Zielsetzung: Mit der Einführung moderner Fahrgastunterstände in Leipzig wurde ein erster Schritt in Richtung klimagerechter Stadtgestaltung getan. Allerdings blieb bislang weitgehend unbeantwortet, inwieweit diese Strukturen mit Dachbegrünung tatsächlich zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Förderung der urbanen Biodiversität beitragen. Erste Forschungsarbeiten und lokale Beobachtungen deuten darauf hin, dass Standortfaktoren wie Beschattung, Bebauungsdichte oder umliegende Vegetation erheblichen Einfluss auf die Vegetationsentwicklung und die Funktionalität der begrünten Dächer nehmen. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus anderen Städten wie Hamburg, dass begrünte Haltestellen wertvolle Rückzugsräume für Insektenarten bieten können. Vor diesem Hintergrund nimmt das Vorhaben „FaGULab - Fahrgastunterstände Leipzig Reallabor“ eine bestehende Wissenslücke in den Blick: Es fehlen belastbare Daten zur ökologischen Wirksamkeit der bereits umgesetzten Dachbegrünungen in Leipzig sowie zur Frage, wie Pflege, Nachsteuerung und Standortanpassung gestaltet sein müssten, um die Wirksamkeit dieser kleinen grünen Infrastrukturelemente langfristig zu sichern. Zudem ist bislang unklar, welche wirtschaftlichen und sozialen Potenziale ein zivilgesellschaftlich unterstützter Pflege- und Erhaltungsansatz bieten könnte - beispielsweise durch Patenschaften oder Bildungspartnerschaften. Ziel des Projekts ist es daher, in einem transdisziplinären Ansatz datenbasierte Erkenntnisse über ökologische, soziale und ökonomische Effekte begrünter Fahrgastunterstände zu gewinnen. Dabei sollen Schüler:innen, Wissenschaftler:innen, Verwaltungsakteur:innen und zivilgesellschaftliche Gruppen gemeinsam in einem Reallaborformat kooperieren. Zunächst stehen schulische Arbeitsgemeinschaften im Mittelpunkt, in denen Jugendliche unter fachlicher Anleitung Daten erheben, Biodiversität erfassen und Messreihen durchführen. Im Anschluss wird in einem Reallabor gemeinsam mit weiteren Mitwirkenden eine Strategie für eine nachhaltige Stadtbegrünung entwickelt. Das Projekt zielt darauf ab, begrünte Haltestellen nicht nur als technische Infrastruktur, sondern als ökologische Lernorte und Experimentierfelder zu begreifen - mit der Vision, dass jede begrünte Fläche zählt. Langfristig sollen daraus Handlungsempfehlungen für eine wirksamere, insektenfreundlichere und sozial tragfähige Umsetzung städtischer Begrünungsmaßnahmen abgeleitet und idealerweise in das Verwaltungshandeln integriert werden.
Biodiversität und Landwirtschaft sind eng miteinander verbunden, weil Biodiversität elementar zur nachhaltigen Landnutzung beiträgt. Durch die weltweit zunehmende Urbanisierung hat die Aufrechterhaltung von Landwirtschaft in Städten große Aufmerksamkeit erfahren. Urbanisierung sollte zur landwirtschaftliche Intensivierung und reduzierten Einwanderung von Arten aus der umgebenden Landschaft führen, wodurch die Bedeutung funktioneller Biodiversität verringert wird. Wir testen die Hypothese, dass die sozial-ökologische Tragfähigkeit der Produktionssysteme von der nachhaltigen Nutzung von Ökosystemdienstleistungen abhängt, wozu die funktionelle Biodiversität von Bestäubern wie auch von biologischen Antagonisten der Schädlinge zählt. Wir untersuchen die geplante und assoziierte Biodiversität in Polykulturen und Monokulturen entlang rural urbaner Gradienten (enge Zusammenarbeit mit A01, B02, C05, C02, C01). Die Untersuchungen an den landwirtschaftlichen Nutzflächen umfasst experimentelle Feldstudien, in denen die Bestäuber und Schädlingsantagonisten manipuliert werden, sowie ein räumlich zeitliches Modell, um den Beitrag der Bestäubung auf den Ertrag zu quantifizieren, unter Berücksichtigung des Beitrags der Schädlingsantagonisten. Pflanze Bestäuber sowie Bestäuber Antagonisten Interaktionsnetze, funktionell wichtige Eigenschaften der Lebensgemeinschaften und der experimentelle Ausschluss von Bestäubern und Antagonisten an Phytometerpflanzen sollen zeigen, wie Bestäubung und biologische Kontrolle den Ertrag und die Verwundbarkeit der kleinbäuerlichen Haushalte beeinflussen. Die Entwicklung von Modellregeln zielt auf die Förderung des Fruchtansatzes und des Ertrags durch Bestäubung. Einfache Simulationsmodelle sollen den Effekt urbaner Ausdehnung und ihrer assoziierten Veränderung in der Verteilung landwirtschaftlicher Flächen, städtischer Parkanlagen und Grünflächen illustrieren. Szenarien thematisieren den Einfluss zunehmender Flächenversieglung vs. zunehmender Begrünung der Stadt mit Parkanlagen und Landwirtschaft auf Bestäubung und biologische Kontrolle, die als räumliche Verbindungsglieder in sozial-ökologischen Systemen fungieren. In enger Zusammenarbeit mit den anderen FOR2432 Projekten sollen Modell-Szenarien deutlich machen, wie der sozioökonomische Kontext (Erziehung, Armut, Nahrungsmittelpreise, politische Rahmenbedingungen, Religion, Migration) Veränderungen von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen bewirkt. Von besonderem Interesses wird die gemeinsame Bewertung von Spezialisierung vs. Diversifizierung in den Produktionssystemen sowie die Bedeutung der agrochemischen Intensivierungsstrategien sein. Wir erwarten in diesem Projekt einen Überblick über die Ökosystemleistungen und fehlleistungen in urbanen vs. ruralen Produktionssystemen und zielen darauf, die ökologischen und sozialen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklungsplanung.
<p>Extreme Wetterereignisse nehmen spürbar zu, das Wissen um die Notwendigkeit, sich an den Klimawandel anzupassen, ebenfalls. Grund genug für die Bundesregierung, Know-how zu Anpassungsmaßnahmen zentral zu sammeln und zur Nachnutzung zu verbreiten. Das Deutsche Klimavorsorgeportal unterstützt seit 2018 beim Umgang mit Klimafolgen. Das Feedback zum Portal ist nach fast vier Jahren ein positives.</p><p>Das von der Bundesregierung bereitgestellte Deutsche Klimavorsorgeportal „KLiVO“ bündelt mittlerweile mehr als 100 qualitätsgeprüfte Klimavorsorgedienste. Es hat sich seit seinem Start im September 2018 zu einem echten Service im praktischen Umgang mit den Folgen des Klimawandels entwickelt. Mit Such- und Filterfunktionen werden Leitfäden, Karten oder Daten empfohlen. Klimaanpassungsdienste zeigen auf, wie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgen#alphabar">Klimafolgen</a> in Planungen berücksichtigt werden können. Darüber hinaus trägt es sowohl unter Dienste-Anbietenden wie auch Anwender*innen zur Vernetzung bei und fördert den Austausch zum Thema Klimavorsorge in Deutschland. Ergänzend hat das Umweltbundesamt bislang acht Netzwerktreffen zu unterschiedlichen Themen mit rund 450 Teilnehmenden veranstaltet, um Dienste besser bekannt zu machen und ihre Anwendung zu diskutieren Insgesamt stehen derzeit 141 Dienste in mehr als 16 Handlungsfeldern auf dem Portal zur Verfügung. Von durchweg positiven Erfahrungen bei der Anwendung ausgewählter Dienste berichten uns beispielhaft ganz unterschiedliche Akteur*innen.</p><p>Vorsorge-Tipps für den Katastrophenfall</p><p>Neben Hitze und Trockenheit zählen Hochwasser und <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/s?tag=Starkregen#alphabar">Starkregen</a> hierzulande zu den Klimawirkungen, die besonders hohe Risiken auslösen. Das belegen wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Klimawirkungs- und Risikoanalyse 2021 des Bundes. Auf dem KLiVO-Portal finden sich deshalb allein 84 Dienste zu Starkregen und Sturzfluten sowie mittlerweile 66 Dienste zu Binnenhoch- bzw. Niedrigwasser. Dr. Peer Rechenbach, früherer Leiter der Abteilung Katastrophen-, Brand- und Bevölkerungsschutz in der Behörde für Inneres und Sport in Hamburg, ist Experte für Feuerwehrangelegenheiten, Rettungswesen und Katastrophenschutz. Er referierte auf einem der Netzwerktreffen über die Herausforderungen für Einsatzkräfte bei Überschwemmungen und Hochwasser und sagt über das KLiVO-Portal: „KLiVO ist ein wertvolles Instrument, das viel genutzt werden sollte – auch von der Bevölkerung. Denn die hat sich meiner Erfahrung nach noch nicht ausreichend auf das vorbereitet, was der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimawandel#alphabar">Klimawandel</a> verursachen kann.“ Hilfsmittel bietet KLiVO sowohl für Praxiserfahrene – Vertreter*innen von Schutzorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk sowie zuständigen Behörden – aber auch für Bürger*innen.</p><p>So wird beispielsweise Feuerwehren ihre Einsatzplanung und -vorbereitung durch einen regelmäßigen Blick auf das länderübergreifende Hochwasserportal, aufgenommen ins Deutsche Klimavorsorgeportal, erleichtert. Dabei handelt es sich um eine interaktive Deutschlandkarte, auf der tagesaktuell zu erkennen ist, an welchen Flüssen es Hochwasser gibt. Hier werden die Wasserstände an über 1.300 Pegeln angezeigt und Warnungen ausgesprochen. Ebenso empfehlenswert findet Peer Rechenbach das auf dem KLiVO-Portal hinterlegte Handbuch „Klimawandel – Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz“. „Es gibt Feuerwehrleute, die in ihrer Region noch nie ein Hochwasser hatten. Dennoch sollten sie einen Plan für den Ernstfall haben. Der Ratgeber zeigt auf, an was gedacht werden muss, was es zu prüfen und zu berücksichtigen gilt und welche Maßnahmen im Vorfeld zu treffen sind“, erklärt er weiter. </p><p>Von guter Praxis profitieren</p><p>Die Stadt Worms nutzte die Angebote des KLiVO-Portals bereits mehrfach: Seit einigen Jahren ist die Stadt in Rheinhessen besonders von extremen Starkregenereignissen betroffen. Grund genug für Reinhold Lieser und Selma Mergner aus der Abteilung Umweltschutz und Landwirtschaft der Stadtverwaltung Worms, einen durch das Umweltbundesamt geförderten Beteiligungsprozess anzustoßen und zusammen mit den Bürger*innen ein kommunales Konzept zur Starkregenvorsorge zu entwickeln. Gemeinsam mit dem kommunalen Abwasserentsorger führte die Stadt über mehrere Jahre eine Vielzahl von Veranstaltungen, Workshops und Bürgerberatungen sowie bauliche Maßnahmen durch. Neben begleitender Beratung durch Fachbüros diente das KLiVO-Portal als wichtige Informationsquelle: „Worms verfügt bereits seit 2016 über eine lokale Strategie zur <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/a?tag=Anpassung_an_den_Klimawandel#alphabar">Anpassung an den Klimawandel</a>. Doch es gibt immer wieder neue Entwicklungen und praktische Lösungsansätze. Wissen anderer, von dem wir profitieren können“, berichtet Reinhold Lieser von seinen Erfahrungen mit KLiVO.</p><p>Mit der Absicht, auch ihre Erkenntnisse in naher Zukunft auf dem KLiVO-Portal bereitstellen und teilen zu können, forscht derzeit Dr. Susanne Böll, Diplom-Biologin bei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Sie ist Leiterin im Projekt „Stadtgrün 2021“ und prüft gemeinsam mit ihrem Team, welche ausgewählten Versuchsbaumarten den derzeitigen klimatischen Verhältnissen in den bayerischen Städten Kempten, Hof/Münchberg und Würzburg erfolgreich trotzen. „Ziel ist es, dass unsere Ergebnisse und die anderer Forschungsgruppen Eingang in das Deutsche Klimavorsorgeportal finden. Auch wenn sie immer nur auf einzelne Regionen hierzulande übertragbar sind: Je mehr Daten dazu gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht werden, desto erfolgreicher und nachhaltiger kann zukünftige Stadtbegrünung sein“, betont Susanne Böll. </p><p>Dienste erfolgreich angewendet</p><p>Als eine Hilfestellung bei der Suche nach Stadtbäumen der Zukunft gibt es bereits den Dienst „citree – Gehölze für urbane Räume“ auf dem KLiVO-Portal: Dabei handelt es sich um eine Datenbank, die jenen, die Gehölze pflanzen möchten, die Auswahl von standort- und klimaangepasstem Grün erleichtert. Sie umfasst Informationen von mehr als 360 Baum- und Straucharten und schlägt für eine Vielzahl von Standorten in Deutschland mehrere passende Gehölze vor. Dienste wie diese sind laut Dr. Susanne Böll ein Gewinn für Kommunen.</p><p>Die Kleinstadt Syke bei Bremen nutzte den Dienst bereits erfolgreich. Stadtbiologin Angelika Hanel schätzt zum Beispiel die citree-Kennzahlen zur Feinstaubabsorption, zu Frostempfindlichkeit, Astbruch- und Sonnenbrandgefahr oder zur Streusalztoleranz: „Eine für die eigene Region geeignete Art zu finden, die dann auch den Bedingungen vor Ort gerecht wird – also nicht zu hoch oder zu breit wächst, wenn wenig Platz vorhanden ist – gestaltet sich durchaus schwierig. Auch weil man das Ergebnis einer Anpflanzung erst nach vielen Jahren sieht. Und Bäume sind enorm wichtig, um die Klimakrise aufzuhalten. Sie binden <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/c?tag=CO2#alphabar">CO2</a> und filtern Staub sowie Schadstoffe. Außerdem kühlen sie die Luft, indem sie Grundwasser über ihre Blätter verdunsten. Ein Straßenbaum versorgt durchschnittlich zehn Menschen pro Tag mit Sauerstoff.“</p><p>Hilfestellung für Kommunen und Unternehmen</p><p>Zum Themenfeld Hitzeperioden und Trockenheit finden sich mittlerweile 89 Dienste auf dem Portal. Denn zunehmend heiße Sommer und lange Trockenperioden bedeuten nicht nur für die Natur eine große Herausforderung. Gerade in verdichteten Städten bergen sie gesundheitliche Risiken für kleine Kinder, kranke und ältere Menschen, und gehen mit einer starken körperlichen Belastung für alle Arbeitnehmer*innen einher. Kommunen, Unternehmen, Gesundheitsdienstleister*innen und Privatpersonen müssen deshalb vermehrt Gesundheitsvorsorge betreiben.</p><p>Heme Mensen, Geschäftsführer von Der Pflegedienst Lilienthal GmbH in Niedersachsen, ist dank des KLiVO-Portals auf die Hitzewarn-App des Deutschen Wetterdienstes aufmerksam geworden. „Heiße Sommertage an sich sind ja nicht neu, aber wochenlange Hitzeperioden verlangen unseren Pflegekräften eine erhöhte Aufmerksamkeit ab und bedeuten zudem mehr Aufwand in der Pflege selbst. Bislang war in der Pflegebranche der Umgang mit den Folgen des Klimawandels noch kein großes Thema. Doch wir müssen umdenken und Arbeitsprozesse vor diesem Hintergrund optimieren und bestenfalls standardisieren.“ Einmal installiert meldet die Hitzewarn-App sich, wenn mit einer erhöhten Belastung aufgrund aufgeheizter Innenräume zu rechnen ist. So kann der Pflegedienstleiter diese Information rechtzeitig bei der Planung von Arbeitsabläufen berücksichtigen und sein Team darauf vorbereiten.</p><p> Hilfreiche Impulse und Weiterentwicklung</p><p>Das KLiVO-Portal wird vom Umweltbundesamt gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst im Auftrag der Bundesregierung betrieben. Während das Umweltbundesamt Dienste beisteuert, die im Umgang mit den Folgen des Klimawandels unterstützen, stellt der Deutsche Wetterdienst die nötigen Klimainformationen, d.h. klimatologische und klimaabhängige Daten, bereit. Besucher*innen des Portals finden so mit wenigen Klicks wichtige Informationen, die die Klimavorsorge in Bereichen wie z. B. Stadtplanung, Landwirtschaft, Gesundheit, Wasserwirtschaft oder Bevölkerungsschutz unterstützen. Die Netzwerke „KlimAdapt“ (angesiedelt beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>) und „Deutscher Klimadienst“ (angesiedelt beim <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/d?tag=DWD#alphabar">DWD</a>) unterstützen die Weiterentwicklung des Portals und die Anwendung der Dienste. Hilfreiche Impulse für den Ausbau des Portals zieht das Umweltbundesamt aus den regelmäßigen Netzwerktreffen, bei denen neue Dienste vorgestellt und Themen rund um Klimaanpassung sowie beispielsweise Fragestellungen zur rechtlichen Lage oder Risiko-Kommunikation von den Akteur*innen aus Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden, Verbänden und Wissenschaft erörtert werden. </p><p>Autorinnen: Regan Mundhenke und Sandra Wagner, ecolo – Agentur für Ökologie und Kommunikation; Hanna Platte, Umweltbundesamt</p><p>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/k?tag=Klimafolgen#alphabar">Klimafolgen</a> und Anpassung Nr. 73 veröffentlicht. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter">Hier</a> können Sie den Newsletter abonnieren.“</p><p><a href="https://www.klivoportal.de/">www.klivoportal.de</a></p>
Aim Extreme heat events caused by climate change continue to increase in frequency, duration, and intensity. People living in cities in particular are exposed to heat as a result of the urban heat island efect. Although negative efects can be mitigated by heat health action plans (HHAPs), it remains unknown how many German cities have implemented such plans or other measures to reduce the health risks from heat. Therefore, this study surveyed the status of planned or published HHAPs and measures in German cities. Subject and methods Approximately 10% of German cities with the greatest population density were sampled for the study (n = 70 cities). A frequency analysis of city concepts and city webpages was conducted to determine whether cities have already introduced concepts for climate adaptation, climate protection or an HHAP, and which measures are planned in detail. Results Fifty-one cities have implemented measures to protect health from heat events. Forty-one cities integrated such measures into concepts, and only one city formulated an HHAP. Large cities in particular published measures. Long-term measures proved most common, for example, improved building envelope insulation and urban greening. Other than advice on individual behavior, hardly any acute heat health measures are being taken. Quelle: © The Author(s) 2023
To systematically bring nature back to cities, the EU Biodiversity Strategy calls upon cities with over 20,000 inhabitants to develop Urban Greening Plans (UGP). Nature based solutions (NbS) are at the centre of UGPs, addressing climate resilient infrastructures and biodiversity in cities together. They should agree with existing planning instruments. This paper points towards the need for enabling governance, regulatory and financing frameworks and guidance, accompanying future UGP, leading to five recommendations. Quelle: www.umweltbundesamt.de
In den letzten Jahren ist die Ozon-(Oxidantien)Konzentration in der Luft in Sachsen beständig angestiegen. Die gesetzlich fixierten Grenzwerte zum Schutze der Vegetation werden erheblich überschritten. Besonders betroffen sind die Mittelgebirgslagen. Dieser Zustand führt zur Schwächung der Vitalität der Pflanzen, zu Ertragsminderung in der Land- und Forstwirtschaft, zur Verringerung der Biodiversität und zu einer erhöhten Anfälligkeit der Ökosysteme. Es gibt derzeitig und in absehbarer Zeit keine technische oder politische Lösung, die hohen Ozonkonzentrationen in der Luft zu vermindern. Der Schwerpunkt dieses Verbundprojektes besteht darin, Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten durchzuführen, in deren Ergebnis zielgerichtet stressabschwächende Pflanzenstärkungsmittel für die Stabilisierung und Vitalisierung von geschwächten Wäldern, Naturschutzgebieten, schützenswerten Einzelbäumen, Biotopen und neu begründeten Kulturen der Forstwirtschaft genutzt werden sollen. Dazu gehören auch Kulturen von Landwirtschaft und Gartenbau, die ebenfalls bei Ozonbelastung und Trockenstress mit deutlichen Verlusten reagieren. Auch die Verringerung der schädigenden Wirkung der im Boden (Wurzelraum) akkumulierten Schwermetalle ist eine wichtige Zielstellung des Vorhabens. Durch diese umweltverträglichen Pflanzenstärkungsmittel sollen die inneren Abwehrkräfte der Pflanzen gegen Oxidantien, andere Luftschadstoffe und Trockenstress mobilisiert, die große Anfälligkeit der Waldökosysteme gegenüber Ozon-Immissionen und anderen Stressfaktoren vermindert und die hohen Waldschäden deutlich eingeschränkt werden. Diese Zielstellung trifft auch bei der Landwirtschaft, Gartenbau, Begrünung von Deponien und Bergbaufolgelandschaften, Heilpflanzen-Anbau sowie bei Begrünung der Städte zu. Die Entwicklung und Erprobung von Pflanzenstärkungsmitteln für die mit der Novellierung des Pflanzenschutzmittelgesetzes Mitte 1998 auch die gesetzliche Basis geschaffen wurde, ist eine wichtige und aktuelle Aufgabe, um den nachhaltigen Ozon-(Oxidantien)Wirkungen begegnen zu können. Die vorgesehene Kooperation mit der TU Dresden und sächsischen mittelständischen Betrieben ermöglicht eine effektive Entwicklung und praxisnahe Erprobung der Pflanzenstärkungsmittel in Land- und Forstwirtschaft sowie in Baumschulen.
To systematically bring nature back to cities, the EU Biodiversity Strategy calls upon cities with over 20,000 inhabitants to develop Urban Greening Plans (UGP). Nature based solutions (NbS) are at the centre of UGPs, addressing climate resilient infrastructures and biodiversity in cities together. They should agree with existing planning instruments. This paper points towards the need for enabling governance, regulatory and financing frameworks and guidance, accompanying future UGP, leading to five recommendations. Veröffentlicht in Scientific Opinion Paper.
Innovative Stadtentwässerung in Solingen, ein Bildungsangebot zu Klimaveränderungen für Auszubildende in Heidelberg, ein Projekt zur nachbarschaftlichen Stadtbegrünung in Köln und ein Schattenspender mit Solarmodulen der Kunsthochschule Kassel gewinnen dieses Jahr den „Blauen Kompass“.
Am 23. Juni 2022 hat das Abgeordnetenhaus den Doppelhaushalt 2022/23 beschlossen. Zentrale Schwerpunkte sind der Klimaschutz und die Mobilitätswende. Der Doppelhaushalt der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenUMVK) umfasst für beide Jahre ein Volumen von mehr als fünf Milliarden Euro. Senatorin Bettina Jarasch: „Mit diesem Doppelhaushalt finanzieren wir den grünen Wandel unserer Stadt: die Transformation zur grünen und klimaneutralen Hauptstadt. Dieser grüne Stadtumbau ist kein nice to have. Er ist zwingend, um Berlin zu einer resilienten Stadt zu machen im Angesicht der Klimakrise. Dieser Haushalt schafft die Grundlage dafür, Klimaschutz und Umweltschutz entschieden voranzubringen. Wir sorgen dafür, dass die Mobilitätswende noch in dieser Legislatur einen spürbaren Unterschied für die Menschen macht – egal wo sie in Berlin wohnen.“ Der ÖPNV als Rückgrat der Berliner Mobilität wird durch die Investitionen im Rahmen der Nahverkehrsverträge deutlich ausgebaut. Im neuen Doppelhaushalt fließen rund 70 Prozent des SenUMVK-Etats in den ÖPNV und finanzieren ein ehrgeiziges Programm sukzessive weiter: Die in Berlin eingesetzte S-Bahn-Flotte wird bis zum Jahr 2035 komplett erneuert, aufgestockt und in Landeseigentum gebracht. Bei den U-Bahnen befindet sich die BVG mit bis zu 1.500 Wagen der neuen U-Bahngenerationen in der größten Fahrzeugbeschaffung ihrer Unternehmensgeschichte. Zudem wird die Straßenbahnflotte erneuert und das Streckennetz erweitert. Mit sauberen und klimaschonenden E-Bussen wird der ÖPNV bis 2030 komplett elektrifiziert sein. Und damit die Mobilitätswende auch in bisher weniger gut erschlossenen Quartieren ankommt, investieren wir in moderne Rufbusse. Für den Radverkehr beträgt der Etat in 2022 rund 30,2 Millionen Euro, für das Jahr 2023 konnte er auf rund 35,2 Millionen Euro erhöht werden. Mit diesem Haushalt wird eine klare Priorität auf den Ausbau der Radstrecken gelegt, die schnell und ohne größere Umbauten umsetzbar sind. Daher wurden dort die Mittel erhöht, wo Radwege rasch auf die Straße gebracht werden können. Dieser Haushalt schafft die Grundlage dafür, Klima- und Umweltschutz entschieden voranzubringen. Für das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) stellt der Doppelhaushalt rund 20 Millionen Euro pro Jahr für die Förderung klimaschonender Projekte zur Verfügung. Für weitere Maßnahmen zur Stadtbegrünung, Entsiegelung und Klimaanpassung stehen 2022 insgesamt 10 Millionen und 2023 insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Auch der Masterplan Wasser, der Berlins Trinkwasserversorgung langfristig sichern soll, wird aktiv weiterentwickelt. Im Bereich Verbraucherschutz wird die Ernährungsstrategie vorangetrieben und damit auch der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Das Leuchtturmprojekt Kantine Zukunft und die Einrichtung von Lebensmittelpunkten werden verstetigt. Auch die Einrichtung eines Standorts der Verbraucherzentrale im Ostteil Berlins kann mit dem neuen Haushalt finanziert werden.
<p>Kommunale Grünflächen, Straßenbäume und Parks haben unter den Witterungsbedingungen der letzten Sommer vielerorts in besonderem Maße gelitten. Die Pflanzen kämpften deutschlandweit mit Trockenstress, Hitze und Schädlingen. Derzeitige Klimaprojektionen deuten darauf hin, dass Hitze und Trockenheit zunehmen werden. Ob für Klima, Erholung und Freizeit, als Wasserspeicher oder als Lebensraum verschiedener Tierarten, unser Stadtgrün steht vor vielen Herausforderungen.</p><p>Städtisches Grün sollte daher so geplant und angelegt werden, dass es diesen verschärften Bedingungen trotzen kann. Gleichzeitig ist der Einsatz von Stadtbegrünung vor allem durch Kühl- und Verschattungseffekte auch eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung des Stadtklimas.</p><p>Um Stadtgrün nachhaltig zu gestalten, muss daher spätestens bei Neupflanzungen und Begrünungsstrategien genauestens abgewogen werden, welche Pflanzenarten unter den zukünftigen Bedingungen wachsen können, welche Begrünungsmaßnahme für den jeweiligen Standort am geeignetsten ist und welche stadtklimatischen Effekte sie bewirken.</p><p>Im Projekt KLIMPRAX Stadtgrün wurde das einfach anwendbare <a href="https://www.hlnug.de/stadtgruen-im-klimawandel">Online-Tool “Stadtgrün im Klimawandel”</a> für die Planung und Umsetzung von klimaresilienter Begrünung erarbeitet, um vor allem Städte und Gemeinden bestmöglich zu unterstützen.</p><p>Die Broschüre <a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/Stadtgruen/Broschuere_Stadtgruen_im_Klimawandel.pdf">Stadtgrün im Klimawandel – Wege zur Anpassung</a> beschreibt die Grundfunktionen des Online-Tools, sensibilisiert für Funktionen und Bedeutung von Grünstrukturen im Siedlungsraum und gibt wertvolle Hinweise und Praxistipps.</p><p>Eine Sammlung konkreter Informationen, praxisnaher Tipps und Kontaktmöglichkeiten zu Experten zeigen die Relevanz von Grünstrukuren als Baustein der Klimaanpassung auf und helfen bei der Umsetzung, ob in Haus und Garten, auf Gemeinschaftsflächen oder im öffentlichen Bereich. </p><p><a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/projekte/klimprax-stadtgruen/gruenlinge-gesucht">weiterlesen</a></p><p>Für hessische Kommunen stellt das Fachzentrum umfangreiches <a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/handlungshilfen/kampagnenmaterialien-gruenlinge-gesucht">Kampagnenmaterial</a> unter dem Slogan “Grünlinge gesucht” zur Verfügung, mit dem Städte und Gemeinden eigene Begrünungskampagnen auflegen können. </p><p>Im Rahmen von KLIMPRAX Stadtgrün beteiligte sich das Fachzentrum mit zwei zukunftsweisenden Elementen an der Landesgartenschau 2023 in Fulda.</p><p><a href="https://www.hlnug.de/themen/klimawandel-und-anpassung/projekte/klimprax-stadtgruen/klimprax-stadtgruen-auf-der-landesgartenschau-fulda-2023">weiterlesen </a></p><p>Mit Projektbeginn hat das Fachzentrum eine Beratungsgruppe eingerichtet, um möglichst zielgruppengerecht und praxisorientiert zu arbeiten. Dreizehn Kommunen bzw. kommunale Einrichtungen sind dem Aufruf zur Mitarbeit gefolgt. Die Gruppe berät das Projekt aus der Sicht von u.a. Grünflächen-, Garten- und Umweltämtern und lässt wertvolle Praxiserfahrungen einfließen, die dann allen hessischen Städten und Gemeinden zu Gute kommen.</p><p>Mitglieder der Beratungsgruppe: Städte Bad Homburg, Dietzenbach, Flörsheim, Fulda, Gießen, Hanau, Maintal, Marburg, Nidda, Offenbach, Wiesbaden; Dienstleistungsbetrieb Dreieich/Neu-Isenburg;<br> Lahn-Dill-Kreis.</p><p><strong>Projektteam:</strong><br> Harald Hoeckner<br> Dr. Johanna Lenz<br> Doris Krusch<br> Susanne Schroth<br> Ulrich Sommer</p><p><a href="https://www.hlnug.de/kontaktformular?tx_powermail_pi1%5Bfield%5D%5Baddid%5D=5892&cHash=a666ec871aa77780b0bdcba2fc8abd34">Stadtgrün</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/stadtgruen-im-klimawandel">Online-Tool „Stadtgrün im Klimawandel“</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/Stadtgruen/Broschuere_Stadtgruen_im_Klimawandel.pdf">Stadtgrün im Klimawandel - Wege zur Anpassung</a></p><p><a href="https://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/klima/klimprax/Stadtgruen/Baumpflanzungen_die_wichtigsten_Punkte_zusammengefasst.pdf">Baumpflanzungen: Die wichtigsten Punkte zusammengefasst</a></p>
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 10 |
| Land | 2 |
| Wissenschaft | 2 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 3 |
| Text | 7 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 9 |
| Offen | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 9 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 2 |
| Keine | 4 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 9 |
| Lebewesen und Lebensräume | 12 |
| Luft | 10 |
| Mensch und Umwelt | 12 |
| Wasser | 7 |
| Weitere | 12 |