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Blattläuse: Unbeliebte Gartenbesucher

<p> So bekämpfen Sie Blattläuse ohne Chemie <ul> <li>Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um Fressfeinde anzulocken.</li> <li>Wählen Sie Pflanzensorten, die bei Blattläusen unbeliebt sind.</li> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Tolerieren Sie einen geringfügigen Befall.</li> <li>Entfernen Sie Blattläuse notfalls per Wasserstrahl.</li> </ul> Gewusst wie <p>Blattläuse (<em>Aphidina</em>) zählen zu den bekanntesten Schädlingen im Garten. Allein in Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt. Sie stechen die Pflanzen an und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Meist ist der Befall harmlos und kann toleriert werden. Insbesondere an Ziergehölzen sind Blattläuse nur ein optisches Problem. Wenn sie jedoch über einen längeren Zeitraum in großer Zahl an einer Pflanze saugen, schwächen sie diese. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse, der sogenannte Honigtau, sind außerdem ein idealer Nährboden für Rußtaupilze. Diese Pilze bilden einen schwarzen Belag, wodurch die Photosyntheseleistung der Pflanze sinkt. In einzelnen Fällen können Blattläuse auch Viruskrankheiten übertragen. Sie geben zum Beispiel Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika sowie das Scharkavirus an Steinobst weiter. Gegen Viren gibt es keine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>.</p> <p><strong>Blattläuse in der Nahrungskette:</strong> Viele Vogelarten, Spinnen und Insekten ernähren sich von Blattläusen und deren Ausscheidungen. Insbesondere der Marienkäfer ist ein fleißiger Blattlausräuber. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt in seinem etwa einjährigen Leben bis zu 5.000 Blattläuse. Die Käfer werden durch bestimmte Düfte (Pheromone) angelockt, welche befallene Pflanzen abgeben. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blattlauskolonie und nach wenigen Tagen schlüpfen die ersten Larven, welche umgehend mit der Vertilgung der Blattläuse beginnen. Damit Marienkäfer nach ihrer Winterruhe gute Startbedingungen haben, brauchen sie schnell Nahrung. Diese besteht im Frühjahr, neben Blattläusen, auch aus Pollen von Rosengewächsen. Deshalb sollten Sie insbesondere im Frühjahr auf Insektizide verzichten, wenn Ihre Rosen von Blattläusen befallen sind. Die Rosen überstehen den Befall und blühen trotzdem. Marienkäfer und Meisenbrut danken es Ihnen.</p> <p><strong>Locken Sie Fressfeinde an:</strong> Gestalten Sie Ihren Garten abwechslungsreich und naturnah und errichten Sie Versteck- und Nistmöglichkeiten für Blattlaus-Räuber.</p> <ul> <li>Bieten Sie beispielsweise Marienkäfern (<em>Coccinellidae</em>) geeignete Plätze für die Winterruhe an: Laubhaufen, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/totholz">Totholz</a>, Steinhaufen, kleine trockene Hohlräume oder spezielle Nistkästen.</li> <li>Mit der Anlage von Blühflächen können sie gezielt Schwebfliegen (<em>Syrphidae</em>) anlocken. Die erwachsenen Tiere sind wichtige Bestäuber und ernähren sich von Nektar und Pollen folgender Pflanzen: Kamille, Kornblume, Phacelia, Nachtkerze, Margerite, Rainfarn und Vogelmiere. Die Larven vieler Schwebfliegenarten leben dagegen räuberisch. Eine Larve vertilgt bis zu 1.000 Blattläuse. Sie gehören im Frühling zu den ersten aktiven Blattlausvertilgern. Zum Überwintern brauchen Sie Verstecke in Baumstümpfen, Steinhaufen oder dichten Hecken.</li> <li>Auch Grabwespen der Gattungen <em>Pemphredon</em> und <em>Passaloecus</em> sind auf Blattläuse spezialisiert. Sie erbeuten diese in großer Anzahl und tragen sie in ihre Nester als Nahrung für die Larven. Die erwachsenen Tiere nähren sich an den Blüten von z.B. Wilder Möhre und Wiesen-Bärenklau und nisten in markhaltigen Stängeln von z.B. Holunder und Brombeeren. Als Nistplatz-Ersatz können Sie einfach ein paar Holunderäste (Markdurchmesser ca. 1 cm, Länge mindestens 30 cm) bündeln und aufrecht (vertikal) an einen sonnigen Platz hängen.</li> </ul> <p><strong>Sortenwahl:</strong> Es gibt einige Pflanzensorten, die gegen den Befall von Blattläusen resistent bzw. weniger anfällig sind. Allerdings wurden in Versuchen regionale Unterschiede nachgewiesen. In einigen Regionen Deutschlands sind zudem in den letzten Jahren die Blattlausresistenzen zusammengebrochen. Die Sauger befallen nun also auch Sorten, die sie vorher verschmäht haben. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</p> <p><strong>Übrigens:</strong> Pflanzen mit einer intensiven grünen Farbe haben eine hohe Anziehungskraft auf Blattläuse. In einzelnen Kulturen kann es daher auch hilfreich sein, auf Sorten mit anderer Blattfarbe zurückzugreifen, z.B. rotblättriger Salat statt grünblättriger.</p> <p><strong>Blattläuse im Gewächshaus:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel gegen Blattläuse auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist sehr wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Kaufen Sie z.B. nur heimische Marienkäferarten wie den Zweipunkt (<em>Adalia bipunctata</em>) oder den Siebenpunkt (<em>Coccinella septempunctata</em>). Kaufen Sie keine Asiatischen Marienkäfer (<em>Harmonia axyridis</em>, auch Harlekin-Marienkäfer) und keine Australischen Marienkäfer (<em>Cryptolaemus montrouzieri</em>). Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/bild2_0.png"> </a> <strong> Im Gewächshaus können zahlreiche Nützlinge eingesetzt werden. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025 überarbeitet) <p><strong>Blattläuse meiden starke Pflanzen:</strong>&nbsp;Achten Sie schon beim Kauf eines Gewächses darauf, dass es zu den Standortverhältnissen in Ihrem Garten passt. Kümmernde Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für Blattläuse. Dasselbe gilt für überdüngte Pflanzen, weil sie ein weiches Gewebe haben.</p> <ul> <li>Setzen Sie <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmittel⁠</a> ein, z.B. Ackerschachtelhalm-Extrakt. Gefestigtes Gewebe und Abwehrstoffe schrecken Blattläuse ab.</li> <li>Verwenden Sie Pflanzenextrakte, die für den Einsatz als <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html">Grundstoff</a> genehmigt sind, z.B. Zwiebeln, Brennnesseln.</li> <li>Pflanzen Sie Blattlaus-abwehrende Gewächse zwischen anfällige Gewächse. Abwehrende Gewächse sind z.B. Knoblauch, Oregano, Thymian, Lavendel.</li> <li>Achten Sie auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwenden Sie organische Düngemittel anstatt von chemisch-synthetischen Düngemitteln. Vor allem synthetischer Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig für Krankheitserreger.</li> <li>Mulchen Sie die Gemüsepflanzen. Blattläuse finden ihre Wirtspflanzen über visuelle Anreize. Mulch verändert den Farbkontrast zwischen Boden und Pflanze, dadurch fliegen weniger Blattläuse die gemulchten Flächen an.</li> </ul> <p><strong>Mit Handarbeit gegen Lausbefall:</strong></p> <ul> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Streifen Sie befallene Triebe mit der Hand ab oder schneiden Sie diese einfach ab.</li> <li>Bei Gehölzen und robusten Stauden können Sie Blattläuse mit einem harten Wasserstrahl entfernen. Steigern Sie den Wasserdruck langsam und vorsichtig.</li> </ul> <p>⁠<strong>Blattlausarten in Obstgehölzen, im Gemüsebau und an Zierpflanzen: </strong>Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf. Zur Orientierung erhalten Sie in der Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten sowie einige artspezifische Tipps. Für Hobbygärtner*innen ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können. Die vorbeugenden Maßnahmen und die allgemeinen Strategien zur Befallsminderung treffen weitgehend auf alle Arten gleichermaßen zu.</p> <strong>Galerie: Blattlausarten im Obst, im Gemüse und an Zierpflanzen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-pfirsichblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_mehlige-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelfaltenlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelgraslaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_schwarze-kirschenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_grosse-rosenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blutlaus_10_2009.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/bohne-blattlaus2-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/nasonovia_ribisnigri.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/moehre-wurzelhalsblattlaus1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/gurkeblattlaus1-800x600-hoyer_0.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blattlaeuse4-slfa-nw-rw.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/mehlige_kohlblattlaus_jki_hommes_wk_2010_p1000712.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>⁠ nur im Notfall:</strong>&nbsp;Damit eine Bekämpfung von Blattläusen mit Pflanzenschutzmitteln erfolgreich ist, müssen die Spritzungen genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Häufig sind mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig, bei denen sämtliche Pflanzenteile benetzt werden müssen. Trotzdem entwischen manche Läuse, die sich an den Triebspitzen, an Blattunterseiten und Wurzeln verstecken. Einige Pflanzenschutzmittel schaden auch Nützlingen. Wer sie trotzdem verwendet, gefährdet das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden. Wer Blattläuse mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen will, muss sich deshalb vorher genau informieren.</p> <ul> <li>Verwenden Sie nur Produkte, die für den Haus- und Kleingarten (HuK) zugelassen und mit der Kennzeichnung „<em>Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig</em>“ versehen sind. In der <a href="https://psm-zulassung.bvl.bund.de/psm/jsp/">Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)</a> können Sie danach suchen.</li> <li>Vergleichsweise umweltverträgliche Wirkstoffe gegen Blattläuse sind z.B. Rapsöl oder Kali-Seife.</li> <li>Beachten Sie genau die Packungsbeilage, zum Schutz der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit.</li> <li>Behandeln Sie die Pflanzen abends oder an einem bedeckten Tag, da die Tröpfchen wie winzige Linsen wirken und Sonnenbrand an den Pflanzen verursachen können.</li> </ul> </p><p> So bekämpfen Sie Blattläuse ohne Chemie <ul> <li>Gestalten Sie Ihren Garten naturnah, um Fressfeinde anzulocken.</li> <li>Wählen Sie Pflanzensorten, die bei Blattläusen unbeliebt sind.</li> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Tolerieren Sie einen geringfügigen Befall.</li> <li>Entfernen Sie Blattläuse notfalls per Wasserstrahl.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Blattläuse (<em>Aphidina</em>) zählen zu den bekanntesten Schädlingen im Garten. Allein in Mitteleuropa sind rund 850 Blattlausarten bekannt. Sie stechen die Pflanzen an und saugen den zuckerhaltigen Pflanzensaft. Meist ist der Befall harmlos und kann toleriert werden. Insbesondere an Ziergehölzen sind Blattläuse nur ein optisches Problem. Wenn sie jedoch über einen längeren Zeitraum in großer Zahl an einer Pflanze saugen, schwächen sie diese. Die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse, der sogenannte Honigtau, sind außerdem ein idealer Nährboden für Rußtaupilze. Diese Pilze bilden einen schwarzen Belag, wodurch die Photosyntheseleistung der Pflanze sinkt. In einzelnen Fällen können Blattläuse auch Viruskrankheiten übertragen. Sie geben zum Beispiel Tabakmosaikviren an Tomaten, Gurken und Paprika sowie das Scharkavirus an Steinobst weiter. Gegen Viren gibt es keine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>.</p> <p><strong>Blattläuse in der Nahrungskette:</strong> Viele Vogelarten, Spinnen und Insekten ernähren sich von Blattläusen und deren Ausscheidungen. Insbesondere der Marienkäfer ist ein fleißiger Blattlausräuber. Ein ausgewachsener Käfer vertilgt in seinem etwa einjährigen Leben bis zu 5.000 Blattläuse. Die Käfer werden durch bestimmte Düfte (Pheromone) angelockt, welche befallene Pflanzen abgeben. Die Weibchen legen ihre Eier in die Blattlauskolonie und nach wenigen Tagen schlüpfen die ersten Larven, welche umgehend mit der Vertilgung der Blattläuse beginnen. Damit Marienkäfer nach ihrer Winterruhe gute Startbedingungen haben, brauchen sie schnell Nahrung. Diese besteht im Frühjahr, neben Blattläusen, auch aus Pollen von Rosengewächsen. Deshalb sollten Sie insbesondere im Frühjahr auf Insektizide verzichten, wenn Ihre Rosen von Blattläusen befallen sind. Die Rosen überstehen den Befall und blühen trotzdem. Marienkäfer und Meisenbrut danken es Ihnen.</p> <p><strong>Locken Sie Fressfeinde an:</strong> Gestalten Sie Ihren Garten abwechslungsreich und naturnah und errichten Sie Versteck- und Nistmöglichkeiten für Blattlaus-Räuber.</p> <ul> <li>Bieten Sie beispielsweise Marienkäfern (<em>Coccinellidae</em>) geeignete Plätze für die Winterruhe an: Laubhaufen, <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/totholz">Totholz</a>, Steinhaufen, kleine trockene Hohlräume oder spezielle Nistkästen.</li> <li>Mit der Anlage von Blühflächen können sie gezielt Schwebfliegen (<em>Syrphidae</em>) anlocken. Die erwachsenen Tiere sind wichtige Bestäuber und ernähren sich von Nektar und Pollen folgender Pflanzen: Kamille, Kornblume, Phacelia, Nachtkerze, Margerite, Rainfarn und Vogelmiere. Die Larven vieler Schwebfliegenarten leben dagegen räuberisch. Eine Larve vertilgt bis zu 1.000 Blattläuse. Sie gehören im Frühling zu den ersten aktiven Blattlausvertilgern. Zum Überwintern brauchen Sie Verstecke in Baumstümpfen, Steinhaufen oder dichten Hecken.</li> <li>Auch Grabwespen der Gattungen <em>Pemphredon</em> und <em>Passaloecus</em> sind auf Blattläuse spezialisiert. Sie erbeuten diese in großer Anzahl und tragen sie in ihre Nester als Nahrung für die Larven. Die erwachsenen Tiere nähren sich an den Blüten von z.B. Wilder Möhre und Wiesen-Bärenklau und nisten in markhaltigen Stängeln von z.B. Holunder und Brombeeren. Als Nistplatz-Ersatz können Sie einfach ein paar Holunderäste (Markdurchmesser ca. 1 cm, Länge mindestens 30 cm) bündeln und aufrecht (vertikal) an einen sonnigen Platz hängen.</li> </ul> <p><strong>Sortenwahl:</strong> Es gibt einige Pflanzensorten, die gegen den Befall von Blattläusen resistent bzw. weniger anfällig sind. Allerdings wurden in Versuchen regionale Unterschiede nachgewiesen. In einigen Regionen Deutschlands sind zudem in den letzten Jahren die Blattlausresistenzen zusammengebrochen. Die Sauger befallen nun also auch Sorten, die sie vorher verschmäht haben. Informieren Sie sich zu passenden Sorten in Fachmedien und lassen Sie sich im Fachhandel (z.B. Gärtnereien, Baumschulen) dazu beraten.</p> <p><strong>Übrigens:</strong> Pflanzen mit einer intensiven grünen Farbe haben eine hohe Anziehungskraft auf Blattläuse. In einzelnen Kulturen kann es daher auch hilfreich sein, auf Sorten mit anderer Blattfarbe zurückzugreifen, z.B. rotblättriger Salat statt grünblättriger.</p> <p><strong>Blattläuse im Gewächshaus:</strong> Im Gewächshaus ist es möglich, gezielt Nützlinge aus dem Fachhandel gegen Blattläuse auszubringen. Da die Tiere unter Umständen aus dem Gewächshaus entweichen können, sollten Sie nur einheimische Arten und Unterarten verwenden. Das ist sehr wichtig, damit natürlich vorkommende Arten nicht beeinträchtigt oder verdrängt werden. Kaufen Sie z.B. nur heimische Marienkäferarten wie den Zweipunkt (<em>Adalia bipunctata</em>) oder den Siebenpunkt (<em>Coccinella septempunctata</em>). Kaufen Sie keine Asiatischen Marienkäfer (<em>Harmonia axyridis</em>, auch Harlekin-Marienkäfer) und keine Australischen Marienkäfer (<em>Cryptolaemus montrouzieri</em>). Mehr dazu lesen Sie <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/garten-freizeit/nuetzlinge-im-garten#kommerzieller-einsatz-von-nutzlingen-im-gewachshaus-und-garten">HIER</a>.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/bild2_0.png"> </a> <strong> Im Gewächshaus können zahlreiche Nützlinge eingesetzt werden. </strong> Quelle: Umweltbundesamt (2025 überarbeitet) </p><p> <p><strong>Blattläuse meiden starke Pflanzen:</strong>&nbsp;Achten Sie schon beim Kauf eines Gewächses darauf, dass es zu den Standortverhältnissen in Ihrem Garten passt. Kümmernde Pflanzen sind ein gefundenes Fressen für Blattläuse. Dasselbe gilt für überdüngte Pflanzen, weil sie ein weiches Gewebe haben.</p> <ul> <li>Setzen Sie <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/04_Pflanzenstaerkungsmittel/psm_Pflanzenstaerkungsmittel_node.html">Pflanzenstärkungsmittel⁠</a> ein, z.B. Ackerschachtelhalm-Extrakt. Gefestigtes Gewebe und Abwehrstoffe schrecken Blattläuse ab.</li> <li>Verwenden Sie Pflanzenextrakte, die für den Einsatz als <a href="https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/04_Pflanzenschutzmittel/04_Anwender/02_AnwendungGrundstoffe/psm_AnwendungGrundstoffe_node.html">Grundstoff</a> genehmigt sind, z.B. Zwiebeln, Brennnesseln.</li> <li>Pflanzen Sie Blattlaus-abwehrende Gewächse zwischen anfällige Gewächse. Abwehrende Gewächse sind z.B. Knoblauch, Oregano, Thymian, Lavendel.</li> <li>Achten Sie auf eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung. Verwenden Sie organische Düngemittel anstatt von chemisch-synthetischen Düngemitteln. Vor allem synthetischer Stickstoff macht das Gewebe weich und anfällig für Krankheitserreger.</li> <li>Mulchen Sie die Gemüsepflanzen. Blattläuse finden ihre Wirtspflanzen über visuelle Anreize. Mulch verändert den Farbkontrast zwischen Boden und Pflanze, dadurch fliegen weniger Blattläuse die gemulchten Flächen an.</li> </ul> <p><strong>Mit Handarbeit gegen Lausbefall:</strong></p> <ul> <li>Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig, damit sich Läuse nicht massenhaft vermehren.</li> <li>Streifen Sie befallene Triebe mit der Hand ab oder schneiden Sie diese einfach ab.</li> <li>Bei Gehölzen und robusten Stauden können Sie Blattläuse mit einem harten Wasserstrahl entfernen. Steigern Sie den Wasserdruck langsam und vorsichtig.</li> </ul> <p>⁠<strong>Blattlausarten in Obstgehölzen, im Gemüsebau und an Zierpflanzen: </strong>Oft treten an einer Pflanze mehrere unterschiedliche Blattlausarten auf. Zur Orientierung erhalten Sie in der Bildergalerie einen Überblick über wichtige Blattlausarten sowie einige artspezifische Tipps. Für Hobbygärtner*innen ist es allerdings nicht zwingend notwendig, die einzelnen Arten unterscheiden zu können. Die vorbeugenden Maßnahmen und die allgemeinen Strategien zur Befallsminderung treffen weitgehend auf alle Arten gleichermaßen zu.</p> <strong>Galerie: Blattlausarten im Obst, im Gemüse und an Zierpflanzen</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-pfirsichblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_mehlige-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelfaltenlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_gruene-apfelblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_apfelgraslaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_schwarze-kirschenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/3111/bilder/blattlaus_grosse-rosenblattlaus.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blutlaus_10_2009.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/bohne-blattlaus2-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/nasonovia_ribisnigri.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/moehre-wurzelhalsblattlaus1-hoyer.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/gurkeblattlaus1-800x600-hoyer_0.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/blattlaeuse4-slfa-nw-rw.jpg"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/2614/bilder/mehlige_kohlblattlaus_jki_hommes_wk_2010_p1000712.jpg"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pflanzenschutzmittel">Pflanzenschutzmittel</a>⁠ nur im Notfall:</strong>&nbsp;Damit eine Bekämpfung von Blattläusen mit Pflanzenschutzmitteln erfolgreich ist, müssen die Spritzungen genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Häufig sind mehrere Spritzungen innerhalb weniger Wochen notwendig, bei denen sämtliche Pflanzenteile benetzt werden müssen. Trotzdem entwischen manche Läuse, die sich an den Triebspitzen, an Blattunterseiten und Wurzeln verstecken. Einige Pflanzenschutzmittel schaden auch Nützlingen. Wer sie trotzdem verwendet, gefährdet das Gleichgewicht zwischen Schädlingen und ihren natürlichen Feinden. Wer Blattläuse mit Pflanzenschutzmitteln bekämpfen will, muss sich deshalb vorher genau informieren.</p> <ul> <li>Verwenden Sie nur Produkte, die für den Haus- und Kleingarten (HuK) zugelassen und mit der Kennzeichnung „<em>Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig</em>“ versehen sind. In der <a href="https://psm-zulassung.bvl.bund.de/psm/jsp/">Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)</a> können Sie danach suchen.</li> <li>Vergleichsweise umweltverträgliche Wirkstoffe gegen Blattläuse sind z.B. Rapsöl oder Kali-Seife.</li> <li>Beachten Sie genau die Packungsbeilage, zum Schutz der Umwelt und Ihrer eigenen Gesundheit.</li> <li>Behandeln Sie die Pflanzen abends oder an einem bedeckten Tag, da die Tröpfchen wie winzige Linsen wirken und Sonnenbrand an den Pflanzen verursachen können.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Fernseher: Bei Kauf und Gebrauch immer Stromverbrauch beachten

<p> Wie Sie beim Kauf Ihres Fernsehers auch auf die Umwelt achten <ul> <li>Vorsicht Stromfresser! Kaufen Sie einen Fernseher mit möglichst hoher Energieeffizienzklasse – idealerweise Klasse A (siehe EU-Energielabel).</li> <li>So groß wie nötig, so klein wie möglich: Je größer der Bildschirm, desto größer die Stromrechnung.</li> <li>Sofern möglich, reparieren Sie statt neu zu kaufen – die Geräte sind dafür gemacht.</li> <li>Entsorgen Sie Ihr Altgerät sachgerecht bei den kommunalen Sammelstellen oder beim Neukauf über den Händler.</li> </ul> Gewusst wie <p>Seit dem Siegeszug von Flachbildschirmen gehören Fernsehgeräte – neben Kühl- und Gefriergeräten – zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Aus Umweltsicht steht deshalb die Reduktion des Stromverbrauchs beim Fernsehen im Vordergrund. Daneben enthalten Fernsehgeräte wertvolle Rohstoffe wie Edel-, Sondermetalle und Seltene Erden, aber auch Schadstoffe (z.T. Quecksilber, halogenierte Flammschutzmittel). Durch die gesonderte Entsorgung können Wertstoffe wiedergewonnen werden und Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen.</p> <p><strong>Sparsame Fernsehgeräte: </strong>Flachbildschirme sind sparsamer als gleichgroße Röhrenfernseher. Aber weil die Bildschirme größer geworden sind, steigt auch der Stromverbrauch für die Fernsehgeräte. Denn es gilt: Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Ältere und Geräte mit über einem Meter Bildschirm-Diagonale können bei durchschnittlicher Nutzung einen Stromverbrauch von über 200 kWh im Jahr haben. Damit ließen sich zum Beispiel zwei effiziente Kühlschränke betreiben. Aber auch innerhalb gleicher Größen gibt es noch Verbrauchsunterschiede. So die umweltfreundlichste Option LCD-LED-Fernseher (4K, Full-HD). Sie sind in der Regel langlebiger, reparierbar, sowie gut recyclebar undhaben technisch bedingt einen geringeren Stromverbrauch als OLED-, 8K- MicroLED- und die inzwischen nicht mehr produzierten Plasma-Fernseher. Über die Lebenszeit können sich hieraus beträchtliche Unterschiede bei den Stromkosten ergeben.</p> <p><strong>Kennzeichnung: </strong>Seit 2011 müssen Fernsehgeräte mit dem EU-Energieetikett gekennzeichnet werden. Mit Einführung des neuen EU-Energielabels im Jahr 2021 erfolgt die Einordnung auf Basis des Energieverbrauches bzw. der Energieeffizienz in die Klassen A (geringster Verbrauch) bis G (höchster Verbrauch), Klasse A bis C sind also am energieeffizientesten. Besonders bei viel genutzten Geräten spart man Stromkosten und gleichzeitig den eigenen CO2-Fußabdruck. Weiterhin finden Sie auf dem Etikett einen QR-Code, der direkt auf die EU-Produktdatenbank (EPREL) verlinkt, wo weitere Informationen über das betreffende Model, grundsätzlich aber auch aller anderer in der EU gehandelten Modelle, verfügbar sind. Die Datenbank liefert außerdem zusätzliche Informationen über den Verbrauch im Standby-Modus, die Panel-Technologie, das Vorhandensein von Spracherkennung, automatischer Helligkeitsregelung und Raumsensor oder die angebotene Mindestgarantiezeit. Neu ist die Angabe des Energieverbrauches im HDR Modus, da dieser bis zu zwei Mal so viel Energie verbrauchen kann. Ebenso neu ist die Angabe der Bildauflösung neben der Bilddiagonalen, um ähnliche Bildschirme besser miteinander vergleichbar zu machen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/1/bilder/eu-energielabel_tv.jpg"> </a> <strong> EU-Energielabel für Fernsehgeräte </strong> Quelle: Europäische Kommission <p><strong>Reparierbarkeit:</strong> Mit Aktualisierung der im Internet frei zugänglichen Ökodesign-Produktverordnung für Displays (EU 2019/2021) wurden weitere Aspekte zur Verbesserung der Reparierbarkeit definiert. So müssen leicht kaputt gehende Teile eines Bildschirms Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Reparaturbetrieben innerhalb von drei Wochen zur Verfügung gestellt werden, und zwar mindestens sieben Jahre nachdem die Produktion des jeweiligen Modells eingestellt wurde. Gleiches gilt für Reparaturanleitungen und auch Software-Updates. Achten Sie zudem auf eine möglichst lange Herstellergarantie.</p> <p><strong>Richtig entsorgen:</strong> Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung Ihres Fernsehers und anderer Elektroaltgeräte finden Sie in unserem ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>⁠-Umwelttipp&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">"Alte Elektrogeräte richtig entsorgen"</a>.</p> <p><strong>Was Sie noch tun und beachten können:</strong></p> <ul> <li>Die ideale Größe für komfortables Fernsehen ist abhängig von der Entfernung des Betrachters zum Gerät. Die <strong>Bildschirmdiagonale</strong> sollte nur halb so groß sein wie die Entfernung zum Gerät, da sonst die Augen überanstrengt werden.</li> <li>Passen Sie nach dem Kauf, wenn nötig, die <strong>Helligkeit</strong> und das <strong>Kontrastverhältnis</strong> entsprechend Ihrem Aufstellungsort an. Aktivieren Sie, wenn nicht bereits voreingestellt, die automatische Helligkeitsregelung, die das Bild energiesparend herunter dimmt, wenn es im Raum dunkel ist und das menschliche Auge mit einer geringeren Helligkeit zufrieden ist.</li> <li>Die <strong>Integration weiterer Funktionen</strong> (z.B. zweiter Empfänger oder Festplatte) kann den Gesamtenergieverbrauch gegenüber mehreren Einzelgeräten senken.</li> <li>Welche Geräte möchten Sie anschließen, welche Signale empfangen? Achten Sie darauf, dass die von Ihnen benötigten <strong>Schnittstellen</strong> und <strong>Tuner</strong> bereits an Bord sind.</li> <li>Verwenden Sie <strong>Steckdosenleisten mit Schalter</strong>, um Displays komplett auszuschalten, wenn Sie nicht benutzt werden. Obwohl der Standby-Verbrauch gering ist, summiert er sich über das Jahr – nur ganz ausgeschaltet bedeutet keinen Stromverbrauch.</li> <li><strong>Verzichten Sie auf Schnellstartfunktionen</strong> und schalten sie, wenn nicht benötigt, W-Lan und Netzwerkfunktionen ab, da diese einen erhöhten Standby-Verbrauch verursachen.</li> <li>Kaufen Sie sich einen <strong>gebrauchten Fernseher</strong> statt eines neuen Fernsehers: Wenn Sie nicht den technisch letzten Schrei benötigen, bietet die bei Fernsehgeräten hohe Bereitschaft zum Neukauf die Chance auf günstige Schnäppchen.</li> <li><strong>Reparatur</strong> spart Ressourcen und ist oft günstiger als ein Neukauf. Hersteller sind durch die Display-Verordnung (2019/2021) dazu verpflichtet Ersatzteile und Reparaturinformationen verfügbar zu machen – nutzen Sie das zu Ihrem Vorteil.</li> </ul> </p><p> Wie Sie beim Kauf Ihres Fernsehers auch auf die Umwelt achten <ul> <li>Vorsicht Stromfresser! Kaufen Sie einen Fernseher mit möglichst hoher Energieeffizienzklasse – idealerweise Klasse A (siehe EU-Energielabel).</li> <li>So groß wie nötig, so klein wie möglich: Je größer der Bildschirm, desto größer die Stromrechnung.</li> <li>Sofern möglich, reparieren Sie statt neu zu kaufen – die Geräte sind dafür gemacht.</li> <li>Entsorgen Sie Ihr Altgerät sachgerecht bei den kommunalen Sammelstellen oder beim Neukauf über den Händler.</li> </ul> </p><p> Gewusst wie <p>Seit dem Siegeszug von Flachbildschirmen gehören Fernsehgeräte – neben Kühl- und Gefriergeräten – zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Aus Umweltsicht steht deshalb die Reduktion des Stromverbrauchs beim Fernsehen im Vordergrund. Daneben enthalten Fernsehgeräte wertvolle Rohstoffe wie Edel-, Sondermetalle und Seltene Erden, aber auch Schadstoffe (z.T. Quecksilber, halogenierte Flammschutzmittel). Durch die gesonderte Entsorgung können Wertstoffe wiedergewonnen werden und Schadstoffe nicht in die Umwelt gelangen.</p> <p><strong>Sparsame Fernsehgeräte: </strong>Flachbildschirme sind sparsamer als gleichgroße Röhrenfernseher. Aber weil die Bildschirme größer geworden sind, steigt auch der Stromverbrauch für die Fernsehgeräte. Denn es gilt: Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Ältere und Geräte mit über einem Meter Bildschirm-Diagonale können bei durchschnittlicher Nutzung einen Stromverbrauch von über 200 kWh im Jahr haben. Damit ließen sich zum Beispiel zwei effiziente Kühlschränke betreiben. Aber auch innerhalb gleicher Größen gibt es noch Verbrauchsunterschiede. So die umweltfreundlichste Option LCD-LED-Fernseher (4K, Full-HD). Sie sind in der Regel langlebiger, reparierbar, sowie gut recyclebar undhaben technisch bedingt einen geringeren Stromverbrauch als OLED-, 8K- MicroLED- und die inzwischen nicht mehr produzierten Plasma-Fernseher. Über die Lebenszeit können sich hieraus beträchtliche Unterschiede bei den Stromkosten ergeben.</p> <p><strong>Kennzeichnung: </strong>Seit 2011 müssen Fernsehgeräte mit dem EU-Energieetikett gekennzeichnet werden. Mit Einführung des neuen EU-Energielabels im Jahr 2021 erfolgt die Einordnung auf Basis des Energieverbrauches bzw. der Energieeffizienz in die Klassen A (geringster Verbrauch) bis G (höchster Verbrauch), Klasse A bis C sind also am energieeffizientesten. Besonders bei viel genutzten Geräten spart man Stromkosten und gleichzeitig den eigenen CO2-Fußabdruck. Weiterhin finden Sie auf dem Etikett einen QR-Code, der direkt auf die EU-Produktdatenbank (EPREL) verlinkt, wo weitere Informationen über das betreffende Model, grundsätzlich aber auch aller anderer in der EU gehandelten Modelle, verfügbar sind. Die Datenbank liefert außerdem zusätzliche Informationen über den Verbrauch im Standby-Modus, die Panel-Technologie, das Vorhandensein von Spracherkennung, automatischer Helligkeitsregelung und Raumsensor oder die angebotene Mindestgarantiezeit. Neu ist die Angabe des Energieverbrauches im HDR Modus, da dieser bis zu zwei Mal so viel Energie verbrauchen kann. Ebenso neu ist die Angabe der Bildauflösung neben der Bilddiagonalen, um ähnliche Bildschirme besser miteinander vergleichbar zu machen.</p> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/1/bilder/eu-energielabel_tv.jpg"> </a> <strong> EU-Energielabel für Fernsehgeräte </strong> Quelle: Europäische Kommission </p><p> <p><strong>Reparierbarkeit:</strong> Mit Aktualisierung der im Internet frei zugänglichen Ökodesign-Produktverordnung für Displays (EU 2019/2021) wurden weitere Aspekte zur Verbesserung der Reparierbarkeit definiert. So müssen leicht kaputt gehende Teile eines Bildschirms Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Reparaturbetrieben innerhalb von drei Wochen zur Verfügung gestellt werden, und zwar mindestens sieben Jahre nachdem die Produktion des jeweiligen Modells eingestellt wurde. Gleiches gilt für Reparaturanleitungen und auch Software-Updates. Achten Sie zudem auf eine möglichst lange Herstellergarantie.</p> <p><strong>Richtig entsorgen:</strong> Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung Ihres Fernsehers und anderer Elektroaltgeräte finden Sie in unserem ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>⁠-Umwelttipp&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/alte-elektrogeraete-richtig-entsorgen">"Alte Elektrogeräte richtig entsorgen"</a>.</p> <p><strong>Was Sie noch tun und beachten können:</strong></p> <ul> <li>Die ideale Größe für komfortables Fernsehen ist abhängig von der Entfernung des Betrachters zum Gerät. Die <strong>Bildschirmdiagonale</strong> sollte nur halb so groß sein wie die Entfernung zum Gerät, da sonst die Augen überanstrengt werden.</li> <li>Passen Sie nach dem Kauf, wenn nötig, die <strong>Helligkeit</strong> und das <strong>Kontrastverhältnis</strong> entsprechend Ihrem Aufstellungsort an. Aktivieren Sie, wenn nicht bereits voreingestellt, die automatische Helligkeitsregelung, die das Bild energiesparend herunter dimmt, wenn es im Raum dunkel ist und das menschliche Auge mit einer geringeren Helligkeit zufrieden ist.</li> <li>Die <strong>Integration weiterer Funktionen</strong> (z.B. zweiter Empfänger oder Festplatte) kann den Gesamtenergieverbrauch gegenüber mehreren Einzelgeräten senken.</li> <li>Welche Geräte möchten Sie anschließen, welche Signale empfangen? Achten Sie darauf, dass die von Ihnen benötigten <strong>Schnittstellen</strong> und <strong>Tuner</strong> bereits an Bord sind.</li> <li>Verwenden Sie <strong>Steckdosenleisten mit Schalter</strong>, um Displays komplett auszuschalten, wenn Sie nicht benutzt werden. Obwohl der Standby-Verbrauch gering ist, summiert er sich über das Jahr – nur ganz ausgeschaltet bedeutet keinen Stromverbrauch.</li> <li><strong>Verzichten Sie auf Schnellstartfunktionen</strong> und schalten sie, wenn nicht benötigt, W-Lan und Netzwerkfunktionen ab, da diese einen erhöhten Standby-Verbrauch verursachen.</li> <li>Kaufen Sie sich einen <strong>gebrauchten Fernseher</strong> statt eines neuen Fernsehers: Wenn Sie nicht den technisch letzten Schrei benötigen, bietet die bei Fernsehgeräten hohe Bereitschaft zum Neukauf die Chance auf günstige Schnäppchen.</li> <li><strong>Reparatur</strong> spart Ressourcen und ist oft günstiger als ein Neukauf. Hersteller sind durch die Display-Verordnung (2019/2021) dazu verpflichtet Ersatzteile und Reparaturinformationen verfügbar zu machen – nutzen Sie das zu Ihrem Vorteil.</li> </ul> </p><p>Informationen für...</p>

Rohdaten BfG-GNSS-Messnetz

Das BfG-GNSS-Messnetzes besteht aus über 50 GNSS-Stationen im Bereich der Nord- und Ostsee. Primärer Zweck ist die Georeferenzierung von Pegeln der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Die Rohdaten umfassen die kontinuierlichen Beobachtungsdaten der Satellitensysteme GPS, Glonass, Galileo und Beidou. Der Höhenunterschied 'dH1' zwischen dem jeweiligen Referenzpunkt der GNSS-Antenne und den zugehörigen Pegelfestpunkten (PFP) kann dem Sitelog der Permanentstation entnommen werden. Der Sollhöhenunterschied 'dH2' zwischen den Pegelfestpunkten und dem Pegelnullpunkt (PNP) wird durch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt geführt.

'Umweltsendungen im Fernsehen' - Durchfuehrung einer Projektstudie auf der Grundlage einer quantitativen und qualitativen Programmuntersuchung einschliesslich Dokumentation und Verbreitung der Ergebnisse

Erprobung innovativer Formen der Umweltinformationsvermittlung durch den Infokanal im Kabel-TV im lokalen Fernsehen Guestrow

Videofilm und Medienpaket zum Thema 'Umweltschutz im Krankenhaus'

In einem Videofilm mit ergaenzenden Begleittexten werden praxisbezogen erfolgreiche Konzepte, Massnahmen, Analysen und Reflexionen ueber Umweltbewaeltigungen; persoenliche Erfolge in Arbeitsbereichen, die Identitaet schaffen; Fachliteratur und Personen vorgestellt. In Form einer Bestandsaufnahme wird ein in Krankenhaeusern stattfindender Umweltschutz vorgestellt, der verbreitungswuerdig ist. Was die Dramaturgie und Gestaltung des Medienprojektes betrifft, wird den Sehgewohnheiten des Fernsehens Rechnung getragen. Obwohl von den Krankenhausgesellschaften in den Laendern initiierte Umweltarbeitskreise erfolgreich operieren, fehlt im Krankenhauswesen ein zentraler Ansprechpartner, mit dem man sich auf ein derartiges Projekt haette verstaendigen koennte. Das erschwert den Zugang zu praxisnahen Informationen ungemein, macht eine Projektrecherche zu einer zeitraubenden Angelegenheit. Deshalb sind Partnerschaften mit Interessengruppen sinnvoll, die eine Kooperation zwischen Medien- und Fachkompetenz ermoeglichen. Und was nicht unterschaetzt werden darf, dies macht den oekologischen Wandel zur eigenen Sache. Damit wird die Plattform fuer einen notwendigen Informationstransfer geschaffen, der auf die Praxis abgestimmt, Orientierung und Vergleichsmoeglichkeiten anbietet. Das Ergebnis der Projektrecherche insgesamt gesehen ist: in Kliniken hat sich, trotz Deckelung durch das Krankenhausstrukturgesetz, bereits auf hohem Niveau teilweise ein oekologischer Wandel vollzogen, der verbreitungswuerdig ist. Zum Beispiel ist dies beim Energieverbrauch der Fall. Auch wenn dieser nur etwa 4,5 bis 6 Prozent der Gesamtbetriebskosten ausmacht, so koennten in Deutschen Krankenhaeusern immerhin noch etwa zwei Milliarden D-Mark eingespart werden. Greifbare Zahlen, die fuer das Pilotprojektes Die Energiesparer sprechen. Dafuer wurde mit der Fachvereinigung Krankenhaustechnik eine Kooperation vereinbart, deren Mitglieder bereits eine Energiekultur praktizieren, die geforderte umweltpolitische Ziele laengst einloesen oder diese teilweise weit uebertreffen. Das Projekt in Progress befindet sich noch in der Herstellungsphase. Weitere Mediendienstleistungen sind vorgesehen.

Neue Formen der Umweltkommunikation im Kinderfernsehen - Teil 8 2004

Neue Formen der Umweltkommunikationen im Kinderfernsehen: Teil 3 - 2001

Neue Formen der Umweltkommunikationen im Kinderfernsehen Teil 4 2001

Bioökonomie International 2024: PRACTICE - Pflanzenvirus-Nanopartikel als biokompatibles Trägersystem für siRNA zur selektiven Schädlingsbekämpfung

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