In Quer- und Laengsschnittanalysen wurden statistische Zusammenhaenge zwischen dem Verkehrslaermpegel (aussen) und Risikofaktoren fuer ischaemische Herzkrankheiten (IHK) und der Praevalenz und Inzidenz von IHK untersucht. Die Studien sind Teil der 'Caerphilly and Speedwell Collaborative Heart Disease Studies' in Caerphilly (Wales) und Bristol (England). Die Caerphilly-Stichprobe umfasste 2512, die Speedwell-Stichprobe 2348 Maenner im Alter von 45-59 bzw 45-63 Jahren. Die Maenner der am staerksten verkehrslaermexponierten Kategorie (L(ind=AFm, 6-22 h)= 66-77 dB) hatten gegenueber den am wenigsten Exponierten (L(ind=AFm, 6-22 h)= 51-55 dB) andeutungsweise ein 'unguenstigeres' Risikofaktorprofil im Hinblick auf 9 identifizierte endogene Risikofaktoren fuer den Herzinfarkt. Hauptsaechlich Blutfette und haemostatische Faktoren waren betroffen, weniger der Blutdruck. Modellrechnungen auf der Grundlage der Risikofaktoren fuehrten auf ein geringfuegig erhoehtes relatives Herzinfarktrisiko (RR) fuer die Maenner dieser Verkehrslaermkategorie (ca RR=1,1). Die Praevalenz von ischaemischen Herzkrankheiten war ebenfalls leicht erhoeht (ca RR=1,2). Die Inzidenz von Herzinfarkt hingegen war geringer (ca RR=0,7). Diese Ergebnisse waren statistisch nicht signifikant. Fuer die Maenner in Wohngebieten unterhalb eines Tagesmittelungspegels von 66 dB(A) ergab sich kein Hinweis auf ein erhoehtes Herzinfarktrisiko, der Pegelbereich darueber bedarf weiterer Klaerung. Ein relatives Risiko von RR=1,5 fuer die Maenner in der 66-70 dB(A)-Kategorie waere statistisch signifikant nachweisbar gewesen.
Sowohl die Trinkwasserverordnung (TVO) als auch das Bundesseuchengesetz bieten zur Zeit keine hinreichende Rechtsgrundlage fuer Anordnungen zum Auswechseln der Bleileitungen. Beide Rechtsgrundlagen eignen sich nicht zur Durchsetzung von 'reinen Vorsorgewerten'. Eine geeignete Rechtsgrundlage bietet allein Paragraph 9 Abs. 1 Ziff. 3 LMBG. Allerdings ist die Gesetzgebungskompetenz des Bundes im Hinblick auf Art. 74 Ziff. 19 und 20 GG zweifelhaft (gilt auch fuer die jetzige TVO). Zivilrechtlich stellt die Ueberschreitung des Grenzwerts der TVO allein noch keinen Mangel dar, den der Vermieter zu beseitigen haette. Ein Auswechseln der Rohre waere daher keine Erhaltungs-, sondern eine Verbesserungsmassnahme. Folge: Umlegung auf die Miete; Haftung des Vermieters nur, wenn im Einzelfall Fehler der Mietsache vorliegt oder Verletzung von Aufklaerungspflichten.
Drainasphalt, der ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt der Wasserableitung zur Aquaplaningverhinderung entwickelt wurde, besitzt deutlich akustische Vorteile. Versuchsstrecken existieren vor allem im westeuropaeischen Ausland. Es werden zT enorme Pegelabsenkungen (bis 9 dB) angegeben. Zur Beurteilung der Laermminderung muessen sowohl die Messbedingungen als auch die Beschaffenheit der Vergleichsstrecken genau angegeben sein, was in der Regel nicht geschehen ist. Um aussagefaehige und vergleichbare Pegel der unterschiedlichen Drainasphaltstrassendecken zu erhalten, werden mehrere Strecken mit gleichen Fahrzeugen vermessen. Die Ergebnisse werden bei dem jetzt von der BAST und dem BMV veranlassten Bau von Versuchsstrecken mit Drainasphalt in der Bundesrepublik beruecksichtigt. Die hierbei errichteten Stadtstrassen sind in das Messprogramm einbezogen.
Mit dem Vorhaben FKZ 107 03 001 ist ein Leitfaden zur beprobungslosen Erst-Ermittlung von altlast-verdaechtigen Flaechen entwickelt worden. In einem altindustrialisierten Gebiet wurde nun in Zusammenarbeit mit dem KVR Essen diese Methode angewendet und fuer die Aufgabe der flaechendeckenden Suche nach Altlasten und ihrer Bewertung spezifiziert. Dabei stand die Erarbeitung und Erprobung von einheitlichen Kriterien zur Ermittlung, Bewertung und Folgenutzung von Altlasten im Vordergrund.
Kleine und mittlere Unternehmen stehen vor besonders grossen Problemen bei der Loesung ihrer Umweltaufgaben, die haeufig ohne eine sachgerechte Beratung nicht oder nicht oekonomisch effizient, d.h. nur unter Hinnahme unnoetig hoher Kosten geloest werden koennen. Aus diesem Grunde soll in diesem Forschungsvorhaben untersucht werden, wie bestehende und ggf. weitere noch entstehende Beratungsmodelle fuer Handwerk und Industrie dazu beitragen, solche Probleme zu mildern und sachgerechte Loesungen verstaerkt durchzusetzen.
Im Rahmen des 'Grossversuchs' bewaehrte sich ein vom TUEV Rheinland in der Bundesrepublik erstmals verwendetes Verfahren zur Bestimmung der Kfz-Emissionen mittels Immissionsmessung an einem Autobahnquerschnitt (Boden bis 19 m Hoehe, Ci, NO, NO2, O3, Windvektor, Einstrahlung, verkehrsspezifische Daten). Bei Fortfuehrung dieser Messungen wird sich der Erfolg der zunehmenden Einfuehrung schadstoffarmer Pkw quantitativ feststellen lassen. Fuer die Fortfuehrung der Messungen fallen lediglich Wartungskosten sowie Kosten fuer die Betreuung und Auswertung der Messungen an.
Mit diesem Vorhaben soll die planerische und organisatorische Durchfuehrung des Internationalem Workshops 'Contaminated Sites in the European Union: Policies and Strategies', welcher vom 8.- 9. Dezember 1994 in Bonn staffindet, sowie die umfangreiche Auswertung in Form eines Tagungsbandes sichergestellt werden.
Nach der Verabschiedung der EG-Richtlinie zur UVP im Juni 1985 sind alle Mitgliedslaender der EG gehalten, diese Richtlinie innerhalb von drei Jahren in das nationale Recht umzusetzen. Das F+E-Vorhaben soll - ausgehend von einer Bestandsaufnahme der gegenwaertigen Umsetzungsbemuehungen - die rechtlichen und administrativen Schwierigkeiten bei der Einbindung der Richtlinie in die verschiedenen nationalen Rechtskodices sowie die unterschiedlichen Verfahren der Fachplanung usw. untersuchen und fuer die Bundesrepublik Deutschland Abhilfemassnahmen vorschlagen. Das Forschungsvorhaben steht im Zusammenhang mit dem fuer 1987 geplanten internationalen Symposium zur UVP.
Als Grundlage fuer die Erarbeitung einer entsprechenden Verwaltungsvorschrift sollen im Rahmen des Vorhabens Daten ermittelt werden ueber die Zusammensetzung + Eigenschaften o.g. Abwaesser, (insbesondere gefaehrliche Stoffe wie Schwermetalle, chlororganische Verbindungen, Tenside u.s.w.), ueber die Quellen der gef. Stoffe, ueber Stand d. Abwasserbehandlung bei Direkt- und Indirekteinleitern und Durchfuehrung von Abwasservermeidungsmassnahmen. Weiterhin sollen Reinigungs- und Desinfektionsverfahren dargestellt, die relevanten Hygienevorschriften zusammengestellt und die in diesen Branchen verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel identifiziert und bewertet werden.
Im Vorhaben sollen Bewertungsstrategien fuer das Schutzgut Boden einschliesslich der bodenlebenden Lebensgemeinschaften entwickelt werden. Biologische Tests sollen auf ihre prognostische Potenz ueberprueft werden. Es sollen Vorschlaege fuer Bewertungsmassstaebe, einschliesslich eines Konzeptes fuer die gestufte Untersuchung und Bewertung sowie die Ableitung quantitativer Bewertungsmassstaebe mit Angabe der Unsicherheitsbereiche (bodenbiologische Orientierungswerte und Wirkungsschwellen) erarbeitet werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 521 |
| Kommune | 7 |
| Land | 16 |
| Wissenschaft | 119 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 521 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 521 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 521 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 514 |
| Webseite | 7 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 307 |
| Lebewesen und Lebensräume | 398 |
| Luft | 314 |
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| Weitere | 521 |