s/umweltpolitk/Umweltpolitik/gi
In diesem Forschungsprojekt geht es um die 'Steuerung und Selbststeuerung in staatsnahen Sektoren' (siehe dazu aus soziologischer Sicht Mayntz/Scharpf, Gesellschaftliche Selbstregelung und politische Steuerung, 1995), wozu in besonderer Weise auch der Umweltschutz zaehlt. Am Institut fuer Technik- und Umweltrecht wird vor diesem Hintergrund an einer rechtsvergleichenden Untersuchung gearbeitet, die sich mit dem Verhaeltnis von Ordnungsrecht und marktwirtschaftlichen Lenkungsinstrumenten im Umweltrecht der USA beschaeftigt. Dabei geht es speziell um den Einsatz handelbarer Umweltlizenzen als Instrument der Umweltpolitik. In der Bundesrepublik Deutschland und in Europa werden handelbare Umweltlizenzen als Instrument der Umweltpolitik bislang nicht eingesetzt.
Die Luft, die wir atmen, hat direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Um Transparenz über die Luftqualität im Stadtgebiet zu schaffen und gezielte Maßnahmen zur Luftreinhaltung zu unterstützen, hat Berlin eine digitale Luftkarte entwickelt. Diese Karte bietet eine aktuelle und detaillierte Übersicht zur Belastung mit verschiedenen Luftschadstoffen und zeigt auf, wo in der Stadt die Luft besonders rein oder besonders belastet ist. Die Karte basiert auf einem Rastermodell mit 50 m × 50 m großen Zellen . Für jede dieser kleinen Flächen wird die Luftbelastung berechnet und dargestellt. Grundlage hierfür sind die Jahresmittelwerte aus dem Jahr 2024 für drei zentrale Schadstoffe: Stickstoffdioxid (NO₂) Feinstaub PM₁₀ (Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser bis 10 Mikrometer) Feinstaub PM₂,₅ (besonders kleine Partikel bis 2,5 Mikrometer) Die Einstufung der Luftqualität erfolgt anhand von fünf Belastungskategorien , die von „sehr niedriger“ bis „hoher“ Schadstoffbelastung reichen. Entscheidend für diese Einordnung sind nicht willkürliche Werte, sondern die aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation . Zusätzlich fließen sogenannte Zwischenziele mit ein – sie markieren Etappen auf dem Weg zu einer Luftqualität, die laut wissenschaftlichem Konsens keine gesundheitlichen Risiken mehr darstellt. Ein Blick auf die Karte zeigt: Die Luftqualität in Berlin ist räumlich sehr unterschiedlich verteilt – und sie betrifft Menschen nicht gleichmäßig. Besonders auffällig ist das Missverhältnis zwischen Flächenanteil und Bevölkerungsverteilung: 48 % der Stadtfläche weisen niedrige Belastungen auf. Das klingt zunächst positiv – doch diese Flächen sind größtenteils unbewohnt oder dünn besiedelt. Nur 15 % der Berliner Bevölkerung lebt dort. Typische Beispiele sind großflächige Naturräume wie der Müggelsee oder der Grunewald , in denen die Luft naturgemäß deutlich besser ist als im urbanen Kerngebiet. Die Mehrheit der Berliner*innen – etwa 74 % – lebt in Gebieten mit „mäßiger“ Luftqualität . Diese Flächen machen nur 46 % der Stadt aus, was zeigt: In vielen dieser Bereiche leben besonders viele Menschen auf vergleichsweise engem Raum. Oft handelt es sich um wohngeprägte Stadtteile in der Nähe stark befahrener Straßen , wo die Luft durch Verkehr belastet ist, aber noch keine extremen Werte erreicht. 6 % der Stadtfläche haben eine erhöhte Luftschadstoffbelastung – das betrifft allerdings 11 % der Bevölkerung . Diese Gebiete befinden sich vor allem entlang großer Hauptverkehrsstraßen, an Verkehrsknotenpunkten oder in dichten innerstädtischen Quartieren mit viel Verkehr und wenig Durchlüftung. Sehr niedrig belastete Bereiche oder Zonen mit vollständiger WHO-Konformität gibt es derzeit nicht in Berlin . Das bedeutet: Auch die besten Luftwerte im Stadtgebiet bleiben noch unter dem Idealwert, den die WHO als gesundheitsunschädlich einstuft. Besonders PM₂,₅ (Feinstaub mit Partikeldurchmesser unter 2,5 Mikrometer) stellt ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit dar. Feinstaub PM₂,₅ besteht aus Partikeln mit einem aerodynamischen Durchmesser von höchstens 2,5 Mikrometern. Diese Partikel können tief in die Lungenbläschen (Alveolen) eindringen, während ultrafeine Bestandteile sogar in die Blutbahn übertreten und im gesamten Körper verteilt werden können. Die gesundheitlichen Auswirkungen von PM₂,₅ sind gut dokumentiert und umfassen sowohl kurzfristige als auch langfristige Effekte. Kurzfristig kann eine hohe Belastung Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen sowie vermehrte Krankenhaus- und Notfalleinweisungen verursachen. Langfristige Belastungen führen zu Entzündungen und Zellstress und erhöhen das Risiko für Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis und Lungenkrebs, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose und Bluthochdruck sowie für Stoffwechselerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und neurologische Erkrankungen wie Demenz. Die Beweislage basiert auf Tierversuchen, human-experimentellen Studien und umfassenden epidemiologischen Untersuchungen. Internationale Institutionen wie die US-Umweltschutzbehörde (EPA) erkennen einen kausalen Zusammenhang zwischen PM₂,₅-Exposition und einer erhöhten Gesamtmortalität sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Die WHO stellte 2021 fest, dass ein Anstieg der PM₂,₅-Konzentration um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter Außenluft das allgemeine Sterblichkeitsrisiko um 8 Prozent erhöht. Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Todesfälle, Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs steigt deutlich. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit bestehenden Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein sicherer Schwellenwert, unterhalb dessen keine gesundheitlichen Auswirkungen auftreten, konnte bislang nicht ermittelt werden. Daher gilt jede Reduktion der PM₂,₅-Belastung als gesundheitlich vorteilhaft. Um die Belastung zu senken und langfristig WHO-Ziele zu erreichen, setzt Berlin auf ein Bündel an Maßnahmen. Diese betreffen unterschiedliche Lebensbereiche und Akteure – vom einzelnen Haushalt bis zur EU-Ebene. Verkehrspolitik : Umweltzonen sollen besonders belastete Fahrzeuge aus dem hoch verdichteten Innenstadtbereich fernhalten. Tempolimits auf innerstädtischen Hauptstraßen reduzieren sowohl Abgase als auch Aufwirbelungen von Feinstaub. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs soll Menschen dazu ermutigen, auf umweltfreundliche Alternativen zum Auto umzusteigen. Heiz- und Energiesysteme : Die Förderung emissionsarmer Heizungsanlagen und die Nutzung von Filtern in Feuerungsanlagen tragen zur Reduktion von Feinstaub bei. Auch der sachgemäße Betrieb von Holzöfen – mit trockenem Holz und richtiger Luftzufuhr – kann die Emissionen deutlich senken. Industrie & überregionale Quellen : Ein Teil der Schadstoffe stammt nicht aus Berlin selbst, sondern wird überregional eingetragen. Deshalb sind auch europaweite Maßnahmen zur Emissionsminderung erforderlich, etwa durch strengere Vorgaben für Industrieanlagen und den internationalen Verkehr. Die digitale Luftkarte ist weit mehr als nur eine Kartensammlung. Sie ist ein Werkzeug für Orientierung, Planung und Kommunikation : Für Bürgerinnen und Bürger macht sie sichtbar, wie sich die Luftqualität im direkten Wohnumfeld gestaltet – und kann damit ein größeres Bewusstsein für Umwelt- und Gesundheitsfragen fördern. Für Verwaltung und Politik liefert sie eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage, um gezielt dort anzusetzen, wo die Belastung besonders hoch ist oder wo viele Menschen betroffen sind. Auch bei der Bewertung von Maßnahmen – etwa einer neuen Busspur oder einer verkehrsberuhigten Zone – kann die Karte helfen, Veränderungen objektiv zu messen. Die Berliner Luftkarte ist ein zentraler Baustein einer transparenten, wissenschaftlich fundierten Umweltpolitik. Sie zeigt auf, wo die größten Herausforderungen liegen, wie Luftqualität und soziale Verteilung zusammenhängen – und welche Maßnahmen helfen können, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Mit ihrer feinräumigen Auflösung und klaren Bewertungskriterien bringt sie Luftverschmutzung dort ins öffentliche Bewusstsein, wo sie oft unsichtbar bleibt – in der Atemluft unseres Alltags.
Das FÖJ startet jährlich zum 1. September mit 360 Freiwilligen in Berlin und endet am 31. August. Ein späterer Einstieg und die Verlängerung über den August hinaus sind möglich (siehe Teilnahme und Bewerbung ). Die Trägerorganisationen sind für die inhaltliche und organisatorische Umsetzung des Freiwilligen Ökologischen Jahrs verantwortlich. Mit jahrelanger Erfahrung und durch qualifiziertes pädagogisches Personal begleiten sie die Freiwilligen vom ersten Kennenlernen, über spielerische Wissensvermittlung in den Seminaren bis zur persönlichen Unterstützung auf ihrem Weg zur Berufsausbildung oder zum Studium. In Berlin sind zurzeit drei Organisationen als Träger für das FÖJ anerkannt: Bild: JAO gGmbH JAO gGmbH Weitere Informationen Bild: Stiftung Naturschutz Berlin Stiftung Naturschutz Berlin (SNB) Weitere Informationen Bild: Vereinigung Junger Freiwilliger e.V. Vereinigung Junger Freiwilliger e.V. (VJF) Weitere Informationen Für das FÖJ in Berlin stehen rund 250 unterschiedliche Einsatzstellen für die Freiwilligen zur Auswahl. Das Spektrum reicht von wissenschaftlicher Labortätigkeit bis zu landwirtschaftlicher Arbeit und von ökologischer Landschafts- und Tierpflege bis zur Medienarbeit in Pressestellen von Umweltorganisationen (weitere Infos siehe Einsatzstellen und Tätigkeitsfelder ). Die Auswahl der Einsatzstelle erfolgt in Absprache zwischen Freiwilligen und Trägerorganisation. Die Freiwilligen sind in den Einsatzstellen in feste Arbeitsprozesse eingebunden und haben eine feste Ansprechperson vor Ort. Die 25 Seminartage sind grundlegender Bestandteil des FÖJs. Die gemeinsam gestalteten Seminare finden entweder als Seminarfahrt von 5 Tagen oder als einzelne Seminartage in Berlin und Umgebung statt. Alle Seminartage gelten grundsätzlich als Arbeitszeit. Die Teilnahme ist für alle Freiwilligen verpflichtend. Die Seminargruppen bestehen aus rund 25 Teilnehmenden. Unterschiedliche Referierende bringen den Freiwilligen die praktischen Kenntnisse in methodisch abwechslungsreichen Seminaren nahe. Der Fokus liegt dabei auf erfahrungs- und erlebnisorientiertem Lernen (z.B. Natur-Exkursionen und Planspiele). Das notenfreie Lernen ermöglicht den jungen Freiwilligen einen ganz eigenen Zugang zu Wissen und neuen Fähigkeiten. Die Themenauswahl entspricht den vielfältigen Aufgaben in den Arbeitsfeldern des Natur- und Umweltschutzes inkl. der Bildung zur nachhaltigen Entwicklung. Mit der Vermittlung von ökologischen Sach- und Fachkenntnissen sollen naturkundliche Grundlagen weiterentwickelt, aber auch gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Aspekte des Umwelt-, Natur- und Klimaschutzes ins Blickfeld gerückt werden. Positionen und Probleme der Umweltpolitik und -technik, der Klimaanpassung und -gerechtigkeit, der Energie- und Mobilitätswende sowie Forderungen an nachhaltige Entwicklung und deren wirtschaftliche Umsetzung stehen auf dem Themenplan. Persönliche Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, Teamgeist, Offenheit, Toleranz und ganzheitliches Denken werden durch das pädagogische Rahmenprogramm gezielt gefördert. Neben der Mitgestaltung des Seminarprogramms gibt es pro Seminargruppe zwei Freiwillige, die als Gruppensprechende die Interessen der jeweiligen Seminargruppe vertreten. Während einer Fortbildung für die Sprecherinnen und Sprecher lernen diese sich kennen und bilden Arbeitskreise, zum Beispiel um gemeinsame Ausflüge zu planen oder über bestimmte Herausforderungen zu diskutieren. Diese rund 26 Gruppensprechenden wählen unter sich ca. sechs Landesdelegierte, die das Berliner FÖJ vertreten und mit den Landesdelegierten der anderen Bundesländer zusammenkommen. Mit dem Sprechendensystem im FÖJ kann das eigene politische Engagement und der Einsatz für die Interessen der Freiwilligen geübt werden. Selbstverständlich können sich alle Freiwilligen unabhängig von Sprechendenfunktionen in den Arbeitskreisen engagieren.
Die Ergebnisse liefern Informationen über den Umfang, die Struktur und die Entwicklung der Investitionstätigkeit für den Umweltschutz. Sie dienen für Zwecke der Umweltpolitik und als Grundlage zur Erfüllung EU-rechtlicher Berichtspflichten. Sie bilden auch eine wichtige Datengrundlage für die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) des Bundes und der Länder.
Die Ergebnisse liefern Informationen über den Umfang, die Struktur und die Entwicklung der Investitionstätigkeit für den Umweltschutz. Sie dienen für Zwecke der Umweltpolitik und als Grundlage zur Erfüllung EU-rechtlicher Berichtspflichten. Sie bilden auch eine wichtige Datengrundlage für die Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR) des Bundes und der Länder.
Das umfangreiche Wissen ueber Umweltprobleme, die direkt oder mittelbar mit Energieversorgung und Energienutzung verknuepft sind, soll zusammenfassend dargestellt werden, um daraus Strategien zu entwerfen, die unter Wuerdigung energiewirtschaftlicher Belange zur Umweltentlastung beitragen bzw. einen weiteren Anstieg energiebedingter Umweltbelastungen vermeiden sollen. Umwelt- und Energiepolitik sind so sehr verknuepft, dass ihre unabhaengige Formulierung und anschliessende Abstimmung keine optimale Strategie mehr ist. Ein ueberwiegender Ansatz der von Anfang an beide Aspekte beruecksichtigt, koennte zu einer neuen Bewertung der Alternativen fuehren.
Liegen Schadstoffinteraktionen vor, so haengt die Umweltwirkung jedes einzelnen Schadstoffes von der Emissionsmenge anderer Schadstoffe ab. Umweltpolitische Ziele der Emissionsvermeidung koennen daher nicht fuer einzelne Schadstoffe unabhaengig voneinander verfolgt werden. Das Forschungsprojekt untersucht die Konsequenzen, die sich aus diesen Zusammenhaengen fuer eine effiziente Umweltpolitik ergeben.
Anschlussvorhaben zu I a 10/72-73, Projekt-Nr. 0739039.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 4233 |
| Europa | 362 |
| Global | 1 |
| Kommune | 34 |
| Land | 307 |
| Weitere | 55 |
| Wirtschaft | 2 |
| Wissenschaft | 950 |
| Zivilgesellschaft | 235 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 4 |
| Ereignis | 31 |
| Förderprogramm | 3753 |
| Gesetzestext | 1 |
| Hochwertiger Datensatz | 2 |
| Lehrmaterial | 4 |
| Text | 414 |
| Umweltprüfung | 80 |
| unbekannt | 209 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 673 |
| Offen | 3816 |
| Unbekannt | 9 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 4115 |
| Englisch | 929 |
| andere | 3 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Bild | 70 |
| Datei | 44 |
| Dokument | 275 |
| Keine | 3234 |
| Multimedia | 2 |
| Unbekannt | 8 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 1124 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 2449 |
| Lebewesen und Lebensräume | 3710 |
| Luft | 2183 |
| Mensch und Umwelt | 4498 |
| Wasser | 1827 |
| Weitere | 4498 |