Dieser Dienst besteht einerseits aus den satellitenbasierten Imperviousness-Rastern (Versiegelungs-Raster) des Copernicus Landmonitoring Services der Europäischen Umweltagentur. Diese Raster zeigen dern Versiegelungsgrad in % für jedes Pixel, aufbereitet für NRW. Die Versiegelungs-Raster stehen für die Jahre 2006, 2009, 2012, 2015 und 2018 zur Verfügung. Ab dem Jahr 2018 liegt der räumliche Auflösung bei 10 Meter, zuvor lag sie bei 20 Meter. Der Stand der Daten ist das Jahr 2023. Geplant ist eine Fortschreibung für alle drei Jahre, das Veresiegelungs-Raster 2021 wird für Mitte 2026 erwartet. Basierend auf den Versiegelungs-Rastern der unterschiedlichen Jahre wurde auch der Anteil der versiegelten Fläche je Gemeinde in Prozent der gesamten Gemeindefläche berechnet. Andererseits besteht der Atom-Feed aus einem luftbildbasierten Rasterdatensatz der Bodenversiegelung mit Berechnungsstand Dezember 2024. Grundlage sind die landeseigenen, hochauflösenden Luftbilder (TrueDOP) mit einem Befliegungszeitraum von Februar 2022 bis Juni 2024. Hier wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen Ruhr-Universität Bochum, IT.NRW und dem LANUK NRW mittels eines KI-Ansatz (KI=künstliche Intelligenz) die Bodenversiegelung mit einer räumlichen Auflösung von nur 0,5 Meter berechnet. Aus diesem hochaufgelösten Rasterdatensatz wurden ebenfalls je Gemeinde die Anteile an versiegelter Fläche gegenüber der gesamten Gemeindefläche in Prozent berechnet. Eine ständige Fortschreibung der Datenerhebung ist für alle 2 Jahre geplant.
In Deutschland ist erstmalig Abwasser aus der Fruchtsaftindustrie im grosstechnischen Massstab anaerob vorbehandelt worden. Ziel war es u.a. das waehrend der Kampagne anfallende Produktionsabwasser kostenguenstig und betriebsstabil auf ein Konzentrationsniveau kommunalen Abwassers zu senken, die anaerobe Mitbehandlung von Trub und Kieselgur sowie deren Kompostierbarkeit zu pruefen. - Aufgrund geaenderter Randbedingungen wurden saemtliche innerbetriebliche Teilstroeme ganzjaehrig der Betriebsklaeranlage zugefuehrt. Ergebnis: Die Anaerobtechnik mit einem UASB-Reaktor als Methanreaktor und getrennter Versaeuerung hat sich zur Vorbehandlung von Abwaessern der Fruchtsaftindustrie sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Kampagne bestens bewaehrt. Basierend auf Laborversuchen muss von der Mitbehandlung des Trub-Kieselgurgemisches im UASB-Reaktor abgeraten werden, da sich die Pelletstruktur der Biomasse aufloest, demgegenueber ist deren Kompostierung zusammen mit Strukturmaterial moeglich. Im Abwasser enthaltener Schwefel fuehrt zu Geruchsproblemen. Biofilter arbeiten erst bei Flaechenbeschickungen von gleich kleiner 20 m/h zufriedenstellend. Halbtechnische Versuche zur Abluftbehandlung in einer Hochlastfestbettbiologie erwiesen sich ab einer Durchflusszeit von 1,43 Stunden als wirkungsvoll. - Die Betriebskosten (ohne Kapitalkosten) beliefen sich im ersten Betriebsjahr auf 2,52 DM/m3 und im spaeteren Routinebetrieb auf 0,99 DM/m3 (1993).