Im Jahre 1696 gab Kurfürst Max Emanuel seinem Hofkupferstecher Michael Wening die Zustimmung eine "bildhafte Beschreibung des Kurfürsten- und Herzogtums Ober- und Niederbayern" zu erarbeiten. Wening bereiste die vier Rentämter (damalige Verwaltungsbezirke) München, Landshut, Straubing und Burghausen und skizzierte "aufs Genaueste" Bayerns Ortschaften, Schlösser, Klöster und Kirchen. Lassen Sie sich von den bildhaften Stichen Michael Wenings durch das bayerische Stadt- und Landleben der Barockzeit führen. Diese Bilddateien dürfen im Rahmen der Lizenz CC BY 4.0 kostenfrei weitergenutzt werden.
Mesoskalige Wirbel spielen für den Energietransfer in der Atmosphäre und im Ozean eine wichtige Rolle. In kleinen Seen, deren horizontale Ausdehnung unterhalb des Rossby-Deformationsradius liegt, kommen solche größeren Wirbelstrukturen kaum vor, da hier die Corioliskräfte vernachlässigbar, und sich schnellbewegende Dichtefronten untypisch sind. Dennoch konnte im November 2004 durch den Einsatz von satellitengestützten Driftkörpern, die im Stechlinsee ganztägig die Strömungsverhältnisse aufzeichneten, ein seentypischer Mechanismus nachgewiesen werden, der zur Bildung von Wirbeln mit ca. 100 m Durchmesser führte. Da die Drehgeschwindigkeit des beobachteten Wirbels der eines starren Körpers entsprach, konnte sowohl die Bahn, auf der sich der Wirbel, als auch die Geschwindigkeit mit der sich der Wirbel bewegte, abgeschätzt werden. Nach der Auswertung der Temperaturprofile, die gleichzeitig von Termistorketten aufgezeichnet wurden, ließ sich die Ursache der Wirbelbildung aufklären: interne Wellen (die entlang der im Herbst sehr tiefen Temperatursprungschicht laufen) lösen einen Zufluß kalten Wassers aus dem Hypolymnion in die flacheren Uferzonen aus, was wiederum zu den beobachteten mesoskaligen Wirbeln führt. Die kinematischen Wirbelcharakteristiken konnten abgeleitet werden. Insgesamt zeigen die hier vorgelegten Resultate, dass die für die Formation mesokaliger Wirbel in der Atmosphäre und im Ozean verantwortlichen Prozesse auch in Seen Bedeutung haben können. In Ergänzung zur Untersuchung anderer geophysikalischen Strömungen, ist die Erforschung der regelmäßig vorkommenden mesokaligen Wirbel wichtig für das Verständnis der Vermischungs- und Austauschprozesse im gesamten See und in dessen Grenzzonen.