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Steigende Belastungen durch bodennahes Ozon trüben die gute Bilanz zur Luftqualität in Sachsen-Anhalt

Die Luft in Sachsen-Anhalt wird immer sauberer. Diesen langjährigen Trend belegen auch die Daten aus dem „ Immissionsschutzbericht 2022 “, den das Landesamt für Umweltschutz (LAU) am heutigen Mittwoch veröffentlicht hat. So wurden im Vorjahr die Grenzwerte für zentrale Luftschadstoffe wie Stickstoffdioxid und Feinstaub landesweit an allen Messstationen des LAU erneut sicher eingehalten. Angestiegen sind dagegen die Belastungen durch bodennahes Ozon. Ursache hierfür war vor allem der extrem sonnige und heiße Sommer. Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann betont: „Gute, saubere Luft ist eine wesentliche Voraussetzung für die menschliche Gesundheit und eine intakte Umwelt. Daher ist es erfreulich, dass sich die Luftqualität in Sachsen-Anhalt auch im Jahr 2022 weiter verbessert hat. Trotz des positiven Trends und der erreichten Fortschritte bleibt der Immissionsschutz aber nach wie vor eine wichtige Aufgabe. Denn der zunehmend spürbare Klimawandel führt auch in diesem Bereich zu neuen Herausforderungen, wie etwa beim Thema Ozon.“ Ozon hat zwei Gesichter: In der Stratosphäre (oberhalb von 15 Kilometern) schützt es vor gefährlicher UV-Strahlung; in Bodennähe wirkt es jedoch schädlich auf die Atemwege des Menschen sowie Tierwelt und Vegetation. Das Spurengas bildet sich bei intensiver Sonneneinstrahlung aufgrund des Ausstoßes von Stickstoffoxiden sowie flüchtiger organischer Verbindungen, etwa durch Verbrennungsprozesse oder Ausdünstung aus Farben und Lacken. Die Ozon-Belastung hängt daher maßgeblich von der Witterung ab. Der Sommer 2022 war der sonnenreichste seit rund 70 Jahren und mit einer deutschlandweiten Mitteltemperatur von 19,2 Grad der viertheißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dadurch sind auch in Sachsen-Anhalt die mittleren Ozon-Konzentrationen angestiegen: Der Achtstunden-Mittelwert in Höhe von 120 µg/m³ wurde 2022 an den LAU-Messstationen an 14 Tagen überschritten; im Vorjahr war dies nur an sieben Tagen der Fall. Dagegen wurde die Schwelle zur Warnung der Bevölkerung vor Belastungsspitzen – ein Einstunden-Mittelwert von 180 µg/m³ – auch 2022 nicht erreicht. Gleiches gilt für den EU-Zielwert zum Ozon-Schutz der Vegetation. LAU-Präsidentin Dr. Sandra Hagel erklärt: „Die EU lässt insgesamt 25 Überschreitungen des Achtstunden-Mittelwertes im Jahr zu; daher sind wir in Sachsen-Anhalt derzeit noch im grünen Bereich. Gleichwohl werden wir dieses Thema intensiv beobachten. Dies gilt umso mehr, als auch in unseren Breitengraden durch den Klimawandel heißere und sonnigere Sommer zu erwarten sind. Zugleich wirken sich auch steigende Anstrengungen zum Immissionsschutz positiv auf die Ozon-Belastung aus. Wenn weniger fossile Brennstoffe genutzt werden, entstehen dadurch weniger Stickstoffoxide und flüchtige organische Verbindungen, wodurch sich wiederum auch weniger bodennahes Ozon bilden kann.“ Der „Immissionsschutzbericht 2022“ ist auf den Internetseiten des LAU verfügbar. Auch die Berichte aus den Vorjahren können auf den LAU-Seiten abgerufen werden. Stunden- und tagesaktuelle Daten der LAU-Messstationen gibt es auf der Website des Lufthygienischen Überwachungssystems www.luesa.sachsen-anhalt.de und in der „LÜSA“-App . Weitere Informationen zum Thema „Ozon“ finden sich auf den Internetseiten des Umweltministeriums . Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X (ehemals Twitter ).

Viel Sonne, viel Ozon

Viel Sonne, viel Ozon Ist es lange heiß, kann sich Ozon bilden. Auch 2021 wurde der Informationsschwellenwert von 180 µg/m³ bereits einige Male überschritten. Was ist Ozon, wie entsteht es, warum ist es gefährlich für die Gesundheit? Ab einem Ozonwert von 180 µg/m3 (Mikrogramm pro Kubikmeter Luft) im Ein-Stunden-Mittelwert werden über die Medien Verhaltensempfehlungen an die Bevölkerung gegeben. Diese Schwelle ist 2021 bereits einige Male überschritten worden. Problemregionen sind vor allem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. Aktuelle Werte und Prognosen für die nächsten zwei Tage gibt es im Portal Luftdaten und in der Smartphone-App Luftqualität . Mit unserer App können Sie sich jederzeit über die zu erwartende Ozonbelastung informieren und bei erhöhten Werten automatisch warnen lassen. Je nach Höhe der Belastung gibt die App Gesundheitstipps für Aktivitäten im Freien. Die App ist kostenlos und werbefrei und für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich. Besonders hoch sind die Ozonwerte bei sommerlichem ⁠ Wetter ⁠ in den Nachmittagsstunden. Wer empfindlich auf Ozon reagiert, sollte Sport und andere körperlich anstrengende Tätigkeiten möglichst in den Abend, besser noch in die frühen Morgenstunden legen. Dann ist die Belastung deutlich geringer. Die Wohnung sollte am besten auch morgens gelüftet werden und dann die Fenster bis zum Abend geschlossen bleiben. Leider bringt es nichts, den Sport vom Stadtpark in den Wald zu verlegen, denn die Ozonwerte sind außerhalb der Innenstädte oft deutlich höher. Die höchsten Ozonwerte werden regelmäßig am Stadtrand und in den angrenzenden ländlichen Gebieten gemessen. Denn die Vorläuferstoffe des Ozons (Stickoxide aus dem Verkehr und flüchtige organische Verbindungen aus Lösemitteln von Farben, Lacken, Klebstoffen oder Reinigungsmitteln) werden durch Wind aus der Stadt transportiert, wo sie zu Ozon reagieren. Dagegen wird Ozon in Innenstädten durch die Reaktion von Stickstoffmonoxid (NO) aus Autoabgasen mit Ozon abgebaut. Deshalb ist die Ozonbelastung in Innenstädten, wo viele Autos fahren, deutlich niedriger. Das farblose und giftige Gas Ozon ist eines der wichtigsten Spurengase in der ⁠ Atmosphäre ⁠. Die in einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern bestehende natürliche Ozonschicht schützt uns vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Entsteht Ozon allerdings am Boden, kann es in hohen Konzentrationen der Gesundheit schaden. Ozon reizt die Atemwege, verursacht Husten, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden. Auch Einschränkungen der Lungenfunktion sind möglich. Gerade bei körperlicher Anstrengung und bei erhöhtem Atemvolumen kann sich das verstärken. Empfindliche oder vorgeschädigte Personen und durch Atemwegserkrankungen vorbelastete Kinder, sollten bei hohen Ozonwerten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden. Die ganz hohen Ozonspitzenwerte aus früherer Zeit haben seit 1990 in Deutschland deutlich abgenommen. Aber die mittlere Belastung nahm zu. Die Ozonwerte dürfen den Wert von 120 µg /m3, im Mittel über 8 Stunden, an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr (im Mittel über 3 Jahre) überschreiten.

Außenluft

Luftkontamination oder "Luftverschmutzung" liegt vor, wenn übermäßige Mengen oder auch für die Gesundheit schädliche Mengen an Spurengasen oder Staubpartikeln in die Atmosphäre gelangen. Neben den bekannten anthropogenen Quellen an Luftschadstoffen gibt es für viele Substanzen auch natürliche Quellen, die vom Menschen nur wenig beeinflussbar sind. Aufgrund von Schwankungen bei der Aktivität der Quellen sowie einer Vielfalt atmosphärischer Prozesse kann sich die Luftqualität im Einzelfall je nach Ort und Zeit stark unterscheiden. Luftverunreinigungen verursachen statistisch gesehen eine Bandbreite gesundheitlicher Auswirkungen in der Bevölkerung, die von Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronisch-obstruktiver Lungenkrankheit (COPD), Schlaganfällen bis zu Lungenkrebs reichen. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit gibt es zahlreiche auf wissenschaftlicher Grundlage abgeleitete Grenzwerte bzw. Beurteilungswerte. In Deutschland wird die Luftqualität mit Hilfe eines umfangreichen Messnetzes aus ca. 600 Messstationen nach europaweit einheitlichen Vorgaben überwacht. Verstärkt muss vor allem dort gemessen werden, wo hohe Konzentrationen erwartet werden, denen viele Menschen ausgesetzt sind. Aktuell werden deutschland- und europaweit 11 Luftschadstoffe überwacht, von denen bei lang- und/oder kurzfristiger Exposition eine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgeht. Durch erfolgreiche Emissionsminderungsmaßnahmen, die in den 1960er Jahren begannen und bis in die Gegenwart reichen, gibt es mittlerweile in Deutschland keine Überschreitungen der geltenden Luftschadstoffgrenzwerte für Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei mehr. Allerdings sind in Ballungsräumen und Städten die Konzentrationen von Feinstaub (PM10/PM2,5) und Stickstoffdioxid (NO2) an einigen Messstationen nach wie vor zu hoch, auch wenn sie seit 1990 deutlich abgenommen haben. Auch die Ozonbelastung stellt in den Sommermonaten deutschlandweit ein Problem dar. Nur sehr vereinzelt werden zu hohe Konzentrationen der Staubinhaltsstoffe (Arsen, Cadmium, Blei, Nickel, Benzo[a]pyren) gemessen. Inzwischen halten auch orientierende, d.h. gesetzlich nicht verpflichtende Messungen einiger "neuer" Luftschadstoffe wie ultrafeiner Partikel (UFP) Einzug in Messnetze. Durch Langzeitmessungen von UFP konnten z.B. die Wirksamkeit emissionsmindernder Maßnahmen im Kfz-Bereich gut belegt werden. Die Luftqualitätsdaten der Bundes- und Ländermessnetze werden der Öffentlichkeit automatisiert und zeitnah zur Verfügung gestellt, damit sich empfindliche Personengruppen jederzeit über die Belastungssituation informieren können. Quelle: https://www.ecomed-medizin.de/aussenluft

Umweltsatellit Sentinel-5P ist im All

Am 13. Oktober 2017 startete der jüngste Satellit des Europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus Sentinel-5P um 11.27 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit an Bord einer Rockot-Trägerrakete vom nordrussischen Weltraumbahnhof in Plesetsk ins All. Der rund 820 Kilogramm schwere Sentinel-5P beobachtet aus 824 Kilometern Höhe die Spurengase der Erdatmosphäre. Mit seinem Messinstrument TROPOMI (Tropospheric Monitoring Instrument) ist der Satellit in der Lage, Tag für Tag wichtige Information über die Luftverschmutzung, den Zustand der Atmosphäre sowie die Änderung des Klimas zu liefern. Mit einem Sichtfeld von 2600 Kilometern, knapp 1000 hochauflösenden Spektralkanälen und einer hohen räumlichen Auflösung wird Sentinel-5P jeden Tag unseren gesamten Planeten kartieren und setzt auch technisch neue Standards: TROPOMI misst im ultravioletten, sichtbaren, nahen und kurzwelligen infraroten Wellenlängenbereich und kann einen weiten Bereich an Luftschadstoffen wie Stickoxide, Ozon, Formaldehyd, Schwefeloxide, Methan und Kohlenmonoxid beobachten. Die Produkte zu diesen Spurengasen werden im Copernicus Atmosphärendienst eingesetzt, um Daten auch zu regionaler Luftverschmutzung zur Verfügung zu stellen. Die Mission soll aber auch andere Daten bereitstellen wie zum Beispiel für die Überwachung von Vulkanasche für die Flugsicherheit oder für Warnungen vor zu hoher UV-Strahlung. Bedeutend ist die Fortsetzung der Zeitreihen der Messinstrumente GOME, SCIAMACHY, GOME-2 und MIPAS durch Sentinel-5P: Langjährige Klimadatensätze werden damit fortgeschrieben und finden Eingang in den Copernicus Klimadienst.

Anwendung und Überprüfung neuer Methoden zur flächenhaften Bewertung der Auswirkung von bodennahem Ozon auf die Biodiversität terrestrischer Ökosysteme

Unter den Spurengasen in der ⁠ Atmosphäre ⁠ ist O3 ein hoch phytotoxischer Luftschadstoff, dessen Konzentration weiter ansteigt. Die potenziell schädigende Wirkung des bodennahen O3 bei höheren Pflanzen ist vielfach belegt. Während die Schadensbewertung bisher meist unter Aspekten der nutzbaren Leistungen der Pflanzen erfolgte, sind weitergehende Folgen für die ⁠ Biodiversität ⁠ insgesamt und für die von ihr abhängigen Ökosystemfunktionen und –dienstleistungen derzeit schwer abzuschätzen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine Bewertung des Risikos von O3-Belastungen für die Vegetation und die Biodiversität terrestrischer Ökosysteme in Deutschland mit Hilfe von Modellierungs- und Kartierungsansätzen und in Form einer Literaturstudie. Veröffentlicht in Texte | 70/2015.

Klimaforschungsprojekt mit Lufthansa unterstützt Aufbau einer weltweiten Messinfrastruktur

Das Projekt IAGOS ging am 8. Juli 2011 in seine operative Phase: Das Forschungszentrum Jülich startet gemeinsam mit Lufthansa und europäischen Partnern eine für die Klimaforschung in ihrem Umfang neuartige Langzeitbeobachtung der Erdatmosphäre per Linienflug. Dazu werden eigens dafür entwickelte Messgeräte an Bord des Lufthansa Airbus A340-300 "Viersen" während des Fluges routinemäßig atmosphärische Spurenstoffe und in Zukunft auch Aerosole und Wolkenteilchen erfassen – weltweit und auf breiter Basis.

Anwendung und Überprüfung neuer Methoden zur flächenhaften Bewertung der Auswirkung von bodennahem Ozon auf die Biodiversität terrestrischer Ökosysteme

Unter den Spurengasen in der ⁠Atmosphäre⁠ ist O3 ein hoch phytotoxischer Luftschadstoff, dessen Konzentration weiter ansteigt. Die potenziell schädigende Wirkung des bodennahen O3 bei höheren Pflanzen ist vielfach belegt. Während die Schadensbewertung bisher meist unter Aspekten der nutzbaren Leistungen der Pflanzen erfolgte, sind weitergehende Folgen für die ⁠Biodiversität⁠ insgesamt und für die von ihr abhängigen Ökosystemfunktionen und –dienstleistungen derzeit schwer abzuschätzen. Ziel des vorliegenden Berichts ist eine Bewertung des Risikos von O3-Belastungen für die Vegetation und die Biodiversität terrestrischer Ökosysteme in Deutschland mit Hilfe von Modellierungs- und Kartierungsansätzen und in Form einer Literaturstudie.

Genfer Luftreinhaltekonvention der UNECE

Die Depositionsgeschwindigkeit reaktiver Spurengase und Aerosole ist eine fundamentale Eingangsgröße für eine Vielzahl von Depositionsmodellen. Wenngleich es sich dabei um eine starke konzeptionelle Vereinfachung mit bekannten Schwächen - insbesondere im Hinblick auf bidirektionale Austauschflüsse - handelt, so ist sie dennoch für die flächenhafte Modellierung mit limitierter messtechnischer Datengrundlage ein derzeit nahezu alternativloser Modellparameter. Traditionell finden zu diesem Zweck in Deutschland Referenzwerte aus der VDI-Richtlinie 3782 Blatt 5 aus dem Jahr 2006 Anwendung. In den vergangenen Jahren gab es jedoch wichtige methodische Weiterentwicklungen sowie eine steigende Anzahl internationaler Großmesskampagnen. Ziel der vorliegenden Studie ist daher eine Literaturrecherche aktueller Messungen zur Depositionsgeschwindigkeit von Ammoniak (NH3). Auf Basis von insgesamt 46 einzelnen Quellen, die überwiegend in den Jahren 2004-2013 veröffentlicht wurden, sind nach objektiven Qualitätskriterien gewichtete Mittelwerte und, als robustere Statistik, Mediane der NH3-Depositionsgeschwindigkeit für die drei Landnutzungsklassen "Wald", "Semi-natürlich" und "Sonstige" errechnet worden. Die auf der vorliegenden Recherche basierenden gewichteten Mittelwerte sind sowohl für die Kategorie Wald (1,7 cm s-1) als auch für Grünland (Kategorie "Semi-natürlich": 1,0 cm s-1) etwas niedriger als die aus der oben genannten VDI-Richtlinie bekannten Werte von 2,0 cm s-1 für Wald und 1,5 cm s-1 für Grünland. Zur weiteren Differenzierung, beispielsweise in Laub- und Nadelwald, wurden darüber hinaus aus den drei Hauptkategorien insgesamt acht Unterklassen gebildet. Um ein möglichst realistisches Bild regionaler und landesweiter Depositionsraten zu bekommen, wird eine Differenzierung in diese Unterklassen vorgenommen, da teilweise erhebliche Unterschiede innerhalb einer Hauptklasse beobachtet wurden.<BR>Quelle:Forschungsbericht

Kalenderwoche 39/2018

Aktuelle Arbeiten - Schachtanlage Asse II Übersicht über die wesentlichen Arbeiten in der Kalenderwoche 39/2018 Stabilisierung und Notfallplanung Die Rückholung kann nur in einem langfristig stabilen Bergwerk erfolgen. Zudem müssen Vorbereitungen für einen möglichen Notfall getroffen werden. Auf der 490-Meter-Ebene (Sohle) beginnt die Verfüllung eines Stützbauwerks am Abbau 4. Lösungsmanagement Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 12,5 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen. Rund 316 Kubikmeter Salzlösung werden nach erfolgter Freigabe gemäß Paragraph 29 der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Die abgegebenen Lösungen stammen von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene (Sohle). Tritium wird mit 3,4 Becquerel pro Liter nachgewiesen. Cäsium-137 kann nicht nachgewiesen werden (weniger als 0,94 Becquerel pro Liter; Nachweisgrenze). Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (zum Beispiel die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte. An der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene werden erhöhte Lösungsmengen aufgefangen. In dieser Zeit werden an dieser Messstelle durchschnittlich rund 12,4 Kubikmeter (12.360 Liter) pro Tag gefasst. Zum Vergleich: In den vergangenen Monaten betrug der Durchschnitt rund 11,6 Kubikmeter (11.600 Liter) pro Tag. Die Werte schwankten jedoch um mehrere hundert Liter täglich. Die Erstellung einer ebenen Arbeitsfläche im neu nachgeschnittenen Bereich auf der 490-Meter-Ebene wird abgeschlossen. Hier sollen zukünftig Behälter zur Zwischenspeicherung von Lösungen aufgestellt werden. Faktenerhebung Die Einlagerungskammer 7 auf der 750-Meter-Ebene wird mit Bohrungen erkundet. Auf der 750-Meter-Ebene werden weitere Messprogramme an der Einlagerungskammer 7 durchgeführt. Ziel ist es, detaillierte Informationen zur Temperatur und zu Spurengasen zu erhalten. Rückholungsbergwerk und Schacht Asse 5 Für die Rückholung müssen neue Infrastrukturräume und Zugänge zum bestehenden Bergwerk sowie ein Bergungsschacht (Schacht Asse 5) errichtet werden. Auf der 700-Meter-Ebene wird eine Bohranlage auf die Bohrung 1a.1 eingerichtet. Mit dieser soll das Salzgestein östlich des bestehenden Bergwerks genauer erkundet werden. Die Bohrarbeiten für das zu setzende Standrohr beginnen. Im Gespräch Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über die Schachtanlage Asse II informieren und mit uns ins Gespräch kommen. Darüber hinaus tauschen wir uns mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fachlich aus und lassen diese Rückmeldungen in unsere Arbeit einfließen. Am 24. September trifft sich die Geschäftsführung der BGE mit Vertreterinnen und Vertretern des Asse-2-Koordinationskreises (A2K) in der Infostelle Asse. Am 26. September besucht eine Delegation aus Bolivien auf Einladung des Bistums Hildesheim die Schachtanlage Asse II. Einblick Aufgenommen im November 2016 In der Schachtanlage Asse II werden an den Befahrungseinrichtungen verschiedene Seile verwendet. Als Förderseile bzw. Oberseile kommen häufig Rundseile zum Einsatz. Flachseile hingegen werden meist als Unterseil verwendet. In der Schachthalle sind Teile abgelegter Seile zu Anschauungszwecken aufbewahrt. Über die Aktuellen Arbeiten Mit der Übersicht zu den aktuellen Arbeiten bieten wir Ihnen einen regelmäßigen Überblick zu den wichtigsten Arbeiten und Meilensteinen in der Schachtanlage Asse II. Die Arbeiten sind den wesentlichen Projekten zugeordnet, um den Fortschritt der einzelnen Projekte nachvollziehbar zu dokumentieren. Wir bitten zu beachten, dass nicht alle Arbeiten, die täglich über und unter Tage stattfinden, an dieser Stelle dokumentiert werden können. Bei Bedarf steht Ihnen das Team der Infostelle Asse gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung. Links zum Thema 1. Oktober 2018: BGE erfasst mehr Lösung in der Schachtanlage Asse II. Meldeschwelle überschritten (Meldung) Alle Aktuelle Arbeiten im Überlick

Umweltbelastungen

In dem mittlerweile erreichten Stadium technisierter und rationalisierter Produktion in Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft verändert und belastet der Mensch die Umwelt erheblich. Die Belastung der Umwelt durch Wirtschaftsprozesse geschieht überwiegend durch den Einsatz und Verbrauch von Rohstoffen für die Produktion, bei der Erzeugung von Energie, bei der Nutzung von Produkten und letztendlich bei der Entsorgung der Produkte nach ihrem Gebrauch als Abfall. Die Umweltbelastung aus Industrie- und Gewerbeanlagen entsteht überwiegend durch die Freisetzung schädlicher Substanzen sowie durch Lärm und Erschütterungen und die davon in ihrer Gesamtheit ausgehenden schädlichen Wirkungen auf Mensch, Tier, Vegetation und Materialien. Die Umweltbelastung kann technische, wirtschaftliche, politische oder auch kulturelle Ursachen haben, da möglicherweise ein umweltfreundlicheres Verfahren nicht vorhanden ist, das zwar vorhandene umweltfreundlichere Verfahren zu teuer und damit nicht konkurrenzfähig ist, bzw. zu Wettbewerbsverzerrung führt, gesetzliche Regelungen fehlen oder sich auf Grund immer schnellerer Zyklen das Verbraucherverhalten (Freizeit, Mode usw.) geändert hat. Luft Luft-Emissionen sind luftverunreinigende Stoffe, die z. B. aus ortsfesten Anlagen, dem Straßenverkehr und aus Hausbrandfeuerungen in die Atmosphäre eingeleitet werden. Emissionen Luft Die Ermittlung und Bewertung von Emissionen aus Industrieanlagen wird in der TA Luft geregelt. Hinweise zur Ausbreitungsrechnung und Schornsteinhöhenbestimmung nach TA Luft Wasser In vielen Anlagen aus Gewerbe und Industrie fällt Abwasser an, das vor der Einleitung in die Kanalisation oder ein Gewässer gereinigt werden muss. Dabei wird zwischen Indirekt- und Direkteinleitung unterschieden. Abwasser Da die Abwässer aus Produktionsanlagen betriebsspezifisch unterschiedlich zusammengesetzt sind und die Verschmutzungen sowohl anorganischer als auch organischer Natur sein können, muss die Behandlung und Reinigung auch mit verschiedenen chemischen, physikalischen oder/und biologischen Verfahren geschehen. Bei der Indirekteinleitung in die Kanalisation müssen durch entsprechende Vorbehandlung vor allem die Stoffe zurückgehalten werden, die in der Kläranlage nicht eliminiert werden können. Es handelt sich dabei um Stoffe wie Schwermetalle, organische Halogenverbindungen, endokrine oder langlebige, schwer abbaubare Substanzen. Die dabei zu erreichenden Grenzwerte sind meist durch kommunale Satzungen der Städte auf der Grundlage zahlreicher europäischer und bundeslandspezifischer gesetzlicher Regelungen festgelegt. Direkteinleitungen werden insbesondere durch die Abwasserverordnung geregelt, die in ihren mehr als 50 Anhängen für die verschiedenen Herkunftsbereiche (Branchen) die Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer vorschreibt. In beiden Fällen gelten diese Emissionsbegrenzungen als Basis für die jeweilige wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Abwasser. Zur Ermittlung von Gewässerbelastungen und zur Identifizierung von Belastungsquellen wird vom LANUV eine intensive Gewässerüberwachung betrieben. Gewässerüberwachung Darüber hinaus müssen auch beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen Emissionen in den Vorfluter oder die Kanalisation verhindert werden. Wassergefährdende Stoffe Abfälle Abfälle sind Stoffe, deren man sich zwar einerseits entledigen will, die aber andererseits niemand benötigt und derer "Entledigung" mit Kosten verbunden ist. Sie entstehen bei der Rohstoffgewinnung, bei Herstellungsprozessen und letztlich aus den Produkten selbst nach deren Gebrauch oder Verbrauch. Abfälle sind wegen ihrer unterschiedlichen Inhaltstoffe und Schadstoffgehalte, insbesondere bei unsachgemäßem Umgang, Quellen der Umweltbelastung. Sie müssen daher behandelt oder ordnungsgemäß beseitigt werden. Hierzu geeignete Anlagen sind z.B. Sortieranlagen, Verbrennungsanlagen oder Deponien, die aber u.U. wieder zu anderen, oftmals neuen Emissionen führen können. Daher ist es besser, den Entsorgungsbedarf vorbeugend durch Vermeidungsstrategien und realistische Abfallwirtschaftskonzepte zu minimieren. Entsorgung Recycling und Abfallvermeidung Ziel heutiger Abfallwirtschaft ist es, Kreisläufe möglichst lange zu erhalten, d.h. einerseits den jeweiligen Rohstoff so intensiv wie irgend möglich zu nutzen und andererseits, Abfälle unter Reduzierung von Menge und Schädlichkeit zu vermeiden, oder zumindest stofflich zu verwerten. Arbeitshilfen Rechtsvorschriften zur Abfallbeseitigung Technische Anleitung für Siedlungsabfälle (TASI) TA-Abfall Energienutzung/-verbrauch Energie kann weder neu geschaffen noch vernichtet werden. Sie hat nur verschiedene Erscheinungsformen. Anders als bei Stoffen, die grundsätzlich vollständig recycelt werden können, ist die Entwertung der eingesetzten Energie zu nicht mehr verfügbarer und damit auch für die Arbeit nicht mehr nutzbarer Energie unvermeidbar. Bevor die Energie ihre Fähigkeit Arbeit zu verrichten jedoch ausüben kann, muss sie von der Primär- in die Nutzenergie umgewandelt werden. Das führt nicht nur zu großen energetischen Verlusten, sondern darüber hinaus, insbesondere bei der Nutzung fossiler Brennstoffe, auch zu Luftverschmutzung, Abwärme und Abfall. Da der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Primär- in Nutzenergie nur in engen Grenzen beeinflussbar ist, kann Energieeinsparung im Wesentlichen nur durch Senkung des absoluten Energieverbrauchs geschehen, z.B. durch recyceln (einschmelzen) von Aluminium- oder Eisen/Stahlschrott statt des Einsatzes von Bauxit oder Eisenerz zur Herstellung von Aluminium oder Stahl. Auch durch energetisch optimierte elektrische Antriebe lassen sich in vielen Industriezweigen erhebliche Energieeinsparungen erzielen. Es gilt also, Energie möglichst umweltfreundlich zu erzeugen und sparsam und wirtschaftlich einzusetzen. Das vermeidet gleichzeitig Emissionen in Luft, Wasser und Boden. Im Landesumweltamt wurden zu dieser Frage "Konzepte zur Optimierung der Energieversorgung" bei Unternehmen der Wellpappeherstellung, der Textilverarbeitung und bei einer Brauerei entwickelt. Fachbericht "Ein Beispiel aus der Brauereibranche" Andererseits benötigen auch Maßnahmen zur Umweltentlastung Energie. So verbrauchen z.B. die den Kraftwerken nachgeschalteten Entschwefelungs- und Stickstoffoxid-Minderungsanlagen einen gewissen Anteil der dort erzeugten elektrischen Energie. Neben den Kraftwerken deckt auch die übrige Industrie einen Großteil der von ihr zur Herstellung und Verarbeitung von Stoffen, bzw. Produkten benötigten Energie aus fossilen Quellen. Dabei stehen die Erzeugung von Prozesswärme und der Betrieb elektrischer Aggregate (Motoren) im Vordergrund (z.B. Metall-, Zement-, Chemieindustrie). Die bei der Nutzung fossiler Energieträger in die Atmosphäre emittierten Spurengase werden u.a. für die globale Erwärmung und den sogenannten "Treibhauseffekt" mitverantwortlich gemacht. Um hier gegenzusteuern, müssen die Industrieländer in den kommenden Jahren ihren "fossilen" Energiebedarf deutlich senken. Gleichzeitig ist der Einsatz von Energie die entscheidende Voraussetzung für jede technische und wirtschaftliche Aktivität; wobei die Entwicklung auf diesem Sektor durch vielfältige staatliche Maßnahmen beeinflusst und gesteuert wird. Geräusche von gewerblichen und industriellen Anlagen Schon bei der Errichtung einer Anlage ist der Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen und damit auch vor Gesundheitsgefahren und erheblichen Belästigungen durch Lärm zu gewährleisten. Als Anlagen sind hierbei alle ortsfesten Einrichtungen wie Fabriken, Gewerbebetriebe, Lagerhallen oder mit dem Boden fest verbundene technische Aggregate zu nennen. Aber auch Fahrzeuge, die auf einem Werksgelände betrieben werden, sind Anlagen im Sinne des BImSchG. Geräuschbelastungen

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