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Einsatzmoeglichkeiten von Kompensations- und Lizenzloesungen fuer ausgewaehlte Bereiche der Umweltpolitik

Die praktische Anwendung von Kompensationsloesungen und Lizenzloesungen wurde bisher aufgrund vermeintlich fehlender oekologischer und rechtlicher Anwendungsvoraussetzungen zu wenig in Betracht gezogen. Unter geeigneten Rahmenbedingungen koennen jedoch diese Instrumente die Erreichung umweltpolitischer Ziele erleichtern. Fuer bestimmte Bereiche der Umweltpolitik, z.B. fuer Teilbereiche der Abfallwirtschaft, Gefahrstoffvermeidung, grenzueberschreitende und insbesondere globale Problembereiche sowie bezueglich ihrer Anwendbarkeit im Rahmen einer EG-Umweltpolitik sind diese Instrumente umfassend zu analysieren. In einer ersten Vorhabenphase sollen moegliche derartige Loesungen evaluiert und die unter den Rahmenbedingungen am ehesten in Frage kommenden Einsatzmoeglichkeiten in Absprache mit dem Auftraggeber ausgewaehlt werden. In einer zweiten Phase sollen an zwei-vier Beispielen solche Loesungen auf ihre oekologische Wirksamkeit, administrativ-rechtliche Machbarkeit, oekonomische Effizienz und politische Realisierbarkeit untersucht und zur moeglichen Einsatzreife gebracht werden.

Wissenschaftliche Unterstuetzung der Erstellung einer TA-Altlasten-Validierung eines Entscheidungsrasters zur Erfolgskontrolle von Sanierungsmassnahmen

In Zusammenhang mit der Erarbeitung untergesetzlicher Regelungen zum Bundes-Bodenschutzgesetz (RVO und VwV Altlasten sind bundeseinheitliche Anforderungen an die Durchfuehrung von Sanierungsmassnahmen zu formulieren. Grundlage dafuer bildet die Validierung eines Entscheidungsrasters fuer Arbeitsablaeufe bei Sanierungsuntersuchungen und -massnahmen sowie nachfolgenden Ueberwachungsmassnahmen.

Untersuchung der Auswirkungen verstaerkter UV-B-Strahlung auf Luftchemie und Klima

Untersuchungsgegenstand sind die Auswirkungen erhoehter UV-B-Strahlung in der Troposphaere, verursacht durch den Abbau stratosphaerischen Ozons, auf die Luftchemie und das Klima. Im Mittelpunkt wird dabei u.a. der Einfluss auf troposphaerisches Ozon und die Bildung von Hydroxylradikalen stehen, die eine Schluesselkomponente in der troposphaerischen Chemie darstellen. OH-Radikale reagieren beispielsweise mit Methan und bilden somit eine Senke dieses treibhauswirksamen Gases. Weiterhin beeinflusst die troposphaerische Konzentration von OH-Radikalen offenbar die Troepfchenverteilung und damit die optischen Eigenschaften von Wolken. Beide genannten Prozesse sind klimarelevant. Im Vorhaben sollen die wichtigsten Wechselwirkungen zwischen erhoehter UV-B-Strahlung, Luftchemie und Klima herausgearbeitet und insbesondere mit ihren Rueckkopplungsmechanismen untersucht werden. Die ablaufenden Prozesse sind mit einem geeigneten Modell unter Einbau spezieller chemischer Reaktionsmechanismen, die auf den o.g. Untersuchungen basieren, zu simulieren.

Intensivuntersuchungen an repraesentativen Bodendauerbeobachtungsflaechen

Um gesicherte Aussagen zum bundesweiten Bodenzustand zu treffen, mit denen auch Anforderungen von europaeischer Seite entsprochen werden kann, ist es notwendig, die Bodenzustandsdaten in den Zusammenhang mit Ein- und Austragsdaten und weiteren den Standort charakterisierenden Informationen zu stellen. Dazu sollen die als flaechenrepraesentativ eingestuften Bodendauerbeobachtungsflaechen (BDF) hinsichtlich der Moeglichkeit solch integrierender Beobachtung betrachtet werden. Aufbauend auf den Ergebnissen zur Repraesentanzabschaetzung an Dauerbeobachtungsflaechen sollen die bereits bestehenden Aktivitaeten zu Intensivuntersuchungen sowie bestehende Defizite ueberprueft werden. Ziel soll es sein, auch fuer Nichtwaldflaechen eine Aussage aehnlich der dem Level II-Programme der BZE (Intensivuntersuchungen an Standorten der Bodenzustandserhebungen im Waldprogramm von Bundesanstalt fuer Holzwirtschaft -BML) vorliegen zu haben und in der Verknuepfung beider Programme zu einer flaechendeckenden Aussage fuer das Bundesgebiet zu gelangen. Anhand der aktualisierten Fassung des 'SAG-Papiers' sind Standorte fuer bundesweit nutzbare BDF festzulegen und entsprechende Parameter und Messintervalle zu dokumentieren. Es ist zu klaeren, was eine eventuelle Intensivierung von Untersuchungen an BDF-Flaechen kostet und wie Kosten und Betrieb zu verteilen waeren. Letzteres ist auch vor dem Hintergrund geplanter EU-Aktivitaeten zu betrachten.

Wissenschaftliche Unterstuetzung der Erstellung der TA Altlasten-Teilvorhaben 6 Parameterkatalog zur Erfassung und Untersuchung von Altlastverdachtsflaechen

Aufbauend auf dem vorliegenden Diskussionsentwurf zum untergesetzlichen Regelwerk des kuenftigen Bundes-Bodenschutzgesetzes sollen mit diesem F+E-Vorhaben fachliche Detailregelungen zur bundeseinheitlichen Erfassung von Altstandorten und Altablagerungen sowie zu den jeweiligen Mindestuntersuchungsparametern fuer die Orientierungs- und Detailphase der Altlastenerkundung erarbeitet werden. Diese Arbeiten werden intensiv durch eine Bund/Laender-Projektgruppe Erstellung des untergesetzlichen Regelwerkes begleitet. Das Vorhaben dient gleichzeitig der Unterstuetzung dieser Projektgruppe bei der Erstellung von detaillierten Fachbeitraegen fuer den Regelungsbereich Altlasten der kuenftigen Bodenschutz - und Altlastenrechtsverordnung.

ALIS Stufe 1: Entwicklung eines Informationssystems fuer Militaerische- und Ruestungsaltlasten

Das Vorhaben wird in zwei Phasen realisiert. Im Ergebnis der im Juli 1996 abgeschlossenen Phase 1 liegt auf Grundlage einer erfolgten Sachstandsanalyse der fachlichen und dv-technischen Rahmenbedingungen ein Konzept zur Struktur und zum Aufbau des ALIS vor. Derzeit erfolgt in der Phase 2 die dv-technische Umsetzung des ALIS. Das Informationssystem wird aus einem altlastenspezifischen Bewertungssystem bestehen, in dem die auf Bundesebene vorliegenden dv-gestuetzten Modelle zur Gefahrenbeurteilung von Altlasten (MAGMA und UMS) sowie zur Kostenermittlung bei der Altlastensanierung (KOSAL) integriert werden. Ein altlastenspezifisches Datenbanksystem wird eine Datenbank zu den Ruestungsaltlastverdachtsstandorten, eine Datenbank Kontaminationsprofile, eine Stoffdatenbank fuer altlastenrelevante Schadstoffe (STARS) sowie eine Datenbank Sanierungstechniken beinhalten.

Auswertung der Ergebnisse der NATO CCMS Pilotstudie 'Umwelt und Sicherheit im internationalen Kontext' und Aufbereitung des Themas fuer die Behandlung im globalen Rahmen

Nach Fertigstellung der Pilotstudie 'Umwelt und Sicherheit im internationalen Kontext' im Rahmen von NATO CCMS ist beabsichtigt, das Thema im globalen Rahmen, insbesondere in UNEP aufzugreifen. Zwar kann von der Unterstuetzung durch den UNEP Exekutivdirektor ausgegangen werden, der sich bereits mehrfach oeffentlich prononciert zum Thema geaeussert hat. Gleichwohl ist eine abwehrende Haltung von Entwicklungslaendern nicht auszuschliessen, teils weil sie durch die Thematisierung von Sicherheitsrisiken eine Einmischung in innere Angelegenheiten befuerchten, teils weil sie aus dieser Betrachtung sich moeglicherweise ergebenden Handlungserfordernissen mit Skepsis begegnen. Zur Ueberwindung moeglicher Widerstaende soll im Rahmen des Vorhabens eine Strategie entwickelt werden, die durch eine sorgfaeltige Dokumentation und Quantifizierung der bisherigen Arbeiten den Einstieg in die Thematik durch UNEP vorbereitet. In diesem Zusammenhang soll ein Workshop hochrangiger Experten ausgewaelter Entwicklungslaender mit Vertretern der NATO CCMS Pilot Studie durchgefuehrt werden. Zur Vorbereitung des Workshops soll auf der Grundlage insbesondere der empirischen Untersuchungen der NATO Studie das Konfliktpotential von Umweltstoerungen (z.B. Verknappung der Wasserrsourcen, grenzueberschreitende Luftverschmutzung, Klimawandel und seine Folgen) unter besonderer Beruecksichtigung ihrer regionalen Auspraegung dargestellt und der Zusammenhang verdeutlicht werden, wie sich diese Umweltstoerungen auf die jeweilige regionale und die globale Sicherheit auswirken koennen. Als Ergebnis wird eine bewertende Uebersicht internationaler Umweltprobleme erwartet, die ein signifikantes Potential fuer das Entstehen innerstaatlicher oder zwischenstaatlicher Konflikte besitzen, und die geeignet ist, bei Vertretern der betreffenden Regionen Sensibilisierung fuer das Thema zu bewirken und sie fuer Unterstuetzung des Themas in UNEP zu gewinnen. Die Handlungsempfehlungen der NATO Studie sollen aufgegriffen und fuer die besonderen Zwecke der Eroerterung im Vorfeld eine Befassung von UNEP aufbereitet werden. Nach Eroerterung in dem hochrangigen Workshop soll auf dieser Basis ein Papier fuer UNEP erarbeitet werden. Zugleich geht es um die Begleitung der Thematik in anderen Foren, insbesondere der OSZE, wo sie bereits in mehreren regionalen Fachgespraechen im Jahre 1998 (Kaspisches Meer/Taschkent, Schwarzes Meer/Istanbul) aufgegriffen worden ist und im Jahr 1999 eine schwerpunktmaessige Behandlung erfahren soll.

Methoden der Trendabschaetzung zur Ueberpruefung von Reduktionszielen im Gewaesserschutz

Das Ziel des Vorhabens besteht darin, eine Methodik zur quantitativen Abschaetzung eines statistisch gesicherten Trends fuer die wasserseitigen Flusseintraege in die Nord- und Ostsee zu entwickeln. Diese Trendabschaetzungsmethodik sollte es ermoeglichen, festzustellen, ob die im Wassereinzugsgebiet ergriffenen Massnahmen zur Verringerung der Stoffeintraege auch eine Verbesserung der Gewaesserqualitaet sowie eine Reduzierung des Eintrags in die Nord- und Ostsee zur Folge haben. Die Ermittlung des Trends fuer Flusseintraege bereitet bisher grosse Schwierigkeiten, da Frachten aus Konzentrations- und Durchflussdaten berechnete Werte darstellen. So kann es bei der Ermittlung von Reduktionsraten fuer Flussfrachten allein aufgrund der Schwankungen des Gewaesserdurchflusses zur Erhoehung der Frachten in zwei ausgewaehlten Jahren kommen, obwohl Reduktionsmassnahmen im Gewaessereinzugsgebiet durchgefuehrt worden sind. Dies laesst sich dadurch erklaeren, dass in Nassjahren mit hohen Durchfluessen auch absolut gesehen hoehere Eintraege in die Meere als in Trockenjahren mit niedrigen Durchfluessen erfolgen. Deshalb sind bei der Erarbeitung einer solchen Trendabschaetzungsmethodik nicht nur die Frachten allein, sondern darueber hinaus weitere Einflussgroessen, z.B. Konzentrtion, Durchfluss, Temperatur zu beruecksichtigen und eventuell Normierungen auf bestimmte Durchflussbereiche vorzunehmen. Ausserdem sollten aufgrund der hohen jahreszeitlichen Schwankungen nicht nur die Jahresfrachten, sondern auch Frachten fuer kuerzere Zeitraeume (Saison, Monatswerte) einer Trendanalyse unterzogen werden. Das Vorhaben dient der mittelfristigen Schwerpunktaufgabe I des UBA (UVZ, UHZ).

Fortentwicklung der EU-Umweltpolitik - Elemente fuer ein Programm fuer die Jahre 2000 bis 2010

Die Laufzeit des 5. Umweltaktionsprogramms der EG endet Ende 1999. Anfang 1999 trat der Amsterdamer Vertrag in Kraft, mit dem die EG auf eine nachhaltige Entwicklung verpflichtet und der Grundsatz der Integration von Umweltschutzerfordernissen in alle anderen Gemeinschaftspolitiken verstaerkt wird. Der Europaeische Rat hat die Integrationsforderung bei seiner Tagung im Juni 1998 in Cardiff aufgegriffen und die Fachministerraete zur Entwicklung entsprechender Strategien aufgefordert. Es ist zu erwarten, dass die Europaeische Kommission spaetestens Anfang des Jahres 2000 einen Konsultationsprozess mit den Mitgliedstaaten zur Entwicklung einer an das 5. Umweltaktionsprogramm anschliessenden Gemeinschaftsstrategie einleiten wird, die den neuen Vorgaben des EG-Vertrages in der Fassung des Amsterdamer Vertrages Rechnung tragen muss. Das Vorhaben soll dazu dienen, Elemente fuer eine solche Nachhaltigkeitsstrategie zusammenzustellen. Hierzu sollen neben Literaturrecherchen auch andere Moeglichkeiten, wie u.a. Interviews mit Vertretern gesellschaftlicher Gruppen oder Brainstorming-Workshops eingesetzt werden. Zielsetzung ist es, Handlungsfelder zu identifizieren, moegliche Ziele zu beschreiben und Elemente fuer Handlungsempfehlungen zu benennen. Als Option sollte vorgesehen werden, die Ergebnisse der Recherchen in Werkstattgespraechen mit fachkundigen Vertretern aus der Wissenschaft, von Nichtregierungsorganisationen etc. zur Diskussion zu stellen. Der Abschlussbericht des Vorhabens soll fuer die verschiedenen Bereiche der Umweltpolitik sowie im Hinblick auf die Integration von Umweltaspekten fuer die wesentlichen anderen Gemeinschaftspolitiken eine Palette moeglichst einheitlich strukturierter Bausteine enthalten.

Machbarkeitsstudie zur Entwicklung von Anforderungen an den nachhaltigen Bodenschutz

Die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung der Funktionen der Boeden und der sorgsame Umgang mit Boeden als endliche Ressource ist ein uebergreifendes Umweltziel. Fuer deren Umsetzung bedarf es der Entwicklung von Kriterien, welche stoffliche, physikalische und biologische Bodeneigenschaften beschreiben. Der Zusammenhang der Kriterien innerhalb der einzelnen Bodenfunktionen ist ebenso zu beschreiben wie die Wechselbeziehung bei Beruecksichtigung verschiedener Bodenfunktionen. Die Kriterien muessen eine Quantifizierung im Sinne von normsetzenden Werten zulassen, um die Erfuellung der Bodenfunktionen unter Beruecksichtigung der verschiedenen Bodennutzungen zu gewaehrleisten.

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