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Facination Microbiology - Processing and Presentation of Microbiological Data on the Internet for Distance Education

Goal of the project is the creation of educational materials which can be used in lectures and seminars in the area of microbiology (WWW web site). The project is focused on (1) preparation and presentation of micro-biological topics; (ii) introduction of interactive seminars (homework, exams, feedback) via Internet; (iii) presentation of data (animation, model simulations, videos) which can be poorly presented during seminars and which are accessable from off-campus; (Iv) increased motivation through novel learning technologies; (v) evaluation of seminar through Internet; (vi) direct feedback to teacher.

Energieverbrauch und Energieeffizienz in Deutschland in Zahlen

<p>Den Energieverbrauch zu reduzieren, ist zentrale Säule der Energiewende und entscheidend für den Klimaschutz. Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, verringert den Bedarf bei der Energiebereitstellung, sei es fossil oder erneuerbar. Das Umweltbundesamt zeigt die Entwicklung des Endenergieverbrauchs und der Energieeffizienz in Deutschland absolut und nach Sektoren seit 1990.</p><p>Einsparung beim Energieverbrauch wesentlich für den Klimaschutz </p><p>Den Energieverbrauch, also den Verbrauch von Kraftstoffen, Wärme, Strom zu reduzieren, ist zentrale Säule der Energiewende und wesentliche Voraussetzung für einen effektiven ⁠Klimaschutz. Dies belegen zahlreiche <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/szenarien-projektionen-zu-klimaschutz-energie">Klimaschutzszenarien</a>. Zum Energiesparen trägt einerseits bei, die gewünschte „Leistung“ mit weniger ⁠Endenergie⁠ zu erreichen („Effizienz“-Strategie). Andererseits gilt es auch zu hinterfragen, welcher scheinbare „Bedarf“ wirklich benötigt wird („Suffizienz“-Strategie). Das 2023 verabschiedete Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verbessert den Rahmen für Effizienzsteigerungen und Energiesparen in Deutschland und legt erstmals verbindliche Energieeinsparziele gesetzlich fest. Der Handlungsbedarf zur Energieeinsparung ist groß: Der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Endenergieverbrauch#alphabar">Endenergieverbrauch</a>⁠ (EEV) in Deutschland sank zwar von 2021 bis 2023, doch stieg er 2024 wieder an. Damit wuchs die Lücke des EEV zu den gesetzlichen Zielen wieder. Die Diagramme „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/dokument/energieverbrauch-energieeffizienz-in-deutschland">Energieverbrauch und Energieeffizienz in Deutschland</a>“ und die nachfolgende Zusammenfassung stellen dar, wie sich Endenergieverbrauch, Endenergiemix und die Endenergieeffizienz für Deutschland sowohl insgesamt als auch differenziert nach einzelnen Sektoren bisher entwickelt haben.</p><p>Entwicklung von Endenergieverbrauch und Energieeffizienz bis 2024</p><p>Der Endenergieverbrauch in Deutschland sank von 1990 bis 2018 nur leicht, beziehungsweise stagnierte weitgehend. Erst 2019 ging der gesamte Endenergieverbrauch spürbarer zurück, unter anderem in Folge der Corona-Pandemie sowie des Kriegs gegen die Ukraine („Energiekrise“) und der jeweils entsprechenden Maßnahmen. Dadurch liegt der Endenergiebedarf im Jahr 2024 13,0 Prozent unter dem Niveau von 2008, aber befindet sich damit nicht auf Zielpfad gemäß EnEfG: § 4 Abs. 1 Nr. 1 EnEfG sieht bis 2030 eine Minderung auf 1.867 Terawattstunden vor. Nachdem der Endenergieverbrauch zwei Jahre in Folge deutlich zurückgegangen war, stieg er 2024 wieder leicht um 0,15 Prozent an. Der Verbrauch lag damit 2024 gut neun Prozent über dem Zielpfad und damit höher als 2023 (7 Prozent).</p><p>Der im Vergleich zu 2019 deutlich gesunkene ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Endenergieverbrauch#alphabar">Endenergieverbrauch</a>⁠ und das steigende Bruttoinlandsprodukt (BIP) führten dazu, dass die Energieproduktivität als ökonomisches Maß für die Energieeffizienz seit 2008 deutlich anstieg und zwar um 32,2 Prozent bis zum Jahr 2024. Jedoch führte der Rückgang des BIP innerhalb eines Jahres um 0,2 Prozent bei steigendem Energieverbrauch dazu, dass die Endenergieproduktivität 2024 um 0,4 Prozent zurückging. Dem bisherigen Energieeffizienz-Fortschritt droht damit die Stagnation.</p><p>Der Endenergieverbrauch (EEV) der Industrie stagnierte nach der Finanzkrise 2009 bis 2018 auf relativ konstantem Niveau. Im Jahr 2024 reduzierte sich der EEV um rund 11,8 Prozent im Vergleich zu 2008. Gegenüber dem Vorjahr stieg der EEV um 2,5 Prozent. Den EEV der Industrie beeinflussen insbesondere strukturelle Effekte wie Produktion oder Konsum, Energieeffizienzmaßnahmen und Elektrifizierung von fossilen Prozessen, oder die Energiepreise. Die Bruttowertschöpfung des Industrie-Sektors stieg, abgesehen von Effekten der Wiedervereinigung nach 1990 und der „Finanzkrise“ 2009, kontinuierlich bis 2018 an. Seitdem verzeichnet die Industrie eine sinkende Bruttowertschöpfung. Die Endenergieproduktivität wurde im Trend bis 2019 kontinuierlich gesteigert. Während der „Energiekrise“ wurden auch in den Jahren 2022 und 2023 deutliche Effizienzsteigerungen erzielt. 2024 reduzierte sich dagegen die Endenergieproduktivität des Sektors um 5,2 Prozent.</p><p>Der Endenergieverbrauch des Sektors Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD) geht seit 1990 kontinuierlich zurück. Gegenüber 2008 sank der Energieverbrauch im Jahr 2024 um 25,9 Prozent, gegenüber dem Vorjahr stieg er leicht um 0,5 Prozent. Die Bruttowertschöpfung des GHD-Sektors nimmt seit 1991 kontinuierlich zu. Im Vergleich zum Industriesektor werden EEV und Bruttowertschöpfung des Sektors weniger stark von Kriseneffekten beeinträchtigt. Der konstant sinkende Endenergieverbrauch sowie die steigende Bruttowertschöpfung führen zu einer stetig zunehmenden Endenergieproduktivität.</p><p>Der Endenergieverbrauch der Privathaushalte in Deutschland verharrt seit 1990 auf relativ konstantem Niveau. Erst seit 2022 sinkt der Endenergieverbrauch. Die Minderung im Jahr 2024 beträgt 13,2 Prozent gegenüber 2008 und 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während der Corona-Pandemie ab 2019 stieg der EEV des Sektors leicht an (u.a. mehr Zeit im Haushalt sowie Homeoffice). Stärker wirken sich allerdings Witterungseffekte und kalte ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/w?tag=Witterung#alphabar">Witterung</a>⁠ aus, wie der Anstieg 2021 verdeutlicht. Im Jahr 2022 machen sich unter anderem die Bemühungen zum Energiesparen der privaten Haushalte als Reaktion auf den Krieg gegen die Ukraine und die drohende Gasmangellage, sowie die hohen Energiepreise bemerkbar.</p><p>Der Endenergieverbrauch (EEV) im gesamten Verkehrssektor stieg zwischen 2000 und 2018 stetig an. Erst mit der Corona-Pandemie sank der EEV des Sektors im Jahr 2020 erstmals deutlich, unter anderem aufgrund der Maßnahmen zur Einschränkung der Mobilität sowie dem Aufkommen von Home-Office. Der Endenergieverbrauch stieg zwar wieder etwas an. Trotzdem beträgt die Minderung noch 6,4 Prozent im Vergleich zu 2008. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich der EEV leicht um 1,8 Prozent.</p><p>Stromverbrauch</p><p>Der absolute Stromverbrauch hat sich im Vergleich zu 1990 kaum verändert. Jedoch hat sich das BIP in dieser Zeit um über 50 Prozent erhöht. Dadurch stieg die Stromproduktivität der Gesamtwirtschaft um 53,7 Prozent. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 stieg die Stromproduktivität mit 11,1 Prozent besonders deutlich, da die Nachfrage nach Elektrizität in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit hohen Energiepreisen zurückging und das BIP nur moderat anstieg. 2024 stieg der Stromverbrauch erstmals wieder um 1,6 Prozent an – trotz einer schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung. Dadurch fiel die Stromproduktivität um 1,8 Prozent gegenüber 2023.</p><p>Die Vorteile der Energieeffizienz werden oft unterschätzt. Ohne Energieeffizienz-Steigerungen wäre der Stromverbrauch im Jahr 2024 gegenüber 2008 um einer Drittel höher, und der Erneuerbaren-Anteil am Stromverbrauch läge bei nur 41,3 anstatt bei real 54,4 Prozent (vgl. Abbildung). Energieeffizienz ist eine tragende Säule der Energiewende, die den Verbrauch reduziert und damit den Weg für erneuerbare Energien ebnet. Dies sollte auf allen Ebenen und bei allen Akteuren Priorität haben.</p><p>Energieverbrauch macht Fortschritte, aber weitere Anstrengungen und Maßnahmen für Zielerreichung notwendig</p><p>Nachdem der Energieverbrauch in den beiden vorangegangen Jahren deutlich zurückgegangen ist, stieg er 2024 wieder leicht an. Mittlerweile sind die „Sondereffekte“ durch die Corona-Pandemie immer weniger bemerkbar und auch die Lieferketten von fossilen Primärenergieträgern funktionieren wieder, nachdem diese im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine teilweise unterbrochen wurden und hohe Energiepreise zur Folge hatten. Die Politik hat in beiden Krisen (Corona-Pandemie, „Energiekrise“) mit neuen Politikinstrumenten und Maßnahmen reagiert. Diese haben einerseits zu verhaltensbedingten Energieeinsparungen in allen Sektoren geführt, und andererseits die Steigerung der Energieeffizienz und die zukunftsfähige Transformation von Haushalten, öffentlicher Hand und Unternehmen vorangetrieben. Ohne die Energiespar- und Energieeffizienz-Maßnahmen der Bevölkerung und Unternehmen wären die „Energiekrisen“-Winter nicht so glimpflich verlaufen, hätten deutlich mehr klimaschädliche Energieträger wie Öl oder Kohle verbrannt werden müssen, und wäre die Abhängigkeit von Energieimporten stärker. 2024 haben sich die Energiepreise für Industrie weiter normalisiert. Dadurch stieg der Verbrauch in diesem Sektor. Der fossile Energieverbrauch und damit der Gesamtverbrauch der privaten Haushalte sinken dagegen weiter: Energieeffizienz und Energiesparen entfalten weiterhin eine Wirkung.</p>

Home-Office und Energiewende - Veränderungen durch mobiles Arbeiten und Chancen für die Transformation des Energiesystems

Forschungsprojekt: Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie

Welche Gründe könnten dazu führen, dass auch eine Wohnstandortwahl in kleinen Städten und Gemeinden möglich ist und somit auch periphere Regionen von dem Trend profitieren könnten? Im Forschungsvorhaben „Wohn- und Lebenskonzepte in der Peripherie“ werden die aktuellen „Stadt-Land-Wanderungen“ analysiert, um Ursachen und Motive der Umzüge zu verstehen und deren räumliche Auswirkungen einschätzen zu können. Jahrzehntelange Wellen der Suburbanisierung haben die Siedlungsentwicklung in immer weiter von Großstädten entfernte Räume gelenkt. Nach einer kürzeren Phase der Reurbanisierung häufen sich aktuell erneut Berichte und Studien über zunehmende (Binnen-)Wanderungsgewinne ländlicher Städte und Gemeinden. Sie werden dabei durch verschiedene Trends beeinflusst, die als Push- und Pull-Faktoren wirken. Abwanderung aus Städten in ländlichere Räume ist bei Nahwanderungen in erster Linie ein Ergebnis objektiver Gegebenheiten des Wohnungsmarktes, die sich in unterschiedlichen Wohnraumknappheiten und Preisdifferenzen ausdrücken. Der aktuell sehr hohe Druck auf dem Wohnungsmarkt in vielen Großstädten wirkt hier als Push-Faktor. Als weiterer Push-Faktor gilt die stetig wachsende Dichte großer Städte mit all ihren Nebenwirkungen wie mehr Verkehr, stärker frequentierten öffentlichen Räumen oder überlasteter Infrastruktur. Neben geringeren Wohnkosten und mehr Freiraum können ländliche Räume außerhalb von Großstadtregionen aber auch von neuen technischen Möglichkeiten, insbesondere durch die Bereitstellung von Mobilfunk- und Breitbandanbindungen profitieren, die das digitale Arbeiten im Homeoffice ermöglichen. Daneben bestimmen individuelle (Wohnstandort-)Ansprüche die Motive für oder gegen einen Wohnstandort in ländlichen Räumen (Pull-Faktoren) (vgl. Adam/Pütz 2023: 4). Die Gründe der „Stadtflucht“ können somit vielfältig sein. Es wurde jedoch noch nicht hinreichend analysiert, ob sich der Trend verstetigt und welche kleinen Städte und Gemeinden in peripheren Regionen profitieren können. Auch mögliche Folgewirkungen in unterschiedlichen Dimensionen (Siedlungsstruktur, Mobilität, Infrastrukturauslastung etc.) sind derzeit noch nicht absehbar. Es sind zum Beispiel Veränderungen der Mobilitätsmuster zu erwarten, wenn sich Entwicklungen einer Stadtflucht verstetigen und sowohl suburbane als auch periphere Räume durch Zuzug profitieren. Dabei kann es zu längeren Pendelwegen kommen, die teilweise aber nur an wenigen Tagen pro Woche frequentiert werden. Inwieweit daraus eine Überkompensation der Mobilität resultiert, lässt sich zunächst nur vermuten. Es besteht die Gefahr von Rebound-Effekten, die sich aus längeren Pendelwegen und mehr Freizeitmobilität ergeben können Vor diesem Hintergrund sind Erkenntnisse erforderlich, die eine Bewertung aus räumlicher Sicht zulassen und den Blick für eine angemessene Steuerung des Phänomens „der aktuellen Stadt-Land-Wanderungen“ schärfen. In diesem Projekt werden verschiedene Fragestellungen aufgegriffen, die dazu beitragen, die Lebens- und Wohnkonzepte von Personen, die in ländliche Regionen gezogen sind, in ihren Ursachen, Motiven und räumlichen Auswirkungen besser einschätzen zu können. Die Ergebnisse können somit Grundlagen sowohl für die (Weiter-)Entwicklung kommunaler und regionaler Wohnungsmarktstrategien als auch für die Prognose zukünftiger Binnenwanderungen liefern. Weitere Informationen finden Sie hier . Quelle: BBSR

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Bus & Bahn

<p>Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Bus &amp; Bahn</p><p>Die Corona-Pandemie und die dadurch ausgelöste verstärkte Nutzung digitaler Austauschformate führen zu Veränderungen ÖPNV. Aus Angst vor Ansteckung und aufgrund veränderter Arbeitsbedingungen sank die Nachfrage in den Jahren 2020/2021. Maßnahmen wie das 9-Euro-Ticket zeigen, dass es innovative Ansätze braucht, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern. Eine Studie bewertet Ideen.</p><p>Im Auftrag des Umweltbundesamtes haben die Beratungsunternehmen kcw sowie Probst &amp; Consorten die Veränderungen in der Verkehrsnachfrage durch die Corona-Pandemie untersucht. In der Studie „<a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/weiterentwicklung-des-oepnv-in-nach-der-pandemie">Weiterentwicklung des ÖPNV in und nach der Pandemie</a>“ zeigt sich, dass sich die Nachfrage im öffentlichen Personennahverkehr nach einem starken Rückgang aufgrund von Kontaktbeschränkungen und Schließungen inzwischen wieder weitestgehend normalisiert hat. Zugleich nahm die Nutzung digitaler Austauschformate wie Videotelefonie sprunghaft zu. Ob die Veränderungen zum Beispiel durch Homeoffice, Homeschooling und Online-Einkäufe in der Verkehrsnachfrage nachhaltig Bestand haben werden, ist noch offen. Aber es ist stark davon auszugehen, dass die angesprochenen digitalen Bereiche des Alltags auch künftig eine wichtige Rolle in der Nachfrage des ÖPNV spielen werden.</p><p><strong>Auslastungssteuerung als Schutz vor Ansteckung</strong></p><p>Die Sorge vor Infektionen in Bus und Bahn war während der Corona-Pandemie sehr hoch, da hier Abstandsregeln kaum einzuhalten sind. Zwar konnten Studien keine Belege für eine erhöhte Ansteckungsgefahr erbringen, aber nach wie vor leidet der ÖPNV unter einem verschlechterten Image. Die Branche versucht, diese Herausforderung anzunehmen und mittels verschiedener Lösungen die <strong>Hygienestandards</strong> zu heben – wie zum Beispiel eine häufigere Lüftung und Reinigung zum verbesserten Schutz vor Viren. Aber auch Maßnahmen zur <strong>Auslastungssteuerung</strong> können dazu beitragen, eine Überfüllung von Bussen und Bahnen zu vermeiden, so die Ergebnisse der Studie. Hierzu gehören informative (zum Beispiel Auslastungsanzeige in einer App) und tarifliche Maßnahmen (zum Beispiel „9-Uhr-Ticket“).</p><p><strong>Innovative Tarife für den ÖPNV</strong></p><p>Abschließend werden in der Studie auch <strong>alternative Tarifkonzepte</strong> – als Reaktion auf veränderte Nachfragemuster – auf Grundlage eigens durchgeführter Marktrecherchen analysiert und bewertet. Eine innovative, mutigere Tarifgestaltung kann ein Schlüssel sein, um die Bindung vorhandener Fahrgäste zu verbessern sowie neue zu gewinnen und ehemalige zurückzugewinnen. Dazu eignen sich sowohl gänzlich neuartige, digitale Tarifmodelle als auch die sanfte Neuausrichtung altbekannter Ansätze – insbesondere mit dem Fokus auf attraktive Flatrates für möglichst viele Zielgruppen. Wichtig sind positive Botschaften, die zeigen, dass die ÖPNV-Branche sich den neuen Zeiten anpasst und Nutzungsimpulse setzt.</p>

Symbiotische Gewerbegebiete: Nachhaltige Ansätze, Potentiale für die Strukturwandelregionen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit auf nutzungsgemischte Quartiere (SymbiotiQ)

Für Gewerbegebiete (gem. § 8 Baunutzungsverordnung) spielen symbiotische Konzepte (d.h. ein Unternehmen oder eine Branche nutzt Nebenprodukte - einschließlich Energie, Wasser, Logistik und Material - eines anderen) bislang kaum eine Rolle, obwohl Potentiale zu erwarten sind (z.B. Abwärmenutzung). Insbesondere auch unter Einbezug effizienterer Formen der Flächennutzung (z.B. gemeinsame Nutzung von Büroflächen aufgrund der Zunahme von Home-Office Arbeitsformen) oder nachhaltigeren Mobilitätsformen (z.B. gemeinsame Bus Shuttle und damit auch Reduktion der notwendigen Parkflächen vor Ort), sind positive Effekte für den Umweltschutz und die Stadtentwicklung denkbar. Neben den reinen Gewerbegebieten stellt sich die Frage, inwieweit auch in gemischt genutzten Quartieren (bspw. Mischgebiet oder Urbanes Gebiet, §6, 6a BauNVO) eine Symbiose zwischen Gewerbetreibenden untereinander sowie mit der Wohnnutzung erreicht werden und welcher Nutzen hier aus Umweltperspektive entstehen könnte. Aktuell mangelt es zu beiden Ansätzen an Erkenntnissen und darauf aufbauenden tragfähigen Konzepten. Das Ziel besteht darin, ein oder mehrere vielversprechende Ansätze für die Symbiose in (Bestands)gewerbegebieten und nutzungsgemischten städtischen Quartieren zu erarbeiten und insbesondere ökologische Effekte, die wirtschaftliche Tragfähigkeit und planerische/administrative Rahmenbedingungen umfassend darzustellen. Ein Schwerpunkt liegt vor allem auf den vom Strukturwandel betroffenen Regionen im Zuge des Kohleausstiegs. Adressaten der Ergebnisse des Vorhabens sind Gewerbetreibende (insbesondere Klein- und mittelständische Betriebe), kommunale Akteure (bspw. Planungsämter) und die Bundesebene (z.B. strukturpolitische Empfehlungen). Generell sollen die Ergebnisse dazu dienen, eine angestrebte regionale Kreislaufwirtschaft wissenschaftlich-konzeptionell zu unterfüttern, vor allem in Strukturwandelregionen.

Auftaktveranstaltung „Regionale Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“

Symbolbild Siedlungsentwicklung Save-the-Date zur Online-Auftaktveranstaltung am 23.03.2022 Die Regional- und Stadtentwicklung ist zeitgleich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Digitalisierung und der Klimakrise konfrontiert. Aus diesen resultieren heute wie auch zukünftig neue Flächenansprüche im Raum. Eine mögliche, vom Trend zum Homeoffice ausgehende verstärkte Flächennachfrage im Stadtumland oder ggf. sogar darüber hinaus in ländlichen Räumen sowie Flächenansprüche, die im Kontext der Klimaschutzziele entstehen, z. B. für den Ausbau von erneuerbaren Energien wie der Windkraft, sind nur zwei solcher Beispiele. Hinzu kommen in Wachstumsregionen bereits unbefriedigte Flächenansprüche insb. für das Wohnen und von Teilmärkten im Bereich der Gewerbenutzung. Die aus diesen Trends resultierenden Flächenansprüche gilt es auf regionaler Ebene möglichst flächensparend zu gestalten. Das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung initiierte Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) „Regionale Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung“ soll diese Themen aufgreifen. Zum Auftakt des MORO diskutieren wir in der Online-Veranstaltung mit Fachleuten aus Wissenschaft, Regionalplanung, Verbänden, Kommunen, Bund und Ländern: Wie entwickelt sich die Flächennachfrage für Wohnen, Gewerbe, Freiräume und anderen Nutzungen? Welche neuen Trends sind festzustellen? Welche Grundlagen bieten Regionalplanung und informelle Formate der Regionalentwicklung, um den Veränderungen zu begegnen? Welche guten Ansätze zur Steuerung der Flächeninanspruchnahme auf der regionalen Ebene gibt es derzeit? Wo kommen sie an ihre Grenzen? Inputs zu diesen Fragestellungen leisten u. a. Prof. Dr.-Ing. Sabine Baumgart, Präsidentin der Akademie für Raumentwicklung, Prof. Dr.-Ing. Stefan Siedentop, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Thomas Kiwitt, Leitender Technischer Direktor des Verbands Region Stuttgart. Die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung fließen in die Vorbereitungen zur geplanten Förderung von regionalen Modellvorhaben ein. Auch hierzu möchten wir im Rahmen der Veranstaltung informieren. Die Veranstaltung findet am 23.03.2022 von 10:00 bis 15:00 Uhr via Webex statt. Eine Anmeldung ist über ein Online-Formular unter folgendem Link möglich. Anmeldeschluss ist der 21.03.2022. Die Einwahldaten werden Ihnen nach der Anmeldung am 22.03.2022 zugesendet. Das Programm der Auftaktveranstaltung finden Sie hier .

Treibhauseffekt von Streaming, Videokonferenz & Co berechenbar

<p>Treibhauseffekt von Streaming, Videokonferenz &amp; Co berechenbar</p><p>Im Home-Office arbeiten, E-Learning, Online-Veranstaltungen und Filme streamen: Das ist für die meisten jetzt Alltag. Doch wie umweltfreundlich sind Cloud-Dienste wirklich? Eine Studie im Auftrag des UBA hat eine Methode zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks von datenintensiven Cloud-Anwendungen entwickelt. Damit können konkrete Daten zu den Umweltwirkungen ermittelt werden.</p><p>Mit der Veröffentlichung der Studie „Green Cloud Computing - Lebenszyklusbasierte Datenerhebung zu Umweltwirkungen des Cloud Computing“ liegt nun die Methode Green Cloud-Computing (GCC-Methode) vor, mit der die Umweltwirkungen von Cloud-Dienstleistungen ermittelt werden können. Damit lässt sich der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/c?tag=CO2#alphabar">CO2</a>⁠-Fußabdruck von datenintensiven Anwendungen wie Videostreaming, Video-Konferenzen, virtueller Desktop-Infrastruktur und Online-Datenspeicherung sowie dem Arbeiten im Homeoffice realitätsnäher als bisher ermitteln. Mit den Ergebnissen dieser Fallbeispiele liegen erstmalig konkrete, aus der Praxis gemessene Daten über die Umweltwirkungen von Cloud-Dienstleistungen vor.</p><p>Die Teilnahme an einer einstündigen Videokonferenz mit dem Notebook verursacht Treibhausgasemissionen von 55 g CO₂(eq), also etwa so viel wie eine PKW-Fahrt von 260 Metern. An diesem und anderen Fallbeispielen zeigt sich außerdem, dass die CO2-Emissionen, die durch Rechenzentren verursacht werden, geringer sind als bisher angenommen. Wegen der großen Zahl der Nutzer*innen und Anwendungen sind die Energie- und Rohstoff-Verbräuche der Rechenzentren und Datennetze dennoch relevant für die Gesamtbilanz der Treibhausgasemissionen.<br> </p>

Umland und Stadt nachhaltig verflechten

Umland und Stadt besser verflechten. Bild: Liv Merle Kantak Quelle: Umweltbundesamt, Pressemitteilung Nr. 46/2021: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/umland-stadt-nachhaltig-verflechten Stadt und Umland sind trotz administrativer Grenzen eng miteinander verbunden und aufeinander angewiesen: Pendlerinnen und Pendler fahren zur Arbeit in die Stadt, das Umland bietet Wohnraum und Naherholung und ist Lebensmittelpunkt vieler Menschen. Um Wohnen und Arbeiten, Erholung und Mobilität in Stadt und Umland besser zu verflechten, die Lebensqualität zu erhöhen und die Umwelt besser zu schützen, hat das Umweltbundesamt (UBA) ein neues Konzept mit dem Titel „UMLANDSTADT umweltschonend“ vorgelegt. „Bislang wird im Umland von Städten zu viel Fläche verbraucht, Freiräume verschwinden und der Pendelverkehr wird noch stark vom Auto dominiert. Wir brauchen gerade im Stadtumland neue Ansätze für kompaktes und attraktives Wohnen, eine Sicherung der Grün- und Freiräume und einen starken öffentlichen Verkehr“, so UBA-Präsident Dirk Messner. Das Konzept wird im Rahmen des dritten UBA Forums mobil & nachhaltig am 23. November 2021 vorgestellt. Das heute vorgestellte Konzept enthält Vorschläge, wie Wohnen, Arbeiten, Erholung und Mobilität im Umland umweltschonender werden können und zeigt, wie sich diese Themen künftig besser verknüpfen lassen. „Wir brauchen einen Perspektivwechsel auf das Umland. Es ist das Scharnier zwischen Stadt und Land und Lebensmittelpunkt von Millionen Menschen. Und weil sich dieses Umland dynamisch entwickelt, sollte die Verbesserung der Umwelt- und Lebensqualität dabei nicht unter die Räder geraten“, so Dirk Messner. Im Zentrum des ⁠UBA⁠-Konzeptes steht die planerische, räumliche und organisatorische Verflechtung von Wohnen, Arbeiten, Erholung und Mobilität, die sich an den tatsächlichen räumlichen Beziehungen orientiert statt an administrativen Grenzen. Dafür empfiehlt das UBA, die Regionalplanung zu stärken, um Siedlungs- und Freiraumstrukturen auf überörtlicher Ebene besser zu steuern und den Umweltbelangen mehr Gewicht zu geben. Dazu kann die enge Verknüpfung mit Fachplanungen wie Verkehrs-, Lärmminderungs- und Landschaftsplanung beitragen. Über die formale Regionalplanung hinaus unterstützt ein informelles Regionalmanagement die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und weiteren Akteuren, um gemeinsame Ziele und Leitbilder zu identifizieren. Das UBA schlägt weiter vor, die Wohnflächenentwicklung zwischen Kernstädten und ihrem Umland interkommunal abzustimmen. Der ⁠Außenbereich⁠, d. h. Freiräume außerhalb bestehender Siedlungen, sollte konsequent von Bebauung freigehalten werden. „Angesichts des politischen Ziels, 400.000 Wohnungen pro Jahr zu bauen, brauchen wir dringend neue Bilder für attraktives und kompaktes Wohnen im Stadtumland, um die Ziele der Bundesregierung zum Umweltschutz durch Flächensparen zu erreichen“, empfiehlt Dirk Messner. „Hierzu müssen wir die Rahmenbedingungen so ändern, dass im Umland flächen-, klima- und ressourcenschonend gebaut wird. Daher sollte der § 13b BauGB wieder abgeschafft werden, weil er kaum bezahlbaren Wohnraum in Ballungsräumen schafft, dafür aber weitere Zersiedelung fördert“. Nach der derzeitigen Regelung dürfen Kommunen ohne Umweltprüfung und ohne naturschutzrechtlichen Ausgleich neue Baugebiete für Wohnzwecke im Außenbereich mit einer Grundfläche von bis zu 10.000 Quadratmetern angrenzend an bebaute Ortsteile ausweisen. Durch die konsequente Eindämmung von Flächenverbrauch und Zersiedelung der Landschaft, so der Vorschlag des UBA, können große zusammenhängende stadtregionale Freiräume mit ihren vielfältigen Funktionen für Erholung, Klimaanpassung und ⁠Biodiversität⁠ erhalten werden. Das UBA schlägt vor, die Frei- und Grünräume vom Quartier bis ins Umland zu vernetzen und mit Fuß- und Radwegen zu verknüpfen. So könnten Umland und Kernstädte mit grünen Wegen verbunden werden, die gleichzeitig der Erholung und der aktiven Mobilität dienen. Der Verkehrswende in der UMLANDSTADT kommt im UBA-Konzept eine zentrale Rolle zu. Ein starker öffentlicher Verkehr (ÖV), kombiniert mit Radschnellwegen, verbindet dabei das Umland mit der Kernstadt. Dafür braucht es mehr und besseren ÖV, der dauerhaft und nachhaltig finanziert wird. Der verbleibende motorisierte Individualverkehr soll auf Elektromobilität umgestellt werden, wozu der Aufbau einer Ladeinfrastruktur nötig ist, die auch das Umland vollständig abdeckt. Das UBA empfiehlt weiterhin, mobiles Arbeiten durch Home-Office oder Co-Working-Angebote im Umland zu ermöglichen. „Wir müssen nicht nur zu Corona-Zeiten die Möglichkeiten der Digitalisierung besser nutzen, um Pendelbeziehungen zu reduzieren und aus Schlafstädten wieder belebte Orte zu machen“, betont Dirk Messner. Ein konkreter Vorschlag zur Belebung von Ortskernen und Verbesserung der Lebensqualität in der UMLANDSTADT ist der „MobilpunktPLUS“. Dieser Ansatz verknüpft Angebote des Umweltverbunds mit sozialer Infrastruktur, Nahversorgung und Co-Working-Angeboten und bringt so viele Alltagsfunktionen an einem Ort zusammen. „So können die Menschen bequem zwischen Bahn, Bus, Rad oder Carsharing umsteigen, einen kleinen Einkauf erledigen, ein Paket abholen oder einen Sportkurs besuchen“, so Dirk Messner.

Stadt-Land-Verhältnisse während der Pandemie: StadtRederei Podcast

Symbolbild Dorf (pixabay) Quelle: Institut für Städtebau und Wohungswesen Durch die Pandemie haben plötzlich viele Städter Stadtfrust erfahren: alle Vorteile der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten in der Stadt waren plötzlich weg. Lärm, hohe Miete, beengte Wohnverhältnisse und das Home-Office haben den Trend aufs Land schon verstärkt. Die Lebenswelten verändern sich je nach Lebenszyklus: so finden insbesondere jüngere Menschen mehr Entfaltungsmöglichkeiten, Co-Living und Co-Working-Spaces mit Gleichgesinnten auf dem Land. Was passiert, wenn die Stadt auf Land zieht? Welche Lebenswelten treffen aufeinander? Wie gelingt Gemeinschaft, Identität und soziale Innovation? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Diese Fragen behandeln wir mit Frau Dr. Anja Reichert-Schick, Leiterin des Themenbereichs Zukunftsfragen der Wüstenrot-Stiftung und Dr. Olaf Heinrich, Erster Bürgermeister der Stadt Freyung im Dreiländereck des Bayrischen Walds, Tschechien und Österreich. Die Podcast-Folge "#4 Landlust und Stadtfrust?" finden Sie hier .

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