung für die Resilienz des Systems. Der Impuls für Veränderungen in Interaktionsmustern mit der Natur, um sich an ökologische Veränderungen im SES anzupassen, kann von Institutionen, Initiativen oder von Einzelpersonen in einer Gemeinschaft ausgehen. In SP4 liegt der Fokus weiterhin auf der Rolle von Individuen, deren Transformationspotenzial anhand von zwei Leitfragen untersucht wird: Wie reagieren Menschen im SES auf Veränderungen im NCP-Angebot und welches Potential haben sie, andere Menschen im SES ebenfalls zu einer Veränderung ihrer Interaktionsmuster mit der Natur zu bewegen? Um die erste Frage zu beantworten, untersuchen wir individuelle Einflussfaktoren für die Bereitschaft, Änderungen in der Interaktionsweise mit der Natur vorzunehmen. Insbesondere betrachten wir die Rolle von Merkmalen der NCP-Änderung (z.B. Angebotsanstieg vs. - rückgang) und Merkmalen der Lösungspfade (marginale vs. transformative Veränderung). Die Beantwortung der zweiten Frage erfordert ein Verständnis dafür, wie individuelle Veränderungen zu gesellschaftlichen Veränderungen führen können, wobei neben den soziodemografischen Merkmalen einer Person insbesondere ihre Einbettung in das soziale Netzwerk betrachtet wird. Diese Fragestellungen sollen in drei miteinander verbundenen Arbeitspaketen (WPs) analysiert werden. In WP1 wird ein multifaktorielles Vignettenexperiment verwendet, um die individuelle Bereitschaft zu Verhaltensänderungen aufgrund einer Änderung des NCP-Angebots in Abhängigkeit von den Merkmalen der NCP-Änderung und der möglichen Lösungspfade zu untersuchen. In WP2 wird eine auf dem Experiment aufbauende Fragebogenuntersuchung durchgeführt, die neben soziodemografischen Charakteristika insbesondere die Rolle der Wahrnehmung von Problemen, Lösungspfaden und vorhandenen Ressourcen analysiert. In WP3 wird schließlich durch ein Experiment und der Analyse des sozialen Netzwerkes der jeweiligen Person betrachtet, wer besonders geeignet ist, um Veränderungen in der Gemeinschaft zu verbreiten. Insgesamt wird unsere Forschung damit umfassende Informationen für die Beurteilung der Frage liefern, wie Individuen im Kili SES auf ökologische Veränderung reagieren und so maßgeblich zum Verständnis der Dynamiken innerhalb des SES beitragen. SP4 liefert auf diese Weise wichtiges System- und Transformationswissen für die Arbeit der Forschungsgruppe.

DAS: Hitzerisikomanagement in der Stadt

DAS: Hitzerisikomanagement in der Stadt, Hitzerisikomanagement in der Stadt

Software Sprint - Einzelvorhaben: UA - Urban Analyst

Soziale Aspekte der Umweltpolitik: Teilvorhaben 2: Gewinnung von Daten

Ziel des Projektes ist es das Themenfeld Soziale Wirkungen der Umweltpolitik empirisch zu untermauern. Das Projekt zur Datengewinnung soll in enger Verzahnung mit Teilvorhaben 1 durchgeführt werden, so dass die in der Analyse festgestellten Fragestellungen und Prioritäten auch mit Blick auf die empirischen Fragestellungen gespiegelt werden. Dabei geht es um die Clusterung relevanter empirischer Fragestellungen, eine breite Sichtung vorhandener Daten und Feststellen von Datenlücken, Vorschläge zur Verbesserung der Datenbasis durch Erweiterung vorhandener Ansätze (z.B. sozioökonomisches Panel), Verknüpfung von Datensätzen (z.B. soziodemografische Daten mit Umweltdaten), das Erschließen neuer Datenbestände (z.B. durch Bürgerwissen, citizen science) oder auch das Einsetzen von neuen Analyse- oder Auswertungsmethoden. Mit dem Vorhaben soll die empirische Informationsbasis zum Thema Soziale Wirkungen der Umweltpolitik erweitert und Prioritäten für weitere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Datengewinnung abgeleitet werden. Um diese Ergebnisse auch breit verwertbar zu machen soll des Weiteren ein Visualisierungskonzept entwickelt werden (z.B. Aufbereitung in interaktiven Karten). Das Projekt soll die Betroffenen bei den verschiedenen Fragestellungen einbinden. Dabei sollen transformatorische Ansätze etwa durch Co Design Workshops angewendet werden.

Stadt-Land-Plus Statuskonferenz 2021

Key-Visual Stadt-Land-Plus - ©iStock.com/Hallgerd Gleichwertige Lebensverhältnisse fördern – attraktive Regionen gestalten Mit der vierten Statuskonferenz zur Fördermaßnahme wurden insbesondere die Herausforderungen zur Herstellung und Wahrung gleichwertiger Lebensverhältnisse als ein Querschnittsthema von "Stadt-Land-Plus" thematisiert und die Arbeiten der Verbundvorhaben in diesem Lichte diskutiert. Zur Konferenz waren weit über 200 Teilnehmende aus Wissenschaft und Praxis registriert und viele beteiligten sich aktiv an den unterschiedlichen Formaten. Aufgrund der anhaltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie positiver Erfahrungen aus dem Vorjahr, wurde die Veranstaltung online durchgeführt. Das Programm finden Sie hier. Kurzstatements Katrin Fahrenkrug eröffnet das Streitgespräch und bittet um eine Stellungnahme zu der Frage, ob Stadt und Land gleich seien und was den Unterschied zwischen Stadt und Land ausmache. Frau Bülow , antwortet, dass Stadt und Land nicht gleich sind und es zahlreiche Unterschiede gebe, wie wir leben, einkaufen und arbeiten. Frau Bülow ergänzt, dass sie in den bisherigen Ausführungen die Frage des Ehrenamtes vermisst habe. Alle Orte erhalten durch das Ehrenamt ein Gesicht und unterstützen die Daseinsvorsorge. Diese Vielfalt muss erhalten bleiben. Frau Witte , weist auf die unterschiedlichen Lebensentwürfe in Stadt und Land hin. Sie erläutert, dass es nach der Typisierung viele verschiedene Raumtypen von Land und Stadt gebe und nicht beide Orte gegeneinander ausgespielt werden sollten. Außerdem ist sie der Meinung, dass eher das Land die Stadt möglich mache und nicht andersherum (woher kommen die Ressourcen, die in der Stadt genutzt werden?). Es gilt sich gegenseitig ernst zu nehmen und Kooperationen auszubauen. Herr Kawka , vertritt die These, dass es DAS Land und DIE Stadt nicht gibt. Vielmehr sollen die Teilräume nach Ebenen unterschieden werden, Siedlungs- und Freiräume identifiziert, sowie soziodemografische Faktoren wie eine hohe Kinderarmut zur Differenzierung herangezogen werden. Allgemein hält Herr Kawka fest, dass sich Verhaltensweisen und Lebensentwürfe sicherlich angeglichen haben, doch ist es nicht festzustellen, ob Gemeinsamkeiten oder Unterschiede überwiegen. Herr Dr. Fassbinder , stellt fest, dass die Unterschiedlichkeit von großem Wert ist und die Diversität in der Siedlungslandschaft erhalten bleiben muss. Die Kreisstadt Greifswald übernimmt in Mecklenburg-Vorpommern eine Funktion als Oberzentrum, wobei die in anderen dichter besiedelten Regionen nicht auffallen würde. Die Diversität muss nicht nur erhalten, sondern auch sinnvoll gestaltet werden. Herr Dehne , übernimmt das Wort und stimmt zu, dass die Art des Lebens Unterschiede aufweise. Die Art und Weise, wie Leben im Öffentlichen oder Privaten stattfindet, sei ein Beispiel. Sesshaftigkeit hat auch Bedeutung für Zufreidenheit. Herr Dehne konstatiert außerdem, dass die Bezeichnung Speckgürtel zwar eine geläufige, aber seiner Meinung nach keine gelungene Beschreibung für die deutsche Siedlungsstruktur und –entwicklung ist. Ein Merkmal für die Stadt ist die Frage der Organisation der Kultur und des Zusammenlebens. In der Stadt herrscht eine andere kritische Masse und so weist die Großstadt auch eine stärkere Wirtschaft und Synergieeffekte auf. Im ländlichen Raum hingegen spielt die Selbstorganisation und Privatheit eine größere Rolle als in der Stadt. Festzuhalten gilt es jedoch auch, dass sich die Dinge vermischen. Dadurch wird Vielfalt gegeben. Diskussion Die anschließende Diskussion greift die Thematik der gleichwertigen Lebensverhältnisse auf. Obwohl Gleichwertigkeit schwer messbar ist, bedeutet Gleichwertigkeit eine stabile Grundstruktur der Daseinsvorsorge vor Ort . Einzelne Regionen und deren Teilräume bieten jedoch nicht einmal diese Grundstruktur und ein Gegensteuern erweist sich als kompliziert, ergänzt Frau Witte. Herr Dehne erkennt jedoch keine Landflucht durch mangelnde Daseinsvorsorge, umgekehrt besteht eher eine hohe Lebenszufriedenheit in dünner besiedelten Räumen. Insbesondere in Ostdeutschland besteht natürlich immer noch eine kritische demografische Situation, jedoch ist Herr Dehne vorsichtig die These zu stützen, der ländliche Raum stirbt. Er plädiert dafür genauer hinzusehen, wer wieder in den ländlichen Raum zieht. Als Bürgermeisterin der Gemeinde Hollingstedt in Schleswig-Holstein, berichtet Frau Bülow aus ihrer Erfahrung, dass vor 10 Jahren überlegt wurde, wie Daseinsvorsorge gesichert werden kann. Die rückläufigen Zahlen von damals existieren heute jedoch nicht mehr und in zahlreichen Dörfern gibt es keinen Leerstand mehr. Frau Bülow führt diesen Erfolg auch auf die Digitalisierung und andere Anstrengungen zurück. Eine zukünftige Herausforderung ist der Bedarf an kleinteiligem Wohnraum im ländlichen Raum. Frau Hennig führt die aktuelle Situation im ländlichen Raum auf die Art und Weise zurück, wie geplant wurde. Obwohl Hinweise aus dem ländlichen Raum auf bestehende Nachfrage kamen, wurde nicht vorgesorgt. Ein großes Problem ist, dass es an Daten fehlt und Informationen dazu, wie Menschen wohnen wollen. Frau Hennig weist darauf hin die Veränderung der Baukultur zu beachten und wirbt für mehr Empirie in der Raumplanung. Herr Fassbinder berichtet aus seinen Erfahrungen als Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald. Eine ausreichende Grundversorgung von der Gesundheit über die Bildung wird grundsätzlich erwartet und die langfristige Sicherung ist abhängig von einer vorausschauenden Planung . An diesem Punkt haben falsche Prognosen ein großes Problem dargestellt. Die Landesregierung hielt an falschen Bevölkerungsprognosen fest und der Staat zog sich in vielen Gebieten zurück. Als Resultat kann der Staat teilweise seine Aufgabe nicht mehr erfüllen, vor Ort präsent zu sein (z. B. bei sozialen Problemen). Aus Bundessicht der Raumentwicklung stellen diese Herausforderungen des unvorhergesehenen Wachstums in einst schrumpfenden Regionen jedoch eher „Luxusprobleme“ dar. Die Frage der Gleichwertigkeit wird Herrn Kawka zufolge in anderen Regionen Deutschlands entschieden, die immer noch stark vom demografischen Wandel und Abwanderungen betroffen sind und deren Daseinsvorsorge infolgedessen erhebliche Lücken aufweist. So verharrt z. B. der Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt in seinem Status und wird heute als Raum mit besonderem Handlungsbedarf beschrieben. Herr Kawka stellt die Frage, in welchen Räumen zukünftig die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse entschieden werden wird. In diesem Zusammenhang weist er auf eine Karte vom Umweltbundesamt hin, welche Teilräume prognostiziert, die zukünftig vom Klimawandel betroffen sein werden. Außerdem sollte Augenmerk auf die ehemaligen Braunkohleregionen gelegt, aber auch der Alpenrand beachtet werden. Grundsätzlich sind strategische Handlungskonzepte von Bund und Ländern notwendig, die auch die Jugendlichen einbeziehen. Herr Dehne unterstützt die Meinung, dass Überalterung eines der hartnäckigen Probleme sei. Aus seinen Erfahrungen heraus trugen Zahlen und Daten jedoch auch häufig zu Stigmatisierung bei und es muss genau in den jeweiligen Teilraum geschaut werden. Ein Blick hinein in die Vielfalt eröffnet soziale Unterschiede in den Regionen , die geprüft werden müssen. Botschaften Zum Schluss des Streitgesprächs bittet Frau Fahrenkrug um die Nennung eines Punktes, der verstärkt diskutiert werden sollte: Wie gestalten wir das Umland und was macht sie aus? Die bisherige Planung des Speckgürtels kommt anderen Regionen nicht zugute. (Frau Hennig) Es soll dafür gesorgt werden, dass Staat, Bildung, Gesundheit und Sicherheit vor Ort präsent sind. (Herr Fassbinder) Raumordnung soll mit Mobilität integriert gedacht und Regulierungen mit Entscheidungsträgern vor Ort überlegt und entschieden werden. (Frau Bülow) Ein Stück mehr Gelassenheit durch mehr dezentrale Verantwortung ist wichtig und mehr Vertrauen in die Selbstverwaltung der unterschiedlichen Räume. So könnten vielleicht auch Zwergschulen in sehr ländlich geprägten Räumen Eingang finden. (Frau Witte) Das Thema Klimaschutz und der Umgang in den Kommunen und Regionen mit den Auswirkungen des Klimawandels wird an Bedeutung gewinnen. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung der nachhaltigen Mobilität sowie Gerechtigkeit in Stadt und Land zentrale Aufgaben. Politische Konzepte sollen die unterschiedlichen Räume und Lebensmodelle berücksichtigen (Herr Dehne) Gleichwertigkeit betrifft vor allem die schwächsten Regionen und schwächsten Stadtteile – hier sollten die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohnern berücksichtigt und in den Austausch getreten werden, um mit ihnen gemeinsam Lösungen zu entwickeln. (Herr Kawka) Die Kostenwahrheit sollte auf die Agenda rücken. Viele Subventionen sind nötig, um ein Leben in allen Ecken des Landes zu ermöglichen und diese teilweise impliziten Subventionen, z. B. Straßenkilometer, sollen bewusst getätigt und mitgedacht werden. (Herr Wagner) Die Kurzpräsentationen der unterschiedlichen Verbundprojekte sind auf den Webseiten der Verbundvorhaben nachzuschauen. Eine Übersicht der Verbundvorhaben finden Sie hier .

Wildnis in Deutschland - gesellschaftliche Erwartungen und Akzeptanz eines kontrovers diskutierten Konzepts

Ergebnisdarstellung: Das Forschungsprojekt 'Wildnis in Deutschland - gesellschaftliche Erwartungen und Akzeptanz eines kontrovers diskutierten Konzepts (WIND)' analysiert die gesellschaftliche Sicht auf das Thema Wildnis in Deutschland. Hintergrund ist die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS); die NBS legte 2007 das Ziel fest, dass sich auf zwei Prozent der deutschen Landesfläche Natur nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln soll. Dieses Ziel soll vor allem dadurch erreicht werden, dass 5 % der Waldflächen in Deutschland zu Wildnisgebieten entwickelt werden. Auf Basis der Auswertung des aktuellen Diskurses wurden Interviews mit Experten geführt. Darauf aufbauend wurde eine Befragung mit kommunalen Vertretern und eine repräsentative Befragung in der Bevölkerung durchgeführt. Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung zeigen, dass die Menschen in Deutschland mehrheitlich positiv auf Wildnis schauen. Bezieht man sozio-demografische Merkmale in die Betrachtung mit ein, ergibt sich ein überraschend homogenes Bild von dem, wie Wildnis von den Menschen in Deutschland verstanden wird und wie sie sie bewerten. Man könnte davon sprechen, dass es ein weitgehend universelles Bild von Wildnis in Deutschland gibt. Die in der Bevölkerung positive und relativ wenig kontroverse Sicht bei dem Thema Wildnis wird in der Forst- und Holzwirtschaft nicht geteilt. Die Argumente der Forst- und Holzwirtschaft werden jedoch im politischen Diskurs kaum berücksichtigt. Der politische Diskurs über Wildnis hat sich von einer Diskussion über den Sinn von Wildnis auf die Umsetzungsebene mit einem konkreten Handlungsplan verlagert. Der Widerstand der Forst- und Holzwirtschaft gegen das 5 %-Wildnisziel erscheint auf Basis der breiten Zustimmung in der Gesellschaft und der politischen Unterstützung zu dem Konzept Wildnis jedoch wenig zielführend. Die Forst- und Holzwirtschaft sollte sich vielmehr in die Diskussion einbringen, welche Gebiete dauerhaft aus der Nutzung genommen werden. Aufgabenbeschreibung: Ziel des Vorhabens ist eine umfassende Analyse der gesellschaftlichen Sicht auf das Thema Wildnis in Deutschland. Dabei soll sowohl eine Klärung des Verständnisses als auch der Akzeptanz des Konzepts von Wildnis in Deutschland erfolgen. Das Vorhaben stellt die Ergebnisse in den allgemeinen nationalen und internationalen Diskurs über Wildnis, Naturbewusstseinsforschung und über die Rolle von Wäldern. Dabei soll auch bewertet werden, inwiefern das Konzept Wildnis in Einklang ist mit den Beschlüssen der Staatengemeinschaft zum Klimaschutz (z. B. COP 21 in Paris), den anderen gesellschaftspolitischen Zielen der Europäischen Union (z. B. Europäisches Parlament und Europäischer Rat, 2009) und Deutschlands sowie mit den sonstigen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald und grundsätzlich mit dem Konzept der Nachhaltigkeit.

Eneff Stadt BF II: Begleitforschung zum Wettbewerb Energieeffiziente Stadt^Eneff Stadt BF II: Begleitforschung zum Wettbewerb Energieeffiziente Stadt, Eneff Stadt BF II: Begleitforschung zum Wettbewerb Energieeffiziente Stadt

Dieser Teil der Begleitforschung widmet sich inhaltlich dem Themengebiet Energieforschung und soll damit die Verstetigung der Wettbewerbsergebnisse sicherstellen. Die wissenschaftlichen Arbeitsziele des Lehrstuhls Energiesysteme und Energiewirtschaft (LEE) sind einerseits die methodische Abbildung der Nutzungsphase in Wohngebäuden. Es sollen Gebäudetypen für den Wohnbereich mit soziodemografischen Aspekten methodisch in einem technischen Modell abgebildet werden. Hierzu werden statistische Daten mit den Modulbausteinen 'Wohngebäude' aus der 1. Phase der Begleitforschung mit dem Nutzer verknüpft, um so das Nutzerzverhalten mit abbilden zu können und Aussagen bezüglich des Einflusses gesellschaftlicher Entwicklungen auf den Energieverbrauch ableiten zu können. Ergänzt wird diese Forschungsarbeit durch das IZT, welches die Koordination der Haushaltsbefragungen der fünf Gewinnerstädte des Wettbewerbs übernimmt. Andererseits ist Ziel der ganzheitlichen und systemischen Betrachtung energieeffizienzsteigernder Maßnahmen (Dienstleistungen, energetische Sanierung, Verkehr) über ihren Lebenszyklus zu bewerten und indirekte umweltbeeinflussende Faktoren aufzuzeigen. Im Fokus der Ökobilanzierung stehen ausgewählte Energieeffizienzdienstleistungen der fünf Gewinnerstädte, die auf ihre direkten und indirekten Umweltauswirkungen untersucht werden. Durch die Ableitung von Indikatoren zur Übertragbarkeit ist das Ziel, eine Methodik zu entwickeln, mithilfe derer überprüft werden kann, ob die Übertragbarkeit von energetischen Umsetzungsstrategien auf andere Städte und Kommunen gegeben ist. Darüber hinaus untersucht die B.&S.U. die Entwicklung angepasster Verwaltungsstrukturen und Handlungsprozesse zur nachhaltigen Umsetzung kommunalen Klimaschutzes, um diese Strukturen dauerhaft in Kommunen zu verankern.

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