Eine Untersuchungsmethode des Carry-over toxischer Schadstoffe vom Boden ueber die Pflanze in das Tier wurde als Grundlagenforschung mit Unterstuetzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft von der Bundesanstalt fuer Fleischforschung in Kulmbach entwickelt. Mit dieser Methode sollen ueber einen Zeitraum von vorerst drei, eventuell fuenf Jahren verschiedene Schadstoffe im Boden, in der Aesung und in den geeigneten Teilen freilebender Tiere (primaer Reh und Wildkaninchen) untersucht werden um festzustellen, ob in der Bundesrepublik Deutschland steigende Schadstoffbelastungen von Oekosystemen auftreten und ob diese mittels Bioindikation nachweisbar sind.
Mit dem Abschluss der Uruguay-Runde beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des internationalen Handels. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Aufgabe, ein multilaterales Handelssystem zu schaffen, bei dem sich Umwelt- und Handelspolitik gegenseitig stuetzen und das im Einklang mit den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung steht. Vor diesem Hintergrund sollen folgende Teilaspekte des Themenfeldes 'Umwelt und internationaler Handel' analysiert werden: - Moeglichkeiten einer Erweiterung des umweltpolitischen Handlungsspielraumes im GATT/WTO sowie einer staerkeren Integration oekologischer Belange in das Streitschlichtungsverfahren, - Oeko-Dumping und Internationalisierung externer Kosten, - Informatorische Instrumente des Umweltschutzes sowie - Ableitung von Kriterien zur Beurteilung der Umweltvertraeglichkeit handelspolitischer Massnahmen. Die Analyse soll dabei jeweils aus dem besonderen Blickwinkel der Bundesrepublik Deutschland erfolgen.
Die Berliner Wasserwerke planen im Bereich eines Wasserwerkes im Spandauer Forst die Versickerung von vorgereinigtem Oberflaechenwasser, um das Grundwasserdargebot zu erhoehen. Mit diesem Forschungsvorhaben soll diese wasserwirtschaftliche Massnahme wissenschaftlich begleitet werden, um die Beziehungen zwischen der Standortflora und den Bodenwasserverhaeltnissen zu untersuchen und Steuerungskriterien zu entwickeln, mit denen die Infiltration zur Vermeidung von Pflanzenschaeden bei Grundwasserentnahme bzw zur Erhaltung oder Wiederherstellung einer bestimmten Flora (im vorliegenden Fall zur moeglichen Renaturierung eines Moores) optimal betrieben werden kann.
Ermittlung der aktuellen Belastung der oberirdischen Gewaesser der Bundesrepublik Deutschland an Hand des neuen LAWA-Messstellennetzes fuer die Kartierung chemischer Gewaesserguetedaten.
Mit dem Projekt 'Umweltrelevante Seeverkehrsdaten' soll eine fachliche Hilfestellung fuer die Weiterentwicklung von Instrumenten, Massnahmen und Einrichtungen zum Schutz der Meeresumwelt und der Atmosphaere geliefert werden. Es soll eine fundierte Grundlage fuer zukuenftige Loesungskonzepte geschaffen werden. Zu diesem Zweck sollen die verfuegbaren Statistiken, Daten und Informationen ueber das Seeverkehrsaufkommen, die Handelsflotte, den Gueterumschlag, Schiffsunfaelle zusammengestellt werden, die zu Gefaehrdungen, Belastungen oder Emissionen der Meeresumwelt fuehren koennen. Mit dem Ziel, diese fuer bestimmte Verkehrsarten, Verkehrsgebiete, bestimmte Verbindungen oder Haefen nach Belastungsart und ihrer zeitlichen Entwicklung darstellen zu koennen.
Die Nordseeanliegerstaaten haben zur Regelung der gemeinsamen Bekaempfung von Oelunfaellen das sogenannte Bonnabkommen abgeschlossen. Dieses Abkommen wurde auf andere Stoffe als Oel ausgeweitet. Als Voraussetzung fuer die Umsetzung dieser Ausweitung auf nationaler Ebene ist die heranzuziehende Literatur zu erfassen und zu dokumentieren. Dieses Vorhaben stuetzt die Vorreiterrole der Bundesrepublik bei den internationalen Bemuehungen um den Schutz der Nordsee.
Sowohl die Trinkwasserverordnung (TVO) als auch das Bundesseuchengesetz bieten zur Zeit keine hinreichende Rechtsgrundlage fuer Anordnungen zum Auswechseln der Bleileitungen. Beide Rechtsgrundlagen eignen sich nicht zur Durchsetzung von 'reinen Vorsorgewerten'. Eine geeignete Rechtsgrundlage bietet allein Paragraph 9 Abs. 1 Ziff. 3 LMBG. Allerdings ist die Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Hinblick auf Art. 74 Ziff. 19 und 20 GG zweifelhaft (gilt auch fuer die jetzige TVO). Zivilrechtlich stellt die Ueberschreitung des Grenzwerts der TVO allein noch keinen Mangel dar, den der Vermieter zu beseitigen haette. Ein Auswechseln der Rohre waere daher keine Erhaltungs-, sondern eine Verbesserungsmassnahme. Folge: Umlegung auf die Miete; Haftung des Vermieters nur, wenn im Einzelfall Fehler der Mietsache vorliegt oder Verletzung von Aufklaerungspflichten.
Am Beispiel der Stadt Muenchen soll ein Massnahmenkonzept zur Reduzierung der KFZ-bedingten Schadstoffimmissionen erarbeitet werden. Grundlage des Konzepts ist der Par. 40II BImSchG. Im Rahmen des Vorhabens sind vor allem praktische Anleitungen zu entwickeln fuer die Auswahl geeigneter Massnahmen und fuer ihre Umsetzung im gegebenen gesetzlichen Rahmen und der gegebenen Verwaltungsstruktur. Fuer den Vollzug soll ein Konzept fuer die Oeffentlichkeitsarbeit erstellt werden.
Zur Untersuchung des Schadstoffeintrages in die Nord- und Ostsee soll eine Messstelle in Daen. Nienhof (20 km noerdl. Kiel) aufgebaut und die UBA-Messstelle Westerland ausgebaut werden. Untersucht werden soll der Eintrag mit dem Niederschlag; als Komponenten sind vorgesehen die Hauptionenbestandteile H+, NH+4, Na+, K+, Mg2+, Ca2+, SO2-4, NO-3, Cl-, die Schwermetalle Pb, Cd, Cu, Zn, As, Cr, Ni (graue Liste der Parcom), organische Mikrovereinigungen wie PCB, Pestzide und Quecksilber in seinen verschiedenen Bindungsformen. Die Arbeiten an der Analysetechnik fuer organische Verbindungen sollen an der Universitaet Kiel, die an der Hg-Analytik an der Messstelle Westerland durchgefuehrt werden.
Das UBA soll ab 1.1.85 am Vollzug des Pflanzenschutzgesetzes beteiligt werden. Dabei ist durch das UBA u.a. zu beurteilen, ob es bei einer Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu Schaeden durch Belastung des Wassers kommen kann. Methoden fuer die Pruefung der Umweltvertraeglichkeit von Pflanzenschutzmitteln sind auf ihre Tauglichkeit im Hinblick auf das Zulassungsverfahren zu untersuchen. Im Rahmen dieses Vorhabens soll die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln auf die fruehen Lebensphasen des Fisches (Karpfen) untersucht werden ('Early life stage').
| Organisation | Count |
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| Bund | 521 |
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| Förderprogramm | 521 |
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