Kurzbeschreibung OSPAR Strandmüllerfassungen, Grundlagenforschung zur Müllbelastung. Ergebnisse Auswahl: siehe Website. Fleet, D. M. (2003). Untersuchung der Verschmutzung der Spülsäume durch Schiffsmüll an der deutschen Nordseeküste. Berlin, Umweltbundesamt, UFOPLAN FAZ 202 96 183: 166 pp Fleet, D. M. (2007). Untersuchungen der Verschmutzung der Spülsäume durch Schiffsmüll an der deutschen Nordseeküste - Auswertung der regelmäßigen Untersuchungen der Verunreinigung der Spülsäume durch den Schiffsverkehr auf Kontrollstrecken der Nordsee. Förderungskennzeichen/UFOPLAN FKZ 204 96 100, Umweltbundesamt Berlin: 74 S
Der INSPIRE Dienst Lebensräume und Biotope in Deutschland - Lebensraumtypen Meere und Küsten - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Die Verbreitungsdaten wurden vom Bundesamt für Naturschutz aus Daten der Bundesländer und des Bundes zum Zweck der Erstellung des nationalen Berichts nach Art. 17 der FFH-Richtlinie zusammengeführt. Die Ursprungsdaten wurden von den Bundesländern nach den Anforderungen der EU für den nationalen FFH-Bericht nach Art. 17 der FFH-Richtlinie bereitgestellt. Die Informationen beziehen sich in der Regel auf den Zeitraum von 2000 bis 2012. Für einzelne Lebensraumtypen können abweichende Zeiträume berücksichtigt worden sein. Konkrete Informationen hierzu sind den sachlichen Berichtsdaten unter Ziffer 1.1.3 zu entnehmen (https://www.bfn.de/nationale-ffh-berichte).
Der INSPIRE Dienst INSPIRE Lebensraum und Biotope in Deutschland - Lebensraumtypen Meere und Küsten - Vorkommen stellt bundesweite Vorkommensdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Die Vorkommensdaten wurden vom Bundesamt für Naturschutz aus Daten der Bundesländer und des Bundes zum Zweck der Erstellung des nationalen Berichts nach Art. 17 der FFH-Richtlinie zusammengeführt. Die Ursprungsdaten wurden von den Bundesländern nach den Anforderungen der EU für den nationalen FFH-Bericht nach Art. 17 der FFH-Richtlinie bereitgestellt. Die Informationen beziehen sich in der Regel auf den Zeitraum von 2000 bis 2012. Für einzelne Lebensraumtypen können abweichende Zeiträume berücksichtigt worden sein. Konkrete Informationen hierzu sind den sachlichen Berichtsdaten unter Ziffer 1.1.3 zu entnehmen (https://www.bfn.de/nationale-ffh-berichte).
**Verantwortungslebensraumtypen**: Die EU hat in der FFH-RL bestimmte Lebensräume festgelegt, die jeder Mitgliedsstaat erhalten oder ggf. wiederherstellen muss. Diese Lebensraumtypen (LRT) kommen in verschiedenen natürlichen Regionen der EU vor, die man biogeografische Regionen nennt. In Deutschland gibt es drei solcher Regionen: die atlantische, die kontinentale und die alpine Region. Innerhalb dieser Regionen gibt es Hauptverbreitungsgebiete für manche Lebensraumtypen. Wenn ein Land einen besonders hohen Anteil eines Lebensraumtyps besitzt, ist es in hohem Maße verantwortlich, diesen Lebensraumtyp zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Diese Lebensraumtypen werden dann Verantwortungslebensraumtypen genannt. Jeder der 231 Lebensraumtypen hat einen europaweit eindeutigen EU-Code (vierstellige Zahlen-bzw. Buchstabenkombination gemäß Anhang I der FFH-RL). Hier enthalten sind Verbreitungskarten zu folgenden LRT: - 1140 Vegetationsfreies Watt - 1160 Meeresarme und -buchten - 1170 Riffe - 1210 Einjährige Spülsäume - 1220 Mehrjährige Vegetation der Kiesstrände - 1230 Fels-/Steilküsten - 1310 Quellerwatt - 1320 Schlickgrasbestände - 1330 Salzwiesen - 2110 Primärdünen - 2120 Weißdünen - 2140 Dünen mit Krähenbeerenheide - 2150 Dünen mit Besenheide - 2170 Dünen mit Kriechweiden - 2190 Feuchte Dünentäler - 2320 Binnendünen mit Krähenbeere - 6410 Pfeifengraswiesen - 6430 Feuchte Hochstaudenfluren - 6440 Brenndolden-Auenwiesen - 6510 Magere Flachland-Mähwiesen - 7120 Renaturierungsfähige degradiere Hochmoore - 7140 Übergangs-/Schwingrasenmoore - 7230 Kalkreiche Niedermoore Erfassungsmaßstab: 1:5.000 Die zugrundeliegenden Geodaten sind im Datensatz [Biotopkartierung](https://opendata.schleswig-holstein.de/dataset/biotopkartierung) zu finden. Die **Hintergrundkarte** der Verbreitungskarten der LRT ist immer identisch und stellt zur Orientierung folgendes dar: - die Außengrenzen des Landes Schleswig-Holstein sowie die Kreisgrenzen als graue Linien - die Grenze der biogeografischen Regionen in Nord-Südausrichtung als dunkelgraue Linie - die Landfläche - weiß dargestellt - mit verschiedenen Graufärbungen für Marsch, höhere und niedere Geest - die Meeresflächen, Seen und Fließgewässer - flächig in blau angelegt - die bebauten Flächen größerer Städte - flächig in dunkelgrau angelegt - die Flächen des jeweiligen Schutzgutes - flächig in grün angelegt ## Bemerkungen Die Karten stellen den Kenntnisstand der Verbreitungen der jeweiligen LRT nach FFH-Richtlinie zum Zeitpunkt des Abschlusses der landesweiten Biotopkartierung 2014 - 2020 dar. Die Karten dienen der Visualisierung der Flächenverteilung in Schleswig-Holstein. Zur Verbesserung der Sichtbarkeit wurden die Flächen vergrößert dargestellt. Die dargestellten Flächen entsprechen daher nicht der realen Flächengröße der Biotope.
**Verantwortungslebensraumtypen**: Die EU hat in der FFH-RL bestimmte Lebensräume festgelegt, die jeder Mitgliedsstaat erhalten oder ggf. wiederherstellen muss. Diese Lebensraumtypen (LRT) kommen in verschiedenen natürlichen Regionen der EU vor, die man biogeografische Regionen nennt. In Deutschland gibt es drei solcher Regionen: die atlantische, die kontinentale und die alpine Region. Innerhalb dieser Regionen gibt es Hauptverbreitungsgebiete für manche Lebensraumtypen. Wenn ein Land einen besonders hohen Anteil eines Lebensraumtyps besitzt, ist es in hohem Maße verantwortlich, diesen Lebensraumtyp zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Diese Lebensraumtypen werden dann Verantwortungslebensraumtypen genannt. Jeder der 231 Lebensraumtypen hat einen europaweit eindeutigen EU-Code (vierstellige Zahlen-bzw. Buchstabenkombination gemäß Anhang I der FFH-RL). Hier enthalten sind Verbreitungskarten zu folgenden LRT: - 1140 Vegetationsfreies Watt - 1160 Meeresarme und -buchten - 1170 Riffe - 1210 Einjährige Spülsäume - 1220 Mehrjährige Vegetation der Kiesstrände - 1230 Fels-/Steilküsten - 1310 Quellerwatt - 1320 Schlickgrasbestände - 1330 Salzwiesen - 2110 Primärdünen - 2120 Weißdünen - 2140 Dünen mit Krähenbeerenheide - 2150 Dünen mit Besenheide - 2170 Dünen mit Kriechweiden - 2190 Feuchte Dünentäler - 2320 Binnendünen mit Krähenbeere - 6410 Pfeifengraswiesen - 6430 Feuchte Hochstaudenfluren - 6440 Brenndolden-Auenwiesen - 6510 Magere Flachland-Mähwiesen - 7120 Renaturierungsfähige degradiere Hochmoore - 7140 Übergangs-/Schwingrasenmoore - 7230 Kalkreiche Niedermoore Erfassungsmaßstab: 1:5.000 Die zugrundeliegenden Geodaten sind im Datensatz [Biotopkartierung](https://opendata.schleswig-holstein.de/dataset/biotopkartierung) zu finden. Die **Hintergrundkarte** der Verbreitungskarten der LRT ist immer identisch und stellt zur Orientierung folgendes dar: - die Außengrenzen des Landes Schleswig-Holstein sowie die Kreisgrenzen als graue Linien - die Grenze der biogeografischen Regionen in Nord-Südausrichtung als dunkelgraue Linie - die Landfläche - weiß dargestellt - mit verschiedenen Graufärbungen für Marsch, höhere und niedere Geest - die Meeresflächen, Seen und Fließgewässer - flächig in blau angelegt - die bebauten Flächen größerer Städte - flächig in dunkelgrau angelegt - die Flächen des jeweiligen Schutzgutes - flächig in grün angelegt ## Bemerkungen Die Karten stellen den Kenntnisstand der Verbreitungen der jeweiligen LRT nach FFH-Richtlinie zum Zeitpunkt des Abschlusses der landesweiten Biotopkartierung 2014 - 2020 dar. Die Karten dienen der Visualisierung der Flächenverteilung in Schleswig-Holstein. Zur Verbesserung der Sichtbarkeit wurden die Flächen vergrößert dargestellt. Die dargestellten Flächen entsprechen daher nicht der realen Flächengröße der Biotope.
Umweltbundesamt weiter für Bezahlpflicht Das Umweltbundesamt empfiehlt, den Verbrauch von Einweg-Tragetaschen aus Kunststoff weiter zu verringern und die im Lebensmitteleinzelhandel bereits bestehende Bezahlpflicht für Einkaufstaschen auszuweiten. Das trägt dazu bei, Ressourcen effizient zu nutzen, Abfälle zu vermeiden sowie den Abfalleintrag in die Meere zu verringern. Aktuelle Daten belegen, dass kleine und große Einwegtüten aus Kunststoff sowie deren Reste in den Spülsäumen der Nord- und Ostsee durchgängig vorkommen. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes: „Einwegtüten sind ein kurzlebiges Produkt. Selbst wenn man sie zwei- oder dreimal verwendet, so lassen sie sich dennoch schwer mit Abfallvermeidung und effizienter Ressourcennutzung in Einklang bringen. Zudem finden sie sich an den Küsten und in den Meeren. Bei Einwegtragetaschen aus Kunststoff spricht also viel für eine Bezahlpflicht.“ Die EU-Kommission hat deshalb im November 2013 eine Änderung der Verpackungsrichtlinie vorgeschlagen, wonach Mitgliedstaaten innerhalb von zwei Jahren den Verbrauch von sehr leichten Einweg-Tüten mit Wandstärken von weniger als 50 Mikrometer deutlich reduzieren sollen. Ob diese Eingrenzung sinnvoll ist und welche Maßnahmen in Deutschland in Frage kämen, diskutiert das Umweltbundesamt heute auf der Dialogveranstaltung „Einweg-Tragetaschen“ mit Herstellern, Behörden sowie Umwelt- und Verbraucherverbänden. Die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung beziffert in ihrer aktuellen Erhebung den derzeitigen Pro-Kopf-Verbrauch von Einweg-Tragetaschen in Deutschland auf 76 Stück pro Jahr. Der jährliche EU-Durchschnitt wird auf 198 Einweg-Tragetaschen pro Einwohner beziffert. Darüber hinaus werden in Deutschland 39 Stück Hemdchenbeutel für Bedienware pro Kopf und Jahr verbraucht. Deutschland verfügt über ein hoch entwickeltes Abfallwirtschaftssystem. Verpackungsabfälle werden getrennt erfasst, eine Deponierung unbehandelter Abfälle findet nicht statt. Kunststofftüten gelangen dennoch regelmäßig in die Umwelt. Ihre Reste lassen sich weltweit in Meeren und an Küsten finden. Das gilt auch für die Ost- und die Nordsee, wie erstmals Zählungen der Meeresschutzbehörden von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern belegen. In den Jahren 2008 bis 2012 wurden in den Spülsäumen der Nordsee durchschnittlich 1,5 Einweg-Tragetaschen aus Kunststoff und drei Hemdchenbeutel – kleine dünnwandige Plastiktüten – pro hundert Meter Küstenlinie gefunden. Dass Kunststoffreste in den Spülsäumen europäischer Meere dominieren, bestätigen ebenso Untersuchungen am Mittelmeer. Diese Fragmente werden von Meereslebewesen mit Nahrung verwechselt und können die Mägen der Tiere verstopfen, was zum Tod durch Verhungern oder durch innere Verletzungen führen kann. Die endgültige Zersetzung kann Jahrhunderte dauern. Dabei können Additive wie Weichmacher in die Meeresumwelt gelangen. Demgegenüber steht eine sehr kurze Nutzungsdauer der Tüten. Ebenso wenig umweltfreundlich sind Einweg-Tragetaschen aus biologisch abbaubaren Kunststoffen. Thomas Holzmann: „Biologisch abbaubare Kunststofftüten sind für uns keine Alternative zu herkömmlichen Einweg-Tüten. Auch diese sind kurzlebige Einwegprodukte und tragen nicht zur Abfallvermeidung bei. Das Material bietet bisher keine ökologischen Vorteile gegenüber Kunststoffen, die aus Erdöl gewonnen werden.“ Biologisch abbaubare Kunststoffe könnten das Recycling konventioneller Kunststoffe beeinträchtigen. In Kompostierungsanlagen werden Kunststoffe meist generell als Störstoff aussortiert. Die Rottezeiten in vielen industriellen Kompostierungsanlagen reichen oftmals nicht für eine Zersetzung der biologisch abbaubaren Kunststoffe aus. Zudem lösen sie nicht das Problem der Meeresvermüllung. Eine schnellere Zersetzung unter den kalten und meist dunklen Bedingungen im Meer lässt sich nicht nachweisen. Das Umweltbundesamt empfiehlt, eine Bezahlpflicht auf Einwegtragetaschen aus Kunststoff einzuführen. Dazu kann die bereits im Lebensmitteleinzelhandel existierende Praxis, wonach für alle Einkaufstragetaschen gezahlt werden muss, auf den gesamten Einzelhandel ausgedehnt werden. Ressourcen lassen sich schonen und Abfall vermeiden, wenn Mehrwegtragetaschen bevorzugt und bereits vorhandene Einweg-Tragetaschen mehrfach verwendet werden. Unter den Einwegtragetaschen sind Varianten aus recycelten Kunststoffen empfehlenswert. Zum Beispiel die Tragetaschen mit dem Blauen Engel: Diese bestehen zu mindestens 80 Prozent aus verwerteten Kunststoffen. Entsorgt werden diese am besten in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack. Das Umweltbundesamt lässt derzeit Eintragsquellen und -mengen von Kunststoffverpackungen sowie anderen Abfällen und deren Auswirkungen auf die Meeresumwelt untersuchen. Dazu gehört ein kohärentes Monitoring der Belastung der deutschen Meere mit Abfällen inklusive der Entwicklung von Methoden zur statistischen Trendermittlung. Weiterhin sollen ökologische Auswirkungen von Müll im Meer umfassend betrachtet und bewertet werden. Darüber hinaus ist das UBA federführend an der Entwicklung von regionalen Aktionsplänen zur Verminderung des Eintrags von Müll in Nordostatlantik und Ostsee im Rahmen der laufenden Arbeiten der regionalen Übereinkommen zum Schutz dieser Meeresgebiete aktiv.
Sturmflutgefahr an der niedersächsischen Küste: Für den Freitagvormittag rechnet der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit einer schweren Sturmflut entlang der Nordseeküste. Die Experten des NLWKN rechnen mit erhöhten Wasserständen, die im Bereich der Inseln mehr als zwei Meter höher auflaufen als normal. Für Emden und die Emsmündung liegen die vorausgesagten Werte bei knapp drei Metern über dem Mittleren Tidehochwasser (MThw). Die Windstärke erreicht nördlich von Norderney im Mittel neun Beaufort, was einer Geschwindigkeit um 80 Kilometern pro Stunde entspricht; in Böen wird Orkanstärke erreicht. Der Wind kommt aus nordwestlicher Richtung. Der Bereitschaftsdienst des NLWKN wird die Vorhersagen bei Bedarf im Laufe des Tages und der kommenden Nacht aktualisieren. Interessierte können sich im Internet unter www.nlwkn.de informieren: Auf der Startseite ist unter der Rubrik "Themen" ein Link zur Vorhersage eingestellt. Die Sturmflut-Warnung gilt auch für die Elbe oberhalb von Hamburg: Der Deutsche Wetterdienstes prognostiziert für die deutsche Nordseeküste einen Orkan aus Nord-West; deshalb ist damit zu rechnen, dass das Mittagshochwasser in der Elbe oberhalb von Hamburg am Freitag gegen 16:30 Uhr voraussichtlich zweieinhalb bis drei Meter über dem normalen Hochwasser auflaufen wird. Die Mitarbeiter des NLWKN auf den Inseln und dem Festland sind in Alarmbereitschaft; bei der NLWKN-Direktion in Norden wurde – auch wegen des leck geschlagenen Bananenfrachters – ein Einsatzstab eingerichtet. Die Strände auf den Inseln werden nach jedem Hochwasser kontrolliert; auf fast allen Inseln wurden kleinere Ölmengen angelandet; in Norderney und Baltrum finden sich im Spülsaum auch grüne Bananen, die ebenfalls von Frachter stammen. Der NLWKN weist darauf hin, dass die Früchte nicht mehr genießbar sind.
In den vergangenen Tagen wurden auf den Ostfriesischen Inseln, aber auch an der Küste zahlreiche tote Vögel gefunden. Ursache sind die Stürme vom Wochenanfang. Für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Wasserstände von etwa 1,30 Meter über dem normalen Hochwasser haben in den Brutgebieten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer einen großen Teil der Küken und Jungvögel das Leben gekostet. Ranger Hermann Wietjes meldete von Baltrum für verschiedene Arten bis zu 75 Prozent Verluste beim diesjährigen Nachwuchs. Ähnlich erschütternd sieht es für die Seeschwalben auf Minsener Oog aus, berichtet Matthias Heckroth vom Mellumrat. Gelege wurden im Sturm vom Sand verschüttet, Jungvögel waren durch Regen, Kälte und damit auch ein schlechtes Nahrungsangebot in den den letzten Wochen ohnehin geschwächt und konnten den Wellen nichts entgegensetzen. Auf Spiekeroog wurden Hunderte tote junge Möwen angespült, möglicherweise sind sie auf den westlich benachbarten Inseln ertrunken, vermutet Wattführer Uli Bauer. "Die Sturmflut kam 14 Tage zu früh", sagt Biologe Martin Schulze Dieckhoff vom Nie-dersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Norden. Wären die Jungvögel bereits flügge gewesen, hätten sie sich in Sicherheit bringen können. "Vor allem Vogelarten, die in den unteren Salzwiesen und an den Stränden brüten, sind von den Verlusten betroffen", so Petra Potel, bei der Nationalparkverwaltung zuständig für den Vogelschutz. "Dazu gehören die im Bestand bedrohten Sand- und Seeregenpfeifer sowie die vier Seeschwalbenarten, aber zum Beispiel auch Lachmöwen." Durch umfassende Besucherinformationen und Lenkungsmaßnahmen werden die Brutgebiete vor Störungen weitgehend geschützt. Aber gegen Sturmflutereignisse ist die Nationalparkverwaltung machtlos. Auch Hinweisschilder und Zäune wurden vom Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Bis zum Ende der Brutzeit (Ende Juli) dürfen die Brutgebiete weiterhin auf keinen Fall betreten werden. So besteht Hoffnung, dass überlebende Jungvögel flügge werden. Zudem werden viele Vogeleltern einen zweiten Versuch starten und noch einmal Eier legen, möglicherweise an einer anderen Stelle, wo der Nachwuchs sicherer vor hoch auflaufenden Fluten ist. Wenn keine weiteren ungünstigen Wetterereignisse dazwischen kommen, haben sie eine gute Chance, in dieser Saison doch noch Küken groß zu bekommen. Um das Einsammeln der toten Vögel im Spülsaum kümmern sich, in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, die Gemeinden. Diese sollte man auch bei auffälligen Funden an anderen Stellen benachrichtigen.
Juist/ Hannover – Organisiert vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und der Nationalparkverwaltung trafen sich 30 ehrenamtliche Kartierer für das niedersächsische Pflanzenarten-Erfassungsprogramm unter anderem aus Hamburg, Göttingen, Northeim und Borkum am Sonntag auf der Insel Juist. Startpunkt für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Festland und der Insel war am Vormittag der Juister Fähranleger. Von dort aus durchstreiften sie in mehreren Gruppen die verschiedenen Lebensräume der Insel wie Salzwiesen, Dünen und Spülsaum und dokumentierten die floristische Vielfalt. „Insgesamt haben wir fast 200 Pflanzenarten vorgefunden, darunter auch große Bestände des sehr seltenen Moosglöckchens sowie der Holländischen Ständelwurz, einer Orchideenart, die nur auf den Inseln vorkommt.“ resümierte Exkursionsleiterin Dr. Annemarie Schacherer. „Um die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten, müssen ihre Bestände regelmäßig und zuverlässig dokumentiert werden“, erläuterte Schacherer die Bedeutung der Kartierungen im Rahmen des niedersächsischen Pflanzenarten-Erfassungsprogramms. Hierbei setzt der Landesbetrieb auf die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. „Auch die Naturschutzbehörde der jeweiligen Landkreise benötigen aktuelle Daten für ihre Arbeit zum Schutz der gefährdeten Arten und Biotope“, ergänzt die Biologin.
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Vorkommen von Mesomüll am Strand von Norderney: Pilotstudie 2015 Arbeitspapier Kirsten Dau Martin Schulze Dieckhoff Inhalt 1Einleitung und Ziel der Untersuchung......................................................................... 1 2Material und Methoden ................................................................................................. 1 3Ergebnisse .................................................................................................................... 4 4Fazit ............................................................................................................................... 6 1 Einleitung und Ziel der Untersuchung Im Rahmen der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ist der NLWKN in Nie- dersachsen u. a. für die Koordinierung der fachlichen Bearbeitung des Deskriptors „Müll im Meer“ zuständig. Um die Entwicklung der Müllmengen an deutschen Küsten überwa- chen zu können, müssen geeignete Methoden (weiter-)entwickelt werden. Derzeit sind Müllteile mittlerer Größe (Mesolitter, 0,5 – 2,5 cm) als geeignete Fraktion in der Diskussi- on. Grund hierfür ist, dass diese Fraktion zum Einen einfacher zu erfassen und zu analy- sieren ist als Mikroplastik (Fraktion < 0,5 mm) und zum Anderen klein genug ist, um bei Reinigungsaktionen der Strände nicht entfernt zu werden. Bisherige Untersuchungen lassen allerdings vermuten, dass die Mesomüllmengen in Strandsedimenten auf den Inseln der dt. Nordseeküste sehr niedrig sind. Dies würde be- deuten, dass Mesolitter möglicherweise keine geeignete Fraktion für ein langfristiges Mo- nitoring wäre, da der notwendige Aufwand, um ausreichende Mengen für einen statisti- schen Nachweis von Trendentwicklungen zu erhalten, nicht vertretbar wäre. Um zu überprüfen, ob die bisher festgestellten geringen Vorkommen möglicherweise durch eine zu geringe Probenmenge bedingt ist, hat der NLWKN auf der Insel Norderney eine eintägige Untersuchung durchgeführt, in der einmalig größere Sandmengen (ca. 51 m³) analysiert wurden. Zusätzlich wurde die räumliche Verteilung der Mesolitterfunde do- kumentiert. 2 Material und Methoden Die Untersuchung fand am 16.4.2015 am Nordstrand von Norderney (Abb.1) statt. Ein Radlader und eine kommerzielle Siebmaschiene des ortsansässigen Bau- und Fuhr- unternehmens (Firma Jakob Onnen GmbH & Co KG) wurde verwendet, um größere Sandmengen beproben zu können (Abb. 3, Abb. 4). Es wurden zwei Untersuchungsbereiche am Nordstrand festgelegt, die östlich und west- lich eines Dünenübergangs liegen. Sie sind beide durch gute Erreichbarkeit und eine posi- tive Sandbilanz charakterisiert und werden intensiv vom Tourismus genutzt. In jedem Be- reich wurde jeweils ein Transekt auf der Höhe des Winterspülsaums, eine weiteres in der Mitte des Strands und eine drittes auf der Höhe aktuellen Spülsaums beprobt. Die Tran- sekte hatten eine Größe von jeweils ca. 6 x 25 m und waren parallel zur Wasserlinie an- geordnet. Der Sand wurde bis zu einer Tiefe von rd. 5 cm entnommen. Die Größe der beprobten Transekte wurde nach der Sandentnahme per Hand-GPS ausgemessen. Die per GPS ermittelte Fläche wurde als Grundlage für flächenbezogenen Berechnungen der Müllmengen verwendet. Der Abb. 2 ist die Lage der Transekte zu entnehmen. Um den Sand mit ausreichender Effektivität sieben zu können musste er weitestgehend trocken sein (zu nasses Sediment ließ sich nicht gut sieben). Da im Bereich östlich des Dünenübergangs der Sand im aktuellen Spülsaum noch zu viel Feuchtigkeit enthielt, musste hier das zu beprobende Transekt kurz oberhalb in trockenerem Sand positioniert werden. 1
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