Aus den Erfahrungen mit der Bewertung von Grundwasserbeschaffenheitsdaten sollen in Baden-Wuerttemberg neben den lokalen Ueberwachungsmessstellen langfristig zu betreibende Intensivuntersuchungsgebiete eingerichtet werden. Die Auswahl und der Betrieb eines solchen Testgebietes wurde in diesem Vorhaben beispielhaft erprobt. Das ausgewaehlte Gebiet bei Karlsruhe wurde ueber einen Zeitraum von ca 4 Jahren intensiv untersucht. Alle verfuegbaren Daten ueber die Beschaffenheit des Untergrundes und die verschiedenen Arten der Landnutzung (Landwirtschaft, Deponien, Strassen und Siedlungen usw) wurden zusammengestellt. Unter Verwendung einer verbesserten Probenahme- (multi-level) und Analysetechnik (ICP) wurden zahlreiche Grund- und Oberflaechenwasserproben untersucht. Der Einsatz eines neu entwickelten Stroemungsmessgeraetes ermoeglichte es, den Einfluss kleiner Vertikalstroemungen auf die Analysenergebnisse zu ermitteln. Durch entsprechende Gestaltung der Probenahme konnten diese Stoerungen weitgehend eliminiert werden. Mit Hilfe verschiedener Modellrechnungen war es moeglich, die Einzugsgebiete der einzelnen Messstellen abzugrenzen, um sinnvolle Beziehungen zwischen der Landnutzung und der Grundwasserbeschaffenheit ableiten zu koennen. Aus den Grundwasseranalysen wurden Werte fuer die Hintergrundbeschaffenheit und charakteristische Wertebereiche fuer vier Belastungstypen abgeleitet. Mit Hilfe einer Modellierung von Transport- und Reaktionsprozessen wurde der Anteil verschiedener Quellen an den Cl-, SO4- und NO3-Gehalten des Grundwassers bestimmt und der Abbau von Nitrat quantifiziert.
Auf der Basis bestehender Bilanzen zum Verbrauch und Verbleib von Quecksilber sollen fuer die Jahre 1983-1986 Erhebungen durchgefuehrt werden. Dabei sind nicht nur die erzeugten und verwendeten Mengen zu erfassen, sondern auch die produktionsbedingten Ausfluesse in die Umwelt.
Bund und Laender haben die Einrichtung eines gemeinsamen Fruehwarnsystems fuer advehierten Smog beschlossen. Dabei kommt der zentralen Erfassung und Auswertung der von den Messzentralen fernuebertragenen Daten eine besondere Bedeutung zu. Aus Gruenden der Aktualitaet muessen Uebertragung, Erfassung und Auswertung der Daten so schnell wie moeglich erfolgen. Im Rahmen des Vorhabens soll beim UBA in Berlin die Zentrale fuer die Erfassung und Verarbeitung der Daten konzipiert und erprobt werden. Hierzu muss ein Konzept erarbeitet, die erforderliche Hardware beschafft, installiert, in Gang gebracht und erprobt werden. Weiterhin sind Verfahrensweisen fuer den Routinebetrieb zu entwickeln und zu optimieren.
Gefoerdert durch die Vergabe des Umweltzeichens UZ 12a ('Schadstoffarme Lacke') hat die Entwicklung zu loesemittelaermeren Lacken eingesetzt. Diese Produkte werden in der Regel auf waessriger Basis hergestellt, wodurch neue Einsatzstoffe (Konservierungsstoffe, bestimmte Additive) notwendig werden, die in konventionellen Produkten nicht enthalten sind. Das im 1. Teil des F&E-Vorhabens systematisierte und dv-gerecht erfasste Datenmaterial zu Inhaltsstoffen umweltschonender Lacke und zu Lackzusammensetzungen soll zu einer dv-gestuetzten Bewertung gefuehrt werden. Ferner sollen die Daten in INFUCHS integriert werden, so dass sowohl vorhandene Stoffdaten als auch unterschiedliche Recherchemoeglichkeiten aus INFUCHS genutzt werden koennen.
Das UBA soll ab 1.1.85 am Vollzug des Pflanzenschutzgesetzes beteiligt werden. Dabei ist durch das UBA u.a. zu beurteilen, ob es bei einer Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zu Schaeden durch Belastung des Wassers kommen kann. Methoden fuer die Pruefung der Umweltvertraeglichkeit von Pflanzenschutzmitteln sind auf ihre Tauglichkeit im Hinblick auf das Zulassungsverfahren zu untersuchen. Im Rahmen dieses Vorhabens soll die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln auf die fruehen Lebensphasen des Fisches (Zebrabaerbling) untersucht werden ('Early life stage').
Im Rahmen des Vorhabens sollen fuer die Getraenke Bier, Mineralwasser, CO2-haltige und CO2-freie Erfrischungsgetraenke sowie Wein folgende Daten ermittelt werden: Inlandsverbrauch in Mio l, Mehrwegabfuellung in Mio l und in Prozent, Einwegabfuellung in Mio l und in Prozent Anzahl der verwendeten Verpackung in Mio Stueck, Abfallmengen in Tonnen, Abfallvolumen in Mio m3. Die Daten sind fuer die Jahre 1985 und 1986 zu ermitteln.
Die Kompensationsloesung wurde im Rahmen der Novelle zum BImSchG rechtlich verankert und als Nr. 4.2.10 in die TA Luft '86 eingefuegt. Damit ergibt sich fuer die Betreiber von genehmigungsbeduerftigen Altanlagen die Moeglichkeit, Verpflichtungen zu Emmissionsminderung durch Bildung einer betriebsinternen oder -externen Emissionsglocke nachzukommen. Auf der Grundlage der Erfassung und Analyse der individuellen Emissionssituation sollen Moeglichkeiten und Hinternisse fuer Kompensationen nach Nr. 4.2.10 TA Luft '86 empirisch festgestellt, das Zusammenwirken mit dem ordnungsrechtlichen Instrumentarium erprobt, sowie Auswirkungen und Leistungsvermoegen dieses flexiblen Instruments im Rahmen betrieblicher Untersuchungen ermittelt werden.
Vom UBA sind erste Bodenwerte zur Gefahrenbeurteilung vorhandener Bodenbelastungen vorgelegt worden, deren fachliche Basis die Korrelation von Messdaten aus Boeden und Pflanzen ist. Weitere Datengrundlagen werden - zumindest fuer Metalle und Arsen - durch ein vom LABO-AK 4 initiierten Untersuchungsprogramm der Laender erwartet (Maerz 1996). Bereits jetzt ist absehbar, dass die Ableitung von weiteren Pruef- und Massnahmewerten fuer organische Stoffe (und ggfs. fuer Metall-Verbindungen) erforderlich ist. Hierzu soll mit dem beantragten F+E-Vorhaben eine geeignete Datengrundlage bereitgestellt werden. Diese soll aus Messdaten (Boden- und Pflanzengehalte) und Daten zur Bewertung von Transfer-Pfaden (Boden-Nahrungsmittel) bestehen und beide zu spezifischen Methoden-Bausteinen zusammenfuegen. Medienuebergreifende Wirkungen der Stoffe (Grundwasser) sollen mitberuecksichtigt werden.
Aus Standardwerken der chemischen Literatur, Fachzeitschriften und Firmenbroschueren sollen fuer Chemianlagen die wesentlichen Merkmale wie - Standort der Anlage, Art der Anlage (Verfahren), wirtschaftliche Kenndaten zum hergestellten Produkt, Art und Verwendung der gehandhabten Stoffe (z.B. Einsatzstoff, Katalysator, Nebenprodukt etc.) recherchiert und in die Datenbank SYSIPHUS uebertragen werden. Mit Hilfe der gespeicherten Daten sollen stoffbezogene Anwendungsprofile erstellt und damit die Anlagenbereiche, von denen moeglicherweise bestimmte stoffliche Auswirkungen auf die Umweltmedien ausgehen, identifiziert werden.
Durch den Einsatz von GVOs ist es moeglich, spezifischer bzw. schneller Schadstoffe in Wasser, Boden und Luft abzubauen. Die Studie soll zeigen, inwieweit und wie erfolgreich GVOs bereits fuer die Beseitigung von Umweltbelastungen eingesetzt werden und welche Vor- bzw. Nachteile sich beim Einsatz von GVOs im Vergleich zu nicht veraenderten Organismen ergeben.
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