Das Thema Abfalldeponie umfasst Daten zu aktiven und stillgelegten Deponien der Deponieklassen 0, I, II oder III sowie Deponieklasse IV (Untertagedeponie). | Prüfung: Konformität zu INSPIRE Durchführungsbestimmung | Dateninhalt (Bild): Konformität zu INSPIRE Durchführungsbestimmung
Umfasst Daten zu aktiven, stillgelegten und in der Nachsorge befindlichen Deponien der Deponieklassen 0, I, II oder III sowie Deponieklasse IV (Untertagedeponie).
Gemäß den Ausführungen in der Deponieverordung (DepV, 2002) und der Versatzverordnung (VersatzV, 2002) ist für untertägige Deponien bzw. Versatzanlagen ein Langzeitsicherheitsnachweis zu führen. Zu den Basisinformationen gehören Angaben zur Konzentration und zum Mobilitätsverhalten der einzubringenden Schadstoffe. Dazu sind Untersuchungen zum Reaktionsverhalten der Abfälle im Falle des Zutritts von Wasser und salinaren Lösungen mit den Schwerpunkten Löslichkeitsverhalten, Gasentwicklung bei erhöhter Temperatur unter Tage und Wechsel-wirkungen untereinander oder mit dem Wirtsgestein durchzuführen. Allgemeine Aussagen für ein ganzes potentielles Abfallspektrum sind allein aufgrund von Laboruntersuchungen einzelner Abfallproben nicht zu gewinnen. Für die Voraussage von Schadstoffmobilisierungen und Abfall/Wirtsgesteins-Wechselwirkungen sind Ansätze auf kombinierter experimenteller und theoretischer Basis erforderlich. Entsprechende Methoden wurden in den vergangen Jahren erfolgreich entwickelt und beruhen auf theoretischer Seite auf dem Instrument der geochemischen (thermodynamischen) Modellierung.Diese benötigt stoffspezifische Parameter, mit denen sich die physikalisch-chemischen Eigenschaften der Schadstoffe in den auftretenden Formationslösungen beschreiben lassen. In salinaren Systemen gelingt ein solcher Ansatz nur bei Anwendung der von spezifischen Ionenwechselwirkungskoeffizienten nach PITZER. Für viele umweltrelevante chemische Stoffe liegen entsprechende Informationen jedoch noch nicht in ausreichendem Maße und in ausreichender Qualität vor. Ziel der Arbeiten ist die Komplettierung der seitens der GRS und anderer Institutionen in Angriff genommenen qualitätsgesicherten und in sich konsistenten thermodynamischen Datenbasis. Mittlerweile liegen Datensätze für eine Reihe von Schadstoffen vor, bzw. werden im Zuge laufender Vorhaben entwickelt: Selen, Kupfer, Nickel, Chrom, Zink, Blei und Cadmium. Sie enthalten Löslichkeitskonstanten für schadstoffhaltige Festphasen, Komplexbildungskonstanten und Pitzer-Ionenwechselwirkungskoeffizienten zur Beschreibung salinarer wäßriger Systeme. Die Schwerpunkte dieses Vorhabens werden Arbeiten zur den thermochemischen Eigenschaften von Lösungen und Feststoffen mit Kupfer(I,II), Nickel(II), Chrom(III, VI), Mangan(II), Kobalt(II), Arsen(III,V), und Quecksilber(II) sein. Hierfür werden verschiedene analytisch-chemische und spektroskopische Verfahren herangezogen.
Foto: LANUV/Dr. Michael Tiedt Als Bergversatz wird das Ausfüllen untertägiger Hohlräume von Bergwerken zur mechanischen Stabilisierung verstanden. Dabei können die Minimierung von Bergsenkungen an der Tagesoberfläche oder andere Zwecke angestrebt werden. Dabei kann auch Abfall als Versatzmaterial dienen. Der Bergversatz gilt als Maßnahme zur Abfallverwertung. Zwischen 1991 und 2004 wurde im Steinkohlenrevier im Ruhrgebiet der Versatz mit zum Teil hochbelasteten Sonderabfällen betrieben. Diese Technologie ist seit 2004 nicht mehr zulässig. Seit 2002 regelt die Versatzverordnung die Bedingungen, unter denen bergbaufremde Stoffe als Versatzmaterial verwendet werden dürfen. Danach dürfen hochbelastete Abfälle nur noch in Salzbergwerken und bei Vorliegen eines Langzeitsicherheitsnachweises versetzt werden. In anderen Bergwerken ist nur der Versatz mit relativ gering belasteten Abfällen zulässig. In Nordrhein-Westfalen gibt es lediglich ein Bergwerk, in dem gering belastete Abfälle versetzt werden. Es handelt sich dabei um die Eisenerzgrube Wohlverwahrt-Nammen in Porta Westfalica. Mit dem Ausstieg aus dem Steinkohlenbergbau wird die Sicherung aufgegebener Schächte zu einer wichtigen Aufgabe. Auch hier kommen gering belastete, mineralische Abfälle zum Einsatz. Zuständig für die Genehmigung von Versatzmaßnahmen ist die Bergbehörde; in Nordrhein-Westfalen ist dies die Bezirksregierung Arnsberg, die in Angelegenheiten des Bergrechts landesweit zuständig ist. Anders als der Bergversatz dienen Untertagedeponien nicht der Verwertung sondern der Beseitigung von Abfällen. Sie dürfen nur in Salzlagerstätten eingerichtet werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es keine Untertagedeponie.
Mit dem Projekt VIRTUS soll ein leistungsstarkes Instrument zur Simulation, Visualisierung und wissenschaftlichen Bewertung der komplexen, untereinander gekoppelten Prozessabläufe in einem Endlager bzw. Untertagelabor sowie zur Planung und Prüfung von Endlagerkonfigurationen in Steinsalzformationen den an Endlagerprojekten in Deutschland beteiligten Institutionen bereit gestellt werden. Mit der Erfassung und Auswertung der aus 30 Jahren Endlagerforschung vorhandenen Primärliteratur und der Ableitung einer konsolidierten und qualitätsgesicherten Datenbasis für numerische Simulationen leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Erhalt bzw. zur Dokumentation der in vielen Jahren der Untertageforschung erzielten wissenschaftlichen und technischen Ergebnisse und Erfahrungen und leistet damit insgesamt einen Beitrag zur zeitnahen Entwicklung eines fundierten Safety Case nach der Entscheidung für den Standort eines HAW-Endlagers in einer salinaren Formation. --- Die anschauliche Visualisierung der Ergebnisse numerischer Simulationen in den dreidimensionalen geologischen Strukturen eines Endlagers soll helfen, die komplexen Prozessabläufe in einem Endlager besser verstehen und bewerten zu können. 1. Auswertung der im Vorprojekt erstellten Dokumentation zu 30 Jahren Untertageforschung im Steinsalz --- 2. Erstellung und Pflege einer konsolidierten qualitätsgesicherten Datenbasis --- 3. Realisation der Visualisierungssoftware einschließlich der erforderlichen Schnittstellen zur openGEO-Software/Auto-CAD, zu den Prozess-Level-Codes und zur Datenbasis -- 4. Prototypische THM-Modellierung ausgewählter Experimente zur Strecken- und Bohrlochlagerung bzw. entsprechender HAW-Endlagerkonfigurationen.
Unter der Zielsetzung, die Eignung einer mehrere deka- bis hundert Meter mächtigen Schicht aus Salzschnittblöcken mit Fugenfüllung als langzeitsicheres, arteigenes Schachtverschlusselement zu untersuchen, soll im Rahmen des Forschungsvorhabens ein Prüfstand entwickelt, konstruiert und kalkuliert werden, mit dem die geomechanisch-geohydraulische Wirksamkeit eines Verbundsystems aus Steinsalzschnittblöcken mit Fugenfüllung im Technikumsmaßstab laborativ analysiert werden kann. Die Herstellung der für die Laboruntersuchungen erforderlichen Prüfkörper soll durch Voruntersuchungen zur Herstellung von Salzschnittblöcken und Fugenmaterial (- Schnitttechnik/Bearbeitung Salzblöcke; Herstellung / Verarbeitbarkeit Fugenmaterial) und zur räumlichen Anordnung der Salzschnittblöcke (- Vermeidung axial durchgängiger Fugen im Verbundsystem) gezeigt werden. AP1: Konstruktion Technikumsprüfstand / AP2: Angebotsbasierende Kalkulation für bautechnische Realisierung / AP3: Theoretische Untersuchungen zur geometrischen Konfiguration der Salzschnittblöcke / AP4: Herstellung kleinskaliger Verbundsysteme aus Salzschnittblöcken / AP5: Voruntersuchungen zur Herstellung von Fugenmaterial / AP6: Schlussbericht.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 73 |
| Europa | 2 |
| Land | 12 |
| Weitere | 3 |
| Wissenschaft | 12 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 61 |
| Text | 9 |
| Umweltprüfung | 3 |
| unbekannt | 15 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 23 |
| Offen | 63 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 82 |
| Englisch | 8 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 1 |
| Dokument | 11 |
| Keine | 48 |
| Unbekannt | 3 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 28 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 72 |
| Lebewesen und Lebensräume | 70 |
| Luft | 35 |
| Mensch und Umwelt | 88 |
| Wasser | 42 |
| Weitere | 87 |