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150 Jahre kommunale Gartenbauverwaltung Berlin

Vor 150 Jahren im Juni 1870 beschloss die Stadtverordnetenversammlung Berlins die Einrichtung einer besonderen “Parkdeputation” und die Berufung eines städtischen Gartendirektors. Am 1. Juli 1870 wurde der königliche Hofgärtner Gustav Meyer (1816-1877) in sein Amt eingesetzt. Mit Dienstantritt Gustav Meyers beginnt die eigentliche Geschichte der Berliner Gartenbauverwaltung. Seitdem ist das Planen, Bauen, Entwickeln und Pflegen des Berliner Stadtgrüns eine kommunale Aufgabe der Daseinsvorsorge für die Stadtgesellschaft. Seit 150 Jahren stellen sich Vertreterinnen und Vertreter der Grünverwaltung gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern den unterschiedlichen Herausforderungen der wachsenden Stadt, um Berlin als grüne Metropole zu erhalten und weiter zu entwickeln. Damals wie heute musste Berlin den Gleichschritt zwischen Bevölkerungszunahme und der Sicherung und Entwicklung des Stadtgrüns meistern. Sichtbar wird dies in den Plänen von Peter Joseph Lenné im 19. Jahrhundert oder im Dauerwaldvertrag von 1915, der im Landeswaldgesetz von Berlin fortlebt. Das Finden einer Balance zwischen Wachstum, ausgelöst durch die Industrialisierung damals oder dem Boom der Wissens-Ökonomie heute, und Erhalt und Stärkung des Stadtgrüns ist also nicht neu. Mit dem Beschluss der Charta für das Berliner Stadtgrün des Berliner Senats im Juni 2020 – 150 Jahre nach Beginn der kommunalen Gartenbauverwaltung – hat die Berliner Politik und Verwaltung gemeinsam mit der Stadtgesellschaft eine zeitgemäße Antwort auf die bestehenden Herausforderungen einer modernen, wachsenden Metropole auf den Weg gebracht. Die Charta für das Berliner Stadtgrün ist eine langfristige Strategie und politische Selbstverpflichtung zugleich. Die darin formulierten neun Leitlinien werden integraler Bestandteil der Stadtentwicklung. Mit dem dazugehörigen Handlungsprogramm Berliner Stadtgrün 2030 wird zugleich eine Vielzahl konkreter Maßnahmen vereinbart, die in den nächsten Jahren umzusetzen sind. Zu den geplanten Vorhaben gehören unter anderem innovative Pilotprojekte sowie die gezielte finanzielle und personelle Förderung des Stadtgrüns. Wenn Berlin heute als grüne Metropole Anerkennung findet, ist das der Verdienst einer gelungenen Übernahme von Verantwortung und Engagement für das Stadtgrün: einer kommunalen politischen Verantwortung, aber auch einer bürgerschaftlichen. Dies belegt die wechselvolle 150-jährige Geschichte der kommunalen Grünflächenverwaltung. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nimmt sich dieses Jubiläum zum Anlass, um denen zu danken, die sich in unterschiedlichsten Verantwortlichkeiten für das Berliner Stadtgrün einsetzten: es planen, pflegen und weiterentwickeln und so gemeinsam daran arbeiten, Berlin lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten. Denn Stadtgrün war und ist ein wichtiger Identifikationsort der Stadt: an grünen Orten finden wir uns wieder, werden aktiv, gestalten mit, finden Freiräume und Möglichkeiten, begegnen Menschen, fühlen uns zu Hause. Die grüne Infrastruktur trägt maßgeblich dazu bei, dass Berlin lebenswert ist und auch für die Zukunft bleibt. Mit Blick auf die Geschichte, aber noch vielmehr mit Blick nach vorne, hat Georg Media das 150-jährige Jubiläum der Berliner Grünverwaltung zum Anlass genommen in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eine Sonderausgabe der Zeitschrift „topos“ zu publizieren. „Berlin macht Grün“ gibt nicht nur einen Einblick in die wechselvolle 150-jährige Geschichte der kommunalen Gartenbauverwaltung Berlins und in vergangene und gegenwärtige Herausforderungen der Stadtentwicklung, sondern greift mit Blick in die Zukunft Themen rund um Klimawandel, Governance und Gesellschaft auf. Die Festschrift zum Jubiläum: topos. Special „Berlin macht Grün“ Pressemitteilung vom 30.06.2020: Das Erbe des Berliner Stadtgrüns bewahren und weiterentwickeln „Dass Berlin sich mit einem Grünanteil von 40 Prozent zu den grünsten Städten Europas zählen kann, ist nicht selbstverständlich. Dazu gehören Weitblick und Persönlichkeiten, die sich dafür einsetzten und -setzen, das vorhandene Grün zu bewahren und neues zu schaffen. Gustav Meyer, ehemaliger königlicher Hofgärtner und Schüler von Peter Joseph Lenné war nicht der Erste, der sich dieser Aufgabe annahm. Aber er war der Erste, der dies offiziell im Auftrag der Stadt tat und diese Aufgabe somit zum Amt machte. Am 1. Juli 1870, also genau vor 150 Jahren, legte er als erster Städtischer Gartendirektor Berlins den Grundstein dafür, dass die Berliner heute nicht nur grau, sondern so viel Grün sehen, wenn sie in ihrer Stadt unterwegs sind oder aus ihren Fenstern schauen. Seither stellen sich die unterschiedlichen Vertreter und Vertreterinnen der Grünverwaltung den über die Jahrzehnte wechselnden Herausforderungen, die sich auf die städtischen Freiräume auswirken. Von der Entstehung Groß-Berlins, der Beseitigung der Kriegsschäden, der Teilung der Stadt und ihrer Verwaltung bis hin zu knappen Kassen – jede Zeit brachte ihre Besonderheiten, die ebenso besonderer Lösungen bedurften. Heute ist es vor allem die wieder wachsende Stadt, aber auch die Veränderung unserer Gesellschaft und der Wandel des Klimas, die neue Ideen und den vollen Einsatz für das Grün fordern. Wie dies weiterhin gelingen kann, zeigen die Beteiligten in diesem Heft – mit Blick auf die Geschichte, aber noch vielmehr mit Blick nach vorne. Berlin macht Grün – um grün zu bleiben, und das hoffentlich noch weit länger als weitere 150 Jahre.“ Autor*innen und Interviewpartner*innen: Regine Günther, Renate Künast, Uwe Rada, Harald Bodenschatz, Elisabeth Merk, Mazda Adli, Frank Eckardt, Norbert Kühn, Ingo Kowarik, Sören Schöbel, Constanze Petrow, Robert Kaltenbrunner, Carlo Becker, Leonard Grosch u.v.m. Erscheinungstermin: 1. Juli 2020 Umfang: 96 Seiten Hrsg.: topos in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin Charta für das Berliner Stadtgrün Geschichte des Berliner Stadtgrüns und der Berliner Gartenbauverwaltung

Das Umweltbundesamt in Bad Elster

Die Dienststelle des Umweltbundesamtes im sächsichen Bad Elster beherbergt einen Großteil der Abteilung II 3 „Trink- und Badebeckenwasserhygiene“. Das Faltblatt enthält Infos zur Arbeit der Abteilung, zur Geschichte des Standortes und zur öffentlichen Fachbibliothek Umwelt. Veröffentlicht in Flyer und Faltblätter.

Das Umweltbundesamt in Bad Elster

Die Dienststelle des Umweltbundesamtes im sächsichen Bad Elster beherbergt einen Großteil der Abteilung II 3 „Trink- und Badebeckenwasserhygiene“. Das Faltblatt enthält Infos zur Arbeit der Abteilung, zur Geschichte des Standortes und zur öffentlichen Fachbibliothek Umwelt.

Gesucht und gefunden: Sachsen-Anhalts älteste

Wir machen Energiegewinner. Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH Olvenstedter Straße 4 I 39108 Magdeburg I www.lena.sachsen-anhalt.de Pressekontakt: Anja Hochmuth I hochmuth@lena-lsa.de I Tel.: 0391-567-2045 PRESSEMITTEILUNG Magdeburg, 12. Februar 2020 Gesucht und gefunden: Sachsen-Anhalts älteste Kühlschränke sind 63 Jahre alt! Gemeinsam mit ihren Partnern war die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt auf der Suche nach den ältesten, noch betriebenen Kühl- und Gefriergeräten des Landes. Über 1.000 Haushalte aus ganz Sachsen-Anhalt haben sich an der Aktion „Jetzt eiskalt tauschen“ beteiligt. Nun stehen die Gewinner fest. Den ersten Platz in der Kategorie „Kühlschrank ohne Gefrierfach“ teilen sich Familie Schröter aus der Gemeinde Osternienburger Land OT Rosefeld und Familie Tänzer aus Jessen. Beide Kühlschränke wurden im Jahr 1957 hergestellt. Die „alten Schätzchen“ werden von den Familien heute zur Getränkekühlung genutzt. Der älteste Kühlschrank mit Gefrierfach steht bei Familie Hauptvogel in Hecklingen, OT Schneidlingen. Das Gerät aus dem Jahr 1961 „ist noch jungfräulich, nie war eine Reparatur nötig“, betont die Familie mit einem Augenzwinkern. Gut hundert Kilometer weiter östlich, in der Lutherstadt Wittenberg, ist die älteste Kühlgefrierkombination zu finden. Diese stammt nachweislich aus den 70er Jahren und wurde innerhalb der Familie Ellermann über mehrere Generationen weitergegeben. Das Gerät war mit Abstand das älteste aller eingereichten Kühlgefrierkombinationen. Der älteste Gefrierschrank kommt hingegen aus Halle (Saale) und ist 44 Jahre alt. Aus dem Spreewald hat Familie Hennig ihn damals in die Saalestadt gebracht. Auch die ältesten eingereichten Gefriertruhen haben ihre Ursprünge in den 70er Jahren. Die nachweislich älteste ist seit 1974 bei Familie Pape in Staßfurt OT Förderstedt in Betrieb. Angeschafft wurde die Gefriertruhe einst anlässlich der Jugendweihe ihres Sohnes. Preisträger werden auf LANDES-BAU-AUSSTELLUNG am 29. Februar gewürdigt Alle genannten Preisträger dürfen sich über ein neues, hoch energieeffizientes Kühlgerät freuen. Die offizielle Preisverleihung mit allen Preisträgern findet im Rahmen der diesjährigen LANDES-BAU-AUSSTELLUNG Sachsen-Anhalt (LBA) in Magdeburg am 29. Februar 2020 ab 13.30 Uhr mit Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert am Messestand der LENA statt. Wir machen Energiegewinner. Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH Olvenstedter Straße 4 I 39108 Magdeburg I www.lena.sachsen-anhalt.de Pressekontakt: Anja Hochmuth I hochmuth@lena-lsa.de I Tel.: 0391-567-2045 Teilnehmerzahl und Gerätealter verdeutlichen Handlungsbedarf Nicht nur die überwältigende Resonanz auf die Gerätetauschkampagne, sondern auch das in großen Teilen hohe Alter der Geräte ist überraschend. Das Durchschnittsalter aller eingereichten Kühl- und Gefriergeräte liegt bei ca. 30 Jahren. Fast 300 Geräte stammen sogar noch aus der Zeit vor dem Mauerfall1989. Diese Zahlen zeigen, dass in Sachsen-Anhalts Haushalten noch viele Altgeräte in Betrieb sind. Da Kühl- und Gefrierschränke zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören, kann mit dem Austausch eines alten Geräts gegen ein neues der Effizienzklasse A+++ auf Dauer viel Energie eingespart werden. Durch die Einsparungen hat sich die Anschaffung eines neuen Geräts bereits innerhalb weniger Jahre amortisiert. „Die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kampagne sollte daher über einen Austausch gegen ein Neugerät nachdenken“, rät LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein. Um den tatsächlichen Einspareffekt durch den Gerätetausch zu ermitteln, werden an den „Siegergeräten“ derzeit in den jeweiligen Haushalten Messungen des Stromverbrauchs durchgeführt. „Das gesamte Team der LENA bedankt sich ganz herzlich für die rege Teilnahme, die vielen spannenden, lustigen und teils auch emotionalen Geschichten sowie die zahlreichen netten Kontakte. Zudem möchten wir uns ganz besonders bei unseren Partnern der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK), der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt und dem Verband kommunaler Unternehmen Sachsen-Anhalt (VKU) bedanken. Die gemeinsame Bewerbung war sicher Grund für die großartige Resonanz.“, so Mühlstein.

Semantischer Netzwerk Service - SNS (Semantic Network Service)

Der Semantische Netzwerk Service (SNS) des Umweltbundesamtes bietet Dienste zur Unterstützung bei allen Fragen der Umwelt-Terminologie einschließlich der dort gebräuchlichen geographischen Namen. SNS beinhaltet ein zweisprachiges (deutsch/englisch) semantisches Netz, das aus drei Komponenten besteht: * dem Umweltthesaurus UMTHES® * dem Geo-Thesaurus-Umwelt (Deutsche Geonamen) * der Umweltchronologie (Ereignisse)

Sedimentkerne als Gedächtnis von Umweltänderungen

Karsten Schwanke, den meisten bekannt als ARD-Wetterexperte, hatte sich mit seinem Produktionsteam den Bodensee als spannendes Thema für seine Reihe „Schwanke meets Science“ ausgesucht. In fünf jeweils 15-minütigen Beiträgen werden die aktuellen Umweltthemen am Bodensee beleuchtet. Darunter das Projekt „Seewandel“ der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee mit der Ausbreitung der Quagga-Muschel, dem Massenaufkommen von Stichlingen, die zurückgehenden Erträge der Bodenseefischerei. Außerdem stehen Umweltbildung und das Thema Mikroplastik auf dem Plan. Bild zeigt: Im Interview wurden viele Themen rund um die aktuelle Forschung und die Umweltveränderungen am Bodensee erläutert. Bildnachweis: ISF Am Institut für Seenforschung der LUBW stand das Thema „Sedimentkerne als Gedächtnis von Umweltänderungen“ im Vordergrund. Auf dem Forschungsschiff Kormoran wurden innerhalb von zweieinhalb Stunden ein Sedimentkern entnommen und geöffnet und im anschließenden Interview ein weiter Bogen gespannt: Von der Entstehung des Bodensees ging es zu hydrologische Änderungen im Einzugsgebiet seit dem Mittelalter, von dort zur Nährstoffproblematik des vergangenen Jahrhunderts, dem Einschleppen von Neozoen (die Quagga-Muschel) und den Folgen für die Trinkwasserentnahme bis hin zum Klimawandel und den Folgen für die Sauerstoffkonzentrationen im bodennahen Wasserkörper. Bild zeigt: Mit einem genauen Blick auf die Ablagerungen am Seeboden lässt sich die Umweltgeschichte eines Sees und seiner Umgebung sehr gut nachvollziehen. Bildnachweis: ISF Gezeigt werden konnte auch die Verknüpfung der Sedimentkerne mit wichtigen Ergebnissen und Methoden der Umweltforschung an der LUBW wie dem Tiefenschärfe-Projekt zur Vermessung des Bodensees oder der aktuellen Anwendung von „environmental DNA“ zur Rekonstruktion vergangener Lebensgemeinschaften im Bodensee. Ein Blick in die ganz ferne Zukunft warf die Frage auf was denn passiert, wenn der Bodensee in den nächsten ca. 40.000 Jahren verlandet und wie sich das Gefälle des Alpenrheins zwischen Bregenz und Konstanz entwickeln wird. Vermutlich im nebligen Herbst werden die Sendungen im Themenkanal ARD Alpha ausgestrahlt und lassen den Zuschauer dann auf einen sonnigen 1. Juni zurückblicken. Mehr zum Thema:

Geschichte trifft Gegenwart: Neuer Eingangsbereich für den Mauerpark

Der südliche Eingangsbereich des Mauerparks an der Bernauer Straße wurde im Rahmen des zweiten Bauabschnitts der im Sommer 2020 eröffneten Erweiterung des Parks umgestaltet. Ab Montag, 9. November 2020, 12:00 Uhr, erwartet die Besucher*innen damit ein neuer Vorplatz, ein Treffpunkt und zugleich ein Ort des Gedenkens. Überreste der ehemaligen Grenzanlagen zwischen Ost- und Westberlin sind dort nun in einer Open-Air-Ausstellung zu sehen. Eine Fahrzeugsperre, welche die Flucht per Auto oder LKW aus der DDR verhindern sollte, sowie der Eingang zu einem Fluchttunnel wurden im Rahmen von Bauarbeiten der Berliner Wasserbetriebe Anfang 2018 am Eingang des Mauerparks an der Eberswalder Straße entdeckt. Gemeinsam mit der Stiftung Berliner Mauer wurde in Anknüpfung an die Gedenkstätte Berliner Mauer eine Ausstellung der Funde auf dem neu entstandenen Vorplatz zwischen Schwedter Straße und dem Eingang des Mauerseglers konzipiert und von der Grün Berlin Stiftung für das Land Berlin realisiert. Die Open-Air-Ausstellung ist rund um die Uhr kostenfrei zugänglich. Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Der Mauerpark ist ein beliebter und attraktiver Treffpunkt im vielfältigen, bunten Berlin von heute, aber er steht durch seine Lage im ehemaligen Grenzgebiet auch für die Geschichte und die Geschichten aus der Zeit der geteilten Stadt. Mit der Präsentation von Relikten aus jener Vergangenheit wird dieser spannende Ort nun noch ein Stück greifbarer und verständlicher gemacht.“ Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung : „Der neue Vorplatz schafft es, den Mauerpark städtebaulich noch besser in sein Umfeld zu integrieren und verhilft ihm an seinem südlichen Eingang zu mehr Freiraum – er wird so offener und einladender. In Verbindung mit der Ausstellung entsteht so ein Entrée, in dem sich die Geschichte Berlins und seine Gegenwart begegnen.“ Das neu gestaltete historische Fenster, nun ein Teil des Gesamtkomplexes rund um die Gedenkstätte Berliner Mauer, zeigt die Fundamente der sogenannten Fahrzeugsperre als Teil der DDR-Grenzsicherungsanlage in einer Einfassung aus Cortenstahl, angelehnt an die Gestaltung der Gedenkstätte. Informationstafeln mit Bildern und Fakten zur Geschichte des Ortes und der Ausstellungsstücke ergänzen das Ensemble. Auf der anderen Mauer-Seite sehen die Besucher*innen den Eingang des ehemaligen Weinstein-Tunnels, dieser ist nach dem West-Berliner Gerd Weinstein benannt. Weinstein und seine Helfer hatten im Jahr 1963 in einem ehemaligen Bahnschuppen begonnen zu graben, um Angehörige in den Westen zu holen. Der Tunnel wurde allerdings nie fertiggestellt, da die DDR-Staatssicherheit das Vorhaben entdeckte und der Eingang mit Beton verschlossen wurde. Nun ist sowohl der Tunneleingang als auch das Fundament des Bahnschuppens im Rahmen der Open-Air-Ausstellung auf dem neuen Vorplatz des Mauerparks nachgezeichnet worden. Vollrad Kuhn, Stadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste im Bezirksamt Pankow : „Wir freuen uns sehr, dass mit dem historischen Fenster am Mauerpark nun hier in Pankow ein besonderer Ort der Erinnerung entstanden ist, der allen Besucher*innen einen detaillierten Einblick in die Berliner Stadtgeschichte, insbesondere zu Zeiten der Teilung, offenbart. Zudem gewinnt der Mauerpark mit dem neuen Eingangsbereich zusätzlich an Aufenthaltsqualität, was besonders den Anwohner*innen hier im Bezirk zugutekommt.“ Für die Ausstellung wurden die ursprünglichen Planungen für den Vorplatz gemeinsam mit dem Entwurfsverfasser Professor Gustav Lange noch einmal überarbeitet. Eine Fläche von rund 1000 m² hinter der Treppenanlage wird zum Schutz des neugesäten Rasens und zur Pflanzung von weiteren Bäumen voraussichtlich noch bis Ende November abgesperrt bleiben. Das Projekt „Mauerpark Erweiterung“, zu dem auch der neue Vorplatz zählt, wurde im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundesmitteln und Mitteln des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, gefördert und durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz kofinanziert. Weitere Informationen finden Sie auf www.gruen-berlin.de .

Senatorin Regine Günther eröffnet die sanierten Yorckbrücken

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, hat heute die denkmalgerecht sanierten Yorckbrücken 10, 11, 14 und 17 und die neu gebaute Yorckpromenade für die Öffentlichkeit freigegeben. Damit stehen erstmals vier Brücken für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zur Verfügung, die zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Flaschenhalspark eine barrierefreie Verbindung über die Yorckstraße bieten. Die Brücken 10 und 11 sind außerdem Teil des touristisch bedeutsamen Radfernwegs Berlin-Leipzig, der durch die beiden Parks verläuft. Dabei gilt, dass Fußgänger*innen im Park einschließlich der Brücken stets Vorrang haben. Mit der neuen Brückenverbindung entsteht eine durchgängige Verbindung durch Grünflächen, die vom Tiergarten bis zum Schöneberger Südgelände reicht. In die Sanierung der Brücken sind Fördermittel der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie Landesmittel geflossen. Die GRW-Mittel stellten die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Bund zur Verfügung. Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz : „Ein großartiges Projekt kommt heute zum positiven Abschluss. Vier Eisenbahnbrücken aus dem 19. Jahrhundert werden jetzt für Spaziergänger*innen und Radfahrende freigegeben. Die vier Yorckbrücken machen Berlin wieder ein Stück fußgänger- und radfreundlicher. Von Tiergarten bis Südgelände haben wir eine attraktive grüne Wegeverbindung für den Rad- und Fußverkehr geschaffen. Das macht unsere Stadt lebenswerter.“ Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung , die die Projektsteuerung und die Bauherrenfunktion im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz übernommen hatte: „Die Yorckbrücken kennt jeder (West-)Berliner. Für die einen waren sie wegen ihres desolaten Zustands ein Schandfleck, für die anderen ein außergewöhnliches technisches Denkmal. Die Brücken sind stadtbildprägend und erzählen viel über die Geschichte Berlins. Heute schlagen wir ein neues Kapitel auf: vier ehemalige Eisenbahnbrücken schließen die Lücke zwischen dem Park am Gleisdreieck und dem Flaschenhalspark und ermöglichen ungewöhnliche Aussichten auf die Stadt.“ Die Brücken waren bereits Bestandteil des Siegerentwurfs zum Wettbewerb für den Park am Gleisdreieck aus den Jahren 2005/2006. Der Entwurf stammte vom Atelier Loidl und wird nun mit der Fertigstellung der Yorckpromenade und der Nutzbarkeit der vier Brücken vollendet. Christiane Heiß, Stadträtin für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Tempelhof-Schöneberg : „Ich freue mich außerordentlich, dass mit der Eröffnung der Yorckbrücken 10, 11, 14 und 17 sowie der Yorckpromenade den Menschen nun endgültig eine sichere Geh- und Radwegeverbindung eröffnet wird. Diese grüne Wegeverbindung von Schöneberg nach Mitte ist ein beliebter und zentraler Baustein für die Verkehrswende in Berlin.” Gregor Gossing, Produktionsdurchführung Berlin DB Netz AG : „Die bis zu 150 Jahre alten Yorckbrücken sind ein bedeutender Teil der Eisenbahngeschichte Berlins. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Stilllegung der Bahnhöfe als Folge der deutschen Teilung verloren viele ihre Funktion. Im wiedervereinigten Berlin rückten sie wieder in den Fokus. Heute gewinnen die vier sanierten Brücken 10, 11, 14 und 17, die zwei Parkanlagen verknüpfen, als eine der längsten Verkehrsverbindungen abseits der großen Straßen Berlins eine neue Bedeutung. Eine der ältesten Brücken, die so genannte Yorckbrücke Nr. 15, wurde als Denkmal mit dem historischen Schienenaufbau saniert und erinnert damit an die Geschichte der Eisenbahn. Wir freuen uns über diese Transformation und zeitgemäße Integration von Eisenbahn-Infrastrukturen in die Grünanlagen und das große Interesse der Öffentlichkeit.“ Die Yorckbrücken verbinden nicht nur die beiden angrenzenden Parkanlagen. Sie sind ein zentrales Element des so genannten Nord-Süd-Grünzugs – einem Kernelement des Berliner Freiraumkonzepts –, das die dicht bebaute Innenstadt mit den Außenräumen verknüpft. Über den Nord-Süd-Grünzug werden das Regierungsviertel, der Potsdamer Platz, der Park am Gleisdreieck und der Flaschenhalspark mit den weiter südlich gelegenen Grünanlagen Natur-Park Schöneberger Südgelände und Hans-Baluschek-Park verbunden. Damit wird gleichzeitig eine Vernetzung mit der Schöneberger Schleife erreicht. Für die durchgehende Wegeverbindung hatten sich die Bürgerinitiative Südtangente und die AG Gleisdreieck eingesetzt. Der überregionale Fernradweg Berlin – Leipzig ist Bestandteil des Nord-Süd-Grünzugs. Er verläuft im Park am Gleisdreieck über die Brücken 10 und 11 und wird im Flaschenhalspark und den südlich gelegenen Grünanlagen fortgeführt. Die Eröffnung der Yorckbrücken stellt deshalb eine große Verbesserung für einen durchgängigen Radweg dar. Zu beachten ist jedoch, dass in öffentlichen Grünanlagen der Fußverkehr immer Vorrang hat. Die Sanierung der Yorckbrücken stellte ein hochkomplexes Bauvorhaben mit vielen Beteiligten, Straßensperrungen, Schwerlast-Transporten und anspruchsvollen technischen Arbeiten dar. Im Januar 2016 wurden vier Brückenüberbauten (11, 14, 15 und 17) ausgehoben und zwischengelagert. Damit immer eine Brücke für den Fuß- und Radverkehr zur Verfügung stand, verblieb Brücke 10 zunächst an Ort und Stelle. Von November bis Dezember 2018 wurden die Brücken 11, 14, 15 und 17 in das ausführende Werk der Firma Heckmann GmbH & Co. KG in Hohenschönhausen transportiert. Dort wurden die zuvor zerlegten Brücken gründlich gereinigt, entrostet, wieder zusammengebaut und mit einem neuen Korrosionsschutz versehen. Der historischen Bauweise entsprechend wurden die Nietverbindungen weitestgehend erhalten. Dabei kam das so genannte „Warmnieten“ zum Einsatz. Maßgeschneiderte Nieten von mehr als 20 mm Durchmesser werden in rotglühendem Zustand durch das Nietloch gesteckt und festgeschlagen. Die nachfolgende Abkühlung lässt den Niet schrumpfen, wodurch die Stahlplatten zusammengepresst werden. Der Einbau der sanierten Brücken erfolgte von Mai bis Ende Oktober 2019. Für die neue Nutzung als verkehrssichere Fuß- und Radwegeverbindung war es erforderlich, Gehbahnen und Brüstungen vor Ort einzubauen. Anschließend wurde die Verknüpfung mit dem Wegenetz der Parkanlagen durch den Bau der Yorckpromenade auf beiden Seiten der Brücken erreicht. Diese Arbeiten wurden Ende Juni 2020 abgeschlossen. Nach erfolgter Sanierung sind die Brücken 30 Meter lang. Die nutzbare Wegebreite der Brücken 11, 14 und 17 beträgt 3,33 Meter, die nutzbare Wegebreite der Brücke 10 beträgt 3,46 Meter. Die Farbgebung erfolgte gemäß der Farbbefunduntersuchung in Anlehnung an das historische Vorbild. Vier der fünf sanierten Brücken (10, 11, 14 und 17) stehen ab Juli 2020 als Fuß- und Radwegeverbindung zur Verfügung. Brücke 15 wurde als historische Brücke saniert, wird aber als „Denkmalbrücke“ nicht zugänglich sein. Diese Brücke wurde von der DB Netz AG im Auftrag des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg geplant, saniert und finanziert. Für die Yorckbrücken 10, 11, 14 und 17 übernahm die Grün Berlin Stiftung im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Bauherrenfunktion und die Projektsteuerung. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz war an dem Projekt intensiv beteiligt, u.a. durch Verhandlungen, die Akquise von GRW-Mitteln und die Planung des Abschnitts des Radfernwegs Berlin-Leipzig. Daran haben die Abteilungen Klimaschutz, Naturschutz und Stadtgrün, die Tiefbauabteilung sowie Radverkehrsplaner mitgewirkt. Die Brücken 10 und 11 sind Bestandteil des überregional und touristisch bedeutsamen Fernradwegs Berlin-Leipzig. Die Sanierungskosten betragen 2.709.900 € ausFördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) und 301.100 € aus Landesmitteln (Radfernweg). Die GRW-Mittel stellten die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Bund zur Verfügung. Die Kosten für die Sanierung der Brücken 14 und 17 in Höhe von 2.797.000 € übernahm das Land Berlin. Die Brücke 15 wurde im gleichen Zeitraum mit einer Förderung durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg saniert. Die im Besitz der DB Netz AG verbleibenden Widerlagerstützwände im Bereich der Yorckbrücken 10-18 wurden zeitgleich mit der Sanierung der Brücken im Auftrag und auf Kosten der DB Netz AG saniert. Die sanierte Brücke Nr. 15 sowie die Stützwände der Yorckbrücken verbleiben in der Unterhaltung der DB Netz AG. Die sanierten Brücken Nr. 10, 11, 14 und 17 gehen in die Unterhaltung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz über. Die Pendelstützen der Brücken gehen in die Unterhaltung des Bezirks Tempelhof-Schöneberg über.

100 Jahre Seenforschung – Die Geschichte im Kern

Das Institut für Seenforschung (ISF) der LUBW begeht dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Seit 1920 wird der Zustand der Seen in Baden-Württemberg erforscht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, die rund 4500 Seen zu schützen und ihre wertvollen Funktionen zu erhalten. Um das Ökosystem See besser verstehen zu können, arbeiten Fachleute aus mehreren Arbeitsgebieten zusammen und bewerten den Zustand der Seen in Baden-Württemberg: Wie entwickeln sie sich, gibt es neue Probleme? Erholen sie sich von übermäßigen Schadstoffeinträgen? Ein Fachgebiet, das mehrere Themen vereint und in die Geschichte des Gewässers schaut, ist die Sedimentologie. Geschichte in Schichten Die Geschichte des ISF zählt bereits 100 Jahre, die des Sediments jedoch noch viel mehr. Jahr für Jahr lagern sich Schwebstoffe aus Zuflüssen und Reste von Organismen am Seegrund ab und bilden den Sedimentkörper. Im Bodensee sind seit der Gründung des ISF ca. 30 - 40 cm Sediment in der Seemitte hinzugekommen. Vergleichbar mit Jahresringen eines Baumes oder Eiskernen, können Sedimente Aufschluss über viele unterschiedliche Einflüsse und Extremereignisse in der Geschichte eines Sees geben. Die Sedimentschichten erzählen auch von der Erfolgsgeschichte des ISF. In der Regel wird mit einem „Fall-Lot“ ein Sedimentkern aus dem Seeboden entnommen und anschließend im Labor längsseits geteilt. So können die Ablagerungen auf vielerlei Weise beprobt werden. Schadstoffe und Schwermetalleinträge sind hier wie in einem Archiv dokumentiert. Wie der See auf erhöhte Nährstoffeinträge reagiert, lässt sich zum Beispiel mit Algenzählungen untersuchen. Wie hat sich das Vorkommen bestimmter Algen entwickelt? Welche Rückschlüsse lässt das auf den Nährstoffgehalt des Sees zu?  Bestimmte Algenarten nahmen in den 1940 und 1950er Jahren zu, da der Bodensee wie viele Gewässer durch die Verwendung phosphathaltiger Waschmittel und Düngung in der Landwirtschaft überdüngt wurde. Die damals gebildeten dunklen Schichten zeugen davon. In den 1960er Jahren wurde damit begonnen Kanalisation und Kläranlagen auszubauen, um die Nährstoffzufuhr in den See zu senken. Es dauerte aber bis in die 1990er Jahre bis die Nährstoffkonzentrationen sanken. Die heute abgelagerten hellen Sedimentschichten bezeugen die langanhaltende Erholung des Bodensees. Auch einzelne historische Ereignisse sind erkennbar: Die Aktivität von radioaktivem Cäsium zeigt beispielsweise das Ende der atmosphärischen Kernwaffentests oder die Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl im Jahr 1986. Durch die zunehmende Industrialisierung in den 1950er und 1960er Jahren gelangten auch viele Schwermetalle wie Zink und Blei oder organische Spurenstoffe in den See. Wie bei den Nährstoffen gibt es bei den meisten chemischen Stoffen aber Entwarnung: Die Einträge der meisten Stoffe sind stark reduziert worden oder sogar nahe des natürlichen Hintergrundwertes. Nicht zuletzt, weil das ISF den Zustand des Bodensees seit 100 Jahren untersucht und intensiv überwacht und durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der Fachbereiche Hydrophysik und Sedimentologie, Hydrochemie und Hydrobiologie, ist der Bodensee nah an seinem natürlichen Zustand. In der Zukunft werden die Seen, Flüsse und das Grundwasser immer wieder mit neuen problematischen Stoffen wie Mikroplastik, neu eingeschleppten Arten oder globalen Umweltproblemen wie dem Klimawandel konfrontiert. Auch in Zukunft gilt es diese neuen Bedrohungen zu untersuchen, zu verstehen und die Folgen zu bewerten, um so die Seen in Baden-Württemberg für Mensch und Natur zu erhalten. Bild zeigt: Einzelne Hochwasserlagen in einem Sedimentkern (Markierungen auf dem Foto) können benutzt werden, um die Ablagerungen am Seeboden genau zu datieren. So kann die Umweltgeschichte des Bodensees sehr genau rekonstruiert werden. Bildnachweis: Martin Wessels / ISF Mehr zum Thema: Bildnachweis Titelbild: Wessels / ISF

Schülerexpedition mit dem LUBW-Forschungsschiff

Seit einigen Jahren schon führt das Segelschiff ALDEBARAN im Auftrag der Baden-Württemberg Stiftung mikro makro mint Schülerexpeditionen auf dem Bodensee durch. Mit diesen Exkursionen sollen die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) gefördert werden. Höhepunkt des zweiwöchigen Expeditionszeitraumes mit insgesamt 19 Schülergruppen, ist die gemeinsame Ausfahrt der Schiffe ALDEBARAN und des LUBW-Forschungsschiffs Kormoran. Seenforschung vor Ort beobachten Hier bekommen die Schülergruppen Gelegenheit „echten“ Forscherinnen und Forschern über die Schulter zu schauen und können erfahren, vor welchen Herausforderungen der See heute steht. Auch in diesem Jahr beeindruckten die Schülerinnen und Schüler mit interessanten Fragen zum Alltag der Seenforscherinnen und Seenforscher. Schülerteams forschen mit Schülerteams aus Ellwangen, Offenburg und Göppingen bearbeiteten topaktuelle Themen. Dazu gehörten Themen wie Mikroplastik in Gewässern, der Einsatz einer ferngesteuerten Unterwasserkamera zur Untersuchung von Methanaustritten aus dem Seeboden und die Konstruktion eines „Search & Rescue Vehicles“. Das Mikroplastik-Team konnte zum Abschluss des für alle sehr spannenden Tages mit reicher Beute nach Hause gehen: Zwei Sedimentproben aus 100 und 180 m Wassertiefe können nun analysiert werden, ob auch hier Mikroplastik zu finden ist. Martin Wessels (LUBW) und LUBW-Schiffsführer Andreas Schießl entnehmen einen Sedimentkern. Die Schülerteams lernen daraus etwas über die Umweltgeschichte des Bodensees. Dieses Schülerteam entnehmen Sedimentproben, um diese  auf Mikroplastik zu untersuchen. LUBW/ISF-Forschungsschiff “Kormoran“ auf dem Bodensee: (Bildnachweise: LUBW/ISF) Mehr zum Thema:

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