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In eigener Sache: warum Open Data ein Win-Win-Win-Szenario ist.

Open Data, auf Deutsch "offene Daten" - was abstrakt klingen mag, betrifft jeden von uns. Bin ich an meinem Wohnsitz überdurchschnittlich viel Lärm ausgesetzt? Herrscht im Waldstück neben meinem Grundschutz aktuell Waldbrandgefahr? Wie steht es bei meinem Lieblingsbadesee aktuell um die Wasserqualität? Wohne ich eigentlich in einer städtischen Hitzeinsel oder fühlt sich das nur so an? Wie kann ich mich engagieren, um die Anpassung an den Klimawandel in meinem Viertel voranzutreiben? Zu vielen Fragen über unsere Umwelt, die wir uns im Alltag stellen, ist umfangreiches Wissen vorhanden. Häufig handelt es sich dabei um Daten und Informationen der öffentlichen Verwaltung, nicht selten finanziert durch Steuergelder. Auf dieses Wissen zuzugreifen, ist in vielen Fällen jedoch gar nicht so leicht – hauptsächlich, da es oft nur auf Anfrage bereitgestellt wird. Zu aufwändigen Antragsvorgängen können sich dann noch Gebühren und lange Wartezeiten gesellen. Aber auch die Forschung, und damit letztlich die Gesellschaft als Ganzes, könnten von einem offeneren Umgang mit den gewonnenen Daten profitieren. Für Umwelt- und Naturschutz hingegen bedeutet offenes Wissen vor allem auch Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe, denn Umweltwissen und -bewusstsein sind entscheidende Einflussfaktoren für umweltrelevantes Handeln. Der Lösungsansatz für dieses Problem – bekannt unter dem Stichwort Open Data – sieht vor, existierende Daten öffentlich und strukturiert zur Verfügung zu stellen, sodass sie für alle Interessierten nutzbar werden. Offene und diskriminierungsfreie Lizenzen machen sie frei weiterverwendbar. Mittlerweile ist dieses Vorgehen erklärtes Ziel der Bundesregierung, die in ihrer Open-Data-Strategie betont, dass "die Nutzung von Daten […] neben enormen Mehrwerten für Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaft und Wissenschaft auch für Staat und Verwaltung erhebliche Mehrwerte generieren [kann]".

Der Eiszeitgarten - Mensch und Umwelt im wandelnden Klima - Ein Lernort zu historisch-ökologischen Fragestellungen

Ausgehend von der 50000 Jahre alten Siedlungsgeschichte Salzgitters bestand von vielen Schulklassen aller Altersstufen und Schularten, aber auch von Kindergartengruppen die Nachfrage nach zielgerichteten Führungen zum Thema 'Steinzeit'. In der ur- und frühgeschichtlichen Dauerausstellung '50000 Jahre Leben in Salzgitter' sind regional relevante Inhalte dazu vorhanden. Ausstellungsstücke mit entsprechenden Erläuterungen, großformatige Bilder sowie ein Filmbeitrag laden ein, sich mit der Steinzeit und den Neandertalern in Salzgitter zu beschäftigen. Dieser Themenkomplex ist jedoch ohne Kenntnisse der Lebensbedingungen, des Klimas sowie der Ökologie jener Zeit, nicht umfassend zu erklären, so dass in den Führungen auch die Eiszeit sowie der Klimawandel auf der Erde erläutert wurde. Aus dieser Arbeit heraus ergab sich der Wunsch nach einem Außenbereich, in dem man einerseits die eiszeitliche Umwelt vor 50.000 Jahren in Salzgitter erfahren sowie außerdem die steinzeitliche Lebensweise von Jägern und Sammlern ausprobieren könnte. Dies sollte in einer naturnah gestalteten, eiszeitlichen Landschaft umgesetzt werden. Wir nahmen uns deshalb vor, einen Landschaftsbereich anzulegen, der sich nah an die Umweltbedingungen vor 50.000 Jahren in Salzgitter anlehnen sollte. Pollenanalysen aufgrund der Ausgrabungsergebnisse in der Freilandstation von Salzgitter-Lebenstedt, An der Krähenriede, Tierknochenfunde und geologische Aufschlüsse bildeten die Grundlage für dieses Vorhaben, welches den Titel 'EISZEITGARTEN' erhielt. Im Eiszeitgarten erfährt der Besucher, wodurch Landschaft und Lebewelt im Verlauf des Quartärs geprägt und beeinflusst wurden und wie sich Menschen an ihre spezifische Umwelt anpassten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in einer nahezu authentischen eiszeitlichen Umwelt über Themenkomplexe wie Wetter, Klima, Klimawandel sowie die Lebensweise von Neandertalern zu informieren. Dem Besucher wird in Führungen die Gelegenheit gegeben, steinzeitliche Techniken auszuprobieren: Feuer machen, Feuerstein schlagen, Kochen in Fellgruben. Insofern zielt der Eiszeitgarten auf eine neuartige Dimension von Museumspräsentation sowie museumspädagogischer Arbeit ab: zusätzlich zur herkömmlichen Ausstellung der historischen Originale in Vitrinen eine Freiluft-Ausstellung der ursprünglichen Umwelt mit Aspekten zur Lebensweise in Salzgitter vor 50.000 Jahren. Nach der Eröffnung des Eiszeitgartens am 2. Juli 2006 fanden anschließend unsere 'Eiszeitwochen' statt. Für diese besonderen Projekttage hatten sich 540 Schüler in 21 Gruppen der Klassenstufen 3-8 angemeldet. Das Projekt gliederte sich in zwei Angebote: - Wann kommt die nächste Eiszeit? Leben im eiszeitlichen Klima und - Wollschal oder Badehose - Wie wird das Wetter morgen? In diesen Angeboten ging es darum, die inhaltliche Bandbreite des Eiszeitgartens in thematischer sowie chronologischer Hinsicht auszuschöpfen. usw.

Serious Gaming - Potenziale für Wissensvermittlung und Bewusstseinswandel für mehr Nachhaltigkeit

Digitale, interaktive Unterhaltungsmedien haben an Bedeutung gewonnen. Computerspiele (auch Mobile Games) sind heute ebenso kulturprägend wie Massenmedien. 'Serious Games' bezeichnet Computerspiele, die das Medium auf unterschiedliche Weise neu ausrichten, um Aktivitäten über reine Unterhaltung hinaus anzubieten. Traditionell wird damit Wissensvermittlung & Training adressiert. Das Vorhaben soll Potenziale von (Serious) Gaming für die spielerische Vermittlung von Umweltwissen eruieren (bspw. Adressierung neuer Zielgruppen, Vermittlung komplexer Zusammenhänge & Umweltwissen, Erleben von Narrativen & Szenarien), den aktuellen Forschungsstand reflektieren und weiteren Forschungsbedarf umreißen. Es sollen weiterhin möglichst konkrete Anwendungsvorschläge entwickelt und Synergien zu einem laufenden BMU-Modellprojekt, in dessen Mittelpunkt ein Serious Game zur Klimaanpassung steht, genutzt werden. Eine Anbindung an das UNIS-D und das dort zugänglich gemachte Datenportefolio soll geprüft werden. Für das experimentelle Erkunden von Szenarien & Narrativen bieten sich die Erkenntnisse im Kontext der Verknüpfung von Klimaschutz & Ressourcenschonung (RESCUE), von Gesundheit & Immissionsbelastung (Strahlung, Schadstoffe, Lärm, usw.) oder Biodiversität & Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts an. Zudem sollen Möglichkeiten aktiver Impulsgebung in die Community der Spiele(weiter)entwickler zur Einbeziehung der Themen Nachhaltigkeit & Umweltschutz in den inhaltlichen Entwicklungsprozess erkundet werden. Das Format Game-Development-Weekend-Jam (vgl. Hackathon) ist ein Beispiel, das für eine thematische Impulsgebung genutzt werden kann, ohne dass Entwicklungskosten für die Produkte entstehen.

Interkulturelle Umweltbildung im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung (Osnabrück-Ulan-Ude)

Es handelt sich um ein umfassendes Kooperationsprojekt mit der Fachgruppe Pädagogik der Burjatischen Staatsuniversität Ulan-Ude und dem Baikal-Informationszentrum GRAN in Ulan-Ude, das einerseits an ein früheres Kooperationsprojekt anknüpft und für das andererseits 2005 erste vorbereitende Schritte unternommen wurden, zu den der Gastaufenthalt im Nov./Dez. 2005 zählt. Gastaufenthalt 2005 in Osnabrück - Kooperationsvereinbarungen mit Ulan-Ude: Am Ende des Gastaufenthaltes (Gastvorträge und weitere Infos) der beiden WissenschaftlicherInnen (Prof. Dr. Nina Dagbaeva und Prof. Dr. Elvira Narchinova) aus Ulan-Ude und einer Schulleiterin (Natalja Neradovskaya) (alle Burjatien/Baikalregion, Russ. Förderation)von 20.11.-4.12.05, der im Rahmen einer seit 2002 bestehenden (Kooperation) stattfand, wurde eine erheblich erweiterte Kooperationsvereinbarung auf außeruniversitärer Ebene unterzeichnet. Eine weitere Kooperationsvereinbarung zwischen dem Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Uni Osnabrück und dem Fachbereich Pädagogik der Universität Ulan-Ude wird vorbereitet, die sich zunächst auf das Osnabrücker Fgb. Umweltbildung bezieht. Für die Kommunikation wird eine gemeinsame Website aufgebaut, die ab Herbst zweisprachig (deutsch-russisch) angelegt wird (eventuell zusätzlich englisch).

Umwelt. Daten. Zukunft.

null Umwelt. Daten. Zukunft. Baden-Württemberg/Karlsruhe. „Seit nunmehr fünf Jahrzehnten ist die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg im Einsatz für Umwelt- und Naturschutz. Dies ist ein Meilenstein, der nicht nur die Geschichte der LUBW, sondern auch die Geschichte unseres Umgangs mit der Umwelt widerspiegelt. Beobachten. Bewerten. Beraten. Das sind die drei Säulen, auf denen die Arbeit der LUBW basiert“, mit diesen Worten eröffnete die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker den feierlichen Festakt der Landesanstalt anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens am heutigen Freitag. Rund 400 Gäste nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil – darunter Mitarbeitende der LUBW, zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung, viele ehemalige Mitarbeitende sowie die beiden Vorgängerinnen des amtierenden Präsidenten der LUBW. 50 Jahre: Ein Blick zurück „Eine fachübergreifende Ausrichtung mit dem Ziel, künftig Umweltprobleme mit dem Blick aufs Ganze zu bearbeiten, war damals ein Novum. Die Geschichte der LUBW ist auch eine Geschichte des stärker werdenden Umweltbewusstseins in Deutschland“, so die Ministerin. Sie erinnerte daran: „Anfang der 1970er-Jahre zeigten sich immer deutlicher die Kehrseiten des ungehemmten Wirtschaftswachstums: Die Umweltverschmutzung nahm stark zu. Die Veröffentlichung des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums im Jahr 1972 hatte Bevölkerung und Politik in Deutschland sensibilisiert und den Ruf nach mehr Umweltschutz laut werden lassen. Baden-Württemberg erkannte die Dringlichkeit – der Umweltschutz wurde priorisiert.“ Von der Pionierarbeit zum Kompetenzzentrum Ereignisse wie der Dioxin-Unfall von Seveso (1976), die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (1986) oder der Sandoz-Brand in Basel (1986) prägten die Arbeit der Landesanstalt nachhaltig. Sie führten zum Aufbau umfassender Messnetze und Überwachungssysteme. Aus der anfänglich rund 330 Personen starken Behörde ist über Jahrzehnte ein hochmodernes Kompetenzzentrum mit heute rund 550 Mitarbeitenden entstanden, das Verwaltung, Politik und Wissenschaft vernetzt. „Die LUBW ist das Kind von Krisen, geformt von Katastrophen – und zugleich ein bewährter Schutzschild im Dienst unserer Umwelt. Dass es die LUBW heute gibt, verdanken wir der Weitsicht und dem Mut von Menschen, die damals sagten: Wir brauchen eine Institution, die den Blick auf unsere Lebensgrundlagen richtet – unabhängig, wissenschaftlich fundiert und dem Gemeinwohl verpflichtet,“ so Dr. Ulrich Maurer, Präsident der Landesanstalt, in seiner Festrede. „Die Erfolgsgeschichte der LUBW hat auch etwas mit ihrem Standort in Karlsruhe zu tun – hier sind Innovation, Nachhaltigkeit und Kreativität seit jeher zuhause. Wir freuen uns auf das nächste halbe Jahrhundert intensiver Zusammenarbeit, gerade angesichts der Umsetzung unserer ehrgeizigen Klimaziele in Stadt und Land“, betont Oberbürgermeister Frank Mentrup in seinem Grußwort. Fakten gegen Fake News „Ein halbes Jahrhundert Umwelt- und Naturschutzarbeit in Baden-Württemberg – das ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Anlass, innezuhalten, zurückzuschauen und vor allem nach vorn zu blicken“, so Maurer. Mit Blick auf die Gegenwart hob er die besondere Verantwortung der LUBW in Zeiten von Informationsflut und Desinformation hervor: „Wir leben in einer Zeit, in der ein Gerücht dieselbe Reichweite hat wie eine wissenschaftliche Studie. Meinungen und Fakten stehen auf Augenhöhe nebeneinander“, sagte Maurer mit Blick auf die Auswirkungen sozialer Medien und ergänzte: „Genau hier liegt unsere Verantwortung: Die LUBW steht für solide, unabhängig geprüfte Daten. Wir bieten Fakten – keine Meinungen.“ Dies sei auch der Grund, weshalb die LUBW seit diesem Jahr bewusst den Schritt geht, ihre Erkenntnisse in den sozialen Medien zu präsentieren – zusätzlich zu ihren Fachberichten sowie den digitalen Informationsangeboten auf ihren Webseiten und in den LUBW-Apps. Umweltwissen solle allen zugänglich sein, auch jenen, die sich vor allem über soziale Medien informierten. Blick in die Zukun ft Zentrale Zukunftsthemen der LUBW bleiben laut Maurer der Klimawandel, der Schutz der Artenvielfalt und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Mit Projekten wie dem Solardachkataster, dem Klima- und Energieatlas oder dem Masterplan Wasserversorgung unterstütze die LUBW Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger beim Wandel zu einer klimaangepassten Gesellschaft. „Der Klimawandel steht nicht mehr vor der Tür – er sitzt längst mit uns im Haus. Und er ist menschengemacht. Aber wir haben Wissen, Werkzeuge und die Entschlossenheit, ihm zu begegnen“, erklärte Maurer. Moderne Technologien wie Satellitenbeobachtung, Drohnenmessung und Künstliche Intelligenz seien längst Teil der täglichen Arbeit der Landesanstalt. Ihr Einsatzgebiet wachse stetig. Auch das neue LUBW-Gebäude in Karlsruhe, in das rund zwei Drittel der Mitarbeitenden im Laufe dieses Jahres bereits einziehen konnten, sei ein Symbol für diesen Aufbruch: energieeffizient, klimafreundlich und mit modernsten Laboren ausgestattet. UMWELT. DATEN. ZUKUNFT. Zum 50-jährigen Jubiläum stellte die LUBW ihr neues Motto vor: „UMWELT. DATEN. ZUKUNFT.“ „Das neue Motto steht für unseren Anspruch, weiterhin eine Brücke zwischen Wissenschaft und Politik, Daten und Entscheidungen, Gegenwart und Zukunft zu sein“, betont Maurer und zeichnet sein Zukunftsbild für die LUBW im Jahr 2040: „Wir sind das Umwelt-Datenhaus Baden-Württemberg, in dem Bürgerinnen und Bürger Umweltinformationen in Echtzeit abrufen können. Wir sind eine ökologische Kompetenzplattform, die als neutrale wissenschaftliche Orientierung dient. Wir sind eine lernende Organisation, die sich stetig weiterentwickelt und international vernetzt ist.“ Zukunft gelingt nur gemeinsam In seinem Schlusswort rief Maurer zu gemeinschaftlichem Handeln auf: Zukunft gelingt nur gemeinsam. Wir brauchen die Landesregierung, die mutig entscheidet. Wir brauchen die Wissenschaft, die neue Wege aufzeigt. Dann können wir gute und innovative Ideen für die Umsetzung entwickeln und vorantreiben. Und dafür brauchen wir jede und jeden Einzelnen, der bereit ist, im Alltag umzudenken. Die LUBW kann viel bewegen – doch wir sind Teil eines großen Ganzen.“ >Maurer dankte seinen Mitarbeitenden am Ende seiner Rede ausdrücklich für ihre Arbeit und betonte, dass sie es sind, die mit ihrer täglichen Arbeit den Unterschied ausmachten: „Zukunft passiert nicht – wir machen sie.“ Weiterführende Information: 50 Jahre LUBW: Natur und Umwelt im Fokus , Broschüre. Fotos zum Festakt Die Fotos können für die Berichterstattung zum Festakt genutzt werden mit Hinweis auf den Urheber. Hinweis: Wenn Sie das Foto anklicken, erhalten Sie es in einer höheren Auflösung. Foto zeigt von links nach rechts: Dr. Ulrich Maurer, Präsident der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), Thekla Walker MdL, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe. Bildquelle: Foto Fabry Foto zeigt: Umweltministerin Thekla Walker MdL während ihrer Festrede im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bildquelle: Foto Fabry. Foto zeigt: Dr. Ulrich Maurer, Präsident der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg während seiner Festrede im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bildquelle: Foto Fabry. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de

Landesumweltportal (LUPO)

Als Landesumweltportal (auch als LUPO abgekürzt) wird ein zentrales Instrument bezeichnet, mit dem das Umweltwissen einer Landesverwaltung und die Umweltdaten eines Bundeslandes im Internet zusammengeführt und für die Öffentlichkeit recherchierbar gemacht werden. Die Einführung von Landesumweltportalen ist ein wichtiger Schritt, um gesetzliche Vorgaben (z. B. Umweltinformationsgesetze) zu erfüllen, mit denen Behörden in Europa verpflichtet werden, Umweltinformationen aktiv zu verbreiten und für die Öffentlichkeit einfach zugänglich zu machen.

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung: Bildungstheoretische Grundlagen und schulisches Curriculum

Die theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen der Umweltbildung haben sich seit Ende der 90er Jahre mit dem Gedanken einer nachhaltigen Entwicklung grundlegend verändert. Vielfach wird nun von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (kurz: BNE) gesprochen. Deshalb wird meine theoretische Grundlagenarbeit auf Basis des Gedankens der nachhaltigen Entwicklung, der selbst ständig einer Fortentwicklung unterliegt, ständig fortgesetzt. Diese Arbeit findet in engem Kontakt zur Kommission 'Bildung für eine nachhaltige Entwicklung' der DGfE statt, die ihr eigenes Forschungsprogramm von 1997 überarbeitet hat (Memorandum zur Forschung im Bereich BNE, Download auf Homepage der Kommission. Gleichzeitig wird der aktualisierte Ansatz einer Umweltbildung bzw. BNE auf curricularer Ebene an exemplarischen Themenbereichen konkretisiert. Dabei wird auf den früheren Arbeiten des Projektes NUSO (Didaktische Materialien, Publikationen u.a.) aufgebaut.

Umweltbildung - Nachhaltige Entwicklung - Internet Kooperation mit der Baikal-Region /Ulan-Ude

Hinter dem Projekttitel steht eine zweifache Kooperationsbeziehung: 1. Erlebnisorientierte Umweltbildung über das Internet / International Environmental Project 'Water for life': Der Rahmen ist das entwicklungspolitische GTZ-Projektes Erlebnisorientierte Umweltbildung über das Internet, das gleichzeitig mit dem internationalen Projektes 'Water for life' verknüpft wurde: - Juni 2002: ein erster Kontakt mit einer mehrköpfigen Delegation in Osnabrück. - Mitwirkung in einer internationalen Jury zu einem Schülerwettbewerb mit internationaler Beteiligung. - Kooperationstreffen bei einer GTZ-Tagung im Juni 2003 in Eschborn/Frankfurt 4.-11.7. 2004: aktive Beteiligung an der internationale Eco-week am Baikalsee und Evaluation (s. unten) - Planung der weiteren Kooperation - Gutachterliche Stellungnahme für die GTZ (August 2004) - Publikationen (s.u.). 2. Kooperation mit der Staatsuniversität Ulan-Ude (Burjatien, Russland): Es handelt sich um einen Austauschprozess im Bereich einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und der darauf bezogenen Lehrerbildung. - Beitrag zur einer Tagung im Sept. 2002 in Ulan-Ude zur universitären Lehrerbildung im Bereich Nachhaltigkeit (ins Russische übersetzt in dem Tagungsband, s.u.) - Kooperationstreffen bei einer GTZ-Tagung im Juni 2003 in Eschborn/Frankfurt - 27.6-2.7.04.: Gastvortragsreihe an der Universität Ulan-Ude über Umweltbildung, nachhaltige Entwicklung und Lehrerbildung u.ä. mit Diskussionen in verschiedenen Fachbereichen. Vortrag im Rahmen eines Lehrerworkshops für die Projektschulen in Burjatien - 12.7.04 Abschließende Grobplanung der weiteren Kooperation - 20.11.-4.12.05 Gastaufenthalt einer Delegation aus Ulan-Ude in Osnabrück.

Garten der Vielfalt

Seit nunmehr 12 Jahren wird das Gelände am Klausenpfad Heidelberg als Aktions- und Modellgelände zur Umweltbildung genutzt. Die Fläche von 5800 m2 wurde der Hochschule von dem Land Baden-Württemberg bzw. einem kirchlichen Träger zur Pacht überlassen. Das Gelände und die darauf stattfindenden Projektaktivitäten wurden bis 1999 im Rahmen verschiedener Forschungsvorhaben betreut. 1999 gelang es, eine langfristige Lösung zu etablieren. Anprechpartnerinnen sind Frau Dipl. Ing. agr. Barbara Dresel (Akademische Rätin in der Fakultät III, Fach Biologie) und Prof. Dr. Lissy Jäkel (Leiterin des Gartens, Fakultät III, Dozentin im Fach Biologie). Der Garten bietet eine breite Vielfalt unterschiedlicher Biotope. Waldartige Areale im hinteren schattigen Teil des Gartens ermöglichen das Erleben des jahreszeitlichen Wandels von dem Erblühen der Frühjahrsgeophyten bis zum schattigen Blätterdach im Sommer. In diesem Bereich wurde u.a. ein Sinnespfad installiert, der allerdings einer jährlichen Erneuerung bedarf. Verschiedene Heckentypen sind rund um den Garten und im Garten zu finden. Sie bieten gute Beobachtungsmöglichkeiten für Vögel u.a. Tiere. Hier kann man das Anlegen einer Benjeshecke erproben oder einen Weidenzaun flechten lernen. Die Früchte verschiedener Heckengehölze wie Holunder oder Heckenrosen werden jedes Jahr durch Studenten der PH zu leckeren Produkten verarbeitet und der Hochschulöffentlichkeit angeboten. Die Verantwortlichen für den Garten betrachten es als Aufgaben: zu zeigen, wie Landschaftsgestaltung im städtischen Bereich funktionieren kann, Projektveranstaltungen für Studenten anzubieten, die Inhalte der Studienordnungen umsetzen, ein Modellgelände für die Erprobung praktischer Umweltbildung mit Schülern bereitzustellen, die Zusammenarbeit mit der Heidelberger Öffentlichkeit zu pflegen (z. B. mit Schulen, Heidelberger Kleingärtnern, der Stadtverwaltung und dem Agendabüro), einen Lernort im Freien für Studierende verschiedener Fächer anzubieten (z.B. Erziehungswissenschaft, GSU, Biologie, Technik u.a.), wo in angenehmer emotionaler Atmosphäre gelernt oder auch entspannt werden kann.

Erstellung einer Tagungsbroschüre 'Schulgarten und Schulgelände in den neuen Bundesländern' für Multiplikatorenzwecke im Bereich der Umweltbildung

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