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Suburbanisierungsprozesse in Stadtregionen am Beispiel von ostdeutschen und US-amerikanischen Ballungsräumen: Dresden und Columbus (Ohio)

Stadtregionen sind heute die entscheidenden Motoren der räumlichen Entwicklung. Gleichzeitig steigt hier jedoch der Problemdruck überproportional an. Innere Differenzierungsprozesse in den Großstädten führen zu unausgewogenen räumlichen Entwicklungen und erfordern ausreichend funktionsfähige innerstädtische Ausgleichs- und Problemverarbeitungsmechanismen. Die funktionsräumliche Arbeitsteilung zwischen Kernstädten und ihrem Umland nimmt stark zu. Problematisch wird diese Arbeitsteilung dann, wenn sie sich als Null-Summen-Spiel gestaltet, d. h. die Entwicklung von Umlandgemeinden einseitig zu Lasten der Kernstädte verläuft ('Speckgürtelsyndrom'). Dies erfordert interkommunale Kooperationsstrukturen, um Lasten- und Nutzenausgleiche verhandeln zu können. Die Lösung dieser Probleme ist somit - und dies gilt in gleicher Weise für die aktuelle Situation in Ostdeutschland wie in den USA - für die Zukunftsgestaltung der gesellschaftlichen Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Die Steuerungsmechanismen, die diesen Entwicklungsprozessen in ostdeutschen und US-amerikanischen Städten zugrunde liegen, sind in ihrer Struktur ähnlich und sind in hohem Maße durch die jeweiligen Lebensbedingungen, die sozialen Verhältnisse und - damit zusammenhängend - die finanziellen und politischen Handlungsspielräume kommunaler Akteure geprägt. Ziel des gemeinsamen Vorhabens, das von IÖR sowie von Lehrstühlen der TU Dresden und der Ohio State University durchgeführt wird und sich mit den Partnerstädten Dresden und Columbus (Ohio) beschäftigt, ist die vergleichende Analyse der oben dargestellten Entwicklungsprobleme, die Aufarbeitung von Erfahrungen unterschiedlicher Problemlösungsansätze in den beiden Städten und die Erarbeitung von Vorschlägen zur Beeinflussung der Entwicklungsprozesse durch zielgerichtetes kommunales Handeln vor dem Hintergrund der jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen.

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