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Diskursgeschichte der EMF -Kritik in Deutschland – Akteure und Positionen

Diskursgeschichte der EMF -Kritik in Deutschland – Akteure und Positionen Projektleitung: IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH Berlin in Kooperation mit der DIALOGIK gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH , Stuttgart, sowie der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH , Stuttgart Beginn: 01.09.2024 Ende: 31.08.2026 Finanzierung: 494.755,16 Euro Hintergrund Strommasten, Mikrowellen, Handys oder „Elektrosmog“ – wir hören oft von Diskussionen über die möglichen Gefahren, die von elektromagnetischer Strahlung ausgehen könnten. Gab es solche Bedenken auch schon früher? Wie alt ist die Sorge und wer hat diese Sorgen vorgebracht? Darüber ist bisher selbst unter Fachleuten wenig bis nichts bekannt. Zielsetzung Das Projekt soll herausfinden, wer seit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs und dem Beginn des deutschen Nationalstaats im Jahr 1871 in Deutschland (und seinen Vorgängerstaaten) Bedenken gegen künstliche elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder ( EMF ) geäußert hat und warum. Im Fokus stehen vor allem die gesellschaftliche und (pseudo-)wissenschaftliche Kritik des technologischen Ausbaus der Infrastruktur im Zusammenhang mit elektromagnetischen Feldern. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie die Diskussion über diese Themen entstand und sich entwickelte. Als Ergebnis sollen empirische und systematische Einsichten über die Struktur, Funktion und Dynamik des Diskurses gewonnen und darauf aufbauend Empfehlungen für die Risikokommunikation des BfS erarbeitet werden. Quelle: うみの丘デザイン/Stock.adobe.com Durchführung Das Projekt untersucht den Zeitraum der vergangenen 150 Jahre. In diesem Zeitraum ist der Einfluss von Technologie auf unser Leben gewachsen: Während die Elektrotechnik vor 150 Jahren noch in den Kinderschuhen steckte, sind elektronische Geräte heute allgegenwärtig und aus dem Alltag kaum wegzudenken. Technologische Veränderungen wurden in der Gesellschaft unterschiedlich wahrgenommen, Nutzen und Risiken manchmal kontrovers debattiert. Darüber hinaus haben sich die Strukturen der Sprache, der Wissenschaft und des Wissens massiv verändert. Viele Begriffe, Weltsichten, akzeptierte Argumentationsweisen, Stand von Wissenschaft und Technik, aber auch das in der Gesellschaft vorhandene Wissen sind heute völlig anders strukturiert als vor 150 Jahren. Mit diesem Wandel einher gehen neue Möglichkeiten für Diskurse, – neue Öffentlichkeiten, neue Praktiken der Kritik, veränderte gesellschaftliche Wahrnehmung solcher Kritik. All dies erfordert eine kontextsensible Untersuchung, die Einsichten aus verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Zugängen (Technik, Wirtschaft, Politik, Umwelt, Kultur, Recht und Gesellschaft) einbringt. Das Projekt verwendet eine Methode, die sowohl die Sprache als auch die Positionen der Akteure berücksichtigt, die sich zu elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern äußern. Dabei wird untersucht, wie die Diskussion in den jeweiligen Zeitkontext passt. Für diese Studie wird ein explorativer Zugang gewählt, denn sie wagt sich auf bisher wenig erforschtes Gebiet vor. Zunächst wird der Stand von Wissenschaft und Technik anhand von Sekundärliteratur identifiziert. In einem weiteren Schritt werden Archivgüter unter anderem in staatlichen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Archiven recherchiert. Auch die Archive von Unternehmen und Unternehmensverbänden werden berücksichtigt. So sollen empirische und systematische Einsichten über die Struktur, Funktion und Dynamik der Kritik des technologischen Ausbaus der Infrastruktur im Zusammenhang mit elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern über den Zeitraum von mehr als 150 Jahren gewonnen werden. Als methodische Herangehensweise wird eine historische Diskursanalyse gewählt. Sie umfasst fünf unterschiedliche Ebenen: die (sprachliche) Struktur, also die „Ordnung des Diskurses“, bestehend aus bestimmten Begriffen, Begriffszusammenhängen und Argumentationsmustern (Topoi), Frames (Rahmen) und Narrativen; eine Akteursanalyse zur Identifizierung der zentralen Akteure bzw. Akteursgruppen und ihrer unterschiedlichen Rollen; die Ermittlung etwaiger wirtschaftlicher, politischer oder rechtlich-regulativer Folgen des Diskurses um elektromagnetische Felder; die Verbindung zwischen Argumenten und Akteure im Zeitverlauf: Können den Akteuren feste Argumentationsmuster zugeschrieben werden oder wie entwickelten sich Positionen im Zeitverlauf? die Beziehung von Experten- und Laienwissen im Diskursverlauf: Welche Akteure vertrauen wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen, welche stehen neuen Technologien und oft mit ihnen verbundenen Unsicherheiten skeptisch gegenüber? Die Ergebnisse sollen das BfS dabei unterstützen, aktuelle Dynamiken des gesellschaftlichen Diskurses zu möglichen Risiken elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder historisch besser einordnen zu können und damit die aktuelle Risikokommunikation besser gestalten zu können. Stand: 20.03.2025

Stellungnahme des ITAS

Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Karlstr. 11, 76133 Karlsruhe Kommentierung Partizipationskonzept BASE durch ITAS 05.12.2024 In diesem Dokument sind übergreifende, zentrale Punkte aufgeführt. Spezifische Kommentare zu den einzelnen Elementen sind in Form von Kommentaren direkt in das PDF eingefügt. 1) Abschnitt zu Selbstverständnis und Rolle der Beteiligungsangebote fehlt Das Konzept stellt momentan eine Auflistung von Maßnahmen dar, die auf sehr unterschiedlichen Ebenen liegen und unterschiedliche Ziele verfolgen. Die Zieldimension wird über das Säulenmodell angesprochen, was aber nicht klärt, welchen Zweck die einzelnen Formate für das BASE haben, d.h. u.a. ob sie konsultativen Charakter haben oder der Entscheidungsvorbereitung dienen. Zum besseren Verständnis und zur Einordnung der Angebote wäre ein Abschnitt vonnöten, in dem diese Ziele dargelegt werden sowie das Verständnis des BASE bezüglich Qualitätsverständnis und Qualitätssicherung in der Beteiligung. Weiterhin sollte in diesem Abschnitt auch die Rolle der Beteiligungsangebote im Verfahren erläutert werden, was auch die Zusammenarbeit mit und das Verhältnis zu Angeboten anderer Akteure im Verfahren (insb. BGE und BGZ) beinhaltet. 2) Strukturierung der Beteiligungsangebote Die einfache Auflistung der Beteiligungsangebote wirkt unübersichtlich, v.a. da die Angebote auf sehr unterschiedlichen Ebenen liegen: teilweise sind sie sehr allgemein gehalten und teilweise werden Unterschritte als einzelne Angebote gelistet. Hier wären eine Konsolidierung und Fokussierung notwendig, auch um Klarheit bezüglich der Ziele und des Mehrwerts der einzelnen Formate für das BASE zu erlangen. Untenstehend ein Vorschlag dazu. Da es sich um ein Konzeptpapier handelt, sollten hier eher übergeordnete Formate gelistet werden. Die genaue Ausgestaltung einzelner Formate bspw. für verschiedene Zielgruppen wäre Teil einer Detailplanung. 3) Verzahnung von PFE und Regionalkonferenzen Im Konzept bleibt unklar, wie der Übergang von der Arbeit des PFE zu den Regionalkonferenzen gestaltet werden soll. Dazu gehören beispielsweise die Fragen, wie lange das PFE seine Arbeit in welcher Form fortführt, wie dessen Expertise bewahrt und weiterentwickelt wird und, insbesondere, in welcher Form die nationale Öffentlichkeitsbeteiligung nach Gründung der Regionalkonferenzen gewährleistet bleibt. 4) Kollaborative Ausarbeitung der Beteiligungsformate Die weitere Ausarbeitung und Präzisierung der Beteiligungsformate sollte im Sinne eines integrierenden Beteiligungsverständnisses in Zusammenarbeit mit PFE, NBG, BGE, BGZ und der Wissenschaft (z.B. DAEF) erfolgen. Dabei sollte ein iteratives Vorgehen gewählt werden, das schrittweise und mit Überprüfungsschleifen zu einem Startkonzept für die Beteiligung in der nächsten Phase führt. Vorschlag Neustrukturierung Beteiligungs‐ und Informationsangebote: Es folgt ein Vorschlag für eine Strukturierung der Beteiligungs‐ und Informationsangebote, welche außenstehenden eine bessere Einordnung der einzelnen Elemente bezüglich ihrer Zielsetzung erlauben soll. Die unter Kapitel 4 im Konzept aufgelisteten Formate wurden dafür kategorisiert und teilweise zusammengefasst. In der vorgeschlagenen Sortierung wird zwischen Beteiligungs‐ und Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Karlstr. 11, 76133 Karlsruhe Informations‐/Dialog‐ und Bildungsangeboten unterschieden, um die unterschiedlichen Grade der Beteiligung zu verdeutlichen. Eine weitere Ebene der Unterscheidung ist, ob sich die Angebote an regionale oder nationale Akteure richten. Anmerkungen:   Die Beteiligung der sogenannten „jungen Generation“ sowie der Zwischenlagergemeinden sollte in die aufgeführten Formate integriert werden und stellt keine eigenen Beteiligungsformate dar, es handelt sich dabei um spezifische Zielgruppen, die bei der Planung der Formate mit berücksichtigt werden sollten. Die neue Webseite ist kein Beteiligungsangebot, sondern ein Werkzeug für Informationsangebote. Ebenso ist der Expert:innenpool kein Beteiligungsangebot, sondern eine organisatorische Unterstützung. 4.1. Substantielle Vorbereitung der Regionalkonferenzen Ziel: Kollaborativ den Start der Regionalkonferenzen vorbereiten 4.1.1. Grundlagen Regionalkonferenzen und Fachkonferenz Rat der Regionen Ziel Durch kollaborative Entscheidungsfindung einen einheitlichen Rahmen und Orientierung für die Vorbereitungsphase und die Einrichtung der Regionalkonferenzen und der Fachkonferenz Rat der Regionen schaffen Zielgruppen Planungsteam Forum Endlagersuche, sowie weitere Bürger:innen der Teilgebiete (Diversität gewährleisten), Gesellschaftliche Organisationen, Kommunen, Nachbarstaaten (Behörden, Kommunen, Bürger:innen), Wissenschaft, Forschung, Bildung, Zivilgesellschaft Grad der Beteiligung Kollaborative Entscheidungsfindung sowie Konsultation Methoden / Werkzeuge noch offen Beteiligte Institutionen BASE, BGE, BGZ Kernteam für die Erarbeitung des Handbuchs bestehend aus BASE, BGE, BGZ, PFE, NBG diskutiert Grundlagen und stellt diese einer weiteren Öffentlichkeit zur Diskussion 4.1.2. Starterteams Regionalkonferenzen Ziel Netzwerkaufbau in den Regionen, Anpassung des Handbuchs Regionalkonferenzen an die Region Zielgruppen noch offen (zu definieren in 4.1.1.), z.B. Bürger:innen der Standortregionen, Kommunalvertreter:innen, Regionale politische Akteure, regionale Verbände, regionale zivilgesellschaftliche Organisationen Grad der Beteiligung Kollaborative Entscheidungsfindung Methoden / Werkzeuge durch die Beteiligten zu definieren Beteiligte Institutionen BASE, BGE Kommunikation und Aufbau von Netzwerken in den Regionen inhaltlich und fachlich unterstützt durch BASE und BGE. Anpassung des Handbuchs fachlich unterstützt durch BASE und BGE sowie selbst gewählte Expert:innen. 4.2 Informations‐, Dialog‐ und Bildungsangebote: regional Ziele: Die substantielle Beteiligung unterstützen und Interessierten Angebote bereiten 4.2.1. Zielgruppenspezifische (Online‐)Seminare Ziel Zielgruppen Grad der Beteiligung Methoden / Werkzeuge Regionalspezifische Bildungsangebote beispielsweise zu den Regionalkonferenzen und dem Rat der Regionen Interessierte Öffentlichkeit in den potentiellen Standortregionen, Kommunen (im In‐ und ggf. auch Ausland), Landes‐ und Regionalverwaltungen, politische Vertreter*innen Bildung Methoden der Erwachsenenbildung Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Karlstr. 11, 76133 Karlsruhe Beteiligte Institutionen BASE, BGE, PFE Vor dem Start der Regionalkonferenzen entwickelt das BASE gemeinsam mit der BGE, dem PFE und dem Expert:innenpool ein leicht zugängliches Bildungsangebot für die Teilnehmenden der Regionalkonferenzen und der Fachkonferenz Rat der Regionen zur Vermittlung von fachlichem Wissen, Verfahrensgrundlagen und Methodenkompetenzen. 4.2.2 Informationsangebote zu aktuellen Verfahrensschritten Ziel Prozess und Ansprechpartner:innen für aktuelle Verfahrensschritte bekannt machen Zielgruppen Interessierte Öffentlichkeit und weitere Stakeholder Grad der Beteiligung Information Methoden / Werkzeuge Vielfältige Informationsformate (z.B. Webseite, Flyer, Infostände, Informationsveranstaltungen), Medienarbeit, Faktencheck) Beteiligte Institutionen BASE, BGE, Starterteams / PFE, BGZ Passend zu den Verfahrensschritten werden mit ausreichend Vorlauf regional angepasste Informations‐ und Dialogangebote erstellt. Dies betrifft insbesondere den Standortregionenvorschlag, für den regionenspezifische Angebote gemeinsam mit den Starterteams oder, vor deren Gründung, dem PFE erarbeitet werden. Mit den Angeboten werden verschiedene Zielgruppen angesprochen (z.B. „junge Generation“). Eine Veranstaltung in diesem Kontext ist eine Auftaktveranstaltung für die Regionalkonferenzen. Zu den regionalspezifischen Angeboten zählen weiterhin Angebote für die Zwischenlagergemeinden (gemeinsam mit BGZ). 4.3 Nationale Beteiligungsmöglichkeiten Ziel: Der interessierten Öffentlichkeit außerhalb der Standortregionen Beteiligungsmöglichkeiten bieten 4.3.1. Forum Endlagersuche und Planungsteam Forum Endlagersuche Ziel Zielgruppen Grad der Beteiligung Methoden / Werkzeuge Beteiligte Institutionen s. Konzept Aktive Begleitung des Standortauswahlverfahrens, Interessenvertretung Interessierte Öffentlichkeit, gemeinnützige Organisationen, Kommunen Konsultativ Forum Endlagersuche, Anträge BASE, BGE, BGZ 4.3.2. Folgeformat Forum Endlagersuche Ziel Nach Start der Regionalkonferenzen der allgemeinen interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, das Auswahlverfahren aktiv zu begleiten, Regionen‐übergreifende Themen diskutieren und bearbeiten Zielgruppen Interessierte Öffentlichkeit, gemeinnützige Organisationen, Kommunen Grad der Beteiligung Konsultativ Methoden / Werkzeuge Format ähnlich Forum Endlagersuche, Anträge, Förderprogramm Zivilgesellschaft Beteiligte Institutionen BASE, BGE, BGZ, Folgeformat PFE Auch nach der Gründung der Regionalkonferenzen wird es eine allgemeine interessierte Öffentlichkeit geben, deren Begleitung für das Verfahren hilfreich ist. Weiterhin sollten Regionen‐übergreifende Themen in einem Diskussionsforum von der interessierten Öffentlichkeit gemeinsam bearbeitet werden können. Ein durchgehendes Angebot an die allgemeine interessierte Öffentlichkeit ist wichtig, um Rückhalt für das Verfahren in der Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten. Bedarfsorientierte Ausarbeitung des Förderprogramms Zivilgesellschaft gemeinsam mit der interessierten Öffentlichkeit 4.4 Informations‐, Dialog‐ und Bildungsangebote: national Ziele: Die substantielle Beteiligung unterstützen und Interessierten Angebote bereiten 4.4.1 Informationsangebote zu aktuellen Verfahrensschritten Ziel Zielgruppen Grad der Beteiligung Ablauf des Verfahrensschritts und Ansprechpartner:innen für aktuelle Verfahrensschritte bekannt machen Interessierte Öffentlichkeit und weitere Stakeholder Information

Langfriststrategie Negativemissionen - Stellungnahmen zur Bewertung der Methoden und Technologien zur CO₂-Entnahme

Mit der Langfriststrategie Negativemissionen zum Umgang mit unvermeidbaren Restemissionen will die Bundesregierung ein gemeinsames Verständnis der Rolle der CO₂-Entnahme für den Klimaschutz in Deutschland schaffen. Die Langfriststrategie Negativemissionen wird durch das BMWK in einem Beteiligungsverfahren erarbeitet. Die hier veröffentlichten Daten wurden in einer Online-Beteiligung vom 17. Oktober bis zum 17. November 2024 erhoben. Die strukturierte Datenerfassung erfolgte durch das Werkzeug SurveyXact. Es konnten Fragen zu der im Beteiligungsprozess erarbeiteten Bewertung der Methoden und Technologien zur CO₂-Entnahme beantwortet werden. Weitere Informationen zur Langfriststrategie Negativemissionen, dem Beteiligungsverfahren und den der Online-Beteiligung zugrunde liegenden Dokumenten sind auf den Internetseiten des BMWK veröffentlicht.

Wirkung staatlicher Fördermaßnahmen auf die Umsetzung von Radonsanierungsmaßnahmen im Wohnbereich ‐ eine Potenzialanalyse

Wirkung staatlicher Fördermaßnahmen auf die Umsetzung von Radonsanierungsmaßnahmen im Wohnbereich ‐ eine Potenzialanalyse Forschungs-/Auftragnehmer: IZT ‐ Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH , Berlin Projektleitung: Dr. L. Illge Beginn: 01.09.2020 Ende: 31.05.2021 Finanzierung: 117.493,78 Euro Maßnahmen gegen Radonzutritt ins Haus Radon in Innenräumen ist nach dem Rauchen eine der wichtigsten Ursachen für Lungenkrebs. Das Ausmaß der gesundheitlichen Wirkungen von Radon lässt sich nur durch eine Verringerung der Radon -Konzentration in Innenräumen senken. Das Strahlenschutzgesetz sieht verschiedene Maßnahmen vor, um die Gesundheit von Menschen in Gebieten mit hohem Radon -Vorkommen zu schützen. Bei privat genutzten Bestandsgebäuden setzen Bund und Länder auf Eigenverantwortung der Bevölkerung. Der Referenzwert gibt dafür einen Maßstab zur Einordnung der Radon -Situation im privaten Umfeld. Die Erfahrungen sowohl in Deutschland als auch international zeigen jedoch mangelnde Aufmerksamkeit der Bevölkerung gegenüber dem Thema Radon und eine geringe Bereitschaft, sich im privaten Umfeld damit auseinanderzusetzen. Die Risikowahrnehmung sowie die Motivation, selbst in Form von Radon -Messungen oder Radon -Sanierungen aktiv zu werden, sind wenig ausgeprägt. Insgesamt führt nur ein sehr geringer Teil der Bevölkerung Sanierungsmaßnahmen durch mit dem Ziel, die Radonkonzentration in Innenräumen zu senken. Zielsetzung Ziel des Forschungsvorhabens war es, die Möglichkeiten und Notwendigkeiten für ein Förderprogramm zur Sanierung von Wohngebäuden mit erhöhten Radonaktivitätskonzentrationen in der Innenraumluft, insbesondere in Radonvorsorgegebieten, zu prüfen. Dabei war zu prüfen, ob Synergieeffekte mit anderen Förderprogrammen erreicht werden können. Es war eine konkrete Aussage darüber zu treffen, in welcher Form ein staatliches Förderprogramm zur Sanierung von Wohngebäuden (Art und Höhe der Förderung, Adressat der Förderung) zu zusätzlichen Sanierungen von Gebäuden mit erhöhten Radonaktivitätskonzentrationen in der Innenraumluft führen würde. Methodik und Durchführung Literaturrecherche Im ersten Arbeitspaket wurde mittels einer Literaturrecherche der vorliegende Stand der bisherigen Erkenntnisse zur Wirkung von Fördermaßnahmen allgemein und speziell im Bereich Radon , auch international, aufgearbeitet. Interviews mit Expert*innen aus relevanten Themenbereichen rundeten die Literaturrecherche ab und stellten die Aktualität, Relevanz und Korrektheit der gefundenen Ergebnisse sicher. Leitfadengestützte Interviews Im zweiten Arbeitspaket wurden leitfadengestützte Interviews mit 35 Eigentümer*innen von Wohngebäuden geführt. Mit den Interviews wurde die Bedeutung einer staatlichen Fördermaßnahme für die Entscheidung, das Wohngebäude zu sanieren, untersucht. Für die Interviews wurden die Bundesländer Baden‐Württemberg und Sachsen ausgewählt. In beiden Bundesländern gibt es sowohl Gemeinden, die als Radonvorsorgegebiete identifiziert wurden, als auch Gemeinden, die keine Radonvorsorgegebiete sind. Damit konnten Wohngebäudeeigentümer*innen in und außerhalb von Radonvorsorgegebieten interviewt werden. Fachgespräch und Auswertung Im Arbeitspaket drei wurde abschließend ein Fachgespräch mit dem Titel "Wirkungspotential eines möglichen Förderprogramms für Radonsanierungen in Wohngebäuden" durchgeführt. Darin wurden die Ergebnisse aus AP 1 und AP 2 und die daraus vorläufig abgeleiteten Erkenntnisse vorgestellt. Sie wurden mit den eingeladenen Expert*innen diskutiert und fachlich bewertet. Dabei wurden auch die Erfolgsbedingungen und Herausforderungen eines möglichen Förderprogramms thematisiert. Außerdem wurde eine quantitative Abschätzung der Wirkungen eines möglichen Förderprogramms für Radonsanierungen vorgenommen, die auf der Veranstaltung zur Diskussion gestellt wurde. Die Diskussionen auf dem Fachgespräch wurden schriftlich dokumentiert und im Anschluss thematisch ausgewertet. Ergebnisse Dies sind die zentralen Ergebnisse des Forschungsvorhabens. Ausgestaltung des Förderprogramms Ob und in welchem Ausmaß ein Förderprogramm für Radonsanierungen wirksam ist, hängt maßgeblich von seiner Ausgestaltung ab. Essentiell ist eine einfache ("unbürokratische" und gut verständliche), zeitnahe und transparente Umsetzung des Förderprogramms aus Sicht der Fördernehmer*innen (Antragstellung, ggf. erforderliche Kostennachweise, Wirkungsnachweise der Radonsanierung). Die Interviews geben Hinweise darauf, dass Kostenzuschüsse auf eine große Akzeptanz stoßen würden, während dies bei Steuererleichterungen und einem kostengünstigen Kredit nur eingeschränkt der Fall zu sein scheint. Dennoch erscheint es sinnvoll, alle drei Optionen im Förderprogramm anzubieten, um so eine Wahlfreiheit zu ermöglichen. Erfahrungen aus Radonprogrammen und dem Bereich der energetischen Sanierung verweisen auf Förderquoten von 20 Prozent bis hin zu 100 Prozent, jeweils versehen mit einem Deckelbetrag, der bei den erwartbaren/üblichen Kosten einer Radonsanierung liegt (500 bis 5.000 Euro). Mit Blick auf die Förderquote wäre denkbar, je nach Höhe der Radonbelastung unterschiedliche Förderquoten anzusetzen (da der Handlungsbedarf unterschiedlich dringend erscheint). Stand: 18.09.2024

Gentechnisch veränderte Tiere, Algen und Bakterien

Das Projekt ist eine strategische Vorschau zur Entwicklung gentechnisch veränderter Tiere, Algen und Mikroorganismen. Es wurde untersucht, welcher Bedarf für die Risiko- und Nachhaltigkeitsbewertung sowie die breitere Technikfolgenabschätzung besteht.

BASE-Forschungsprojekt „Bürgerdialog Kernenergie“ und dessen Bedeutung für das heutige Standortauswahlverfahren

Erstmals hat sich ein interdisziplinäres wissenschaftliches Forschungsprojekt systematisch mit dem „Bürgerdialog Kernenergie“ (1974-1983) auseinandergesetzt. Dieses Angebot kann als erste staatliche Reaktion auf den wachsenden Widerstand gegen kerntechnische Anlagen in der Bevölkerung gesehen werden. Die Ergebnisse des Projekts liegen nun vor – sie zeigen, dass es viel zu lernen gibt für die heutige Suche nach einem sicheren Endlagerstandort. In den 1970er Jahren befand sich die Bundesrepublik Deutschland im Umbruch. Viele Sektoren waren betroffen. Beim Thema Energieversorgung stand die Republik vor mehreren Problemen: Die Energiekrise verlangte nach Antworten jenseits von Öl, um Wachstum und Wohlstand zu sichern. Zugleich wurden Forderungen aus der Bevölkerung nach direkter politischer Teilhabe und Mitbestimmung immer lauter. Vor allem das Thema „Kernkraft“ löste deutschlandweit Diskussionen aus. Immer mehr Bürger:innen zeigten sich skeptisch gegenüber der Hochrisikotechnologie; Proteste gegen Kernkraft wurden häufiger. Die administrativ-politischen Entscheidungsträger sahen sich unter Druck gesetzt: Der Bau von Kernkraftwerken wurde von ihnen parteiübergreifend als die richtige Antwort auf Fragen der Energieversorgung betrachtet. Kerntechnische Anlagen zu planen und zu bauen, gestaltete sich jedoch regional und überregional als immer größere Herausforderung. Manches Vorhaben musste aufgrund heftigen und anhaltenden Protests eingestellt werden. Zielsetzung des „Bürgerdialogs“: Wissensvermittlung und Austausch Um hier gegenzusteuern, rief die Bundesregierung 1974 den „Bürgerdialog Kernenergie“ ins Leben. Im Rahmen dieses Angebots wurde die Öffentlichkeit über Vor- und Nachteile der Kernenergienutzung sowie den Standpunkt der Bundesregierung informiert. Bei der Erstellung entsprechender Veröffentlichungen und der Umsetzung direkter Diskussionsformate (Seminare, Workshops, Informationsveranstaltungen) ging es auch um den gemeinsamen Austausch. Explizit wurden auch Kritiker:innen der Kernenergie unter dem Leitprinzip „Rede-Gegenrede“ einbezogen. Später wurden auch Alternativen zur Kernenergie zum Gegenstand des Dialogs. Unter anderem wurden Fragen wie „Wie wollen wir in Zukunft leben?“ diskutiert. Das Forschungsprojekt des BASE untersucht mehrere Fragestellungen: Wie wurde der „Bürgerdialog Kernenergie“ konkret umgesetzt? Welche Erwartungen verbanden die unterschiedlichen Beteiligten und wie wurde er in der Zivilgesellschaft, den Medien und der Wissenschaft wahrgenommen? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen begab sich das Projektteam – ein Verbund aus IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH , gemeinnützige DIALOGIK GmbH und Gorleben Archiv e.V. – in staatliche und nicht staatliche Archive. Die Wissenschaftler:innen analysierten die spärlich vorhandene Sekundärliteratur und führten Interviews mit Zeitzeugen. Darunter der ehemalige Bundesforschungsminister Volker Hauff oder Jo Leinen, ehemaliger Vorstandsprecher des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). „Bürgerdialog Kernenergie“: Alibikampagne oder innovatives Partizipationsangebot? Die Ergebnisse der Forschungsarbeit zeigen: Der „Bürgerdialog“ kann durchaus als innovative Form der Partizipation gesehen werden. Alle gewünschten Ziele erreichte das Angebot aber nicht. Entgegen den Erwartungen seiner Initiator:innen führte er zum Beispiel nicht zur Abnahme des Widerstands. Vielmehr betrachteten die Kritiker:innen des Kernenergie-Ausbaus den „Bürgerdialog“ teilweise als „Alibikampagne“ mit dem Ziel, kerntechnischen Anlagen zum Bau zu verhelfen. Teils nutzen sie die bereitgestellten Ressourcen erfolgreich, um verstärkt Expertise aufzubauen und zu verbreiten Dennoch sollte der „Bürgerdialog“ nicht als gescheiterter Versuch einer „Akzeptanzbeschaffung“ verstanden werden. Den Initiator:innen ging es vor allem darum, mit Bürger:innen in den Austausch zu kommen und ein neues Dialoginstrument zu testen. Man wollte – wie Bundeskanzler Willy Brandt 1969 erklärt hatte – „mehr Demokratie wagen“. Die Relevanz, die der Bürgerdialog für die Bundesregierung hatte, zeigt sich auch darin, dass neben (geförderten) Veranstaltungen und Publikationen regelmäßige Gesprächskreise der Minister mit Vertreter:innen der Zivilgesellschaft durchgeführt wurden. In diesen wurde das Instrument „Bürgerdialog“ stetig diskutiert und weiterentwickelt. Der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Bürgerdialog Kernenergie“ kann auf der Forschungsseite des BASE heruntergeladen werden. Erkenntnisse aus dem Bürgerdialog sind nutzbar für heutiges Standortauswahlverfahren Trotz zahlreicher Unterschiede zwischen „damals“ und „heute“ können vorliegende Erkenntnisse auch für das aktuelle Standortauswahlverfahren zur Suche eines Endlagers für hochradioaktive Stoffe genutzt werden. Viele im Laufe des „Bürgerdialogs“ thematisierte Kritikpunkte ( u.a. Intransparenz, Ressourcenungleichheit, mangelnder Zugang zu relevanten Informationen) – sind heute im Rahmen des Standortauswahlgesetzes geregelt. So werden relevante Dokumente im aktuellen Verfahren auf einer Informationsplattform zur Verfügung gestellt. Das Nationale Begleitgremium sowie die zukünftigen Regionalkonferenzen verfügen über Mittel, um eigene wissenschaftliche Gutachten in Auftrag zu geben. So können sie eigene Expertise in das als selbst hinterfragend und lernend angelegte Verfahren einspeisen. Durch diese Regelungen profitiert die jetzige Verfahrensarchitektur. Sie stellt also bereits ein Lernen dar – auch dank der Erfahrungen aus dem „Bürgerdialog Kernenergie“. 29.04.2024 Weitere Informationen zu Forschungsprojekt und Abschlussbericht Forschungsseite zum Forschungsprojekt "Bürgerbeteiligung Kernenergie" des BASE

Umweltbezogene Technikfolgenabschätzung Mobilfunk in Deutschland

Dieser Bericht präsentiert eine überschlägige Umweltbewertung der deutschen Mobilfunknetze für das Referenzjahr 2019 sowie eine ⁠ Prognose ⁠ der Entwicklung bis zum Jahr 2030. Neben den konventionellen Trägerfrequenzen wurden erstmals auch neuartige 5G Millimeterwellensysteme modelliert. Die lebenszyklusorientierte Umweltbewertung bilanziert die Herstellungs- und Nutzungsphase der Mobilfunknetztechnik in einem Basisszenario sowie in mehreren alternativen Szenarien, die Umweltoptimierungen beinhalten. Der Bericht erläutert den methodischen Ansatz der Modellierung, die Berechnungsergebnisse für die einzelnen Entwicklungsszenarien sowie die Handlungsempfehlungen für Entscheider aus Wirtschaft und Politik. Veröffentlicht in Texte | 26/2023.

Tipps zum Energiesparen – die Zeitumstellung tut es nicht

Tipps zum Energiesparen – die Zeitumstellung tut es nicht Am Sonntag, den 26. März, ist es wieder soweit: Die Uhren werden auf Sommerzeit umgestellt. Weniger Energie wird dadurch nicht verbraucht. Wir geben Tipps, wie Sie wirklich Energie sparen können. Eingeführt wurde die Sommerzeit auf EU-Ebene in den 1980er Jahren. Ein Ziel war, Energie zu sparen. Aber: Wieviel Energie durch die Umstellung auf Sommerzeit tatsächlich eingespart wird, lässt sich nicht genau beziffern, denn: Die Umstellung führt an der einen Stelle zu einem geringeren und an der anderen zu einem höheren Verbrauch: Die Zeitverschiebung um eine Stunde nach vorn während der Sommerzeit bedeutet eine bessere Ausnutzung der Tageshelligkeit im Sommer und damit eine Stromeinsparung für Beleuchtung in den Abendstunden, wobei diese Ersparnis durch den Anstieg der Effizienz der auf dem Markt angebotenen Leuchtmittel in den vergangenen Jahren gesunken sein dürfte. Gleichzeitig ergibt sich durch das Vorverlegen des Aufstehens in die kühleren Morgenstunden ein Mehrverbrauch an Heizenergie im Frühjahr und im Herbst. Daneben gibt es Auswirkungen auch an anderer Stelle. Die längere Tageshelligkeit am Abend kann zu einem veränderten Freizeitverhalten führen und mit einem Mehrverbrauch im Verkehr und in Freizeiteinrichtungen verbunden sein. In Bezug auf die Auswirkungen der Zeitumstellung auf die Wirtschaft kennen wir keine belastbaren Informationen oder quantitativen Daten. Die wenigen vorhandenen Quellen beruhen größtenteils auf subjektiven Einschätzungen. Neben Fragen der Energieeinsparung spielen auch Fragen der Gesundheit eine Rolle. Es gibt vermehrte Anhaltspunkte dafür, daß sich die Anpassung der biologischen Rhythmen insbesondere an die Zeitumstellung im Frühjahr nicht so einfach vollzieht. Hier gibt es Hinweise, dass die Anpassung selbst innerhalb von vier Wochen nach der Umstellung möglicherweise nur unvollständig bzw. gar nicht gelingt. Demgegenüber scheint die Zeitumstellung im Herbst weniger problematisch. Unklar ist jedoch, zu welchen relevanten Gesundheitsauswirkungen die zeitumstellungsbedingten Störungen in den biologischen Rhythmen führen. Das sind die Ergebnisse einer Untersuchung des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. Auch auf EU-Ebene wurde die Frage einer möglichen Energieeinsparung untersucht. Im Ergebnis zeigten sich insgesamt nur geringfügige Einsparungen für die EU als Ganzes. In den einzelnen EU-Mitgliedstaaten kann die durch die Zeitumstellung bedingte Änderung des Energieverbrauches negativ oder positiv ausfallen. Dies ist durch Unterschiede in der geographischen Lage sowie bei Wirtschaft und Kultur bedingt. Im Sommer 2018 konnten sich die EU-Bürger zu ihren Erfahrungen mit der Sommerzeit und zur Frage der Beibehaltung oder Abschaffung der Zeitumstellung äußern. Es ging eine sehr große Zahl an Rückmeldungen ein, die bezüglich der Zusammensetzung der Teilnehmer aber nicht repräsentativ war. Von den Teilnehmern sprachen sich 84 % für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. In Reaktion darauf schlug die EU-Kommission vor, die Umstellung abzuschaffen. Das EU-Parlament stimmte dem zu, bei den Mitgliedstaten, die ebenfalls zustimmen müßten, gibt es aber unterschiedliche Positionen und bisher noch keine Einigung. Die einen sind entschieden für eine Abschaffung, andere eher für eine Beibehaltung und einige haben keine eindeutige Position. Mit einer Abschaffung der EU-weit einheitlichen Zeitumstellung ist vorerst kaum zu rechnen. Die Zeitumstellung spart Ihnen im Saldo also kaum Energie. Mehr Erfolg haben Sie bei sich zuhause mit anderen Methoden: Heizen ist der mit Abstand größte Energieverbraucher und CO 2 -Verursacher im Haushalt. Der Anteil der Heizenergie am Energieverbrauch eines Haushaltes liegt etwa bei 70 Prozent. Hier liegt auch ein großes Potenzial, Energie einzusparen. Je mehr Quadratmeter wir beheizen und je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto größer sind der Heizenergiebedarf und damit auch der ⁠ Treibhausgas ⁠-Ausstoß. Neben einer effizienten Heizungsanlage und einer guten Dämmung ist es auch wichtig, die Temperatur unter Kontrolle zu halten. Als Richtwert gelten 20 °C für den Wohnbereich, 18 °C für die Küche und 17 °C für den Schlafbereich. Die Warmwasserbereitung ist im Privathaushalt der zweitgrößte Energieverbraucher. Der Energiebedarf für Warmwasser macht im Schnitt 14 Prozent des Energiebedarfs eines Haushaltes aus. Energie und Kosten können zum Beispiel dadurch gespart werden, dass man duscht anstatt zu baden: Für ein Vollbad in der Wanne benötigt man im Schnitt 200 Liter Wasser. Bei 10 Minuten Duschen fließen im Schnitt 100 Liter durch die Leitung. Dieses zu erhitzen, kostet nur die Hälfte. Wer einen wassersparenden Duschkopf einbaut, kann weitere 40 Prozent Warmwasser einsparen. Besonders lohnt sich die Ersparnis in Haushalten, in denen Wasser mit Strom erhitzt wird. Hier kostet ein Duschbad mit einem wassersparenden Duschkopf etwa 1,30 € für das Wasser selbst und seine Erwärmung. Wer stattdessen ein Vollbad nimmt, zahlt etwa 3 € mehr. Neben der Heizenergie lässt sich im Haushalt vor allem beim Strom noch sehr viel Energie sparen. Der Anteil des Stromes am gesamten Energieverbrauch eines Haushaltes liegt bei etwa 20 Prozent. Haushaltsgroßgeräte wie Kühlschrank und Herd sowie – weniger bekannt – die Heizungsumwälzpumpe sind die großen Stromfresser im Haushalt. Bei den Haushaltsgroßgeräten hilft die EU-Energieverbrauchskennzeichnung beim Stromsparen. Orientieren Sie sich beim Neukauf daran und bevorzugen Sie A bzw. B- Geräte. Der Ersatz stromvergeudender Glühlampen, seien es herkömmliche oder Halogenglühlampen, macht sich auch im Portemonnaie schnell bezahlt. Mit der Wohnungsbeleuchtung durch LED-Lampen lassen sich viele Kilowattstunden Strom im Jahr sparen. Denn sie brauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als Standardglühlampen. Und nicht zuletzt: Leerlaufverluste , zum Beispiel durch Stand-by-Betrieb, abschalten. Computer, Stereo-Anlage, Fernseher und etliche weitere Geräte können Strom verbrauchen, ohne dass sie eingeschaltet sind. Wer sich die Mühe macht, mit einem Strommessgerät diese heimlichen Verbräuche zu enttarnen, wird überrascht sein, wo überall unverhältnismäßig viel Strom fließt. Einzelsteckdosen oder Steckdosenleisten zum Abschalten bieten hierfür eine gute Lösung.

Grundwassertemperatur 2015

Gross, G. (1991): Das Klima der Stadt in Dynamik umweltrelevanter Systeme. – Springer-Verlag. Henning, A. (1990): Bedeutung von Temperaturmessungen in Grundwasserbeobachtungsrohren für Hydrologie und Erdwärmenutzung. -Diplomarbeit, Institut für Angewandte Geophysik, Petrologie und Lagerstättenkunde der Technischen Universität Berlin. Henning, A. & A. Limberg (2012): Veränderung des oberflächennahen Temperaturfeldes von Berlin durch Klimawandel und Urbanisierung. Brandenburgische Geowiss. Beitr., 19, 1, S. 81-92, Cottbus. Henning Energie- und Umweltberatung (2010): Aktualisierung der Temperaturkarte von Berlin – Analyse der Messungen aus dem Sondertemperaturmessnetz, Gutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, unveröffentlicht. Honarmand, H. & H. Völker (1999): Bestimmung der Wärmestromdichte und Bewertung der Wärmeleitfähigkeitsdaten für 5 Prärupelton-Tiefbohrungen des Berliner Bohrprogramms Süd; Bericht im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie Berlin, unveröffentlicht. Hurtig, E. & Ch. Oelsner (1979): The Heat Flow Field on the Territory of the German Democratic Republic: Terrestrial Heat Flow in Europe. – edited by V. Cermak and L. Rybach, Springer-Verlag, S. 186-190. Karten SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2001): Umweltatlas Berlin, Karte 04.02 Langjähriges Mittel der Lufttemperatur 1961-1990 (Ausgabe 2001), Berlin. /umweltatlas/klima/entwicklung-von-klimaparametern/1961-1990/karten/artikel.1061464.php SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2010): Umweltatlas Berlin, Karte 01.08 Geländehöhe. Berlin. SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2010): Umweltatlas Berlin, Karte 02.07 Flurabstand des Grundwassers (Ausgabe 2010). Berlin. /umweltatlas/wasser/flurabstand/2009/karten/artikel.988475.php SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2011): Umweltatlas Berlin, Karte 06.01 Reale Nutzung der bebauten Flächen. (Ausgabe 2011) Berlin. /umweltatlas/nutzung/flaechennutzung/2010/karten/artikel.992707.php SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) (Hrsg.) 2015: Umweltatlas Berlin, Karte 02.12, Grundwasserhöhen des Hauptgrundwasserleiters und des Panketalgrundwasserleiters (Ausgabe 2015), 1 : 50 000, Berlin. /umweltatlas/wasser/grundwasserhoehen/2015/karten/artikel.1002472.php SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) (Hrsg.) 2015: Umweltatlas Berlin, Karte 02.18, Geothermisches Potenzial – spezifische Wärmeleitfähigkeit und spezifische Entzugsleistung (Ausgabe 2015), 1 : 50 000, Berlin. /umweltatlas/wasser/geothermisches-potenzial/2017/karten/index.php SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) (Hrsg.) 2013: Umweltatlas Berlin, Karte 01.17, Geologische Skizze, 1 : 50 000, Berlin. /umweltatlas/boden/geologische-skizze/2007/karten/artikel.964029.php

Grundwassertemperatur 2012

Gross, G. (1991): Das Klima der Stadt in Dynamik umweltrelevanter Systeme. – Springer-Verlag. Henning, A. (1990): Bedeutung von Temperaturmessungen in Grundwasserbeobachtungsrohren für Hydrologie und Erdwärmenutzung. -Diplomarbeit, Institut für Angewandte Geophysik, Petrologie und Lagerstättenkunde der Technischen Universität Berlin. Henning, A. & A. Limberg (2012): Veränderung des oberflächennahen Temperaturfeldes von Berlin durch Klimawandel und Urbanisierung. Brandenburgische Geowiss. Beitr., 19, 1, S. 81-92, Cottbus. Henning Energie- und Umweltberatung (2010): Aktualisierung der Temperaturkarte von Berlin – Analyse der Messungen aus dem Sondertemperaturmessnetz, Gutachten im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, unveröffentlicht. Honarmand, H. & H. Völker (1999): Bestimmung der Wärmestromdichte und Bewertung der Wärmeleitfähigkeitsdaten für 5 Prärupelton-Tiefbohrungen des Berliner Bohrprogramms Süd; Bericht im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie Berlin, unveröffentlicht. Hurtig, E. & Ch. Oelsner (1979): The Heat Flow Field on the Territory of the German Democratic Republic: Terrestrial Heat Flow in Europe. – edited by V. Cermak and L. Rybach, Springer-Verlag, S. 186-190. Karten SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2001): Umweltatlas Berlin, Karte 04.02 Langjähriges Mittel der Lufttemperatur 1961-1990 (Ausgabe 2001), Berlin. /umweltatlas/klima/entwicklung-von-klimaparametern/1961-1990/karten/artikel.1061464.php SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2010): Umweltatlas Berlin, Karte 01.08 Geländehöhe. Berlin. SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2010): Umweltatlas Berlin, Karte 02.07 Flurabstand des Grundwassers (Ausgabe 2010). Berlin. /umweltatlas/wasser/flurabstand/2009/karten/artikel.988475.php SenStadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) (Hrsg.) (2011): Umweltatlas Berlin, Karte 06.01 Reale Nutzung der bebauten Flächen. (Ausgabe 2011) Berlin. /umweltatlas/nutzung/flaechennutzung/2010/karten/artikel.992707.php SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) (Hrsg.) 2012: Umweltatlas Berlin, Karte 02.12, Grundwasserhöhen des Hauptgrundwasserleiters und des Panketalgrundwasserleiters (Ausgabe 2012), 1 : 50 000, Berlin. /umweltatlas/wasser/grundwasserhoehen/2012/karten/artikel.961910.php SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) (Hrsg.) 2012: Umweltatlas Berlin, Karte 02.18, Geothermisches Potenzial – spezifische Wärmeleitfähigkeit und spezifische Entzugsleistung (Ausgabe 2012), 1 : 50 000, Berlin. /umweltatlas/wasser/geothermisches-potenzial/2017/karten/index.php SenStadtUm (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) (Hrsg.) 2013: Umweltatlas Berlin, Karte 01.17, Geologische Skizze, 1 : 50 000, Berlin. /umweltatlas/boden/geologische-skizze/2007/karten/artikel.964029.php

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