Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner , die Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey , und die Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde , haben heute gemeinsam mit Christopher Schriner , Bezirksstadtrat Bezirk-Mitte, und Christoph Schmidt , Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH, den Gendarmenmarkt nach rund zweijähriger Bauzeit wiedereröffnet. Im geplanten Zeit- und Kostenrahmen wurden 14.000 Quadratmeter des über 300 Jahre alten Platzes und der angrenzenden Charlottenstraße zukunftsgerichtet saniert und weiterentwickelt. Berlinerinnen und Berliner sowie Touristinnen und Touristen können nun wieder über den rundum erneuerten Gendarmenmarkt flanieren – und das komplett barrierefrei. Die störenden oberirdisch verlaufenden Versorgungsleitungen gehören dank neuer Strom-, Trink- und Abwasserleitungen unter der Platzfläche endlich der Vergangenheit an. Von den infrastrukturellen Maßnahmen profitieren auch die Anrainer wie das Konzerthaus Berlin, der Deutsche Dom, der Französische Dom und die Gastronomie sowie die weit über die Stadt hinaus beliebten Großveranstaltungen und Konzerte wie das Classic Open Air und der Weihnachtsmarkt. Unter dem Gendarmenmarkt steckt aber noch mehr neue Technik: Mit einem wirtschaftlich effizienten und innovativen Regenwassermanagement ist Berlins weltberühmter Platz zukünftig auch ein Vorreiter für die klimaangepasste Schwammstadt. Parallel dazu wurden die Baumaßnahmen der Fernwärmeleitungen der Berliner Energie und Wärme sowie des Tunnels unter der Charlottenstraße in die Gesamtbaumaßnahme integriert und von Grün Berlin mit koordiniert. Die erfolgreiche Umsetzung des Projektes erfolgte in enger Abstimmung unter anderem mit dem Konzerthaus Berlin und der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH. Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Der Gendarmenmarkt, einer der schönsten Plätze Berlins, ja einer der schönsten Plätze Europas, erstrahlt in neuem Glanz. Die umfangreiche Sanierung ist ein hervorragendes Beispiel für nachhaltige Stadtgestaltung und für die Entwicklung Berlins zu einer klimagerechten Stadt. Der Gendarmenmarkt ist außerdem nun barrierefrei zugänglich und auch optisch aufgewertet worden. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünsche den Berlinerinnen und Berlinern und auch allen Gästen in unserer Stadt eine gute Zeit auf ihrem Gendarmenmarkt.“ Bürgermeisterin Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin hat sein schönstes Wohnzimmer zurück: der Gendarmenmarkt erscheint in neuem Glanz und ist zu einem der modernsten Stadtplätze Europas geworden. Mit drei Millionen Gästen im Jahr ist er ein absolutes touristisches Highlight und ein wichtiger Beitrag zu Förderung des Tourismusstandortes Berlin. Das ist zugleich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, denn jährlich kommen über 12 Millionen Gäste in unsere Stadt und bringen einen Umsatz von 17 Milliarden Euro. Die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen, die zu 90 Prozent mit GRW-Förderung von der Senatswirtschaftsverwaltung finanziert wurden, erhöhen nun noch einmal deutlich die Aufenthaltsqualität. Dieses Projekt war eine Gemeinschaftsaufgabe über mehrere Senatsverwaltungen und Landesbetriebe hinweg. Vielen Dank an alle Beteiligten für dieses tolle Ergebnis.” Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Die Berlinerinnen und Berliner, aber auch die Besucherinnen und Besucher der Stadt, mussten zwei Jahre auf einen der schönsten Plätze Europas verzichten. Das Warten hat sich gelohnt, denn der Gendarmenmarkt ist tatsächlich noch schöner geworden. Hinzu kommen seine unterirdisch verborgenen Vorzüge wie das Regenwassermanagement, das den Platz an die neuen klimatischen Bedingungen anpasst und so zukunftssicher macht.“ Christopher Schriner, Bezirksstadtrat Bezirk Mitte: „Der neu gestaltete Gendarmenmarkt zeigt: Auch an historischen Orten sind Klimaanpassungsmaßnahmen im Gewand der steinernen Stadt möglich. Berlin kann Schwammstadt – überall! Ich freue mich, dass einer der wichtigsten Plätze des Bezirks jetzt wieder erlebbar ist!“ Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH: „Der neue Gendarmenmarkt ist ein Musterbeispiel für nachhaltige Stadtentwicklung: Denkmalschutz, Klimaanpassung, Tourismus- und Wirtschaftsförderung ergänzen sich, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Wir sind stolz, dieses Berliner Prestige-Projekt im Zeit- und Kostenrahmen mit unseren Partnern realisiert zu haben.“ Der Gendarmenmarkt profitiert nun von einer umfangreichen unterirdischen Infrastruktur mit Trink- und Abwasser sowie Strom. Das Versorgungsnetz erstreckt sich über fünf Kilometer und ist autark über Unterflurverteiler nutzbar, mit je rund 30 unterirdischen Schmutzwasser- und versenkbaren Trinkwasseranschlüssen sowie unterirdischen Stromanschlüssen. Veranstaltungen, wie das Classic Open Air und der Weihnachtsmarkt, können künftig unabhängig von der Infrastruktur des Konzerthauses durchgeführt werden und ohne, dass eine provisorische Verkabelung erforderlich ist. Dank eines innovativen Regenwassermanagement-Systems wird der Niederschlag gespeichert, über einen Substratfilter gereinigt und an den darunterliegenden Boden abgegeben. Das Fassungsvermögen von 480 Kubikmetern verbessert die Wasserbilanz Berlins und reduziert gleichzeitig die Folgekosten des Klimawandels. Auf 14.000 Quadratmetern des Gendarmenmarktes wurde erstmals eine barrierefreie Gestaltung mit Pflaster und Platten unter Beibehaltung des vorhandenen Pflasterrasters realisiert. Sorgfältig restauriert und saniert, ist die historische Ausstattung des Platzes, darunter Gilly-Bänke und -Leuchten, Kandelaber sowie Kühn-Bänke, an ihren ursprünglichen Standort zurückgekehrt. Zusätzlich verbessern Schinkelleuchten die Lichtverhältnisse in zuvor schlecht erschlossenen Arealen. Auch die angrenzende Charlottenstraße erfuhr im Zuge der Sanierung eine Aufwertung. Der Gehweg zwischen Mohrenstraße und Jägerstraße wurde von fünf auf acht Meter erweitert und schafft nun eine großzügige, einladende Promenade, die den Gendarmenmarkt ergänzt. Statt reiner Verkehrsfläche bietet die Charlottenstraße mit ihren Cafés und Restaurants nun Raum zum Flanieren und Verweilen. Die Maßnahmen steigern zudem die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden – insbesondere für Fußgängerinnen und Fußgänger, ältere Menschen, Familien mit Kindern und Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Alle Maßnahmen wurden in enger Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt realisiert. Grundlage für die Weiterentwicklung war ein vorgelagertes umfassendes Beteiligungsverfahren. Der Gendarmenmarkt zählt zu den wichtigsten Touristen-Hotspots in Berlin und hat eine überragende Bedeutung für die Tourismuswirtschaft. Daher wurde das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 21 Millionen Euro zu 90 Prozent von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert. Die Mittel stammen aus dem Bund-Länder-Förderprogramm zur Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW), ergänzt durch Landesmittel.
Sachsen-Anhalt präsentiert sich auf der Tourismusbörse ITB Berlin erneut als attraktive und zukunftsorientierte Destination mit vielfältigen Reiseanlässen und maßgeschneiderten Angeboten. Im Rahmen des diesjährigen von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbh (IMG) organisierten Pressebrunchs wurden sowohl die Tourismuszahlen des Reisejahres 2024 vorgestellt als auch entscheidende Maßnahmen, um die Weichen für ein weiteres Wachstum des Tourismus zu stellen. Dies ist etwa die Gewinnung von Fachkräften für das Hotel- und Gaststättengewerbe als auch die gezielte Vermarktung der herausragenden Angebote des Reiselands. Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt , betonte eingangs: „Reisen begeistert – und Sachsen-Anhalt bleibt gefragt! Unsere Gäste schätzen die Vielfalt und Qualität unseres Landes. Die Nachfrage bleibt weiter auf hohem Niveau. Besonders erfreulich: In Anhalt-Wittenberg und in der Altmark ist die Nachfrage gestiegen und der Camping-Boom hält an – ein tolles Zeichen für die Attraktivität unserer Natur- und Aktivangebote. Klar ist, Sachsen-Anhalt hat alles, was das Herz von Reisenden höherschlagen lässt: faszinierende Geschichte, beeindruckende Weltkultur und unvergessliche Naturerlebnisse. 2025 setzen wir noch eins drauf: 100 Jahre Bauhaus Dessau, 30 Jahre Elberadweg und die Welturaufführung des Musicals „Walpurga“ im Harz – drei von vielen guten Gründen, unser Land zu besuchen!“ Tourismuszahlen 2024: Stabile Entwicklung mit weiterem Potenzial Die neuen, erstmals vorgestellten Daten des Statistischen Landesamts zeigen eine weiterhin positive Entwicklung für den Tourismus in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2024 zählten die Beherbergungsbetriebe rund 3,39 Millionen Gäste und 8,35 Millionen Übernachtungen. Damit stiegen die Gästeankünfte im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 %, während die Zahl der Übernachtungen weitgehend stabil blieb. Sachsen-Anhalt konnte damit erneut das Niveau von mehr als 8 Millionen Übernachtungen halten, das erstmals 2017 erreicht wurde. Die Zahlen des Rekordjahres 2019 wurden jedoch noch nicht wieder erreicht. Als beliebteste Reiseregion erwies sich erneut der Harz mit dem Harzvorland mit über 3 Millionen Übernachtungen, allerdings waren dort und in der Region Magdeburg die Gäste- und Übernachtungszahlen leicht rückläufig. Einen Anstieg der Übernachtungen erfuhren die Regionen Anhalt-Wittenberg und die Altmark mit einem Zuwachs von 3,1% beziehungsweise 3,6%. Relativ stabil entwickelten sich hingegen die Zahlen in Halle (Saale) sowie der Saale-Unstrut-Region mit etwas mehr Gästen (1,2%), aber um 0,9% rückläufigen Übernachtungen. Michael Reichelt, Präsident des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt , erklärte dazu: „Der Tourismus in Sachsen-Anhalt ist auf einem guten Weg. Seine positive Entwicklung bestätigte auch 2024, dass unser Land als Reiseziel attraktiv ist. Die jährlich steigende Anzahl der Gästeankünfte und die relativ konstante Zahl der Übernachtungen spiegeln die anhaltende Beliebtheit wider. Daran haben nicht zuletzt touristische Großereignisse wie die letztjährige Landesgartenschau in Bad Dürrenberg einen Anteil. Sie passen sehr gut zu diesem Trend und könnten eine weitere positive Entwicklung absichern.“ Fachkräftesicherung als strategische Aufgabe Im Tourismus gilt insbesondere die Fachkräftesicherung als eine strategische Aufgabe. Die im vergangenen November gestartete Kampagne „Sachsen-Anhalt kann‘s halt“ soll daher auf die Rekrutierung von Arbeitskräften für die Hotel- und Gaststättenbranche erweitert werden. Ursprünglich richtete sie sich an Rückkehrer, Auspendler und Studierende, nahm aber auch mit dem Projekt VIETHOGA der DEHOGA Sachsen-Anhalt die Gewinnung von internationalen Talenten durch Kooperationen mit Partnern in Vietnam in den Fokus. Minister Sven Schulze betonte: „Tourismus lebt vor allem von Gastgebern, die mit Leidenschaft dabei sind. Deshalb setzen wir mit „Sachsen-Anhalt kann’s halt“ gezielt auf Fachkräfte für unsere Gastronomie und Hotellerie. Gemeinsam mit dem DEHOGA werben wir um Nachwuchs – hier vor Ort und international, etwa in Vietnam. Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr engagierte Talente für unsere Branche gewinnen, damit sich Gäste bei uns in Sachsen-Anhalt rundum wohlfühlen!“ Michael Schmidt, Präsident des DEHOGA Sachsen-Anhalt e.V. , unterstrich die Bedeutung dieser Maßnahmen: „Die Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden aus Vietnam für den gesamten Arbeitsmarkt ist eine Chance für eine wachsende Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Nicht nur die HoGa-Berufe werden angeboten, sondern mehr als 350 weitere Berufe im Handwerk und in den technisch-kaufmännischen Bereichen. Durch fundierte Sprachkenntnisse auf B1- und B2-Level können die Betriebe passende Arbeitskräfte und Auszubildende finden. Diese Chance muss für die Zukunft weiter ausgebaut werden!“ Jubiläum des Bauhaus Dessau als kulturelles Highlight Um Gäste nach Sachsen-Anhalt zu ziehen, braucht es aber auch faszinierend schöne Orte, Weltkultur und malerische Landschaften, von denen das Bundesland sehr viele besitzt und in seiner Kampagne „Echt schön. Sachsen-Anhalt“ vermarktet. Dazu kommen herausragende touristische Ereignisse, wie Sachsen-Anhalt sie beispielsweise mit dem 100. Geburtstag des Bauhaus Dessau feiert, der national und international große Aufmerksamkeit erfährt. Dr. Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau , hob diese Bedeutung beim Pressebrunch hervor: „Das Doppeljubiläum 2025/26 bietet den Anlass, das Bauhauserbe in die Gegenwart zu bringen. Damals wie heute ging und geht es darum, Gesellschaft durch Gestaltung verändern zu können, auch wenn sich mit Gestaltung verbundene Vorstellungen verschoben haben: hin zu einer gemeinsamen Verantwortung gegenüber der Umwelt, orientiert an Stoffkreisläufen und ausgestattet mit einem Bewusstsein, als Mensch selbst Teil eines aus dem Gleichgewicht geratenen Ökosystems zu sein. Im Jubiläum schauen wir also auch nach vorne.“ Weitere touristische Highlights 2025 Neben dem Bauhaus-Jubiläum bietet das Sachsen-Anhalt zahlreiche weitere touristische Highlights, die die Attraktivität des Reiselands stärken. Dazu zählt etwa der Elberadweg, einer der beliebtesten Radwege Deutschlands, der Gäste nun seit 30 Jahren in seinen Bann zieht und dessen längster Abschnitt mit rund 300 Kilometern durch Sachsen-Anhalt führt. Ein Vierteljahrhundert alt wird 2025 die Landesinitiative Gartenträume – historische Parks in Sachsen-Anhalt, die mit Barock-, Kloster- und botanischen Gärten oder Schlossparks attraktive touristische Ziele und Veranstaltungen bietet. Hervorzuheben ist das Gartenreich Dessau-Wörlitz mit seinen sieben Parkanlagen, der seit genau 25 Jahren den Titel UNESCO-Welterbe trägt. Im Gedenkjahr für Thomas Müntzer und 500 Jahre deutscher Bauernkrieg ist die dezentrale Landesausstellung Sachsen-Anhalts „Gerechtigkeyt 1525“ ein weiterer Höhepunkt mit außergewöhnlichen Veranstaltungen. Sie knüpft an die reformatorische Tradition im Land an und lädt dazu ein, nicht nur die Ereignisse des Bauernkriegs zu reflektieren, sondern auch die grundlegenden Werte und Ideale der Reformation zu würdigen und für die Gegenwart fruchtbar zu machen. Dies gelingt etwa mit der Mitmachausstellung „1525! Aufstand für Gerechtigkeyt“ in Lutherstadt Eisleben und Mansfeld, das sich an junges Publikum richtet. Dieses wird auch durch die interaktive Film-App Set-Caching begeistert, die Besucher in die Drehorte von Filmen wie die Burg Querfurt, Kloster Pforta, die Arche Nebra oder das Schloss Wernigerode eintauchen lässt. An den Filmsets wurden etwa Bibi Blocksberg, Bibi und Tina, Alfons Zitterbacke oder Räuber Hotzenplotz gedreht. „Unsere Besten“ im Tourismusmarketing der IMG Einige der genannten Angebote sind in der Neuauflage von „Unsere Besten“ als buchbare Pakete zusammengefasst, die verschiedenen Wünsche und Erwartungen der wichtigsten Gästegruppen bedienen: das UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt, Aktivangebote in malerischer Landschaft und faszinierende Orte im Wandel. Dr. Robert Franke, Geschäftsführer der IMG, betont: „Sachsen-Anhalt ist ein Land voller unvergesslicher Reiseerlebnisse mit Geschichte und Kultur. Wir laden Gäste dazu ein, die beeindruckenden UNESCO-Welterbestätten, das neue magische Musical-Erlebnis auf der Felsenbühne im Harz oder die beeindruckende Natur entlang der Elbe zu entdecken – unser Land bietet für jeden Besucher etwas Besonderes.“ Tourismuspreis Sachsen-Anhalt wird ausgelobt Als besondere Ehrung für die Tourismuswirtschaft des Bundeslandes wurde abschließend durch den Schirmherrn Minister Sven Schulze der Start für die Bewerbungen zum Tourismuspreis Sachsen-Anhalt 2025 gegeben. Der Wettbewerb will Projekte mit Vorbildwirkung einer breiten Öffentlichkeit bekanntmachen. Bewerben können sich Unternehmen bzw. Personen, die in der touristischen Dienstleistungskette des Bundeslandes tätig sind. Gegenwärtig bietet das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt rund 15.350 Arbeitsplätze mit steigender Nachfrage nach Arbeitskräften. Darum wurde im Rahmen der aktuellen Ausschreibung ein neues Element mit der Frage nach besonderen Aktivitäten zum Gewinnen von Fachkräften eingeführt. Mehr Informationen: Eine umfangreiche Darstellung der Highlights des Reiselands finden Sie in unserem neuen Pressekit. Bewerbungen für den Tourismuspreis Sachsen-Anhalt 2025 sind bis 30. Juni 2025 möglich unter www.sachsen-anhalt-tourismus.de/tourismuspreis . Nach der Entscheidung durch eine Fachjury ist die Übergabe des Tourismuspreises am 28. Oktober 2025 geplant. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro. Ihre Ansprechpartnerin der IMG: Pressesprecherin Sabine Kraus Tel: +49 391/ 568 99 20 Mobil: +49 172 3221694 E-Mail: sabine.kraus@ img-sachsen-anhalt.de
Magdeburg. Nach den jüngsten verbalen Angriffen der AfD auf das Bauhaus Dessau und seiner kulturhistorischen Bedeutung betont das Land Sachsen-Anhalt die einzigartige Rolle des Bauhauses als international anerkanntes UNESCO-Welterbe. „Die Aussagen der AfD verkennen diesen unschätzbaren Wert und stehen im Widerspruch zu allem, wofür das Bauhaus und Sachsen-Anhalt stehen“, betont Sachsen-Anhalts Wirtschafts- und Tourismusminister Sven Schulze. Als eines der wichtigsten Zentren für moderne Architektur und Design zieht das Bauhaus jährlich Tausende Besucher in die Region und stärkt die touristische Attraktivität des Landes. „Das Bauhaus ist ein Zentrum für Kunst, Kultur und eine weltoffene Gesellschaft“, erklärt Minister Sven Schulze weiter. „Die Angriffe auf dieses Erbe treffen das Herzstück unseres Kulturstandorts Sachsen-Anhalt. Als UNESCO-Welterbe und kulturelles Wahrzeichen stärkt das Bauhaus die gesamte Region Dessau-Roßlau und steigert die touristische Attraktivität unseres Landes.“ Tourismus-Boom in der Region Dessau-Roßlau Die touristische Anziehungskraft des Bauhauses Dessau ist klar messbar. Seit 2013 sind die Übernachtungszahlen kontinuierlich gestiegen – zuletzt um 32 Prozent. Dieser Anstieg unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung des Bauhauses. Auch die Region Anhalt-Dessau-Wittenberg profitiert von der Verbindung mit weiteren touristischen Höhepunkten wie dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich und der Lutherstadt Wittenberg. Jubiläum „100 Jahre Bauhaus in Dessau“: Ein Fest der Moderne Im Jahr 2025 feiert Sachsen-Anhalt das 100-jährige Bauhausjubiläum und lädt zu einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm ein. Geplant sind Ausstellungen, Führungen und Projekte wie das „Unsichtbare Bauhaus Dessau“, das Besucher digital und analog zu den Wirkungsstätten der Bauhaus-Künstler führt. Die Landesregierung investiert gezielt in dieses Projekt, um das kulturelle Erbe und die Tourismuswirtschaft weiter zu stärken. Bauhaus Dessau entdecken: Ein Besuch lohnt sich Mit seinen einzigartigen Gebäuden, Museen und der Einbindung in die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts ist das Bauhaus Dessau ein Muss für jeden Kulturliebhaber. Von der Meisterhaus-Siedlung bis zum neuen Bauhaus-Museum – dieser Ort gewährt Einblicke in eine der bedeutendsten Bewegungen der modernen Architektur und zieht kulturinteressierte Besucher in seinen Bann. „Wir freuen uns darauf, im Jubiläumsjahr ein weltoffenes Sachsen-Anhalt zu präsentieren“, betont Minister Sven Schulze. „Ich lade Sie herzlich ein: Erleben Sie das Bauhaus Dessau im Jubiläumsjahr und entdecken Sie Sachsen-Anhalt als vielfältiges, spannendes und gastfreundliches Reiseziel! Ich freue mich auf Sie!“
Das OSZ Lotis ist Umweltschule in Europa. Die Auszeichnung hat das Oberstufententrum für seine vielen Projekte zu den Themen Umwelt- und Klimaschutz bekommen. Bildung für nachhaltige Entwicklung Den Titel Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule erhielt das Oberstufenzentrum Logistik, Touristik und Steuern (OSZ Lotis) unter anderem für die Umgestaltung des Schulhofs und den Whole School Approach, also der ganzheitlichen Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). BNE ist fest im Schulcurriculum verankert. Vortragsreihen und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit sind ebenso Bestandteil des Unterrichts wie Kunstprojekte zu Ökosystemen und Klimawandel, Exkursionen zum Thema ökologisches Wirtschaften, die Formulierung von Energiespartipps oder die Kreation von lehrreichen Smartphone- und Tablet-Rallyes durch den Schulgarten. Die Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums hegen und pflegen einen Schulgarten mit integriertem Grünen Klassenzimmer. Für den Garten wurden im Rahmen eines Patenprojekts kürzlich Sitz- und Pflanzmöbel entworfen und gebaut. Beim Bau wurde unbehandeltes, einheimisches Holz verwendet. Die Sitzgelegenheiten werden schon jetzt gut genutzt. Und schon bald sollen auch die integrierten Hochbeete bepflanzt werden. Schön grün ist aßerdem der parkähnliche Schulhof. Dort gibt es unter anderem Hochbeete- und Amphibiensitzmauern. Die Amberbäume auf dem Hof spenden nicht nur Schatten und sorgen für gute Luft. Sie gelten auch als Klimabäume, die gut mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Das Oberstufenzentrum nimmt die Teilnahme an der 4. Zukunftsklimakonferenz im Zeiss Planetarium Berlin und die UN-Klimakonferenz COP27 zum Anlass, eine Klimavereinbarung auf den Weg zu bringen. Die Vereinbarung soll zwischen Schulleitung, Schulkonferenz, dem Team Nachhaltigkeit und der Gesamtschülervertretung getroffen werden. Ziel ist die noch stärkere Verankerung von Klimaschutz und Klimabildung an der Schule. Um möglichst viel zu erreichen, werden darin sowohl kurzfristig umsetzbare Klimaschutzideen als auch langfristige Klimaschutzprojekte vereinbart. Schulgarten | Grünes Klassenzimmer | Schulprogramm | Projekte Das OSZ Lotis ist ein Oberstufenzentrum in Berlin-Tempelhof. Es ist gleichzeitig Berufliches Gymnasium, Fachoberschule und Berufsschule mit den drei Abteilungen Logistik, Touristik und Steuern. Auch Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung und berufsbegleitende Weiterbildungsangebote stehen zur Auswahl. Rund 2000 Schülerinnen und Schüler lernen am OSZ. Das Oberstufenzentrum legt besonders großen Wert auf auf soziales Verhalten – zusammengefasst als Qualitätsprofil Soziales Lernen und soziales Klima. Als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage hat sich das OSZ Lotis zu einem respektvollen Miteinander in gewaltfreier Kommunikation verpflichtet. Weitere Qualitätsprofile sind Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule und Alles unter einem Dach. Letzteres beschreibt die Möglichkeit zu höherqualifizierenden Schulabschlüssen aus einer Hand von der Berufsbildungsreife über den MSA bis zum Abitur. Umweltschule in Europa Bild: Rawpixel/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Tempelhof-Schöneberg Übersicht: Diese Tempelhofer und Schöneberger Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Dmyrto_Z/Depositphotos.com Handlungsfelder Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen
Halle (Saale). Sachsen-Anhalts Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Tourismusminister Sven Schulze hat heute im Beisein von Staatssekretärin Stefanie Pötzsch einen Fördermittelbescheid in Höhe von rund 26,5 Millionen Euro an Halles Bürgermeister Egbert Geier und an Dr. Dennis Müller, Zoodirektor des halleschen Bergzoos, übergeben. Mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) plant die Stadt Halle, die (wasser)-touristische Infrastruktur an der Saale auszubauen und aufzuwerten. Zudem sollen Brücken sowie eine Informations- und Erlebniswelt am Bergzoo Halle entstehen. Minister Sven Schulze: „Durch die Erschließung der Saale für den Rad- und Wandertourismus sowie die Verknüpfung mit dem Zoo werden Halle und seine Umgebung noch attraktiver für natur- und kulturbegeisterte Touristinnen und Touristen. Mit den geplanten Maßnahmen entstehen nicht nur weitere attraktive Reiseziele für Gäste in unserem schönen Sachsen-Anhalt, es werden auch Betriebe und Institutionen der Tourismuswirtschaft nachhaltig profitieren.“ Bürgermeister Egbert Geier: „Wir rücken unseren Berg-Zoo ein stückweit näher an die Saale. Die Einzigartigkeit der Anlage zwischen den Porphyrkuppen des Reilsberges wird mit der Saale verbunden, die mit ihrer Promenade direkt unter der Burg Giebichenstein an ihre Ufer lockt. Es entsteht ein ideales Ensemble unserer touristischen Highlights. Zudem treiben wir den Ausbau der wassertouristischen Infrastruktur weiter voran: Zwei Brücken werden Saline, Sandanger und Altstadt optimal miteinander verbinden. Der Elster-Saaleradweg gewinnt durch seinen Ausbau weiter an Attraktivität. Der Mühlgraben wird für Boote erschlossen und das Riveufer wird durch einen weiteren Spielplatz noch anziehender für Familien. Danke an Land und Bund für die Bereitstellung der Fördermittel in Höhe von rund 26,5 Millionen Euro.“
Sachsen-Anhalts Touristikerinnen und Touristiker konnten sich 2023 über steigende Übernachtungszahlen und ein starkes Tourismusjahr freuen. Im Rahmen der erfolgreichen Kampagne „Echt schön. Sachsen-Anhalt“ findet auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) am Gemeinschaftsstand der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in Hub 27, Stand 201 eine Premiere statt: UNSERE BESTEN sind neue Angebote, Ideen und Inspirationen im Reiseland Sachsen-Anhalt. Ausgesucht wurden Reise- und Ausflugsziele, die auf Grund aktueller Marktforschung die verschiedenen Wünsche und Erwartungen der wichtigsten Gästegruppen bedienen: das UNESCO-Welterbe in Sachsen-Anhalt, Aktivangebote in malerischer Landschaft und faszinierende Orte im Wandel. Stefanie Pötzsch, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt sagte: „Übernachtungen und Ankünfte in Sachsen-Anhalt haben sich sehr positiv entwickelt. Der Tourismus als wichtiger Wirtschaftszweig unseres Landes ist nach schwierigen Jahren nun wieder auf der Erfolgsspur. Besonders freue ich mich, dass wir eine wachsende Zahl von Touristinnen und Touristen aus dem Ausland in Sachsen-Anhalt begrüßen dürfen.“ Im Vergleich zum Jahr 2022 kamen mit über einer Viertelmillion Ankünften elf Prozent mehr internationale Gäste nach Sachsen-Anhalt, womit das Vor-Corona Niveau klar übertroffen ist. Die Tourismus-Staatssekretärin ergänzte: „Um die Wirtschaft weiter zu stärken, benötigen wir neben Gästen auch eine wachsende Zahl von Fachkräften aus dem Ausland, insbesondere auch für unsere Tourismusbranche. Und auch dafür möchten wir auf der ITB werben. Denn die Messe steht ebenso wie der Tourismus in Sachsen-Anhalt für Weltoffenheit und Gastfreundschaft.“ Die Gäste- und Übernachtungszahlen stiegen 2023 laut den Daten des Statistischen Landesamtes in allen Reisegebieten im Vergleich zu 2022. Der Übernachtungstourismus in Sachsen-Anhalt holte im Vorjahresvergleich nochmals deutlich auf und ist nun fast wieder auf dem Niveau des Vorpandemiejahres 2019 angekommen. Rund 3,4 Mio. Gästeankünfte und 8,4 Mio. Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit zehn und mehr Betten konnte Sachsen-Anhalt im Jahr 2023 verzeichnen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um sieben Prozent bei den Gästeankünften und sechs Prozent bei den Übernachtungen. Besonders starke Übernachtungszuwächse im Vergleich zu 2022 konnten in den Wintermonaten verzeichnet werden. Während im April und Mai die Übernachtungen schon wieder auf bzw. sogar leicht über dem Niveau von 2019 lagen, wurde das Niveau im Juni und Juli noch leicht unterschritten. Im August gab es wiederum leichte Zuwächse im Vergleich zu 2019. Die größten Zuwächse hatte das Reisegebiet Magdeburg, Elbe-Börde-Heide mit neun Prozent und lag damit bereits um sieben Prozent über den Übernachtungszahlen von 2019. Auch die Übernachtungen in der Altmark legten nochmals um fünf Prozent zu und überschritten damit das Vorpandemieniveau um vier Prozent. In Anhalt-Wittenberg, im Harz und Harzvorland sowie in Halle-Saale-Unstrut fällt der Vergleich zum Vorpandemiejahr hingegen trotz Zuwächsen zum Vorjahr noch negativ aus. „Im Vergleich zum Vorjahr konnten sowohl die Hotellerie, Ferienunterkünfte sowie Camping und sonstige tourismusrelevante Unterkünfte Zugewinne zwischen drei und zwölf Prozent verbuchen. Die größten Zuwächse verzeichnete 2023 der Bereich Camping mit einem Plus um zwei Prozent auf 756 461 Übernachtungen. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit betrug die Zunahme sogar 46 Prozent und Camping war damit die einzige Betriebsart, die die Übernachtungszahlen gegenüber 2019 steigern konnte, erläuterte der Präsident des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalts, Michael Reichelt . „Das Reiseland Sachsen-Anhalt ist ganzjährig jeden Besuch wert. Dank seiner zentralen Lage im Städtedreieck Berlin/Hamburg/Hannover und der exzellenten Anbindung mit Bahn, Fernbus und PKW eignet sich das dynamisch wachsende Reiseland für einen Kurzurlaub zu zweit oder mit der ganzen Familie. Die neuen Angebote und Inspirationen für Sachsen-Anhalt verbinden wie kaum ein anderes Ziel in Deutschland Weltkultur mit intakter Natur, lebendige Städte mit Oasen der Stille. Preis und Leistung stehen dabei in einem gut ausgewogenen Verhältnis“, sagte Dr. Robert Franke, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG) . Er unterstrich Qualität und Service bei UNSERE BESTEN: „Die fünf Reiseregionen zwischen Harz und Elbe sowie die Städte Magdeburg, Dessau-Roßlau und Halle (Saale) bieten unvergessliche Erlebnisse. UNSERE BESTEN sind sorgfältig ausgesuchte und liebevoll zusammengestellte Arrangements. In kürzester Reisezeit ermöglichen die zum Teil buchbaren Angebote und inspirierenden Routen größtmögliche Abwechslung.“ Zu den Highlights 2024 im Reiseland Sachsen-Anhalt gehören „Salzkristall & Blütenzauber“: Unter diesem Motto öffnet am 19. April in Bad Dürrenberg die fünfte Landesgartenschau Sachsen-Anhalts, eine einzigartige Kombination aus Industriekultur und Gartendenkmal. „Die Landesgartenschau in Bad Dürrenberg wird eine Blütenschau der besonderen Art sein. Entlang des längsten noch in Betrieb befindlichen Gradierwerk Deutschlands wird sie Besucher mit gärtnerischen Ideen, einem hohen Erlebniswert und dem feinen Salzgeschmack der Sole begeistern“, informierte Antje Peiser, Geschäftsführerin der Saale-Unstrut Tourismus GmbH . „Für unseren ausgezeichneten Wein sind wir in Saale-Unstrut bekannt und beliebt. Unsere Kur- und Erholungsorte, die drei noch funktionstüchtigen Gradierwerke sowie die reiche Auswahl an historischen Parks und Gärten sprechen auch eine besonders naturverbundene Zielgruppe an, die die Erholung inmitten der Natur sucht und mit natürlichen Verfahren etwas für die eigene Gesundheit tun möchte. In Saale-Unstrut kann das innerhalb weniger Kilometer verbunden mit historischen Kulturschätzen erlebt werden.“ Zu den Höhepunkten im Rahmen der Landesgartenschau gehören die Themenwochen, darunter „Genuss und Wein“ vom 19. bis 26. Mai, „Die Königin der Blumen – die Rose“ vom 9. bis 16. Juni, „Künstlerwochen“ vom 8. bis 21. Juli, „Von der Sole zum Salz“ vom 18. bis 25. August sowie „Brunnenfestwoche“ vom 6. bis 15. September. Das Gelände der Landesgartenschau liegt direkt an der Saale und diese inmitten einer kulturreichen Region, die in allen Himmelsrichtungen großartige Reiseerlebnisse bietet. Ein Besuch auf der Landesgartenschau eignet sich daher ideal, auch rundum auf Spurensuche von „echt besonderen“ Erlebnissen zu gehen. Zu den weiteren Schwerpunkten des Reiselands Sachsen-Anhalt auf der ITB zählen die „6 Staunenswerte“ Weltkulturerbestätten. „Sie sind in Sachsen-Anhalt in besonders hoher Dichte vertreten und erlebenswerte kulturhistorische Höhepunkte“, erläuterte IMG-Geschäftsführer Franke . Zu ihnen gehören das Bauhaus und seine Stätten in Dessau, die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, der Naumburger Dom, Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg sowie die Himmelsscheibe von Nebra, die ins Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen wurde. Welterbe-Status haben im Bundesland auch das Biosphärenreservat Mittelelbe, der Naturpark Harz, der zum „Global UNESCO Network of Geoparks“ gehört, und die frühen Schriften der Reformationsbewegung als Weltdokumentenerbe. Das UNESCO-Welterbe Sachsen-Anhalts präsentiert sich unter dem Motto „6 STAUNENSWERTE“ im Rahmen der ITB zum zweiten Mal in der Culture Lounge. Am neuen Standort in Halle 8.2 nutzen sie die etablierte Ausstellerplattform für internationale Kulturinstitutionen um Highlights wie die Jubiläen „30 Jahre UNESCO-Welterbe“ in Quedlinburg 2024 sowie „100 Jahre Bauhaus Dessau“ 2025/26, die jüngst wiedereröffnete Anhaltische Gemäldegalerie im Gartenreich Dessau-Wörlitz oder die spannenden neuen Ausstellungen der LutherMuseen zu präsentieren.
Der Masterplan Tourismus 2027 (zur Kurzfassung , zur Langfassung ) bildet die Grundlage der Tourismuspolitik in Sachsen-Anhalt. Er definiert, wie die Tourismuswirtschaft bis 2027 gestärkt und das Reiseland Sachsen-Anhalt mit seinen Reiseregionen und touristischen Highlights am Markt positioniert werden sollen. Bis 2027 soll die Zahl der Übernachtungen auf 11 Millionen jährlich steigen (2023: 8,4 Millionen, 2022, 2022: 7,9 Millionen, 2021: 5,8 Millionen, 2020: 6,0 Millionen, 2019: 8,6 Millionen, 2016: 7,8 Millionen, 2012: 7,35 Millionen). Im Vordergrund steht eine nachhaltige Tourismusentwicklung. Es gilt, ökonomische, ökologische und soziale Belange sowie deren Wirkungszusammenhänge aus Sicht von Wirtschaft, Umwelt, Einwohnern, Gästen und Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Außerdem stellt der „Masterplan Tourismus 2027“ die Gäste in den Mittelpunkt. Das touristische Profil soll künftig noch stärker aus Kundensicht entwickelt und vermarktet werden. Dazu zählt auch die Entwicklung qualitativ hochwertiger, barrierefreier Angebote, um allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu ermöglichen. Insgesamt wurden fünf Ziele definiert: Profilierung Sachsen-Anhalts als modernes Kulturreiseland in der Außen- und Binnenwahrnehmung Steigerung der Wertschöpfung durch neue Angebote und Angebotskompositionen sowie eine hohe Service- und Erlebnisqualität. Förderung umwelt- und ressourcenschonender Angebote für einen ökologisch nachhaltigen Tourismus, zum Beispiel durch den Ausbau klimafreundlicher Mobilität Förderung der Zufriedenheit bei Bewohnern, Gästen und Gastgebern sowie guter Arbeitsbedingungen Steigerung der Effektivität durch agile Organisations- und Zusammenarbeitsstrukturen sowie einer klaren Aufgabenverteilung Nur durch die Zusammenarbeit aller tourismusrelevanten Akteure können die Maßnahmen umgesetzt und die Ziele erreicht werden. Deshalb basiert die Strategieentwicklung und -umsetzung auf intensiven Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Tourismus - den regionalen Tourismusverbänden, dem Tourismusverband Sachsen-Anhalt e. V., der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG), den Industrie- und Handelskammern, Fachverbänden und Ministerien. Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten koordiniert die Umsetzung des Masterplans. Über den aktuellen Stand wird auf der Website des Tourismusnetzwerk Sachsen-Anhalts informiert.
Viele Menschen möchten sich für die Natur engagieren und Urlaubsreise mit Freiwilligendienst verknüpfen. Bislang wird diese Reiseform, auch Voluntourismus genannt, in Deutschland als Trend der Reisebranche kaum zum Nutzen von gemeinnützigen Organisationen und Projekten aufgegriffen. Dabei bietet das Konzept für den Schutz und die Förderung von biologischer Vielfalt große Chancen.
Anlässlich der Halbzeit der Umbaumaßnahmen auf dem Gendarmenmarkt haben Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz und Senatorin Franziska Giffey heute, am Freitag, den 1. Dezember, gemeinsam mit der Grün Berlin GmbH, die Baustelle besucht. Bereits nach einem Jahr Bauzeit zeigt sich der beliebte Gendarmenmarkt in einigen Teilen mit neuem Gesicht. Im Rahmen des tourismusnahen und klimaangepassten Ausbaus wurden bereits erhebliche Maßnahmen des Regenwassermanagements durchgeführt, das neue Natursteinpflaster um das Schillerdenkmal verlegt sowie ein Großteil der Hausanschlüsse hergestellt. Damit die 14.000 Quadratmeter des historischen Gendarmenmarktes für Anrainer und Gewerbetreibende wieder schnellstmöglich zur Verfügung stehen, sollen die Hauptarbeiten Ende 2024 abgeschlossen sein. Manja Schreiner, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit Blick auf den Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Stadt machen wir den Gendarmenmarkt fit für die Zukunft. Dieser Umbau ist ein konkretes Beispiel dafür, wie bedeutsame Stadträume erhalten und gleichzeitig zukunftsgerichtet, klimaresilient und barrierefrei gestaltet werden können. Wir bauen hier im Herzen Berlins ein weiteres Stück Schwammstadt.“ Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Mit bis zu drei Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich und zahlreichen Veranstaltungen gehört der Gendarmenmarkt zu den Tourismusmagneten in Berlin. Mit dem Umbau zeigen wir, wie Tourismus und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Hier kommen 21 Millionen Euro aus GRW-Mitteln zum Einsatz, um einen der beliebtesten Plätze Berlins attraktiv für Gäste und Veranstaltungen zu gestalten und fit für die klimaneutrale Zukunft zu machen. Mit moderner Beleuchtung und neuen Bänken, barrierefreien Zugängen und einer neuen Platzoberfläche werden unsere Gäste und die Berlinerinnen und Berliner künftig noch mehr Aufenthaltsqualität vorfinden. Das alles stärkt den Wirtschaftsstandort Berlin im Herzen der Stadt.“ Christoph Schmidt, Geschäftsführer Grün Berlin GmbH: „Die klimaresiliente und nachhaltige Sanierung des Gendarmenmarktes ist für Grün Berlin ein besonderes Referenzprojekt für vorbildliche nachhaltige Stadtentwicklung. Es geht zügig und mit voller Kraft voran. Alle Beteiligten ziehen bei diesem komplexen Projekt an einem Strang, um den historischen Gendarmenmarkt zukunftsfähig zu gestalten.“ Das Konzept zur Sanierung und Weiterentwicklung des Gendarmenmarkts sieht eine tourismusnahe, nachhaltige und denkmalgerechte Umgestaltung des historischen Platzes vor. Grundlage ist ein vorgelagertes umfassendes Beteiligungsverfahren. Neben einer umfangreichen unterirdischen Infrastruktur für Trink-, Schmutzwasser und Strom wird der Gendarmenmarkt mit einem Regenwassermanagement ausgestattet und erstmals in seiner Geschichte vollständig barrierefrei. Von dem umfangreichen Leitungsnetz für Strom, Trink- und Schmutzwasser mit einer Gesamtlänge von fünf Kilometern wurden bereits rund drei Kilometer verlegt. Zudem wurde ein Großteil der über 50 teilweise versenkbaren Anschlüsse für Trink- und Schmutzwasser sowie etwa 30 unterirdische Stromanschlüsse installiert. Dies ermöglicht es, Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt oder das Classic Open Air künftig unabhängig von der Infrastruktur des Konzerthauses durchzuführen und ohne, dass eine provisorische Verkabelung erforderlich ist. Mit den Tiefbauarbeiten südlich und nördlich des Konzerthauses wurde ebenso begonnen. In Zukunft wird ein nachhaltiges Regenwassermanagement wertvolles Regenwasser auffangen und dem Grundwasser zurückführen. Alle sechs dafür notwendigen Rigolen sind bereits erfolgreich verbaut, ebenso die zwölf Filtrationsschächte. Insbesondere bei Starkregenereignissen kann so überschüssiges Regenwasser zurückgehalten und das Kanalsystem entlastet werden, lokale Überschwemmungen werden minimiert. Insgesamt wurden 14.000 Quadratmeter Pflaster abgetragen und bereits circa 1.200 Quadratmeter neues Natursteinpflaster nach historischem Muster wiedereingesetzt. Im ersten Halbjahr 2024 werden die Maßnahmen zur Verbreiterung des Gehweges in der Charlottenstraße beginnen. Am Gendarmenmarkt finden zahlreiche Konzerte und Märkte statt. Er gehört zu den Touristen-Hotspots in Berlin und ist für die Tourismuswirtschaft von überragender Bedeutung. Daher beteiligt sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe mit rund 21 Millionen Euro an den Gesamtkosten der tourismusaffinen Neugestaltung des Gendarmenmarktes. Diese Mittel kommen aus dem Programm zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW). Weitere Informationen: https://gruen-berlin.de/projekte/urbane-freiraeume/gendarmenmarkt/ueber-das-projekt Download: www.gruen-berlin.de/PK-GM-2023
Urlaub und Umweltschutz: So geht nachhaltiges Reisen So sind Sie beim nächsten Urlaub klimafreundlich unterwegs Bevorzugen Sie Reiseziele in der Nähe. Vermeiden Sie Flugreisen und Kreuzfahrten. Bevorzugen Sie Reiseanbieter und -angebote mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards. Verhalten Sie sich im Urlaub so umweltfreundlich wie zu Hause. Nehmen Sie Rücksicht auf sensible Lebensräume, Tiere und Pflanzen. Entdecken Sie umweltfreundliche Urlaubsmöglichkeiten. Gewusst wie Was uns gut tut, kann die Umwelt belasten. Das gilt auch für den Urlaub und insbesondere für die Anreise. Durch ihren Aufenthalt steigern Touristen zudem vor Ort den Bedarf an Wasser, Energie und Flächen. Mit diesen Tipps können Sie die entstehenden Umweltbelastungen reduzieren. Je näher, desto besser: Im Umkreis von nur 1.000 Kilometern liegen Urlaubsziele, die das bieten, was die meisten im Urlaub suchen: Erholung, Wälder, Berge, Strand und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Warum deshalb in die Ferne schweifen? Die stärksten Umweltbelastungen resultieren aus An- und Abreise. Dabei spielt nicht nur die Entfernung, sondern auch die Wahl des Verkehrsmittels eine große Rolle. Nutzen Sie daher Bus, Bahn und Fahrrad . Erkundigen Sie sich über das Nahverkehrssystem vor Ort und eventuelle Transport- und Ticketangebote der Unterkunft und Reiseregion. Probieren Sie Wanderungen , Kanu- oder Fahrradtouren . Entdecken Sie die Reisen der Kooperation Fahrtziel Natur in verschiedene Großschutzgebiete im deutschsprachigen Raum. Oder besuchen Sie Bergregionen, die sich um nachhaltige Reiseangebote bemühen und über Alpine Pearls sowie den Bergsteigerdörfern zu Initiativen zusammengeschlossen haben. Auch ein voll besetztes Auto belastet die Umwelt weit weniger als die Anreise mit dem Flugzeug. Die Anreise mit einem vollelektrischen angetriebenen PKW ist ebenfalls umweltschonender. Das erfordert derzeit allerdings etwas Planung, da das Netz an Lademöglichkeiten noch im Aufbau befindlich ist. Immer mehr Beherbergungsanbieter installieren Lademöglichkeiten für ihre Gäste. Fragen Sie vor der Buchung nach. Umweltschädliche Emissionen können Sie auch einsparen, wenn Sie seltener in den Urlaub fahren und dafür länger bleiben. Am Boden bleiben: Flugreisen sind besonders umweltschädlich. Ein Flug von Deutschland auf die Kanarischen Inseln und zurück verursacht pro Person einen Ausstoß von ca. 1.800 kg klimaschädlichem CO 2 e (siehe UBA-CO 2 -Rechner ). Bei einer vierköpfigen Familie sind das 7,2 t CO 2 e. Mit einem vollbesetzten Mittelklassewagen könnten Sie dafür rund 45.000 km weit fahren. Auch Kreuzfahrten sind sehr umweltbelastend. Leider gibt es für solche Fernreisen keine umweltfreundlichen Alternativen. Was Sie aber machen können: Gleichen Sie Treibhausgasemissionen von Flugreisen oder Kreuzfahrten durch freiwillige Kompensationszahlungen aus. Mit diesem Geld werden Klimaschutzprojekte finanziert, in denen die entsprechende Menge an Treibhausgasen eingespart wird (siehe Tipps zur CO 2 - Kompensation ). Zertifizierte Angebote nutzen: Auf der Suche nach umweltschonenden Reisen helfen Ihnen Umweltzertifikate und Labels. Sie kennzeichnen Anbieter beziehungsweise Angebote mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards. Diese Standards betreffen zum Beispiel den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser, klimafreundliche Transporte, die Reduzierung des Abfallaufkommens oder das Engagement in Artenschutzprojekten. Fragen Sie Ihr Reisebüro und Ihren Tourismusanbieter vor Ort nach einer entsprechenden Zertifizierung. Auf der Webseite Tourismus Labelguide finden Sie einen Überblick sowie weitere Informationen zu verschiedenen Labeln und Zertifikaten aus dem Tourismusbereich. Auch das Forum anders Reisen bietet eine breite Auswahl alternativer Reisen in alle Welt an. Mehr als 100 Reiseveranstalter gehören dazu. Umweltbewusstsein im Reisegepäck: Ob Mülltrennung oder der sparsame Umgang mit Energie und Wasser - Routinen, die zu Hause selbstverständlich sind, sollten Ihnen im Urlaub nicht schwerfallen. Im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Klimawandel wird Wasser eine immer knappere Ressource. Gehen Sie deshalb sorgsam mit Wasser um (siehe Tipps zum Trinkwasser ). Pools, Golfplätze und künstlich beschneite Skipisten verbrauchen oft unverhältnismäßig große Wassermengen. Heizen Sie im Winterurlaub energiebewusst (siehe Tipps zum Heizen ). Bevorzugen Sie saisonale, regionale und ökologisch produzierte Lebensmittel. Genießen Sie die Vielfalt heimischer Obst- und Gemüsesorten und verringern Sie den Anteil tierischer Produkte, denn diese verschlechtern Ihre Umweltbilanz in vielerlei Hinsicht. Verzichten Sie auf Einwegartikel wo immer möglich. Nehmen Sie zum Beispiel eine leere Trinkflasche oder einen Stoffbeutel mit in den Urlaub. Reduzieren Sie Ihr Reisegepäck. Viele Dinge wie z.B. Babybetten und Sportausrüstung können vor Ort ausgeliehen werden. Weniger Gepäck reduziert den Platzbedarf und das Gewicht beim Transport und hilft somit Emissionen zu verringern. Natur bewahren: Der Tourismus ist wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig auf eine intakte Natur angewiesen und beeinträchtigt diese gleichzeitig auf vielfältige Weise. Dies betrifft auch die Zerstörung von Lebensräumen und den damit verbundenen Verlust der biologischen Vielfalt. Tourismus nimmt große Flächen in Anspruch, zum Beispiel für den Bau von Unterkünften, aber auch für Verkehrsinfrastruktur und Freizeiteinrichtungen. Nutzen Sie nachhaltige und naturverträgliche Angebote und respektieren Sie die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung. Beachten Sie insbesondere bei der Auswahl von Freizeitaktivitäten den Biotop- und Artenschutz . Respektieren Sie sensible Gebiete und die dort vorkommenden Arten. Erkundigen Sie sich über angemessene Verhaltensregeln. Füttern und berühren Sie keine Wildtiere und beschädigen Sie keine Pflanzen. Bleiben Sie auf den vorgesehenen Wegen und begegnen Sie anderen Menschen respektvoll. Lassen Sie keine Abfälle liegen und nehmen Sie nichts mit außer Ihre Eindrücke. Geschützte Arten sind keine Souvenirs (zum Beispiel Korallen, Elfenbein, Reptilienleder) und keine Lebensmittel, auch wenn sie als "einheimische Delikatessen" angeboten werden. Besuchen Sie keine Einrichtungen, die Wildtiere in Gefangenschaft halten (zum Beispiel Delfinarien, Elefantenreiten). Unterstützen Sie stattdessen lokale Artenschutzprojekte und Naturschutzgebiete. Urlaubszeit spenden: Sich während des Urlaubs ehrenamtlich in Projekten zu engagieren ist besonders bei jüngeren Menschen beliebt. Zwei Anbieter in Deutschland sind das Bergwaldprojekt sowie WWOOF . Unter dem Stichwort Volontourismus oder Freiwilligeneinsatz finden sich vielfältige Angebote. Schauen Sie sich diese jedoch vorher genau an: nicht immer sind die Projekte aus ethischer oder ökologischer Perspektive zu empfehlen. Tapetenwechsel – im Tausch: Internetplattformen ermöglichen es, das eigene Zuhause mit anderen Menschen auf Gegenseitigkeit zu teilen oder zu tauschen. Diese Art zu reisen entlastet die Umwelt, da weniger zusätzliche Unterkünfte gebaut werden müssen. Zum Beispiel bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) das Übernachtungsverzeichnis Dachgeber – von Radlern für Radler an. Für Auslandsreisen gibt es das Vermittlungsnetzwerk Couchsurfing mit 14 Millionen Nutzern auf der ganzen Welt. Solche Plattformen, beziehungsweise die angebotenen Übernachtungen, sind teilweise kostenlos, teilweise gebührenpflichtig. Eine genaue Lektüre der Teilnahme- und Haftungsbestimmungen empfiehlt sich. Urlaub – zu Hause: "Zu Hause ist es am schönsten" – das kann auch für den Urlaub gelten. Denn Urlaub kann, muss aber nicht "Verreisen" heißen. Schließlich sind Erholung und schöne, nicht-alltägliche Erlebnisse auch im eigenen Garten, auf dem Balkon, auf dem Sofa oder mit Ausflügen in die nähere Umgebung möglich. Gönnen Sie sich deshalb (auch) umweltfreundliche Urlaubsmomente zu Hause. Wie wirken sich Flugreisen auf das Klima aus und welche Alternativen gibt es? Hier finden Sie ein Text-Transkript des Videos im Sinne der Barrierefreiheit. Hintergrund Umweltsituation: Reisende nehmen die Umwelt, Natur und Ressourcen in Anspruch. Das Umweltbundesamt versucht, dies messbar zu machen. Hierzu wurden unterschiedliche Forschungsvorhaben durchgeführt. Die zentrale Erkenntnis ist, dass die Reisemobilität den größten Anteil am gesamten Energiebedarf und den damit verbundenen Emissionen von Reisen hat. So verursachte die Reisemobilität im Jahr 2017 etwa 111 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente. Im Zuge der Pandemieeindämmungsmaßnahmen sind diese gesunken. Ab dem Jahr 2023 wird mit dem Erreichen des Niveaus vor der Corona-Pandemie und anschließend weiterem Wachstum gerechnet. Im Zusammenhang mit Aktivitäten in der Natur kann es an beliebten Orten zudem zur Überbeanspruchung kommen. Durch gezieltes Besuchermanagement wird versucht, dem entgegenzuwirken, um die Biodiversität zu schützen. Marktbeobachtung: Das Interesse am Reisen ist unter der deutschen Wohnbevölkerung weiterhin ausgeprägt. Je höher das zur Verfügung stehende Haushaltseinkommen und je weniger Kinder im Haushalt leben, desto mehr und weiter reisen die Haushaltsmitglieder. Im Bereich nachhaltiges Reisen ist zu erkennen, dass das Interesse für nachhaltigen Urlaub weiterhin hoch ist und zunehmend mehr Menschen ihre Urlaubsaktivitäten an Nachhaltigkeitskriterien orientieren und buchen. Das Angebot an nachhaltig zertifizierten Übernachtungs- und Reiseangeboten ist allerdings noch gering. Die Kompensation von Reiseemissionen wird deutlich häufiger bei Geschäftsreisen als bei Erholungsurlauben durchgeführt. Das immense Wachstum der Tourismusbranche bringt vielfältige Probleme mit sich. Nachhaltiger Tourismus ist der Versuch, diesen entgegenzuwirken und ökologische, ökonomische sowie soziokulturelle Ziele in Einklang zu bringen. Nach der Verabschiedung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung steht die internationale Staatengemeinschaft vor der enormen Herausforderung, die erarbeiteten Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene umzusetzen. Dabei nimmt die Entwicklung nachhaltiger Tourismuskonzepte eine bedeutende Rolle ein, da hierdurch viele Ziele der Agenda gleichzeitig adressiert werden können. Weitere Informationen finden Sie auch auf der UBA-Themenseite zu nachhaltigem Tourismus . Beispielrechnung der mobilitätsbedingten Treibhausgasemissionen für unterschiedliche Strandreisen Quelle: Umweltbundesamt (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs. THG-Emissionen von Reisen mit unterschiedlichen Schiffs- und Bootsklassen Quelle: Umweltbundesamt (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs. Urlaubsreisen im In- und Ausland Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2023 Deutschlands beliebteste Auslandsdestinationen Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2023 Reiseverhalten 2017 bis 2022 Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2020 - 2023 Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Reisebuchung Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V.: ReiseAnalyse 2022 - 2023 Quellen UBA (2020): Klimawirksame Emissionen des deutschen Reiseverkehrs . Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR e.V.) (2023): Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen : Bewusstseins- und Nachfrageentwicklung und ihre Einflussfaktoren. Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR e.V.) (2018): Reiseanalyse 2018. WWF (2009): Der touristische Klima-Fußabdruck : WWF-Bericht über die Umweltauswirkungen von Urlaub und Reisen.
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