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Erprobung der Methode zum Nachweis und Untersuchung zum Verhalten von BSE Erregern in Böden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Persistenz - Phase 2

A) Problemstellung: Infektiöse Biomoleküle (Prionen) stehen im Verdacht die Erreger für Krankheiten wie Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) bei Rindern oder einer neuen Art des Creutzfeldt-Jacob-Syndroms beim Menschen zu sein. Nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse bleibt die letale Form der Prionen in Böden persistent und damit möglicherweise infektiös, nachdem sie durch Ausscheidungen von Tieren auf Acker und Grünland gelangt ist. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Das BBodSchG fordert in Paragraph 7 Maßnahmen zum vorsorgenden Bodenschutz. Dem folgend hat der Wissenschaftliche Beirat Bodenschutz beim BMU in seinem Gutachten 'Wege zum vorsorgenden Bodenschutz' auf den Verdacht der Persistenz der BSE/TSE Erreger in Böden und einer möglichen Wiederinfektion von Weidetieren hingewiesen. Zugleich betonte er den sehr geringen Kenntnisstand hinsichtlich des Eintrages und des Verhaltens von Prionen in Böden. Im Dezember 2000 fand ein internationales Expertengespräch zu diesem Thema statt. Auch dort wurde auf den sehr geringen Kenntnisstand hingewiesen und dringend Forschungsaktivitäten zur Entwicklung einer Nachweismethode und zur Gewinnung von Kenntnissen hinsichtlich des Verhaltens von BSE/TSE Erregern in Böden gefordert. C) Ziel des Vorhabens ist die experimentelle Untersuchung des Verhaltens der BSE/TSE Erregern in Böden mit Lysimeterversuchen. Dabei soll die Nachweismethode für BSE/TSE Erreger im Boden, die im Vorläufervorhaben 2001 entwickelt worden ist, erprobt werden. Begleitend werden die vorhandenen Arbeiten (national und international) im Hinblick auf die Eintragspfade, das Verhalten der BSE/TSE Erregern in Böden, die Wirkung auf Bodenorganismen und das Potenzial schädlicher Wirkungen bei Aufnahme von infektiösen Biomolekülen bewertet. Ferner soll mit den gewonnenen Daten und Erfahrungen eine erste Gefährdungsabschätzung versucht werden.

Umwelt Survey für Kinder - Analytik und Auswertung: Bestimmung von Arsen, Cadmium und Quecksilber im Urin von Kindern - Teilvorhaben 02

A) Problemstellung: Arsen, Cadmium und Quecksilber sind toxikologisch besonders relevante Umweltschadstoffe. Die ubiquitäre Verbreitung hat zwar in den letzten Jahren abgenommen, dennoch sind sie noch immer zu denjenigen Schadstoffen zu zählen, deren Verbreitung in der Umwelt weiterhin zu reduzieren ist. Für Kinder im Alter von 3-5 Jahren in Deutschland liegen bisher keine repräsentativen Daten zur korporalen Belastung mit Arsen, Cadmium und Quecksilber vor. Für Kinder im Alter von 6-14 Jahren ist eine Fortschreibung der Datenerhebung aus den Jahren 1990/92 zur Aktualisierung und Trendbeobachtung erforderlich. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Gemäß des APUG st es zur frühzeitigen Erkennung umweltbedingter Gesundheitsrisiken und zu deren fundierten wissenschaftlichen Bewertung notwendig, die Forschung auf dem Gebiet Kinder, Umwelt und Gesundheit auf hohem Niveau zu erhalten und zu fördern. C) Ziel des Vorhabens: Die Konzentrationen an Arsen, Cadmium und Quecksilber im Urin aller Kinder, die am Kinder-Umwelt-Survey teilnehmen, soll, unter hohen Anforderungen an die Qualitätssicherung, analysiert werden.

Quantifizierung diffuser und nutzungsspezifischer Stoffeinträge in Böden über verschiedene Eintragspfade

A) Problemstellung: Bei Überschreitung der Vorsorgewerte nach Anh.2 Nr.4 BBodSchV sind im Regelungsbereich d. BBodSchG jährliche Zusatzbelastungen nach Paragraph11 BBodSchV zulässig. Diese Eintragsraten sind als Summenparameter über alle Eintragspfade festgesetzt worden. Ausgewertet wurden hierbei a) die Deposition luftgetragener Stoffe an Messstellen, die nicht im Einwirkungsbereich relevanter Einzelquellen liegen und b) typische düngemittelbedingte Stoffeinträge. Unberücksichtigt blieben u.a. Bodeneigenschaften, die Varianz luftgetragener Stoffeinträge, erhöhte Einträge in Wäldern, die Anreicherungsrate von Stoffen in Oberböden in Abhängigkeit von der Nutzung/dem Grad der Bodenbearbeitung, die Mobilität von Stoffen in Abhängigkeit vom Boden-pH-Wert. Zu beachten ist auch, dass die hohen Einträge von Kupfer/Zink aus Wirtschaftsdüngern nicht Regelungsgegenstand des BBodSchG sind, die Bestimmung der auf den Betrieb einer Anlage bezogenen unbedenkliche Zusatzbelastung nach den Regelungen des Immissionsschutzes erfolgt. Räumliche/bodenbezogene Differenzierungen werden dem Vollzug allerdings schon deshalb eingeräumt, da die Regelungen der Zusatzbelastungen mit der der Vorsorgewerte eng verknüpft ist. B) Handlungsbedarf: Ermittlung des weiteren Handlungsbedarfs z. Begrenzung von Stoffeinträgen mittels Paragraph11 BBodSchV in Verzahnung mit der Werteregelungen anderer Rechtsbereiche. C) Ziel des Vorhabens ist, diffuse/spezifische Stoffeinträge zu quantifizieren, räumlich/bodenbezogen zu differenzieren u. bzgl. der zulässigen Zusatzbelastung nach Paragraph11 BBodSchV vergleichend auszuwerten. Zu berücksichtigen sind u.a. Bodeneigenschaften, Stoffvorräte in Böden, Austräge aus Böden (Sickerwasser, Nutzpflanze); räumliche Differenzierung luftgetragener Einträge, langfristige Anreicherungsszenarien für Stoffe in Böden. Mittels relevanter Fallbeispiele sind die Ausschöpfungsraten zulässiger Stoffeinträge zu ermitteln. Im Weiteren sollen die Erfahrungen des Vollzugs von Paragraph11 BBodSchV recherchiert werden.

Evaluierung des Gefährdungsgrades der Gebiete Fildes Peninsula und Ardley Island und Entwicklung der Managementpläne zur Ausweisung als besonders geschützte oder verwaltete Gebiete

A. Problemstellung: Die Fildes-Halbinsel und die angrenzende Insel Ardley gehören zu den größten eisfreien Gebieten im Bereich der maritimen Antarktis. Inzwischen ist in dem Gebiet die größte Dichte an wissenschaftlichen ganzjährig besetzten Stationen auf engem Raum der gesamten Antarktischen Halbinsel zu verzeichnen (Bellingshausen, Great Wall, Artigas, E. Frei. J. Escudero, T. Marsh u.a. im näheren Umfeld). Aufgrund dieser Stationsdichte werden die besonders schützenswerten Gebiete - sowohl Ardley auch Fildes sowie ganz Südwest-King-George-Island werden derzeit als Important Bird Areas ausgezeichnet - zunehmend von Stationspersonal besucht oder durch logistische Bewegungen zwischen den Stationen belastet. Hinzu kommt die Beeinträchtigung durch Tourismus. B. Handlungsbedarf: Um das antarktische Ökosystem in diesen Gebieten zu erhalten, sollte angestrebt werden, sie als besonders geschützte oder besonders verwaltete Gebiete ('Antarctic Specially Protected Areas' oder 'Antarctic Specially Managed Areas') i.S. der Anlage V zum Antarktis-Umweltschutzprotokoll auszuweisen. Dies setzt eine genaue Bestandsaufnahme und Bewertung der Umwelt in den Gebieten und die Entwicklung detaillierter Managementpläne voraus. Über die Ausweisung der Gebiete entscheidet anschließend die Tagung der Antarktis-Konsultativstaaten (ATCM). Deutschland hat sich im Bereich des Umweltschutzes in der Antarktis seit vielen Jahren international stark engagiert und sollte sich deshalb auch aktiv für einen stärkeren Schutz der genannten Gebiete einsetzen. An der Beeinträchtigung durch den Tourismus tragen deutsche Touristen am zahlreichsten von allen europäischen Besuchern bei. C. Ziel des Vorhabens ist die Evaluierung des Gefährdungsgrades der Gebiete, die Ausarbeitung von Managementplänen und eines Entscheidungsvorschlags für die ATCM.

Bewertung ausgewaehlter Stoffe zur Festlegung akuter Stoerfallkonzentrationsleitwerte nach dem acute exposure guideline levels (AEGL)-Konzept - Teil 2

Der Betreiber stoerfallrelevanter Anlagen hat die Sicherheit einer Anlage nach deutschem Recht gemaess Stoerfallverordnung bzw. nach europaeischem Recht gemaess Seveso-II-Richtlinie zu gewaehrleisten. Die Bewertung moeglicher Auswirkungen, die auch zunehmend als Planungsgrundlage fuer die sicherheitstechnische Auslegung der Schutzmassnahmen der Anlagen sowie Gefahrenabwehrmassnahmen dienen soll, sollen zukuenftig mit Hilfe festzulegender akzeptabler Stoerfallbeurteilungswerte beschrieben werden. Solche Stoerfallbeurteilungswerte sind bisher nicht abgeleitet. Um diese in Deutschland bestehende Regulierungsluecke auszufuellen und die Schaffung eines bundeseinheitlichen sicherheitstechnischen Niveaus zu erleichtern, haben BMU und Stoerfallkommission eine Kooperation mit der US-EPA bzw. dem NAS/AFGL Committee zur Festlegung von Stoerfallkonzentrationsleitwerten nach dem Konzept der acute exposure guideline levels (AEGL) begonnen, um gemeinsam Stoerfallbeurteilungswerte abzuleiten. Mit Hilfe dieses Vorhabens soll die Etablierung des deutschen Beitrags im Rahmen des AEGL Committees sichergestellt werden. Der AN soll darueber hinaus eine Geschaeftsstellen- und Koordinationsfunktion fuer die Abstimmung im nationalen (SFK, VCI, Behoerden, Umweltverbaende etc.) sowie internationalen Rahmen (EU, OECD, ECE etc.) ausfuellen. Des weiteren sind Arbeiten zur Fortentwicklung des AEGL-Konzepts, wie z.B. die Ableitung von 10-Minuten-Stoerfallbeurteilungswerten, die Einbeziehung kanzerogener, mutagener und fortpflanzungsgefaehrdender Wirkungen in das Bewertungskonzept sowie vergleichbare, im Verlauf der weiteren Arbeiten auftretende Fragestellungen konzeptionell zu bearbeiten. In jaehrlichem Turnus erfolgt eine grundsaetzliche Evaluierung, deren Ergebnis ueber den weiteren Ablauf des Projekts entscheidet.

Begrenzung von Schadstoffeinträgen bei Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft bei Düngung und Abfallverwertung - Teil Stoffuntersuchung A

In Deutschland werden in der Landwirtschaft in großem Maßstab Düngemittel eingesetzt. Neben Nährstoffen und organischer Substanz werden jedoch auch Schwermetalle und organische Schadstoffe eingetragen. deren Frachten aus Vorsorgegründen auf solch ein Maß begrenzt werden müssen, dass es zu keiner Anreicherung kommen kann. Ziel des Gesamtvorhabens war zum einen die Bereitstellung aktueller Datensätze zu organischen und anorganischen Schadstoffen in Düngemitteln und ein Abgleich der ermittelten Konzentrationen mit bestehenden Grenz- und Richtwerten. Zum anderen sollten ausreichende Datensätze zu über Dünger in landwirtschaftlich genutzte Böden eingetragenen und sich dort ggf. anreichernden Schadstoffen erhoben werden. Beprobt wurden insgesamt 32 verschiedene Flächen. Dabei handelte es sich um mit Klärschlamm gedüngte Flächen mit verschiedenem Anbau sowie entsprechende Kontrollflächen ohne Klärschlammaufbringung, jedoch mit anderen Düngevarianten. Für die analysierten Metalle und ihre Verbindungen wurde festgestellt, dass die Bodenbeaufschlagungen mit Klärschlämmen in einigen Fällen zu einer geringfügigen Erhöhung der Mittelwerte im Vergleich zu den nicht mit Klärschlamm aber größtenteils mit Wirtschaftsdüngern beaufschlagten Flächen geführt haben. Entsprechend den Ergebnissen der Stoffgehaltsermittlung können Wirtschaftsdünger durchaus auch hohe Gehalte an Schwermetallen enthalten, insbesondere Kupfer und Zink. Die Klärschlammdüngungen führten bisher jedoch nur in Einzelfällen zu einer solchen Erhöhung der Stoffgehalte, dass Belastungen oberhalb der Vorsorgewerte entstanden. Bei den organischen Schadstoffen in Düngern liegen die Gehalte an ubiquitär vorkommenden Kontaminanten wie PCBs in Klärschlämmen nicht wesentlich über den für Böden abgeleiteten Vorsorgewerten, die für PAKs im Mittelwert doppelt so hoch wie die Vorsorgewerte nach BBodSchV. Für PCB wurden keine erhöhten Gehalte im Boden bei den mit Klärschlamm gedüngten Flächen gefunden, für PAK teilweise höhere Gehalte als bei den Kontrollflächen. Die Gehalte von im Boden leicht abbaubaren Stoffen auf den mit Klärschlamm gedüngten Flächen unterschieden sich im Gegensatz zu den ursprünglichen Stoffgehalten der Klärschlämme nicht signifikant von denen der Kontrollflächen, da nur in einem Fall die Probenahme relativ zeitnah nach der Klärschlammausbringung erfolgen konnte. Diese Kontaminanten waren also bereits weitgehend abgebaut. Dies betrifft die Detergentien LAS und NP/NPEO sowie die Phthalate. Im Boden der mit Klärschlamm gedüngten Flächen wurden gegenüber den Kontrollflächen in signifikanten Mengen vor allem persistente Kontaminanten identifiziert, die bisher nicht ubiquitär in Böden verteilt sind. Dies sind die im Projekt bestätigten Stoffe aus den Gruppen der Zinnorganika und Moschusverbindungen.

Ausarbeitung eines Konzeptes zur Klassifizierung des Eutrophierungszustandes der Deutschen Bucht im Rahmen von Oslo-Paris-Konvention und EU-Wasserrahmenrichtlinie

Im Rahmen der Oslo-Paris-Konvention (OSPAR) zum Schutze des Nordostatlantik wird z.Z. an der Umsetzung einer umfassenden Strategie zur Verringerung der Naehrstoffeintraege gearbeitet. In diesem Zusammenhang stellt die Ausweisung von sogenannten Eutrophierungsproblemgebieten eine zentrale Rolle im Hinblick auf zu ergreifende Massnahmen dar. Ziel des FuE-Vorhabens soll die Entwicklung eines Bewertungsinstrumentariums einschliesslich der Ableitung von Bewertungskriterien (physiko-chemische sowie biologische Parameter) sein, mit dessen Hilfe eine Bewertung von Meeresgebieten hinsichtlich ihres Trophiegrades (Problemgebiet, potentielles Problemgebiet, Nicht-Problem-Gebiet) moeglich sein soll. Weitere Faktoren, wie z.B. Temperatur, Stroemungsverhaeltnisse, Lichteinstrahlung und geographische Faktoren werden in der Bewertungskonzeption ebenfalls zu beruecksichtigen sein. Im Rahmen des Vorhabens sollen auch Methodiken untersucht werden, die eine Integration quantitativer und qualitativer Daten in Verbindung mit verbalisierten Bewertungen ermoeglichen koennten (z. B. Scoring Systeme). Dieser Ansatz soll fuer die Nordsee mit Hauptaugenmerk auf die Deutsche Bucht ausgearbeitet werden, aber auch andere Vergleichsgebiete in der Nordsee beruecksichtigen, u.a. um Validierungen zu ermoeglichen. Das Vorhaben wird sich schwerpunktmaessig mit den biologischen Parametern, die fuer eine Bewertung von Meeresgebieten hinsichtlich ihres Trophiegrades relevant sind (u.a. Phytoplankton, Makrophyten, Makrozoobenthos) befassen. Ein wichtiger Teilaspekt des Vorhabens wird sich mit der Modellierung von fuer diese Bewertung relevanten Aspekten befassen. Dazu zaehlen Szenarien von Reduktionen der Naehrsalzeintraege und ihre Auswirkungen auf die Naehrsalzverhaeltnisse sowie die Biozoenose (z.B. Phytoplankton, Makrophyten) der Aestuare und Kuestengewaesser sowie eine Modellierung der Sauerstoffverhaeltnisse in der Deutschen Bucht mit Hauptaugenmerk auf Sauerstoffmangelereignisse als Folge der Eutrophierung. Das Vorhaben dient im weiteren dazu, eine Anpassung an die in der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geforderte Klassifizierung hinsichtlich der relevanten Parameter (wie Phytoplankton, Makrophyten, Makrozoobenthos) fuer Aestuare und Kuestengewaesser herbeizufuehren und die diesbezueglichen fachlichen Anforderungen der WRRL (Anhaenge II und V) zu erfuellen.

Umwelt-Survey für Kinder - Analytik und Auswertung: Bestimmung von Bioziden im Hausstaub - Teilvorhaben 06

A) Problemstellung: Im Hausstaub enthaltene Schadstoffe können durch Inhalation oder Ingestion einen Beitrag zur korporalen Belastung liefern. Dies trifft aus mehreren Gründen vor allem auf Kinder zu. Sowohl die inhalativ als auch die oral aufgenommene Staubmenge ist bei Kindern höher (etwa durch höhere Atemfrequenz und wiederholtes Ablecken verschmutzter Hände und Gegenstände). Außerdem reagieren Kinder empfindlicher auf einen Schadstoff und zudem ist die Aufenthaltszeit von Kindern im Innenraum hoch. Im Kinder-Umwelt-Survey soll daher die Relevanz von Hausstaub als Belastungsparameter bei Kindern ermittelt werden. Im Hausstaub sollen diverse Elemente, PAK, Biozide einschließlich der Pyrethroide sowie Flammschutzmittel und Weichmacher bestimmt werden. B) Handlungsbedarf (BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Gemäß des APUG ist es zur frühzeitigen Erkennung umweltbedingter Gesundheitsrisiken und zu deren fundierten wissenschaftlichen Bewertung notwendig, die Forschung auf dem Gebiet Kinder, Umwelt und Gesundheit auf hohem Niveau zu erhalten und zu fördern. C) Ziel des Vorhabens: Die im Rahmen des Kinder-Umwelt-Surveys gewonnenen Hausstaubproben (Staubsaugerbeutel) sollen werden. Außerdem sollen die Konzentrationen von DDT, HCB, Lindau, PCP, PCB, Propoxur, Methoxychlor, Chlorpyrifos und polychlorierten Sulfonamid-Diphenylethern im Hausstaub aus 600 Wohnungen, unter hohen Anforderungen an die Qualitätssicherung, analysiert werden.Im Rahmen des Umwelt-Survey für Kinder sollen eine Vielzahl von Schadstoffen in Blut und Urin von Kindern, in Hausstaubproben und im häuslichen Trinkwasser analysiert werden. Das von der EUKOS GmbH bearbeitete 'Los J' umfasst: - das Sieben von ca. 1800 Staubsaugerbeutelinhalten zur Fraktion kleiner als 63 mym. - 10 Prozent der Proben werden vorher zusätzlich zur 2 mm Fraktion gesiebt. - Von den gewonnen Staub-Siebfraktionen der Proben werden ca. 600 Proben vom UBA für die Analytik ausgewählt und dann durch die EUKOS GmbH in Hinblick auf folgende Biozide analysiert: - Pentachlorphenol (PCP), - Lindan, - DDT, - HCB, - PCB (Kongenere 28, 52, 101, 118, 153, 138, 180), - Chlorpyrifos, - Methoxychlor, - Propoxur, - Polychlorierte Sulfonamid-Diphenylether ('Eulan').

Auswirkung technischer Merkmale und spezieller Ausrüstung auf die CO2-Emission von Pkw im realen Fahrbetrieb für die Verbesserung von Gesetzgebung und Berechnung der Schadstoffemissionen des Verkehrs

A) Problemstellung: Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen von Pkw werden nach EU-Richtlinie 93/116/EWG bestimmt. Nach der heute gültigen Fassung dieser Richtlinie werden die Auswirkungen von leistungsintensiven Nebenaggregaten wie Servoanlagen, Klimaanlage etc. sowie der Einfluß spezieller Getriebeausführungen (sogenannter 'Economy-Schaltungen' wie beim VW Lupo) nicht berücksichtigt. Die C02-Emissionen von Hybridfahrzeugen können damit überhaupt nicht abgebildet werden. Eine realistische Einschätzung von Verbrauch und CO2-Emission auch durch den Käufer ist so nicht möglich. Die Änderung der C02-Emissionen der Pkw über die Zeit kann ohne die Darstellung des Effektes dieser Parameter nicht realistisch berechnet werden. Die realen C02-Emissionen können beim Einsatz zusätzlicher Aggregate um mehr als 30 Prozent höher sein und damit kann der Kraftstoffverbrauch um mehrere Liter/100 km höher liegen als er nach Richtlinie 93/116/EWG gemessen wird. B) Handlungsbedarf(BMU; ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Ohne eine realistische Verbrauchserfassung können die Maßnahmen zur Erreichung der CO2-Minderungsziele nicht überprüft werden. C) Ziel des Vorhabens ist es, die Wirkung verschiedener technischer Parameter und Verbraucher im Fahrzeug auf Verbrauch und C02-Emission im realen Fahrbetrieb zu bestimmen und die Abweichung von der Messung entsprechend Richtlinie 93/116/EWG zu bestimmen. Die Ergebnisse dienen einerseits dazu, die Entwicklung des Gesamtverbrauch und der gesamten C02-Emission von Pkw über die Zeit realistisch darzustellen (z.B. im nationalen Emissionsmodell TREMOD), andererseits Vorschläge für eine Modifikation der Richtlinie 93/116/EWG zu machen, damit der tatsächliche Verbrauch und die C02-Emission der Pkw mit den genannten Aggregaten und Konzepten realistischer gemessen werden kann.

Evaluierung praktikabler Methoden für eine quantifizierbare und justiziable Sickerwasserprognose

A) Problemstellung: Durch die Realisierung des Förderschwerpunktes 'Sickerwasserprognose (SiWaP)' hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine volkswirtschaftlich relevante Lücke bei der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung geschlossen. Für die Erarbeitung von praktikablen Methoden für eine quantifizierbare und justiziable Sickerwasserprognose hat der BMBF mit der Förderung von ca. 40 Einzel- und Verbundvorhaben und einer Gesamtzuwendung von ca. 11 Mio. Euro die Voraussetzung für eine praxisorientierte Bearbeitung der komplexen Sachmaterie 'Quellstärke' und 'Transportprognose' geschaffen. Die erforderliche interdisziplinäre Bearbeitung der Aufgabenstellung wird gewährleistet durch Forschergruppen aus den Fachbereichen Abfallwirtschaft, Hydrogeologie/Hydrologie, Bodenkunde, Mineralogie/Geochemie, Wasserchemie/Analytik, Baustoffforschung und Mathematik/Physik sowie durch die Beteiligung selbständiger Ingenieurbüros. Die Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle aller Vorhaben komplettiert die zielgerichtete Projektausrichtung. B) Handlungsbedarf: Die Resultate der konzentrierten Aktion sollen Basis für Verfahrensvorschläge sein, die für die kommende Novellierung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) genutzt werden sollen. C) Ziel des Vorhabens ist es, die von 40 Projektnehmern erzeugten großen Datensätze durch Aufbau und Verifizierung einer Datenbank in vorteilhafter Weise systemkompatibel aufzubereiten und potentiellen Anwendern aus u. a. Behörden und Ingenieurbüros einen Zugang zu ermöglichen. Die Datenbestände sollen u. a. Kennwerte generieren, die z.B. das Auslaugverhalten von ca. 70 Schadstoffen aus über 50 Materialien, deren Transportverhalten in der ungesättigten Bodenzone charakterisieren; ergänzt durch zusätzliche Erhebungen von Bodenparametern für einen Großteil der in Deutschland vorkommenden Verhältnisse.

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