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Erweiterte experimentelle Untersuchungen der reaktiven Halogenchemie in Polarregionen (HALOPOLE III)

Halogenradikale spielen eine Schlüsselrolle in der Chemie der polaren Grenzschicht. Alljährlich im Frühjahr beobachtet man riesige Flächen von mehreren Millionen Quadratkilometern mit stark erhöhten Konzentrationen von reaktivem Brom, welches von salzhaltigen Oberflächen in der Arktis und Antarktis emittiert werden. Dieses Phänomen ist auch als Bromexplosion bekannt. Des Weiteren detektieren sowohl boden- als auch satellitengestützte Messungen signifikante Mengen von Jodoxid über der Antarktis, jedoch nicht in der Arktis. Die Gründe für diese Asymmetrie sind nach wie vor unbekannt, aber das Vorhandensein von nur wenigen ppt reaktiven Jods in der antarktischen Grenzschicht sollte einen signifikanten Einfluss auf das chemische Gleichgewicht der Atmosphäre haben und zu einer Verstärkung des durch Brom katalysierten Ozonabbaus im polaren Frühjahr haben. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Rahmen von HALOPOLE III wird auf der Untersuchung von wichtigen Fragestellungen liegen, die im Rahmen der Vorgängerprojekte HALOPOLE I und II im Bezug auf die Quellen, Senken und Transformationsprozesse von reaktiven Halogenverbindungen in Polarregionen aufgetreten sind. Basierend sowohl auf der synergistischen Untersuchung der bislang gewonnen Daten aus Langzeit - und Feldmessungen sowie auf neuartigen Messungen in der Antarktis sind die wesentlichen Schwerpunkte: (1) Die Untersuchung einer im Rahmen von HALOPOLE II aufgetretenen eklatanten Diskrepanz zwischen aktiven und passiven Messungen DOAS Messungen von IO. (2) Eine eingehende Analyse der DOAS Langzeitmessungen von der Neumayer Station und Arrival Heights (Antarktis) sowie Alert (Kanada) bezüglich Meteorologie, Ursprung der Luftmassen, Vertikalverteilung, sowie des Einflusses von Schnee, Meereis und Eisblumen auf die Freisetzung von reaktiven Halogenverbindungen. (3) Die Untersuchung der kleinskaligen räumlicher und zeitlichen Variation von BrO auf der Basis einer detaillierten Analyse der flugzeuggebundenen MAX-DOAS Messungen während der BROMEX 2012 Kampagne in Barrow/Alaska. (4) Die Analyse der kürzlich in der marginalen Eiszone der Antarktis auf dem Forschungsschiff Polarstern durchgeführten Messungen im Hinblick auf die horizontale und vertikale Verteilung von BrO und IO, sowie den Einfluss der Halogenchemie auf den Ozon- und Quecksilberhaushalt. (5) Weitere detaillierte Untersuchungen des Einflusses von Halogenradikalen, insbesondere Chlor und Jod, auf das chemische Gleichgewicht der polaren Grenzschicht auf der Basis einer Messkampagne in Halley Bay, Antarktis. (6) Detailliertere Langzeit-Messungen von Halogenradikalen und weiteren Substanzen auf der Neumayer Station mittels eines neuen Langpfad-DOAS Instruments welches im Rahmen dieses Projektes entwickelt wird. Zusätzlich zu den bereits existierenden MAX-DOAS Messungen werden diese eine ganzjährige Messungen des vollen Tagesganges sowie die Untersuchung nicht nur der Brom- und Jodchemie, sondern auch der Chlorchemie ermöglichen.

Arachnologie (Webespinnen): a) Faerbung und Pigmente bei Spinnen b) Lebenszyklus mehrjaehriger Spinnenarten c) Soziobiologie der Roehrenspinne Eresus niger

a) Nachweis von Pigmenten, Biochemie, funktionelle Bedeutung der Koerperfaerbung (Mimese, Mimikri, Balz etc.). Farbwechselphaenomene; Fadenpigmente zur Erhaltung der Klebefaehigkeit (Faengigkeit). b) Bestimmung der Variabilitaet des Lebenszyklus klimatoleranter, habitatspezifischer Spinnenarten anhand der Altersstruktur der Populationen und der Fortpflanzungsperiode. c) Erfassung von Vorkommen der seltenen Roehrenspinne Eresus niger, Analyse der Sozialstrukturen der kolonielebenden Individuen und Nachweis der langjaehrigen Koloniepersistenz, Aufklaerung der sozialen Verhaltensweisen, Sexualbiologie und der partiellen Zwergwuechsigkeit (obligat); olifaktorische Leistungen und ihre Rolle. Methoden: Diverse biochemische, cytologische und histologische Verfahren; experimentelle Techniken zur Klebewirkung der Faeden (Pigmente); Biotopkartierungen, Messung von Klimaparametern; Expositionsversuche (Lebenszyklus); Verhaltensdokumentation (Video-recording) im Freiland und bei Haelterung, Tests mit markierten Geschwistergruppen zur intraspezifischen Toleranz und Kooperation, Zucht- und Ansiedlungsversuche unter kontrollierten Bedingungen (Soziobiologie).

Handreichung Entdeckeheft Schmetterlinge

Entdeckeheft Schmetterlinge - Handreichung für Lehrkräfte [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] 1 Handreichung zum Entdeckeheft Alter Falter Dieses umfangreiche Begleitmaterial zum Entdeckeheft „Alter Falter“ richtet sich an Lehrkräfte, Pädagog:innen und alle Menschen, die noch mehr über die Welt der Schmetterlinge erfahren möchten. Sie finden hier Hintergrundwissen, Tipps und Ideen für die Umsetzung der einzelnen Themen aus dem Heft. Die Nummerierung in dieser Hand- reichung entspricht jener im Entdeckeheft. Die Lehrplanbezüge beziehen sich auf den Rahmen- lehrplan von Rheinland-Pfalz. Themen allgemein: Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Grundschule Sachunterricht: Orientierungsrahmen „Natürliche Phänomene und Gegebenheiten“ und „Umgebungen erkunden und gestalten“ Tipp Verweis Experiment Spiel Entdecktipp Inhaltsverzeichnis Einleitungsseite.............................................................................................. Seite 2 Körperbau .................................................................................................... Seite 6 Metamorphose ............................................................................................ Seite 10 Eier und Raupen ........................................................................................... Seite 14 Raupen und Pflanzen ................................................................................... Seite 17 Puppe ........................................................................................................... Seite 19 Spezialisten: Ameisenbläulinge ................................................................... Seite 21 Tanzende Schmetterlinge ............................................................................ Seite 23 Lebensraum und Gefahren .......................................................................... Seite 25 Überwinterung ............................................................................................ Seite 29 Was kann ich tun ......................................................................................... Seite 31 Auf dieser Seite geht es um freie Assoziationen und einige grund- legende Informationen: ein bunter Einstieg. Bevor die Kinder Ihnen Löcher in den Bauch fragen, hier gesammeltes Fachwissen: Wenn ich ein Falter wär … Hast Du schon mal einen Schmetterling angeschaut und gedacht: Ach krass, wie unpraktisch? Wohl nicht, aber überleg doch mal: Wenn du ein Schmetterling wärst, hättest du Flügel groß wie Zimmertüren! Du wärst leicht wie eine Feder und jeder Windstoß könnte dich weit abtreiben. Aber das ist nicht nur unpraktisch, sondern bietet auch viele Vorteile.2. Ihre Namen sind oft ganz verrückt! Kennst du den Wegerich-Schecken- falter? Oder das Dreieck-Grasmückeneulchen? Die Namen beziehen sich meist auf ihre Nahrungspflanzen, ihr Aussehen oder ihren Lebensraum. Wie würdest du heißen, wenn du ein Falter wärst? Und um Ameisen soll es auch noch gehen! Apfel-Trompeten-Falter Genau! Falter–Notizen Wer ist gemeint? 1. Schreibe und male alles auf, was dir zu Faltern einfällt. 3. In der Fachsprache meinen die Worte Falter und Schmetterling genau dasselbe, nämlich: alle Insekten, die Flügel mit Schuppen haben. Rüssel Falter? Hmm, lecker! er s in h Kle Fuc bunt nt Muster M o Trage Buchstaben A: Hintergrundwissen zu Schmetterlingen 13 k . Unter www.lepiforum.org findet man Fotos aller Falter Mitteleuropas in allen Stadien und dazu viel Hintergrundwissen. Ein paar Schmetterlings-Fakten zum Staunen: Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft • Etwa 1% aller Schmetterlingsarten können nicht fliegen, manche bewegen sich springend fort. Dazu gehören einige Palpenfalter (Gelechiidae). • Erst im 17. Jahrhundert wurde (u.a. von Maria Sybilla Merian) der Zusammenhang zwischen dem „Gewürm“ und den „Sommervögelein“ erforscht und verstanden. • „Schmetterling“ kommt vom Wort Schmetten, ein ostmitteldeutsches Wort für Schmand oder Rahm. Einige Arten werden davon angezogen, worauf auch der englische Name butterfly hindeutet. • Schmetterlinge und viele andere Insekten schmecken mit den Füßen. Das geschieht über kleine Härchen und hilft ihnen, einen geeigneten Ort für die Eiablage zu finden. • Die Fühler der Schmetterlinge übernehmen vielfältige Aufgaben: riechen, tasten, schmecken oder auch die Temperatur wahrnehmen. • Ein Schmetterling durchläuft während seines Lebens vier Phasen: Ei, Raupe, Puppe und Imago (erwachsener Schmetterling). • Die Kokons des Seidenspinners werden zur Herstellung von Seide genutzt. Eine synthetische (künstliche) Herstellung der identischen Zusammensetzung ist bisher nicht gelungen. Es gibt jedoch schon seit den 1880er Jahren Kunstseide, die heutzutage der echten Seide sehr nahe kommt. • Das Blut von Schmetterlingen (die sogenannte Hämolymphe) hat eine gelbliche Farbe. • Ein Schmetterling ist mit dem Zeitpunkt des Schlüpfens sofort geschlechtsreif. • Schmetterlinge kommunizieren mithilfe von chemischen Duftstoffen (Pheromone). Ein paarungsbereites Weibchen kann von einem paarungsbereiten Männchen über mehrere Kilometer hinweg gerochen werden. Und ich dachte, Falter sind nur die Nachtfalter. Ja, Eulenfalter haben ein ähnliches Flügelmuster. Im Englischen meint„ M oth“aber alle Nachtfalter! Wenn du bei diesem Falter unten an der Schnur ziehst, flattert er geschmeidig durch dein Zimmer. Eine ausführliche Anleitung findest du hier: www.entdeckehefte.de/falter Der wissenschaftliche Name der Ordnung Lepidoptera setzt sich zusammen aus: lepis = Schuppe und pteron= Flügel. Lepidopterologie ist demnach die Schmetterlings- oder Falterkunde und beschäftigt sich mit Insekten mit beschuppten Flügeln. • Schmetterlinge haben im Laufe der Evolution unterschiedliche Taktiken zur Abwehr von Fressfeinden entwickelt: Mimikry (Nachahmung anderer Tiere, z.B. Wespen), Mimese (Tarnung, z.B. durch Nachahmung der Gestalt von Blättern) oder Augen- flecken (Augen auf den Flügeln, die denen räuberischer Säugetiere ähneln). 21 SCHWING–SCHMETTERLING Schmetterlinge sind so vielfältig wie die Blumen auf einer wilden Wiese. Weltweit gibt es knapp 160.000 beschriebene Arten, wobei nur die Antarktis nicht von ihnen besiedelt ist. Jährlich werden etwa 700 Arten neu entdeckt. In Deutschland leben 3.600 Arten. • Manche Schmetterlinge leben nur ein paar Tage. Die Pfauenspinner (Saturniidae) etwa nehmen im Imago-Stadium keine Nahrung mehr zu sich und verhungern, nach- dem sie sich (im besten Fall) fortgepflanzt haben. 4 Ach so, Schmetter- linge sind nicht nur Tagfalter? dagegen sind nur eine einzelne Untergruppe der Nachtfalter. Andere Untergruppen heißen zum Beispiel Spinner, Spanner, Schwärmer und Eulen. Eulen? Wie die Vögel? Hat die Blume für das Lösungswort auf der Rückseite ein. einen Knick, rling war der Schmette zu 2 Rosaroter Sportplatz-Spinner Lockige Kuchen-Eule Welche? Das erfährst du hier im Heft. Außerdem gibt es Experimente, Spiele, Bastelanleitungen und ein Brennnessel-Rezept für Mutige. Nimmersatt Einleitungsseite Krass, wie unpraktisch! B: Tipps, Hinweise und Erweiterungen zu den Aufgaben Aufgabe 1: Falter-Notizen Falter? Hmm, lecker! Hier sammeln die Kinder alles, was sie schon zu Schmetterlingen wissen und was sie zu diesem Thema assoziieren. Dies kann alleine oder in der Gruppe geschehen. Vorteil der Gruppenarbeit: Beim gemeinsamen Brainstormen kommen mehr Ideen auf und die Liste wird deutlich länger. Dauer:ca. 10 Minuten Sozialform:Einzel- oder Gruppenarbeit Lehrplanbezug: Deutsch: Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. An Wörtern, Sätzen, Texten arbeiten. Kunst: Fläche; gestalten. Idee für eine Erweiterung: Die Kinder überlegen sich Fragen, die sie zum Thema haben. Die Fragen werden gesammelt und aufgehängt. Im Laufe des Projektes kann darauf im- mer wieder Bezug genommen und abschließend geprüft werden, ob alle offenen Fragen beantwortet wurden. Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Tipp: Die Kinder schneiden Schmetterlinge (ganz einfache Falterform) aus buntem Tipp Papier aus und schreiben ihre Fragen darauf. Aufgabe 2: Wenn ich ein Falter wär Lockige Kuchen-Eule Bei dieser Aufgabe setzen sich die Kinder mit den oft vielsagenden Namen der Schmet- terlinge auseinander. Schauen Sie zuerst gemeinsam in Bestimmungsbücher, auf Schmetterlingsposter o.ä. und analysieren Sie die Namen. Je nach Alter und Wissens- stand können Sie die Kinder selbst sammeln lassen, nach welchen Mustern die Na- mensgebung erfolgte oder diese in Form von Beispielen vorgeben. Hier haben wir Ihnen die Gruppen, Erläuterungen und Beispiele schon vorbereitet: Namen nach Nahrung: Viele Schmetterlinge werden nach den Futterpflanzen der Raupen benannt. Das macht ihre spezialisierte Ernährung deutlich. Die Raupen des Distelfalters (Vanessa cardui) ernähren sich hauptsächlich von Disteln. Der Kleine Kohl- weißling (Pieris rapae) frisst vornehmlich an Kohlgewächsen wie Kohl, Rüben und Senf. Nach Aussehen: Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) hat charakteristische Fortsätze an den Hinterflügeln, die an die Schwanzfedern einer Schwalbe erinnern. Das Tagpfauenauge (Aglais io) hat auffällige Augenflecken auf den Flügeln, die an die Augen- flecken auf den Federn eines Pfaus erinnern. Die Farbe der Zitronenfalter (Gonepterix rhamni) entspricht denen von Zitronen: reif und gelb die Männchen, unreif und grün die Weibchen. Die Familien der Bläulinge (Lycaenidae) und Weißlinge (Pieridae) werden nach der vorherrschenden weißen bzw. blauen Farbe von vielen Arten benannt. Nach Aussehen und Lebensraum: Der Dottergelbe Alpenwiesenspanner (Crocota tinc- taria) erzählt (fast) alles in seinem Namen. Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) ist oft in lichten Wäldern sowie in baumreichen Gärten und Parks anzutreffen. Sein Muster erinnert an ein Spielbrett. Die Heidekraut-Bunteule (Anarta myrtilli) kommt dort vor, wo Heidekraut wächst und sie ist auffällig bunt. Nach Verhalten oder Bewegung: Die Familie der Spanner (Geometridae) ist nach der Form ihrer Raupen benannt: Sie haben ihre Füße ganz vorne und ganz hinten, der Körper „spannt“ sich dazwischen auf. In Aufgabe 8 wird die Spannerraupe als „Brück- enraupe“ bezeichnet. Die meisten Schwärmer (Sphingidae) sind dämmerungs- und nachtaktiv. Einige wenige, wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), 3 4 sind tagaktiv. Schwärmer sind exzellente Flieger mit muskulösem Körper für schnelle Flügelschläge, sie haben einen „schwärmenden“ Flug mit deutlich hörbarem Brummen. Als regelmäßige Blütenbesucher sind sie für die Bestäubung wichtig. Nach dieser Vorbereitung geben sich die Kinder selbst einen Falternamen. Dauer:10–20 Minuten Sozialform:Einzel- oder Gruppenarbeit Lehrplanbezug: Deutsch: Sprechen und Zuhören, über Lernerfahrungen sprechen. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. An Wörtern, Sätzen, Texten arbeiten. Idee für eine Erweiterung: Die Kinder erfinden noch den wissenschaftlichen Namen zu ihrem Falter. Dazu nehmen sie ihren tatsächlichen Vor- und Nachnamen und ergänzen jeweils eine der folgenden Endungen: -idae -ia -ata -us -ini -is -des -illi -thea Im nächsten Schritt können sie ihren Falter auch noch malen. Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Idee für eine Erweiterung: Anhand von Abbildungen, etwa aus einem Schmetterlings- buch, können die Kinder überlegen, woher sich die Namen der Arten ableiten. Tipp: Die Poster der SNU „Tagfalter“ und „Nachtfalter“ in Rheinland-Pfalz können Tipp kostenfrei bei der Stiftung bestellt werden. Aufgabe 3: Wer ist gemeint? Bei dieser Aufgabe räumen wir mit weitverbreiteten Missverständnissen auf. Im Eng lischen meint„ M oth“ab er alle Nacht falter! Hintergrundwissen Im allgemeinen Sprachgebrauch meint „Schmetterling“ meist nur die Tagfalter und „Motten“ häufig alle Nachtfalter. Das ist wissenschaftlich nicht korrekt. Die Begriffe richtig zu nutzen ist gar nicht kompliziert, darum hier die Erklärung: Schmetterlinge / Falter (synonym verwendet): alle Insekten, die Flügel mit Schuppen haben (als ausgewachsenes Tier). In der Taxonomie der Name einer Ordnung innerhalb der Insekten. Tagfalter: Jene Untergruppe der Schmetterlinge, die hauptsächlich tagsüber fliegt. Die Form iher Fühler-Enden ist ein Hinweis auf die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe: Sie sind kolbenförmig verdickt. In Deutschland zählen etwa 190 Arten zu den Tagfaltern. Nachtfalter: Alle Schmetterlinge, die nicht zu den Tagfaltern gehören. In Deutschland sind das etwa 3.500 Arten. Es gibt auch Nachtfalter, die tagaktiv sind, z.B. die meisten Widderchen. Die Form der Fühlerenden kann ganz unterschiedlich aussehen, es gibt viele verschiedenen Formen, z.B. gefiedert. Motten: Eine Familie (Untergruppe) der Nachtfalter, zu ihr gehören etwa 90 Arten. Dies kann gemeinsam besprochen werden und die Kinder füllen das Lösungswort aus. Dauer:10 Minuten Sozialform:Gruppenarbeit Lehrplanbezug: Deutsch: Sprechen und Zuhören, über Lernerfahrungen sprechen. Sprache und Sprachgebrauch untersuchen. An Wörtern, Sätzen, Texten arbeiten 5 Interessant: Die Einteilung in Tag- und Nachtfalter ist nicht ganz eindeutig. Sie stam- mt aus einer Zeit, als Tiere und Pflanzen durch sichtbare Merkmale und Verhaltens- weisen in Ordnungen und Familien eingeteilt wurden. Heutzutage erfolgt die taxonomische Einteilung anhand genetischer Untersuchungen; die Verwandschaftsverhältnisse sind damit viel genauer bestimmbar. So wurde etwa festgestellt, dass einige Nachtfalter-Familien näher mit Tagfaltern verwandt sind als mit anderen Nachtfaltern. Die Einteilung in Tag- und Nachtfalter wurde bisher jedoch beibehalten. Idee für eine Erweiterung: Die Begriffe noch mal auf einem großen Blatt /an der Tafel sammeln und zuordnen. Eine Vertiefung erfolgt in Aufgabe 4. Aktivität: Schwing-Schmetterling Handreichung Alter Falter-Entdeckeheft Schmetterlinge schwingen geschmeidig durch die Lüfte: Das kann auch unser Schwing-Schmetterling! Dies ist ein größeres Projekt und nimmt 2–3 Stunden in Anspruch. Die Kindern können einen bestimmten Schmetterling abmalen oder einen eigenen erfinden oder z. B. jenen von Aufgabe 2 darstellen. Hier ist gegenseitige Hilfe nötig. Material:Ausgedruckte Vorlage, etwa 1 Meter Schnur, langer Ast / Stab, Pappe, Schere, Lineal, Klebeband, Klebestift, Stifte / Farbe, Pinsel, Münzen Dauer:3–6 Stunden (je nach Alter und Zeitaufwand für die Bemalung) Sozialform:Einzel- oder Tandemarbeit Lehrplanbezug: Kunst: Raum und Körper; gestalten Unter www.pindactica.de/schwing-schmetterling finden Sie eine ausführliche, bebilderte Anleitung zum Projekt.

Entwicklung leistungsfähiger und naturnaher Regulations- und Bekämpfungsverfahren als Voraussetzung für eine nachhaltige und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung, Teilvorhaben 3: Volatilerprobung für Borkenkäfer sowie Bestimmung praxistauglicher Applikationsformen

Entwicklung leistungsfähiger und naturnaher Regulations- und Bekämpfungsverfahren als Voraussetzung für eine nachhaltige und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung, Teilvorhaben 1: Fallen- und Lockstoffentwicklung und -erprobung für Rüssel- und Borkenkäfer sowie Volatilerprobung in Borkenkäferfallen

Entwicklung leistungsfähiger und naturnaher Regulations- und Bekämpfungsverfahren als Voraussetzung für eine nachhaltige und zukunftsfähige Waldbewirtschaftung, Teilvorhaben 2: Volatilerfassung und -analyse zur Lockstoffentwicklung sowie Wahrnehmungsbestimmung und Verhaltenstests

EnOB: KENBOP - Korrosionssichere Inbetriebnahme energieoptimierter hydraulischer Systeme, Teilvorhaben: Entwicklung eines Online-Tools zur automatisierten Überwachung des Inbetriebnahmeprozesses (Data Mining, Visualisierung und Alerts) basierend auf dem FeQuan-Sensor hinsichtlich der Vermeidung von Korrosion

Werden wasserführende TGA-Systeme mit dem Sensorsystem FeQuan überwacht stehen neben der Korrosionsrate eine Reihe von primären Parametern zur Verfügung deren Interpretation den Einsatz von qualifiziertem Personal erfordert. Bei der Überwachung einer größeren Anzahl von Systemen ist durch diese Einschränkung nicht mehr garantiert, dass unerwünschte Systemveränderungen rechtzeitig erkannt werden. Es sollen daher Verfahren und Algorithmen entwickelt werden, die es erlauben die Überwachung teilweise zu automatisieren, z.B. durch eine Mustererkennung mit Alarmfunktion.

Entwicklung eines Werkstoffs aus recycelten Carbonfasern für die Schirmung, Reflektion und Absorption elektromagnetischer Strahlung - EMShield

H2020-EU.3.5. - Societal Challenges - Climate action, Environment, Resource Efficiency and Raw Materials - (H2020-EU.3.5. - Gesellschaftliche Herausforderungen - Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe), Keeping insects out of the greenhouse gate with odor-masking natural extracts (GATEKEEPER)

Nachtfalter - Begleittext

[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Poster „Nachtfalter in Rheinland-Pfalz“ INFORMATION Nachtfalter, umgangssprachlich auch Motten genannt, gehören neben den Tagfaltern zur Gruppe der Schmetterlinge (Lepidoptera). Von den ca. 3700 Schmetterlingsarten in Deutschland machen die Nachtfalter einen Großteil aus und auch in Mitteleuropa sind 75% der Schmetterlinge Nachtfalter. Obwohl sie so heißen, sind nicht alle Nachtfalter unbedingt nachtaktiv. So kann beispielweise das meist kleinere Männchen einer Art tagsüber aktiv sein. Die Raupen der Nachtfalter erkennt man an ihrer teilweise sehr auffälligen Behaarung und oft auch an ihren bunten Borstenpinseln. Nachfalter stellen keine zoologische Einheit dar, da sie keineswegs direkt miteinander verwandt sind. Deshalb werden sie in Spanner, Eulen, Spinner und Schwärmer unterschieden. Spannerartige Nachtfalter Im Gegensatz zu den meisten Spannern sitzt das Grüne Blatt (Geometra papilionaria) tagsüber nicht auf der Borke, sondern ist meist auf den hellgrünen Blättern der Birke zu finden. Hier sitzt der Falter mit ausgebreiteten Flügeln, denn er ist aufgrund seiner Farbe, der Flügelform und seiner an Blattadern erinnernden Flügelzeichnung gut getarnt. Das Grüne Blatt ist stark auf das Vorkommen von Birken angewiesen und ist daher oft in Birkenalleen, aber auch an einzelnen Birken in Gärten oder Moorgebieten zu finden. Der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) lebte ursprünglich in Hecken und an Waldrändern in der Nähe von wilden Stachelbeeren. Als man begann Himbeeren und Stachelbeeren in Obstkulturen oder Gärten anzupflanzen, war er ein gefürchteter Schädling. Doch seit einigen Jahrzehnten wird die Art zunehmend seltener. Die Flügel des Stachelbeerspanners sind weiß, mit einer orange-braunen Musterung, wegen der man ihn auch Harlekin nennt. Die Raupen weisen ebenso dieses Farbmuster auf. Das stark behaarte Weibchen des Trockenrasen-Dickleibspanners (Lycia zonaria) hat nur kurze spitze Flügelstummel und ist deshalb flugunfähig. Das Männchen erkennt man an seinen gekämmten Fühlern, der ebenfalls starken Behaarung und den weiß-braun gemusterten Flügeln. In manchen Bundesländern Deutschlands ist dieser Falter vom Aussterben bedroht und wird auch sonst nur selten gesehen, denn durch die Landwirtschaft werden die für die Raupen lebensnotwendigen Magerwiesen flächendeckend zerstört. 1 Mit einer Flugzeit zwischen März und Mai gehört das Große Jungfernkind (Archiearis parthenias) zu den frühesten Faltern des Jahres. Im Frühling sind Weidenkätzchen seine einzige Nektarquelle, weshalb es meist in der Nähe von Weiden anzutreffen ist. Oft sitzt es auch auf den Wegen, wo es Tau trinkt. In kalten Nächten verharrt der Falter an den Zweigen und wird so steif, dass man ihn einfach abschütteln kann. Die Raupen leben an Birken, wo sie die zarten, frischen Blätter fressen. Nachtfalter müssen sich vor allem tagsüber durch Tarnung vor Feinden schützen. Die meisten von ihnen haben deshalb eine unscheinbare, düstere Färbung, mit der sie die Baumrinde nachahmen. Einige grüne Falter tarnen sich auch als Blatt. Farbenfrohe Exemplare sind eher selten. Eulenartige Nachtfalter Wie der Name schon sagt, ist das Heidekrauteulchen (Anarta myrtilli) auf das Vorkommen von Heidekraut angewiesen, denn die Falter ernähren sich größtenteils von dessen Nektar, während die Raupen die Blätter fressen. Vor allem nachmittags sind die Falter aktiv an den Blüten in Heidegebieten und in Hochmooren zu finden. Da der Bestand stark zurückgegangen ist, ist das Heidekrauteulchen auf Deutschlands Vorwarnliste eingetragen. Auch das Vorkommen des Roten Ordensbandes (Catocala nupta) geht deutlich zurück, weshalb es laut der Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Schmetterlingen zählt. Dieser Falter hat eine bemerkenswerte Abwehrstrategie entwickelt: Tagsüber befindet er sich in seiner Ruhehaltung auf der Baumrinde, wo er aufgrund seiner unregelmäßig bräunlichen Vorderflügel gut getarnt ist. Naht ein Feind, zeigen sie blitzschnell ihre roten Hinterflügel mit den schwarzen Bändern. Die Farbe erschreckt den Angreifer, und der Falter kann flüchten. Die Braune Tageule (Euclidia glyphica) zählt zu den tagaktiven Eulenfaltern. Sie kommt recht häufig vor und hält sich meist auf sonnigen Lichtungen, an Waldrändern und auf Kulturflächen auf, wo sie Blütennektar von Habichtskraut, Weißklee, Rotklee und Gewöhnlichem Hornklee sammelt. Trotz ihrer größtenteils bräunlichen Färbung wirkt die Braune Tageule beim Auffliegen recht farbenfroh, wenn man ihre ober- und unterseits gelb-orange gefärbten Flügel sieht. Im Gegensatz zu den Faltern sind die Raupen nachtaktiv und ernähren sich unter anderem von verschiedenen Kleesorten. 2 Die Flügel der Zimteule (Scoliopteryx libatrix) sind am hinteren Ende ungleichmäßig gezackt, weshalb der Falter auch Zackeneule genannt wird. Neben dem Trinken von Blütennektar ist bei ihm eine ungewöhnliche Ernährungsweise zu beobachten: Der Falter kann reife Beeren anstechen und diese aussaugen. Zu finden ist die Zimteule in der Nähe von Flüssen, feuchtegeprägten Wäldern, Parks und Gärten. Am liebsten überwintern sie in Kellern mit hoher Luftfeuchtigkeit, die sie erst Mitte Mai wieder verlassen. Im Dunkeln kann man Nachtfalter oft dabei beobachten, wie sie um Laternen und andere Lichtquellen schwirren. Normalerweise orientieren sich die Falter am Mond, den in der Natur hellsten Punkt. In der Nähe von künstlichem Licht ist dieses plötzlich der hellste Punkt. Die Insekten werden von ihrer Flugbahn abgelenkt und fliegen irritiert um die Lichtquelle. Spinner und Schwärmer Als tagaktiver und sehr farbenfroher Falter ist der Schönbär (Callimorpha dominula) ein eher untypischer Vertreter der Nachtfalter. Tagsüber ist er auf der ständigen Suche nach Nektarblumen wie Dost, Flockenblumen oder Disteln. Seine Vorderflügel sind schwarz mit gelben und weißen Flecken, die Hinterflügel sind rot und haben schwarze Flecken. In der Sonne glänzen sie leicht metallisch. Vor allem in Südeuropa fliegt der Falter oft in Schwärmen durch schattige, feuchte Täler. Gerne hält er sich auch in Feuchtgebieten wie Bachläufen, Wäldern und Teichgebieten auf. Seinen Namen trägt der Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos) aufgrund der totenkopfähnlichen Zeichnung auf dem Brustabschnitt. Er kommt in der Nähe von Kartoffeläckern vor, denn seine Raupen ernähren sich fast ausschließlich von Kartoffelkraut. Der seltene Falter hat eine außergewöhnliche Nahrungsquelle: Er dringt in Bienenstöcke ein und saugt dort den Honig aus den Waben. Dies gelingt ihm, weil er den Geruch der Bienen annehmen kann, sodass diese ihn nicht als Feind „erriechen“ können. Sollte er doch einmal gestochen werden, ist er gegen das Bienengift resistent. Im Sommer kann man den Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) beobachten, wie er, ähnlich einem Kolibri, vor den Blüten in der Luft steht und Nektar saugt. Oft ruhen sie tagsüber an Hauswänden oder in Hecken. Die Falter und die ungewöhnlich massigen Raupen, die man an dem für sie typischen Horn am Körperende erkennt, tauchen in Gärten, Parks und Heckenlandschaften mit Ligusterhecken auf. 3 Der Hornissenschwärmer (Sesia apiformis) ist der größte heimische Glasflügler. Er hat kaum beschuppte und dadurch durchsichtige Flügel und einen schwarz-gelb gestreiften Hinterleib, sodass er einer Hornisse ähnelt. Auch beim Fliegen summt er ähnlich wie diese. Indem er eine wehrhafte Hornisse nachahmt, schützt der Falter sich vor Fressfeinden. Die Weibchen legen ihre Eier an Pappeln ab, in die sich die Raupe nach dem Schlupf einbohrt. Am besten zu beobachten ist der Hornissenschwärmer im Juli frühmorgens an alten Pappeln. Um die kalten Winter zu überstehen, haben die Falter verschiedene Möglichkeiten um zu überwintern. Nur wenige Arten überwintern als Falter in Höhlen, feuchten Kellern und anderen Gebäuden. Die meisten überstehen den Winter an Steinen oder Pflanzen in dort befestigten Eiern oder als Puppen. Sogenannte „Wanderfalter“ fliegen im Herbst Richtung Süden. Quellen: Hecker, Frank (2013): Der Kosmos Tier- und Pflanzenführer Stichmann, Wilfried (2011): Der große Kosmos-Naturführer Tiere und Pflanzen Dreyer, Wolfgang (2013): KosmosNaturführer Welcher Schmettrling ist das? http://www.welt-der-schmetterlinge.de/schmetterling-familien-nachtfalter http://www.insektenbox.de/schmet5.htm http://www.schmetterling-raupe.de 4

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