Die Western Ghats in Südwest Indien sind ein Brennpunkt der Biodiversität und gehören zu den artenreichsten Regionen unseres Planeted. Besonders einzigartig sind die sogenannten 'Sholas', isolierte Nebelwälder der Hügelketten auf bis zu 2200 Metern Höhe. In diesem Projekt soll die Tausendfüßerfauna von verschiedenen Wäldern und Sholas der Western Ghats erfaßt und miteinander verglichen werden. Generell sind die Tasuendfüßer Indiens sehr wenig bekannt, obwohl diese als Bodentiere aufgrund ihrer fehlender Flugfähigkeit hervorragende INdikatoren für die biogeographische Geschichte ihrer Lebensräume sind. So haben einige Gattungen der Tasuendfüßer Südindiens ihre nächsten Verwandten auf Madagaskar, obwohl diese Insel 5.000 km entfernt ist, aber bis vor 80 Millionen Jahren noch mit Indien verbunden war. Diese Studie wird im Rahmen der Masterarbeit von Frau Pooja Anilkumar in unserem internationalem Masterprogramme OEP in zusammenarbeit mit der Universität Bonn durchgeführt.
Tausendfüßer (Diplopoda) gehören zu den ersten mehrzelligen Landbewohnern unseres Planeten und sind mit 12.000 beschriebenen Arten die drittgrößte 'Klasse' der Landarthropoden. Als Destruenten spielen sie eine wichtige Rolle bei der Streuzersetzung und im Nährstoffkreislauf des Bodens. Trotz ihrer langen evolutiven Geschichte und ihrer offensichtlich wichtigen Rolle bei der Kolonisierung des Landes ist die Morphologie der Diplopoda unzureichend erforscht. Dies trifft besonders auf artenarme Vertreter der 16 Ordnungen, wie Siphoniulida, Glomeridesmida, oder Siphonocryptida, zu. Dies bewegte einige Autoren zu Anmerkungen, dass unser Wissen über die Morphologie der Tausendfüßer in etwa auf dem Stand ist, welcher bei Insekten, Krebstieren und Arachnida bereits vor 100 Jahren erreicht wurde. Mit diesem Projekt werden wir die Wissenslücke im Bereich der Morphologie der Diplopoda schließen. Durch die Kombination von Synchroton Mikro-Computer Tomographie und Histologie sowie weiterer moderner Analysemethoden verfügen wir über die notwendigen Werkzeuge um unser Wissen über die Morphologie der Diplopoda grundlegend zu vertiefen. Unser Ziel ist erstens die Erstellung einer digitalen, frei zugänglichen und detailliert annotierten Sammlung von Synchroton Mikro-CT Scans und 3D Modellen von 48 Vertretern der Diplopoda welche alle Hauptgruppen dieser Tiergruppe umfassen und die komplette phylogenetische und morphologische Diversität der Tausendfüßer in bislang nicht dagewesener Weise abdecken. Zweitens werden wir die aus diesem Datenpool gewonnenen morphologischen Merkmale vergleichend analysieren und eine Phylogenie der Tausendfüßer erstellen, welche auf multiplen Merkmalskomplexen begründet ist. Insbesondere werden wir die Mundwerkzeuge, das Endoskelett, weibliche Genitalstrukturen, und die Tracheentaschenkonfigurationen untersuchen. Drittens werden wir mit einem geometrisch-morphometrischen Ansatz evolutionäre Formunterschiede ausgewählter Merkmalskomplexe quantitativ auf (a) phylogenetische Signale, (b) evolutionäre Allometrie, und (c) potentielle Korrelationen mit verschiedenen ökologischen Faktoren untersuchen. Dies wird unser Verständnis der morphologischen Anpassungen als Reaktion auf die für Tausendfüßer bedeutsamen Lebensräume erhöhen und könnte auch eine Rekonstruktion der ursprünglichen Umweltparameter zulassen, in denen die Vorfahren der rezenten Diplopoda das Land als Lebensraum kolonisierten. Unser Projekt liefert somit Informationen über die morphologischen Schlüsseladaptationen einer artenreichen Gruppe von Landarthropoden.
Induktion und Charakterisierung von Stressproteinen der hsp 70-Gruppe mittels Fluorographie in Asseln, Tausendfuessern und Landlungenschnecken nach unterschiedlichen Stressfaktoren (Hitze, Schwermetalle, Pestizide). Untersuchungen ueber die Persistenz dieser Proteine im Tierkoerper nach unterschiedlicher Vorbelastung und Stressentzug mit proteinchemischen und immunologischen Methoden. Quantifizierung der Schwermetallkonzentration als Stressfaktor. Nachweis von hsp 70 in schwermetallkontaminierten Gebieten unter Freilandbedingungen. Ermittlung geeigneter Indikatoren. Immunhistochemische Untersuchungen zur Lokalisation der Proteine im Gewebe.
[Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] eft für Familien freies Entdeckerh ichtungen und Bildungseinr Bäume Ein kosten Dieses Heft gehört: Kennst du mich? Ich bin Berna, ein Eichelbohrer. Ich begleite dich durch das Heft. für Bäume Bienen 1. Für uns ist es ganz selbstverständlich, dass es Bäume gibt. Aber überlege mal, was sie alles „für uns“ machen: CO2 speichern n Schmutz aus der Luft filtern Sauerstoff abgebe Welcher Baum ist es? 3. Ist dein Lieblingsbaum dabei? Was für ein Baum ist es? gefingert Schreibe dazu, was dir noch einfällt. Beim Forschen mit dem Heft wirst du noch mehr großartige Sachen erfahren. Auf geht‘s! aum pp e l Pa he uc 6 i sp i t z Rob inie gefiedert ......................................................................................................................... Besonderheiten / Merkmale: ........................................................................... ........................................................................................................................ Wanzen Auf dieser Webseite kannst du deinen Lieblingsbaum in eine Karte eintragen: s.rlp.de/baum Fichte he re s c Kiefer e Eb Nadeln Jed e Bau ma rt hat typische Blattränder. Warum hast du ihn ausgewählt? ................................................................... ......................................................................................................................... Kerbe auf der Rückseite eintragen Tanne ........................................................................................ Kastanie or n rk e Bi B elb Ap f In welcher Straße steht er? In welchem Park? An einer mar- kanten Kreuzung? de einfach Lieblingsbaum 2. Schau dich um, wähle aus: Welcher Baum interessiert dich besonders? Der Baum vor deinem Haus oder der mit den riesigen Blättern auf dem Schulhof? L in he buc ain e eid Ah H Wasser speichern w ........................................................................................................ Schatten spenden Hier steht er: .......................................................... Platane Anhand seiner Blätter oder Nadeln lässt sich ein Baum recht leicht bestimmen. Sal Ein gebuchtet gekerbt gezähnt gesägt glatt 4. Verbinde jeden Blattrand mit einem passenden Blatt. Rubbelbild: Lege ein Blatt unter ein Papier und male mit Wachsmalern oder Buntstiften darüber. Oder male ein Blatt mit Wasserfarben an und mache einen Abdruck. Du kannst auch Blätter verschiedener Bäume sammeln und zum Trocknen zwischen Papier legen. Beschwere sie mit Büchern und warte einige Tage. So kannst du eine Sammlung, ein „Herbarium“ anlegen. Was ist eigentlich ein Baum?Stabiles Holz 5. Verbinde die blauen mit den passenden rosafarbenen Kästchen.6. Aus einem dünnen, beweglichen Trieb wird im Laufe der Jahre ein fester, stabiler Stamm. Jedes Jahr wächst Borke außen ein Ring dazu. I ch Ei c li e b e he n! Ein B au m ist P fla n ze m ein e verholzte it ein em S ta mm, d er imme r dicker w ird. Der große Teil des Baums, der mit Blättern oder Nadeln ganz bedeckt ist. Hier leben viele Tiere und auch kleine Pflanzen. Er stützt den ganzen Baum und wird von einer Rinde geschützt. Er wird von Jahr zu Jahr dicker. Sie halten den Baum im Boden fest und versorgen ihn mit Wasser und Nährstoffen. Bast Am Äquator gibt es keine Jahreszeiten. Die Bäume dort haben keine Jahresringe! 7. Die R eines Baums besteht aus Borke und Bast. Die Borke schützt den Baum vor Verletzungen. Durch den Bast fließen die Baumsäfte. 8. Das Holz verschiedener Baumarten hat unterschiedliche Eigenschaften. Manche eignen sich besonders gut für Musikinstrumente, andere zum Korbflechten und wieder andere für besonders stabile Konstruktionen. Finde noch fünf weitere Verwendungen: Blätter In ihnen produziert der Baum seine Energie. Sie fangen auch Regenwasser und Staub aus der Luft. Frühstücksbrettche Nistkasten n Zweig Ast Papier Bleistift t Wurzeln Wenn es dem Baum gut geht, wächst er viel und ein dicker Jahresring entsteht. Male den dicksten Jahresring blau an. 10 Baumkrone Vom Stamm ausgehend wachsen sie in alle Richtungen. Auch sie werden im Laufe der Zeit dicker. 5 wachsende Schicht Steg Ruderboot An ihnen sitzen die Blätter oder Nadeln, Blüten und Früchte. Wurzel–Wachstum: Die Wurzeln eines Baums können wir nicht sehen, dabei sind sie manchmal größer als die Baumkrone. Sichtbare Wurzeln: Nimm eine Bohne und lege sie ein paar Stunden ins Wasser. Nimm ein hohes Trinkglas oder eine Vase und stopfe sie mit Watte, Servietten oder Küchenpapier aus. Bringe die Bohne in Position. Feucht halten und beobachten. Feuerholz Schmetterlinge Baumhöhe messen: Nimm einen Stift und halte ihn senkrecht vor einen Baum. Geh so weit vor oder zurück, bis der Stift genauso hoch erscheint wie der Baum. Drehe den Stift nun zur Seite. Wo endet der Stift? Merke dir diesen Punkt. Miss die Distanz vom gemerkten Punkt bis zum Baum mit großen Schritten (je etwa einen Meter): Anzahl der Schritte = Höhe des Baums (in Metern). Kraftwerk Baum Schwebfliegen 9. Blätter haben auf der Unterseite viele winzige Spalt-Öffnungen. Damit kann der Baum Gase aufnehmen, abgeben und Wasser verdunsten lassen. Nur mit dem Mikroskop kann man die Öffnungen sehen. Außerdem befinden sich in jedem Blatt ganz viele, noch viel kleinere „Minifabriken“. Sie enthalten das magische Blattgrün, es heißt Chlorophyll. en li c CO2 ht 10. Der Baum speichert das aufgenommene CO2 in seinem Holz. Dort bleibt es, bis der Baum stirbt und verwest oder verbrennt. In der Natur hat sich ein Gleichgewicht eingespielt: Ein Teil des CO2 ist gasförmig in der Luft, ein Teil in Pflanzen und „Pflanzen- Materialien“ gebunden. Kurzform für Kohlenstoffdioxid, ein Gas Sauer– stoff ein Gas, das Tiere und Menschen zum Leben brauchen. In den Minifabriken findet eine Verwandlung statt. Früher Seit rund 150 Jahren haben Menschen so viele Pflanzen und Pflanzen- materialien verbrannt, dass jetzt viel mehr CO2 gasförmig in der Luft ist. Das Gleichgewicht ist gekippt. Zeichne auf der Wippe ein: freies, gasförmiges CO2: in Pflanzen gebundenes CO2: CO2 Chlorophyll Sauer– stoff se r nn W as So CO2–Gleichgewicht Das Zucker (Energie) nennt man Photosynthese. Zu ck er umwandeln Erkläre, was passiert. Hilfswörter: CO2 aufnehmen Sauerstoff Sonne Energie Wasser 11. Gasförmiges CO2 wirkt in der Luft wie ein Treibhaus. Es wird immer wärmer auf der Erde. 4 Man nennt das K Heute W Pflanzen-Materialien = nennen wir alles, was aus Pflanzen entstanden ist, also etwa Humus oder Torf (Moorboden), aber ebenso Erdöl (aus Jahrmillionen alten Algen) und Kohle (aus Jahrmillionen altem Torf). abgeben Zucker Sauerstoff sichtbar machen: Stecke eine Wasserpflanze, etwa Was- serpest, in ein Glas mit Wasser. Kies, Sand oder Steine halten sie am Boden. Stelle das Glas in die Sonne. Schau dann nach kleinen Luft- bläschen. Sie sitzen an den Blättern und steigen nach oben. CO 2 aus Pflanzen-Materialien: Fülle etwa 2 Handvoll Gemüsereste und Küchenabfälle klein geschnitten in eine Flasche, dazu 3 Esslöffel nähr- stoffreiche Erde aus dem Garten, 250 ml warmes Wasser mit etwas Zu- cker und Gemüsebrühe. Puste einen Luftballon auf, lass die Luft wieder entweichen und stülpe ihn über die Flasche. Beobachte 1–2 Tage. Nährstoffkreislauf 12. In der Natur gibt es keinen Müll. Ein altes Blatt wird gefressen, zersetzt und verwest, bis nichts mehr davon übrig ist. Wirklich nichts? 13. Wer heißt wie? Verbinde. Laub r nd rk Tie ze rch e z en und Pil Ohrenkneifer Hundertfüßer Tausendfüßer Humus anz Springschw Ameise (frische, nährstoff- reiche Erde) Mistkäfer A ern ie nehmen d le in eln und zersetze st N ä hrstoffe a ie B äh lät ter. Frische n nt rz ste ht. Die Wu te lät B e .. . n e u rb am Baum. Im He f u f ... rs e to f f reiche Erde a l le de n Bo die Blätter auf den n. w ac h se n Der Baum zieht den grünen Farbstoff aus den Blättern, bevor sie herabfallen. Darum ändern sie ihre Farbe. S 9 Regenwurm cke Hain-Bänderschne Pilzgeflecht Bakterien Erdboden Bringe die Bilder in die richtige Reihenfolge. Schreibe die Zahlen 1–5 in die kleinen Kreise. Seifenblasen–Holz: Durch das Holz laufen viele Leitungsbahnen, um den Baum zu versorgen. Durch sie kannst du pusten! Verteile Wasser und Spülmittel auf einer Seite einer 5–10 cm dicken Holzscheibe. Puste von der anderen Seite in das Holz. Am besten geht es mit dem trockenen Holz eines Laubbaums. Tiere, Pilze und Bakterien zerkleinern und zersetzen Blätter und andere Pflanzen- reste. Sie werden zu nähr- stoffreicher, frischer Erde verwandelt, dem Humus. Krabbeltiere entdecken: Wen entdeckst du im Laub und un- ter Steinen? Schau dir die Tierchen mit einer Becherlupe oder einem leeren Marmeladeglas und einer Lupe genau an: Wie viele Beine haben sie? Ist es etwa ein Insekt mit sechs Beinen? In einem großen Glas mit etwas Erde und Laub kannst du die Tiere ein paar Tage beobachten.
Der Schwarze Schnurfüßer (Tachypodoiulus niger) wurde vom britischen Zoologen William Elford Leach erstmals im Jahr 1815 beschrieben. Die Tiere können ganzjährig in Naturhöhlen, Bergwerksstollen und Felsenkellern gefunden werden, wo sie standortbezogen auch feste Populationen bilden. Diese Tatsache führte dazu, dass diese Tausendfüßerart zum „Höhlentier 2018“ gewählt wurde. Der Schwarze Schnurfüßer steht für eine große Zahl von Tierarten, die auf geschützte und frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind. Beim Schwarzen Schnurfüßer handelt es sich um eine 20 bis 50 mm lange Tausendfüßerart, die zur Tierklasse der Doppelfüßer (Diplopoda) und hier zur Familie der Schnurfüßer (Julidae) gehört.
Sechs Wissenschaftler der Abteilung Arthropoda (Gliedertiere) am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn haben in den letzten zehn Jahren über tausend neue Arten beschrieben. Die aus aller Welt stammenden Arten umfassen vor allem Maikäfer, Zitterspinnen, Tausendfüßer, Schwebfliegen und Spanner-Schmetterlinge. Während zahlreiche Arten von den Wissenschaftlern selbst auf Expeditionen gesammelt wurden, stammen andere aus den Sammlungen des Museums in Bonn oder anderer Museen.
Our previous studies carried out within the DFG Biodiversity Exploratories revealed a significant and very often non-linear response of soil fauna biodiversity and functioning in grasslands to land-use and climatic gradients. Now we need to understand the mechanisms driving these response patterns by asking whether modifications of soil biotic processes occur through changes in species composition of the community (species turnover) or through shifts within the existing community. The latter include both interspecific shifts (alterations of the dominance structure) and intraspecific shifts (changes in the expression of certain morphological, functional, behavioral or reproductive traits). The phenotypic plasticity of soil animals provides a particular challenging case, since trait shifts allow rapid and reversible changes of the species functional roles in response to changing environmental conditions. Considering that species turnover in soil is slow due to the low migratory potential of belowground biota, such intraspecific response mechanisms most probably are much more important than previously thought. Our key hypothesis is that individual species trait plasticity significantly contributes to the striking functional redundancy and resilience of soil animal communities under conditions of climate change and increasing land-use intensity. We further hypothesize that functional shifts of belowground food webs resulting from alterations in dominance and species composition can partly be compensated by trait-related functional expansion of the remaining species. Both compositional responses at the community level and trait responses at the species level will be quantified by continuing, extending and refining field studies as well as by experimental approaches in microcosms that have been successfully established in the two preceding projects (SoilFoodWeb, SoilFun). Concerning the extension of field studies, SoilTRAIT aims at collaborating with all projects addressing processes that are related to soil biodiversity in grasslands. Within this context, a particular focus will be on quantifying a wide range of functional traits of the soil fauna and their changes in response to varying environmental conditions. Community analyses based on soil samples will cover the broadest range of invertebrate taxa possible, but specific trait analyses will focus on representative groups of soil decomposers (millipedes, collembolans, oribatid mites, enchytraeids, and earthworms) and predators (gamasid mites, spiders, carabid beetles). Integrating these new insights into our food web approach to the functional role of soil animals in grasslands established in previous projects will not only increase the reliability of descriptive and predictive models on soil ecological processes, but it will also allow us to quantify the limits of soil community resilience and sustainability in the face of environmental change or of short-term stress.
Die Zersetzung von totem organischen Material ist ein essentieller Ökosystem-Prozess, durch den Nährstoffe dem Nährstoffkreislauf zugeführt und dadurch den Organismen verfügbar gemacht werden. Makrofauna-Zersetzer wie Regenwürmer, Tausendfüßer und Insektenlarven agieren am Beginn des Zersetzungsprozesses, indem sie die Streu zerkleinern und vermischen und sie dadurch für den mikrobiellen Besatz aufbereiten. Obwohl angenommen wird, daß Makrofauna-Zersetzer eine wichtige Rolle in der Streuzersetzung in hochalpinen Böden spielen, wo ungünstige Bedingungen für Zersetzungsprozesse herrschen, ist nur wenig über ihre tatsächliche Identität und Funktion bekannt. Das vorliegende Projekt befasst sich direkt mit dieser Wissenslücke. Mithilfe eines stabilen Isotopen Ansatzes werden die Makrofauna-Zersetzer in der hochalpinen Region identifiziert und deren Zersetzungleistung erhoben. Weiters wird der Zusammenhang zwischen der Diversität der Makrofauna-Zersetzer und der Streuzersetzung untersucht, um das Gefüge Biodiversität - Ökosystemfunktion zu durchleuchten. Außerdem wird ein neuer molekularer Ansatz angewandt, durch den Faeces ihren Invertebraten-Produzenten artspezifisch zugeordnet werden können. Auf diese Weise wird es möglich sein, die Hauptproduzenten der organischen Auflage im Freiland festzustellen. Die Kombination von stabilen Isotopen und molekularen Techniken erlaubt es, neue Erkenntnisse über die Rolle der Zersetzer in der hochalpinen Region zu erlangen, und liefert einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für zukünftige Studien, die sich mit Zersetzungsprozessen in Zusammenhang mit Tieren und Bodenbildungsprozessen beschäftigen.
Mit Band 4 der Roten Liste erscheint der zweite Teil der aktualisierten bundesweiten Roten Liste wirbelloser Tiere. Er umfasst 17 Tiergruppen: Schmetterlingsmücken, Gnitzen, Dunkelmücken, Tastermücken und Büschelmücken als Zweiflügler (Diptera), Köcherfliegen (Trichoptera), Lauf- und Wasserkäfer (aus der Gruppe der Coleoptera), Zikaden (Auchenorrhyncha), Doppel- und Hundertfüßer (aus der Gruppe der Myriapoda), Asseln des Binnenlandes (Isopoda), Blattfußkrebse (Branchiopoda), Spinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione aus der Gruppe der Spinnentiere (Arachnida) sowie Regenwürmer aus der Gruppe der Oligochaeta. Die Roten Listen der meisten Gruppen bieten über Angaben zur aktuellen Gefährdungssituation hinaus weitere Zusatzinformationen für die Naturschutzpraxis, z.B. zu Änderungen der Rote-Liste-Kategorien oder zur Verantwortlichkeit Deutschlands für die weltweite Erhaltung von Arten. Zudem enthalten alle Roten Listen auch Gesamtartenlisten mit den in Deutschland etablierten Arten einschließlich Neobiota. Band 4 enthält insgesamt über 3.600 Taxa.
Deutschland liegt im Zentrum des Weltareals der Art.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 96 |
| Weitere | 21 |
| Wissenschaft | 84 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 3 |
| Förderprogramm | 10 |
| Taxon | 77 |
| Text | 11 |
| unbekannt | 16 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 105 |
| Offen | 12 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 116 |
| Englisch | 84 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 2 |
| Dokument | 97 |
| Keine | 18 |
| Unbekannt | 2 |
| Webseite | 3 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 48 |
| Lebewesen und Lebensräume | 117 |
| Luft | 12 |
| Mensch und Umwelt | 61 |
| Wasser | 13 |
| Weitere | 45 |