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Ausbildung beim Pflanzenschutzamt

Hast Du Interesse an der Natur? Faszinieren Dich Pflanzen, deren Vermehrung und Pflege? Willst Du Teil eines Grünen Teams werden? Dann entscheide Dich für die Ausbildung zur Gärtnerin/ zum Gärtner der Fachrichtung Zierpflanzenbau im Pflanzenschutzamt Berlin. Hier kannst Du Dein Interesse an der Natur zu Deinem Beruf machen. Mit Abschluss unserer Ausbildung zur Zierpflanzengärtnerin bzw. zum Zierpflanzengärtner bist Du fit für die Produktion von einem breiten Sortiment an Pflanzen, deren Vermehrung, Kulturführung und erlangst nebenher umfangreiche Pflanzenkenntnisse. Deine Aufgaben sind abwechslungsreich und erfordern Eigeninitiative sowie Verantwortungsbewusstsein: Du topfst, pflanzt, kultivierst und vermehrst Zierpflanzen. Du führst gärtnerische Arbeiten maschinell und von Hand im Freiland und Gewächshaus durch. Du baust Gemüse und Obst im Freiland an. Du produzierst Versuchspflanzen. Du erlernst den Integrierten Pflanzenschutz und alternative Verfahren zum Pflanzenschutz. Du hilfst uns bei der Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt uns bei Schulungen. Die Ausbildung zur/m Zierpflanzengärtner/in dauert drei Jahre und ist dual aufgebaut, eine Verkürzung ist möglich. Das heißt, du lernst sowohl in der Schule als auch direkt bei uns in den Gewächshäusern und im Freiland. Theorie gibt‘s an der Peter-Lenné-Schule (Oberstufenzentrum Natur und Umwelt). Die Ausbildung beginnt jedes Jahr am 1. August . Der Bewerbungszeitraum ist der 1. Dezember bis 31. Januar . Deine Bewerbung reichst du digital über das Berliner Karriereportal ein. Das solltest du mitbringen: mittlerer Schulabschluss oder höher Freude am Umgang mit Pflanzen Kreativität und handwerkliches Geschick Neugier an Lebensvorgängen in der Natur Interesse am Versuchswesen Aufgeschlossenheit und Teamfähigkeit Körperliche Fitness und Flexibilität

Ameisentest zum Schutz der Biodiversität

Pestizide oder gentechnisch veränderte Organismen können negative Effekte auf die Biodiversität haben. Das Projekt prüft, ob Ameisen sich als Testorganismen eignen, um diese Effekte erkennen zu können.

Do new generations of active pharmaceuticals for human use require an adaption of the environmental risk assessment?, Part I: Literature review

Since 2006, various new active pharmaceutical ingredients have been developed with highly specific mechanisms of action. That raise the question of whether current environmental risk assessment within the scope of the authorization is still sufficient to appropriately assess relevant effects on environmental organisms. In this literature review the scientific basis for a tailored risk assessment was developed and discussed for 3 substance classes (oncology, neurology, cardiology). The proposed assessment includes additional test methods, groups of organisms and alternative endpoints. The practical review of the proposed test approaches is to be carried out using case studies in subproject 2. Veröffentlicht in Texte | 150/2020.

Joint effects of pharmaceuticals and chemicals regulated under REACH in wastewater treatment plant effluents – Evaluating concepts for a risk assessment by means of experimental scenarios

Non-target organisms in the environment are exposed simultaneously to a multitude of substances from various sources. In the aquatic environment, effluents of wastewater treatment plants (WWTPs) represent a key source for co-incidental mixtures of chemicals from various uses. The aim of the present project was to explore the consideration of mixtures of chemicals released via WWTPs in an Environmental Risk Assessment. Different organisms were exposed in chronic toxicity tests to single substances and various mixtures of them. The results show that the concept of concentration addition (CA) predicts mixture toxicity in effluents sufficiently and for a prospective risk assessment the use of a mixture assessment factor (MAF) could be helpful. Veröffentlicht in Texte | 61/2017.

Comparison of dung and soil fauna from pastures treated with and without ivermectin as an example of the effects of a veterinary pharmaceutical

Soil organisms in manure or organisms that colonize dung pats can be impacted by the application of veterinary medical products, especially parasiticides, to livestock. For this reason, the authorization process for veterinary medicinal products in the European Union and other countries includes a requirement for “higher-tier” tests when adverse effects on dung organisms can be detected in single-species toxicity tests. However, no guidance documents for the performance of higher-tier tests are available, so far. Therefore, an international research project was undertaken to develop and validate a proposed test method under varying field conditions of climate, soil, and endemic coprophilous fauna. The test took place at Lethbridge (Canada), Montpellier (France), Zurich (Switzerland), and Wageningen (The Netherlands). The aim of the project was to determine if fecal residues of a parasitide with known insecticidal activity (ivermectin) showed similar effects on insects breeding in dung of treated animals, coprophilous organisms in the soil beneath the dung, and rates of dung degradation. Veröffentlicht in Texte | 54/2017.

Open-Air-Labor Dachbegrünung: TH Bingen sucht das ideale Gründach

Open-Air-Labor Dachbegrünung: TH Bingen sucht das ideale Gründach Dachbegrünung in Bingen Quelle: Technische Hochschule Bingen Studierende der TH Bingen bauen das Open-Air-Labor auf Quelle: Oleg Panferov Prof. Dr. O. Panferov und Studentin K. Eimer sammeln Klimadaten auf dem Gelände des Open Air-Labors Quelle: TH Bingen / Christine Böser : Prof. Dr. O. Panferov und Studentin K. Eimer sammeln Klimadaten auf dem Gelände des Open-Air-Labor Quelle: TH Bingen / Christine Böser Dachbegrünungen haben viele Vorteile für Klima und Umwelt – doch nicht alle Pflanzentypen führen zum gewünschten Effekt. In ihrem Open-Air-Labor für Dachbegrünung erforscht die Technische Hochschule Bingen in Kooperation mit der Stadt Bingen die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Begrünungstypen. Prof. Dr. Oleg Panferov ist Professor für ⁠ Klimaschutz ⁠ & Klimaanpassung an der TH Bingen. Er ist Projektleiter des „Open-Air-Labors Dachbegrünung“ und untersucht im Projekt die Effekte von Dachbegrünung auf das ⁠ Klima ⁠. Prof. Dr. Elke Hietel ist Professorin für Landschaftspflege, Landschafts- und Stadtplanung an der TH Bingen und leitet zusammen mit Professor Panferov das Projekt. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Frage, welche Pflanzen für die Dachbegrünung geeignet sind und wie sich Dachbegrünung auf die ⁠ Biodiversität ⁠ auswirkt. Panferov: Dachbegrünung hat mehrere positive Effekte: Bei zunehmenden Starkregen, wie wir sie zurzeit beobachten, stellen begrünte Dächer eine effiziente Maßnahme dar, um vor Überflutungsrisiken zu schützen. Sie halten das Wasser zurück, sodass es nicht in die Kanalisation gelangt und vermeiden so Überflutungen. Begrünte Dächer können im Durchschnitt 60 Prozent des Regenwassers zurückhalten. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass nach einem trockenen Sommer, wie zum Beispiel dieses Jahr, sogar mehr als 90 Prozent Regenwasserrückhalt möglich sind. Zwar wird das meiste Wasser gar nicht von den Pflanzen selbst, sondern vom Substrat gehalten, die Pflanzen transpirieren jedoch das Wasser. So trocknet das Substrat schneller und ist wieder für die Aufnahme von neuem Wasser bereit. Begrünungsfirmen bieten Retentionsdächer an, die bis zu 80 Liter pro Quadratmeter aufnehmen können. Darüber hinaus können begrünte Dächer – wenn die richtigen Pflanzen eingesetzt werden – das Klima mildern. Indem die Pflanzen im Sommer transpirieren, kühlen sie das Mikroklima ab. Auf diese Weise können sie Hitzeextreme und damit die Belastung auf Menschen und Gebäude mildern. Zusätzlich bieten sie eine größere Fläche für die Ablagerung von Schadstoffen wie zum Beispiel Feinstaub. Das hat zwar keinen direkten Einfluss auf die Klimaanpassung, stellt aber einen Nebeneffekt dar, der sich positiv auf das Klima in Städten auswirkt. Panferov: Unserem eigentlichen Projekt ist ein Pilotprojekt vorausgegangen. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass sukkulente Pflanzen, die am häufigsten für die extensive Dachbegrünung eingesetzt werden – also  zum Beispiel unterschiedliche Sedumarten – zwar Regenwasser zurückhalten, aber kaum zur Klimaabkühlung beitragen. Mit unserem Projekt wollen wir zeigen, dass es möglich ist, eine autarke, pflegeleichte und doch klimaeffiziente und umweltfreundliche semiintensive Begrünung zu entwickeln und für Klimaschutz und Anpassung anzuwenden. Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit der Stadt Bingen ein 10 mal 10 Meter großes Dachmodell circa einen Meter über dem Boden aufgebaut, auf dem wir unsere Untersuchungen durchführen. Das Dach wird in Parzellen aufgeteilt und auf jeder Parzelle werden unterschiedliche Pflanzen getestet – typische sukkulente Pflanzen, aber auch semi-intensive Pflanzen wie zum Beispiel Wiesenstorchschnabel, Wiesenknopf oder Blaugrüne Segge, die, wenn sie genügend Wasser zur Verfügung haben, das Klima abkühlen. Hietel: Wir messen konkret vor Ort auf verschiedenen Flächen, welche Effekte Dachbegrünung erzielt – zum einen für die Kühlung und zum anderen für den Wasserrückhalt bei Starkregen. Wir schauen aber auch, wie sich Dachbegrünung auf die Biodiversität auswirkt – zum Beispiel auf den ⁠ Biotopverbund ⁠ in den Städten – und wie sich begrünte Dächer auf die Feinstaub-⁠ Deposition ⁠ auswirken? Darüber hinaus untersuchen wir die energetischen Auswirkungen von Dachbegrünung. Um positive Effekte auf das Klima zu erzeugen, müssen die Pflanzen transpirieren und brauchen ausreichend Wasser. Deshalb untersuchen wir, wie Dachbegrünung mit einer automatischen Bewässerung kombiniert werden kann. Damit wir den Klimaschutz dabei nicht vernachlässigen, möchten wir ein autark funktionierendes System entwickeln, das mit Regenwasser und erneuerbaren Energien funktioniert. Ein weiteres Ziel ist es, essbare Pflanzen in unserem Open-Air-Labor zu testen. Wenn die Pflanzen selbst nutzbar sind, könnte das die Akzeptanz von Dachbegrünung bei Gebäudeverantwortlichen deutlich steigern. Hietel: Eine Besonderheit des Forschungsprojekts ist, dass es sehr interdisziplinär angelegt ist. Im Projekt beteiligt sind zum Beispiel auch die Professoren für Wasserwirtschaft und für Erneuerbare Energien. Wir haben das Know how im Hause und arbeiten sehr eng mit Kommunen zusammen. Die Stadt Bingen und die Stadt Mainz sind bereits involviert. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Studierenden selbst sehr stark beteiligt sind. Sie haben von Anfang an die Planung übernommen, die Pflanzen im Vorfeld theoretisch analysiert und ihre Standortansprüche untersucht und auch bei der praktischen Umsetzung der Demoanlage mitgearbeitet. Die studentische Mitarbeit wird auch bei den anstehenden konkreten Messungen und Beobachtungen fortgesetzt. Panferov: Von unserem laufenden Projekt gibt es noch keine direkten Forschungsergebnisse, da wir das Modell gerade erst aufgebaut haben. Beim Pilotprojekt, also den Voruntersuchungen auf realen Dächern haben wir festgestellt, dass die existierenden extensiven Dächer das Mikroklima nicht abkühlen. Deshalb haben wir uns nach dem Pilotprojekt die Frage gestellt, wie wir das ändern können. Wie können wir die richtigen Pflanzen finden in Kombination mit der richtigen Bewässerung, sodass sie auch autark ist? Hietel: Für die Biodiversität hat das Pilotprojekt gezeigt, dass Dachbegrünung sehr wichtige Funktionen in den Städten erfüllen kann, vor allem in sehr stark versiegelten Bereichen. In städtischen Gebieten finden wir auf Gründächern im Vergleich zu nicht begrünten Dächern erstaunlich viele Tierarten. Beim Pilotprojekt kam extensive Dachbegrünung zum Einsatz. Ob sich die semi-intensive Dachbegrünung ebenfalls positiv auf die Biodiversität auswirkt, ist eine der Forschungsfragen, die wir in unserem Projekt untersuchen. Es ist aber davon auszugehen. Denn je strukturreicher und höher der Dachbewuchs ist, desto mehr Lebensraumvielfalt wird geboten. Hietel: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, denn in unserem Projekt geht es uns ja um den Forschungstransfer. Dafür kooperieren wir zum Beispiel mit verschiedenen Kommunen, da sie eine wichtige Schnittstelle darstellen. Kommunen haben zum Beispiel die Möglichkeit, Gründach-Satzungen aufzustellen. Nach Abschluss unseres Projekts können wir den Kommunen wichtigen Input geben, wie man diese Gründach-Satzung möglichst optimal gestaltet, zum Beispiel in Form einer Muster-Gründach-Satzung. Darüber hinaus kooperieren wir mit Dachbegrünungsfirmen und den entsprechenden Verbänden, um möglichst viel Know how zusammenzubringen. Im Augenblick wird ja über eine Muster-Bauordnung diskutiert und hier ist es uns ein Anliegen, zu zeigen, wie man Dachbegrünung implementieren kann. Gerade im privaten Bereich kommt Dachbegrünung noch viel zu selten zum Einsatz. Wie man das ändern und gleichzeitig sicherstellen kann, dass auch die richtige Begrünung zum Einsatz kommt, beschäftigt uns ebenfalls in unserem Projekt. Hietel: Das ist eine interessante Frage, die ich mir selbst auch stelle. Denn gerade wenn man neu baut, entstehen durch Dachbegrünung gar keine zusätzlichen Kosten. Ich könnte mir vorstellen, dass hier noch gute Beispiele fehlen, an denen sich Bauherren orientieren können. Gleichzeitig bestehen bei Gebäudeverantwortlichen sicherlich auch Ängste, dass es bei begrünten Dächern schneller zu Schäden kommt und Wasser in die Gebäude eintritt. Untersuchungen zeigen aber, dass dies bei korrekter Bauausführung nicht der Fall ist. Panferov: Viele Eigentümer haben auch die Befürchtung, dass Dachbegrünung zu pflegeintensiv sein könnte – vor allem in trockenen Regionen. Bei der „Nacht der Wissenschaften“ der TH Bingen haben wir unsere Idee der semi-intensiven Dachbegrünung mit autarker Bewässerung vor einem Jahr vorgestellt. Viele Besucher waren begeistert von der Idee, die Dächer automatisch und mit Verwendung von Solarenergie zu bewässern, da der Pflegeaufwand gering ist, die Pflanzen jedoch nicht austrocknen und ästhetisch ansprechend aussehen. Hietel: In unserem Projekt geht es uns darum, alle Vorteile von Dachbegrünung aufzuzeigen. Deshalb stellen wir auch dar, wie sich Dachbegrünung beispielsweise auf die Energieflüsse im Gebäude auswirkt. Die wärmedämmende Wirkung von begrünten Dächern kann zum Beispiel die Energiekosten im Gebäude positiv beeinflussen. Auch das sind wichtige Aspekte, mit denen man die Akzeptanz bei Gebäudeverantwortlichen steigern kann. Außerdem empfehlen wir, nicht allein auf extensive Dachbegrünung zu setzen, da gemischte Pflanzen deutlich effektiver sind. Die zentralen Ergebnisse unseres Projekts möchten wir in einem Leitfaden zusammenfassen, der private Bauherren, aber auch Kommunen und sonstige Verantwortliche, bei der Planung und Umsetzung von Dachbegrünung unterstützt. Panferov: Es gibt zwar europaweit ein paar ähnliche Studiengänge, in dieser Form ist unser Studiengang jedoch einzigartig. Die Besonderheit liegt darin, dass der Studiengang nicht theoretisch klimatologisch ausgerichtet ist, sondern sehr praxisorientiert ist. Wir untersuchen zum Beispiel, welche praktischen Maßnahmen man für Klimaschutz und Klimaanpassung einsetzen kann. Wichtig ist uns dabei, den Studierenden eine möglichst umfassende Sicht zu geben. Uns geht es nicht darum, ⁠ CO2 ⁠-Emissionen zu reduzieren, egal wie. Wir suchen nach intelligenten umfassenden Lösungen. Mein Lieblingsbeispiel: Wir können ein Windrad aufstellen, um erneuerbare Energien zu gewinnen. Wenn wir dabei jedoch eine einzigartige Population von Goldhamstern zerstören, haben wir zwar etwas Gutes gewollt, im Ergebnis jedoch etwas Schlechtes erreicht. Die meisten Studiengänge vermitteln eine sehr fokussierte Sicht. Wir versuchen unseren Studierenden eine breitere Sicht zu geben und alle Konflikte und Synergien der Maßnahmen darzustellen – zum Beispiel auch die Konflikte zwischen Klimaanpassung und Klimaschutz. Mit dem erlangten Wissen können unsere Studierenden dann beispielsweise als Klimaschutzmanager in Kommunen oder in internationalen Organisationen wie dem ⁠ IPCC ⁠ oder bei Germanwatch arbeiten. Der Enthusiasmus der Studierenden ist auf jeden Fall groß und der Studiengang wächst. Die ersten erfolgreichen Absolventen verlassen uns dieses Jahr. Weitere Informationen zum Projekt: Zum Leuchtturmprojekt „ Klimaneutrale Stadt – Open Air Labor “ Zum Studiengang Klimaschutz und Klimaanpassung Im April 2018 wurde das Projekt für den „ Blauen Kompass “ des Umweltbundesamts nominiert. Das Projekt ist auch als gutes Anpassungsbeispiel in der ⁠ UBA ⁠-Tatenbank eingetragen. Das Interview führte Sabine Käsbohrer von co2online. Dieser Artikel erschien als Schwerpunktartikel im KomPass Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 57 . Hier können Sie den Newsletter abonnieren.

Salatpflanzen nehmen keine Krankheitserreger aus Böden auf

Salatpflanzen nehmen keine Krankheitserreger aus Böden auf Klärschlamm wird in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Oft enthält er Bakterien, die beim Menschen Krankheiten auslösen können. Beim Anbau von Salatpflanzen auf solchen Böden werden diese Bakterien aber nicht leicht in die Pflanzen aufgenommen. Die landwirtschaftliche Klärschlammausbringung kann jedoch die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen im Boden fördern. Das zeigt eine UBA-Studie. Bei der landwirtschaftlichen Klärschlammausbringung werden auch humanpathogene Bakterien in den Boden eingebracht. Ziel der ⁠ UBA ⁠-Studie war es, zu klären, ob solche Krankheitserreger in Pflanzen, die auf solchen Böden kultiviert werden, aufgenommen werden und damit ein Infektionsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen. In Mikrokosmos- und Gewächshausversuchen wurde das Überleben von humanpathogenen Bakterien im Boden und die mögliche Besiedlung von Salatpflanzen (Lactuca sativa) nach Klärschlammausbringung unter definierten Bedingungen untersucht. Als Modellorganismen wurden Escherichia coli O157:H7 und drei Salmonellenstämme u.a.  Salmonella enterica Serovar Typhimurium LT2 (LT2) eingesetzt. Beide Bakterien überlebten längere Zeit im Boden in geringer Zelldichte, wobei LT2 im Vergleich zu E. coli O157:H7 besser überlebte. Bei der Ernte waren in den Pflanzen keine dieser Krankheitserreger nachweisbar: In keinem Experiment wurde die Aufnahme von LT2 oder E. coli O157:H7 in Salatpflanzen nachgewiesen; selbst wenn die Pflanzen durch den Befall mit Pflanzenschädlingen (phytopathogenen Nematoden) bereits verletzt waren. Dies zeigt, dass eine Aufnahme von Krankheitserregern aus dem Boden zumindest in Salatpflanzen kein verbreitetes Phänomen bei der Ausbringung von Klärschlamm ist. In ersten sondierenden Experimenten wurde außerdem gezeigt,  dass es durch die Klärschlammausbringung zu einem signifikanten Anstieg von Resistenzgenen im Boden kommt und dass die Resistenzgene über relativ lange Zeiten im Boden nachgewiesen werden können. Außerdem wurde nachgewiesen, dass  IncP-1 Plasmide, die  Mehrfachresistenzen gegenüber unterschiedlichen Antibiotika sowie z.B. gegen Quecksilber oder Desinfektionsmittel vermitteln können, von Bodenbakterien in potentielle Krankheitserreger übertragen werden können.

Hygienische Risiken bei der landwirtschaftlichen Verwertung von Klärschlamm durch die Aufnahme von Infektionserregern in Kulturpflanzen

In Mikrokosmos- und Gewächshausversuche wurde das Überleben von humanpathogenen Bakterien im Boden und die mögliche Besiedlung von Pflanzen nach Klärschlammausbringung unter definierten Bedingungen untersucht. Als Modellorganismen wurden Escherichia coli O157:H7 und drei Salmonellenstämme u.a.  Salmonella enterica Serovar Typhimurium LT2 (LT2) eingesetzt. Beider Bakterien überlebten längere Zeit im Boden in geringer Zelldichte, wobei LT2 im Vergleich zu E. coli O157:H7 besser überlebte. In keinem Experiment wurde die Aufnahme von LT2 oder E. coli O157:H7 in Salatpflanzen nachgewiesen; selbst wenn die Pflanzen durch den Befall mit Pflanzenschädlingen (phytopathogenen Nematoden) bereits verletzt waren. Dies zeigt, dass eine Aufnahme von Krankheitserregern aus dem Boden zumindest in Salatpflanzen kein verbreitetes Phänomen bei der Ausbringung von Klärschlamm ist.In zusätzlichen Experimenten wurde gezeigt,  dass es durch die Klärschlammausbringung zu einem signifikanten Anstieg von Resistenzgenen im Boden kommt und dass die Resistenzgene über relativ lange Zeiten im Boden nachgewiesen werden können. Außerdem wurde nachgewiesen, dass  IncP-1 Plasmide, die  Mehrfachresistenzen gegenüber unterschiedlichen Antibiotika sowie z.B. gegen Quecksilber oder Desinfektionsmittel vermitteln können, von Bodenbakterien in potentielle Krankheitserreger übertragen werden können.

Cold atmospheric pressure plasma comb - a physical approach for pediculosis treatment

Pediculosis, that is the infestation of humans with Pediculus humanus capitis (head lice), poses a worldwide problem that is as old as mankind itself. Over the centuries, man has developed a variety of remedies, all of which have ultimately culminated in the use of chemical agents. Some of these remedies are known to produce successful results. A large portion of the effective remedies used to kill lice and their eggs contain insecticides, but there is an increasing number of reports of head lice populations revealing an increased resistance. This study presents an alternative treatment approach, the efficacy of which is based on physical effects. Cold atmospheric pressure plasmas have successfully shown their formidably wide application range within the field of plasma medicine. This study presents a plasma device in its current stage of development that is engineered as a consumer product to enable an alternative physical and insecticide-free option for the treatment of pediculosis. An efficacy study concerning different developmental stages of P. humanus humanus is presented. P. humanus humanus was chosen as a substitute test organism for P. humanus capitis due to possible laboratory rearing and high anatomic similarity. The study shows how a single stroke of the plasma device over a hair strand (approximately 22 cm in length with a weight of 1.5 g) led to mortality rates of 68.3% (50.0; 79.7) (95% CI) in the juvenile test group, a mortality rate of approx. 67.7% (54.9; 78.8) (95% CI) in the female test group, and approx. 46.7% (28.3; 65.7) (95% CI) in the male test group. When single eggs were introduced directly into the plasma for approx. 1 s, younger eggs (0-2 d) showed a higher mortality of 66.7% (42.7; 82.7) than the older (4-6 d) eggs, with 16.7% (5.6; 34.7) (CI). Furthermore, the results of a risk assessment of the device are described. The article concludes with necessary handling instructions as well as further developmental steps, derived from the results of the efficacy and the risk assessment study. Quelle: https://www.mdpi.com

A new approach to testing the efficacy of drinking water disinfectants

New disinfection procedures are being developed and proposed for use in drinking-water production. Authorising their use requires an effective test strategy that can simulate conditions in practice. For this purpose, we developed a test rig working in a flow-through mode similar to the disinfection procedures in waterworks, but under tightly defined conditions, including very short contact times. To quantify the influence of DOC, temperature and pH on the efficacy of two standard disinfectants, chlorine and chlorine dioxide, simulated use tests were systematically performed. This test rig enabled quantitative comparison of the reduction of four test organisms, two viruses and two bacteria, in response to disinfection. Chlorine was substantially more effective against Enterococcus faecium than chlorine dioxide whereas the latter was more effective against the bacteriophage MS2, especially at pH values of >7.5 at which chlorine efficacies already decline. Contrary to expectation, bacteria were not generally reduced more quickly than viruses. Overall, the results confirm a high efficacy of chlorine and chlorine dioxide, validating them as standard disinfectants for assessing the efficacy of new disinfectants. Furthermore, these data demonstrate that the test rig is an appropriate tool for testing new disinfectants as well as disinfection procedures.

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