Stickstoffbilanzen (N-Bilanzen) sind ein wichtiges Instrument, um die Stickstoffemissionen (Stickstoffüberschüsse) aus der Landwirtschaft zu quantifizieren. Zur Berechnung des N-Flächenbilanzsaldos wird der N-Zufuhr (auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche) die N-Abfuhr gegenübergestellt: N-Zufuhr – N-Abfuhr = N-Saldo Im Rahmen des landesweiten Basis-Emissionsmonitorings wird ein N-Flächenbilanz-Modell verwendet, welches am Johann Heinrich von Thünen-Institut entwickelt und an die regionalen Bedingungen in Niedersachsen angepasst wurde. Das Ergebnis sind auf Basis der Agrarstatistik berechnete Stickstoff-Flächenbilanzen auf Gemeindeebene, die mit jedem Erscheinen der Landwirtschaftszählung bzw. Agrarstrukturerhebung neu berechnet werden können (alle 3 bis 4 Jahre). Der berechnete N-Flächenbilanzsaldo wird in [kg N/ha*a] bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche (ohne Stilllegungsflächen) ausgegeben. Die dargestellten N-Flächenbilanzsalden2016 sind eine wichtige Grundlage zur Berechnung der potenziellen Nitratkonzentration im Sickerwasser. Die potenzielle Nitratkonzentration dient der Abschätzung der Sickerwassergüte an der Untergrenze des Wurzelraumes. Zu beachten ist, dass die in die N-Flächenbilanzsalden eingeflossenen Daten der Agrarstatistik zu Tierzahlen und Flächennutzung nach dem Betriebssitzprinzip erhoben wurden und somit räumliche Verschiebungen möglich sind. Detaillierte Methodenbeschreibung siehe: Methodik_Basis_Emissionsmonitoring_LBEG.pdf
Stickstoff-Flächenbilanzsalden (N-Bilanzen) sind ein Instrument, um die Stickstoffemissionen (Stickstoffüberschüsse) aus der Landwirtschaft zu quantifizieren. Sie sind ein Indikator für die Effizienz des Stickstoffeinsatzes landwirtschaftlicher Betriebe. Zur Berechnung der N-Bilanzen wird die N-Zufuhr auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche der N-Abfuhr über die Ernte gegenübergestellt: N-Zufuhr – N-Abfuhr = N-Flächenbilanzsaldo Das Ergebnis sind Stickstoff-Flächenbilanzsalden auf Gemeindeebene, sie werden in kg N pro Hektar und Jahr bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche ausgegeben. Da sämtliche Daten nach dem Betriebssitzprinzip erhoben wurden, liegen für die gemeindefreien Gebiete keine N-Bilanzen vor. Die hier dargestellten N-Flächenbilanzsalden beziehen sich auf das Kalenderjahr 2023. Sie sind eine wichtige Grundlage zur Berechnung der potenziellen Nitratkonzentration im Sickerwasser. Die potenzielle Nitratkonzentration dient der Abschätzung der Sickerwassergüte an der Untergrenze des Wurzelraumes in ca. 2 m Tiefe. Detaillierte Methodenbeschreibung siehe: Erläuterung_Basisemissionsmonitoring_LBEG_2023.pdf
Das Landesamt für Umweltschutz führt nach § 11 Ausführungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt zum Bundes-Bodenschutzgesetz (BodSchAG LSA) ein Bodenschutz- und Altlasteninformationssystem. Das Bodenschutz- und Altlasteninformationssystem (ST-BIS) enthält beschreibende Informationen (Metainformationen) über Daten, deren Kenntnis für die Erfüllung bodenschutz- und altlastengesetzlicher Aufgaben von Bedeutung sein kann. Dieses Metainformationssystem gibt Auskunft darüber, wer Daten besitzt, wie man Sie erhält und um was für Daten es sich handelt. Das ST-BIS wird im Internet geführt. Die Informationen für das ST-BIS stellen die Behörden dem LAU auf Anforderung gebührenfrei zur Verfügung.
Indikator: Stickstoffüberschuss der Landwirtschaft Die wichtigsten Fakten Der Stickstoffüberschuss der Gesamtbilanz pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ist seit 1992 im 5-Jahres-Mittel um 34 % zurückgegangen. Das Ziel der Bundesregierung ist es, den Stickstoffüberschuss der Gesamtbilanz im Mittel der Jahre 2028 bis 2032 auf 70 Kilogramm pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche zu senken. Bei Fortführung des Trends der letzten zehn Jahre würde das Ziel erreicht werden. Welche Bedeutung hat der Indikator? Stickstoff ist ein unentbehrlicher Nährstoff für alle Lebewesen. Im Übermaß in die Umwelt eingetragene reaktive Stickstoffverbindungen haben jedoch gravierende Auswirkungen auf Klima , Artenvielfalt, Landschaftsqualität und Wasserversorgung: Stickstoff, der nicht durch Pflanzen aufgenommen wird oder wieder in Luftstickstoff umgewandelt wird, führt zur Verunreinigung des Grundwassers, Nährstoffanreicherung ( Eutrophierung ) von Gewässern, Versauerung von Landökosystemen sowie zur Entstehung von Treibhausgasen. Eine Einführung in die Stickstoff-Problematik findet sich in der Publikation „Reaktiver Stickstoff in Deutschland“ ( UBA 2015) sowie im UBA-Umweltatlas "Reaktiver Stickstoff" . In Deutschland sind vor allem Regionen mit dichtem Viehbesatz problematisch: Durch den hohen Anfall an Wirtschaftsdünger (tierische Exkremente) wird dort oft deutlich mehr Stickstoff auf die Flächen ausgebracht, als die Kulturpflanzen aufnehmen und in Biomasse umsetzen. Eine Maßzahl für die potenziellen Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft in die Umwelt ist der Stickstoffüberschuss. Wie ist die Entwicklung zu bewerten? Von 1992 bis 2020 ist der Stickstoffüberschuss der Gesamtbilanz pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche im 5-Jahres-Durchschnitt um 34 % gesunken. Landwirt*innen setzen den Stickstoff also effizienter ein, ertragsstarke Kulturen sind im Anbauumfang gestiegen und auch die Futterverwertung bei den Nutztieren hat sich verbessert. In den letzten Jahren kam zudem die Umsetzung einer wirksameren Düngegesetzgebung, gesunkene Tierzahlen, sowie geringere Absatzzahlen für mineralische Düngemittel als Folge von Dürrejahren und angestiegenen Mineraldüngerpreisen hinzu. Wenn sich der Trend der letzten 10 Jahre so fortsetzen würde, wird das Ziel der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie , den Stickstoffüberschusses auf maximal 70 kg N/ha*a im gleitenden 5-Jahres Mittel bis 2030 zu begrenzen, erreicht werden. Aber die Stickstoffbilanz zeigt auch: fast die Hälfte des eingesetzten Stickstoffes gelangt nicht in die Produkte, die Stickstoffeffizienz ist also immer noch relativ niedrig (BMEL 2024, Statistischer Monatsbericht, MBT-0111260-000) . Das weiterhin Handlungsbedarf bei der Reduktion von Stickstoff in die Umwelt besteht, zeigen auch die Indikatoren „ Nitrat im Grundwasser " und „ Eutrophierung durch Stickstoff “, die eng mit dem Stickstoffüberschuss verbunden sind und keine positiven Trends anzeigen. Wie wird der Indikator berechnet? Der Stickstoffüberschuss wird aus der landwirtschaftlichen Stickstoff-Gesamtbilanz ermittelt, die sich aus Biogas-, Stall- und Flächenbilanz zusammensetzt. Berechnet wird er aus der Differenz von landwirtschaftlicher Stickstoffzufuhr (z. B. Düngemittel, Futtermittel, Saat- und Pflanzgut, Einträge aus der Atmosphäre ) und -abfuhr (tierische und pflanzliche Produkte). Die Daten werden jährlich vom Julius-Kühn-Institut und der Universität Gießen berechnet und vom BMEL veröffentlicht ( BMEL 2024, Statistischer Monatsbericht, MBT-0111260-000 ). Hinweise zur Berechnungsmethode findet man bei Bach et al. 2011 und Häußermann et al. 2019 . Um Schwankungen zwischen den Jahren zu bereinigen, wird das gleitende 5-Jahres-Mittel errechnet. Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel "Stickstoffeintrag aus der Landwirtschaft und Stickstoffüberschuss" .
Hinweis: Die hier bereit gestellten Dokumente sind nicht barrierefrei. 25.01.2007 "Das IMIS-Intensivmessprogramm" im Rahmen des Strahlenschutzvorsorgegesetzes in Sachsen-Anhalt Einladung Vortrag 22.02.2007 "Abfallbilanz 2005" Aufkommen und Entsorgung von Siedlungs- und Sonderabfällen einschließlich Aussagen zu Kernindikatoren Einladung Vortrag Frau Gerlach Vortrag Herr Bauer 22.03.2007 "Chancen und Risiken der Nutzung von Biomassepotenzialen" Einladung Vortrag 26.04.2007 "Wasser- und Stickstoffhaushalt eines soligenen Hangmoores im Hochharz" Einladung Vortrag 14.06.2007 "EU-Twinningprojekte zur Implementierung von EU-Umweltrecht in der Türkei und in Rumänien - Erfahrungen eines Kurzzeitberaters" Einladung 27.09.2007 "SUP-Richtlinie" - Herausforderungen und Chancen Einladung Vortrag Herr Prof. Bunge Vortrag Frau Dr. Kirsch 11.10.2007 "Quantifizierung der Quecksilberausgasung aus Auenböden der Elbe" Einladung 08.11.2007 "15 Jahre Wolkenforschung auf dem Brocken - ein Beitrag zur chemischen Klimatologie" Einladung Vortrag 27.11.2007 "EUROPA" - Strukturen, Köpfe, Namen, Gesetzgebungsverfahren Einladung Vortrag 06.12.2007 "Vegetationskundliches Monitoring in Sachsen-Anhalt" Einladung
Stickstoffbilanzen (N-Bilanzen) sind ein wichtiges Instrument, um die Stickstoffemissionen (Stickstoffüberschüsse) aus der Landwirtschaft zu quantifizieren. Zur Berechnung des N-Flächenbilanzsaldos wird der N-Zufuhr (auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche) die N-Abfuhr gegenübergestellt: N-Zufuhr – N-Abfuhr = N-Saldo Im Rahmen des landesweiten Basis-Emissionsmonitorings wird ein N-Flächenbilanz-Modell verwendet, welches am Johann Heinrich von Thünen-Institut entwickelt und an die regionalen Bedingungen in Niedersachsen angepasst wurde. Das Ergebnis sind auf Basis der Agrarstatistik berechnete Stickstoff-Flächenbilanzen auf Gemeindeebene, die mit jedem Erscheinen der Landwirtschaftszählung bzw. Agrarstrukturerhebung neu berechnet werden können (alle 3 bis 4 Jahre). Der berechnete N-Flächenbilanzsaldo wird in [kg N/ha*a] bezogen auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche (ohne Stilllegungsflächen) ausgegeben. Die dargestellten N-Flächenbilanzsalden2016 sind eine wichtige Grundlage zur Berechnung der potenziellen Nitratkonzentration im Sickerwasser. Die potenzielle Nitratkonzentration dient der Abschätzung der Sickerwassergüte an der Untergrenze des Wurzelraumes. Zu beachten ist, dass die in die N-Flächenbilanzsalden eingeflossenen Daten der Agrarstatistik zu Tierzahlen und Flächennutzung nach dem Betriebssitzprinzip erhoben wurden und somit räumliche Verschiebungen möglich sind. Detaillierte Methodenbeschreibung siehe: Methodik_Basis_Emissionsmonitoring_LBEG.pdf
Im vorliegenden Bericht werden Methodik und Ergebnisse der Berechnung von Flächenbilanzen für Stickstoff (N) mit Regionalgliederungen "Bundesländer" und "Kreise/kreisfreie Städte" für die Zeitreihe 1995 bis 2016 vorgestellt. Gegenüber früheren Ansätzen werden als Neuerungen vor allem die Biogaserzeugung sowie der Transfer von Wirtschaftsdüngern in der Bilanz berücksichtigt. Emissionsfaktoren und Aktivitätsdaten der Bilanzierung sind weitgehend konsistent mit den Ansätzen des Nationalen Emissionsinventars. Im Mittel der Jahre 2015 bis 2017 umfasst die N-Zufuhr zur landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) in Deutschland insgesamt 226 kg N/ha LF, wovon 104 kg N/ha LF mit Mineraldüngung und 89 kg N/ha LF mit Wirtschaftsdüngern (Gülle, Mist, Jauche, Gärreste) ausgebracht werden. Dem steht eine Abfuhr mit Ernteprodukten von 149 kg N/ha LF entgegen, woraus ein Überschuss der N-Flächenbilanz von 78 kg N/ha LF resultiert. Die Überschüsse der N-Flächenbilanzen der Bundesländer (Mittel 2015 bis 2017) liegen zwischen 51 kg N/ha LF für Brandenburg und 108 kg N/ha LF für Niedersachsen. Die Spannbreite der N-Flächenbilanzüberschüsse der Kreise (Mittel 2015 bis 2017) reicht von 26 kg N/ha LF bis 162 kg N/ha LF. Für 85 Kreisregionen (entsprechend 30 % der LF) wird ein Überschuss </= 55 kg N/ha LF berechnet, 155 Kreisregionen (47 % der LF) liegen im Bereich > 55 bis </= 100 kg N/ha LF und in 58 Kreisregionen (23 % der LF) beträgt der Überschuss über 100 kg N/ha LF. Die Unsicherheit des N-Flächenbilanzüberschuss wird mit einer Sensitivitätsanalyse für die wichtigsten Variablen ermittelt. Die größte Sensitivität tritt bei der N-Ausscheidung pro Tierplatz auf, eine Änderung um -10 % vermindert die N-Überschüsse in den Kreisen im Median um -6,8 kg N/ha LF und im Maximum um -18,8 kg N/ha LF (Mittel der Jahre 2015 bis 2017). Für eine Reihe von Minderungsmaßnahmen wird die mögliche Reduktion des N-Flächenbilanzüberschuss in den Kreisen berechnet. Wirksamste Maßnahme wäre eine Verbesserung der Ausnutzung des N aus Wirtschaftsdüngern von 60 % (derzeitige Annahme) auf 80 %, wodurch der Überschuss in Deutschland insgesamt um -15,6 kg N/ha LF sinken würde. Quelle: Forschungsbericht
Der Stickstoffüberschuss ist eine zentrale Größe für die Bewertung des landesweiten Stickstoffhaushalts. Wesentliche Einflussgröße ist die Intensität der landwirtschaftlichen Tier und Pflanzenproduktion, die sich durch die Tierbesatzdichte und den Einsatz von Mineraldünger ergibt.
Der 23. Grundwasser-Workshop des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) findet in diesem Jahr erstmals in Vechta statt. Eröffnet wurde der Grundwasser-Workshop durch Umweltminister Olaf Lies. Im Fokus der Veranstaltung mit über 200 Fachleuten aus Wasserwirtschaft und Landwirtschaft stehen die bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Gewässerschutz und aktuelle Lösungsstrategien zur Verringerung der Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft. Der Grenzwert für Nitrat von 50 mg pro Liter wird an 38 Prozent der Messstellen des niedersächsischen Nitratmessnetzes, das insbesondere den landwirtschaftlichen Einfluss widerspiegelt, überschritten; ein deutlich höherer Wert als im Bundesdurchschnitt. Daher entwickelt das Niedersächsische Umweltministerium gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium Umsetzungsstrategien zur Verringerung der Nährstoffbelastung. „Wir wollen gemeinsam mit dem Agrarressort noch in diesem Jahr Länderermächtigungen gemäß § 13 Düngeverordnung zur Ausweisung gefährdeter Gebiete und zu den Mitteilungspflichten der Nährstoffvergleiche und der Düngebedarfsermittlung umsetzen“, sagte Umweltminister Olaf Lies. Die positiven Effekte der durch die Wasserentnahmegebühr finanzierten Gewässerschutzmaßnahmen in den Trinkwassergewinnungsgebieten und der seit 2010 durchgeführten Maßnahmen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) seien eindeutig nachweisbar. „Klar ist aber auch, dass wir mit diesen Maßnahmen an Grenzen stoßen. Wir brauchen die neue Düngeverordnung, um flächendeckender als bisher eine deutliche Reduzierung der Nährstoffüberschüsse zu erreichen“, so Lies. „Allerdings wollen wir die Landwirtschaft weiterhin als Partner für mehr Umwelt- und Gewässerschutz durch Beratung und freiwillige Maßnahmen unterstützen.“ Es käme darauf an, auch für diese grundlegenden Maßnahmen vergleichbare Indikatoren zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft zu vereinbaren, um so den Erfolg bei der Reduzierung der Nährstoffüberschüsse mit „Maß und Zahl“ gegenüber der EU belegen zu können. Durch mehr Transparenz und Effizienz schon bei der Düngung könnten Austräge von Stickstoff und Phosphor in die Gewässer verringert werden. „Der im März 2018 von der Landwirtschaftskammer veröffentlichte Nährstoffbericht 2016/2017 für Niedersachsen zeigt eindeutig, dass weiterhin große Anstrengungen der Landwirtschaft zur Verringerung der Nährstoffüberschüsse erforderlich sind“, betonte Hubertus Schültken vom NLWKN. Dem Bericht zufolge besteht aktuell ein Stickstoffüberschuss von 70.000 Tonnen und ein Einsparpotenzial von 30.000 Tonnen beim Phosphor. Besonders problematisch ist der Überschuss in den viehstarken Regionen im nordwestlichen Niedersachsen. Die dort anfallenden Wirtschaftsdüngermengen können nur zum Teil regional ordnungsgemäß verwertet werden. Auch mit der überregionalen Wirtschaftsdüngerverbringung in Niedersachsen wird das Problem nach Aussage von Experten nicht gelöst. Lösungsansätze zur Verbesserung des landesweiten Wirtschaftsdüngermanagements werden zurzeit in einem gemeinsamen Verbundprojekt des Umwelt- und Landwirtschaftsressorts mit den beteiligten Akteuren erarbeitet. „Die Verständigung auf eine Methodik mit klar definierten Verfahrensabläufen zum umweltschonenden Wirtschaftsdüngermanagement mit dem Ziel, die wasserwirtschaftliche Situation zu verbessern, ist dringend geboten. Hierbei ist jedoch das von der EG-WRRL geforderte Verschlechterungsverbot für die Gewässer strikt einzuhalten“, führte Schültken weiter aus. Mit Blick auf die Berichterstattung an die EU-Kommission unterstrich die Direktorin des NLWKN, Anne Rickmeyer, dass Erfolge bei den ergänzenden Maßnahmen im Trinkwasserschutz und bei der Umsetzung der EG-WRRL durch ein bewährtes und effizientes Wirkungsmonitoring (etwa Bilanzen) belegt werden: „Während Verbesserungen bei den Stickstoffbilanzen kurz- bis mittelfristig erkennbar sind, könnten die positiven Effekte im Grundwasser aufgrund langer Fließzeiten häufig erst mit großer Zeitverzögerung nachgewiesen werden.“ Das Wirkungsmonitoring wird seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren im Gewässerschutz erfolgreich umgesetzt. Rickmeyer betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Wirkungsmonitorings für die grundlegenden und die ergänzenden Maßnahmen, um so die Effekte aller Grundwasserschutzmaßnahmen transparent darzustellen. Für die Zielerreichung gemäß EG-WRRL sind Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gemeinsam verantwortlich, so die NLWKN-Direktorin.
Für das Projekt wurde ein Referenzbetriebsnetz mit insgesamt 82 landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen aufgebaut. Verglichen wurde die Stickstoffbilanz von landwirtschaftlichen Betrieben (Experten sprechen hier von der „Hoftorbilanz“) in Trinkwassergewinnungsgebieten oder in der Beratungskulisse Nitratreduktion der Wasserrahmenrichtlinie mit anderen Bauernhöfen, deren Ländereien außerhalb der Beratungsgebiete liegen. Als Datenbasis dienten Buchführungsdaten. Das Ergebnis fasst Quirin so zusammen: „Die Stickstoffsalden der Betriebe in den Trinkwassergewinnungsgebieten gingen um 30 Prozent zurück, während in den Referenzbetrieben keine Abnahme zu verzeichnen war“. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Zukauf von mineralischem Stickstoffdünger und beim Vergleich der Betriebe in der Wasserrahmenrichtlinien-Zielkulisse mit Betrieben außerhalb dieser Kulisse. Für den NLWKN ein klares Indiz dafür, dass die intensive Beratung und der Abschluss von Maßnahmen zum Grundwasserschutz jetzt Früchte trägt. Die genauen Ergebnisse sind nachzulesen in der NLWKN-Broschüre aus der Reihe Grundwasser (Band 25, Erfolgskontrolle von Grundwasserschutzmaßnahmen). Erhältlich unter www.nlwkn.niedersachsen.de (Service/Veröffentlichungen). Link: webshop Download Band 25, Erfolgskontrolle von Grundwasserschutzmaßnahmen Das Niedersächsische Kooperationsmodell zum Trinkwasserschutz wurde im Jahr 1992 mit der Einführung der Wasserentnahmegebühr aus der Taufe gehoben. Ziel ist insbesondere der vorsorgende Trinkwasserschutz, wobei es im Wesentlichen darum geht, die Nitrateinträge in das Grundwasser zu reduzieren. Das Kooperationsmodell umfasst 376 Trinkwassergewinnungsgebiete mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt rund 310.000 Hektar. Die wichtigsten Bausteine des Kooperationsmodells sind die so genannten freiwilligen Vereinbarungen und die Wasserschutzzusatzberatung. Die EG-Wasserrahmenrichtlinie verlangt, dass der Nitratgehalt im Grundwasser den Wert von 50 mg pro Liter nicht überschreitet. Viele Grundwasserkörper in Niedersachsen sind jedoch aufgrund von diffusen Nitratbelastungen in einem schlechten Zustand. Deshalb fördert das Land Niedersachsen landwirtschaftliche Betriebe, die an freiwilligen Agrarumweltmaßnahmen teilnehmen. Dazu gehört auch das Beratungsangebot zur Grundwasser schonenden Bewirtschaftung.
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