Bei den Probenahmen mit Netzunabhängigen Probenahmesystemen (NUPS) handelt es sich um ein Messverfahren für die Langzeiterfassung von Ruß auf Sammelfiltern, wobei keine Vorabscheidung von Partikeln erfolgt. Die Vorteile des Messverfahrens sind die geringen Anschaffungs- und Betriebskosten sowie, dass die NUPS batteriebetrieben und somit stromunabhängig sind. Die Probenahmesysteme werden, möglichst an Lichtmasten in etwa 3 m Höhe angebracht. Bei der Probenahme werden die Staub- und Rußpartikel aus der Umgebungsluft auf einem Quarzfilter abgeschieden. Der Wechsel der Quarzfilter erfolgt aller 14 Tage (26 Messwerte pro Messstandort und Jahr). Die Analytik der NUPS-Sammelfilter erfolgt mit einem "Rußfilteranalysator OT21". Das Gerät nutzt für die Messung der Lichtabsorption aufgrund der Aerosolbeladung auf dem Filter zwei Wellenlängen (880 und 370 nm). Die Lichtabsorptionsmessung bei 880 nm Wellenlänge wird als Ruß oder BC interpretiert. Die Messung bei 370 nm Wellenlänge bestimmt die UVPM (UV-Absorbing Particulate Matter), welche als Indikator für aromatische organische Verbindungen (z. B. aus Zigarettenrauch, Holz- und Biomasseverbrennung, etc.) in abgeschiedenen Partikeln und Aerosolen interpretiert werden. zurück
Umwelt, Gesundheit und soziale Lage Der soziale Status entscheidet mit darüber, ob und in welchem Umfang Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Umweltschadstoffe belastet sind. Sozial schlechter gestellte Menschen sind von Umweltproblemen oftmals stärker betroffen als sozial besser Gestellte. Sozial und gesundheitlich benachteiligt Bildung, Einkommen und Faktoren wie der Migrationshintergrund beeinflussen die Wohnbedingungen und Lebensstile sowie die damit verbundenen Gesundheitsrisiken der Menschen. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Untersuchungen wie die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit (GerES) , die das Umweltbundesamt seit dem Jahr 1985 durchführt. Diese Studien zeigen, dass sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den meisten Fällen häufiger und stärker von Umweltproblemen betroffen sind als sozial besser Gestellte. Sie verfügen meist auch nicht über das Einkommen und die Bildung, um solche Belastungen zu vermeiden. In einigen Fällen sind aber auch sozial besser Gestellte höher belastet. Beispielsweise fühlten sich in Deutschland nach den Ergebnissen der bundesweit repräsentativen Umweltbewusstseinsstudie von 2016 rund 40 % der Befragten durch Umweltprobleme gesundheitlich „sehr stark“ oder „stark“ belastet. Dabei nahmen Befragte mit niedrigem Sozialstatus subjektiv deutlich häufiger umweltbedingte Gesundheitsbelastungen wahr als Befragte mit hohem Sozialstatus. Das galt insbesondere für Plastikpartikel in Trinkwasser und Lebensmitteln, Folgen des Klimawandels (z. B. Hitzeperioden, Überschwemmungen), Schadstoffe in Trinkwasser und Lebensmitteln sowie Luftschadstoffe ( BMUB/UBA 2017 ). Im Jahr 2019 sah sich in Deutschland mit 29,2 % ein größerer Anteil von armutsgefährdeten Personen Umweltverschmutzung, Schmutz und sonstigen Umweltproblemen ausgesetzt als nicht armutsgefährdete Personen mit 24,5 %. Umweltbedingte Mehrfachbelastungen Für das Land Berlin wurde ein „Umweltgerechtigkeitsmonitoring“ entwickelt, das über die sozialräumliche Verteilung gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen und -ressourcen Auskunft gibt. Aktuelle Daten zeigen, dass es in der Stadt viele Gebiete gibt, die gleichzeitig Lärm- und Luftbelastungen aufweisen, einen Mangel an Grünflächen besitzen und eine hohe soziale Problemdichte (u. a. eine hohe Arbeitslosigkeit) haben und damit mehrfach belastet sind ( SenUVK 2019 ). In einer Studie in Dortmund wurden im nördlichen Teil der Stadt zahlreiche „Hotspots“ identifiziert, in denen es gleichzeitig eine hohe soziale Verwundbarkeit (u.a. mit einer hohen Anzahl an Transferleistungsempfänger*innen und Menschen mit Migrationshintergrund) und umweltbedingte Mehrfachbelastungen gibt. In den „Hotspots“ konzentrierten sich hohe Feinstaub ( PM10 )-, Stickstoffdioxid (NO 2 )- und Lärmbelastungen sowie eine große Entfernung zu Grünflächen ( Shrestha et al. 2016 ). Belastungen durch Straßenverkehr Menschen mit einem niedrigen sozialen Status sind in Deutschland öfter verkehrs- und industriebedingten Luftschadstoffen ausgesetzt als Menschen mit einem hohen Sozialstatus. Sie fühlen sich auch häufiger durch äußere Umwelteinflüsse belästigt. Drei Beispiele: Die Auswertung der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen IV (GerES IV), die das Umweltbundesamt in den Jahren 2003 bis 2006 durchführte, ergab, dass nach Angaben der Eltern, 3- bis 14-jährige Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus häufiger an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraßen wohnen als Kinder aus Familien mit mittlerem und hohem Sozialstatus (siehe Abb. „Wohnlage von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus“). Die Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) , die das Robert Koch-Institut ( RKI ) von 2008 bis 2011 durchgeführt hat, zeigen ebenfalls eine stärkere Straßenverkehrsbelastung bei Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status. Demnach berichteten 28,3 % der Befragten mit niedrigem Sozialstatus davon, an einer stark oder extrem stark befahrenen Straße zu wohnen, doch nur 14,8 % der oberen Statusgruppe ( Laußmann et al. 2013 ). Daten der Schulanfängerstudie Sachsen-Anhalt, die von 1991 bis 2009 erhoben wurden, weisen auf mögliche Auswirkungen solcher Wohnlagen auf die Gesundheit hin: So stand das Auftreten von Krankheiten wie Bronchitis, Lungenentzündung und Nasennebenhöhlenentzündung bei Kindern nachweislich mit einem erhöhten Autoverkehr in benachteiligten Wohnlagen in Zusammenhang. Je weiter der Kindergarten von einer verkehrsreichen Straße entfernt lag, desto niedriger war auch die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder an einer dieser Krankheiten erkrankten. Weiterhin ergaben sich Zusammenhänge mit der sozialen Situation der Kinder: Kamen sie aus Familien mit einem niedrigeren Sozialstatus, lebten sie näher an verkehrsreichen Straßen und erwiesen sich als anfälliger für Erkältungskrankheiten ( Gottschalk et al. 2011 ). Lärmbelästigung und Lärmbelastung Menschen mit niedrigem sozialen Status sind sowohl subjektiv als auch objektiv mehr Lärm und insbesondere Straßenverkehrslärm im Wohnumfeld ausgesetzt als Menschen mit höherem Status. Fünf Beispiele: Die Auswertung der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen IV (GerES IV) zeigte, dass sich Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus durch Straßenverkehrslärm tagsüber häufiger belästigt fühlen als Kinder aus Familien mit höherem Sozialstatus. Im Jahr 2019 fühlten sich armutsgefährdete Menschen mit rund 33 % häufiger als nicht armutsgefährdete Menschen (rund 25 %) von Lärm durch Nachbarn oder von der Straße belästigt ( Eurostat 2021 ). Die Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) des Robert Koch-Instituts ( RKI ) aus dem Jahr 2012 zeigt, dass sich Personen mit niedrigem sozioökonomischen Status stärker von Lärm durch Nachbarn, Straßen- oder Schienenverkehr belästigt fühlen als Personen mit hohem sozioökonomischen Status (Niemann et al. 2014). Ergebnisse einer regionalen Erhebung in Frankfurt a. M. aus dem Jahr 2014 zeigen zudem, dass sich Familien mit einem niedrigen Sozialstatus häufiger durch Lärm belästigt fühlen als Familien, die einen höheren Sozialstatus aufweisen ( Schade 2014 ). Von Szombarthely et al. 2018 fanden für Hamburg heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, in Gebieten mit einer höheren Lärmbelastung zu wohnen, für Haushalte mit niedrigerem Einkommen signifikant höher ist als für Haushalte mit höherem Einkommen. Zugang zu Grünräumen Bundesweit repräsentative und regionale Studien zur sozialräumlichen Verteilung von Umweltressourcen in Deutschland zeigen, dass Menschen mit geringeren Einkommen und niedrigem Bildungsniveau häufig einen schlechteren Zugang zu Umweltressourcen wie Grün- und Freiflächen haben: Eine aktuelle Auswertung der Daten der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen 2014-2017 (GerES V) zeigt, dass Kinder und Jugendliche mit niedrigem Sozialstatus in Städten mit mehr als 20.000 Einwohner*innen länger brauchen, um zu Fuß von zu Hause eine öffentliche Grünfläche zu erreichen als Kinder und Jugendliche mit hohem Sozialstatus ( Rehling et al. 2021 ). Mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und des European Urban Atlas (EUA) fanden Wüstemann et al. 2017 für Gesamtdeutschland einen positiven Zusammenhang zwischen individuellem Einkommen, individueller Bildung und der Anzahl zugänglicher Grünflächen in der Wohnumgebung. Befragte der höchsten Einkommensgruppe hatten beispielsweise mehr nahegelegene Grünfläche zur Verfügung als die der niedrigsten Einkommensgruppe. Ergebnisse des Berliner „Umweltgerechtigkeitsmonitoring“ weisen darauf hin, dass sozial benachteiligte Stadtquartiere in Berlin häufiger über eine überdurchschnittlich schlechte Freiraumversorgung verfügen (vgl. Integrierte Mehrfachbelastungskarten ). Für die Stadt München zeigten Schüle et al. 2017 , dass ein niedriger sozioökonomischer Status einer Nachbarschaft (u. a. Anteil von Haushalten mit geringer Bildung und niedrigem Berufsstatus) mit einer geringeren Verfügbarkeit von Grünflächen in der Nachbarschaft assoziiert ist. Innenraumbelastungen In Innenräumen ist die Situation komplexer. Die Qualität der Innenraumluft ist von vielen Faktoren abhängig, unter anderem von der Wohnungseinrichtung und dem Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. Drei Beispiele aus der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen IV (GerES IV) des Umweltbundesamtes: Stichwort Benzol: Die Luft in Kinderzimmern von sozial schlecht gestellten Familien enthielt im Schnitt mehr Benzol pro Kubikmeter (m³) als die Luft in Kinderzimmern von Familien mit mittlerem und hohem Sozialstatus. Benzol ist krebserzeugend und kommt beispielsweise in Innenräumen vor, wenn Tabak geraucht wird (siehe Abb. „Benzol in der Luft des Kinderzimmers von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus“). Stichwort Passivrauchen: Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus waren deutlich häufiger Tabakrauch ausgesetzt als Kinder aus besser gestellten Familien (siehe Abb. „Raucher im Haushalt von 3-14-jährigen nicht rauchenden Kindern nach Sozialstatus“). Stichwort α-Pinen: Die Luft der Kinderzimmer von Familien mit hohem Sozialstatus ist stärker mit α-Pinen belastet. Das ist eine natürlich vorkommende Chemikalie, die aus Holz ausgast und vor allem bei Kindern die Atemwege und die Augen reizen kann (siehe Abb. „α-Pinen in der Luft des Kinderzimmers von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus“). Raucher im Haushalt von 3-14-jährigen nicht rauchenden Kindern nach Sozialstatus Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Benzol in der Luft des Kinderzimmers von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten α-Pinen in der Luft des Kinderzimmers von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Schadstoffe im Menschen Die Belastung durch Umweltschadstoffe ergibt ein uneinheitliches Bild, wie zwei Beispiele aus der Deutschen Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen IV (GerES IV) und GerES V zeigen: Stichwort Blei: Kinder mit einem niedrigen Sozialstatus haben im Mittel eine höhere Bleikonzentration im Blut als Kinder mit mittlerem oder hohem Sozialstatus (siehe Abb. „Blei im Blut von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus“). Das Schwermetall Blei kann bereits bei einer geringen Konzentration die Reifung des kindlichen Nervensystems beeinträchtigen. Stichwort polychlorierte Biphenyle ( PCB ): Das Blut der Kinder mit höherem Sozialstatus ist höher mit PCB belastet als das Blut von Kindern mit niedrigem Sozialstatus (siehe Abb. „Polychlorierte Biphenyle (PCB) im Blut von 3-17-Jährigen nach Sozialstatus“) ( Bandow et al. 2020 ). Der Grund hierfür ist das unterschiedliche Stillverhalten (die Stoffe werden beim Stillen mit der Muttermilch an das Kind weitergegeben). Der Anteil stillender Mütter ist in der oberen Sozialstatusgruppe am höchsten und die Stilldauer ist in dieser Gruppe am längsten. Zudem sind die Mütter mit hohem Sozialstatus tendenziell älter und haben daher im Laufe ihres Lebens bereits mehr PCB im Körper akkumuliert. Chlororganische Substanzen wie PCB werden vor allem über Lebensmittel tierischer Herkunft aufgenommen und können das Immunsystem sowie das Nervensystem schädigen. Blei im Blut von 3-14-Jährigen nach Sozialstatus Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Polychlorierte Biphenyle (PCB) im Blut von 7-14-Jährigen nach Sozialstatus Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Umweltassoziierte Erkrankungen Auch bei den umweltassoziierten Erkrankungen zeigt sich ein differenziertes Bild in Abhängigkeit vom sozialen Status: Im bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS Welle 1) des Robert Koch-Instituts ( RKI ) wurde in den Jahren 2009 bis 2012 u.a. die Verbreitung von Allergien bei Kindern im Alter von 0-17 Jahren untersucht. Danach berichteten Eltern mit hohem Sozialstatus häufiger eine jemals erhaltene Arztdiagnose an Neurodermitis als Eltern mit niedrigem oder mittlerem Sozialstatus ( Schmitz et al. 2014 ). Bei Erwachsenen mit hohem Sozialstatus treten allergische Erkrankungen wie z. B. Heuschnupfen, Neurodermitis, Kontaktekzem oder Asthma bronchiale insgesamt häufiger auf als bei Erwachsenen mit niedrigem oder mittlerem sozioökonomischen Status. Die Daten der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) der Jahre 2008 bis 2011 konnten dieses Phänomen insbesondere für Frauen aufzeigen ( Langen et al. 2013 ). Die Verbesserung der Datenbasis über die soziale Verteilung von Umweltbelastungen und deren gesundheitliche Auswirkungen ist eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. Die Verknüpfung von Umwelt-, Gesundheits- und Sozialberichterstattung ist ein Aufgabenfeld, das stärker verfolgt werden muss. Aussagekräftige Daten bilden die Grundlage, auf der sich umweltpolitische, verkehrsplanerische und verbraucherbezogene Maßnahmen gezielter planen und umsetzen lassen. Tipps zum Weiterlesen: Bolte, G., Bunge, C., Hornberg, C., Köckler, H. (2018): Umweltgerechtigkeit als Ansatz zur Verringerung sozialer Ungleichheiten bei Umwelt und Gesundheit. Bundesgesundheitsblatt, 61. Jg. (6): 674–683. Bolte, G., Bunge, C., Hornberg, C., Köckler, H., Mielck, A. (Hrsg.) (2012): Umweltgerechtigkeit. Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit: Konzepte, Datenlage und Handlungsperspektiven. Hans Huber Verlag, Bern. Rehling, J., Bunge, C. (2020): Umweltgerechtigkeit in Städten. Empirische Befunde und Strategen für mehr gesundheitliche Chancengleichheit. Informationen zur Raumentwicklung (IzR) 47 (1). Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) Berlin (Hrsg.) (2019): Basisbericht Umweltgerechtigkeit. Grundlagen für die sozialräumliche Umweltpolitik. Berlin.
Ultrafeine Partikel (UFP) sind als Partikel mit einem Durchmesser kleiner als 100 Nanometer definiert. Aufgrund ihrer toxikologischen Eigenschaften stellen sie ein ungebrochen aktuelles Thema in der Luftreinhaltung dar. Diese Arbeit stellt die wichtigsten Grundlagen zu UFP in der Umwelt zusammen und schafft einen Überblick über Messtechniken und vorhandene Messdaten. Hierbei liegen die Schwerpunkte auf der Innenraumluft und der Außenluft. Inzwischen stehen eine Reihe standardisierter Messverfahren für UFP zur Verfügung. Zukünftige messtechnische Entwicklungen sind jedoch notwendig, um mehr personenbezogene bzw. flächenhafte Daten von UFP zu gewinnen. Mit dem German Ultrafine Aerosol Network (GUAN) besteht seit 2009 ein kooperatives Messnetz für die Außenluft, aus dem Mittelwerte, räumliche Schwankungen und zeitliche Trends für UFP abgeleitet werden konnten. Für den Innenraum werden Ergebnisse aus zwei neuen Studien vorgestellt: Die Innenraum-/Außenluftstudie des Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS), sowie die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (GerES V). Aus beiden Studien wird klar, dass auch die Partikelanzahlkonzentration im Innenraum großen Schwankungen unterliegen kann, und dass Innenraumquellen, wie Feuerquellen, Kerzenabbrand, Tabakrauch und Kochaktivitäten, zu erhöhten UFP-Konzentrationen beitragen. Aus zweijährigen Messungen in 40 Wohnungen konnten jedoch keine Anzeichen abgeleitet werden, dass die UFP-Belastung im Innenraum systematisch höher wäre als in der Außenluft. Generell fehlt es momentan an einer belastbaren Dosis-Wirkungs-Beziehung für UFP sowohl im Innenraum als auch in der Außenluft. Daraus ergibt sich für die kommenden Jahre der Auftrag an die Wissenschaft, gezielte Studien zur Erforschung der gesundheitlichen Wirkungen von UFP aus der Umwelt durchzuführen. Quelle: Vorkommen und Quellen ultrafeiner Partikel im Innenraum und in der Außenluft - aktueller Kenntnisstand / W. Birmili [und neun weitere]. - 1 Onlineressource (Seiten 33-43). In: Gefahrstoffe, Reinhaltung der Luft / Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit. - 80 (2020), Heft 1-2, Seite 33
REACH-Kandidatenliste erweitert, Änderung für Bisphenol A Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat am 15.1.2018 die REACH-Kandidatenliste um sieben besonders besorgniserregende Stoffe erweitert und den Eintrag für Bisphenol A (BPA) aktualisiert. BPA ist nun zusätzlich zu seinen reproduktionstoxischen Wirkungen als besonders besorgniserregend wegen seiner schädlichen Wirkungen auf das Hormonsystem von Menschen und Umweltorganismen identifiziert. Was bedeutet die Aufnahme von Stoffen in die REACH -Kandidatenliste? Nach der Europäischen Chemikalienverordnung REACH müssen so genannte besorgniserregende Stoffe (auch nachträglich) für den Markt in der Europäischen Union von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) zugelassen werden. Bei den besonders besorgniserregenden Stoffen (auch SVHC für "Substances of very high concern" genannt) handelt sich um Stoffe, die zum Beispiel krebserregend sind, sich auf das Hormonsystem auswirken oder sich in der Umwelt anreichern. Die Identifizierung und Aufnahme in die REACH-Kandidatenliste ist ein mehrstufiger Prozess in dem mehrere Faktoren für die Beurteilung und Identifizierung herangezogen werden (siehe Links zu den weiterführenden Informationen). Aus der Kandidatenliste priorisiert die EU-Kommission Stoffe für die Zulassungspflicht. Es wird ein Datum festgelegt, ab dem diese Stoffe nur noch in Bereichen verwendet werden dürfen, für die die ECHA eine Zulassung erteilt hat. Eine Zulassung ist zeitlich befristet. Das Ziel ist, diese Stoffe durch weniger besorgniserregende Stoffe zu ersetzen. Die aktuelle REACH-Kandidatenliste enthält 181 Stoffe (Stand 15.1.2018) Welche sieben Stoffe wurden neu in die REACH-Kandidatenliste aufgenommen, warum und wo werden sie derzeit eingesetzt? Chrysen (1,2-Benzophenanthren; CAS-Nr.: 218-01-9) Chrysen wird nicht absichtlich hergestellt, sondern es tritt als Bestandteil oder Verunreinigung in anderen Substanzen auf (z.B. im Stein- und Braunkohlenteer oder im Tabakrauch). Es zeigt im UV-Licht starke Fluoreszenz und wird zur Herstellung von UV-Filtern, Sensibilisatoren und Farbstoffen verwendet. Chrysen ist krebserzeugend und ein PBT - und vPvB Stoff ((PBT = persistent, bioaccumulative and toxic; vPvB = very persistent and very bioaccumulative). Benz[a]anthracen (Tetraphen; CAS-Nr.: 56-55-3) Benz[a]anthracen zählt zu den polycyclischen Kohlenwasserstoffen und besteht aus 4 miteinander verbundenen Sechserringen. Die Substanz kommt im Steinkohlenteer vor und entsteht bei unvollständiger Verbrennung. Es findet sich in gegrilltem Fleisch, Tabakrauch, Auto- und Industrieabgasen. Benz[a]anthracen ist krebserzeugend und zeigt PBT- und vPvB – Eigenschaften. Cadmiumnitrat (CAS-Nr.: 10325-94-7) Cadmiumnitrat ist eine weiße hygroskopische (wasseranziehende) Substanz und wird für die Herstellung von Glas, Porzellan, Keramikprodukten, Akkumulatoren und in Laborchemikalien verwendet. Cadmiumhydroxid (CAS-Nr.: 21041-95-2) Cadmiumhydroxid ist ein weißer, kristalliner Feststoff und wird für die Herstellung von elektrischen, elektronischen und optischen Geräten, für Akkumulatoren und in Laborchemikalien verwendet. Cadmiumcarbonat (CAS-Nr.: 513-78-0) Cadmiumcarbonat ist ein weißer geruchloser Feststoff, der als pH-Regulator und in Wasseraufbereitungsprodukten, Laborchemikalien, Kosmetika und Körperpflegeprodukten und als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Pigmenten (Cadmiumrot, Cadmiumgelb) verwendet wird. Alle drei genannten Cadmiumverbindungen sind krebserzeugend, mutagen und zeigen eine spezifische Zielorgantoxizität (Nieren, Knochen) nach wiederholter Exposition . Dechloran Plus (Dechloran A; CAS-Nr.: 13560-89-9) und alle seine Isomere Dechloran Plus ist ein geruchloses weißes Pulver welches als nicht plastifizierendes Flammschutzmittel in Kleb- und Dichtstoffen sowie in Bindemitteln eingesetzt wird. Dechloran Plus ist eine Substanz mit vPvB-Eigenschaften. Reaktionsprodukte von 1,3,4-Thiadiazolidin-2,5-dithion, Formaldehyd und 4-Heptylphenol , verzweigt und linear (RP-HP) [mit ≥ 0,1 Gew .-% 4-Heptylphenol, verzweigt und linear] Die bei dieser Reaktion entstehenden Stoffgemische werden als Zusatz in Schmiermitteln und Fetten verwendet. Sie sind endokrine Disruptoren (siehe unten) für die Umwelt aufgrund ihres Gehalts an Heptylhpenol, verzweigt und linear. Wie wird Bisphenol A jetzt eingeschätzt? Bisphenol A (BPA; 4,4’-isopropylidenediphenol; CAS-Nr: 80-05-7) steht bereits seit Anfang 2017 auf der REACH-Kandidatenliste. Neu ist die zusätzliche Identifizierung (auf Vorschlag von Deutschland) als endokriner Disruptor in der Umwelt. Endokrine Disruptoren sind Substanzen mit schädlichen Wirkungen auf das Hormonsystem von Menschen und Umweltorganismen. So reduzieren sie zum Beispiel die Fortpflanzungsfähigkeit auch von Tieren in der Umwelt. Sie stehen oft auch unter dem Verdacht, die Entstehung bestimmter Tumore zu fördern oder die Entwicklung des menschlichen Organismus zu stören. BPA wird zur Herstellung von Polycarbonat, als Härter für Epoxidharze, als Antioxidationsmittel für die Verarbeitung von PVC und in der Thermopapierherstellung verwendet. Für die Verwendung in Thermopapier (zum Beispiel für Kassenbons und Bahntickets aus Ticketautomaten) wird es ab 2020 ein EU-weites Verbot geben. Die Gefahrstoffschnellauskunft Mehr Informationen über diese und andere besonders besorgniserregende Stoffe erhalten Sie in der Gefahrstoffschnellauskunft. Sie ist Teil der Chemiedatenbank GSBL (Gemeinsamen zentraler Stoffdatenpool Bund / Länder). Sie kann von öffentlich-rechtlichen Institutionen des Bundes und einiger Länder sowie von Institutionen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, genutzt werden. Das sind unter anderem Feuerwehr, Polizei oder andere Einsatzkräfte. Für die allgemeine Öffentlichkeit steht ein Datenbestand unter www.gsbl.de bereit. Dieser frei recherchierbare Datenbestand informiert Sie über die gefährlichen Eigenschaften und über die wichtigsten rechtlichen Regelungen von chemischen Stoffen.
Quecksilberbelastung steigt mit Fischkonsum In Europa gibt es große Unterschiede in der Schadstoffbelastung. Das ergab eine erste europaweite Vergleichsstudie. Dabei wurden insgesamt 1.844 Mütter und ihre Kinder aus 17 europäischen Ländern auf Quecksilber, Cadmium, Cotinin und verschiedene Phthalate untersucht. Die gemessenen Werte fallen zwischen den Ländern weit auseinander, teilweise um das 40-fache. Dies hängt mit Unterschieden in Umwelt, Ernährung und Lebensführung zusammen. Weil die Zahl der untersuchten Personen klein war, sind die gemessenen Werte nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragbar. Insgesamt zeigen die Ergebnisse aber, dass in Europa und auch in Deutschland die Belastung der Menschen mit Schadstoffen weiter beobachtet und verringert werden muss. Grundlage für die Messungen war ein einheitliches europäisches Forschungskonzept zum Human-Biomonitoring, das im Rahmen der Forschungsverbünde COPHES und DEMOCOPHES entwickelt wurde. Mit Human-Biomonitoring werden Schadstoffe im menschlichen Körper gemessen. Die Quecksilberwerte variierten am stärksten zwischen den einzelnen Ländern. Je größer der Fischkonsum in einem Land ist, desto höher fielen diese Werte aus. Die in Deutschland gemessenen Werte lagen unter dem europaweiten Durchschnitt von 0,145 Mikrogramm pro Gramm Haar für Kinder und 0,225 Mikrogramm pro Gramm Haar bei Müttern: Sie betrugen 0,055 Mikrogramm für Kinder und 0,113 Mikrogramm für Mütter. Auch die Cotinin-Werte, die angeben, wie hoch ein Mensch mit Tabakrauch oder durch Passivrauchen belastet ist, variieren deutlich. Dabei ist die Höhe der Quecksilber- und der Cotininbelastung der Mütter eng mit der ihrer Kinder verbunden. Offenbar werden beide aus ähnlichen Quellen belastet, z.B. durch ihre Ernährung oder ihre Lebensumgebung. Die Belastung mit dem giftigen Schwermetall Cadmium steigt mit dem Alter; auch Tabakrauchen erhöht die Cadmiumbelastung. In Europa, wie auch in Deutschland, fanden sich immer noch Mütter und Kinder, deren Belastung mit zumindest einem Stoff so hoch war, dass nach Einschätzung der Human-Biomonitoring-Kommission beim Umweltbundesamt ( UBA ) gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden können: in Deutschland waren das 3,4 % der teilnehmenden Mütter und 2,5 % der Kinder, die stärker mit Cadmium bzw. Phthalaten belastet sind als angestrebt. Die Daten zur Phthalatbelastung erwecken den Anschein, dass die mittlere Belastung von Kindern seit dem Kinder-Umwelt-Survey zurückgegangen ist. 1,7 % der Kinder weisen das Phthalat DEHP allerdings in gesundheitlich bedenklicher Höhe auf. Insgesamt nahmen an der Studie in Deutschland 120 Mütter und ihre 6 bis 11-jährigen Kinder teil. In Deutschland lagen die Werte für Quecksilber genauso wie der Fischkonsum unterhalb des europäischen Mittels. Auch die Cotininbelastung war im europäischen Vergleich gering. Dennoch muss der Schutz von Kindern vor Passivrauch weiter verbessert werden, weil immer noch fast die Hälfte der Kinder außerhalb der häuslichen Wohnung mit Passivrauch belastet wurden. Die Cadmiumbelastung war unerwartet hoch. Dem geht das Umweltbundesamt in weiteren Untersuchungen nach. Das UBA wird sich weiter an der Harmonisierung des europaweiten Human-Biomonitoring (HBM) beteiligen, nicht zuletzt um die EU-weite Chemikalienregulierung durch bestmögliche Belastungsdaten zu unterstützen und den Schutz aller Menschen in Europa vor umweltbedingten Gesundheitsgefahren auszubauen. Mit HBM werden chemische Umweltbelastungen untersucht, Belastungsquellen identifiziert und auf ihre Bedeutung für die Gesundheit bewertet. Nach einer toxikologisch-gesundheitlichen Bewertung können aus diesen Daten rechtliche Regelungen zur Vermeidung von Schadstoffbelastungen abgeleitet und die Abnahme der Belastung kontrolliert werden. Ziel der ersten europaweiten HBM-Pilotstudie DEMOCOPHES war es, durch einheitliche Vorgaben und Richtlinien vergleichbare Daten zur Schadstoffbelastung in europäischen Ländern zu erhalten und die Machbarkeit eines einheitlichen Human-Biomonitorings in Europa zu demonstrieren. Um die Schadstoffbelastung der Bürgerinnen und Bürger künftig europaweit vergleichbar zu messen, entwickelten Fachleute aus 27 europäischen Ländern im Projekt COPHES ein einheitliches Untersuchungskonzept. Im Schwesterprojekt DEMOCOPHES wurde dieses Konzept erstmals europaweit getestet: von September bis Dezember 2011 wurde gleichzeitig in 17 europäischen Ländern die Schadstoffbelastung mit Quecksilber, Cadmium, Cotinin und Phthalate in Haar- und Urinproben von jeweils 120-Mutter-Kind-Paaren in einer städtischen und einer ländlichen Region gemessen. Die Kinder waren 6 bis 11 Jahre alt, die Mütter nicht älter als 45 Jahre. Die Schadstoffe wurden aufgrund ihrer schädlichen Wirkung ausgewählt und weil es für sie gesundheitlich basierte Bewertungsmaßstäbe gibt. Deutschland nahm unter der Leitung des UBA teil. Die Messergebnisse der anderen Länder werden bis Ende Januar 2013 veröffentlicht. Erst dann ist ein umfassender Vergleich aller Länderdaten möglich. COPHES: Consortium to Perform Human Biomonitoring on a European Scale. COPHES wurde aus dem 7ten Forschungsrahmen-Programm der EU (DG Research - No. 244237) gefördert. DEMOCOPHES: Demonstration of a study to coordinate and perform human biomonitoring on a European Scale. DEMOCOPHES wurde durch LIFE+ 2009 (DG Environment - LIFE09 ENV/BE/000410) und in Deutschland zusätzlich durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (FKZ 3709 62 210) gefördert.
Sozial Schwächere leiden oft stärker unter Umweltproblemen Wer arm ist, lebt häufiger in einer Umwelt, die krank machen kann. Das belegen sozial- und umweltepidemiologische Studien: Sozial Schwächere wohnen in Deutschland beispielsweise häufiger an stark befahrenen Haupt- oder Durchgangsstraßen und sind Lärm und Abgasen so stärker ausgesetzt als sozial besser gestellte Menschen. Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislaufstörungen und Schlafstörungen können mögliche Folgen sein. „In Deutschland entscheidet der soziale Status mit darüber, ob und wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter Lärm oder Umweltschadstoffen leiden. Bildung oder Einkommen beeinflussen die Wohnbedingungen, Lebensstile und damit die Gesundheitsrisiken der Menschen. Sozial Schwächere sind von Umweltproblemen vielfach stärker betroffen - das muss sich ändern”, sagte der Vizepräsident des Umweltbundesamtes (UBA) Dr. Thomas Holzmann anlässlich der Veröffentlichung des aktuellen „UMID: Umwelt und Mensch - Informationsdienstes” (UMID). Der neue UMID behandelt das Thema „Umweltgerechtigkeit - Umwelt, Gesundheit und soziale Lage”. Bereits im vergangenen Jahr stellte das UBA Ergebnisse seines Kinder-Umwelt-Surveys (2003-2006) vor und wies auf die ungleiche soziale Verteilung der Umweltbelastungen in Deutschland hin: 3- bis 14-jährige Kinder aus sozial schwächeren Familien sind unter anderem stärker mit Tabakrauch und Blei belastet. Allerdings tragen Kinder aus sozial besser gestellten Familien unter anderem eine höhere Last an chlororganischen Verbindungen in sich; zum Beispiel polychlorierte Biphenyle ( PCB ) und Dichlordiphenyldichlorethylen ( DDE ). Die Daten des KUS lieferten erstmals repräsentative Aussagen über die Schadstoffbelastung der Kinder in Deutschland. Die aktuelle UMID-Themenausgabe „Umweltgerechtigkeit - Umwelt, Gesundheit und soziale Lage” widmet sich nun ausführlich diesem in Deutschland noch neuen Forschungsfeld. Die soziale (Ungleich-)Verteilung der Umweltbelastungen und deren gesundheitliche Wirkungen fand lange kaum Beachtung. Bisher liegen nur wenige systematische Untersuchungen zum Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit und die Lebensqualität verschiedener sozialer Bevölkerungsgruppen vor. Der aktuelle UMID stellt ausgewählte Forschungsprojekte und Aktivitäten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene vor, die soziale Faktoren in die Analyse umweltbedingter Gesundheitsrisiken einbeziehen. Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Themen: Der UMID erscheint drei- bis viermal pro Jahr und informiert kostenlos zu Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Die am Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) - neben dem Bundesumweltministerium, dem Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesverbraucherschutzministerium - beteiligten Einrichtungen Umweltbundesamt, Bundesamt für Strahlenschutz, Bundesinstitut für Risikobewertung und Robert Koch-Institut geben den UMID gemeinsam heraus. Der UMID richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes und der öffentlichen Verwaltung, an Ärztinnen und Ärzte, Nichtregierungsorganisationen sowie die interessierte Bevölkerung. Eine gedruckte Ausgabe des UMID kann bestellt werden unter info [at] umweltbundesamt [dot] de sowie unter 0340 2103-2130. 01.08.2008
800x600 Eine in dieser Form bundesweit einmalige Langzeitstudie zur Kindergesundheit setzt nach 23 Jahren ihren Schlusspunkt. Gesundheitsminister Norbert Bischoff stellte am Dienstag in Magdeburg die Ergebnisse der 7. und damit letzten Schulanfängerstudie Sachsen-Anhalt vor. Der Bericht ist ein Kooperationswerk des Landesamtes für Verbraucherschutz mit Gesundheitsämtern in Kreisen und Städten. Für den Abschlussbericht hatten in den Jahren 2010 bis 2013 noch einmal fast 5.100 Kinder und Eltern aus Magdeburg, Halle, Merseburg, Halberstadt und aus der Altmark teilgenommen. Insgesamt wurden damit seit 1991 Daten von fast 39.000 Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren erhoben und anonymisiert ausgewertet. Künftig wird für das Bewerten des Gesundheitszustandes von Kindern die in den Vorjahren deutlich ausgebaute Gesundheitsberichterstattung des Landes Daten und Fakten liefern. Bischoff betonte: ?Die meisten Kinder im Vorschulalter in Sachsen-Anhalt sind gesund und leben gesund. Eltern achten zu großen Teilen auf ein gesundes Aufwachsen ihrer Kinder. Das macht mich zuversichtlich. Es wächst also eine weitgehend gesunde und sich gesund verhaltende Generation heran. Wer in jungen Jahren Freude daran hat, sich gesund zu verhalten, der wird auch später als Erwachsener auf seine Gesundheit achten und dieses Bewusstsein wiederum seinen Kindern mit auf den Weg geben.? Erfreut hob Bischoff das Studienergebnis hervor, dass die seit 1991 deutlich verbesserte Umweltsituation in Sachsen-Anhalt positive Auswirkungen auf viele Faktoren der Atemwegsgesundheit hatte. Zu den Kernaussagen nach 23 Jahren Schulanfängerstudie gehören, dass Bronchitis und Lungenentzündung seit 1991 auf dem Rückzug sind. Die Studie macht aber ebenso deutlich, dass Gesundheit und Gesundheitsverhalten immer auch stark vom sozialen Status der Elternhäuser abhängig sind. So sind Kinder in sozial schwierigen Elternhäusern (geringer Bildungsabschluss und nicht immer in Beschäftigung) häufiger übergewichtig und müssen öfter wegen Bronchitis im Krankenhaus behandelt werden. Auffällig bleibt: Nach wie vor rauchen viele junge Frauen auch während der Schwangerschaft. Bischoff mahnte: ?So sehr wir uns über eine deutlich sauberere Außenluft als 1991 freuen können. Sie nützt der Gesundheit nur bedingt, wenn die Kinder zugleich in der elterlichen Wohnung permanent Zigarettenrauch ausgesetzt werden.? Der Minister betonte in Auswertung der Studie: ?Ziel ist es, mit Präventionsangeboten noch stärker und konkreter an Eltern heranzutreten. Es gibt kein Patentrezept für alle. Vielmehr müssen wir individuelle Verhaltens- und Lebensweisen berücksichtigen und darauf die Präventionsangebote maßgeschneidert anbieten.? Bischoff betonte: ?Das Verhalten der Eltern beeinflusst nicht unwesentlich das Verhalten der Kinder. Wenn zu Hause niemals ein Apfel oder eine Möhre auf den Tisch kommen, wissen die Kinder in der Kita damit auch nichts anzufangen.? Zugleich sieht der Minister ?gute Chancen?, dass Kinder auch das Gesundheitsbewusstsein von Eltern positiv beeinflussen können. Er betonte: ?Wenn das Kind zu Hause berichtet, wie lecker und abwechslungsreich gesunde Kost in der Kita ist, und wie viel Spaß Sport und Spiel an der frischen Luft machen, dann haben es Eltern schwer, allein mit Chips vor dem PC punkten zu wollen.? Ergebnisse im Einzelnen: Bronchitis Am häufigsten litten Kinder unter Infekten der oberen Atemwege, dabei an erster Stelle an Bronchitis. Die Erkrankungen nahmen aber im Untersuchungszeitraum seit 1991 bis 2014 in allen Untersuchungsorten ab. Vor allem von 1991 auf 2005 gab es einen deutlichen Rückgang von ehemals fast 57 Prozent auf rund 31 Prozent. Seitdem verändert sich der Wert kaum und lag zuletzt 2014 bei etwa 34 Prozent. Erkennbar ist, dass es nicht selten einen Zusammenhang zwischen der Bronchitis-Erkrankung eines Kindes und dem Leben in einer Raucherwohnung gibt. Allergische Erkrankungen Bei den allergischen Erkrankungen standen chronische Hauterkrankungen, also das Ekzem oder Neurodermitis, an erster Stelle. Hier stieg der Wert von 15,1 Prozent im Jahr 1991 zunächst auf gut 22 Prozent im Jahr 1999, was einen Höhepunkt markierte. Seitdem konnte eine Abnahme verzeichnet werden, zuletzt war wiederum das Niveau von 1991 erreicht. Über den Gesamtzeitraum 1991 bis 2014 gaben 16,5 Prozent der Eltern an, dass ihre Kinder wegen einer chronischen Hauterkrankung in ärztlicher Behandlung waren. Einen steilen Anstieg gab es in den 1990-er Jahren beim Heuschnupfen. Gaben 1992 lediglich 0,8 Prozent der Eltern an, dass ihr Einschulungskind unter Heuschnupfen leidet, so vervierfachte sich der Wert auf 3,2 Prozent im Jahr 1998. Seit 2001 gibt es wieder eine Abnahme, im Jahr 2014 sagten 1,8 Prozent der Eltern, dass ihr Kind an Heuschnupfen erkrankt sei. Zu berücksichtigen ist, dass die Einschulungsuntersuchungen ab 2006 um ein Jahr vorgezogen wurden, die Kinder also jünger sind. Heuschnupfen bricht erst später, im Alter von fünf oder sechs Jahren, das erste Mal aus. Über die Jahre deutlich zugenommen hat der Anteil der Kinder mit einer Hühnerei- beziehungsweise Kuhmilchallergie. So gaben 1994 lediglich 0,7 Prozent der Eltern an, dass ihr Kind unter einer Kuhmilchallergie leide, im Jahr 2012 hatte sich der Wert auf 2,1 Prozent verdreifacht. Ernährungszustand Über die letzten neun Jahre fast konstant gilt etwa jedes zehnte Vorschulkind als übergewichtig. Ihr Body-Maß-Index (Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße) liegt höher als bei 90 Prozent der Vergleichsgruppe. Über die Jahre zugenommen hat der Anteil sehr übergewichtiger Vorschulkinder. Mussten 1991 etwa 0,6 Prozent der Kinder als extrem adipös eingestuft werden, waren dies 2005 bereits 3,3 Prozent. Im Jahr 2014 waren es 1,5 Prozent. Bei der Bewertung des Rückgangs muss berücksichtigt werden, dass die Einschulungsuntersuchungen seit 2006 ein Jahr eher durchgeführt werden, die Kinder also im Schnitt entsprechend jünger sind. Aus Schulreihenuntersuchungen in den 3. Klassen ist bekannt, dass ein erkennbarer Rückgang des Übergewichts bei Kindern nicht erkennbar ist. Ein Ergebnis ist auch, dass Kinder, die bereits mit einem höheren Geburtsgewicht (mehr als 4.000 Gramm) auf die Welt gekommen sind, die in einer Raucherwohnung leben oder deren Eltern über eine vergleichsweise geringe Bildung verfügen, deutlicher von Übergewicht betroffen sind. Hingegen neigen Kinder, die nach der Geburt länger als zwölf Wochen voll gestillt wurden, seltener zu Übergewicht. Stillverhalten Positiv hervorzuheben ist auch, dass immer mehr junge Mütter ihr Baby stillen. Der Anteil der Kinder, die mindestens 12 Wochen voll gestillt werden, stieg von 24,3 Prozent (1991) auf 45,6 Prozent (2014). Sie unterstützen damit nicht nur die gesunde körperliche Entwicklung ihres Kindes, sondern fördern auch die für eine gesunde psychische Entwicklung so entscheidende verlässliche Bindung zwischen Mutter und Kind. Über den Gesamtzeitraum hinweg wurden die Kinder laut Studie im Mittel 9,3 Wochen voll gestillt. Der Wert liegt oberhalb des statistischen Durchschnittswertes von 6 Wochen. Mütter mit geringem Bildungsabschluss sowie Mütter, die während der Schwangerschaft geraucht haben, stillen ihre Kinder deutlich seltener. Rauchen während der Schwangerschaft Zum Thema Rauchen in der Schwangerschaft gab es zwei gegensätzliche Entwicklungen. Hatten 1991 etwa 11,6 Prozent der befragten Mütter angegeben, auch während der Schwangerschaft geraucht zu haben, sank der Wert auf 5,9 Prozent im Jahr 1996. Danach stieg die Kurve wieder und lag 2014 mit 16,6 Prozent höher als vor 23 Jahren. Entscheidend auch an dieser Stelle ist der Bildungsabschluss der Mütter. Nur 3,8 Prozent der Mütter mit hoher Bildung rauchten während der Schwangerschaft, dagegen 34,8 Prozent der Mütter mit geringer Bildung. Passivrauchen Die Gesundheit von Kindern wird auch durch den Lebensstil der Eltern beeinflusst. Auf der einen Seite gibt es den positiven Trend, dass immer weniger Kinder in der elterlichen Wohnung Tabakrauch ausgesetzt sind (1991: gut 58 Prozent / 2014: 14 Prozent). Zugleich aber wird deutlich, dass in Raucherwohnungen heutzutage anders als Mitte der 1990-er vor allem die Mütter zur Zigarette greifen. Für 1994 war bilanziert worden, dass in Raucherwohnungen zu etwa 60 Prozent die Mutter und zu 70 Prozent der Vater raucht. Für den Einschulungsjahrgang 2014 liegen die Werte bei 73,5 Prozent für Mütter und gut 46 Prozent für die Väter. Seit 2006 werden die Eltern auch zum Freizeitverhalten und Fernsehkonsum ihrer Kinder befragt. Freizeitverhalten Insgesamt treiben 33,5 Prozent der untersuchten Kinder der Einschulungsjahrgänge 2011 bis 2014 regelmäßig Sport in einem Sportverein. Die Studie bilanziert eine Steigerung von 27,7 Prozent im Jahr 2007 auf 35,4 Prozent im Einschulungsjahrgang 2013, für 2014 ging der Wert auf 31,2 Prozent zurück. Etwa 22 Prozent der befragten Kinder nahmen an der musikalischen Früherziehung teil oder besuchten eine Musikschule. Fast 13 Prozent der Kinder in den Einschulungsjahrgängen 2011 bis 2014 belegten einen Sprachkurs. Die Zeitdauer, die dem Kind täglich zum Spielen im Freien zur Verfügung steht, wurde von den Eltern im Durschnitt mit 172 Minuten angegeben. Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus besuchten signifikant häufiger einen Sportverein (47,8 Prozent), eine Musikschule (38,6 Prozent) oder einen Sprachkurs (20,1 Prozent) als Mädchen und Jungen aus Familien mit niedrigem Sozialstatus (9,9 Prozent = Sportverein, 5,6 Prozent = Musikschule, 8,8 Prozent = Sprachkurs). Fernsehkonsum Durchschnittlich schauen Kinder 61 Minuten pro Tag Fernsehen, wie die Auswertung der Befragungen 2007 bis 2014 ergab. In Familien mit niedrigen Sozialstatus war ein höherer Fernsehkonsum (75 Minuten täglich) gegenüber Familien mit hohem Sozialstatus (47 Minuten) erkennbar. Kinder, die beispielsweise eine Musikschule besuchen, sehen im Durchschnitt pro Tag fast neun Minuten weniger fern. Einzelkinder sowie Kinder in Haushalten, in denen Eltern rauchen, sitzen durchschnittlich länger vor dem Fernsehgerät. Kinderbetreuung Nahezu jedes nach 2000 eingeschulte Kind in Sachsen-Anhalt hat vor der Schule irgendwann eine Krippe oder einen Kindergarten besucht. Die statistische Auswertung der Befragungen 2000 bis 2014 ergab, dass lediglich eines von 100 Kindern niemals in einer Kindertagesstätte war. Fast 50 Prozent der Eltern gaben an, ihr Kind im Alter von einem Jahr das erste Mal in eine Kita gegeben zu haben. Rund 96 Prozent der Kinder besuchten ab einem Alter von drei Jahren einen Kindergarten. Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus besuchten häufiger bereits mit einem halben Jahr eine Krippe. Kinder, die nie oder erst im letzten Jahr vor der Einschulung eine Kita besuchten, sind häufiger übergewichtig. Die komplette Schulanfängerstudie ist im Internet auf den Seiten des Landesamtes für Verbraucherschutz unter www.verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de veröffentlicht. 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Lungenkrebs ist weltweit ein großes Thema des Gesundheitswesens. Im Laufe ihres Lebens werden einer von 14 Männern und eine von 17 Frauen einen invasiven Lungen- oder Bronchialtumor ent-wickeln. Außerdem überleben nur ein bis zwei von 5 Patienten die ersten 5 Jahre nach der Diagno-sestellung. Lungenkrebs kann durch das Inhalieren von Tabakrauch oder Feinstaub, aber auch durch ionisierende Strahlung infolge der Inhalation von Radon und Radonfolgeprodukten ausgelöst werden. Ein erhöhtes, durch Strahlung induziertes Lungenkrebsrisiko konnte durch mehrere Stu-dien zur Radon-Exposition in Wohnräumen (z. B. Darby, et al., 2005) unter Uranbergarbeitern (z. B. Grosche, et al., 2006; BEIR IV Report 1999) belegt werden. Das International Lung Cancer Consortium (ILCCO), aus dem das Konsortium Transdisciplinary Re-search in Cancer of the Lung (TRICL) hervorging, wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, vergleichbare Daten von laufenden Studien zu Lungenkrebs-Erkrankung zusammen zu bringen. Die teil-nehmenden Studien stammen aus verschiedenen geografischen Regionen und umfassen mehrere Ethnien. Auf der Basis aller genomischen Daten des ILCCO/TRICL war es möglich, die Existenz von genomischen Risikofaktoren für Lungenkrebs in europäisch stämmigen Populationen auf den Chromosomen 5p15.33, 6p21-22 und 15q25.3-10 zu identifizieren und zu verifizieren. Ebenso wurde durch das Konsortium die Untersuchung von genetischen Risikofaktoren der Tabaksucht in Abgrenzung zur Tabakrauch als bedeutendster Risikofaktor für Lungenkrebs selbst möglich. In den Jahren 2013-2016 wurde von ILCCO/TRICL eine großangelegte Genotypisierung mit dem On-coArray durchführt. Beginnend 1946 waren Bergbaubeschäftigte der Wismut—AG über lange Jahre hinweg Strahlung durch Radon und Radonfolgeprodukte während des Abbaus von Uranerz ausgesetzt. Von diesen Personen liegen dem BfS gute Abschätzungen deren berufsbedingter Exposition gegenüber Strah-lung vor. Beschäftigte, deren kumulierte Exposition 50 WLM übersteigt, werden von der dt. gesetz-lichen Unfallversicherung (DGUV) jährlich, Beschäftigte mit weniger als 50 „Working Level Months „ (WLM) alle drei Jahre zu Vorsorgeuntersuchungen einbestellt. Die Gesundheitsdaten sowie andere epidemiologische Merkmale (z.B. das Rauchverhalten) dieser Personen sind gut erfasst. Die Daten-sammlung dieses Kollektivs aus Bergarbeitern ist in seinem Umfang weltweit einmalig. In den Jah-ren 2009/2011 wurde eine Bio- und Datenbank von gesunden, ehemaligen Wismut-Bergarbeitern aufgebaut, die auch Blutproben bzw. DNA-Proben zur Analyse des Genoms enthält. Dies Biopro-benbank umfasst Proben und Daten von 292 hochexponierten Probanden (>750 WLM, 66%) und 150 gering exponierten Probanden (<50 WLM, 34%). Die Probanden waren zum Zeitpunkt der Pro-benahme zwischen 70 und 90 Jahren alt. 63% waren ehemalige Raucher, 5% rauchten noch zum Zeitpunkt der Untersuchung und 32% hatten nie geraucht. Die meisten der in diese Untersuchten eingehenden Lungenkrebsfälle der Wismut-Bergarbeiter wurden im Rahmen einer Studie zu Innen-raumbelastung durch Radon zwischen 1990 und 1997 rekrutiert. Sie waren zwischen 49 und 81 Jahren alt und mit einer Ausnahme Raucher zum Zeitpunkt der Diagnosestellung.
Ministerium für Gesundheit und Soziales - - Pressemitteilung Nr.: 014/11 Ministerium für Gesundheit und Soziales - Pressemitteilung Nr.: 014/11 Magdeburg, den 2. Februar 2011 Gesundheitsprobleme häufiger bei Kindern aus sozial schwachen Familien / 5. Landesgesundheitskonferenz präsentiert Ergebnisse zur Kindergesundheit Die meisten Kinder in Sachsen-Anhalt sind gesund. Zugleich sind aber Gesundheit und Gesundheitsverhalten stark vom sozialen Status abhängig. Das geht aus der aktuellen Schulanfängerstudie und dem Kinder- und Jugendgesundheitsbericht hervor, die am Mittwoch auf der 5 Landesgesundheitskonferenz in Magdeburg präsentiert wurden. Bronchitis und Lungenentzündung sind seit 1991 kontinuierlich auf dem Rückzug, die Zahngesundheit hat sich verbessert, und immer mehr Kinder lassen sich impfen. Dagegen zeigt sich aber auch, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien häufiger übergewichtig sind, wegen Bronchitis im Krankenhaus behandelt werden müssen und seltener an Freizeitaktivitäten teilnehmen. Immer häufiger rauchen junge Frauen auch während der Schwangerschaft weiter. Minister Bischoff sagte: ¿Gesundheitserziehung und Aufklärung sind wichtig und beginnen in der Kindertageseinrichtung. Zugleich zeigen die Ergebnisse, dass wir noch stärker an die Eltern heran müssen. Ihr Verhalten bestimmt das Verhalten der Kinder. Wenn zu Hause niemals ein Apfel oder eine Möhre auf den Tisch kommen, wissen die Kinder in der Kita damit auch nichts anzufangen. Kitas sind nicht nur Orte, in denen Wissen erlernt wird, sie sollen auch gesunde Verhaltensweisen an Kinder und Eltern vermitteln. Unser Modellprojekt der Kinder-Eltern-Zentren ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kitas Familien unterstützen können. Sie beziehen Familien aktiv ein und bieten Angebote der Familienberatung und -bildung. Wichtig ist, dass die frühzeitige Bildung in der Kita auch in den Schulen fortgesetzt wird, um Gesundheitsrisiken vorzubeugen.¿ Bischoff will eine zielgruppenorientierte Gesundheitsarbeit. Er lobte in diesem Zusammenhang den Ansatz der Landesvereinigung für Gesundheit, die im Auftrag des Landes die Umsetzung der Gesundheitsziele koordiniert. Mit Modellprojekten werden sehr konkret die Menschen in ihrer Lebensumwelt angesprochen. So wird beispielsweise im Landkreis Börde ein Familienzentrum zu einem regionalen Kompetenzzentrum für Ernährung und Bewegung entwickelt. Familien mit Kindern sollen dort mehr über gesundes Essen lernen und sie erfahren, wie man im Alltag die Bewegung fördern kann. Ergebnisse im Einzelnen: Bronchitis Am häufigsten litten Kinder unter Infekten der oberen Atemwege, dabei an erster Stelle an Bronchitis. Die Erkrankungen nahmen aber im Untersuchungszeitraum von 1991 bis 2010 in allen Untersuchungsorten kontinuierlich ab. Seit 2000 liegen sie auf einem annähernd gleichbleibenden Niveau von rund 33 Prozent. 1991 waren es noch rund 56 Prozent. Es ist ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung des Kindes und dem Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft sowie dem Leben in einer Wohnung mit Feuchtigkeitsproblemen erkennbar. Bronchialasthma Seit 1991 ist eine stetige Zunahme von Bronchialasthma in allen Untersuchungsorten in allen sozialen Schichten zu beobachten - häufiger bei Kindern mit extremer Adipositas und bei Kindern, die als Frühgeburten (hier Einfluss des Rauchens während der Schwangerschaft) auf die Welt kamen. Ernährungszustand Entgegen dem öffentlichen Eindruck kann nicht von einem extrem hohen Anteil übergewichtiger Kinder im Land gesprochen werden. Insgesamt lag der Anteil im Zeitraum der Einschulungsjahrgänge 1991 bis 2010 bei etwa 11,6 Prozent. Kontinuierlich zugenommen hat allerdings der Anteil sehr übergewichtiger Vorschulkinder seit 1991 von 0,6 Prozent auf 3,3 Prozent. Kinder, die bereits mit einem höheren Geburtsgewicht (mehr als 3.700 Gramm) auf die Welt gekommen waren, die keine Geschwister hatten, die in einer Raucherwohnung lebten oder deren Eltern über eine nur geringe Bildung verfügten, waren mehr von Übergewicht betroffen. So waren einzuschulende Kinder mit niedrigem Sozialstatus fast zweimal häufiger von Übergewicht (12,6 Prozent), fast dreimal häufiger von Adipositas (7,1 Prozent) und fast fünfmal häufiger von extremer Adipositas (2,4 Prozent) betroffen als Kinder mit hohem Sozialstatus (Übergewicht: 7,1 Prozent, Adipositas: 2,6 Prozent, extreme Adipositas: 0,5 Prozent). Zahngesundheit Wie aus dem Kinder- und Jugendgesundheitsbericht hervorgeht, wurde der bisherige Trend hinsichtlich einer kontinuierlichen Verbesserung der Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen bestätigt. Das auf Deutschland adaptierte WHO-Zahngesundheitsziel ¿Weniger als ein kariöser Zahn bei 12-jährigen bis zum Jahr 2020¿ wurde in Sachsen-Anhalt mit dem Schuljahr 2008/2009 erreicht. Kinder im Alter von 1-5 Jahren hatten in Sachsen-Anhalt in den Schuljahren 2007/2008 und 2008/2009 durchschnittlich zu 78 Prozent ein naturgesundes Milchgebiss, 6-9-jährige Kinder hatten noch zu 32 Prozent ein naturgesundes Milchgebiss. Nach dem Gebisswechsel hatten 11-18-jährige Schülerinnen und Schüler zu 45 Prozent ein naturgesundes Dauergebiss. Etwa 18 Prozent der 3- bis 5-Jährigen, 15 Prozent der 6- bis 9-Jährigen und 4 Prozent der 10- bis 12-Jährigen in Kitas und Schulen hatten ein erhöhtes Kariesrisiko. Der Anteil des Kariesrisikos stieg im Alter von 5 bis 7 Jahren deutlich an und fiel dann von 25 Prozent bei 7-Jährigen auf 10 Prozent bei 8-Jährigen und verringerte sich weiterhin bis zum Alter von 10 Jahren. Festgestellt wurde, dass die Zahngesundheit eng an die Art der besuchten Schule gekoppelt war, mit einem deutlichen Gefälle vom Gymnasium über die Sekundarschule zur Förderschule. Förder- und Sekundarschüler/-innen nahmen Angebote der zahnärztlichen Versorgung weniger häufig in Anspruch als Gymnasialschüler/-innen; Zahngesundheit in Einrichtungen öffentlicher Trägerschaft war deutlich schlechter als in Einrichtungen in freier Trägerschaft. Impfstatus Ein zunehmender Anteil Kinder hat einen altersgerechten Impfstatus. 87,5 Prozent der Kinder verfügten bei der Schuleingangsuntersuchung über eine vollständige Grundimmunisierung (Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae b, Hepatitis B und zweite Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung). Der Impfstatus der Durchimpfungen im Einzelnen ist höher. Nachholbedarf gibt es bei den Auffrischimpfungen ab 5 bis 6 Jahren und zwischen 9 und 17 Jahren. So verfügen nur 32,6 Prozent der Drittklässler über eine Auffrischimpfung gegen Keuchhusten, bei den Sechstklässlern sind es 39,9 Prozent. Entwicklungsrückstände Ein Teil der untersuchten Vorschulkinder in Sachsen-Anhalt wiesen Entwicklungsrückstände in verschiedenen Bereichen auf. Dazu zählen Rückstände in der emotionalen und motorischen Entwicklung, aber auch Sprachstörungen. Defizite der Sprache, die einen logopädischen bzw. sprachtherapeutischen Handlungsbedarf erkennen lassen, wurden bei fast einem Drittel der untersuchten Kinder festgestellt. Dabei ist zu beachten, dass Kinder in Sachsen-Anhalt zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung besonders jung sind (4,9 Jahre). Jungen zeigten häufiger Sprachstörungen (36,3 Prozent) als Mädchen (26,2 Prozent). Defizite waren bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus deutlich häufiger als bei Kindern mit hohem Sozialstatus. Die Betreuungsart des Kindes zum Zeitpunkt der Schuleinganguntersuchung zeigt, dass Sprachstörungen bei Kindern, die eine Kindertageseinrichtung besuchten, deutlich seltener waren als bei Kindern, die keine Kindertageseinrichtung besucht haben. Stillverhalten Positiv hervorzuheben ist auch, dass immer mehr junge Mütter ihr Baby stillen. Der Anteil der Kinder, die mindestens 12 Wochen voll gestillt werden, stieg von 24,3 Prozent (1991) auf 47,3 Prozent (2010). Sie unterstützen damit nicht nur die gesunde körperliche Entwicklung ihres Kindes, sondern fördern auch die für eine gesunde psychische Entwicklung so entscheidende verlässliche Bindung zwischen Mutter und Kind. Passivrauchen Die Gesundheit von Kindern wird auch durch den Lebensstil der Eltern beeinflusst. Hier steht dem positiven Trend, dass immer weniger Kinder in der elterlichen Wohnung Tabakrauch ausgesetzt sind (1991: 58 Prozent, 2010: 16 Prozent), eine Zunahme des Anteils rauchender Mütter und vor allem rauchender Schwangerer gegenüber. Gaben 1996 noch 5,5 Prozent der Mütter, deren Kinder eingeschult wurden, an, während der Schwangerschaft geraucht zu haben, waren es 2010 bereits 17,9 Prozent. Insbesondere durch das Rauchen in der Schwangerschaft verringern sich die Chancen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern bereits im Mutterleib. Laut Erhebung rauchten jüngere Mütter häufiger in der Wohnung als ältere Mütter, Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus lebten häufiger in Raucherwohnungen als Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus. So waren beispielsweise bei den letzten drei Einschulungsjahrgängen 35,5 Prozent der Kinder aus Familien, in denen kein Elternteil wenigstens einen Schulabschluss der 10. Klasse erreicht hatte, dem Passivrauchen in den ersten drei Lebensjahren ausgesetzt. Dem standen Kinder von Fach- oder Hochschulabsolventen/-innen mit einem Anteil von 5,4 Prozent gegenüber. Freizeitverhalten Seit 2006 werden die Eltern auch zum Freizeitverhalten ihrer Kinder befragt. Insgesamt treiben 30,3 Prozent der untersuchten Kinder der Einschulungsjahrgänge 2007 bis 2010 regelmäßig Sport in einem Sportverein. Der Anteil dieser Kinder stieg von 29 Prozent in 2007 auf 32,8 Prozent in 2010. Etwa 23 Prozent nahmen an der musikalischen Früherziehung teil oder besuchten eine Musikschule und fast 17 Prozent belegten einen Sprachkurs. Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus besuchten signifikant häufiger einen Sportverein (46,6 Prozent), eine Musikschule (38,7 Prozent) oder einen Sprachkurs (24,3 Prozent) als Mädchen und Jungen aus Familien mit niedrigem Sozialstatus (8,9 Prozent ¿ Sportverein, 6,2 Prozent ¿ Musikschule, 9,1 Prozent ¿ Sprachkurs). Fernsehkonsum Durchschnittlich schauten Kinder 60 Minuten pro Tag Fernsehen. In Familien mit niedrigen Sozialstatus war ein höherer Fernsehkonsum (73 Minuten täglich) gegenüber Familien mit hohem Sozialstatus (43 Minuten) erkennbar. Im regionalen Vergleich verbrachten Kinder aus den Städten Halle und Magdeburg weniger Zeit vor dem Fernseher als Kinder aus den ländlichen Regionen der Altmark. Kinderbetreuung Der Anteil der Kinder, die nie eine Kinderkrippe (Einschulungsjahrgang 2000: 6,9 Prozent - Einschulungsjahrgang 2010: 6,5 Prozent) oder einen Kindergarten (Einschulungsjahrgang 2000: 1,4 Prozent - Einschulungsjahrgang 2010: 0,5 Prozent) besuchten, ist weiter zurückgegangen. Wohnumfeld Die Wohnsituation an einer verkehrsreichen Straße (weniger als 10 Meter Abstand) hat sich von 1994 bis 2010 bei Familien mit mittlerem und hohem Sozialstatus verbessert und lag bei 19 Prozent. Bei Familien mit niedrigem Sozialstatus verschlechterte sich die Wohnsituation und lag bei 38 Prozent. Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus (Erwerbstätigkeit entscheidend) waren durch die Wohnlage geringer durch Kfz-Abgase betroffen. Hintergrund: Bei der Schulanfängerstudie Sachsen-Anhalt handelt es sich um eine in dieser Form bundesweit einmalige Langzeit-Datenreihe. Seit 1991 werden auf freiwilliger Basis im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen anonymisiert Gesundheitsdaten von Kindern erhoben und Eltern zum Lebensumfeld befragt. Mittlerweile stehen Daten von mehr als 33.000 Kindern zur Verfügung. Die aktuelle Studie umfasst die Einschulungsjahrgänge 2008 bis 2010. Es wurden 3.621 Kinder in Magdeburg, Halle, Merseburg, Salzwedel, Gardelegen und Osterburg befragt. Der Kinder- und Jugendgesundheitsbericht enthält erstmals Daten der schulärztlichen und zahnärztlichen Reihenuntersuchungen in den Gesundheitsämtern. Für das Schuljahr 2008/2009 standen aus den ärztlichen Untersuchungen Daten von etwa 15.000 Erstklässlern, 11.000 Drittklässlern und 10.000 Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse zur Verfügung. Aus zahnärztlichen Untersuchungen lagen im betreffenden Schuljahr Daten von 47.000 Kita-Kindern und 90.000 Schülerinnen und Schülern vor. Die Schulanfängerstudie und der Kinder- und Jugendgesundheitsbericht werden unter Federführung des Landesamtes für Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern der beteiligten Kreise und Städte gefertigt. Die kompletten Berichte sind im Internet unter www.ms.sachsen-anhalt.de zu finden. Impressum: Ministerium für Gesundheit und Soziales Pressestelle Turmschanzenstraße 25 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-4607 Fax: (0391) 567-4622 Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de Impressum:Ministerium für Arbeit, Soziales und IntegrationPressestelleTurmschanzenstraße 2539114 MagdeburgTel: (0391) 567-4608Fax: (0391) 567-4622Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de
Ministerium für Gesundheit und Soziales - - Pressemitteilung Nr.: 003/08 Ministerium für Gesundheit und Soziales - Pressemitteilung Nr.: 003/08 Magdeburg, den 7. Januar 2008 Zur Umsetzung des neuen Nichtraucherschutzgesetzes in Gaststätten Zur Umsetzung des neuen Nichtraucherschutzgesetzes erklärt der Sprecher des Gesundheitsministeriums: ¿Seit dem 1. Januar, 0.00 Uhr, gilt für Gaststätten ein allgemeines Rauchverbot. Dieses ist auch umzusetzen. Die Aufforderung der DEHOGA an die Gastwirte vom Wochenende, das Gesetz entsprechend einzuhalten, wird positiv zur Kenntnis genommen. Eine Ausnahme vom allgemeinen Rauchverbot kann in den Lokalen allein dann zugelassen werden, wenn der Gastwirt einen wirksam abgegrenzten Raum als Raucherraum ausweisen kann. Wirksam abgegrenzt heißt, ein Zimmer, durch welches auch Nichtraucher etwa auf dem Weg zum Ein- und Ausgang oder zur Toilette müssen, kann nicht Raucherraum werden. Der Gesetzgeber in Sachsen-Anhalt hat sehr bewusst nicht Quadratmetergrößen zur Abgrenzung von Nichtraucher- und Raucherbereichen herangezogen, sondern vielmehr mit der Formulierung ¿wirksam¿ inhaltlich Kriterien für die Beschaffenheit des Raumes definiert. Denn nicht über die Größe, sondern vielmehr über die Beschaffenheit des Raumes lässt sich ein wirksamer Schutz vor Zigarettenqualm gewährleisten. Damit haben die Gastwirte in Sachsen-Anhalt aber auch anders als in anderen Ländern weitestgehend Gestaltungsspielraum bei der Beantwortung der Frage nach der Größe des Raucherraumes. Wir gehen davon aus, dass die Gastwirte diese Freiheit sehr verantwortungsbewusst im Interesse des Nichtraucherschutzes umsetzen. Es ist nicht Intention des Gesetzes, dass Nichtraucher in so genannte Hinterzimmer abgeschoben werden. Sollten Nichtraucher und Nichtraucherinnen in Gaststätten nicht genügend, angemessen und würdevoll Platz finden, während ein Raucherbereich opulent ausgestattet ist, sollten sie dies gegenüber dem Wirt deutlich zur Sprache bringen. Laut neuem Gesetz gilt erstes der Nichtraucherschutz seit 1. Januar in den Gaststätten, erst zweitens und nur in Ausnahmen ist die Abgrenzung von Raucherzimmern erlaubt. Dort, wo Gastwirte das Nichtraucherschutzgesetz nicht entsprechend umsetzen, können sich die Gäste auch an das Ministerium wenden. Wir werden dann die Gastwirte beraten.¿ Impressum: Ministerium für Gesundheit und Soziales Pressestelle Turmschanzenstraße 25 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-4607 Fax: (0391) 567-4622 Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de Impressum:Ministerium für Arbeit, Soziales und IntegrationPressestelleTurmschanzenstraße 2539114 MagdeburgTel: (0391) 567-4608Fax: (0391) 567-4622Mail: ms-presse@ms.sachsen-anhalt.de
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