Das Projekt "Umweltvertraegliche Tribosysteme Teilprojekt A1: Entwicklung neuartiger umweltfreundlicher Schmierstoffe und Druckuebertragungsmittel mit Hilfe chemischer Methoden" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Hochschule Aachen, Institut für Brennstoffchemie und physikalisch-chemische Verfahrenstechnik, Lehrstuhl für Technische Chemie und Heterogene Katalyse durchgeführt. Ziel ist die Modifizierung von Rapsoel bzw natuerlichen Fettsaeuren. In Zusammenarbeit mit den Ingenieurwissenschaften soll deren Schmierstoffverhalten geprueft werden.
Das Projekt "Sonderforschungsbereich (SFB) 442: Umweltverträgliche Tribosysteme durch geeignete Werkstoffverbunde und Zwischenstoffe am Beispiel der Werkzeugmaschine" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Werkzeugmaschinenlabor (WZL), Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren durchgeführt. Der Sonderforschungsbereich 442 arbeitet an der umweltfreundlichen Gestaltung aller in einer Werkzeug-/Umformmaschine vorhandenen Tribosysteme. Dies soll durch die Entwicklung neuer Beschichtungen und Schmierstoffe und ihrer Kombination erreicht werden. Dazu arbeiten Institute aus den Bereichen Medizin, Biologie, Chemie, Materialkunde und den Bereichen der technischen Anwendung von Tribosystemen zusammen. Das Teilprojekt B6 am Lehrstuhl fuer Fertigungsverfahren des WZL bewertet an einem aufzubauenden Tribometer die Eignung dieser neuartigen Tribosysteme fuer die umformtechnischen Prozesse. Zur Konzipierung dieses Tribometers ist es wichtig, tatsaechlich auftretende Randbedingungen zu ermitteln, um diese im Tribometer modellhaft nachzubilden. In einer spaeteren Phase sind Untersuchungen an realen Prozessen vorgesehen.
Das Projekt "Sonderforschungsbereich (SFB) 442: Umweltverträgliche Tribosysteme durch geeignete Werkstoffverbunde und Zwischenstoffe am Beispiel der Werkzeugmaschine" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen durchgeführt. Das Ziel des Sonderforschungsbereiches 442 ist die Realisierung umweltvertraeglicher Tribosysteme durch die Uebertragung tribologischer Funktionen der Fluide auf die Werkstoffe in einem ganzheitlichen Ansatz. Mit den in diesem Sonderforschungsbereich zu entwickelnden Triboparametern sollen zukuenftige Tribosysteme oekologisch vertraeglicher gestaltet werden. Diese Tribosysteme werden durch eine miteinander verzahnte Entwicklung und Untersuchung von Werkstoffverbunden und Zwischenstoffen geschaffen. Hierzu werden die realen Tribosysteme abstrahiert und in Tribometern nachgebildet. Mit diesen Tribometern werden die neuentwickelten Tribopartner in ihrer Wechselwirkung mit dem Gesamttribosystem genau analysiert und optimiert. Erfolgversprechende Entwicklungen werden im realen System auf ihre Eignung ueberprueft. Die Entwicklung der Werkstoffverbunde und Zwischenstoffe stuetzt sich auf tribologische Daten, die in den Modell- und Bauteiluntersuchungen erarbeitet werden. In diesen Tribometeruntersuchungen werden ausgewaehlte Systeme und Prozesse nachgebildet, wie sie zB in Werkzeugmaschinen vorhanden sind.
Das Projekt "Umweltvertraegliche Tribosysteme, Zerspanung mit definierter Schneide-Entwicklung von Festkoerper- und Fluessigkeits-Kuehlschmiersystemen beim Zerspanen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von RWTH Aachen University, Werkzeugmaschinenlabor (WZL), Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren durchgeführt. Anhand des Beispiels von Zerspanprozessen, die heute nicht oder nicht wirtschaftlich trocken durchgefuehrt werden koennen, sollen in diesem Teilprojekt tribologische Untersuchungen an neu zu entwickelnden Tribosystemen durchgefuehrt werden. In diesen sollen oekologisch und medizinisch unbedenkliche Kuehlschmierstoffe und Werkzeugbeschichtungen betrachtet und weiterentwickelt werden. Ziel des Forschungsvorhabens ist dabei, die schaedlichen Umwelteinfluesse der Fluide, die im Fertigungsprozess zum Einsatz kommen, zu vermeiden. Dazu sollen, unter Beibehaltung der Prozessleistungsfaehigkeit, Eigenschaften von Kuehlschmierstoffen, die bezueglich ihrer Wirkung im Kontaktbereich zwischen Werkstueck und Werkzeug guenstig sind, durch Weiterentwicklung von Beschichtungen auf die Werkzeuge uebertragen werden. Dies erfordert die Entwicklung von neuen Festkoerper- und Fluessigkeits-Kuehlschmiersystemen.
Das Projekt "Tribologisches Langzeitverhalten biologisch schnell abbaubarer Schmierstoffe beim Tiefziehen aluminiumplattierter Feinbleche" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität-Gesamthochschule Siegen, Institut für Fertigungstechnik durchgeführt. Aufgrund ihrer guten Korrosionsbestaendigkeit, auch bei hohen Umwelttemperaturen, gewinnen aluminiumplattierte Stahlbleche eine rasch wachsende Bedeutung im kraftfahrzeugbau als Katalysatorbauteile und als Hitzeschilde fuer elektronische Bauteile. Die Weichheit der Aluminiumplattierung und die hohe Festigkeit des Stahlkerns erfordern beim Umformen dieser Bleche, dass die Gesamtheit des Tribosystems (Blechoberflaechenstruktur, Schmierstoff, Werkzeugstoff) optimal aufeinander abgestimmt werden muss. Das gilt insbesondere fuer das Langzeitverhalten dieser Systeme, da die Praxis zeigt, dass nur wenige Kurzzeitversuche zu Beginn eines Fertigungsprozesses keine Aussage ueber das tribologische Langzeitverhalten in der Serienfertigung zulassen. Ziel des Antragstellers ist es, durch eine neuentwickelte praxisrelevante Pruefeinrichtung die bisher bestehenden Wissensluecken ueber die Langzeittribologie biologisch schnell abbaubarer Schmierstoffe hinsichtlich des tribologischen Wirkungsgrades des Schmierstoffs, der Oberflaechenqualitaet der Ziehteile und des Verschleisses der Werkzeuge zu schliessen. Es liegen bisher keine nationalen und internationalen Veroeffentlichungen hierueber bis heute vor.