We study the effects of plants and root-associated fungi on wind erosion within the alpine environment of Tibet. China is one of the countries most affected by desertification processes and Tibet, in particular, a key region in desertification combat. The presented project focuses on the Barkha Plain surrounded by Mount Kailash and the Lake of Manasarovar (Ngari Prefecture). This Western Tibet region experienced little scientific attention but, nowadays, faces rapidly increasing touristic activities and expanding local settlements associated with socio-economic changes that are serious threats to the delicate ecological balance and potential triggers of desertification. It exists almost unanimous agreement that revegetation is the most efficient and promising strategy to combat wind erosion and desertification in the long term. However, re-colonising success is often poor, mainly under extreme environmental conditions. Compared to conventional practices, the approach of the presented project attains better accordance with natural succession processes and promises acceleration of both plant and soil development and, conclusively, more efficient desertification control. The project assesses the potential of native plants and symbiotic fungi to control wind erosion and desertification processes. It aims to identify key plants and fungi that increase soil aggregate stability and efficiently drive succession into a natural and self-maintaining cycle of the ecosystem. Furthermore, it provides crucial information for implementing environmentally compatible and cost-effective measures to protect high-elevation ecosystems against desertification. Within three successional stages (early, intermediate, late), field investigations are performed on the basis of Modified-Whittaker plots. Classic methods of vegetation analysis and myco-sociology are combined with analysis of distribution patterns at different scales (patchiness, connectivity). Comprehensive soil analysis is performed comprising grain size distribution, aggregate stability, pH as well as water and nutrient contents. Additionally, important parameters of wind erosion are measured concurrently and continuously to assess their magnitude and variability with respect to vegetation and soil at different levels of development. The parameters addressed, include sediment transport, air temperature, radiation, precipitation, relative humidity as well as speed and direction of wind. Surface moisture is recorded periodically and roughness described. Species and environmental parameters are checked for spatial correlation. Cutting edge technologies are applied in laboratory work, comprising molecular methods for fungal species identification and micro-tomography to analyse soil structure. Furthermore, successfully cultivated fungi and plants are subject of synthesis experiments and industrial propagation in view of practical implementation in restoration measures.
In der Studie wird der Frage nachgegangen, inwieweit Arbeiten, insbesondere Oekobilanzen, vorliegen, die Aussagen ueber die oekologische Vertraeglichkeit der Kunststoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen bzw. der Kunststoffe auf Erdoelbasis machen und ob die Ergebnisse der bisher durchgefuehrten Untersuchungen einen oekologischen Vergleich dieser beiden Kunststoffgruppen zulassen. Dazu wurden 20 Untersuchungen zu Kunststoffen auf Erdoelbasis und 4 Untersuchungen zu Kunststoffen aus Nachwachsenden Rohstoffen detailliert ausgewertet. Es zeigte sich, dass ausreichende Untersuchungen zur Umweltrelevanz der stofflichen Nutzung Nachwachsender Rohstoffe bisher nicht durchgefuehrt worden sind.
Teilprojekt C05 hat zum Ziel, den wichtigen Eintragsweg für Kunststoffe, in Form von Mikroplastik, in die Umwelt aus technischen Anlagen (MP) mechanistisch aufzuklären. Gleichzeitig sollen neue Ansätze verfolgt werden, die zur Vermeidung bzw. Reduktion von MP aus Standardkunststoffen maßgeblich beitragen sollen. Zu diesem Zweck sollen Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol, Nylon, Polyethylenterephthalat, Polyisopren und Polyvinylchlorid durch Beschleuniger (in situ) in ihren Oberflächeneigenschaften für die Biofilmbildung modifiziert und dadurch unter Prozessbedingungen biologisch angreifbar und abbaubar gemacht werden. So können auch Standardkunststoffe umweltverträglicher bezüglich der MP-Partikel Bildung werden. Damit geht TP C05 weit über die bislang üblichen eher deskriptiven Studien zu MP in technischen Anlagen und der Umwelt hinaus. Folgende zentrale Fragen sollen in TP C05 in Hinblick MP-Partikel in technischen Anlagen der Abfall- und Abwasserwirtschaft beantwortet werden: 1. Kommt es in den Anlagen zu spezifischen (biologischen) Abbau- und Degradationsvorgängen? 2. Wie hängen die zu beobachtenden Prozesse von MP-Charakteristika (Materialsorte, Zusammensetzung, Größe, Morphologie, Beschichtung) ab, ? 3. Lassen sich die Vorgänge ('Bioabbaubarkeit') durch gezielte Modifikation der Partikeloberfläche vor oder in den Anlagen beschleunigen? 4. Welche ökologischen Konsequenzen einer Ausbringung der (modifizierten) Partikel in die Umwelt und hier vor allem in den Boden lassen sich postulieren?
Die Entscheidungen der Urlauber in der Tourismusbranche werden seit den 80er Jahren zunehmend auch unter oekologischen Gesichtspunkten getroffen. 1989 stiessen bereits 51 Prozent der Reisenden der Bundesrepublik Deptschland in ihren Urlaubsgebieten auf Umweltprobleme und enempfanden umweltrelevante Phaenomene (z.B. hohes Muellaufkommen) als stoerend (ADAC, 1991 ). Allerdings wird die Wahl des 'richtigen' Urlaubsorts oder Hotels durch nicht vorhandene oder unzureichende Umweltkriterien oder zeichen erschwert. Das Projekt untersucht die Veraenderungen in der Berliner Hotellerie unter oekologischen Aspekten und versucht einen Guetekatalog zu entwickeln, mit dem ein Hotel nach Umweltmassstaeben klassifiziert werden kann. Es nimmt dabei die Bedeutung von informativen Warenkennzeichnungssystemen auf (z.B. Blauer Engel) und versucht die Chancen fuer ein Hotel-Umweltzeichen herauszustellen - hier als 'Gruener Stern' bezeichnet. Ziel ist es, ein Umweltguetezeichen zu entwickeln, das flexibel genug ist, den Interessen sowohl der Anbieter als auch der Nachfrager dienlich zu sein. Eine blosse 'Ja-Nein-Entscheidung' genuegt diesem Anspruch nicht, eine Abstimmung in ein Fuenf Sterne-System ist moeglicherweise die sinnvollste Loesung.
<p> So bringen Sie mehr Nachhaltigkeit in Ihren Kleiderschrank <ul> <li>Achten Sie beim Kaufen von Textilien auf Siegel, die Umwelt- und Sozialstandards garantieren.</li> <li>Kaufen Sie Baumwolltextilien in Bio-Qualität ("organic cotton").</li> <li>Kaufen Sie Kleidung aus Secondhand oder tauschen Sie Kleider.</li> <li>Mieten Sie Kleidungsstücke für einmalige Anlässe wie Hochzeiten, Partys und feierliche Events.</li> <li>Tragen Sie Ihre Kleidung möglichst lange.</li> <li>Lassen Sie Ihre Kleidung bei Abnutzung oder Defekten von Schneidereien oder Schustereien reparieren.</li> <li>Geben Sie nicht genutzte Kleidung weiter oder entsorgen Sie diese richtig.</li> <li>Hinterfragen Sie Modetrends und seien Sie kritisch gegenüber Fast-Fashion. Diskutieren Sie dazu gegebenenfalls auch mit ihren Kindern.</li> <li>Bestellen Sie nicht unkritisch Kleidung im Internet. Achten Sie darauf, wo die Anbieter sitzen und informieren Sie sich darüber, ob die Produkte die hohen EU-Standards einhalten, z.B. in Bezug auf den Chemikalieneinsatz in den Produkten. Beachten Sie auch unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/onlineshopping#nachhaltig-online-shoppen-daran-sollten-sie-sich-orientieren">Tipps zum Onlineshopping</a>.</li> </ul> 10.07.2017 Erklärfilm: Der Preis der Schönheit - Mode und die Folgen für Mensch und Umwelt Gewusst wie <p>Kleider machen Leute und die deutschen Konsumentinnen und Konsumenten sind Spitzenreiter, wenn es darum geht, sich neue Kleidung zuzulegen. Monatlich geben wir pro Person durchschnittlich 78 Euro für Bekleidung und Schuhe aus. Das entspricht pro Jahr etwa 18 kg an Bekleidung. Zum Vergleich: Weltweit liegt der jährliche Durchschnitt bei 8 Kilogramm. Die Herstellung von Textilien hat ökologische und soziale Auswirkungen. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> beim Anbau der Baumwolle, ein hoher Wasser- und Chemikalieneinsatz in der gesamten Produktionskette und CO2, das durch den Energieeinsatz entsteht, belasten die Umwelt. Hinzu kommt, dass in manchen Produktionsländern unter unsozialen Arbeitsbedingungen gearbeitet wird (mangelhafter Arbeits- und Gesundheitsschutz, viele Überstunden, geringe Löhne, keine gewerkschaftliche Organisation). Mit unseren Tipps können Sie dazu beitragen, den Missständen entgegenzuwirken und die Umwelt weniger zu belasten – ohne dabei auf modebewusste Kleidung zu verzichten.</p> <p><strong>Auf Siegel achten:</strong> Wer beim Kauf von Kleidung auf empfohlene und unabhängige Siegel achtet, trägt dazu bei, dass höhere Löhne gezahlt werden und die Umwelt weniger belastet wird. Leider ist gerade der Siegelmarkt für Kleidung (noch) sehr unübersichtlich. Ein erster und relativ einfacher Schritt ist deshalb, bei Baumwolltextilien auf Bio-Qualität zu achten. Kleidung aus Bio-Baumwolle gibt es in modischer Vielfalt und in (fast) allen Preiskategorien. Sie sind inzwischen nicht nur bei Spezialanbietern, sondern auch in großen Textilhandelsunternehmen erhältlich. Meist werden sie mit hauseigenen Labeln gekennzeichnet und beworben. Auf dem Waschzettel sollte "aus x % biologisch angebauter Baumwolle hergestellt" vermerkt sein. Des Weiteren sollten Sie Kleidung kaufen, die mit einem empfehlenswerten Siegel gekennzeichnet ist. Das Informationsportal <a href="http://www.siegelklarheit.de/">Siegelklarheit</a> bewertet die Siegel auf ihre Glaubwürdigkeit, Umweltfreundlichkeit sowie Sozialverträglichkeit. Besonders empfehlenswert, mit einer relativ hohen Marktverfügbarkeit, sind beispielsweise das <a href="https://www.siegelklarheit.de/gots-global-organic-textile-standard-7">GOTS-Siegel</a> (Global Organic Textile Standard) sowie <a href="https://www.siegelklarheit.de/bluesign-product-15">bluesign® PRODUCT</a> für Outdoorkleidung. Weitere im Portal Siegelklarheit näher erläuterte und als sehr gut eingestufte Siegel sind:</p> <ul> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/eu-ecolabel-textilien-24">EU Ecolabel</a> (Textilien)</li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/fairtrade-baumwolle-22">Fairtrade (Baumwolle)</a> und <a href="https://www.siegelklarheit.de/fairtrade-textile-production-39">Fairtrade (Textilproduktion)</a></li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/fair-wear-foundation-fwf-6">Fair Wear Foundation</a> (FWF)</li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/naturtextil-ivn-zertifiziert-best-21">Naturtextil IVN (zertifiziert BEST)</a></li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/made-in-green-by-oeko-tex-161">Oeko-Tex</a>®Made in Green</li> </ul> <p>Neben Siegeln für Bekleidung gibt es auch glaubwürdige Siegel für Schuhe, wie den <a href="https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/schuhe-und-einlegesohlen">Blauen Engel für Schuhe</a> und das <a href="https://eu-ecolabel.de/fileadmin/user_upload/Documents/Factsheets/Factsheet-EU-Ecolabel-Schuhe_DE.pdf">EU Ecolabel (Schuhe)</a>.</p> <strong>Galerie: Textil-Siegel</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/ecolabel.gif"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/be_siegel_blau_rgb_124mm_170627.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gruener-knopf-uba-umwelttipps.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/uba-siegelkunde_gots_2019.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/uba-siegelkunde_bluesign-product_2019.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/uba-siegelkunde_fairwertung_2019_0.png"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption <p><strong>Secondhand und Kleidertausch nutzen:</strong> Suchen Sie in Ihrer Umgebung nach Secondhand-Läden oder besuchen Sie Flohmärkte. Das schont die Umwelt, da weniger Kleidung produziert werden muss. Bei Kinderkleidung sind Kleiderbasare mit Secondhand-Ware längst etabliert. Ein großes, häufig von ehrenamtlichen Initiativen getragenes Angebot mit sehr günstigen Preisen sprechen bis weit über das Kindergartenalter für sich. In vielen Secondhand-Läden können Sie eigene Kleidung zum Verkauf anbieten. Es lohnt sich auch, über Onlineportale gut erhaltene Kleidung weiterzuverkaufen. Wenn Sie die direkte Interaktion mit Menschen bevorzugen, können Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis eine Kleidertauschparty organisieren. In vielen Städten werden diese von lokalen Organisationen oder auch Privatpersonen regelmäßig initiiert. Aktuelle Informationen finden Sie meist im Internet. <br>Weiterführende Informationen gibt es in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107363">Secondhand, teilen, tauschen, leihen</a>.</p> <p><strong>Mieten statt kaufen:</strong> Sie benötigen besondere Kleidung für einen besonderen Tag? Das geht schnell ins Geld und blockiert danach ungenutzt den Kleiderschrank. Wenn dann doch ein zweiter Anlass auftaucht, kommt nicht selten ein drittes Problem hinzu: Das "teure Stück" passt möglicherweise nicht mehr. Für einmalige Anlässe wie Hochzeit, (Themen-) Parties oder andere wichtige Events im Familien- oder Freundeskreis kann es sich lohnen, Kleidungsstücke zu mieten bzw. auszuleihen. Das kann im Bekanntenkreis funktionieren. Mittlerweile bieten aber auch beispielsweise mehrere Onlineportale Hochzeitsoutfits, Partymode und viele andere Kleidungsstücke zum Mieten an.</p> <p><strong>Slow Fashion und Wertschätzung: </strong>Kleidung ist mehr als nur eine Hülle um den Körper. Sie "macht nicht nur Leute", sondern stiftet Lebensgefühle und "speichert" persönliche Erlebnisse. Deshalb ist Slow Fashion nicht nur eine gute Strategie, um mit weniger Stress und mehr Entspanntheit durch den Alltag zu gehen, sondern auch eine gute Strategie, um die eigene Identität nicht zum Spielball von ständig wechselnden Modetrends zu machen. Hier gehen allgemeine Lebensratgeber (Stichwort "Simplify your life") und Umweltschutz Hand in Hand: Denn am umweltfreundlichsten ist es zweifellos, Kleidungsstücke "aufzutragen", kleinere Defekte zu reparieren oder die ausgemusterten Textilien zu neuen Kleidungsstücken "upzucyceln". Wir müssen schließlich nicht jeden Modetrend mitmachen und so zum "Fast-Fashion-Victim" werden.</p> <p>Eine wichtige Voraussetzung hierfür: Kaufen Sie Kleidung, die gut verarbeitet ist (Qualität vor Quantität bzw. "buy less, buy better"). Achten sie beim Kauf zum Beispiel auf die Dicke des Stoffes sowie auf die Festigkeit von Nähten, Knöpfen und Reißverschlüssen. Behandeln Sie Ihre Lieblingsstücke gut und scheuen Sie keine Reparaturen oder Änderungen: Mit Upcycling liegen Sie voll im Trend, selbst kleinere Risse oder Löcher gelten heute als angesagter "distressed look". Hilfreiche Anleitungen finden Sie im Netz und in den sozialen Medien unter dem Begriff "Upcycling". Durch Kürzen, Umnähen und Aufnähen können Sie Kleidung selbst umgestalten. Größere Reparaturen/ Umarbeitungen übernehmen Änderungsschneidereien meist zu einem fairen Preis. Damit unterstützen Sie auch kleingewerbliche Strukturen in der Nachbarschaft.</p> <p><strong>Nicht (mehr) getragene Kleidung weitergeben:</strong> Verschaffen Sie sich regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) einen Überblick über Ihren Kleiderbestand. Das schafft Platz im Kleiderschrank, wirkt befreiend und Sie vermeiden es, unnötige neue Kleidungsstücke zu kaufen. Geben Sie gut erhaltene Kleidung, die Sie nicht mehr nutzen, Organisationen, die gemeinnützige Zwecke verfolgen, und vermeiden Sie illegale Kleidersammlungen. Viele Altkleidercontainer werden ohne offizielle Genehmigung aufgestellt. Über <a href="https://www.fairwertung.de/standortsuche/index.html">FairWertung e.V.</a> oder die Kommune lassen sich vertrauenswürdige Container in Ihrer Nähe finden. Fairwertung e.V. ist ein Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen, die sich für eine transparente Kleidersammlung einsetzen. Das Siegel Fairwertung garantiert, dass die Sammlungen sozialen, diakonischen oder karitativen Zwecken zugeführt werden.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Online gezielt auswählen: Das rasante Wachstum im Onlinehandel verursacht zunehmend Verkehrsprobleme. Erst recht, wenn Kleidung, die nicht gefällt oder nicht passt, zurückgeschickt wird. Seien Sie deshalb zurückhaltend beim Onlineshoppen und informieren Sie sich beim jeweiligen Händler genau über die Größenangaben. Denn zurückgeschickte Kleidung und Schuhe werden zum Teil als so genannte Ausschussware vernichtet, weil dies in manchen Fällen billiger ist, als die Retouren zu prüfen und wieder ins Sortiment aufzunehmen, oder weil es aus hygienischen Gründen erforderlich ist. Mehr Informationen liefert unser UBA-Umwelttipp zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96289">Onlineshopping</a>.</li> <li>Machen Sie es sich einfach und kaufen Sie gleich bei Modemarken ein, die ausschließlich faire und ökologische Bekleidung anbieten. Im Internet gibt es hierfür verschiedene Überblicksseiten: <a href="https://www.getchanged.net/">Get Changed</a>, <a href="https://utopia.de/bestenlisten/modelabels-faire-mode/">Utopia</a>.</li> <li>Waschen Sie so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich. Dies hält auch die Textilien länger am Leben. Beachten Sie hierzu unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/32341">Tipps zum Wäschewaschen</a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5050/bilder/uba_tipps4_wassersparen.jpg"> </a> <strong> Wasser wird auch durch den Verzicht auf Konsumgüter gespart </strong> Quelle: Umweltbundesamt Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Die Herstellung eines konventionellen Kleidungsstücks belastet die Umwelt auf vielfältige Art und Weise. Der Anbau von Baumwolle, egal ob konventionell oder biologisch, erfordert große Wassermengen vor allem in Gegenden mit Wassermangel. So ist der Baumwollanbau z. B. verantwortlich für die Austrocknung des Aralsees. Um ein Kilogramm Baumwolle zu gewinnen, werden ca. 170 Badewannen voll Wasser benötigt. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> und Düngemittel sind insbesondere beim konventionellen Baumwollanbau ein Problem. Circa 10 Prozent des weltweiten Insektizidmarktes und circa 5 Prozent des Pestizidmarktes entfallen auf diesen Bereich. Hinzu kommt, dass für die Herstellung von einem Kilogramm Textil bis zu ein Kilogramm Chemikalien eingesetzt wird. Ein großer Teil davon gelangt anschließend in das Abwasser. Diese Stoffe sind zum Teil schwer abbaubar und können in den biologischen Kläranlagen nur bedingt reduziert werden. In Ländern wie China oder Indien gelangen diese Stoffe deshalb oft in die Flüsse, da die Abwasserbehandlung häufig nicht ausreicht oder das Abwasser zum Teil gar nicht gereinigt wird.</p> <p>Die Verwendung von chemischen Fasern wie Polyester oder Elastan aus fossilen Rohstoffen verursacht Mikroplastik durch den Abrieb der Chemiefasern beim Waschen. Bisher liegen noch keine verlässlichen Angaben darüber vor, wie viele Fasern auf diese Weise freigesetzt werden. Geschätzt wird, dass in Deutschland insgesamt 80 bis 400 Tonnen Mikropartikel jährlich durch Kleidung freigesetzt werden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> 2015). Im Vergleich hierzu: Durch den Reifenabrieb werden in Deutschland jährlich 60.000 bis 110.000 Tonnen Mikropartikel aus Kunststoff freigesetzt.</p> <p>Der Kauf von Textilien und Bekleidung ist in Deutschland für rund 135 kg CO2e pro Person und Jahr verantwortlich. Die Menge entspricht etwa den Emissionen einer PKW-Fahrt von Stuttgart nach Hamburg.</p> <p>Neben den Umweltbelastungen stehen vor allem die sozialen Standards bei der Textilproduktion im Mittelpunkt. Die Arbeitsbedingungen und Löhne in den Produktionsländern wie Pakistan und Bangladesch sind vielfach unzumutbar. Meistens sind es Frauen, die bis zu 16 Stunden am Tag für einen Lohn unter 2 Euro arbeiten. Der "Fast-Fashion"-Trend, also immer schnellere Zyklen von Modekollektionen, sowie die Billigkultur auf dem Textilmarkt tragen dazu bei, dass die schlechten Herstellungsbedingungen in der Branche erhalten bleiben.</p> <p><strong>Gesetzeslage: </strong>Im März 2022 hat die EU ihre Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien vorgestellt. Zentral dabei ist die geplante Einführung von <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401781">Ökodesign-Vorgaben für Textilien</a>. Kleidung auf dem europäischen Markt soll damit zukünftig Vorgaben zu Langlebigkeit oder Reparierfähigkeit unterliegen.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong> Ökologisch produzierte Textilien gelten als Nischenprodukt. Textilien und Bekleidung mit Umweltlabel hatten 2020 einen Marktanteil von etwa 1,4 Prozent. Textilien mit dem Fairtrade-Siegel hatten einen Marktanteil von etwa 0,3 Prozent (Gesellschaft für Konsumforschung 2021). </p> <p>Weitere Informationen finden Sie unter:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3492">Textilindustrie</a> (UBA-Themenseite)</li> <li><a href="https://www.bmz.de/de/themen/textilwirtschaft/">Textilwirtschaft</a> (Sonderseite des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmz">BMZ</a>)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31917">Marktdaten</a> (UBA-Datenseite)</li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li>Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) (2016): Marktdaten Ökolabel (GOTS)</li> <li>Greenpeace (2018): Wegwerfware Retouren: <a href="https://www.greenpeace.de/publikationen/umfrage_zum_online-kaufverhalten_2018-se.pdf">Greenpeace-Umfrage zum Kauf- und Retouren-Verhalten bei Online-Bestellungen</a></li> <li><a href="https://icac.org/">International Cotton Advisory Committee (ICAC)</a></li> <li>UBA (2015): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/34786">Quellen für Mikroplastik mit Relevanz für den Meeresschutz in Deutschland</a></li> <li>UBA (2021): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kleider-haken">Kleider mit Haken</a></li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.png"> </a> <strong> Umsatz und Marktanteil von Textilien mit Sozial- und Umweltlabel </strong> Quelle: Consumer Panel Fashion <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.png">Bild herunterladen</a> (474,04 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.pdf">Diagramm als PDF</a> (283,93 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (30,21 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.png"> </a> <strong> Kohlendioxid-Emissionen Sonstiger Konsumgüter </strong> Quelle: Statistisches Bundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.png">Bild herunterladen</a> (217,30 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.pdf">Diagramm als PDF</a> (49,17 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (27,61 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p> So bringen Sie mehr Nachhaltigkeit in Ihren Kleiderschrank <ul> <li>Achten Sie beim Kaufen von Textilien auf Siegel, die Umwelt- und Sozialstandards garantieren.</li> <li>Kaufen Sie Baumwolltextilien in Bio-Qualität ("organic cotton").</li> <li>Kaufen Sie Kleidung aus Secondhand oder tauschen Sie Kleider.</li> <li>Mieten Sie Kleidungsstücke für einmalige Anlässe wie Hochzeiten, Partys und feierliche Events.</li> <li>Tragen Sie Ihre Kleidung möglichst lange.</li> <li>Lassen Sie Ihre Kleidung bei Abnutzung oder Defekten von Schneidereien oder Schustereien reparieren.</li> <li>Geben Sie nicht genutzte Kleidung weiter oder entsorgen Sie diese richtig.</li> <li>Hinterfragen Sie Modetrends und seien Sie kritisch gegenüber Fast-Fashion. Diskutieren Sie dazu gegebenenfalls auch mit ihren Kindern.</li> <li>Bestellen Sie nicht unkritisch Kleidung im Internet. Achten Sie darauf, wo die Anbieter sitzen und informieren Sie sich darüber, ob die Produkte die hohen EU-Standards einhalten, z.B. in Bezug auf den Chemikalieneinsatz in den Produkten. Beachten Sie auch unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/uebergreifende-tipps/onlineshopping#nachhaltig-online-shoppen-daran-sollten-sie-sich-orientieren">Tipps zum Onlineshopping</a>.</li> </ul> 10.07.2017 Erklärfilm: Der Preis der Schönheit - Mode und die Folgen für Mensch und Umwelt </p><p> Gewusst wie <p>Kleider machen Leute und die deutschen Konsumentinnen und Konsumenten sind Spitzenreiter, wenn es darum geht, sich neue Kleidung zuzulegen. Monatlich geben wir pro Person durchschnittlich 78 Euro für Bekleidung und Schuhe aus. Das entspricht pro Jahr etwa 18 kg an Bekleidung. Zum Vergleich: Weltweit liegt der jährliche Durchschnitt bei 8 Kilogramm. Die Herstellung von Textilien hat ökologische und soziale Auswirkungen. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> beim Anbau der Baumwolle, ein hoher Wasser- und Chemikalieneinsatz in der gesamten Produktionskette und CO2, das durch den Energieeinsatz entsteht, belasten die Umwelt. Hinzu kommt, dass in manchen Produktionsländern unter unsozialen Arbeitsbedingungen gearbeitet wird (mangelhafter Arbeits- und Gesundheitsschutz, viele Überstunden, geringe Löhne, keine gewerkschaftliche Organisation). Mit unseren Tipps können Sie dazu beitragen, den Missständen entgegenzuwirken und die Umwelt weniger zu belasten – ohne dabei auf modebewusste Kleidung zu verzichten.</p> <p><strong>Auf Siegel achten:</strong> Wer beim Kauf von Kleidung auf empfohlene und unabhängige Siegel achtet, trägt dazu bei, dass höhere Löhne gezahlt werden und die Umwelt weniger belastet wird. Leider ist gerade der Siegelmarkt für Kleidung (noch) sehr unübersichtlich. Ein erster und relativ einfacher Schritt ist deshalb, bei Baumwolltextilien auf Bio-Qualität zu achten. Kleidung aus Bio-Baumwolle gibt es in modischer Vielfalt und in (fast) allen Preiskategorien. Sie sind inzwischen nicht nur bei Spezialanbietern, sondern auch in großen Textilhandelsunternehmen erhältlich. Meist werden sie mit hauseigenen Labeln gekennzeichnet und beworben. Auf dem Waschzettel sollte "aus x % biologisch angebauter Baumwolle hergestellt" vermerkt sein. Des Weiteren sollten Sie Kleidung kaufen, die mit einem empfehlenswerten Siegel gekennzeichnet ist. Das Informationsportal <a href="http://www.siegelklarheit.de/">Siegelklarheit</a> bewertet die Siegel auf ihre Glaubwürdigkeit, Umweltfreundlichkeit sowie Sozialverträglichkeit. Besonders empfehlenswert, mit einer relativ hohen Marktverfügbarkeit, sind beispielsweise das <a href="https://www.siegelklarheit.de/gots-global-organic-textile-standard-7">GOTS-Siegel</a> (Global Organic Textile Standard) sowie <a href="https://www.siegelklarheit.de/bluesign-product-15">bluesign® PRODUCT</a> für Outdoorkleidung. Weitere im Portal Siegelklarheit näher erläuterte und als sehr gut eingestufte Siegel sind:</p> <ul> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/eu-ecolabel-textilien-24">EU Ecolabel</a> (Textilien)</li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/fairtrade-baumwolle-22">Fairtrade (Baumwolle)</a> und <a href="https://www.siegelklarheit.de/fairtrade-textile-production-39">Fairtrade (Textilproduktion)</a></li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/fair-wear-foundation-fwf-6">Fair Wear Foundation</a> (FWF)</li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/naturtextil-ivn-zertifiziert-best-21">Naturtextil IVN (zertifiziert BEST)</a></li> <li><a href="https://www.siegelklarheit.de/made-in-green-by-oeko-tex-161">Oeko-Tex</a>®Made in Green</li> </ul> <p>Neben Siegeln für Bekleidung gibt es auch glaubwürdige Siegel für Schuhe, wie den <a href="https://www.blauer-engel.de/de/produktwelt/schuhe-und-einlegesohlen">Blauen Engel für Schuhe</a> und das <a href="https://eu-ecolabel.de/fileadmin/user_upload/Documents/Factsheets/Factsheet-EU-Ecolabel-Schuhe_DE.pdf">EU Ecolabel (Schuhe)</a>.</p> <strong>Galerie: Textil-Siegel</strong> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/ecolabel.gif"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/11906/bilder/be_siegel_blau_rgb_124mm_170627.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/gruener-knopf-uba-umwelttipps.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/uba-siegelkunde_gots_2019.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/uba-siegelkunde_bluesign-product_2019.png"> </a> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/530/bilder/uba-siegelkunde_fairwertung_2019_0.png"> </a> Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> caption </p><p> <p><strong>Secondhand und Kleidertausch nutzen:</strong> Suchen Sie in Ihrer Umgebung nach Secondhand-Läden oder besuchen Sie Flohmärkte. Das schont die Umwelt, da weniger Kleidung produziert werden muss. Bei Kinderkleidung sind Kleiderbasare mit Secondhand-Ware längst etabliert. Ein großes, häufig von ehrenamtlichen Initiativen getragenes Angebot mit sehr günstigen Preisen sprechen bis weit über das Kindergartenalter für sich. In vielen Secondhand-Läden können Sie eigene Kleidung zum Verkauf anbieten. Es lohnt sich auch, über Onlineportale gut erhaltene Kleidung weiterzuverkaufen. Wenn Sie die direkte Interaktion mit Menschen bevorzugen, können Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis eine Kleidertauschparty organisieren. In vielen Städten werden diese von lokalen Organisationen oder auch Privatpersonen regelmäßig initiiert. Aktuelle Informationen finden Sie meist im Internet. <br>Weiterführende Informationen gibt es in unserem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>-Umwelttipp <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/107363">Secondhand, teilen, tauschen, leihen</a>.</p> <p><strong>Mieten statt kaufen:</strong> Sie benötigen besondere Kleidung für einen besonderen Tag? Das geht schnell ins Geld und blockiert danach ungenutzt den Kleiderschrank. Wenn dann doch ein zweiter Anlass auftaucht, kommt nicht selten ein drittes Problem hinzu: Das "teure Stück" passt möglicherweise nicht mehr. Für einmalige Anlässe wie Hochzeit, (Themen-) Parties oder andere wichtige Events im Familien- oder Freundeskreis kann es sich lohnen, Kleidungsstücke zu mieten bzw. auszuleihen. Das kann im Bekanntenkreis funktionieren. Mittlerweile bieten aber auch beispielsweise mehrere Onlineportale Hochzeitsoutfits, Partymode und viele andere Kleidungsstücke zum Mieten an.</p> <p><strong>Slow Fashion und Wertschätzung: </strong>Kleidung ist mehr als nur eine Hülle um den Körper. Sie "macht nicht nur Leute", sondern stiftet Lebensgefühle und "speichert" persönliche Erlebnisse. Deshalb ist Slow Fashion nicht nur eine gute Strategie, um mit weniger Stress und mehr Entspanntheit durch den Alltag zu gehen, sondern auch eine gute Strategie, um die eigene Identität nicht zum Spielball von ständig wechselnden Modetrends zu machen. Hier gehen allgemeine Lebensratgeber (Stichwort "Simplify your life") und Umweltschutz Hand in Hand: Denn am umweltfreundlichsten ist es zweifellos, Kleidungsstücke "aufzutragen", kleinere Defekte zu reparieren oder die ausgemusterten Textilien zu neuen Kleidungsstücken "upzucyceln". Wir müssen schließlich nicht jeden Modetrend mitmachen und so zum "Fast-Fashion-Victim" werden.</p> <p>Eine wichtige Voraussetzung hierfür: Kaufen Sie Kleidung, die gut verarbeitet ist (Qualität vor Quantität bzw. "buy less, buy better"). Achten sie beim Kauf zum Beispiel auf die Dicke des Stoffes sowie auf die Festigkeit von Nähten, Knöpfen und Reißverschlüssen. Behandeln Sie Ihre Lieblingsstücke gut und scheuen Sie keine Reparaturen oder Änderungen: Mit Upcycling liegen Sie voll im Trend, selbst kleinere Risse oder Löcher gelten heute als angesagter "distressed look". Hilfreiche Anleitungen finden Sie im Netz und in den sozialen Medien unter dem Begriff "Upcycling". Durch Kürzen, Umnähen und Aufnähen können Sie Kleidung selbst umgestalten. Größere Reparaturen/ Umarbeitungen übernehmen Änderungsschneidereien meist zu einem fairen Preis. Damit unterstützen Sie auch kleingewerbliche Strukturen in der Nachbarschaft.</p> <p><strong>Nicht (mehr) getragene Kleidung weitergeben:</strong> Verschaffen Sie sich regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) einen Überblick über Ihren Kleiderbestand. Das schafft Platz im Kleiderschrank, wirkt befreiend und Sie vermeiden es, unnötige neue Kleidungsstücke zu kaufen. Geben Sie gut erhaltene Kleidung, die Sie nicht mehr nutzen, Organisationen, die gemeinnützige Zwecke verfolgen, und vermeiden Sie illegale Kleidersammlungen. Viele Altkleidercontainer werden ohne offizielle Genehmigung aufgestellt. Über <a href="https://www.fairwertung.de/standortsuche/index.html">FairWertung e.V.</a> oder die Kommune lassen sich vertrauenswürdige Container in Ihrer Nähe finden. Fairwertung e.V. ist ein Zusammenschluss gemeinnütziger Organisationen, die sich für eine transparente Kleidersammlung einsetzen. Das Siegel Fairwertung garantiert, dass die Sammlungen sozialen, diakonischen oder karitativen Zwecken zugeführt werden.</p> <p><strong>Was Sie noch tun können:</strong></p> <ul> <li>Online gezielt auswählen: Das rasante Wachstum im Onlinehandel verursacht zunehmend Verkehrsprobleme. Erst recht, wenn Kleidung, die nicht gefällt oder nicht passt, zurückgeschickt wird. Seien Sie deshalb zurückhaltend beim Onlineshoppen und informieren Sie sich beim jeweiligen Händler genau über die Größenangaben. Denn zurückgeschickte Kleidung und Schuhe werden zum Teil als so genannte Ausschussware vernichtet, weil dies in manchen Fällen billiger ist, als die Retouren zu prüfen und wieder ins Sortiment aufzunehmen, oder weil es aus hygienischen Gründen erforderlich ist. Mehr Informationen liefert unser UBA-Umwelttipp zum <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/96289">Onlineshopping</a>.</li> <li>Machen Sie es sich einfach und kaufen Sie gleich bei Modemarken ein, die ausschließlich faire und ökologische Bekleidung anbieten. Im Internet gibt es hierfür verschiedene Überblicksseiten: <a href="https://www.getchanged.net/">Get Changed</a>, <a href="https://utopia.de/bestenlisten/modelabels-faire-mode/">Utopia</a>.</li> <li>Waschen Sie so oft wie nötig, aber so wenig wie möglich. Dies hält auch die Textilien länger am Leben. Beachten Sie hierzu unsere <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/32341">Tipps zum Wäschewaschen</a>.</li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/5050/bilder/uba_tipps4_wassersparen.jpg"> </a> <strong> Wasser wird auch durch den Verzicht auf Konsumgüter gespart </strong> Quelle: Umweltbundesamt </p><p> Hintergrund <p><strong>Umweltsituation:</strong> Die Herstellung eines konventionellen Kleidungsstücks belastet die Umwelt auf vielfältige Art und Weise. Der Anbau von Baumwolle, egal ob konventionell oder biologisch, erfordert große Wassermengen vor allem in Gegenden mit Wassermangel. So ist der Baumwollanbau z. B. verantwortlich für die Austrocknung des Aralsees. Um ein Kilogramm Baumwolle zu gewinnen, werden ca. 170 Badewannen voll Wasser benötigt. <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/pestizide">Pestizide</a> und Düngemittel sind insbesondere beim konventionellen Baumwollanbau ein Problem. Circa 10 Prozent des weltweiten Insektizidmarktes und circa 5 Prozent des Pestizidmarktes entfallen auf diesen Bereich. Hinzu kommt, dass für die Herstellung von einem Kilogramm Textil bis zu ein Kilogramm Chemikalien eingesetzt wird. Ein großer Teil davon gelangt anschließend in das Abwasser. Diese Stoffe sind zum Teil schwer abbaubar und können in den biologischen Kläranlagen nur bedingt reduziert werden. In Ländern wie China oder Indien gelangen diese Stoffe deshalb oft in die Flüsse, da die Abwasserbehandlung häufig nicht ausreicht oder das Abwasser zum Teil gar nicht gereinigt wird.</p> <p>Die Verwendung von chemischen Fasern wie Polyester oder Elastan aus fossilen Rohstoffen verursacht Mikroplastik durch den Abrieb der Chemiefasern beim Waschen. Bisher liegen noch keine verlässlichen Angaben darüber vor, wie viele Fasern auf diese Weise freigesetzt werden. Geschätzt wird, dass in Deutschland insgesamt 80 bis 400 Tonnen Mikropartikel jährlich durch Kleidung freigesetzt werden (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a> 2015). Im Vergleich hierzu: Durch den Reifenabrieb werden in Deutschland jährlich 60.000 bis 110.000 Tonnen Mikropartikel aus Kunststoff freigesetzt.</p> <p>Der Kauf von Textilien und Bekleidung ist in Deutschland für rund 135 kg CO2e pro Person und Jahr verantwortlich. Die Menge entspricht etwa den Emissionen einer PKW-Fahrt von Stuttgart nach Hamburg.</p> <p>Neben den Umweltbelastungen stehen vor allem die sozialen Standards bei der Textilproduktion im Mittelpunkt. Die Arbeitsbedingungen und Löhne in den Produktionsländern wie Pakistan und Bangladesch sind vielfach unzumutbar. Meistens sind es Frauen, die bis zu 16 Stunden am Tag für einen Lohn unter 2 Euro arbeiten. Der "Fast-Fashion"-Trend, also immer schnellere Zyklen von Modekollektionen, sowie die Billigkultur auf dem Textilmarkt tragen dazu bei, dass die schlechten Herstellungsbedingungen in der Branche erhalten bleiben.</p> <p><strong>Gesetzeslage: </strong>Im März 2022 hat die EU ihre Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien vorgestellt. Zentral dabei ist die geplante Einführung von <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401781">Ökodesign-Vorgaben für Textilien</a>. Kleidung auf dem europäischen Markt soll damit zukünftig Vorgaben zu Langlebigkeit oder Reparierfähigkeit unterliegen.</p> <p><strong>Marktbeobachtung:</strong> Ökologisch produzierte Textilien gelten als Nischenprodukt. Textilien und Bekleidung mit Umweltlabel hatten 2020 einen Marktanteil von etwa 1,4 Prozent. Textilien mit dem Fairtrade-Siegel hatten einen Marktanteil von etwa 0,3 Prozent (Gesellschaft für Konsumforschung 2021). </p> <p>Weitere Informationen finden Sie unter:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/3492">Textilindustrie</a> (UBA-Themenseite)</li> <li><a href="https://www.bmz.de/de/themen/textilwirtschaft/">Textilwirtschaft</a> (Sonderseite des <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmz">BMZ</a>)</li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/31917">Marktdaten</a> (UBA-Datenseite)</li> </ul> <p><strong>Quellen:</strong></p> <ul> <li>Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) (2016): Marktdaten Ökolabel (GOTS)</li> <li>Greenpeace (2018): Wegwerfware Retouren: <a href="https://www.greenpeace.de/publikationen/umfrage_zum_online-kaufverhalten_2018-se.pdf">Greenpeace-Umfrage zum Kauf- und Retouren-Verhalten bei Online-Bestellungen</a></li> <li><a href="https://icac.org/">International Cotton Advisory Committee (ICAC)</a></li> <li>UBA (2015): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/node/34786">Quellen für Mikroplastik mit Relevanz für den Meeresschutz in Deutschland</a></li> <li>UBA (2021): <a href="https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kleider-haken">Kleider mit Haken</a></li> </ul> <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.png"> </a> <strong> Umsatz und Marktanteil von Textilien mit Sozial- und Umweltlabel </strong> Quelle: Consumer Panel Fashion <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/image/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.png">Bild herunterladen</a> (474,04 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.pdf">Diagramm als PDF</a> (283,93 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/2_Abb_%C3%96kotextilien_2026-05-06.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (30,21 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.png"> </a> <strong> Kohlendioxid-Emissionen Sonstiger Konsumgüter </strong> Quelle: Statistisches Bundesamt <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.png">Bild herunterladen</a> (217,30 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.pdf">Diagramm als PDF</a> (49,17 kB) <a href="https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien/384/bilder/dateien/4_abb_co2-sonstige-konsumgueter_2020-06-10.xlsx">Diagramm als Excel mit Daten</a> (27,61 kB) Weiter <i> </i> Vorherige <i> </i> </p><p>Informationen für...</p>
Um die Ufer von Binnenwasserstraßen vor schädlichen Auswirkungen der schiffsinduzierten und natürlichen hydraulischen Belastungen zu schützen, werden diese bisher überwiegend mit Schüttsteindeckwerken, die aus großen Wasserbausteinen bestehen, gesichert. Mit der im Jahr 2000 eingeführten Europäischen Wasserrahmenrichtlinie soll der ökologische Zustand der Wasserstraßen langfristig verbessert werden. Sie sind naturnäher zu gestalten, um Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und zu erhalten. Eine solche ökologische Aufwertung kann erreicht werden, indem die Schüttsteindeckwerke durch naturnahe technisch-biologische Ufersicherungen ersetzt werden. Die Ufer werden dabei entweder allein durch Pflanzen oder durch Pflanzen und technische Komponenten geschützt. Wo genau diese umweltfreundlichen Ufersicherungen anwendbar sind, wie sie geplant, bemessen und ausgeführt werden können und wie sie ökologisch zu bewerten sind, damit beschäftigt sich seit einigen Jahren ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Dessen Ziel ist es, Empfehlungen und Grundlagen zu erarbeiten, um die neu entwickelten Ufersicherungsarten an Binnenwasserstraßen einzusetzen. Die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachreferate der BAW (Erdbau und Uferschutz; Schifffahrt) und der BfG (Landschaftspflege, Vegetationskunde; Tierökologie) ermöglicht eine fachübergreifende Projektbearbeitung aus technischer und ökologischer Sicht (ufersicherung.baw.de). Einen besonderen Schwerpunkt des Forschungsprojektes bildet seit 2011 ein Naturversuch auf einem ein Kilometer langen Flussabschnitt am rechten Rheinufer bei Worms (km 440,6 bis km 441,6). In Kooperation mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Mannheim werden in neun Versuchsfeldern unterschiedliche technisch-biologische Ufersicherungsmaßnahmen an der größten und meist befahrenen Wasserstraße in Deutschland getestet. Im Untersuchungsgebiet verkehren rund 120 Güterschiffe pro Tag. Je nach Abfluss schwankt der Wasserstand um über 6 m. Die Böschungen sind zudem relativ steil geneigt. In vier Versuchsfeldern wurde die Steinschüttung oberhalb des mittleren Wasserstands durch Weidenspreitlagen, vorkultivierte Röhrichtgabionen und Pflanzmatten sowie Steinmatratzen ersetzt. In weiteren vier Feldern blieb die Steinschüttung erhalten und wurde durch verschiedene Maßnahmen ökologisch aufgewertet. Dabei wurde das Ufer mit Weidensetzstangen und -faschinen, mit Busch- und Heckenlagen begrünt, die Uferstruktur wurde mittels Kies, großen Einzelsteinen und Totholzfaschinen verbessert; zudem wurden durch einen der Böschung vorgelagerten Steinwall geschützte Bereiche geschaffen. Ein Versuchsfeld blieb zum Vergleich ohne Sicherung. (Text gekürzt)
Das Öko-Institut ist in diesem Projekt als Gutachter im Rahmen der für den Abbau des Kernkraftwerkes Philippsburg 1 durchzuführenden Umweltverträglichkeitsprüfung tätig. Die Begutachtung erfolgt im Auftrag des TÜV Süd, der im Verfahren als sicherheitstechnischer Gutachter fungiert. Die Begutachtung beinhaltet die Prüfung der von der Antragstellerin vorgelegten Unterlagen, die Beratung des Ministeriums im Verfahren und bei der Öffentlichkeitsbeteiligung, die Bewertung der Umweltauswirkungen und die Erstellung der Zusammenfassenden Darstellung der Umweltauswirkungen einschließlich Vorschlägen für ggf. erforderliche Auflagen der Vermeidung und Minimierung von Umweltauswirkungen. Es werden sowohl konventionelle Wirkungen des Vorhabens wie z. B. Lärm und Luftschadstoffe als auch radiologische Wirkungen wie z. B. Direktstrahlung und radioaktive Ableitungen berücksichtigt.
In der Diskussion ueber oekologisches Wirtschaften sind Stagnationserscheinungen unverkennbar. Sie sind Ausdruck eines resignativen oder eines betriebswirtschaftlichen Ueber-Pragmatismus, in dem oekologisches Wirtschaften aufgeschicktes Marketing reduziert zu werden droht. Diese Arbeit ist als Sammlung theoretischer und praxisbezogener Beitraege zur Ueberwindung des Dilemmas konzipiert. Sie enthaelt Arbeiten von Autor/inne/n, die innovative Ideen zum Verhaeltnis von Oekonomie und Oekologie liefern, kritische Schlussfolgerungen aus der politischen oder lebensweltlichen Praxis (ueber umweltfreundliche Stoffkreislaeufe und die'Oekonomie des Vermeidens') ziehen sowie neue Felder und Instrumente oekologischen Wirtschaftens (oekologische Produktpolitik, Oeko-Bilanz, Oeko-Audit) nach Nutzen und Folgen beurteilen. Bezugspunkt vieler Beitraege ist das Leitbild des 'sustainable development', dessen Verkuerzung auf Umweltfreundlichkeit freilich zurueckgewiesen wird.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 6251 |
| Europa | 6 |
| Global | 2 |
| Kommune | 90 |
| Land | 455 |
| Schutzgebiete | 1 |
| Weitere | 19 |
| Wirtschaft | 64 |
| Wissenschaft | 2246 |
| Zivilgesellschaft | 884 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 1 |
| Ereignis | 6 |
| Förderprogramm | 6144 |
| Text | 112 |
| Umweltprüfung | 161 |
| unbekannt | 50 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 309 |
| Offen | 6159 |
| Unbekannt | 6 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 6221 |
| Englisch | 750 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 20 |
| Bild | 21 |
| Datei | 6 |
| Dokument | 358 |
| Keine | 4316 |
| Multimedia | 1 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 1854 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 4446 |
| Lebewesen und Lebensräume | 6474 |
| Luft | 6474 |
| Mensch und Umwelt | 6460 |
| Wasser | 3086 |
| Weitere | 6386 |