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Found 20 results.

NUR: Urban-Rural Assembly (URA -Transformation zu nachhaltigen Stadt-Land-Ökonomien), Teilprojekt 2: Erfassung landschaftsökologischer Veränderungsdynamiken; GIS-basierte Kartengrundlagenentwicklung

Ziel des Projektes URA ist es, am Beispiel der Region Huangyan-Taizhou strategische Raumentwicklungswerkzeuge und partizipative Planungsgovernance-Instrumente zu entwickeln, welche die akteursorientierte Steuerung von nachhaltigen Stadt-Land-Beziehungen für schnell wachsende urbane Regionen in China befördert. Das Projekt adressiert damit die Problematik einer zunehmend polarisierten Raumentwicklung zwischen schnell wachsenden urbanen Verdichtungsräumen und ihren Hinterlandregionen, die sowohl für China als auch Deutschland eine wesentliche Herausforderung auf dem Weg zur nachhaltigen Raumentwicklung darstellt. Die Erfahrungen von mitteleuropäischen Stadt-Land-Regionen mit informellen und integrierten Raumbildstrategien dienen hierbei als Referenz und Ausgangspunkt für die Entwicklung lokal-spezifischer Ansätze für China, um 1) die Herausforderungen und Entwicklungspotentiale innerhalb von Rand- und Hinterlandregionen von chinesischen Urbanisierungskorridoren besser zu identifizieren und 2) neue Politikansätze für ein strategisches und akteursorientiertes Transformationsmanagement, aufbauend auf der Stärkung nachhaltiger regionaler Wertschöpfungsketten, zu entwickeln. Drei Reallabore (Micro) in der urbanen Region Huangyan-Taizhou dienen dabei als Anker und Experimentierraum. Das Forschungsprojekt initiiert und begleitet hierbei Konzeption, Planung, Umsetzung und Evaluation konkreter Implementierungsprojekte in den lokal relevanten Themenbereichen kulturelles Erbe, erneuerbare Ressourcen und nachhaltige Ernährung. Somit wird die Stärkung von regionalen Wertschöpfungsketten an konkreten Beispielen getestet. Die Implementierungserfahrungen bilden zusammen mit der inter- und transdisziplinären Untersuchung zu Stadt-Land-Beziehungen in der erweiterten Region (Macro) die Grundlage für die kooperative Entwicklung eines übertragbaren Politikansatzes in Form eines strategischen Raumbildes für Huangyan-Taizhou (Meso).

NUR: Urban-Rural Assembly (URA -Transformation zu nachhaltigen Stadt-Land-Ökonomien), Teilprojekt 3: Kategorisierung räumlich-struktureller Gegebenheiten und Veränderungsprozesse

NUR: Urban-Rural Assembly (URA -Transformation zu nachhaltigen Stadt-Land-Ökonomien), Teilprojekt 4: Analyse existierender politischer Ansätze, wissenschaftspolitische Dialoge und Wissenstransfer

NUR: Urban-Rural Assembly (URA -Transformation zu nachhaltigen Stadt-Land-Ökonomien), Teilprojekt 1: Projektkoordination, Stoffstromanalyse, Migrations- und Mobilitätsprozesse

Energie der Zukunft, green.resilient.city: Grüne und resiliente Stadt - Steuerungs- und Planungsinstrumente für eine grüne und klimasensible Stadtentwicklung

Das städtische Wachstum und die zunehmende Verdichtung in städtischen Räumen setzen urbane grüne Infrastruktur unter Druck und führen zu ihrem Verlust. Die Veränderungen des Weltklimas verstärken den sogenannten urbanen Hitzeinseleffekt (UHI) und bewirken zahlreiche negative Folgen für BewohnerInnen, ihre Lebensqualität und Gesundheit etc. Zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass urbane grüne (und blaue) Infrastruktur einen entscheidenden Beitrag zur Reduktion dieser Hitzebelastung leisten kann. Übergeordnete Zielsetzung des Projektes 'Grüne und resiliente Stadt' ist daher die Reduktion des UHI Effektes in bestehenden und geplanten Stadtquartieren durch eine Optimierung der Ausstattung mit grüner Infrastruktur. Das Projekt verfolgt vier zentrale Ziele: (1) Ein 'Proof of Concept' eines Regelkreises und Tool-Sets zur Steuerung, Optimierung und Evaluierung einer grünen und klimasensiblen Stadt(teil)planung bestehend aus dem Grün- und Freiflächenfaktor (GFF) als städtebauliche Maßzahl und Instrument zur Steuerung und Planung grüner Infrastruktur, dem GREENpass als Optimierungsinstrument für die mikroklimatischen Wirkungen grüner Infrastruktur auf Parzellen- und Quartiersebene, dem MUKLIMO-3 Stadtklimamodell als Evaluierungsinstrument für die mesoklimatische Wirkung auf Stadtebene sowie Cosmo-CLM als regionales Klimasimulationsmodell; (2) Sichtbarmachung, Bewertung und Abstimmung der klimatischen Wirkungen und soziokulturellen Ökosystemdienstleistungen unterschiedlicher urbaner grüner Infrastruktur im GFF und verschiedenen Klimamodellen und -simulationen; (3) Entwicklung eines Verfahrens zur Harmonisierung der Instrumente und Modelle sowie Klärung der Schnittstellen der Klimamodelle und Aufzeigen der Möglichkeiten für die Planung; (4) Testen und evaluieren des Tool-Sets anhand von zwei Case Studies zur Analyse der unterschiedlichen Einsatzbereiche des Tool-Sets für eine grüne und klimasensible Stadt(teil)planung. Anhand zweier Stadtteile in Wien - Stadterneuerungsgebiet: Innerfavoriten/Kretaviertel im 10. Bezirk; Stadterweiterungsgebiet: aspern Seestadt - wird die Umsetzbarkeit und Wirksamkeit des Tool-Sets zur Entwicklung grüner Stadtteile geprüft. Der Transfer ins Verwaltungshandeln wird mit MitarbeiterInnen verschiedener Dienststellen des Magistrats der Stadt Wien im Rahmen eines Advisory Boards (u. a. aus Stadtbaudirektion der Stadt Wien, Wiener Umweltanwaltschaft, MA 18 - Stadtentwicklung und Stadtplanung) geprüft und diskutiert. Zur Prüfung und Gewährleistung der Übertragbarkeit auf andere Städte wird darüber hinaus eine Austauschplattform eingerichtet (u. a. mit Graz, Salzburg). Mit Hilfe dieses Projekts soll der 'Proof of Concept' einer Methode und eines Tool-Sets erprobt werden, das wissenschaftliche Begründungen für stadtplanerische Entscheidungen erlaubt, diese durch die Verbindung des Grün- und Freiflächenfaktors mit den Klimamodellen überprüfbar und schließlich die Zielerfüllung messbar macht. (Text gekürzt)

Ansätze zur regionalen Steuerung des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland

Planerische Steuerung des Ausbaus erneuerbarer Energien durch planerische Instrumente - Ökosystemleistungen in der Landschaftsplanung

Sowohl das Konzept der Ökosystemleistungen als auch die Landschaftsplanung messen den Wert von Natur und Landschaft. Es bestehen inhaltliche und methodische Überschneidungen, aber auch Unterschiede (z.B. Quantifizierung der Naturhaushaltsleistungen). Aufgrund der Überschneidungen könnte die Landschaftsplanung mithilfe des ÖSL-Ansatzes und ihrem Bezug zur räumlichen Planung die Integration von Umweltzielen in gesamtwirtschaftlichen Berechnungen fördern. Umgekehrt könnte eine wirtschaftliche Betrachtung die Argumentation für die Umsetzung landschaftsplanerischer Ziele und Maßnahmen stärken, v.a. für den Bereich der erneuerbaren Energien. Bislang fehlen praktische Erfahrungen, ob der ÖSL-Ansatz in die Landschaftsplanung integrierbar ist, und ob/wie diese weiterentwickelt werden müsste. Fragen stellen sich inhaltlich-methodisch (z.B. quantitative Bewertung der Landschaftsfunktionen), aber auch im praktischen Vollzug (u.a. Wissensstand, tatsächlicher Argumentationsgewinn, Mehrkosten). Das geplante Vorhaben will diese Wissenslücke für die Landschaftsplanung auf regionaler und kommunaler Ebene schließen. Vorgesehen sind mehrere Bausteine: 1) Vergleich der Ansätze ÖSL und Landschaftsplanung 2) Befragung von Experten zu den Chancen, die sich aus einer Integration beider Ansätze ergeben könnten 3) Analyse von Fallbeispielen: a) Untersuchung von Landschafts-/räumlichen Plänen, in denen der ÖSL-Ansatz berücksichtigt wurde b) Untersuchung von Planungen, in denen der ÖSL-Ansatz räumlich konkret bearbeitet wurde, aber ohne Grundlage Landschaftsplan 4) Beispielhafte Erarbeitung von Teilbeiträgen mit ÖSL-Ansatz in 3 kommunalen Landschaftsplänen (Quantifizierung einzelner Landschaftsfunktionen, Schwerpunkt EE), Befragung der kommunalen Entscheidungsträger/Verwaltungen zum erzielten Mehrwert 5) Ableitung von Empfehlungen zur Integration des ÖSL-Ansatzes in die regionale/kommunale Landschaftsplanung.

Verfahren der Folgenbewertung als Instrument der rechtlichen Sicherung von Nachhaltigkeit

1. Hintergrund: Nachhaltige Entwicklung ist vielfach erklärtes Leitziel und Gegenstand politischer Strategien mit Programmsatzcharakter. Einen Ansatz zur Effektuierung des Nachhaltigkeitsziels bildet die Untersuchung der Möglichkeiten des Einsatzes und der Steuerung von Instrumenten der Folgenabschätzung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeitsdimension. Um diese querschnittsartige Thematik hinreichend zu durchdringen, darf die Perspektive nicht, wie gegenwärtig vielfach der Fall, auf bestimmte gegenständliche Bereiche, Akteurskreise, Handlungsformen und etwa die ökologische Dimension verengt werden. Vielmehr bedarf es einer breiter angelegten Analyse unter Herausarbeitung der gemeinschaftsrechtlichen und verfassungsrechtlichen Prämissen für Folgenorientierungen aller drei Gewalten und der systematischen Analyse des Gefüges politischer und administrativer Steuerung in verschiedenen Bereichen staatlichen Handelns und mittels unterschiedlicher Handlungsformen, um auf diese Weise die steuerungstheoretisch erwünschten Abstraktionen zu gewinnen. 2. Ziele/Forschungsfragen: Zur Ermittlung der Potentiale einer Steuerung von nachhaltigkeitsorientierten Folgenabschätzungsprozessen bedarf zunächst der Klärung, welche gemeinschaftsrechtlichen und verfassungsrechtlichen Vorgaben für die Ermittlung, Bewertung und Berücksichtigung von Realfolgen durch die Akteure der drei Staatsgewalten bestehen. Es schließt sich die Frage an, in welchen Bereichen staatlichen Handelns, auf welchen Rechtsgebieten und auf welcher rechtlichen Grundlage Verfahren der Folgenabschätzung implementiert worden sind, und welche Organisationsstrukturen, Verfahrensarrangements und rechtlichen Steuerungsinstrumente hierbei zum Einsatz kommen. Anschließend ist zu untersuchen, mit welchen Mitteln und in welchem Umfang eine rechtliche Steuerung von Folgenabschätzungsprozessen möglich und geboten ist, desgleichen, welche Verfahren und Kriterien die Akteure bei der Festlegung von Untersuchungsrahmen und Methodenwahl zu beachten haben. 3. Vorgehen: Einführend bedarf es einer interpretatorischen Auseinandersetzung mit dem Begriff Nachhaltigkeit und den damit verbundenen Zielsetzungen. Die Herausarbeitung der gemeinschaftsrechtlichen und verfassungsrechtlichen Soll-Vorgaben erfolgt nach den klassischen juristischen Auslegungsmethoden unter Heranziehung der üblichen Quellen (Gesetzestexte und -materialien, Rechtsprechung und Literatur). Zur anschließenden Analyse des Ist-Zustands ist anhand von Referenzgebieten zu untersuchen, wo de iure oder de facto bereits nachhaltigkeitsorientierte Folgenabschätzungen durchgeführt werden und - falls eine gezielte Institutionalisierung überhaupt erfolgt ist - auf welcher materiell- und verfahrensrechtlichen sowie organisatorischen Basis. Hierzu kommt ergänzend zur rechtlichen Analyse eine Befragung von Akteuren in Betracht, die mit den betreffenden Verfahren befasst sind. usw.

Management klimabedingter Risiken in der Landwirtschaft mit Hilfe von Wetterderivaten

Der Agrarsektor ist aufgrund seiner Naturverbundenheit in besonderem Maße von Wetterrisiken betroffen. Als Folge des Klimawandels ist zudem davon auszugehen, dass Schwankungen im Witterungsverlauf zukünftig zunehmen werden. Das wetterbezogene Risikomanagement wird also noch weiter an Bedeutung gewinnen. Ein relativ neues Instrument zur Steuerung des Mengenrisikos stellen sog. Wetterderivate dar. Obwohl Wetterderivate gegenüber traditionellen Versicherungen Vorteile aufweisen (keine Moral- Hazard- und Adverse-Selektion-Problematik), ist der Markt für diese Produkte in der Landwirtschaft noch relativ klein. Dies wird u.a. darauf zurückgeführt, dass nicht klar ist, ob und in welchem Umfang Wetterderivate aufgrund des ihnen innewohnenden Basisrisikos und der Schwierigkeiten bei ihrer Bepreisung ein nützliches Risikomanagementinstrument in der Landwirtschaft darstellen. Deshalb soll in diesem Forschungsvorhaben das Anwendungspotenzial von Wetterderivaten ermittelt werden. Die Wirkungsanalyse wird auf zwei Ebenen durchgeführt: Zum einen werden Wetterderivate auf einzelbetrieblicher Ebene für verschiedene Wetter- und Standortbedingungen analysiert. Zum anderen wird die Möglichkeit des Transfers von Wetterrisiken auf den Kapitalmarkt mit Hilfe von Wetterbonds untersucht.

Klimaschutz in Kommunen - Strategische Umsetzung des nachhaltigen Energiemanagements zur CO2-Minderung

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement gewinnt als ganzheitlicher Governance-Ansatz zunehmend an Bedeutung. Die Erkenntnisse aus dem IPCC-Bericht (UN-Klimarat) zu den Auswirkungen des globalen Klimawandels und das aktuelle Bekenntnis zur Notwendigkeit einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung im Rahmen der Leipzig Charta unterstreichen die Notwendigkeit zur CO2-Minderung auch auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus werden in den letzten Jahren aufgrund eines veränderten Staatsverständnisses und knapper werdender finanzieller Ressourcen zunehmend öffentliche Aufgaben privatisiert. Auch hieraus ergeben sich weitere Notwendigkeiten für zukunftsfähige Governance-Formen. Kommunales Nachhaltigkeitsmanagement im Sinne eines Ressourcen schonenden Ansatzes innerhalb von Verwaltungsgrenzen (Stadt oder Gemeinde) wird hier als ein zukunftsfähiges Instrument zur verbesserten und effizienten Steuerung von Verwaltungsabläufen, Projektentwicklung und -umsetzung sowie den dazugehörigen Abstimmungs- und Steuerungsprozessen zwischen öffentlichen und privaten Akteuren verstanden. Ziel des Vorhabens war es, mittels des auf Kommunikation und Netzwerkbildung beruhenden Steuerungsansatzes Kommunen zu unterstützen, einen Beitrag zur Erreichung der CO2-Minderungsziele des Aktionsplanes der EU für Energieeffizienz zu leisten bzw. die Ziele sogar zu übertreffen. Mit Hilfe des kommunalen Klimaschutzmanagements sollen: die technischen, planerischen und integrativen Maßnahmen im Energiebereich gebündelt, der Einsatz und Ausbau von erneuerbaren Energieträgern sowie - die Realisierung von Energieeffizienz abgesichert, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert, energetisch-nachhaltige Wirtschaftskreisläufe (tragfähige, regionale Netzwerke, Arbeitsplätze) angestoßen werden. Als weiterer Baustein wurde parallel zu den Prozessen in den Modellstädten ein Handlungsleitfaden (Download unter: http://www.fh-erfurt.de/fhe/isp/ abrufbar) entwickelt und mit den in den jeweiligen Prozessen gemachten praktischen Erfahrungen abgeglichen. Die Modellstädte waren Eisenach (Thüringen, 42.000 Einwohner), Rheinberg (Nordrhein-Westfalen, 32.000 Einwohner) und Darmstadt (Hessen, 141.000 Einwohner). Die Modellstädte lagen sowohl in West- als auch in Ostdeutschland und gehörten verschiedenen Größenklassen an, um die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Anforderungen berücksichtigen zu können. (Text gekürzt)

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