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Kalibrierung von Trübungsmessungen am Eider-Sperrwerk im März 2024

Die Eider unterliegt seit mehreren Jahrzenten einem vermehrten Sedimenteintrag. Dieser beeinträchtigt die Entwässerung des Hinterlandes so wie die Schiffbarkeit des Bundeswasserstraße. Hinzu kommt der Einfluss langfristiger Veränderungen durch den Klimawandel welcher zu zusätzlichen Herausforderungen in der Entwässerung des Hinterlandes führt. Das Kooperationsprojekt „Zukunft Eider“ wurde geschaffen um Vorarbeiten zu leisten, welche die erforderlichen klimagerechten Anpassungen und Erweiterungen der wasserwirtschaftlichen Anlagen im Einzugsgebiet der Eider ermitteln. Als Teil des Kooperationsprojekts wurde die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) mit der Erstellung einer wasserbaulichen Systemanalyse der Tideeider unter Berücksichtigung des Sedimentmanagements beauftragt. Hierfür hat die BAW ein dreidimensionales, hydrodynamisches numerisches (HN-) Modell der Tide- und Außeneider aufgebaut. Um dieses 3D-HN-Modell hinsichtlich des Schwebstoffgehalts und -transports zu entwickeln, wurden Trübungsmessungen von Ingenieurbüros, der BAW und vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee herangezogen. Für die Umrechnung der Trübungswerte in Schwebstoffgehalt sind die Trübungsmessungen anhand von Wasserproben kalibriert worden. Im März 2024 hat die BAW Wasserproben an dem Binnen- und Außenpegel des Eider-Sperrwerks genommen für die Kalibrierung der dortigen Trübungsmessgeräte des WSA Elbe-Nordsee (über jeweils 2 Halbtiden).

Stellungnahme des ITAS

Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Karlstr. 11, 76133 Karlsruhe Kommentierung Partizipationskonzept BASE durch ITAS 05.12.2024 In diesem Dokument sind übergreifende, zentrale Punkte aufgeführt. Spezifische Kommentare zu den einzelnen Elementen sind in Form von Kommentaren direkt in das PDF eingefügt. 1) Abschnitt zu Selbstverständnis und Rolle der Beteiligungsangebote fehlt Das Konzept stellt momentan eine Auflistung von Maßnahmen dar, die auf sehr unterschiedlichen Ebenen liegen und unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Zieldimension wird über das Säulenmodell angesprochen, was aber nicht klärt, welchen Zweck die einzelnen Formate für das BASE haben, d.h. u.a. ob sie konsultativen Charakter haben oder der Entscheidungsvorbereitung dienen. Zum besseren Verständnis und zur Einordnung der Angebote wäre ein Abschnitt vonnöten, in dem diese Ziele dargelegt werden sowie das Verständnis des BASE bezüglich Qualitätsverständnis und Qualitätssicherung in der Beteiligung. Weiterhin sollte in diesem Abschnitt auch die Rolle der Beteiligungsangebote im Verfahren erläutert werden, was auch die Zusammenarbeit mit und das Verhältnis zu Angeboten anderer Akteure im Verfahren (insb. BGE und BGZ) beinhaltet. 2) Strukturierung der Beteiligungsangebote Die einfache Auflistung der Beteiligungsangebote wirkt unübersichtlich, v.a. da die Angebote auf sehr unterschiedlichen Ebenen liegen: teilweise sind sie sehr allgemein gehalten und teilweise werden Unterschritte als einzelne Angebote gelistet. Hier wären eine Konsolidierung und Fokussierung notwendig, auch um Klarheit bezüglich der Ziele und des Mehrwerts der einzelnen Formate für das BASE zu erlangen. Untenstehend ein Vorschlag dazu. Da es sich um ein Konzeptpapier handelt, sollten hier eher übergeordnete Formate gelistet werden. Die genaue Ausgestaltung einzelner Formate bspw. für verschiedene Zielgruppen wäre Teil einer Detailplanung. 3) Verzahnung von PFE und Regionalkonferenzen Im Konzept bleibt unklar, wie der Übergang von der Arbeit des PFE zu den Regionalkonferenzen gestaltet werden soll. Dazu gehören beispielsweise die Fragen, wie lange das PFE seine Arbeit in welcher Form fortführt, wie dessen Expertise bewahrt und weiterentwickelt wird und, insbesondere, in welcher Form die nationale Öffentlichkeitsbeteiligung nach Gründung der Regionalkonferenzen gewährleistet bleibt. 4) Kollaborative Ausarbeitung der Beteiligungsformate Die weitere Ausarbeitung und Präzisierung der Beteiligungsformate sollte im Sinne eines integrierenden Beteiligungsverständnisses in Zusammenarbeit mit PFE, NBG, BGE, BGZ und der Wissenschaft (z.B. DAEF) erfolgen. Dabei sollte ein iteratives Vorgehen gewählt werden, das schrittweise und mit Überprüfungsschleifen zu einem Startkonzept für die Beteiligung in der nächsten Phase führt. Vorschlag Neustrukturierung Beteiligungs‐ und Informationsangebote: Es folgt ein Vorschlag für eine Strukturierung der Beteiligungs‐ und Informationsangebote, welche außenstehenden eine bessere Einordnung der einzelnen Elemente bezüglich ihrer Zielsetzung erlauben soll. Die unter Kapitel 4 im Konzept aufgelisteten Formate wurden dafür kategorisiert und teilweise zusammengefasst. In der vorgeschlagenen Sortierung wird zwischen Beteiligungs‐ und Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Karlstr. 11, 76133 Karlsruhe Informations‐/Dialog‐ und Bildungsangeboten unterschieden, um die unterschiedlichen Grade der Beteiligung zu verdeutlichen. Eine weitere Ebene der Unterscheidung ist, ob sich die Angebote an regionale oder nationale Akteure richten. Anmerkungen:   Die Beteiligung der sogenannten „jungen Generation“ sowie der Zwischenlagergemeinden sollte in die aufgeführten Formate integriert werden und stellt keine eigenen Beteiligungsformate dar, es handelt sich dabei um spezifische Zielgruppen, die bei der Planung der Formate mit berücksichtigt werden sollten. Die neue Webseite ist kein Beteiligungsangebot, sondern ein Werkzeug für Informationsangebote. Ebenso ist der Expert:innenpool kein Beteiligungsangebot, sondern eine organisatorische Unterstützung. 4.1. Substantielle Vorbereitung der Regionalkonferenzen Ziel: Kollaborativ den Start der Regionalkonferenzen vorbereiten 4.1.1. Grundlagen Regionalkonferenzen und Fachkonferenz Rat der Regionen Ziel Durch kollaborative Entscheidungsfindung einen einheitlichen Rahmen und Orientierung für die Vorbereitungsphase und die Einrichtung der Regionalkonferenzen und der Fachkonferenz Rat der Regionen schaffen Zielgruppen Planungsteam Forum Endlagersuche, sowie weitere Bürger:innen der Teilgebiete (Diversität gewährleisten), Gesellschaftliche Organisationen, Kommunen, Nachbarstaaten (Behörden, Kommunen, Bürger:innen), Wissenschaft, Forschung, Bildung, Zivilgesellschaft Grad der Beteiligung Kollaborative Entscheidungsfindung sowie Konsultation Methoden / Werkzeuge noch offen Beteiligte Institutionen BASE, BGE, BGZ Kernteam für die Erarbeitung des Handbuchs bestehend aus BASE, BGE, BGZ, PFE, NBG diskutiert Grundlagen und stellt diese einer weiteren Öffentlichkeit zur Diskussion 4.1.2. Starterteams Regionalkonferenzen Ziel Netzwerkaufbau in den Regionen, Anpassung des Handbuchs Regionalkonferenzen an die Region Zielgruppen noch offen (zu definieren in 4.1.1.), z.B. Bürger:innen der Standortregionen, Kommunalvertreter:innen, Regionale politische Akteure, regionale Verbände, regionale zivilgesellschaftliche Organisationen Grad der Beteiligung Kollaborative Entscheidungsfindung Methoden / Werkzeuge durch die Beteiligten zu definieren Beteiligte Institutionen BASE, BGE Kommunikation und Aufbau von Netzwerken in den Regionen inhaltlich und fachlich unterstützt durch BASE und BGE. Anpassung des Handbuchs fachlich unterstützt durch BASE und BGE sowie selbst gewählte Expert:innen. 4.2 Informations‐, Dialog‐ und Bildungsangebote: regional Ziele: Die substantielle Beteiligung unterstützen und Interessierten Angebote bereiten 4.2.1. Zielgruppenspezifische (Online‐)Seminare Ziel Zielgruppen Grad der Beteiligung Methoden / Werkzeuge Regionalspezifische Bildungsangebote beispielsweise zu den Regionalkonferenzen und dem Rat der Regionen Interessierte Öffentlichkeit in den potentiellen Standortregionen, Kommunen (im In‐ und ggf. auch Ausland), Landes‐ und Regionalverwaltungen, politische Vertreter*innen Bildung Methoden der Erwachsenenbildung Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Karlstr. 11, 76133 Karlsruhe Beteiligte Institutionen BASE, BGE, PFE Vor dem Start der Regionalkonferenzen entwickelt das BASE gemeinsam mit der BGE, dem PFE und dem Expert:innenpool ein leicht zugängliches Bildungsangebot für die Teilnehmenden der Regionalkonferenzen und der Fachkonferenz Rat der Regionen zur Vermittlung von fachlichem Wissen, Verfahrensgrundlagen und Methodenkompetenzen. 4.2.2 Informationsangebote zu aktuellen Verfahrensschritten Ziel Prozess und Ansprechpartner:innen für aktuelle Verfahrensschritte bekannt machen Zielgruppen Interessierte Öffentlichkeit und weitere Stakeholder Grad der Beteiligung Information Methoden / Werkzeuge Vielfältige Informationsformate (z.B. Webseite, Flyer, Infostände, Informationsveranstaltungen), Medienarbeit, Faktencheck) Beteiligte Institutionen BASE, BGE, Starterteams / PFE, BGZ Passend zu den Verfahrensschritten werden mit ausreichend Vorlauf regional angepasste Informations‐ und Dialogangebote erstellt. Dies betrifft insbesondere den Standortregionenvorschlag, für den regionenspezifische Angebote gemeinsam mit den Starterteams oder, vor deren Gründung, dem PFE erarbeitet werden. Mit den Angeboten werden verschiedene Zielgruppen angesprochen (z.B. „junge Generation“). Eine Veranstaltung in diesem Kontext ist eine Auftaktveranstaltung für die Regionalkonferenzen. Zu den regionalspezifischen Angeboten zählen weiterhin Angebote für die Zwischenlagergemeinden (gemeinsam mit BGZ). 4.3 Nationale Beteiligungsmöglichkeiten Ziel: Der interessierten Öffentlichkeit außerhalb der Standortregionen Beteiligungsmöglichkeiten bieten 4.3.1. Forum Endlagersuche und Planungsteam Forum Endlagersuche Ziel Zielgruppen Grad der Beteiligung Methoden / Werkzeuge Beteiligte Institutionen s. Konzept Aktive Begleitung des Standortauswahlverfahrens, Interessenvertretung Interessierte Öffentlichkeit, gemeinnützige Organisationen, Kommunen Konsultativ Forum Endlagersuche, Anträge BASE, BGE, BGZ 4.3.2. Folgeformat Forum Endlagersuche Ziel Nach Start der Regionalkonferenzen der allgemeinen interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, das Auswahlverfahren aktiv zu begleiten, Regionen‐übergreifende Themen diskutieren und bearbeiten Zielgruppen Interessierte Öffentlichkeit, gemeinnützige Organisationen, Kommunen Grad der Beteiligung Konsultativ Methoden / Werkzeuge Format ähnlich Forum Endlagersuche, Anträge, Förderprogramm Zivilgesellschaft Beteiligte Institutionen BASE, BGE, BGZ, Folgeformat PFE Auch nach der Gründung der Regionalkonferenzen wird es eine allgemeine interessierte Öffentlichkeit geben, deren Begleitung für das Verfahren hilfreich ist. Weiterhin sollten Regionen‐übergreifende Themen in einem Diskussionsforum von der interessierten Öffentlichkeit gemeinsam bearbeitet werden können. Ein durchgehendes Angebot an die allgemeine interessierte Öffentlichkeit ist wichtig, um Rückhalt für das Verfahren in der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. Bedarfsorientierte Ausarbeitung des Förderprogramms Zivilgesellschaft gemeinsam mit der interessierten Öffentlichkeit 4.4 Informations‐, Dialog‐ und Bildungsangebote: national Ziele: Die substantielle Beteiligung unterstützen und Interessierten Angebote bereiten 4.4.1 Informationsangebote zu aktuellen Verfahrensschritten Ziel Zielgruppen Grad der Beteiligung Ablauf des Verfahrensschritts und Ansprechpartner:innen für aktuelle Verfahrensschritte bekannt machen Interessierte Öffentlichkeit und weitere Stakeholder Information

Kooperation UBA & IIASA bei Modellierung von Klimaschutzszenarien

Kooperation UBA & IIASA bei Modellierung von Klimaschutzszenarien Veranstaltungort: Elisabeth-Room des IIASA in Laxenburg (Österreich) In einem Eigenforschungsprojekt arbeitet das UBA an der Nutzung und Weiterentwicklung eines integrierten Bewertungsmodells (IAM), das durch das unabhängige Forschungsinstitut IIASA entwickelt wurde. IAMs verbinden wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte zur Entwicklung von Klimaschutzszenarien und sind zentral für den IPCC-Prozess. Nun ist die Kooperation zwischen UBA und IIASA offiziell. Im Rahmen des Eigenforschungsprojektes „Climate Action with Transparent Scenarios“ (CATS) baut das Team des Fachgebiets V 1.1 „Internationaler ⁠ Klimaschutz ⁠" des Umweltbundesamtes (⁠ UBA ⁠) UBA-interne Kapazitäten zur Nutzung und Weiterentwicklung des integrierten Bewertungsmodells (Integrated Assessment Models, IAM) „MESSAGEix“ zu Fragen des Klimawandels auf. Was sind integrierte Bewertungsmodelle (IAMs)? Integrierte Bewertungsmodelle sind wissenschaftliche Werkzeuge, die verschiedene gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Systeme in einem gemeinsamen Modellrahmen abbilden. Sie ermöglichen es, Wechselwirkungen zwischen diesen Systemen zu analysieren und Entwicklungspfade für unterschiedliche Politikszenarien aufzuzeigen. Sie verbinden naturwissenschaftliche Erkenntnisse zum ⁠ Klimawandel ⁠ mit ökonomischen Analysen und helfen so, kosteneffiziente Wege zur Erreichung der Klimaziele zu identifizieren. Die Rolle von IAMs in der internationalen Klimapolitik Das seit vielen Jahren am Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) mit Sitz in Österreich entwickelte Bewertungsmodell MESSAGEix ist ein unverzichtbares Instrument für die wissenschaftliche Politikberatung im Bereich Klimaschutz. Die damit erstellten Szenarien fließen regelmäßig in zentrale internationale Berichte ein, darunter die Sachstandsberichte des Weltklimarats (⁠ IPCC ⁠), Analysen für die Europäische Kommission und Szenarien für das Network for Greening the Financial System (NGFS). Kooperation von UBA und IIASA Im Rahmen der Kooperation unterstützt das IIASA das UBA bei Aufbau und Inbetriebnahme der erforderlichen IT-Infrastruktur für die eigenständige Nutzung des Frameworks sowie bei der Weiterentwicklung des Modells zu für das UBA zentralen Fragestellungen. Das UBA wird im Gegenzug zur besseren Dokumentation des Frameworks beitragen und damit dessen Zugänglichkeit für neue Nutzer weiter erhöhen. Daneben ist die inhaltliche Zusammenarbeit bei der Erstellung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen ganz zentral in der Zusammenarbeit. Projektziele und Auftaktworkshop Beim Auftaktworkshop am 10. Dezember 2024 beim IIASA in Laxenburg (Österreich) wurden zentrale Aspekte der Zusammenarbeit diskutiert. Im Fokus standen dabei die Modellierung von Suffizienzansätzen, sozio-ökonomische Entwicklungspfade sowie Open Science-Ansätze in der integrierten Bewertungsmodellierung. Das UBA-Team stellte die Projektziele vor und gab einen Überblick über die deutsche Szenariolandschaft. Seitens des IIASA nahmen der Leiter der Forschungsgruppe "Integrated Assessment and Climate Change" Volker Krey, der Direktor des "Energy, Climate, and Environment Program" Keywan Riahi sowie die Forschenden Oliver Fricko, Fridolin Glatter, Aneeque Javaid, Siddharth Joshi, Jarmo Kikstra, Florian Maczek, Alessio Mastrucci, Measrainsey Meng und Xiaoyang Zhong teil. Das UBA wurde durch den Projektleiter Niklas Roming sowie die wissenschaftlichen Mitarbeitenden im Eigenforschungsprojekt Kikan Nelle und Lukas Eggert vertreten. IIASA-Generaldirektor Hans Joachim (John) Schellnhuber unterzeichnete bei einer kleinen Zeremonie mit den Workshop-Teilnehmenden die bereits durch UBA-Präsident Dirk Messner gezeichnete Kooperationsvereinbarung. Durch die Nutzung des MESSAGEix-Frameworks wird das UBA die Möglichkeit haben, eigene integrierte Analysen von Klimaschutzstrategien durchzuführen und damit einen wichtigen Beitrag zur evidenzbasierten Umweltpolitik zu leisten.

Szenarien des Managements von Gewerbeflächen 2050 in der Region Nordschwarzwald

Thema und Zielstellung Foto: Udo Wagner, Ein Gewerbegebiet im Nordschwarzwald Von Februar 2022 bis Februar 2023 wurde im Projekt KoOpRegioN ein partizipativer Szenarioprozess zum Gewerbeflächenmanagement in der Region Nordschwarzwald im Jahr 2050 durchgeführt. Im Vordergrund stand die folgende Frage: "Welche verschiedenen Szenarien der künftigen Entwicklung des Gewerbeflächenmanagements in der Region Nordschwarzwald im Jahr 2050 sind möglich?" Zusätzlich wurde untersucht, welche Wirkungen verschiedene Maßnahmenbündel im Kontext unterschiedlicher zukünftiger Szenarien haben, und zwar: auf die Flächennutzung durch Gewebe in der Region; auf die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur in der Region Vorgehen Die Szenarien wurden in einem partizipativen Prozess erstellt, in dem alle Schritte unter Einbezug der relevanten wissenschaftlichen Partner*innen des Projektes sowie der Stakeholder*innen und Praxisakteur*innen erfolgten. Am 28. Februar 2022 fand ein digitaler Workshop mit dem Projektteam sowie 20 Praxisakteur*innen aus der Region statt. Die Teilnehmer*innen wurden nach den Kriterien Expertise, Betroffenheit und strategische Bedeutung als Multiplikatoren ausgewählt. Ziel des Workshops war es, die zuvor im Rahmen von Literaturrecherchen identifizierten Schlüsselfaktoren und ihre unterschiedlichen zukünftigen Entwicklungen zu diskutieren, um dann die wichtigsten Faktoren auszuwählen, die dann im weiteren Verlauf des Szenario-Prozesses berücksichtigt wurden. In einem nächsten Schritt wurde eine Interviewreihe mit Praxisakteuren aus der Region durchgeführt, um die Wechselwirkungen zwischen den Faktoren bewerten zu lassen. Anschließend wurde mit Hilfe der Software ScenarioWizard Systemanalysen durchgeführt und in sich widerspruchsfreie sowie möglichst unterschiedliche Szenarien identifiziert. Zentrale Ergebnisse Die folgenden vier Szenarien eines Gewerbeflächenmanagements in der Region Nordschwarzwald im Jahr 2050 wurden für die weitere Arbeit im Projekt ausgewählt und in der Region vorgestellt. Szenario1: Nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland herrschen prekäre wirtschaftliche Verhältnisse. Die Bevölkerung in der Region schrumpft. Die negative wirtschaftliche Situation erfordert eine verstärkte regionale Kooperation und ermöglicht eine schonende Landnutzung. Szenario2: Die deutsche und die regionale Wirtschaft sind durch De-Globalisierungstendenzen geprägt. Da die Bevölkerung in der Region wächst und auch wieder mehr produzierendes Gewerbe angesiedelt wird, kommt es zur Ausweitung der Landnutzung im Nordschwarzwald. Szenario3: Deutschland geht es wirtschaftlich schlecht, doch die wachsende Bevölkerung in der Region hilft, dass es der Region weiter wirtschaftlich gut geht. Da der rechtliche Rahmen zur Flächennutzung sehr streng ist, schont der Nordschwarzwald trotz wirtschaftlicher Prosperität seine Flächen. Szenario 4: Unter einem fördernden wirtschaftlichen Kontext sowie einem bundesweiten Flächenkontingenthandel setzt sich beim Gewerbeflächenmanagement die Strategie „Innen vor Außen“ durch und eine Flächenkreislaufwirtschaft bei Gewerbeflächen wird erreicht. Eine Übersicht über die vier Szenarien im Detail können Sie hier abrufen. Eine ausführlichere Beschreibung der vier Szenarien können Sie hier abrufen. Weitere Erkenntnisse Die Kombination der Szenarien mit den zuvor im Projekt entwickelten Maßnahmenbündeln ergab weitere Erkenntnisse: Je deutlicher und mutiger die heute bestehenden Maßnahmen durch innovative Ansätze – in sinnvollen Kombinationen – ersetzt bzw. ergänzt werden, desto mehr fördernde Einflüsse auf wirtschaftliche Prosperität und schonende Landnutzung hat die Region selbst in der Hand. Es zeigt sich eine sogenannte „no-regret“ Maßnahme , die unter allen zukünftigen Entwicklungen stabil und wirksam erscheint, und zwar das „Regionale Entwicklungskonzept Gewerbeflächen“. Weitere, in sehr verschiedenen zukünftigen Welten ebenfalls gut ‚verträgliche‘ Maßnahmen sind: „Erweiterte kommunale Bodenpolitik“ „Gemeinsame gebietsinterne Infrastrukturen“ „Gemeinsames Gewerbegebietsmanagement und Standortmarketing“; und/oder ein „Nachhaltigkeitslabel für die Region“. Mit diesen Maßnahmen scheint die Region für verschiedene Szenarien zunächst gut aufgestellt zu sein. Wird der rechtliche Rahmen von Bund oder Land zu Flächennutzung und Flächeneffizienz jedoch zukünftig deutlich verändert (z.B. „strenge ordnungsrechtliche Vorschriften für Flächeneffizienz und Flächennutzung“ oder gar „bundesweite Flächenkontingente für alle Flächennutzungen und deren Handel“) werden intensivere Formate der interkommunalen und regionalen Kooperation über ein Regionales Entwicklungskonzept hinaus für stabile und wirksame Maßnahmenbündel in der Region Nordschwarzwald notwendig. Diese intensivere Form der Kooperation könnte dann z.B. über regelmäßige Bürgermeister*innenrunden politisch organisiert und über Kooperationsverträge oder Zweckverbände formalisiert werden.

Empfehlungen für die Charakterisierung von Klimaszenarien

Empfehlungen für die Charakterisierung von Klimaszenarien Gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst und weiteren Partnern hat das LfU Charakterisierungen für ausgewählten Klimaszenarien entwickelt. Szenarien sind ein wichtiges Werkzeug, um den zukünftigen Klimawandel, dessen Ursachen, sowie die möglichen Auswirkungen zu verstehen und zu beschreiben. Am 22. März 2022 haben - unter Beteiligung des LfU - verschiedene Einrichtungen aus Deutschland, Östterreich und der Schweiz "Empfehlungen für die Charakterisierung ausgewählter Klimaszenarien" veröffentlicht. Das vorliegende Dokument liefert einen Rahmen für die Benennung, Beschreibung und farbliche Kennzeichnung der im sechsten Sachstandsbericht des IPCC verwendeten Klimaszenarien im deutschsprachigen Raum. Das Dokument hat einen empfehlenden Charakter. Es soll das Verständnis und die Wiedererkennung erleichtern. Mehr zu den CMIP-6 Szenarien auf der Internetseite des DWDs. Beteiligte Einrichtungen: Deutscher Wetterdienst Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Internationales Institut für Angewandte Systemanalyse, Österreich Landesamt für Umwelt Brandenburg Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Umweltbundesamt Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Österreich Am 22. März 2022 haben - unter Beteiligung des LfU - verschiedene Einrichtungen aus Deutschland, Östterreich und der Schweiz "Empfehlungen für die Charakterisierung ausgewählter Klimaszenarien" veröffentlicht. Das vorliegende Dokument liefert einen Rahmen für die Benennung, Beschreibung und farbliche Kennzeichnung der im sechsten Sachstandsbericht des IPCC verwendeten Klimaszenarien im deutschsprachigen Raum. Das Dokument hat einen empfehlenden Charakter. Es soll das Verständnis und die Wiedererkennung erleichtern. Mehr zu den CMIP-6 Szenarien auf der Internetseite des DWDs. Beteiligte Einrichtungen: Deutscher Wetterdienst Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, Internationales Institut für Angewandte Systemanalyse, Österreich Landesamt für Umwelt Brandenburg Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Umweltbundesamt Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Österreich

Was sind wichtige Treiber für Landnutzungsänderungen im LK Lüneburg?

Landnutzungsarten Landkreis Lüneburg, Copyright Frederike von der Lancken, SUSTIL-Projekt, 2021 UN-Nachhaltigkeitsziele und nachhaltige Landnutzung Um die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) erreichen zu können, muss auch die bisherige Landnutzung neu gedacht werden. Das Stadt-Land-Plus-Projekt- SUSTIL untersucht daher, inwiefern die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bezüglich nachhaltiger Landnutzung in der Hansestadt und im Landkreis Lüneburg gut gelingen kann. Hierzu werden in einem transdisziplinären Forschungsprozess gemeinsam mit diversen Praxispartner*innen mögliche Szenarien der Landnutzung für das Jahr 2040 entworfen und ein Interessensausgleich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen angestrebt. Ausgehend von den Forschungsergebnisse sollen anschließend konkrete Instrumente zur Steuerung von Landnutzung kollaborativ entwickelt und implementiert werden. Analyse des Status quo der Landnutzung im Landkreis Lüneburg Als Grundlage der Projektarbeit wurden zunächst umfangreiche Daten zur aktuellen Landnutzung im Landkreis Lüneburg gesammelt und aufbereitet. Anhand verschiedener Bereiche wie z.B. Wirtschaft, Natur und Technologie wird so das aktuell bestehende „System“ der Landnutzung im Landkreis Lüneburg dargestellt. Besonders relevant ist hierbei die Betrachtung aus unterschiedlichen, interdisziplinären Perspektiven. So zählen zur Systemanalyse nicht nur die Darstellung der historischen Temperaturentwicklung in Lüneburg, der demographische Entwicklung und des Strukturwandels in der Landwirtschaft, sondern auch beispielsweise die Darstellung von aktuellen Trends der technologischen Modernisierung sowie gesamtgesellschaftliche Einstellungen und Ansichten, z.B. bezüglich Umwelt- und Klimaschutz. Auftakt für einen transdisziplinären Forschungsprozess Die Systemanalyse bildet die Grundlage für die nachfolgenden Projektschritte. So dienen die Informationen in erster Linie dazu, alle Projektpartner*innen dasselbe Systemverständnis zur Verfügung zu stellen, um anschließend eine informierte Szenario-Entwicklung zu ermöglichen. Diese Szenarien zur möglichen Zukunftsausprägung der Landnutzung im Landkreis Lüneburg werden anschließend in kollaborativen Workshops gemeinsam mit allen Projektpartner*innen entwickelt. Weitere Informationen Die vollständige Darstellung der aktuellen Landnutzung im Landkreis Lüneburg finden Sie hier . Informationen zum SUSTIL-Projekt finden Sie hier . Folgen Sie dem SUSTIL-Projekt auch auf Twitter .

Forschungsergebnisse zu Öffentlichkeitsbeteiligung und lernendem Verfahren

Die hochgefährlichen radioaktiven Hinterlassenschaften der Atomenergienutzung müssen so bald wie möglich sicher entsorgt werden. Doch wie lässt sich gewährleisten, dass die Öffentlichkeit bei der Standortsuche umfassend beteiligt wird? Welchen Anforderungen müssen sich alle beteiligten Akteure stellen, um eine dialogorientierte Öffentlichkeitsbeteiligung und ein lernendes Verfahren zu gestalten? Dies untersuchte das Forschungsvorhaben „Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Endlagersuche: Herausforderungen eines generationenübergreifenden, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahrens“, welches das BASE in Auftrag gegeben hat. Erstellt wurde die Studie vom Öko-Institut, unter Mitarbeit des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und der Kommunikationsberatung team ewen. Ergebnisse des Projekts und Einordnung Im Abschlussbericht schlagen die beauftragten Einrichtungen mehrere Maßnahmen vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Einrichtung von zusätzlichen informellen Gremien. Darüber hinaus empfehlen die Autor:innen eine zentrale Koordinierung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Zudem wurden Narrative und Zukunftsbilder für den Prozess der sicheren nuklearen Entsorgung untersucht. Das BASE wertet die Ergebnisse des Projekts für das Verfahren aus. Dabei teilt das Bundesamt das Ziel, ein gemeinsames breit getragenes Grundverständnis mit allen Akteursgruppen zu entwickeln. Es ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass das Standortauswahlverfahren eine explizite Aufgaben- und Rollentrennung der zentralen Verfahrensakteure vorsieht. Vorschläge, die eine zentrale Koordinierung und Steuerung vorsehen, müssen vor diesem Hintergrund reflektiert werden. Diskussion um Öffentlichkeitsbeteiligung zwischen Fachkonferenz Teilgebiete und Regionalkonferenzen Der Abschlussbericht fällt in eine Phase, in der verschiedene Interessengruppen und Akteure den möglichen Bedarf an Formaten der Öffentlichkeitsbeteiligung im Anschluss an die aktuell laufende Fachkonferenz Teilgebiete diskutieren. Und so bietet der Abschlussbericht des Forschungsvorhabens Hinweise und Anregungen, die Ansätze, Formate nach den aktuellen Bedarfen und jeweiligen Aufgaben – auch in Vorbereitung der kommenden gesetzlichen Beteiligungsformate wie die Regionalkonferenzen – weiterzuentwickeln. 18.05.2021 Zum Abschlussbericht Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Endlagersuche - Herausforderungen eines generationenübergreifenden, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahrens PDF, 3 MB, Datei ist barrierefrei⁄barrierearm Zum Forschungsvorhaben Forschungsvorhaben "Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Endlagersuche - Herausforderungen eines generationenübergreifenden, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahrens"

Transformation des Ernährungssystems

Die Art und Weise, wie in Deutschland die Ernährung organisiert wird - von der Saatgut- und Düngemittelherstellung, über den Anbau, die Verarbeitung und Vermarktung bis zum Konsum und zur Entsorgung von Lebensmitteln - hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Eine Transformation des Ernährungssystems ist für dessen Nachhaltigkeit dringend geboten. Die sozialwissenschaftliche Transformationsforschung hat eine Reihe theoretischer Zugänge zur Beschreibung komplexer Systeme und ihres Wandels erarbeitet. Dieser Bericht entwickelt aus diesen Zugängen einen transformationstheoretischen Blick auf das deutsche Ernährungssystem, insbesondere auf seine Eigenschaften, seine Dynamiken und seine (v.a. ökologischen) Unzulänglichkeiten. Teil 1 des vorliegenden Papiers stellt den aktuellen Zustand des Ernährungssystems in Deutschland dar und bewertet die Nachhaltigkeit dieses Systems. Die Analyse der Nachhaltigkeit legt offen, dass viele der zentralen Nachhaltigkeitsziele, insbesondere in den Bereichen Umwelt-, Tier- und Gesundheitsschutz wenig oder gar nicht erfüllt werden. Teils 2 des Papiers erfasst und analysiert politische Forderungen und Diskurse in Bezug auf eine Transformation in Richtung eines nachhaltigeren Ernährungssystems in Deutschland. Zudem soll herausgefunden werden, inwiefern in der breiten Bevölkerung und in Fachkreisen Zustimmung oder Ablehnung zu zentralen Zielen und Forderungen zur Veränderung des Ernährungssystems vorhanden sind. Teil 3 des Papiers konzeptualisiert und erfasst das gegenwärtige nationale Ernährungssystem aus Perspektive der Transformationswissenschaften. Dafür werden unterschiedliche theoretische Ansätze der Transformationswissenschaften in Bezug auf ihre Vor- und Nachteile beim Erfassen der wesentlichen Elemente des Ernährungssystems und im Hinblick auf Möglichkeiten einer Synthese diskutiert. Quelle: Forschungsbericht

The WORLD Model Development and The Integrated Assessment of the Global Natural Resources Supply

The report describes the WORLD6-Model which was adapted in the SimRess project. WORLD6 model is developed to simulate potential future supply and scarcity of a numberof natural resources. The main objective of this report is to outline the overall structure of the WORLD6 model and provide a detailed description of the “resources” module implemented in the model. In the WORLD6 model, resources are clustered under METALS, MATERIALS and ENERGY sub-modules. For each of the modelled resources, model simulation results were presented and an associated integrated assessment was provided under separate sections of this report. In general, the WORLD6 model simulation results suggests that most of the supply peaks for metals, materials and fossil fuels will occure around the middle of this century. This will lead to some of the most serious industrial, political and social challenges of our times and will require careful preparation and research in order not to disrupt the functioning of society. Substantially better degree of recycling offers a long term sustainable and secure supply of most resources.

System analysis for environmental policy - System thinking through system dynamic modelling and policy mixing as used in the SimRess project

Systems analysis could be an essential approach to shape resource efficiency policy in a sustainable long term perspective. Various actors and stakeholders with partly opposing interests form part of a highly interconnected system. The integration of causal chains, feedback loops and delays within the system are therefore central to identify the right leverage point for resource efficiency policy. In the SimRess project a participatory approach helped designing the simulation model. The present report documents and summarizes the various results of the workshops and the systems analysis.

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