Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.
In Deutschland werden in der Landwirtschaft in großem Maßstab Düngemittel eingesetzt. Neben Nährstoffen und organischer Substanz werden jedoch auch Schwermetalle und organische Schadstoffe eingetragen. deren Frachten aus Vorsorgegründen auf solch ein Maß begrenzt werden müssen, dass es zu keiner Anreicherung kommen kann. Ziel des Gesamtvorhabens war zum einen die Bereitstellung aktueller Datensätze zu organischen und anorganischen Schadstoffen in Düngemitteln und ein Abgleich der ermittelten Konzentrationen mit bestehenden Grenz- und Richtwerten. Zum anderen sollten ausreichende Datensätze zu über Dünger in landwirtschaftlich genutzte Böden eingetragenen und sich dort ggf. anreichernden Schadstoffen erhoben werden. Beprobt wurden insgesamt 32 verschiedene Flächen. Dabei handelte es sich um mit Klärschlamm gedüngte Flächen mit verschiedenem Anbau sowie entsprechende Kontrollflächen ohne Klärschlammaufbringung, jedoch mit anderen Düngevarianten. Für die analysierten Metalle und ihre Verbindungen wurde festgestellt, dass die Bodenbeaufschlagungen mit Klärschlämmen in einigen Fällen zu einer geringfügigen Erhöhung der Mittelwerte im Vergleich zu den nicht mit Klärschlamm aber größtenteils mit Wirtschaftsdüngern beaufschlagten Flächen geführt haben. Entsprechend den Ergebnissen der Stoffgehaltsermittlung können Wirtschaftsdünger durchaus auch hohe Gehalte an Schwermetallen enthalten, insbesondere Kupfer und Zink. Die Klärschlammdüngungen führten bisher jedoch nur in Einzelfällen zu einer solchen Erhöhung der Stoffgehalte, dass Belastungen oberhalb der Vorsorgewerte entstanden. Bei den organischen Schadstoffen in Düngern liegen die Gehalte an ubiquitär vorkommenden Kontaminanten wie PCBs in Klärschlämmen nicht wesentlich über den für Böden abgeleiteten Vorsorgewerten, die für PAKs im Mittelwert doppelt so hoch wie die Vorsorgewerte nach BBodSchV. Für PCB wurden keine erhöhten Gehalte im Boden bei den mit Klärschlamm gedüngten Flächen gefunden, für PAK teilweise höhere Gehalte als bei den Kontrollflächen. Die Gehalte von im Boden leicht abbaubaren Stoffen auf den mit Klärschlamm gedüngten Flächen unterschieden sich im Gegensatz zu den ursprünglichen Stoffgehalten der Klärschlämme nicht signifikant von denen der Kontrollflächen, da nur in einem Fall die Probenahme relativ zeitnah nach der Klärschlammausbringung erfolgen konnte. Diese Kontaminanten waren also bereits weitgehend abgebaut. Dies betrifft die Detergentien LAS und NP/NPEO sowie die Phthalate. Im Boden der mit Klärschlamm gedüngten Flächen wurden gegenüber den Kontrollflächen in signifikanten Mengen vor allem persistente Kontaminanten identifiziert, die bisher nicht ubiquitär in Böden verteilt sind. Dies sind die im Projekt bestätigten Stoffe aus den Gruppen der Zinnorganika und Moschusverbindungen.
A) Problemstellung: CH4 ist nach CO2 diejenige klimarelevante Emission mit großen Massenströmen. Bisher existieren validierte Messverfahren, sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlicher Art, nicht. Auf Anregung des UBA wurden bei der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN durch eine Arbeitsgruppe Messverfahren erarbeitet, die jetzt einer Validierung an stationären Anlagen bedürfen. B) Handlungsbedarf: BMU und UBA müssen deshalb Entwicklungsaktivitäten fordern um dieses Problem zu lösen. C) Ziel des Vorhabens ist in diesem Vorhaben die Validierung mittels Ringversuchen durchzuführen; als Ergebnis werden die Kenngrößen der Verfahren dann zur Verfügung stehen. Validierte Messverfahren sind notwendig, um sichere Emissionsdaten für internationale Berichterstattungen vorhalten zu können.
Das Vorhaben dient der Sicherung der umweltvertraeglichen Kreislaufwirtschaft, indem sichergestellt werden soll, dass durch den Einsatz von Abfaellen keine unzulaessigen Schwermetallemissionen entstehen und eine diffuse Verteilung von Schwermetallen, in dem Zementprodukte als Schadstoffsenke benutzt werden, unterbleibt (Paragraph 5 Abs. 3 KrW-/AbfG). Ziel des Vorhabens ist es, die bisherigen Untersuchungen zum Ein- und Austrag von Schwermetallen bei der Zementherstellung zusammenzufassen und zu bewerten. In einem ersten Schritt sollen zunaechst die vorhandenen Daten ueber Schwermetallgehalte in den Eingangsstoffen (natuerliche Roh- und Brennstoffe, eingesetzte Abfalle) und Ausgangsstoffen (Zementklinker, Filterstaub, Abgas) ermittelt werden. Es ist notwendig, Daten ueber die Effekte wie die interne Kreislaufbildung bestimmter Schwermetalle und die moeglichen Aufkonzentrationen in der Filterstaeuben bereitzustellen. Ebenfalls sollen die Daten ueber die Freisetzung von Schwermetallen (Eluate) aus Betonen zusammengestellt werden. Soweit notwendig, sollten auch Ergebnisse internationaler Untersuchungen dargestellt werden. Es soll festgestellt werden, inwieweit die bisher vorliegenden Daten plausibel sind und ausreichende Sicherheit fuer die Beurteilung der Prozessablaeufe bieten. Ermittelt werden sollen eventuelle Datendefizite und daraus resultierender Forschungsbedarf, insbesondere ueber den Einsatz von Ersatzbrennstoffen ueber laengere Zeit und die entstehenden Qualitaeten der Outputstroeme. In einem zweiten Schritt soll geprueft werden, inwieweit sich Empfehlungen fuer die Festlegung von zulaessigen Schwermetallgehalten in Abfaellen zur Substitution von Roh- und Brennstoffen in der Zementindustrie ergeben koennen und inwieweit andere Massnahmen (zum Beispiel Getrennthaltung von Filterstaeuben) sinnvoll sein koennen.
Im Rahmen der IPPC-Richtlinie werden gegenwaertig fuer den Bereich 'intensive livestock farming' auf internationaler Ebene die 'best available techniques (BAT-Notes)' erarbeitet (vorgesehener Bearbeitungszeitraum ist 1999 - Mitte 2001). Diese sind durch geeignete Massnahmen national umzusetzen. Um die Einfuehrung der BVT in der deutschen Landwirtschaft zu unterstuetzen, soll ein entsprechendes Symposium vorbereitet, durchgefuehrt und dokumentiert werden. Auf dem Symposium sind die umweltrelevanten Emissionen aus genehmigungsbeduerftigen Tierhaltungsanlagen (Ammoniak (NH3), Methan (CH4), Lachgas (N2O)) zu diskutieren und Loesungswege zu deren Minderung im Sinne der EU-weit verabschiedeten BAT-Notes aufzuzeigen. Die Ergebnisse des Symposiums sollen die Ausgangsbasis fuer den im Vorhaben zu erarbeitenden Vorschlag fuer ein Regelwerk zur 'Guten fachlichen Praxis der Emissionsminderung aus der Tierhaltung' bilden. Zusaetzlich sind die fachlichen Grundlagen fuer den bislang nicht emissionschutzrechtlich geregelten Bereich der Rinderhaltung zu schaffen.
A) Problemstellung: Eine umfassende und zukunftssichere Dokumentation biologischer Referenzanalyseverfahren (BRA) für Umweltproben und umweltrelevante Stoffe existiert nicht. Der Aufbau einer entsprechenden Datenbank ist kostenintensiv. Der externe Betrieb und der unentgeltliche Zugriff durch BMU/UBA muss sichergestellt werden. Daher ist eine Vorstudie und Fachgespräch zum Thema Biotestdaten erforderlich. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Zur Sicherung der Effektivität, Zukunftssicherheit und Qualität der Datenbankentwicklung BioDaTox ist es sinnvoll, in einem ersten Schritt einen Anforderungsprofil aus der Perspektive der späteren Datenbanknutzer und Dateneingeber zu erstellen. Dazu sollen qualifizierte Gespräche mit Vertretern aus Normungsarbeitskreisen, öffentlich geförderten Verbundprojekten, Behörden, Ministerien, Industrie und freien Laboratorien und speziellen Fachexperten geführt werden. Die Möglichkeiten und Chancen des BioDaTox Konzeptes sind in einer Vorstudie zu demonstrieren (detaillierte Machbarkeitsstudie). Auf der Basis des ersten Anforderungsprofils und der Vorstudie wird dann im Rahmen eines Fachgesprächs (Audit) eine Synthese aus Anforderungsprofil und informationstechnischen Möglichkeiten erstellt und damit eine umfassende Basis für das Projekt BioDaTox gelegt. Das Fachgespräch wird alle involvierten Gruppen beteiligen und durch die gezielte Auswahl der Vortragenden, Workshops und der spezifischen Themensetzung ein transparentes Konzept auf der Basis der Vorarbeiten vervollständigen: Relevanz von Daten aus der Validierungs- und Ringtestphase für die effektive Normenentwicklung, Relevanz von Vollzugsdaten für die Weiterentwicklung und Schwachstellenanalyse von genormten BRA, Notwendigkeit von Hintergrundwerten für die Verbesserung der Bewertung von Ergebnissen für BRA (z. B. Boden), Bereitstellung von Daten von und über für die Vorbereitung neuer Vollzugsbereiche (z.B. OSPAR) Anforderungen an die Datenqualität für fortgeschrittene Risikobewertungen von Schadstoffen in der Umwelt, Erkennung neuer Felder für den effektiven Einsatz von BRA, Motivationsschaffung für die Eingabe von Daten, Datensicherheit, Nutzerergonomie und Qualitätskontrolle ökotoxikologischer Datensätze, Daten aus BRA zum effizienten Einsatz in der Politikberatung. C) Ziel: Erarbeitung einer soliden, fachlich fundierten Entscheidungsgrundlage für den Aufbau eines kombinierten...
A) Problemstellung: Vor über zehn Jahren wurden in öffentlichen Gebäuden, die in den 60er Jahren errichtet worden sind, hohe PCB-Innenraumluftkonzentrationen festgestellt. Als Schadstoffquelle wurde meist dauerelastisches, Chlophen A40-haltiges Fugenmaterial sowie Deckenplatten mit Chlophen A60 ermittelt. Als Maßgabe wurde ein gesundheitsbezogener Eingriffswert von 3 myg PCB-Summe/m3 Raumluft festgelegt, bei dessen Überschreitung Gegenmaßnahmen durchgeführt werden müssen (Zielwert 0,3 myg PCB/m3). 1998 sind von der WHO für PCDD-ähnliche PCB-Einzelverbindungen Toxizitätsäquivalente (TEQ-Werte) festgelegt worden. Mit den wenigen vollständigen Untersuchungen auf alle PCB-Einzelverbindungen kann nicht sicher abgeleitet werden, ob - in Räumen mit einer Chlophen A40-Quelle bei Konzentrationen unter 3 myg PCB/m3 - ein TEQ-Summenwert ebenfalls eingehalten werden kann, der nach bisherigen Überlegungen zu tolerieren ist. Für andere PCB-Quellen ist die Datenlage noch ungünstiger. B) Handlungsbedarf/Projektdurchführung: Wegen dieser schlechten Datenlage ist deshalb die Beziehung zwischen der Konzentration von Gesamt- und Dioxin-ähnlichen PCB unter den verschiedenen Praxisbedingungen zu ermitteln. Die Analysen sollen auch Kenndaten zur Qualität der Messungen im unteren pg-Bereich TEQ/m3 liefern. Die Ergebnisse sollten der ad-hoc AG UBA-Innenraumkommission (IRK)/AOLG schnellstmöglich (bis spätestens Ende 2003) zur Verfügung stehen, damit etwa notwendige gesundheitsvorsorgende Maßnahmen unverzüglich vorgeschlagen werden können. C) Ziel: Schaffung der zur Ableitung von PCB-Richtwerten für die Innenraumluft notwendigen Grundlagen. Ermittlung von TEQ-Summenwerten für Dioxin-ähnliche PCB in Relation zur PCB-Gesamtkonzentration in der Raumluft von belasteten Gebäuden und der Art der PCB-Quelle.
Aufgabe des Bundes ist es, unter Beruecksichtigung der grundgesetzlich verankerten Selbstverwaltungsgarantie der Kommunen den Lokalen Agenda 21-Prozess durch Informations- und Beratungsangebote zu unterstuetzen und zu forcieren (siehe u.a. Erklaerung BMU - kommerzielle Spitzenverbaende, 1997; Entwurf eines umweltpolitischen Schwerpunktprogramms, 1998; UMK-Beschluss, 1998; Koalitionsvereinbarung, 1998). Sowohl bei der Zielkonkretisierung als auch bei der Erfolgskontrolle einer Lokalen Agenda 21 spielt die Aufstellung und Anwendung von Indikatoren einer nachhaltigen Entwicklung eine zentrale Rolle (siehe Handbuch 'Lokale Agenda 21' S. 144, Hrsg.: BMU/UBA, vorgelegt von: ICLEI. Gefragt sind Indikatoren, die neben der oekologischen auch die soziale und oekonomische Situation sowie deren Vernetzung abbilden, darueber hinaus politisch-institutionelle Aspekte beruecksichtigen. Derart integrative Indikatorensysteme zur nachhaltigen Kommunalentwicklung liegen bisher nur vereinzelt und/oder nur in Ansaetzen vor. Von einer rahmensetzenden Harmonisierung ist man jedoch noch weit entfernt. Ziel des FuE-Vorhaben ist, vorliegende Ansaetze (Methoden, Fallbeispiele) hinsichtlich ihrer Leistungsfaehigkeit und Praktikabilitaet zu beschreiben und zu bewerten. Die Mitwirkung der Buergerinnen und Buerger sowie oertlicher Initiativen und Gruppen am Lokalen Agenda 21-Prozess ist als wichtige Bedingung zu beachten. Nationale und internationale Aktivitaeten sind einzubeziehen und hinsichtlich ihrer Verknuepfung mit der kommunalen Handlungsebene zu analysieren. Darauf aufbauend sollen Vorschlaege fuer rahmensetzende kommunale Nachhaltigkeitsindikatoren gegeben werden (Indikatorenset).
Das Fachgespraech dient dazu, mit Experten eine wissenschaftliche Diskussion zu fuehren, wie das gleichnamige FuE-Vorhaben (FKZ 20067406/02) entwickelt werden soll. Bisher ist naemlich der photochemisch-oxidative Abbau von semivolatilen Stoffen, die zum Teil an Aerosole adsorbiert sind, nicht verstanden. Die Kenntnis dieses Abbaus ist die wesentliche Groesse fuer die Bestimmung der atmosphaerischen Lebensdauer und des Ferntransportes ueber die Luft.
Böden spielen als Umweltmedium in der Natur eine wichtige Rolle. Um Einwirkungen auf und Veränderungen von Böden zu beobachten und zu quantifizieren müssen Untersuchungen durchgeführt werden, die qualitätsgesicherte und damit justiziable Werte liefern. Eine einfache und direkte Methode dieser Qualitätssicherung ist die Vergleichsuntersuchung mit standardisierten Referenzböden. Die vorliegende Arbeit beschreibt ein gestuftes Verfahren um zu einem handhabbaren und für die natürliche Variabilität repräsentativen Satz von Böden zu kommen. Zuerst wurden Auswahlkriterien von natürlichen Böden unter landwirtschaftlicher Nutzung und Spannweiten von Bodenparametern für Referenzböden festgelegt. Dazu wurde untersucht welche Bodeneigenschaften einen Einfluss auf zu untersuchende Parameter bzw. unterschiedliche Testverfahren haben. Anschließend wurden von einem deutschlandweiten Satz von Referenzflächen 12 unterschiedlichen Referenzböden (RefeSols) nach den vorgegeben Kriterien ausgewählt, pedologisch-ökologisch charakterisiert und auf ihre Eignung für bestimmte Testverfahren überprüft. Abschließend wurde ein Managementkonzept für den routinemäßigen Vertrieb der Referenzböden entwickelt.
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