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Evaluierung der deutschen Erfahrungen zur Erstellung einer deutschen Position im Rahmen des Revisionsprozesses der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001

Im Juni 2000 beginnt der Revisionsprozess fuer die Internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001, der auf drei Jahre angelegt ist. Deutschland ist aufgefordert, fuer diesen Revisionsprozess eine Position zu erstellen. Die deutsche Haltung wird massgeblich auf den bisherigen Erfahrungen mit ISO 14001 aufbauen, die bislang nicht empirisch aufgearbeitet worden sind. Ziel des FuE-Vorhabens soll es deshalb sein, zum einen vorliegendes schriftliches Material auszuwerten und zum anderen eine Tagung geeigneter Personen und Institutionen mittels Frageboegen hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit ISO 14001 durchzufuehren. Die Ergebnisse sind sodann auszuwerten. Auf der Grundlage dieser Auswertung soll innerhalb BMU und sodann innerhalb der Bundesregierung eine Meinungsbildung zum Revisionsprozess herbeigefuehrt werden.

Entwicklung von Instrumenten zur Marktdurchdringung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt als Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung und zur Erreichung der deutschen und europäischen Ausbauziele für erneuerbare Energien

A) Problemstellung: Der rasante Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung in den letzten 12 Jahren wurde durch zielgenaue Instrumente zur Unterstützung des Markteintritts wie Stromeinspeisungsgesetz (StrEG) und Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht. Vergleichbare Instrumente stehen für den Markteintritt erneuerbarer Energien in den Wärmemarkt bisher nicht zur Verfügung. Die positive Entwicklung der letzten Jahre in diesem Bereich wurde insbesondere durch mehrfache deutliche Aufstockung der Fördermittel für das sog. 'Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien' ermöglicht. B) Handlungsbedarf: Die Haushaltslage des Bundes setzt einer weiteren Aufstockung der Mittel jedoch absehbare Grenzen. Zur Erreichung des deutschen Verdopplungsziels für den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix bis zum Jahr 2010 werden ein oder mehrere Instrumente erforderlich, die kosteneffizient und marktkonform die für den Markteintritt erneuerbarer Energien erforderlichen Mittel bereitstellen. C) Ziel des Vorhabens: Mit dem Forschungsvorhaben sollen, ausgehend von der Analyse und Bewertung der bisher zu dieser Fragestellung unterbreiteten Vorschläge, derartige Instrumente entwickelt werden. Deren Wirksamkeit soll sich auf die Solarthermie, Bioenergieträger und Geothermie erstrecken. Die Nutzung der bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien anfallenden Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) soll ebenfalls Berücksichtigung finden. Ein Kriterium für die Bewertung der zu entwickelnden Instrumente soll die Erreichbarkeit des deutschen Verdopplungszieles für die Nutzung erneuerbarer Energien sein. Die Diskussion und Bewertung der entwickelten Instrumente soll auch die für andere Umweltschutzmaßnahmen, wie die KWK, in Deutschland und der Europäischen Union geführte Instrumentendebatte berücksichtigen und nutzen. Das Forschungsvorhaben ist politiknah konzipiert und soll dem in diesem Bereich zu erwartenden Beratungsbedarf des BMU während der 15. Legislaturperide dienen.

Entwicklung von Modellen zur Identifizierung von Schadstoffquellen - insbesondere im Verkehrsbereich - im Rahmen der 22. BImSchV - Dokumentation, Weiterentwicklung, Validierung und Maßnahmenplanung für ein bundeseinheitliches Vorgehen

A) Problemstellung: Zur Umsetzung der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinien wurden das BImSchG und die 22. BImSchV novelliert. Nach Paragraph 47 BImSchG sind die Länder verpflichtet, in Gebieten mit hoher Luftbelastung Luftreinhalte- und/oder Aktionspläne zu erarbeiten, um die Einhaltung der Grenzwerte zu den festgesetzten Terminen sicherzustellen. Einzelheiten regelt die 22. BImSchV. Um Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl der notwendigen Maßnahmen zu erhalten, ist es unbedingt erforderlich, die Quelle der Schadstoffe sowie die Auswirkung der Maßnahmen auf die Schadstoffkonzentrationen in den belasteten Gebieten zu kennen. Modelle sind die einzigen Werkzeuge, mit denen man diese Entscheidungsgrundlagen schaffen kann. 3) Handlungsbedarf: Mit dem UFOPLAN-Vorhaben 29943246 wurde die Entwicklung eines derartigen Beurteilungssystems begonnen. Die bisher vorgelegten Ergebnisse haben bereits in mehreren Fachgesprächen eine hohe Resonanz sowohl bei BMU als auch bei den Länderbehörden gefunden. Beim Vollzug der 22. BImSchV und zur Gewährleistung einer bundeseinheitlichen Vorgehensweise benötigen die Länder Modellrechnungen, die ihnen Informationen über die länder- und staatenübergreifende Hintergrundbelastung liefern sowie eine räumlich differenzierte Beurteilung der Maßnahmenwirksamkeit (großräumig, regional, lokal) ermöglicht. Dies gilt insbesondere für die vom Verkehr verursachte Feinstaub(einschließlich Ruß)- und Stickstoffbelastung. Hier besteht der größte Handlungsbedarf, da die zukünftigen Grenzwerte in Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen heute z.T. noch deutlich überschritten sind. C) Ziel des Vorhabens ist vorrangig die Verbesserung der Modellierung von Feinstaub(PM-10)-Belastungen, insbesondere durch Einbeziehung der sekundären Bildung organischer Aerosole und wolkenphysikalischer Prozesse, Aktualisierung der Emissionsdatenbasis, Weiterentwicklung der Kombination von Messungen und Rechenergebnissen, Dokumentation des Modellsystems, Bezugnahme auf Ergebnisse der Grundlagenforschung, soweit diese für die praktische Anwendung geeignet sind, und Beurteilung von Maßnahmenoptionen.

Quantifizierung diffuser und nutzungsspezifischer Stoffeinträge in Böden über verschiedene Eintragspfade

A) Problemstellung: Bei Überschreitung der Vorsorgewerte nach Anh.2 Nr.4 BBodSchV sind im Regelungsbereich d. BBodSchG jährliche Zusatzbelastungen nach Paragraph11 BBodSchV zulässig. Diese Eintragsraten sind als Summenparameter über alle Eintragspfade festgesetzt worden. Ausgewertet wurden hierbei a) die Deposition luftgetragener Stoffe an Messstellen, die nicht im Einwirkungsbereich relevanter Einzelquellen liegen und b) typische düngemittelbedingte Stoffeinträge. Unberücksichtigt blieben u.a. Bodeneigenschaften, die Varianz luftgetragener Stoffeinträge, erhöhte Einträge in Wäldern, die Anreicherungsrate von Stoffen in Oberböden in Abhängigkeit von der Nutzung/dem Grad der Bodenbearbeitung, die Mobilität von Stoffen in Abhängigkeit vom Boden-pH-Wert. Zu beachten ist auch, dass die hohen Einträge von Kupfer/Zink aus Wirtschaftsdüngern nicht Regelungsgegenstand des BBodSchG sind, die Bestimmung der auf den Betrieb einer Anlage bezogenen unbedenkliche Zusatzbelastung nach den Regelungen des Immissionsschutzes erfolgt. Räumliche/bodenbezogene Differenzierungen werden dem Vollzug allerdings schon deshalb eingeräumt, da die Regelungen der Zusatzbelastungen mit der der Vorsorgewerte eng verknüpft ist. B) Handlungsbedarf: Ermittlung des weiteren Handlungsbedarfs z. Begrenzung von Stoffeinträgen mittels Paragraph11 BBodSchV in Verzahnung mit der Werteregelungen anderer Rechtsbereiche. C) Ziel des Vorhabens ist, diffuse/spezifische Stoffeinträge zu quantifizieren, räumlich/bodenbezogen zu differenzieren u. bzgl. der zulässigen Zusatzbelastung nach Paragraph11 BBodSchV vergleichend auszuwerten. Zu berücksichtigen sind u.a. Bodeneigenschaften, Stoffvorräte in Böden, Austräge aus Böden (Sickerwasser, Nutzpflanze); räumliche Differenzierung luftgetragener Einträge, langfristige Anreicherungsszenarien für Stoffe in Böden. Mittels relevanter Fallbeispiele sind die Ausschöpfungsraten zulässiger Stoffeinträge zu ermitteln. Im Weiteren sollen die Erfahrungen des Vollzugs von Paragraph11 BBodSchV recherchiert werden.

Planungs-, Bau-, und Ausrüstungsgrundsätze für den Bau von umweltverträglichen Seeschiffen

A) Problemstellung: Bezüglich der Emissionen und Einleitungen aus den verschiedenen Quellen gewinnen diejenigen aus der Seeschifffahrt relativ an Bedeutung, weil im Gegensatz zu den Reduzierungen bei den Einleitungen vom Lande aus in den vergangenen Jahren keine nennenswerten Reduzierungen im Bereich der internationalen Seeschifffahrt erfolgt sind bzw. in der Zukunft mittelfristig auch nicht abzusehen sind. B) Handlungsbedarf (BMU/UBA): Die Entwicklung von Anforderungen für einen umweltfreundlichen Schiffsbetrieb liegt, weil Anreize hierzu fehlen, nicht im Interesse der an der Seeschifffahrt beteiligten Kreise. Eine solche Entwicklung ist deshalb von Umweltseite zu fördern. In der Ministererklärung der 5. Internationalen Nordseeschutzkonferenz, Bergen, 20./21. März 2002 vereinbarten die Umweltminister, die Konzeption von integriert geplanten, gebauten und betriebenen Schiffen zu untersuchen und zu entwickeln, um schädliche Einleitungen und Emissionen während des Schiffsbetriebes zu eliminieren. C) Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von praktikablen Anforderungen in Form von Planungs,- Bau-, und Ausrüstungsgrundsätzen für den Bau von umweltverträglichen Seeschiffen. Die Ergebnisse sollen in die internationalen Verhandlungen zur Fortentwicklung der internationalen Anforderungen eingebracht werden. Ferner sollen sie die Jury Umweltzeichen in die Lage versetzen, den Blauen Engel 'Umweltverträglicher Schiffsbetrieb' auch für neue Schiffe zu vergeben. Mit den Vorarbeiten zur Einführung des 'Blauen Engel' für einen umweltverträglichen Schiffsbetrieb bei vorhandenen Schiffen wurden erstmals praktikable Kriterien zum Schutz der Meeresumwelt für die Seeschifffahrt geschaffen. Diese Kriterien sind auf Schiffsneubauten nur eingeschränkt übertragbar. Hier muss bereits bei der Planung und beim Bau auf umweltfreundliche Konstruktionen, Techniken und Verfahren geachtet werden.

Erfassung des Fehlverhaltens bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie Ableitung von Verbesserungsvorschlägen für die zukünftige Vollzugstätigkeit im Pflanzenschutzbereich - ilvorhaben 01: Statistische Methoden

A) Problemstellung: Soweit Untersuchungen über die Einhaltung und Überwachung von Auflagen und Anwendungsbestimmungen (AWB) im Pflanzenschutz vorliegen (z.B. 'Pestizideinträge in Oberflächengewässer aus landwirtschaftlichen Hofabläufen , UBA-Texte 87/97; 'AWB zum Schutz vor schädlichen Umweltwirkungen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) und ihre Beachtung in der Praxis , UBA Texte 43/99; 'Bericht über die Umsetzung der Allgemeinverfügung zur eingeschränkten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Alten Land , Pflanzenschutzamt Hannover, April 2002), weisen diese nur auf eine geringe Befolgung der AWB zum Schutz terrestrischer und aquatischer Biozönosen durch die Anwender hin. Belastbare Daten über den Umfang des Fehlverhaltens lassen sich jedoch nicht ableiten. Als Konsequenz aus den Untersuchungsergebnissen wurden zahlreiche AWB neu formuliert. Durch die Erarbeitung einer Methode zur Einschätzung des Fehlverhaltens bei der Anwendung von PSM soll die Möglichkeit einer quantitativen und repräsentativen Aussagen über den Umfang des Fehlverhaltens geschaffen werden. Es soll außerdem geprüft werden, inwieweit sich die AWB in der Praxis bewähren. Aus den Ergebnissen sollen Verbesserungsvorschläge für die zukünftige Vollzugstätigkeit im Pflanzenschutzbereich abgeleitet werden. B) Handlungsbedarf resultiert aus der Einbindung des UBA als Einvernehmensbehörde in das nationale Verfahren der Zulassung von PSM und PflSchG und den ungenügenden Kenntnissen über die Akzeptanz von Anwendungsbestimmungen und über den Umfang von Fehlanwendungen im Pflanzenschutz. C) Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung einer Methode zur quantitativen Erfassung von Fehlanwendungen im Pflanzenschutz, die Überprüfung der Akzeptanz der in 2001/2002 neu formulierten AWB und die Ableitung von Vorschlägen für die zukünftige Formulierung von AWB und für die Verbesserung der Vollzugstätigkeit im Pflanzenschutzbereich.

Umwelttechnologietransfer: Entwicklung eines modularen Informations- und Betreuungssystems fuer die Bereiche Umwelttechnik und Technologietransfer

Im Zuge der verstaerkten Zusammenarbeit mit den Staaten Mittel- und Osteuropas sowie den Schwellen- und Entwicklungslaendern in Asien, Afrika und Lateinamerika im Rahmen des Umwelttechnologietransfers besuchen zunehmend Entscheidungstraeger aus diesen Regionen Deutschland. Da diese Besucher wichtige Multiplikatoren fuer die Anwendung deutscher Konzepte in ihren jeweiligen Heimatlaendern sind, ist es erforderlich, deren Betreuung durch zielfuehrende Informationen fuer den Bereich des technischen Umweltschutzes zu verbessern. Im Rahmen des Vorhabens soll ein Konzept entwickelt werden, das neben organisatorischen Fragestellungen vor allem inhaltliche Gesichtspunkte von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung einschliesst. Nach einer Definition wuenschenswerter Informationskomplexe soll fuer technische Schwerpunktbereiche modulhaft Informationsmaterial insbesondere unter Beruecksichtigung der Moeglichkeiten eines Besuchs geeigneter Demonstrationsanlagen erarbeitet werden. Eine Dokumentation potentieller Ansprechpartner, nach Moeglichkeit auch in der jeweiligen Heimatregion, soll die spaetere Kontaktpflege und damit eine Nachbearbeitung sowohl seitens der besuchten Behoerden oder entsprechender Einrichtungen als auch der Unternehmen erleichtern. Das erarbeitete Informationsmaterial soll in mehreren Sprachen erstellt werden. Bei der Entwicklung eines modularen Informations- und Betreuungssystems soll auf die Ergebnisse des FuE-Projektes 29814302 ('Cleaner Production Germany') des Ufoplans 1998 aufgebaut werden.

Ausarbeitung eines Konzeptes zur Klassifizierung des Eutrophierungszustandes der Deutschen Bucht im Rahmen von Oslo-Paris-Konvention und EU-Wasserrahmenrichtlinie

Im Rahmen der Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) zum Schutze des Nordostatlantik wird z.Z. an der Umsetzung einer umfassenden Strategie zur Verringerung der Naehrstoffeintraege gearbeitet. In diesem Zusammenhang stellt die Ausweisung von sogenannten Eutrophierungsproblemgebieten eine zentrale Rolle im Hinblick auf zu ergreifende Massnahmen dar. Ziel des FuE-Vorhabens soll die Entwicklung eines Bewertungsinstrumentariums einschliesslich der Ableitung von Bewertungskriterien (physiko-chemische sowie biologische Parameter) sein, mit dessen Hilfe eine Bewertung von Meeresgebieten hinsichtlich ihres Trophiegrades (Problemgebiet, potentielles Problemgebiet, Nicht-Problem-Gebiet) moeglich sein soll. Weitere Faktoren, wie z.B. Temperatur, Stroemungsverhaeltnisse, Lichteinstrahlung und geographische Faktoren werden in der Bewertungskonzeption ebenfalls zu beruecksichtigen sein. Im Rahmen des Vorhabens sollen auch Methodiken untersucht werden, die eine Integration quantitativer und qualitativer Daten in Verbindung mit verbalisierten Bewertungen ermoeglichen koennten (z. B. Scoring Systeme). Dieser Ansatz soll fuer die Nordsee mit Hauptaugenmerk auf die Deutsche Bucht ausgearbeitet werden, aber auch andere Vergleichsgebiete in der Nordsee beruecksichtigen, u.a. um Validierungen zu ermoeglichen. Das Vorhaben wird sich schwerpunktmaessig mit den biologischen Parametern, die fuer eine Bewertung von Meeresgebieten hinsichtlich ihres Trophiegrades relevant sind (u.a. Phytoplankton, Makrophyten, Makrozoobenthos) befassen. Ein wichtiger Teilaspekt des Vorhabens wird sich mit der Modellierung von fuer diese Bewertung relevanten Aspekten befassen. Dazu zaehlen Szenarien von Reduktionen der Naehrsalzeintraege und ihre Auswirkungen auf die Naehrsalzverhaeltnisse sowie die Biozoenose (z.B. Phytoplankton, Makrophyten) der Aestuare und Kuestengewaesser sowie eine Modellierung der Sauerstoffverhaeltnisse in der Deutschen Bucht mit Hauptaugenmerk auf Sauerstoffmangelereignisse als Folge der Eutrophierung. Das Vorhaben dient im weiteren dazu, eine Anpassung an die in der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geforderte Klassifizierung hinsichtlich der relevanten Parameter (wie Phytoplankton, Makrophyten, Makrozoobenthos) fuer Aestuare und Kuestengewaesser herbeizufuehren und die diesbezueglichen fachlichen Anforderungen der WRRL (Anhaenge II und V) zu erfuellen.

Berechnung der Wahrscheinlichkeit fuer das Eintreten von extremen Ereignissen durch Klimaaenderungen

Analysen langer klimatologischer Beobachtungsreihen zeigen bei verschiedenen Klimaparametern wie z.B. Temperatur und Winterniederschlaege einen zunehmenden Trend. Solche allmaehlichen Veraenderungen koennen Auswirkungen mit sich bringen, die durchaus relevant sind, wegen des schleichenden Verlaufs aber schwer wahrzunehmen sind. Extremereignisse zeichnen sich demgegenueber dadurch aus, dass sie oft ein starkes Schadenspotential aufweisen. Inwieweit die zunehmenden Trends dieser Parameter auch mit einer Zunahme der Extrema verknuepft sind, ist noch unklar. Bisherige Untersuchungen zu den Extrema beschraenkten sich immer nur auf regional eng begrenzte Gebiete. Aufbauend auf bereits vorliegende detaillierte Strukturuntersuchungen statistischer Reihen, wie sie im F+E-Vorhaben 29741132 durchgefuehrt wurden, soll nunmehr analysiert werden, inwieweit sich mit einem aendernden Trend auch die Extrema dieser Klimaparameter aendern. Zu diesem Zweck ist im Rahmen des geplanten Vorhabens zu untersuchen, in welchem Masse sich die Ueberschreitungswahrscheinlichkeiten ueber bestimmten Schwellenwerten in Abhaengigkeit von veraenderten mittleren Eigenschaften der Parameter aendern. Die Betrachtungen sind fuer Parameter durchzufuehren, bei deren Veraenderung ihrer Extrema Schaeden hervorgerufen werden koennen, die volkswirtschaftlich relevant sind (Stuerme, Hitzewellen, Starkniederschlaege). Bevorzugt sollen dabei Parameter wie Temperatur, Niederschlag und Wind fuer Deutschland bzw. Europa untersucht werden. Ausgehend von den Erkenntnissen ueber die Abhaengigkeit der Extrema von mittleren statistischen Eigenschaften der Parameter sollen auch statistische Modelle und Zukunftsperspektiven fuer diese Parameter abgeleitet werden.

Qualität von Messdaten atmosphärischer POP-Einträge - Teilvorhaben 01: Vorbereitung der Studie

A) Problemstellung: Die Messung der POP-Einträge aus der Luft bedürfen der internationalen Qualitätssicherung. Mit dem Forschungsvorhaben sollen die in USA, Kanada und Europa erhobenen Stoffeintragsdaten auf ihre Datenqualität und Vergleichbarkeit geprüft werden. Für Stoffeintragsabschätzungen im Rahmen des geplanten Monitoringprogrammes des ECE-POP-Protokolls sowie zur Bestimmung der Beiträge aus dem weiträumigen Schadstofftransport in das OSPAR-Konventionsgebiet - Nordost Atlantik und Nordsee ist die Vergleichbarkeit der Daten Voraussetzung. Zudem dienen diese Messdaten als Eingangsdaten für Modellrechnungen zum atmosphärischen Transport und der Deposition auf regionaler und globaler Ebene (EMEP, UNEP). Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Fachdiskussion unter Einbeziehung des Meteorologischen Synthesezentrums Ost von EMEP (verantwortlich für die Modellierung von POPs) ausgewertet und Bewertung der Vergleichbarkeit der Daten vorgenommen. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Die Abkommen POP-Protokoll der ECE und OSPAR führen zu Verpflichtungen der Vertragsparteien zu Emissionsminderungen, welche aus qualitätsgespeicherten Befunden der Immissionsbelastung begründet werden. Deutschland hat in diesen Gremien die Durchführung vergleichender Untersuchungen zugesagt. C) Ziel des Vorhabens ist der Beitrag Deutschlands zur international harmonisierten Qualitätssicherung von POP-Immissionsdaten. D) TV 01: In diesem Teilvorhaben wird die Pilotstudie mit einem deutschen Labor vorbereitet. Die Übergabe der Sammeltechnik für die Messkampagne in Kanada wird vorbereitet, Materialien für eine harmonisierte Probenahme werden erstellt. Während der Messkampagne werden übersandte Proben vom Referenzlabor parallel analysiert um zudem die Vergleichbarkeit und Qualitätssicherung der erhobenen Daten zu gewährleisten.

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